[Barfuß auf Kreta] [Barfuß auf Samos]

[Barfuß auf Zypern]

Barfuß auf Kreta
(Forumberichte in 1999)

Ich möchte nächste Woche für 2 Wochen Urlaub nach Kreta aufbrechen und natürlich so viel Zeit wie möglich ohne Schuhe verbringen. Hat von Euch jemand eine Ahnung, wie es mit der Toleranz der Kreter in dieser Hinsicht so aussieht? Bernd

Ich war 86 und 87 in Kreta, allerdings mit dem Enduro Motorrad, und das ist nun definitiv DIE Sportart, die man nicht barfuß ausüben soll: Daher waren diese Ferien keine Barfußferien. Ganz allgemein sind die Kreter aber selbst barfußfreundlich und allgemein tolerant. Von daher wirst Du in Kreta kein Probleme haben, meine ich.
Allerdings ist Kreta, außerhalb der großen Ortschaften ein sehr steiniges Gelände, und von daher nur was für Hard - Core - Barefooter Schöne Ferien Aquajeans

Danke für die Infos! Dann steht ja einem barfüßigen Urlaub nichts mehr im Weg, zumindest zu Teilen. Ich bin da kein absoluter Hardliner und Wandern im steinigen Gelände? Da bevorzuge ich doch festes Schuhwerk.
Übrigens bin ich schon mal barfuß Motorrad gefahren, das war aber nicht so geplant, war mehr Zufall, da ich ein Motorrad eines verunglückten Touristen zum Verleiher zurückfahren musste und keine Schuhe dabei hatte, aber der einzige war, der im Besitz eines Führerscheins war. Bernd

Hi all, ich hab mich jetzt sehr lange Zeit nicht mehr gemeldet- ich hatte einfach nicht die Zeit dazu. Ich war einer derjenigen, die seinerzeit die "Winter - Barfuß - Sessions" eingeläutet hatten :-)
Ich wollte nur mal kurz über meinen letzten Urlaub berichten, nämlich auf Kreta. Absolut barfußfreundlich kann ich nur sagen! Es ist dort zwar nichts normales, barfuß gesehen zu werden, aber es sagt auch keiner was, also bis zu einem gewissen Grad ist es dort "normal". Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht einmal in einem 5 - Stern - Hotel größere Probleme macht. Ihr wisst schon: Das sind diese Schuppen, wo man angehalten ist, auch zum Abendprogramm lange Hosen usw. zu tragen. Hab ich auch gemacht - mit einem Unterschied. Ich hab einfach die Lage sondiert und bin dann in weiterer Folge barfuß dorthin gegangen. War super angenehm und auch wenn ich der einzige war, hab ich mich dabei wohl gefühlt.
Na mein Gott! Soll halt wer was sagen! Na und? Mich kennt dort eh keiner :-)
Auch sonst war es insofern wunderbar, als ich morgens einfach (zur Sicherheit) meine Sandalen in den Rucksack gepackt habe, aber eigentlich alles barfuß gemacht hab. Ob Friedhof - Kultstätte oder Stadtmarkt, alles bloßfüßig ohne Rücksicht auf Verluste und ich muss sagen: Es war ein Super - Urlaub. Manchmal natürlich auch etwas anstrengend - so waren wir (meine Freundin und ich, die mich manchesmal mit einigem Kopfschütteln bedacht hatte) u. a. auch auf einer Tour durch ein griechisches Schloss, der Schotter dort war echt hart in Nehmen und ich hab wirklich eine zeitlang darüber nachgedacht, mir meine Sandalen zu nehmen, nachdem meine Sohlen von dem sicher 50 Grad heißen Boden schon stundenlang "strapaziert" waren. Aber ich war am Schluss sehr stolz darauf, dass ich das alles (inklusive dem Gelände mit sehr spitzen Steinen) barfuß gemeistert hatte.
Es war nicht immer leicht, Griechenland barfuß zu durchwandern, vor allem , weil der heiße Beton manchmal biblische Temperaturen erreichte... Aber ich muss rückblickend sagen: Ich bin froh, dass ich 95% meines Urlaubes barfuß dort "gemeistert" hab und es war ein echtes Erlebnis, vor allem war es super, in jedes Lokal gehen zu können, ohne dass man blöd angeredet wird- barfuß ist insofern dort unten was ziemlich normales zum glück.
Ich glaub, es liegt an uns (Barfüßern), immer mehr in der Öffentlichkeit präsent zu sein, dann wird irgendwann einmal die ganze Sache auch völlig normal sein und nicht so verkrampft wie heutzutage, wo man irgendwohin barfuß geht und angeschaut wird wie ein Irrer ... Insofern war Griechenland wie gesagt super. Ich bin in Lokalen gewesen, in Fußgängerzonen, in Geschäften: alle waren sooooo nett. Im Gegenteil: Manche haben sogar mir zugelächelt, als sie mich barfuß gesehen haben auf der Strasse! (Eine Familie aus Österreich war besonders lustig: Die Tochter hat mich 15x angeschaut - ziemlich ungläubig - hat sich dann die Schuhe ausgezogen und ist unter Protest der Eltern barfuß weiter.... "he, barfuß fühl ich mich wohler!!"
Ich wollte ihr noch zustimmen, aber sie waren schon weg ... bar(fuß) zum Gruß, Andy

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Barfuß auf Samos
(Forumbeitrag im Frühling 2001)

Wir waren eine Woche auf Samos eine wirklich sehr schöne Insel mit viel Wind zum Surfen.
Unser Urlaubsort hieß Kokkari, welcher ca. 40 Auto-Minuten vom Flughafen entfernt ist, d. h. man hört keine Flugzeuge.
Ich war wie üblich barfuß. Auch im Flugzeug. Geflogen sind wir mit AERO LLOYD. Geschaut haben die Flugbegleiterinnen zwar, aber Kommentare gab´s keine.
Obwohl Samos eine richtige Urlaubsinsel ist, war ich so ziemlich der einzige Barfüßer. In den Städten habe ich nicht einen anderen Vernünftigen gesehen, weder Einheimische noch Touristen.
Die Griechen waren eher arg überrascht, mich barfuß zu sehen. Trotzdem wurden wir überall sehr freundlich empfangen. In eine Discothek, mit fast nur Einheimischen, sind wir sogar ohne Eintritt reingekommen und sind dann noch zusätzlich, wohl wegen unserer expressiven Tanzperformance, von der Belegschaft auf Getränke eingeladen worden.
Auch bei den Restaurants sind wir immer höflichst bedient worden.
Klar ist , daß Samos auf Tourismus angewiesen ist, und vielleicht deswegen einiges toleriert wird. Aber auch Teile Italiens leben von Fremdenverkehr und dort geht´s ohne Kommentare wegen keine Schuhe meistens nicht.
Samos hat fast nur Kieselstrände. Ich finde es geht, läuft und liegt sich toll darauf. Eine bessere Gratismassage gibt es kaum. Die Steine geben bei jedem Schritt nach und es ist äußerst unwahrscheinlich, sich zu schneiden oder sonst wie weh zu tun.
Trotzdem tragen dort alle irgendwelche Sandalen oder eklige Plastikschuhe. Auf dem Weg zum Wasser haben es einige ohne Schuhe probiert. Die sind dann mit den Armen wedelnd mit ihren verkrampften Füßen rumgehumpelt.
Klar spürt man die Steinchen, aber man muß lernen, sich an diese Eindrücke zu gewöhnen.
Einige kleine Kinder hatten offenbar keine Schwierigkeiten mit den Steinen.
Der Chef des Windsurf Centers, ein Deutscher, hat sich auch als Barfuß Freak "geoutet". Er verzichtet so gut wie immer auf Schuhe - endlich noch einer!
Nachdem ich schon länger nicht bei Windstärke 4 gefahren bin, glaubte ich, daß Gummischuhe zum Surfen wegen dem Ausrutschen vernünftig wären. Nach 20 Minuten haben mir die Zehen so weh getan, daß ich sie gleich wieder ausgezogen habe. Und ohne Schuhe ging es dann viel besser - man spürt die Bewegungen des Brettes schneller und kann entsprechend reagieren.
Und Dank der hohen Qualität des Materials bin ich kein einziges Mal weggerutscht. Bis jetzt kannte ich nur eher günstige Bretter bei anderen Verleihern.
Alles in allem kann ich Samos allen empfehlen.
Bei der Ankunft in Wien ging´s dann noch über diese Seuchenteppiche. Hat meinen Füßen offensichtlich nicht geschadet. Ein bißchen klebrig war es, sonst aber habe ich nichts bemerkt.
lg,
Klaus (k.c.)

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Barfuß auf Zypern
(Forumbericht im Spätherbst 2000)

Hallo Barfüßer(-innen),
gerne komme ich der Aufforderung nach, ein bisschen von meinen (Barfuß-) Urlaubserlebnissen auf Zypern (griechisch - sprachiger Teil) zu berichten. Hab' eh schon ewig nix mehr hier beigetragen - sorry.
Erst mal war auf Zypern vom 2. - 9. November [2000] herrliches Sonnenschein- Bade- Barfußwetter (26 Grad Luft, 23 Grad Wasser), obwohl die Zyprioten das nach eigenen Aussagen schon als kühl empfinden (gehen nur bei über 30 Grad ins Wasser).
Meine drei mitreisenden Freunde ließen sich als strikte bis- zum- Strand- mit- Schuhen- Läufer leider nicht davon überzeugen, dass Fußbekleidung hier größtenteils absolut überflüssig ist. Größtenteils deswegen, weil die Wege auf Zypern - wenn sie unbefestigt sind - oftmals sehr steinig sind und die Steine recht scharfkantig. Das kann auf längere Strecken schon recht anstrengend werden und ich war ehrlich gesagt manchmal froh, dass ich auf meine Birkis zurückgreifen konnte. Bin allerdings ja auch kein "Hardcore - Barfüßer" der immer und überall barfuß läuft, aber eben überall, wo es mir Spaß macht.
Probleme mit dem Barfüßern hatte ich nie: Weder in Geschäften, noch während der vom Fremdenverkehrsamt organisierten Rundfahrt zu kulturellen Stätten der Umgebung, noch im Hotel, wo ich sogar barfuß getanzt habe (Disco - Musik) da war ich zwar der einzige Barfüßer auf der Tanzfläche, wurde aber von einigen Barfüßerinnen "unterstützt" :-). Auch in der örtlichen orthodoxen Kirche hatte man nichts gegen bloße Füße, wenn man ansonsten "ordentlich" angezogen ist (d. h. Knie und Schultern müssen bedeckt sein).
Dazu muss ich allerdings sagen, dass wir in Ayia Napa - einer Touristenhochburg - waren, wo es zur Hauptsaison den Berichten zu Folge wohl ähnlich "abgeht" wie auf Ibiza oder Mallorca. Von da her sind die Leute dort wohl "einiges gewohnt" und sehen über vieles hinweg.
Spaß macht das Barfüßern auf Zypern auch deshalb, weil es dort sehr sauber ist. Ein Grund dafür sind wohl schon mal die äußerst wenigen Hunde, die es auf der Insel gibt, aber vor allem die müllfreien Wege! Selbst in unmittelbarer Nähe von MC - Donalds gab es keine sichtbaren Spuren auf Straßen und Gehwegen, die vermuten ließen, dass man sich in der Nähe von "Gasthaus zum goldenen M" befindet. Da können wir uns hier echt 'ne Scheibe von abschneiden!
Ansonsten sieht Zypern außerhalb der Ortschaften leider oftmals ein wenig "unaufgeräumt" aus. Es steht relativ viel in der Gegend rum: Nicht mehr fahrtüchtige Fahrzeuge, Überreste von Baustellen (Rohre, Steine) oder halbverfallene Schuppen.
Nichtsdestotrotz ist Zypern in meinen Augen eine schöne Insel. Man findet eigentlich alles, von schroffen Felsen und feinen Sandstränden über blühende Oleander und reifende Zitronen bis zu fruchtbaren Kartoffel- und Erdnussfeldern. Nicht zu vergessen das Meer mit seinen herrlichen blau- und grünen Farbschattierungen, in dem man prima schnorcheln kann.
Barfüßig grüßt
Klaus (Wü)

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