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[Barfüßige Bodenkunde] |
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Barfüßige Bodenkunde
(Zusammengefasst aus Forumbeiträgen seit Winter 1998/99)
Für eine (teilweise) barfüßige Bergwanderung bin ich zu
haben, allerdings erst ab Spätsommer/ Frühherbst, weil ich als Warmwetter-
Barfüßer erst
wieder eine lange Eingewöhnungsphase benötige.
Allerdings laufe ich zu 95% auf Asphalt, an anderen Untergrund muss ich mich sowieso
erst mal gewöhnen.
Hier liest man ja öfter mal was von barfüßigen
Waldspaziergängen, auf die Idee bin ich bisher noch gar nicht gekommen.
Ein Wald bietet sicher eine gute Möglichkeit der Abhärtung der Fußsohlen.
Serfuß an alle, Jörg (Hanna)
[Für eine (teilweise) barfüßige Bergwanderung bin
ich zu haben, allerdings erst ab Spätsommer/Frühherbst, weil ich als
Warmwetter-Barfüßer erst wieder eine lange Eingewöhnungsphase benötige. ]
Die Wärme des Bodens hängt vor allem von der Höhe des Sonnenstandes ab -- und schon an
sonnigen Märznachmittagen kann der Boden behaglich warm werden. Also: nicht zu lange
zögern!
Ich war bisher auch ein Warmwetter- Barfüßer, aber die Freaks hier im Forum haben mich
angesteckt, und jetzt tappe ich fleißig im Schnee herum
-- bislang reicht mir allerdings eine Tagesdosis von wenigen Minuten dieses Vergnügens.
[laufe zu 95% auf Asphalt, an anderen Untergrund muss
ich mich erst mal gewöhnen]
Naturboden ermüdet mich nicht so sehr wie Asphalt! Ich habe fest vor, dieses Jahr Wandertreffs mit anderen Barfüßern aus dem Münchner
Raum zusammenzutrommeln. Dabei bemühe ich mich dann schon, die allzu steinigen Wege zu
vermeiden.
Ich werde solche Events hier im Forum ankündigen und hoffe, Du findest auch mal Zeit zum
Mitmachen. Lorenz
[Ein Wald bietet sicher eine gute Möglichkeit der
Abhärtung der Fußsohlen]
Auf jeden Fall eine bessere als Asphalt. Letzterer kann sich bei entsprechender
Sonneneinstrahlung fast verflüssigen. Wenn Du wüsstest, was da so alles eingebaut wird
... Denke bloß nicht, dass das gesund ist. Nichtdestotrotz:
Eine Bergwanderung kann also das schönste oder auch das
ekelhafteste Barfußgelände sein. Falls Du durchs Geröll musst: "genieße" mal
einen Vorgeschmack auf einer stillgelegten Bahnstrecke. 2-3 Kilometer solltest Du auf den
faustgroßen Schottersteinen schon durchhalten.
Auf unsere erste gemeinsame Tour, Rainer
[Bergwanderung ... "genieße" mal einen Vorgeschmack auf einer stillgelegten
Bahnstrecke. 2-3 Kilometer solltest Du auf den faustgroßen Schottersteinen schon
durchhalten.]
Das werde ich mir nicht antun. Die Füße werden im Laufe des Sommers von selbst
abgehärtet, für spezielles Training fehlt mir sowohl die Zeit als auch die Lust. Ich bin
weder Extrem- noch Weltanschauungsbarfüßer noch möchte ich es werden.
Wenn es aufhört Spaß zu machen (z.B. wegen schlechten Untergrunds) ziehe ich eben Schuhe
an.
Aber ein Test auf Waldboden reizt mich nun doch (mit Schuhen als Backup).
Jörg (Hanna)
[(Alm-) Wiese ist angenehmer als Wald]
Stimmt, wenn nicht gerade die Gülle frisch ausgebracht wurde ... Macht mir auch nicht
viel aus. In Schuhen stinken die Füße auf Dauer genauso!
[Wald ist (wenn es keine Kreuzottern gibt wie im Spessart) angenehmer als steiniger
fester Boden]
Kreuzottern sind in Südbayern häufig und mir schon
gelegentlich über den Weg gekrochen. Aber ich schaue beim Barfußlaufen auf den Boden und
gehe in ihren Biotopen nicht vom Weg ab. Die Tiere fliehen normalerweise, man darf eben
nicht auf ihre Verstecke latschen. Klar, man muss die nächsten Meter des Weges im Auge
haben. Barfuß trampelt man ja nicht, also ist ein "Blindflug" in
unübersichtlicher Vegetation nicht anzuraten.
[Bergwanderung ... Falls Du durchs Geröll musst ]
Es ist keine Schande, die Bergschuhe im Rucksack spazieren zu tragen und bei Bedarf
anzuziehen. Insbesondere das barfüßige Bergablaufen kann eine heikle Angelegenheit
werden.
Ein barfüßiges Berg-Heil, Lorenz
[(Alm-) Wiese ... wenn nicht gerade die Gülle frisch ausgebracht wurde...]
ist nicht so schlimm, wenn dahinter genug s a u b e r e s Gras zur Verfügung steht
[keine Schande, Bergschuhe im Rucksack spazieren zu tragen und bei Bedarf
anzuziehen. Insbesondere barfüßige Bergablaufen kann heikle Angelegenheit
werden]
Genau das wollte ich damit bezwecken. Wenn die Schuhstrecke kurz genug ist, reichen auch Tewas oder entsprechende Plagiate. Bei Vereisung hat
man dann natürlich schlechte Karten.
Rainer
[barfüßiges Bergablaufen .... Tewas oder entsprechende Plagiate]
Wenn nicht barfuß, dann bin ich in festen Bergstiefeln zu Gange.
"Zwischenlösungen" bergen das Risiko umgeknickter Knöchel. Serfuß. Lorenz
[barfüßiges Bergablaufen .... Tewas oder
entsprechende Plagiate ... dann bin ich in festen Bergstiefeln zu Gange.
"Zwischenlösungen" bergen das Risiko umgeknickter Knöchel.]
Solange es nur ein paar hundert Meter sind, passe ich eben auf, anstelle mir zwei Tage
lang ca. 2,5 Kilo an den Rucksack zu hängen.
Im Übrigen hat man mit diesen Wandersandalen noch erheblich besseren Halt als in den
allerorts sichtbaren Turnschuhen. Ich mache fast alle Hüttenzustiege mit diesen Tretern,
selbst wenn ich danach (beschuhte) Touren im ewigen Eis oder (unbeschuhte) Klettertouren
mache und bin noch nie damit umgeknickt.
Servus. Rainer
Das bringt mich auf eine kurze „Geologie für
Barfüßer“:
Österreich besteht geologisch aus 3 Teilen: den Alpen, den eher flachen
Gebieten mit weichen Sedimenten (Tegel, Schotter, Lehm, Löss, Sand) im Osten
und der Böhmischen Masse, einer Mittelgebirgslandschaft aus Granit und Gneis nördlich
der Donau, die nicht ganz bis in die Nordostecke des Landes reicht.
Die Alpen bestehen im Kern aus Gneis und Schiefer (Zentralalpen), dann schließen
nördlich (Karwendel, Totes Gebirge, ... bis zum Schneeberg) sowie südlich
(Dolomiten, Karawanken, ...) die Kalkalpen an.
Ganz im Norden gibt es noch einen schmalen Streifen mit Sandstein, der nur im
Wienerwald ein wenig breiter wird.
Der langen Rede kurzer Sinn: Sandböden sind für Barfüßer der Himmel auf
Erden. Es gibt sie in Österreich fast nur im Marchfeld und in Teilen des
Burgenlandes, großflächiger z.B. in Ungarn zwischen Donau und Theiß.
Sandsteingebiete sind herrlich für ganz lange Wanderungen durch Buchenwälder.
Berge aus Gneisen und ähnlichen „Silikatgesteinen“ sind irgendwie sanft und
ganz einladend zum Barfußgehen. Beispiele sind die Niederen Tauern oder der
Zirbitzkogel.
Umso besser dann die sanftwelligen „Rumpflandschaften“ der Böhmischen Masse
– in Österreich des Wald- und Mühlviertels, dann auch z.B. der Böhmerwald,
der Bayerische Wald ...
Die am wenigsten barfußgeeigneten Landschaften sind leider die schroffen
Kalkalpen. Hier zerbrechen die Steine auch nicht so angenehm rund, sondern
stechend spitz. Den Unterschied merkt man auch z.B. auf Forststraßen. Ihr kennt
das.
Das schreibe ich jetzt mit einem Seufzen, weil der kalkige Schneeberg (ca. 80 km
von Wien) und dann erst recht der einsame Göller eigentlich meine
Lieblingsberge sind ...
Harald
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(Beiträge im Frühjahr 2002)
Viele scheuen sich, in der Stadt barfuß
zu gehen, weil sie Angst haben, sich an tückisch herumliegenden
Glasscherben zu
verletzen.
Eine andere Art Glasscherben, auf der jeder ohne Verletzungsgefahr barfuß gehen kann, gibt es jetzt in Dresden: der
Innenhof der neuen Synagoge hat einen Kiesbelag; darauf ist der Grundriss der alten, 1938 zerstörten
Semper- Synagoge dargestellt und mit solchen nicht-scharfkantigen Glasscherben lose belegt. Es handelt sich dabei tatsächlich um
Glas, nur wurde es irgendwie
behandelt - vielleicht mit Sand gewaschen? - damit sich niemand daran verletzt.
Eine interessante Erfahrung! unci
Stumpfe Glasscherben bzw. dann eben Glaskiesel sind überhaupt nichts neues. Werden seit mehreren Jahren im Gartenbau (Unterlage von Steinplatten - das beste gegen Unkraut) und vor allem beim Reitplatzbau verwendet. Herstellung denkbar einfach, man gibt scharfe Glasscherben in eine große zylindrische Tonne, die 100% verschließbar ist und lässt das Ganze 24 Std. oder mehr rotieren. Wie beim Steineschleifen auch, stumpfen sich die Glasstücke gegenseitig. Gleicher Effekt wie bei den Kieselsteinen im Fluss- oder Bachbett.
Ist m. E. ein geniales Material: a)recycling Produkt, b) geniale Materialeigenschaften c) sieht bei richtiger Mischung auch toll aus. So sollten Gehsteige belegt sein. Da das Wasser hindurchsickert, ist es absolut wintersicher, bei schon wenig Sonnenschein erwärmt es sich sehr schnell (Treibhauseffekt) ist aber dank der Luft dazwischen im Sommer nie siedend heiß.| zurück zur Übersichtsseite
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