| [Thilo berichtet aus Indien] | [Jens auf nackten Sohlen durch Südindien] | ["Barfuß extrem" in Indien] |
Thilo
geht besonders gern barfuß auf Reisen und berichtet aus Indien
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumbeiträgen im
Winter 1998/99)
Besonders Spaß macht es mir, barfuß auf
Reisen zu gehen: Ich finde, jedes Land stellt andere "Anforderungen" an meine
von Schuhen befreiten Füße. Letztes Jahr war ich im November vier Wochen in Indien
(Delhi, Rajasthan, Varanasi) und 90% der Zeit barfuß unterwegs.
Enttäuscht war ich, dass anscheinend jeder Inder, der es sich überhaupt leisten kann,
irgendeine Art Schuhe trägt, Indien also nicht mehr, wie in älteren Reiseführern zu
lesen, das "Land der nackten Füße" ist. Da Schuhe anscheinend zum
unentbehrlichen Statussymbol geworden sind, wunderte es mich eigentlich nicht mehr,
relativ häufig von Indern auf meine fehlende Fußbekleidung angesprochen zu werden. Es
begann schon in Delhi, wo ich per Motor - Rikscha unterwegs war, und vom Fahrer - der etwas
Englisch sprach - mehrfach zu hören bekam, barfuß zu gehen sei "not good". Er
hoffte sogar auf ein Geschäft und bot an, mich zu einem Schuhgeschäft zu bringen -
"very cheap". Erst als ich ihm mehrfach versichert hatte, dass ich Schuhe
besitze, aber oft barfuß gehe, weil ich gerne den Boden unter meinen Füßen fühle und
es "natural" finde, gab er auf.
In Khajuraho, von wo ich nach Varanasi flog, bot mir ein junger Inder an, mich zu einigen
abgelegenen Tempeln zu führen - übrigens, ohne nachher um "one Rupee" zu
bitten, was mich sehr gefreut hat. Als wir ein Stück querfeldein über unebenes,
steiniges Gelände gingen, bot er mir an, ich solle doch seine Schuhe benutzen. Meine
Antwort, meinen abgehärteten Sohlen mache es nichts aus, wenn ich abseits fester Wege
unterwegs sei, kommentierte er anerkennend mit "you're a hard man".
Aufgefallen ist mir, dass meine Fußsohlen - selbst nach ganztägigen Touren in den extrem
verschmutzten Straßen von Delhi und Varanasi - nie richtig schwarz wurden, wie dies in
europäischen Städten meist nach kurzer Zeit der Fall ist. Ich habe keine Erklärung für
dieses Phänomen, irgendwie scheint asiatischer Dreck eben anders zu sein.
Andere Erfahrungen als in Deutschland habe ich auch beim Laufen über rasenähnliche
Flächen gemacht: Das unscheinbare aber dornige Unkraut, mit dem das Gras durchsetzt ist,
führte dazu, dass sich meine Sohlen schon nach kurzer Zeit wie Reibeisen anfühlten - so
viele kleinste Dornen steckten in meiner lederartigen Hornhaut. ...
Die von mir erwähnten kleinen Dornen in Indien haben übrigens keinerlei Probleme
gemacht: Sie haben sich bereits nach wenigen Minuten auf Asphalt wieder abgelaufen. ...
Sehr praktisch fand ich, dass man nicht vor jedem Tempel, den man besichtigt, erst wieder
die Schuhe ausziehen muss, wenn man ohnehin barfuß unterwegs ist.
Insgesamt hat mir der Barfuß - Urlaub in Indien (mein 2. In diesem Land) sehr gut gefallen,
und ich plane bereits für nächstes Jahr eine weitere Reise, diesmal nach Südindien.
Thilo
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Jens
auf nackten Sohlen durch Südindien
(Forumbericht im Frühling 2000)
Hallo Jens! Ich habe im
englischsprachigen Forum Deinen Reisebericht über Indien gelesen. Für mich
einer der wenigen "anklickenswerten" und dann auch lesenswerten
Beiträge dort. Wie wäre es, wenn Du Deinen Bericht auch hier veröffentlichst?
Ich hoffe, Du bekommst hier mehr Resonanz als dort. Auch wenn ich in absehbarer Zeit
nicht nach Indien reisen werde, würde mich der Sicherheitsaspekt beim
Barfußlaufen dort interessieren, da es sich ja um die Tropen handelt,
wahrscheinlich mit einer Fülle von Pflanzen und Tierchen, die einem das
Barfußlaufen nicht gerade erleichtern.
Eine sehr hohe Bevölkerungsdichte hat
das Land ja außerdem, so dass m.E. Extrembedingungen herrschen. "Keep on
barefooting", und viele Grüße, MarkusII
Auf speziellen Wunsch von MarkusII hier
eine deutsche Version meines zuvor in einem englischsprachigen Forum geposteten
Südindien - Reiseberichts:
Im Februar/ März war ich fünf Wochen lang in Tamil
Nadu und Kerala unterwegs. Ich hatte mir vorgenommen, die ganze Zeit barfuß zu
bleiben, und tatsächlich trug ich nur bei einer einzigen Gelegenheit Flip -
Flops: Während des Besuchs in einem "besseren" Restaurant!
Ansonsten blieben die Schuhe wo sie hingehören: Zuunterst in meinem
Reisegepäck!
Dank einiger ausgedehnter Barfuß - Wochenenden im letzten Winter
waren meine Sohlen in Top - Form was bedeutete, dass ich keinerlei Probleme mit dem
manchmal recht aufgeheizten Straßenpflaster, steinigen Bergpfaden, Dornen und
kleinen Glassplittern hatte. Im Gegenteil: Als begeisterter Barfuß - Traveller
ist es absolut faszinierend für mich, meine Füße noch mehr abzuhärten, und
ich habe meine Sohlen regelmäßig begutachtet und mich über den
"Fortschritt" gefreut!
Wie immer wenn ich auf Reisen bin war es für
mich ein unbeschreiblich schönes Gefühl echter Freiheit, die verschiedensten
Situationen barfuß zu erleben: Ob ich nun gerade ein Museum oder einen
Maharajapalast besichtigte, viele Stunden in einem Basarviertel zubrachte, Essen
ging oder ins Hotel zurückkehrte – Schuhe zu tragen erschien mir völlig
überflüssig. Natürlich wurden meine Füße ziemlich schmutzig, aber auch das
ist Fun!
Sehr motivierend war für mich, dass zwischen dreißig und fünfzig
Prozent der Einheimischen ebenfalls barfuß unterwegs sind! Und nicht etwa nur
Pilger, Bettler oder arme Leute – auch Angehörige höherer Kasten! Ihre Art
zu laufen – Schmutz, steinige Wege und heißer Straßenbelag werden einfach
ignoriert – zeigt, das das Barfußgehen für sie etwas völlig natürliches
ist!
Natürlich erregt ein barfüßiger "Europäer" schon einiges
Aufsehen, aber die meisten Reaktionen waren positiv! Als ich einen indischen
Brieffreund traf (es war unser erstes Treffen) war ich zunächst etwas besorgt.
Wir reisten eine Weile zusammen, und als er bemerkte, dass ich es vorziehe, den
ganzen Tag barfuß unterwegs zu sein, war seine einzige Reaktion ein "That's
cool" (er behielt allerdings seine Schuhe an)!
Abgehärtete Sohlen zu haben
ist oft geradezu ein Vorteil: Natürlich muss jeder Besucher eines Tempels am
Eingang seine Schuhe ausziehen (und deponieren: Mitnahme nicht gestattet!). Da
nun aber die südindischen Tempel oft extrem ausgedehnte Komplexe sind – fast
schon kleine Dörfer – kann ein Rundgang für so manchen ausländischen
Touristen zu einer äußerst "heißen" und schmerzlichen Erfahrung
werden! Hinzu kommt noch, das man beim Besuch eines Bergtempels die Schuhe am Fuß
des Berges zurücklassen muss! Ungeübte Touristen beim Auf- und abstieg zu
beobachten war verständlicherweise äußerst amüsant!
Thema Touristen: Leider
habe ich nicht viele andere Barfuß - Traveller gesehen – die einzige kleine
Enttäuschung in fünf wundervollen Wochen! Selbst in der Hippie - Szene scheint
man den Barfuß - Lifestyle mittlerweile aufgegeben zu haben. Aber immerhin traf
ich einen Italiener, der barfuß unterwegs war – mit ziemlich schwarzen
Sohlen. Es war kurz nach Mittag, und der Asphalt war sehr heiß, er hatte aber
offensichtlich keinerlei Probleme. Wir kamen ins Gespräch und er erzählte, das
er immer barfuß reist - wenigstens ein Gleichgesinnter!
Einige Traveller
scheinen das Barfußgehen zu vermeiden, weil sie glauben es sei zu riskant: In
einem Internet - Cafe bemerkte ich ein junges Pärchen (aus den USA, wie sich
später herausstellte): Sie trugen beide indische Sandalen, und ihre gesamten Füße
einschließlich der Knöchel waren mit einem wundervollen Blumen- Ranken- Tattoo geschmückt. Bevor sie gingen fragte mich das Mädel, wie
lange ich in Indien bin und ob ich immer barfuß reise. Als ich ihr erklärte,
das ich die ganzen fünf Wochen barfuß umherziehe, fragte sie ob ich nicht
Angst vor Krankheiten hätte. Ich erklärte, dass ich schon viele Jahre barfuß
gehe und reise, und – abgesehen von kleinen Glassplittern – noch nie
irgendwelche Probleme hatte. Sie war sehr beeindruckt ...
Einige Photos meiner Indien - verwöhnten Füße könnt Ihr unter folgender URL abrufen (etwas langsam,
aber mit ein wenig Geduld klappt's!).
Ciao, Jens
Nun aber noch einmal zu meiner Frage von vor ca. 10 Tagen: Wie ist es mit der
Sicherheit des Barfußlaufens in Indien? Du sagst ganz einfach "no problem",
aber wie dies in der Praxis aussieht, würde mich nun doch interessieren.
Wie jeder sieht, der im "Best - Of" schmökert, spielt dieses Thema ja
eine nicht unerhebliche Rolle - und die falschen Gedanken hierzu halten mit
Sicherheit viele davon ab, es mit dem Barfußgehen in der Öffentlichkeit einmal
zu versuchen.
Wenn jetzt einmal für jeden gut nachvollziehbar erzählt wird, warum dies
selbst in Indien problemlos möglich ist, sehe ich dies als echte Bereicherung
unserer "Wissensdatenbank"!
'ne schöne Jrooß us Bonn, MarkusII
Zum Thema gesundheitliche Risiken kann ich
eigentlich nicht viel sagen: Wenn ich auf Reisen bin, gehe ich praktisch immer/überall
barfuß ("daheim" übrigens auch sehr oft/ regelmäßig – um
entsprechende Fragen zu beantworten).
Dabei komme ich zwangsläufig mit allen nur erdenklichen Arten von Dreck in Berührung,
besonders in Städten. Aber andererseits sind meine Sohlen vom vielen Barfußgehen
lederartig geworden, und es hat sich eine widerstandsfähige Hornhaut
entwickelt. Ich denke, da kommt eben einfach nicht viel durch!
Ich bin kein Mediziner: Ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten, dass ich
noch nie irgendwelche Probleme hatte. Vielleicht hat ja ein Forumsteilnehmer
eine befriedigende Theorie...
Ciao Barfuß - Jens
Hallo Jens, ich dachte eigentlich gar nicht an
Schmutz irgendwelcher Art (die auf den Seiten der DSS zitierten Studien stimmen
ja voll und ganz mit Deiner Erfahrung überein), sondern eher an Pflanzen und
Tiere.
Miguela berichtete hier z.B. einmal aus
Namibia, dass sie wegen fieser dorniger Pflanzen dort nicht mehr barfußlaufen
konnte (obwohl sie gar kein Schuhwerk mit auf die Reise genommen hatte...). Aus
meinen Vorlesungen in Geographie, Ökologie, Zoologie weiß ich, dass Insekten
in den Tropen und Subtropen doch eine ganz andere Größe und Gefährlichkeit
haben können.
Dass die Einheimischen, die immer barfußlaufen, damit zurechtkommen, bezweifele
ich nicht (und weiß es auch anhand des Beispiels bestimmter Indianer, die teils
100 km am Tag zurücklegen, natürlich ohne Schuhe und in einem immer warmen
Klima).
Ich glaubte, Du hättest hierzu Auskunft und "Tipps für Touris" geben
können. Aber anscheinend (und glücklicherweise) sind Dir solche
"Viecher" ja gar nicht begegnet (und haben daher auch keine Probleme
verursacht)!
Alles Gute weiterhin auf Deinen Reisen, MarkusII
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"Barfuß
extrem" in Indien
(Forumbeiträge im Frühling 2004)
Ich glaube, dass jeder der gerne reist, irgendwann
einmal in die Ursprünge und geschichtsträchtige Vergangenheit dieses Landes
eintauchen möchte.
Auf meiner zweiwöchigen Reise von Delhi durch Rajasthan bis Mumbai (Bombay),
zusammen mit meiner treuen Begleiterin, habe ich derart viele interessante und
auch emotionelle Eindrücke gewonnen, dass es schon schwer fällt alles Erlebte
in Worte zu fassen. Jedenfalls waren bei Reiseantritt die Erwartungen hoch und
natürlich auch eine Portion Skepsis mit dabei. Nach dem Motto: Was wird uns
wohl dort erwarten?
Dies vor allem wegen der vielen Berichte und Erzählungen von Indien
Reisenden, was die Hygiene und die vielen Krankheitsprobleme angeht. Hinzu kam,
dass ich mir vorgenommen hatte während der gesamten Tour gänzlich auf Schuhe
zu verzichten.
Um hier den Anfang zu machen, ich habe meine Vorhaben voll durchgezogen und war
vom Betreten des Landes an, bis zum Verlassen ausschließlich barfuß unterwegs.
Ohne Ausnahme und absolut in jeder Situation. Ich kann Euch aber sagen, dass war
Barfuß EXTREM und kostete teilweise schon viel Überwindung. Sicherlich hat
dabei geholfen, dass ich überhaupt erst gar keine Schuhe mit dabei hatte.
Warum hardcore barfuß?
- Erstens der unvorstellbare Schmutz und Dreck!
Besonders in den Städten und Bahnhöfen. Die sich über Wochen und Monate in
der trockenen Jahreszeit angesammelte, rabenschwarze Ruß-, Abgas- und
Staubablagerung wird mit allem was man sich an Unrat und Müll vorstellen kann
vermischt. Hinzu kommen und zwar überall verteilt, Fäkalien von Mensch und
Tier. Ob Hunde, Katzen, Schweine, Esel, Kühe oder sogar Kamele und Elefanten.
Auch die Angewohnheit der Inder ständig auf den Boden zu "rotzen"
machen das Gesamtbild nicht gerade einladend. Vielerorts kommen dann noch
Scherben, Essensreste und Abwaschdreck hinzu.
Glaubt bitte nicht, man könne den Hindernissen einfach ausweichen! Dann würdet
ihr vor lauter Konzentration von der Umwelt nicht mehr viel wahrnehmen. Also
bleibt nur, mit Blick nach vorne, auf und durch und die eine oder andere
feuchte, klebrige Überraschung unter den Sohlen eben hinzunehmen. Das war der
sicherlich schwierigste Teil, besonders am Anfang. Aber man gewöhnt sich ja mit
der Zeit an Vieles.
Wie dann die Füße abends, oft nach stundenlangem Laufen, von oben bis natürlich
besonders unter den Sohlen aussahen, kann man sich auch nur schwer vorstellen,
wenn man das nie erlebt hat.
- Zweitens die Hitze!
Auch hier extrem und oft bleibt einem der heiße, weiche Asphalt an den Sohlen
kleben und emailliert diese damit förmlich nachhaltig tief schwarz. Und kein
Schatten weit und breit!
Bei Besichtigungen ist ferner vielerorts dunkler, oder sogar schwarzer
Stein/Marmor angesagt und dieser wird heiß wie eine Kochplatte.
Besonders auch außerhalb der Städte nimmt der Sandboden, mangels Schatten
unvorstellbare Temperaturen an.
- Drittens die Aufmerksamkeit!
Auch hier muss man neue Dimensionen erfahren. Wenn Ihr glaubt, man müsse sich
in Europa den Blicken und Kommentaren von der Umwelt erwähren, dann fahrt nach
Indien. Ein barfüssiger Europäer ist offensichtlich in Indien etwas ganz
Besonderes.
"Why barefoot?" " Why no shoes – come and by some from me –
cheep price!" " Isn’t it much to hot, you will burn your feet?"
"You are the first one!" waren Floskeln, die ich hundert Male hören
musste. Aber die Inder geben sich tolerant bis erfreut mit Antworten zufrieden.
Mein Lieblingsspruch war letztendlich: "It’s very healthy" oder
"The whole world is my temple!". Das fand dann sogar Zustimmung.
Im übrigen sind nach meiner Schätzung, je nach Region maximal 1 – 3 % der
Inder heute noch gänzlich barfuß und ohne zumindest Flip Flops anzutreffen.
Wenn man durch all das "gegangen" ist, kann einen nichts mehr erschüttern
und "barfuß" in europäischen Städten
erscheint mir von nun an wie ein Kinderspiel!
Nun will ich aber versuchen die Reise im Tagebuch Stil zusammenzufassen:
Ankunft in Delhi morgens um 2.00 Uhr, etwas müde.
Raus aus dem Flieger, auf die Gangway und schon nach wenigen Metern auf
indischem Boden sind meine Sohlen bereits pechschwarz. Meine Frau hat hier das
erste und einzigste Mal gesagt: "Wie kann man auf so einem dreckigen Boden
nur barfuß laufen?" Danach hat Sie meine Entscheidung für den Rest des
Aufenthaltes voll respektiert. Sie selbst hat übrigens ein Paar neue Flip Flops
im Laufe der zwei Wochen, wegen der langen Fußmärsche und der harten
Bedingungen, vollkommen abgelaufen und hatte abends, trotz der Gummisohle
ebenfalls oft sehr schmutzige Sohlen. Vielleicht daher die Empfehlung im Reiseführer
festes Schuhwerk mitzubringen.
Vor dem Flughafen standen einige hundert "Abholer" mit Namensschildern
in der Hand und formten eine Art endlosen Kanal. Diesen musste wir, wie beim
Schaulaufen, meistern bis wir schließlich unsere Kontaktperson gefunden hatten.
Selten hatte ich so viele Blicke auf mich und meine nackten Füße vereint!
Jedenfalls kam es mir so vor.
Fahrt zum "Taj Mahal Hotel". Wir hatten uns vorgenommen, uns am Anfang
und am Ende auch mal ein fünf Sterne Hotel zu leisten.
Oft ein ehemaliger Palast und damit etwas ganz Besonderes,
wobei hierfür dann aber ungefähr $ 250,00 einzuplanen sind.
Es herrschte wenig Verkehr, da am nächsten Tag "Holy" Festtag war.
Ein wichtiger Feiertag in Indien, an dem der Beginn des Sommers gefeiert wird.
Ankunft im Hotel, überall blanker Marmorboden und eine einladende Ambiente,
sowie angenehme Kühle. Die gegen 3.00 Uhr noch anwesenden Angestellten blickten
gleichwohl zunächst auf meine nackten Füße, erwähnten diese aber in keinem
Wort. Dann nichts wie ab ins Zimmer und erst mal Schlafen!
Am nächsten Tag wurde überall das Fest der Farbe gefeiert, auch Touristen
bleiben dabei nicht verschont und werden mit grellen Farben bespritzt, bemalt
oder beschossen. Hier empfiehlt sich ältere Kleidung.
Zunächst Neu-Delhi, mit wenig Verkehr, viel Platz und großzügigen Anlagen um
den "Connaught Circus" herum, sowie der erste Moschee Besuch. Dann im
Hotel eine kleine Stärkung. Keiner monierte hier meine vom Vormittag bereits
deutlich gezeichneten Füße, trotz piek feinem Lokal. Nachmittags war dann Alt
Delhi angesagt und da zeigten sich die ersten wahren Eindrücke Indiens.
Hektisches Treiben, Dreck wohin man schaute und zu allem auch noch überall die
Farbrückstände vom Fest, welches ab 14.00 Uhr offiziell beendet war. Überall
wuschen sich Menschen die Farbe vom Leib. Es war noch Zeit für die berühmte
Freitagsmoschee und nach einem gelungenen indischen Abendmahl ging’s ab in die
Kiste. Natürlich vorher noch die Füße gewaschen, so gut es eben ging. Richtig
sauber bekam ich meine Sohlen schon am ersten Abend nicht mehr, aber es sollte
nur der Anfang sein.
Am nächsten Tag ging’s wieder nach Alt Delhi, wo wir nach einer wirklich
lohnenswerten, eindrucksvollen Rikscha Fahrt durch die Strassen des Bazars, zunächst
das "Rote Fort" und das "Indira Gandhi Memorial" besichtigt
haben. Am Nachmittag dann zum Bahnhof. Zielort: Agra.
So viel hat man über das Reisen in Indien gehört, aber Zugfahren ist wirklich
eine Sache für sich! Natürlich hatten wir uns eine "Touristen
Reservierung" besorgt, aber!!!! Irgendwie haben wir die Zeit vertrödelt
und so kamen wir zu spät am Bahnhof an. Wir sind dann barfuß über den total
verdreckten Bahnsteig gerannt und da war zwar noch der Zug, doch er rollte
bereits. Wir also auf den erstbesten Wagon aufgesprungen und siehe da: 5 Klasse,
alles voller Menschen, Koffer und sonstiges Hab + Gut und sogar die Türöffnungen
waren besetzt. Keine Chance in unseren eigentlich reservierten Wagon zu
gelangen. Fazit: 3 Stunden auf einer Fläche von 30 x 15 cm zwischen den geöffneten
Türen und prallen Säcken gestanden und die "feinsten" Gerüche und
Überraschungen erfahren. So zum Beispiel kam ab und zu etwas Feuchtes durch
irgendeine Öffnung, etwa von der Toiletten Spülung, welche über die Gleise
Richtung Tür umgeleitet wird? Was auch immer das war!
Dann tauchte plötzlich eine barfüssige, schmutzige Sohle eines indischen
Greises, welcher sich in einem Gepäckabteil niedergelassen hatte, direkt vor
meinem Antlitz auf, und, und, und....
Abends haben wir dann ein sogenanntes Guest House bezogen.
Für $ 6,50 bekommt man ein wirklich nicht ganz sauberes Zimmer, mit ebenso
nicht ganz reinem Bettlaken. Toilette, Dusche und Waschbecken sind quasi alles
in einem. Aber wenn man müde ist und sich schon auf das Taj Mahal freut. So
what?
Wir mussten ja schließlich auch das teure Hotel von Delhi wieder reinholen.
Das Taj Mahal morgens gegen 6.00 Uhr bei Sonnenaufgang, mit nur sehr wenigen
Touristen zu erleben, ist mit Sicherheit eines der ganz großen Momente unserer
Reise gewesen. Nach fast drei Stunden haben wir uns auch noch das "Rote
Fort" von Agra angeschaut und dann waren wir eigentlich mit Eindrücken
zugeknallt!
Trotzdem fuhren wir dann mit einem Führer Richtung "Fatehpur Sikri",
einer Residenz des damaligen Herrschers, welche dieser aufgrund einer Voraussage
eines Mystikers, nämlich die Geburt eines Thronerbens, errichtet hatte. Völlig
von den Eindrücken erschlagen ging’s dann weiter Richtung Jaipur (The Pink
City).
Die Fahrt war atemberaubend! Es gibt keine Regeln, jeder überholt wann er will
und egal ob ein LKW entgegen kommt oder ein Motorrad. Es wird halt irgendwie
ausgewichen. Aber auch an diesem indischen Fahrstil kann man Gefallen finden und
ich bin auf einer späteren Autofahrt sogar selber gefahren.
Jaipur gefiel mir eigentlich am besten. Toller Bazar und die meisten Sehenswürdigkeiten
im Zentrum vereint. Dabei möchte ich besonders den "Palast der
Winde", den "Stadtpalast" und auch das "Jantar Mantar",
eine Art steinernes Observatorium aus dem frühen 18ten Jh., erwähnen. Sehr
beeindruckend!
Ich glaube wir haben einen neuen km Tagesrekord aufgestellt!
Es war sehr heiß und abends waren meine Füße schon etwas schmerzhaft, außerdem
dreckig wie die "S..".
Nach einem indischen Mahl haben wir dann beide im Bissau Palast Hotel Füße
geschrubbt und dann tief und fest geknackt.
Am nächsten Morgen war dann Aufbruch mit dem Ziel zum über der Stadt
thronenden "Nahargarh Fort", welches wir per Elefant erreichten. War
auch mit Sicherheit eine Erfahrung wert, wenngleich es mir ein wenig zu
touristisch war.
Dann die nächste Zugfahrt, diesmal etwas pünktlicher und mit Sitzplatz (der
Schönste ist die Türöffnung). Zwar hatte der Zug 1 Std. Verspätung, aber was
am Bahnhof abläuft ist Kino pur! Schließlich kamen wir nach ca. 5 Std. in
Ajmer an, um dann noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang in Pushkar zu sein.
Ich kann nur sagen, Hippie Mekka pur. Viele junge Leute mit klassischem Hippie
Outfit, aber selbst hier habe ich nur eine einzige europäische Barfüßlerin
angetroffen. Nach einem abendlichen Bummel durch die Stadt und einer Nacht in
einem Hotel mit typischem indischen Stil, sind wir am nächsten Morgen noch für
ein paar Stunden nach Ajmer gefahren. Hier fand dann zum ersten Mal,
wahrscheinlich durch den dort sehr stark vertretenen islamischen Einfluss, eine
sehr penetrante, ja fast schon aggressive Bettelanmache statt. Im Zentrum, dem
"Dargarth", eine Art Pilgerstätte angekommen, sind wir mit Hunderten
von Gläubigen zu den Grabstädten der Heiligen geführt worden. Natürlich muss
hier, wie in jeder heiligen Stätte, jeder barfuß laufen und deshalb hatte ich
gerade an diesem Ort das unangenehmste Gefühl. Auf den Strassen werden die
Sohlen zwar viel schwärzer, aber an solchen Plätzen ist doch Massen Fußschweiß
angesagt.
Na ja, jedenfalls war die nächste Station Jodhpur (Wüstenstadt) und genau
dorthin sollte ich dann das Steuer eines gemieteten Autos selbst übernehmen. Es
hat richtig Spaß gemacht, einmal ganz ohne Regeln!
Dort angekommen und nach erfolgreicher Hotelsuche ging’s noch mal nach der Dämmerung
auf den Bazar der blauen Stadt. Wie meisten per Motorrikscha. Smog von
unvorstellbarem Ausmaß hat uns dort fast die Aussicht auf das über der Stadt
liegende "Fort Meherangarth" genommen. Auf meinen Fotos sind sogar die
Smogpartikel zu erkennen. Mittlerweile hatte ich "indische Fußsohlen"
und meine Hornhaut war schon derart hart, dass sie besonders durch die Hitze
rissig und auch leicht schmerzhaft wurde, besonders an den Fersen. Außerdem war
auch nach einer Wäsche die natürliche Hautfarbe nicht mehr zu erkennen und überhaupt
sahen meine Füße gewaltig strapaziert aus. Aber der Barfuß Marathon sollte
erst richtig in Schwung kommen.
Nämlich zu Fuß hinauf zum Fort. 30 Minuten über glühend heiße Steine. Dem
folgte eine 2 Std. dauernde Besichtigungstour und anschließend noch das etwas
außerhalb gelegene "Jaswant Thada", eine Begräbnisstätte der
Herrscher von Marwar.
Danach haben wir uns zur Abwechslung für das Fliegen entschieden. Richtung
Udaipur. Nach zunächst langem Warten am Flughafen kamen wir spät abends dort
an und nächtigten in dem weltberühmten "Lake Pace", mitten im dort
angelegten künstlichen See. Es war einmal die Sommerresidenz des Herrschers.
Ein prachtvoller Empfang nach einer kurzen Bootsüberfahrt. Stellt Euch vor: Da
steht ein Backpacker, barfuß und mit dreckigen Füssen (auch die Flughäfen
sind in Indien ziemlich schmutzig) in der vornehmen Halle und fragt nach einem
Zimmer. Die fein gekleideten Damen und Herren am Empfang schauten schon ein
bisschen irritiert. Ich glaube, das kommt dort nicht jeden Tag vor. Jedenfalls
bekamen wir unser Zimmer ohne Probleme und so konnten wir noch köstlich im
Freien speisen. Seit längerem auch mal wieder guten Wein und anschließend eine
Air Condition genießen.
Morgens dann wieder km abgespult, Bazar und "Jagdish Tempel" und weil
Sonntag, waren wir etwas eingeschränkt was die Sehenswürdigkeiten anging. Ein
"Sun Set Cruise" und ein Dinner in einem kleinen Restaurant des
"Jag Mandir" Palastes war dann der krönende Abschluss. Dann die heiß
gelaufenen Füße in der eleganten hauseigenen Bar hochgelegt und noch einen
last Drink genehmigt.
Nach dem hoch interessanten "City Palace" incl. Museums Besuch am nächsten
Tag war dann "Relaxen" angesagt bevor wir abends dann erneut per
Flugzeug nach Mumbai (Bombay), unserer letzten Station aufbrachen. Hier sollte
uns dann noch einmal ein ganz anderes Indien erwarten. ...
Inzwischen waren meine Sohlen derart abgehärtet, dass ich auch bei einer Außentemperatur
von 45°, wolkenlosem Himmel und dunklem Asphalt fast nichts mehr wahrnahm. Auch
irgendwelche ekligen Hindernisse galten inzwischen als "normal" und
ich wanderte so unbekümmert meines Weges. Hört sich jetzt, ohne es erlebt zu
haben vielleicht unglaubwürdig und schwer vorstellbar an, war aber so.
In Mumbai angekommen war ich also "barfuß fit" für die 17 Mio
Einwohner City. Vom Airport ging’s dann zum Taj Mahal Hotel. Es gilt als eines
der edelsten Adressen in ganz Asien. Total vornehm und fast ein Jeder mit Anzug
und Krawatte. Eben nur fast Alle, denn da waren wir! Zum einen meine Frau mit
total verschlissenen Flip Flops. Zum anderen ich mit meinen am Abend und von der
Reise naturgemäß total schmutzigen baren Füssen. Ich habe auch hier nicht
gekniffen und fühlte mich auf dem Weg durch die Hotelhalle zur Rezeption
eigentlich völlig relaxt.
Ich glaube aber doch, den Blicken der Anwesenden nach zu urteilen, so etwas hat
man im Taj Mahal nur sehr selten, wenn überhaupt je gesehen. Manchmal ein wenig
zu provozieren hat aber noch nie geschadet! Jedenfalls war es schon spät und
wir sind gleich in eines der edlen fünf Sterne Restaurants gegangen und ich war
mir sicher mit meinen auch von oben, über die Zehen hinweg schmutzigen Füssen
nun zurückgewiesen zu werden. Aber, auch hier Toleranz pur.
Am nächsten Morgen sind wir zunächst zum "Gateway of India"
marschiert. Noch nie habe ich derart rußige Bodenbeläge gesehen, pechschwarz
und überall wurde gespuckt was das Zeug hielt. Ich glaube hier hätte ich fast
aufgegeben, wenn ich Schuhe dabei gehabt hätte. Hatte ich aber nicht und außerdem
so kurz vor dem Ziel! Es sollte aber noch schlimmer kommen.
Der "Crawford Market" ist einer der eindruckvollsten Märkte die ich
je besucht habe, aber auch der unhygienischste und schmuddeligste zugleich. Zwar
sind die Obst und Gemüse Stände wunderschön dekoriert, schaut man aber
dahinter, daneben, oder vor allem darunter könnte einem schlecht werden. Eine
einzige schmierige Masse überzieht den Boden. Wenn man sich über die super
riechende Gewürz Sektion dann zum sogenannten Fleisch Markt begibt, kommt es
manchem dann sicherlich wirklich hoch. Wie die Inder mit Geflügel und Tier
umgehen!? Man muss es erlebt haben! Schaut Euch die Bilder an. Als wir nach
einer Stunde genug Eindrücke und ich, wer weis was alles unter den Sohlen
gesammelt hatten, ging es dann zum Silberschmuck Bazar. Wieder endlose Strassen,
glühender Asphalt und Hitze, Hitze, Hitze.
Ein Moschee Besuch konnte für kurze Zeit etwas Abkühlung bringen.
Danach noch der sehr ansehnliche "Bahnhof" und die "Singh
Road" dann waren sämtliche Akkus leer. Ich glaube mit Schuhen, hätte ich
das Pensum nie geschafft. Unglaublich wie viel und welch feste Hornhaut sich bei
einer solchen Belastung in nur zwei Wochen bildet. Obwohl ich seit Jahren auf
Reisen barfuß unterwegs bin, war das auch für mich neu.
Nach einer Pause im Hotel gingen wir abends auf Restaurant Suche. Da wir die
original scharfe indische Kost lieben, sollte man nur in typisch indischen
Lokalen speisen. In Hotels und Touristen Restaurants hat man die Würzung
angepasst und nach meinem Geschmack die Identität verloren. Ich glaube übrigens,
dass wir wegen der scharfen Gerichte auch keine Magenprobleme bekamen. Die Schärfe
lässt den Bakterien einfach keine Chance!
Nachdem wir einen netten älteren Inder kennen gelernt hatten und zunächst
gemeinsam einen Drink genommen hatten, luden wir Ihn schließlich zum Dinner
ein.
Ich sage Euch, die Manieren und Essenssitten sind wirklich mehr als gewöhnungsbedürftig.
Aber wir haben so vieles über Indien gehört und eine weiter Erfahrung gemacht.
Wie sich hinterher nämlich herausstellte, war das eine gekonnt inszenierte
Anmache und der nette Herr lässt sich auf diese Art und Weise aushalten. Zwar
war auch vieles was er uns erzählt hatte von anno dazumal, aber es war dennoch
unterhaltsam. Wir gingen, nachdem der Inder mit Doggy bag (alles was im
Restaurant irgendwie essbar war, musste von den Kellnern eingepackt werden)
bereits vor uns gegangen war, zu Fuß Richtung Hotel. Unser Freund war den
ganzen Abend über völlig fassungslos gewesen, dass ich im Taj Mahal wohnte und
barfuß durch die City lief. Wir waren jedenfalls eine auffällige Truppe und
hatten die freundliche Aufmerksamkeit und Gesprächsbereitschaft der gesamten
Belegschaft des sehr guten Restaurants ausgelöst.
Am nächsten Tag besuchten wir das "Mahatma Gandhi Museum" (very
interesting!), die "Hängenden Gärten", einen weiteren Tempel "Walkeshwar"
und die wirklich beeindruckende "Dhobi Ghat", eine open air Wäscherei
von gigantischem Ausmaß. Hier wird die Wäsche in unzähligen Waschkübeln,
ausschließlich von Männern mit der Hand sauber gewaschen.
Letztendlich wollten wir auch noch eine Getto Gegend mit in unseren
Erfahrungsschatz aufnehmen und fuhren mit einem Führer in eine solche. Erste Maßnahmen
der Regierung sind dort sichtbar, aber der Weg ist weit, die Armut unvorstellbar
und die Zeit knapp.
Nach einem abschließenden, final Shopping ging der Indien Marathon zu Ende. Wir
sind dann noch nach einer Pause, einer letzten Dusche und einem letzten
Abendessen zum Flughafen aufgebrochen. Noch einmal indischen Grund und Boden
unter den Füssen und: Schon im Flugzeug fing ich an die typischen Gerüche,
Farben der Märkte und vor allem die Inder selbst zu vermissen. Auch die
unvergesslichen Wahrnehmungen unter meinen Sohlen werde ich nie vergessen. Es
war wirklich Barfuß PUR!
Noch heute, eine Woche danach sind Spuren der vielen, vielen km und des
unglaublichen Schmutzes sichtbar. Immerhin alles ohne Blessuren. Auch keine
Infektionen, oder gar Durchfall Erkrankungen. Barfuß hält eben fit und Dreck lässt
sich ja schließlich abwaschen, zumindest mit der Zeit.
Super schön und interessant war es allemal.
Fazit: Armut kann erdrückend sein, besonders wenn wir sie mit unserem Standard
messen! Menschen die es nie anders erlebt haben, können auf ihre Weise damit
fertig werden. Viele Augen in die ich blickte, verrieten trotz Mittellosigkeit
keine Hoffnungslosigkeit. Manche Menschen die mir in unserem Breitengrad
begegnen, strahlen mehr Unmut aus wie ich es in den Strassen Indiens erlebt
habe.
So zum Beispiel sich über einen Barfüßer aufzuregen!
Daher: Auf nach Indien! Und zwar barfuß!
Bis zum nächsten Barfuß Report.
Steve (CH)
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