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Volkers Barfußparadies
ist Holland
(Forumsbeitrag im Spätherbst 1998)
Hallo ihr alle! Da unser Hobby nun wohl auf Eis liegt und
draußen nichts (barfuß) läuft, bleibt wohl nicht mehr zu tun, als über zurückliegende
Erlebnisse zu schreiben.
Mein persönliches Barfuß - Paradies ist Holland! Vom Ruhrgebiet aus ist man schnell da und
die Holländer sind m.E. besonders tolerant, außerdem ist man nie weit von einem
Gewässer entfernt.
Wir sind u.a. öfters mal in der Gegend von Alkmar, weil wir dort günstig an ein
Ferienhaus kommen. So auch an einem Wochenende im Juni. Es von dort nicht weit zu Strand,
man muss allerdings schon mit dem Auto fahren. Natürlich lasse ich dann die Schuhe
(i.d.R. Birkis) im Auto oder gleich im Ferienhaus.
Was mich bei dieser Gelegenheit immer wieder wundert ist die Tatsache, dass
die Leute sich
am Strand benehmen, als würden sie ein Wohnzimmer betreten. So laufen mit ihrem ganzen
Krempel bepackt über die Wege vom Auto bis in den Sand, ziehen sich dann die Schuhe aus,
schaffen es irgendwie, sich eine dritte Hand wachsen zu lassen, um die Schuhe auch noch zu
tragen, und suchen sich dann ihren Platz. Auf dem Rückweg vice versa. Man geht genau bis
zum Ende des Sandes barfuß, dann vollbringt man das Wunder, sich mit vollgepackten
Händen wieder die Schuhe anzuziehen. Fällt euch etwas bekloppteres ein?
Mein Begleiter, ein Freund und eher ein Konformist (was mich nicht stört), handhabte es
auch so. (Ich lästere jetzt fürchterlich, aber bis vor wenigen Jahren habe ich es
genauso gemacht ;-) )
Da mich "Herumlungern" am Strand schnell anödet und weil es auch ein wenig
windig war, haben wir spontan beschlossen, das "Zee Aquarium" (nein, das hat
nichts mit Füßen zu tun! - Holländisch ist halt eine lustige Sprache - wir würden wohl
Meeres - Aquarium sagen) in Bergen aan Zee zu besuchen. Es liegt ca. 5 km von der Stelle
entfernt, an der wir sonst immer am Strand liegen.
Also ein gutes Stündchen barfuß am Strand entlang. Was gibt es schöneres als Sonne,
Sand und Meer! Weil der Weg dann doch etwas lang wurde, haben wir uns in eines dieser
typischen hölzernen holländischen Strandcafés gesetzt. Wen sollte es wundern, die
meisten Leute waren hier barfuß, obwohl eigentlich keiner in Badekleidung hier war. Denn
es war ein typischer 98er Sommertag, also eher kühl und windig, die Sonne schien aber.
Auch wir haben uns vor unserer Wanderung lieber wieder die langen Hosen angezogen. In
Bergen angekommen, wurde mir erst bewusst, dass ich gar keine Schuhe dabei hatte. Das
Aquarium liegt zwar genau am Strand, aber der Eingang ist von der Ortsseite. Mein Freund
schlüpfte wie selbstverständlich in seine Schuhe (s.o.) und ich hatte wieder das
bekannte Problem mit der Peinlichkeit.
Aber es gab natürlich kein zurück mehr und es wurde eine sehr positive Erfahrung. Die
Dame an der Kasse war supernett, hat sogar auf unsere Rucksäcke aufgepasst, auch sonst
hat niemand während unseres Besuchs eine Bemerkung gemacht (ich verstehe mittlerweile
recht gut Holländisch), ebenso sind mir keine der typischen Blicke aufgefallen (s.o.).
Die Steinfliesen waren glatt und kühl und sehr sandig, was mir wohl als einziger
aufgefallen ist, denn es waren sonst nur beschuhte Besucher dort. Das Aquarium bietet
neben vielen interessanten Exponaten der heimischen Meeresfauna und -flora noch zwei
Besonderheiten. Zum einen ist hier das Skelett eines (ich glaube auf Ameland) gestrandeten
Wales zu besichtigen. Es ist mitten im Raum knapp über dem Boden aufgehängt und frei
"begehbar". Man kann also mal ausprobieren, wie sich Jona im Bauch des Wales
gefühlt haben muss. Zum anderen gibt es ein oben offenes Becken mit Piranhas! Wer es
nicht glaubt kann ja mal den Arm rein halten ;-), denn die Dinger sind recht klein und
sehen total harmlos aus. Außerdem gibt es noch das für Aquarien inzwischen fast
obligatorische Rochen - Streichel - Becken.
Auf dem Rückweg haben wir dann über ein Phänomen diskutiert, das weiteren Stoff für die Diskussion " nur Mädels barfuß, Jungen
nie" liefert: Natürlich haben auch sehr viele Pärchen Strandwanderungen
unternommen. Wenn nicht beide barfuß waren (50%), war in allen Fällen die Frau barfuß,
der Mann aber beschuht! Nie umgekehrt!! (bis auf eine Ausnahme,
die die Regel usw...)
Volker
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Ich
werde eine Woche Urlaub auf einer friesischen Insel in Holland verbringen,
und freute mich auf barfüßige Wattspaziergänge, und eine barfüßige Zeit.
Im Internet lese ich dann zu meinem Erstaunen, dass für geführte
Wattwanderungen von den Veranstaltern Turnschuhe im Stil Converse und Socken (!)
vorgeschrieben werden.
Hat jemand Erfahrungen in der Ecke? Habe ich etwa in einer Antibarfußecke gebucht? Und wie steht's in der Ecke allgemein mit dem Ambiente
in Beziehung barfuß, in den Geschäften usw. ...
Zu den Socken erhielt ich folgende telephonische Auskunft: es soll vermieden
werden, dass die Leute sich Blasen an den oberen Fußteilen durch Reibung der
Schuhe holen ... Mal sehen, ob es mir gelingt, barfuß ins niederländische Watt zu kommen
oder ob es heißt : NO SHOES, NO SOCKS, NO WATT. ...
Melde mich zurück aus dem Urlaub auf Vlieland.
Vlieland ist wirklich ein Barfußparadies. Ich war eine Woche lang ohne
Schuhe, außer beim Reiten, und wenn es abends darum ging, auf einer
überfüllten Terrasse einen Platz zu ergattern und nicht eventuell abgewiesen
zu werden: dann zog ich mir für 30 Sekunden die mitgeführten Espandrillos an,
um sie wieder verschwinden zu lassen.
Reiten mit traditionellen Bügeln aus Stahl ist barfuß wirklich nicht
angenehm, und ohne Bügel zu galoppieren, lass ich doch lieber sein: so ein
Crack bin ich nicht.
Viele Leute, sowohl Touristen als locals, laufen dort, wie an den schwarzen
Sohlen sichtbar, konsequent barfuß (nicht nur am Strand), und wurde auch in
unserem Hotel toleriert, wo abends nach dem Essen sogar ein Teil des Personals
manchmal barfuß abservierte, offensichtlich ohne Einwände der Direktion.
Zwei spezielle Punkte zum Abschluss, ein positiver, ein negativer :
Es gibt auf der Insel nur ein einziges Fitnesscenter, hauptsächlich von der
lokalen Jugend benutzt. Die Mädels trainieren dort ausnahmslos nur barfuß, und
kommen auch meistens bereits barfuß dahin. Schwarze Sohlen sind dort akzeptiert. Die männliche Jugend trägt
leider die üblichen Nike -Treter
Der negative: ausgerechnet bei den geführten Wattwanderungen besteht auf
Vlieland nicht Turnschuh- Zwang (das ist scheinbar der Fall auf Terschelling),
sondern noch schlimmer: Gummistiefelzwang ! Wer keine hat, muss welche mieten !
Argument: man könnte sich an dem Muscheln pieksen. Total unverständlich.
Auf
die geführte Wattwanderung hab ich darob verzichtet.
Alles in allem ist Vlieland für Barfußferien voll zu empfehlen.
MfG aquajeans
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Ich muss mich ja mal hier zurückmelden, sonst denken einige noch, ich wäre
in der Nordsee ertrunken.
Ich bin zurück von knapp zwei Wochen Herbsturlaub auf der niederländischen
Nordseeinsel Texel, mit viel Wandern und Radfahren.
Ich kann nur nochmals bestätigen, was ich hier schon früher geschrieben habe:
Die Wege und die Atmosphäre auf der Insel laden zum Barfußlaufen ein, und man
wird auch nirgends schief angeschaut. Da das Wetter ja überwiegend auch
erfreulich mild war, war ich dann auch fast dauernd barfuß unterwegs (Ausnahme:
einige ausgedehnte Radtouren, bei Windstärke 4 und 5°C Temperatur ziehe ich
dann doch das Tragen von Schuhen wie auch Handschuhen vor). Besonders schön
sind die Wanderwege im Nationalpark "Duinen van Texel".
Es gibt vom VVV Texel ein Heftchen mit Wanderrouten, auch in Deutsch
("Fahrrad- und Wanderrouten Texel, 4 Fahrradtouren und 24
Wanderungen"). Mit einer geeigneten Karte (Topografische Kaart van
Nederland 1:25000 Blatt "Texel" oder der "Groote Kaart Texel")
kann man aber auch gut auf eigene Faust losziehen. Ein Beispiel für eine
Wanderung mit noch ein paar Texelinfos gibt's auch hier (steht in der Liste ganz
unten):
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