Bienen, Wespen und Barfüße
(Forumbeiträge seit Sommer 1999)

Bei aller Begeisterung für das Barfußgehen ist Vorsicht bei bestimmten Gelegenheiten unerlässlich.
So ist es z. B. unklug, barfuß über Flächen mit blühendem Klee oder Fallobst zu gehen, wenn man Insektenstiche vermeiden will.
Dass andererseits trainierte Barfüße vor solchen nicht schlecht geschützt sind, zeigt der Erfahrungsbericht von MarkusII.

Hallöchen! Tja, irgendwie hat das Sommerloch unser Forum voll im Griff: Angesichts der Wetterlage erregt keine(r) von uns mehr nennenswert Aufsehen, einen hundertsten Bericht über völlig ereignislose barfüßige Stadtbummel, Spaziergänge, U-Bahn - Fahrten, brauch ich nun wirklich nicht zu schreiben, Berichte über unfreiwillige aber dann doch ausgedehnte Fußkontakte zu Sitznachbar(inne)n sind hier tabu ... eigentlich gibt es im Moment nichts zu schreiben, aber dann hab ich doch was gefunden:
VORSICHT, DER KLEE BLÜHT! Insbesondere auf kurzgeschorenen Grasflächen, wie man sie in öffentlichen Parks antrifft, sind derzeit Tausende wunderschöner kleiner weißer und blassrosaner Blüten anzutreffen. Über diesen Schwirren nun Tausende eifriger kleiner Bienchen um deren Nektar zu schlürfen; ein wunderschönes Naturschauspiel, dass jedoch einen großen Nachteil in sich trägt: Schon ein einziger Tritt eines Menschen kann eine ausgewachsene Biene töten, weshalb sich diese mit teilweise schmerzhaften Stichen zu wehren versuchen (zumeist vergeblich)...
Also: Vorsicht auf kurzgeschorenen Grasflächen... SchnaXeL

Hallo zusammen! Heute Mittag musste ich mich an SchnaXeLs "Klee und Bienen - Warnung" erinnern, da ich sozusagen Teilnehmer eines unfreiwilligen Experiments war. Wie die Vielleser ja wissen, interessierte mich schon immer auch die Frage, wie sicher das Barfußlaufen ist. Meine Erfahrungen (und die vieler anderer) sind ja durchweg positiv, wie sie z.B. in meinem Resümee "Wer Schuhe trägt, ist selber schuld" kurz zusammengefasst sind.
Auf einer Wiese mit so einigem blühenden Klee spürte ich plötzlich einen leichten Schmerz im Längsgewölbe der Sohle, wo die Haut ja erheblich dünner ist. Ich dachte, sicherlich so ein spitzer langer Dorn (an manchen Hecken sind solche, die bis zu 2 cm lang sind), was aber nichts "Großartiges" ist: Man spürt ihn sehr schnell und damit rechtzeitig, zieht ihn heraus, und weiter geht's!
Um so mehr war ich verwundert, als dort eine Biene umherschwirrte, die mit einer ca. 2 cm langen weißen "Sehne" mit einem Stachel verbunden war, der in der Haut festsaß. Ich nahm den Stachel ab, beförderte das ohnehin "todgeweihte" Insekt ins Jenseits, und ... das war's: Das Gift konnte offensichtlich nicht durch die hier zwar erheblich dünnere, aber doch spürbar "trainierte" Haut des Längsgewölbes hindurch.
Wieder eine Zivilisations-Angst weniger: Die Stichprobe ist mit n = 1 zwar sehr klein, aber ich meine sagen zu dürfen, dass einigermaßen abgehärtete Füße an der Sohle "bienenresistent" sind! Die unterschwellige Angst vor Bienenstichen scheint man sich getrost sparen zu können. Was bin ich froh - ich bin ab jetzt nur noch vorsichtig aus Rücksicht auf die Bienen, aber nicht aus Angst vor deren Stich!
Ich kann mittlerweile nur noch (zugegebenermaßen sehr unsachlich) feststellen: Was diejenigen, die sich ständig etwas an die Füße schnallen, mit ihnen betreiben, ist eine Form der "Selbstverstümmelung". Und was ihnen mit jedem Schritt entgeht - wenn sie nur ahnten, was sie sich antun! Sie würden ja erst in den Genuss der "vollen Wahrheit" kommen, wenn sie trainierte (d.h. eigentlich: normal entwickelte und nicht auf "Gehhilfen" angewiesene) Füße hätten!
Viele Grüße Euer MarkusII

[Biene mit ca. 2 cm langen weißen "Sehne" mit Stachel verbunden, der in der Haut festsaß]
Das war wohl der Darm des armen Tieres, der mit herausgerissen wird, wenn die Biene sticht.
[Gift konnte nicht durch dünnere, aber "trainierte" Haut des Längsgewölbes hindurch]
Das schlimmste am Bienenstich ist in aller Regel der kurze Moment, wo es ein bisschen weh tut. Die Giftwirkung tritt allerdings oft erst 2 Tage später auf. Vielleicht bekommst Du es doch noch zu spüren ;-/
[unterschwellige Angst vor Bienenstichen scheint man sich sparen zu können]
In der Tat es ist nicht allzu schlimm (außer für Allergiker). Und man kann sich obendrein dran gewöhnen.
Gruß Dirk (bin übrigens Imker :-) )

Hallo Dirk! Wie schön, dass man hier
1. Mitbarfüßer
2. Fachleute aller Richtungen (Imker, Biologen, ...) trifft!
Ich wünsche Dir möglichst viele unbeschwerte Barfußtage (wie gesagt: selbst Bienen...)! MarkusII

[Habe immer das Glück, in der Badeanstalt barfuß auf Wespen zu treten. Das tut tierisch weh und nimmt langsam den Spaß an der Sache. Da kann man glaube ich nichts machen, oder? Webby]
Nur gut aufpassen und Gegenden mit Blüten und Papierkörben möglichst meiden.
Als Kind hatte ich den gleichen Effekt. Sobald die Schuhe aus waren, trat ich auch schon auf eine Wespe. Vielleicht habe ich mich deshalb damals standhaft geweigert barfuß zu laufen, obwohl mich meine Mutter mehrfach dazu aufgefordert hatte.
Jetzt hatte ich diesen Stecheffekt aber glücklicherweise schon länger nicht mehr. Auch kam es mir bisher so vor als ob weniger dieser stechenden Plager unterwegs waren; aber das kann sich ja schnell ändern. Lothar

Musst Du halt so sehen: Die Wespe hat auf jeden Fall verloren dabei! ;-) Plattfuß

Warum? Ich dachte die Viecher können auch mehrmals stechen im Gegensatz zu Bienen. Lothar

... nicht wenn man richtig drauftritt ... Kai

Du musst einfach nur richtig heftig drauftreten, Du bist doch der Wespe auch barfuß voll überlegen. Zerquetsch Sie doch unter Deinen Sohlen, dann kommt sie gar nicht zum Stechen!
Was glaubst Du? Andreas

Ich habe mal eine bereits äußerst müde Wespe mit einem Stöckchen vorsichtig gereizt; und sie hat den Stachel mehrmals "ausgefahren".
Vielleicht interessant ist, dass er gelb ist, interessanter ist aber mit Sicherheit, dass er etwa zweieinhalb Millimeter lang ist. Von anderen habe ich gehört, dass eine äußerlich tot wirkende Wespe noch voll zustechen kann; von daher glaube ich, dass die Stachellänge auch bei einem gesunden Tier etwa gleich ist.
Bei einem einigermaßen "trainierten" Barfüßer ist die Hornhaut unter Ferse und Ballen deutlich dicker. Im Längsgewölbe ist sie zwar dünner, aber doch erheblich fester als beim nicht Barfußlaufenden, so dass der Schutz auch hier schon sehr viel besser ist.
Wer viel Barfußlaufen kann, und dies nicht nur auf Asphalt, sondern auch oft in der Natur, ist (auch nach meinen persönlichen Erfahrungen) gut geschützt.
Viele Grüße, MarkusII

Hi, die Viecher stehen übrigens unter Naturschutz.
Man soll's nicht meinen, aber man kann sich mit denen arrangieren. In meinem Schlafzimmer (altes Bauernhaus) ist seit 4 Jahren ein Wespennest. Wir kommen gut miteinander aus, ausgesprochen herzlich. Ich möchte sie nicht mehr vermissen.
Jeden Morgen, wenn ich lüfte, fliegen sie "Gassi" und freuen sich ... Jörg (2)

Bienenstiche können durchaus zum Problem werden, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.
Im Juni 1987 ging ich einmal barfuß über eine Wiese mit blühendem Klee. Da stach mich eine Biene in die Oberseite meines rechten Fußes.
Da ich zuvor Bienenstiche lediglich als unangenehm empfunden hatte, machte ich mir nichts draus, und zunächst hatte ich auch keine ernsthaften Beschwerden. Doch im Laufe des darauffolgenden Tages nahmen meine Schmerzen immer mehr zu; der Fuß schwoll an, und am dritten Tage konnte ich nur mehr mühsam unter nahezu unerträglichen Schmerzen durch die Gegend humpeln - gezwungenermaßen barfuß, denn mein inzwischen unförmig geschwollener rechter Fuß passte in keinen Schuh mehr - wahrlich kein schöner Anblick!
Erst die Behandlung mit der vom Arzt verschriebenen Salbe, viel Ruhe und lange Fußbäder in kaltem Wasser ließen die Schwellung und die Schmerzen im Laufe mehrerer Tage abklingen.
Bienenstiche sind also keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen.
Herzliche Barfußgrüße, Markus U.

Hallo Markus U., ich selbst habe einen Bienenstich am Fuß als völlig harmlos erlebt. Die Biene muss bei Dir eine allergische Reaktion hervorgerufen haben, irgend ein (pflanzliches?) Giftzeugs getankt haben oder eine Infektion weitergegeben haben.
Die von Dir beschriebenen Symptome habe ich einmal genau so am Arm erlebt, hervorgerufen durch einen Mückenstich. Der ganze Unterarm von Ellenbogen bis zu den Fingergelenken war dick geschwollen und rötlich verfärbt. Erst durch ärztliche Hilfe konnte das Ganze eingedämmt werden, denn es befand sich bis dahin weiterhin in fröhlichem "Wachstum".
Man kann davon ausgehen, dass ein normaler Bienenstich harmlos ist (Ausnahme: Allergiker), und dass es einen mit den oben geschilderten, seltenen "Spezialfällen" am ganzen Körper "erwischen" kann.
Es grüßt Dich MarkusII

Ob ich eine Allergie gegen Bienenstiche habe, weiß ich zwar nicht genau, ich gehe aber nicht davon aus, da es schließlich nicht der erste Bienenstich in meinem Leben war (wenngleich, obwohl schon lange her, der bislang letzte).
Deshalb erscheint mir die Erklärung mit dem (pflanzlichen?) Giftzeugs oder der Weitergabe einer Infektion doch wahrscheinlicher.
Markus U.

Ich denke, wer ein solche Erfahrung macht, sollte sich auf Insektenstichallergie testen lassen und ggf. ein dafür vorgesehenes Notfallset verordnen lassen.
Es kann einen ja auch an anderen Körperteilen erwischen, als am Fuß!
Und darüber hinaus ist Tetanus - Impfschutz für Barfußgeher sehr anzuraten!
Serfuß, Lorenz

Insektenstiche passieren auch mit Schuhen, wie ich letztes Jahr sehr schmerzhaft feststellen musste, als ich im Freien bei einer Gaststätte beim Mittagessen saß und da eine Wespe von oben in meinen Schuh kroch und dann in die Zehe gestochen hat.
Wäre barfuß wahrscheinlich nicht passiert, aber das darf ich ja leider nicht, wenn ich arbeite. Ansonsten musste ich feststellen, dass die Stiche insgesamt viel heftigere Reaktionen auslösen als früher. Ich bin früher häufiger gestochen worden, aber so heftige und schmerzhafte Schwellungen wie zwei Stiche im letzten Jahr hat es noch nie gegeben.
Viele Grüße Lothar

Auch in Presseberichten findet sich dieses Thema :

Das Gift aus dem Stachel
An sich harmlos, können Insektengifte gefährlich werden: Wenn der Gestochene allergisch reagiert, kann das zum Kreislaufkollaps führen
[...] Manchmal zeigt die Natur ihre Stacheln: Vorzugsweise in Form von Bienen und Wespen, die den Spaziergang oder die Jause im Garten schmerzhaft unterbrechen. An und für sich ist so ein Insektenstich eine relativ harmlose Sache. Problematisch wird es aber, wenn eine Person allergisch reagiert. In Österreich sind das immerhin rund 350.000 Menschen, wobei pro Jahr durchschnittlich vier bis acht Todesfälle zu beklagen sind. [...]
Ein erstes Warnzeichen ist, wenn die Reaktion nicht an der Stelle auftritt, wo das Insekt gestochen hat. "Zum Beispiel ein Ausschlag auf den Händen, wenn Biene oder Wespe in den Fuß gestochen haben" [...] Diese Ausschläge sind meistens von Juckreiz begleitet. Es kann aber auch der Atemtrakt betroffen sein, es kommt zu Atemnot. "Gefährlich sind schwere Reaktionen, die den Kreislauf betreffen" [...] Das beginnt mit Herzjagen und Übelkeit und kann zu einer Ohnmacht führen, in besonders schweren Fällen zum Tod. "Bei einer schweren Allergie können diese Reaktionen innerhalb von fünf Minuten auftreten" [...]
TIPP DES TAGES: Stiche am besten vermeiden. Die beste Methode, eine Insektengift-Allergie zu verhindern, ist, sich erst gar nicht stechen zu lassen. Um nicht Bekanntschaft mit einem Bienenstachel zu machen, sollte man daher nicht unbedingt barfuß durch den Klee wandern. [...] Wird man dennoch gestochen, ist Saures in Kombination mit etwas Kaltem ein gutes Rezept gegen den Schmerz: Zitronensaft oder Essig auf einen Wattebausch und gleich darauf Eiswürfel oder kaltes Wasser. Dadurch wird das Gift schneller zersetzt. Auch eine angeschnittene Zwiebel ist geeignet. Wird man von einer Biene gestochen, muss man darauf achten, den Stachel vorsichtig zu entfernen. Der Stachel wir mit dem Fingernagel oder einem Wattestäbchen von unten nach oben aus der Haut herausgezogen. Bei einer Pinzette besteht die Gefahr, dass die anhängende Giftdrüse ausgepresst wird. [...]
[Kurier, 25. 05. 2000]

Keine Angst vor Hornissen und Wespen
Umweltberater gibt Hinweise und Tipps
[...] Dabei sind Hornissen und Wespen friedliche Tiere, die sich nur dann verteidigen (und stechen), wenn sie sich angegriffen fühlen.
Das Bild von Wespen als immer währende Zuckerschlecker ist falsch. Als Blütenbesucher und Insektenfresser leisten sie Landwirten und Hobbygärtnern wichtige Dienste. Am Haus und Garten fangen sie große Mengen von Fliegen und andere für uns mitunter lästige Insekten.
Hornissen verhalten sich sogar ruhiger und berechenbarer als zum Beispiel Honigbienen. [...] Außerhalb der Nester angetroffene Tiere weichen Störungen oder einer Bedrohung durch Flucht aus. Hornissen vermeiden bei der Nahrungssuche ein Anfliegen der Menschen. Am Kaffeetisch oder an einer Limonadenflasche trifft man Hornissen nicht an. Eltern müssen also auch nicht befürchten, dass ihre Kinder "belästigt" und eventuell gestochen werden.
Selbst bei der Vielzahl von Wespenarten, von denen sich nur zwei Arten im Spätsommer zu zuckerhaltigen Nahrungsmitteln hingezogen fühlen, können durch ein ruhiges und vernünftiges Verhalten stichhaltige Auseinandersetzungen vermieden werden:
Zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke nicht zu lange unbedeckt im Freien stehen lassen.
Vor Gartenfesten einige Tage zuvor Futterplätze an entfernten Plätzen durch Obst, Bier oder Süßigkeiten anlegen.
Nicht aus Flaschen und Dosen trinken, die länger geöffnet im Freien standen.
Nach dem Verzehr von süßen Speisen und Getränken sollte der Mund und die Wangen von Kindern abgewischt werden.
Auf einem Gelände mit Fallobst nicht barfuß laufen.
Zur Problembehebung im Garten lieber das Fallobst auf einen Platz am Rande des Gartens zusammenkehren und somit die Wespen weglocken. Dieses Fallobst wird dann auch gerne von anderen Tieren (zum Beispiel Igel) verwendet.
Unter die Kleidung geratene Tiere nicht drücken oder schlagen, sondern ruhig warten, bis die Tiere wieder von alleine herauskommen.
Lenken Sie die Wespen mit einer aufgeschnittenen und mit Gewürznelken gespickten Zitrone ab. Als Alternative können Sie auch Nelkenöl mit Alkohol im Verhältnis eins zu zehn mischen und in einem Glas aufstellen [...]
Was tun, wenn man gestochen worden ist?
Wespen- und andere Insektenstiche betupft man mit einem Ammoniakstift oder trägt Salben mit essigsaurer Tonerde, Antihistaminika oder Kortikoiden auf. Wenn Stiche stark jucken, helfen kühlende Umschläge.
Der Züricher Skorpionforscher Matt E. Braunwalder hat bei Insektenstichen gute Erfahrungen mit Hitze gemacht. Er rät, Insektenstiche mit mindestens 45 Grad heißem Wasser zu behandeln. So würden die aus Eiweißverbindungen bestehenden Insektengifte in der Einstichstelle zerstört und können keinen Schaden mehr anrichten. Wenn kein heißes Wasser greifbar sei, könne auch die Flamme eines Streichholzes, eines Feuerzeuges oder ein sonnenheißer Stein mit entsprechender Vorsicht verwendet werden.
Weitere alte Hausmittel gegen Wespenstiche sind: Das Einreiben mit frischen Tomatenblättern. Das einfache und überall zu praktizierende Einreiben mit Harn. Die zu behandelnde Stelle zwei Minuten mit einer Zwiebelhälfte einreiben. Schwellungen mit einer halbierten Knoblauchzehe einreiben. Ein Spitzwegerichblatt zerrubbeln und auflegen. Eine Aspirintablette zerkleinern, mit Spucke mischen und auf den Stich auftragen.
[Neue Westfälische, 17. 07. 2000]

Schutz gegen Wespen [...]
Ob Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen – im Sommer sind die kleinen "Stecher" ganz in ihrem Element. Was kann man tun, um sich auf dem Balkon oder im Garten gegen allzu aufdringliche Exemplare zu schützen? Die AZ befragte Umweltdezernent Wolfgang Reichel.
AZ: Wie kann ich Stiche vermeiden?
REICHEL: Fliegengitter im Fenster können helfen, Speisen und Getränke sollte man im Freien abdecken. Für süße Getränke benutzt man am besten Strohhalme. Wo Fallobst am Boden liegt, sollte man nicht barfuß herumlaufen. Das gilt besonders für Freibäder, hier liegen oft Speisereste auf der Wiese.
AZ: Welche Verhaltensregeln sollte man noch beachten?
REICHEL: Hat sich eine Wespe in der Kleidung verirrt, wartet man am besten, bis sie von alleine wieder herausgefunden hat oder hilft mit. Nur wenn sich eine Wespe bedroht fühlt, kann es zu einem Stich kommen. Im Sommer sind die Tiere an Wurst und Fleisch interessiert, um es ihren Larven zu geben. Im Herbst fliegen sie besonders auf Süßes. [...]
[Main Rheiner, 21. 07. 2000]

Wenn die Biene Durchfall hat ... [...]
Holzheim Es ist ein recht sonderbares Paar, das da am späten Nachmittag in einem grünen Jeep auf einer Lichtung im Weisinger Forst heranrollt: Ein Kopf mit einem westernähnlichen Strohhut schiebt sich aus der Fahrertür. Auf der Beifahrerseite gleiten nackte Füße aus dem Wageninneren und setzen auf dem grasbewachsenen Boden auf.
Sie gehören dem Dillinger Leonhard Schaudi und der Kopf mit dem Strohhut Alois Schuster. Die beiden müssen an jenem Nachmittag dafür sorgen, dass die Bienen keinen Durchfall von Waldhonig bekommen, denn sie sind Imker.
Den großen weißen Hut mit dem schützenden Netz lässt Alois Schuster im Kofferraum liegen, ihm reicht sein Strohhut. "Wir haben sanftmütige Bienen, da braucht man den Imkerschleier nicht", erläutert der Holzheimer. [...]
Barfuß über Bienen
Mit seinen nackten Füßen wandert der Dillinger auf die vor ihm aus dem Boden der Lichtung ragenden Türme aus Holzkisten zu. Er gehe immer barfuß zu seinen Bienenvölkern, so würde er keine zertreten und den ganzen Stock in Aufregung versetzen. Langsam, bloß keine Hektik, rät er, denn auch das mögen die summenden Insekten nicht, die gerade von ihrer Nektarsuche in allen Ecken des Weisinger Forsts zurückkehren. Scheinbar wurden sie auch fündig. Vorsichtig öffnet Alois Schuster den Deckel der obersten Kiste und zieht einen Holzrahmen, die Wabe, heraus und schüttelt die daran haftenden Bienen ab. Stolz präsentiert er das Ergebnis dreiwöchiger harter Arbeit im Bienenstock: Fast alle der gut 2000 winzigen Zellen sind mit Honig gefüllt und fein säuberlich mit Wachs verpackt, "verdeckelt" wie der Imker sagt. "Das sind gut zwei Kilo Waldhonig", schätzt Schuster. [...]
[ Augsburger Allgemeine, 28. 07. 2001 ]

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