Der "barfüßige
Wolf" betreibt Barfußlaufen als aktives
Selbstbewusstseinstraining
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumsbeiträgen seit
Spätherbst 1998)
Hi folks alle miteinander!
Endlich mal ein Forum, in dem man sich verstanden fühlt. Ich hab bis jetzt eine ganze
Zeitlang stumm zugeguckt, höchstens mal einen kurzen Kommentar abgegeben, um nach einer Münchner Disco zu fragen, in der barfuß getanzt wird
(wenngleich auch nicht im November - ). Jetzt muss
ich doch mal aktiver mitmischen.
Allllso... Barfußlaufen hab ich wiedergelernt von einer Freundin von mir, die
Buchhändlerin war & anno 93 gestorben ist (mit 31). Auf einer Foto - Session hat sie
nicht mehr eingesehen, dass nur sie alleine barfuß sein soll & mich Fotografen auch
dazu aufgefordert. Da hab ich's eben getan - & seitdem möglichst selten mehr
gelassen.
In meinem Bekanntenkreis bin ich der einzige, der systematisch & bewusst
barfuß geht.
Deswegen bin ich ein bisschen verschrien als Kauz & Fußfetischist, aber wenn die
Leute merken, dass es einem ansonsten ganz danke geht, lassen sie's (ein
bisschen kopfschüttelnd) gelten.
Als Kind war ich nicht viel barfuß unterwegs. Im Sportunterricht waren Turnschuhe
gefragt, & überhaupt hatte ich lange kein großes Selbstvertrauen in die
Ansehnlichkeit meiner Füße. Wenn mir vielleicht mal jemand gesagt hätte, dass
Füße
hübscher davon werden, wenn man sie öfter mal lüftet & ihr natürliches Design
entwickeln lässt!
Viel, viel später kam dann diese o.a. Freundin. Ich hab in Erlangen studiert, & da an der Uni wird man ohne "vernünftiges Schuhwerk"
nicht zwangsläufig schief beguckt. Sie wurde meine Lieblingsbuchhändlerin, weil sie sich
weiß Gott auskannte in ihrem Metier & sich mit großer Un- Verschämtheit im Laden
barfuß - oder in offenherzigen Birkis - bewegte.
Ich hab mit oft persönliche Mutproben daraus gemacht, zum ersten Mal barfuß ein
Kaufhaus, ein Kino zu betreten, aber soooviel Angst muss
man da nun wirklich nicht haben.
Barfußlaufen, zumal in der Stadt ist also auch aktives Selbstbewusstseinstraining! Und
macht euphorisch - wahrscheinlich wegen Reflexzonenmassage!
So hab ich mir das jedenfalls für mich erklärt. Ich komm jetzt öfter .ò)
der barfüßige Wolf
Das ultimative Erlebnis: Im Hinterhof muss man sitzen, Augustiner Hell
trinken, im Laufe der Nacht den Brasiliero-Besuch seines Nachbarn um sich
versammeln, irgendwann feststellen, dass der Bub rechts vielviel längere
Fingernägel als links hat, und ihn dann unversehens bitten, mal seine Gitarre
runterzubringen.
Auf diese Weise hört man die abgelegensten portugiesischen
Liedeln - wird zwar zeitweise von Nachbarn beschimpft, was man aber
lautstärkemäßig regeln kann. Natürlich müssen alle ihre Frau dabeihaben;
das lenkt zwar vom Männererlebnis ab (ich steh auf solche - .ò) ), is aber
auch ganz okay. Hauptsache, das Hofpflaster ist noch sonnenwarm vom Tage.
Dochdoch, das muss man.
Gute Nacht zur Nacht.
Bebirkenstockt ("Skandal!" .ò) ),
WW
Übrigens: ein Lied, das wir heute nacht gesungen haben:
"If I would be barefoot, would you barefoot, too?
[Refrain:]Barefootin'!"
(Muss aus den 80ern sein, der Nachbar mit dem Kassettenrekorder wusste nicht
mehr, woher er das Stück hat...)
P.S.: Die Seite hat mir der "Webwolf" gezeigt. Der ist mein Nachbar
hier und kann fast so barfuß gehen wie ich :)
Wenn es der Wolf erlaubt, surf
ich hier gerne öfter mal rein. Dem gehört nämlich der Composter.
Tschüüüüs! CD (Christina Dichterliebchen)
Noch mal zur Bestätigung: Barfuß in kleinen Scherben rumzutapsen macht den
(halbwegs trainierten) Füßen überhaupt nix aus.
Das weiß ich daher, dass gestern um diese Zeit bei uns aufm Hinterhof ein
Hinterhoffest tobte, auf dem zahlreiches Glas zu Bruch ging. Erinnerte
Besucherzahlen schwanken zwischen 200 und 600 - also jedenfalls eine
Hinterhofdichte, von der ich allenfalls glaubte, dass sie in die gesamte Straße
reinpasst. Und bei der einfach irgendwas passieren muss.
Es war sehr kuschlig: Früher oder später drängelten sich die Leute unter
den wenigen vorhandenen Regenschirmen zusammen; wer nicht unter dem sein wollte,
wo der Prosecco kreiste, ging halt unter den, wo es was zu rauchen gab. Schon
schön :o)
Als Brillenträger muss ich bei Regen ständig nach unten gucken - wo es
diesen Abend erfreulich viele gepflegte und gestylte Füße zu gucken gab. Und
ich sag euch was: Die Ladies, die freuen sich, wenn man ihnen mal ein Kompliment
über ihre schmucken Zehen macht!
"Schöne Augen" ist seit
Jahrhunderten end-öd, aber Zehenringe oder Fessel- Tattoos oder perlmuttenen
Nagellack oder eine gelungene Fußform zu bewundern ist immer noch ein Thema.
Jaja, so eine gepflegte Nachbarschaft... führt weit. Gerade auch barfuß.
So, ich übergebe mich jetzt zu anderen Themen .ò)
In diesem Sinne, WW
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