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Barfuß um die halbe Welt
(Forumbeitrag im Winter 1998/99)
Ich hab's mal versprochen, von unserer 7-wöchigen Reise durch den Südpazifik zu
berichten ...
Ende Oktober 93 starteten meine Frau und ich zu einer Weltreise, hauptsächlich um die so schon so oft beschriebene Südsee-Romantik zu erleben. Wir reisten via Hongkong nach Auckland, wo wir für zwei Tage den Jet - Lag auskurierten und einige Ausflüge unternahmen. Und da ja in Neuseeland Frühling war, und wir viele Leute ohne Schuhe rumlaufen sahen, verstaute ich meine Reise - Schuhe zuunterst im Rucksack, von da ab ging's mehrheitlich barfuß weiter, nur ab und zu zog ich die Strandsandalen an, vielleicht wegen der halt anerzogenen europäischen Etikette.
Wir flogen weiter über Fidschi nach Western Samoa, der Wiege Polynesiens, und da war wirklich noch Südsee - Zauber zu spüren, zuerst auf der Hauptinsel Upolu und besonders auf Savai'i, wo noch vieles so ursprüngliches ist wie eh und je, für uns beinahe ein Kultur - Schock, und wir mussten uns zuerst daran gewöhnen, auch an die Kakerlaken, welche überall in unserem Freiluft - Bungalow rumkrochen, mit einigen malen auf den Boden stampfen jedoch das Weite suchten. Wir durchwanderten Lava - Felder, besuchten die Blowholes, Wasserfontänen der Brandung und badeten in Teichen unter paradiesischen Wasserfällen.
Den ganzen Tag barfuß zu sein, wie fast alle Leute hier, war wohl das herrlichste, nur für den Kirchenbesuch, den wir wegen der schönen Gesänge der Einheimischen mitmachten, mussten wir Schuhe anziehen... alle trugen Schuhe und waren sonntäglich gekleidet, die Frauen alle mit reichverzierten weißen Hüten. Zum Abendessen und zum Fia - Fia, einer Tanz- und Singveranstaltung ging's aber wieder mit bloßen Füssen, polynesisches Tanzen geht ja auch nur mit diesem echten Erd - Kontakt!
Nach diesen Tagen in Samoa ging's zurück nach Fidschi, wo wir mit einem Schiff der Blue - Lagoon eine 4 - tägige Kreuzfahrt in den Yasawa - Inseln unternahmen, mit etwa 30 Passagieren aus aller Welt bekamen wir allerhand geboten, Aufenthalte an einsamen Stränden, Erdofen - Essen, Singen und tanzen, Schnorcheln und allerhand Klamauk. Anfangs waren die Mit - Passagiere noch beschuht, aber bereits am zweiten Tag kamen die meisten auch barfuß auf Deck wie wir zwei, an den Stränden und beim Durchstreifen der Inseln war barfuß sowieso angebracht.
Wir verbrachten danach noch einige Tage auf Viti Levu (Fidschi) und flogen dann barfüßig weiter nach Rarotonga (Cook Islands), und nachdem wir auch diese Insel einige Tage entdeckten weiter nach Aitutaki, einem der schönsten Atolle nördlich von Rarotonga, wo wir für 5 Tage verweilten, einfach verweilten... weil die Insel wirklich klein ist, und kaum etwas los, außer am Mittwoch Abend ein Fest mit Tanz und Südseemusik, das ging dann auch bis die Sonne wieder aufging. Wir mieteten einen (Lada!-) Jeep und fuhren in jede Ecke der Insel, oder fuhren mit dem Boot hinaus auf die Riff - Inseln, zum Schnorcheln oder nur um etwas Robinson zu spielen. Es gibt zwar hier in den seichten Gewässern der Lagune einige gefährliche Tiere wie z.B. der Steinfisch, was mich aber nicht vom ganztägigen barfüßern abgehalten hat.
Inzwischen waren wir zwei schon so braungebrannt und angezogen wie die Insulaner selbst, und so ging's weiter nach Tahiti, dem Traumziel von so manchem Weltenbummler. Auch in der Hauptstadt Papeete laufen so 90% der Leute barfuß oder mit "Flip - Flops", wir haben uns da natürlich gerne angepasst.
Barfüßige Grüße Rudi
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Malediven
: die Barfußinsel
(Forumbeiträge seit Frühjahr 2001)
Hallo zusammen, heute ist im Bonner
General-Anzeiger ein zweiseitiger, reich bebilderter Artikel erschienen mit dem
Titel "Die Barfußinsel. Soneva Fushi ist das Beste,
was die Malediven zurzeit zu bieten haben: der Himmel für gestresste Luxuskörper".
Der erste Satz lautet:
"Das Paradies kennt keine Schuhe. Wer nach Soneva
Fushi kommt, streift seine mitsamt dem Stress noch im Wasserflugzeug ab, wird
sich erst auf der Rückreise ihrer erinnern, wie an einen lästigen,
totgeglaubten Verwandten."
Und noch ein kurzer Auszug:
"Soneva Fushi liegt im Baa-Atoll, eine knappe
Flugstunde nördlich von Male und ist, wie alle maledivischen Inseln, von weißem
Zuckersand umgeben. Der massiert jetzt täglich unsere Fußsohlen, egal ob wir
am Strand spazierengehen oder im Restaurant sitzen."
Leider steht der Artikel wieder einmal nicht in der Online-Ausgabe des
General-Anzeigers; ich werde mich in den nächsten Tagen daran machen, ihn zu
scannen und das Texterkennungsprogramm laufen zu lassen. So ca. ab 3250 DM für
eine Woche (nur mit Frühstück) bzw. ab 4700 DM (Halbpension) geht's los mit
dem Genießen ...
Viele Grüße, MarkusII
Die Barfuß-Insel Soneva
Fushi ist das Beste, was die Malediven zurzeit zu bieten haben: der Himmel für
gestresste Luxuskörper
VON INGE AHRENS
Zunächst die Bildbeschreibungen:
Sanfte Landung: Wer nach Soneva Fushi reist, kommt mit dem
Wasserflugzeug von Male
Auf nackten Sohlen: Die Besucher der Insel streifen mit den Schuhen den Stress
ab
Leben unter freiem Himmel: Im Schatten der Büume lässt es sich aushalten
Massage im Grünen: Das Spa liegt im Insel-Dschungel, nur ein paar Meter vom
Meer entfernt (o.); dort kommt das Wasser mitunter auch von oben (u.)
Das Paradies kennt keine
Schuhe. Wer nach Soneva Fushi kommt, streift seine mitsamt dem Stress noch im
Wasserflugzeug ab, wird sich erst auf der Rückreise ihrer erinnern, wie an
einen lästigen, totgeglaubten Verwandten.
Mitten im Indischen Ozean, da wo zwanzig Atolle mit ihren 1.244 maledivischen
Inseln wie kupfergrüne Teller aus türkisfarbenem Wasser lugen, landet Captain
Bill Wood den resorteigenen Flieger und schmeißt uns mitsamt Gepäck auf einen
schwankenden Ponton.
Soneva Fushi liegt im Baa-Atoll, eine knappe Flugstunde nördlich von Male und
ist, wie alle maledivischen Inseln, von weißem Zuckersand umgeben. Der massiert
jetzt täglich unsere Fußsohlen, egal ob wir am Strand spazierengehen oder im
Restaurant sitzen. Nur im Haus wollen wir ihn nicht haben, lassen mit einer
Kokosnusskelle kühles Wasser über unsere Füße rinnen.
Wer hierher reist, hat den Alltag satt oder ist frisch verliebt. Er sucht Luxus
in Einfachheit, findet Erholung in der Stille und körperliche Labsal im Spa
unter den heilenden Händen erfahrener Schwedinnen und Schweden. Deren Ziel ist
der seelisch und körperlich ausgeglichene Mensch, durch Entspannung mit Genuss.
Eine Armada leiser und liebenswürdiger Sri Lanker und Malediver wird uns die
Bettlaken nach Origami-Art falten, Kissen unter den Hintern schieben und
lukullisch füttern und pflegen [...]
Soneva Fushi ist das Beste, was die Malediven zurzeit zu bieten haben. Eva
Malmstrom und Sono Shivdasani hatten sich als Ehepaar längst zusammengetan, als
sie 1995 das Resort eröffneten und Kunfunadhoo ihren siamesischen Namen gaben:
aus Sono und Eva wurde Soneva, Fushi heißt Insel.
Nur 62 Villen errichteten das umweltbewusste schwedische Ex-Model und der
britisch gebildete indische Kaufmann auf dem 400 Meter breiten und 1,4 Kilometer
langen Eiland. Platz ist Luxus, denn inzwischen werden Tourismusinseln
wesentlich dichter bebaut, schließlich verdient die maledivische Regierung an
jedem vermieteten Bett pro Nacht sechs amerikanische Dollar.
Auf Soneva Fushi wurden nur zwei Bäume des herrlichen Tropenwaldes gefällt,
die anderen sind integriert, wachsen in Bad und Atrium.
"Lucky Jungle", lacht Eva Malmstrom. Sie ist die Seele der Insel, kümmert
sich mütterlich um das Wohlbefinden der vielen jungen Angestellten, vor allem
aber ist sie für die Interiors zuständig und außerdem Hüterin des ökologischen
Gleichgewichts. Das Trinkwasser entstammt der inseleigenen Entsalzungsanlage,
Papier wird verbrannt, und ein Dhoni, das ist das traditionelle maledivische
Fischerboot, bringt das wenige Plastik zur Entsorgung auf die Hauptinsel Male.
Die entleerten Plastikflaschen sollen die Gäste am Urlaubsende mit retour
nehmen. Öko-Versager haben hier nichts zu suchen, und einheimische
Meeresschildkrötenräuber werden von ihr unnachgiebig verfolgt.
Schönheit und Liebreiz verbinden sich bei Eva mit einem gewissen Biss und einem
ausgeprägten Sinn für alles Dekorative. [...]
Die weißen palmgedeckten Häuser sind von See kaum auszumachen, denn die Insel
ist ein duftender Dschungel. Hier wachsen nicht nur Palmen und Mangrovenbüsche,
sondern auch Orchideenbäume, Bananen und Mangos. Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß
den grünen Irrgarten durchmisst, dem stellen sich wilde Kaninchen in den Weg,
Lizzards und Hühner stieben ins Unterholz, und nachts segeln Flughunde zu ihren
Schlafplätzen in die Baumkronen.
Wie vor uns Paul McCartney, erwachen wir des Morgens und schauen schon aufs
Meer, machen einen Satz in den weichen Sand und hinein in die warme, weiche
Flut. Am Strand ist jetzt niemand, nur die Tapser der Krähen im Sand, die Löcher
der Nachtkrabben, die Schleppspuren der Einsiedlerkrebse, der Wellensaum, eine
vielfache Girlande aus Korallenbruch und Muschelspiel: rot und blau und grün,
schneeweiß.
Wir umrunden in einer einzigen Stunde die grüne Perle. Da, wo die Wellen
zusammenschlagen, tauchen wir ein, liegen im weiß gewaschenen Sand und kugeln
im Spiel der Wasser wie faule Seehunde hin und her, als ein plötzlich
einsetzender sekundenkurzer Regen uns den Rücken nadelt. Auf halber Runde
nehmen wir einen Early-Morning-Tea im Hauptrestaurant (ein zweites ist auf der
anderen Inselseite versteckt) und streben zum Spa. Heute treiben wir ein wenig
Thai-Chi am morgenfrischen Strand, übermorgen vielleicht Yoga oder Stretching
im Champa mit Meeresbrise.
So ein Rundumpaket für den Körper birgt allerlei: Aromatherapie, Osteopathie,
Lymphdrainage, Training und Fitness. Dermaßen geläutert sind stressgeplagte
Manager, kummergewöhnte Ehefrauen oder beanspruchte Honeymooner Wachs in den Händen
der Therapeuten. Massagen aller Art, schwedisch, thailändisch, pressend,
zerrend, walkend, vom Kopf bis zu den Füßen - jeder bekommt das, was er
verdient oder was Chefin Rosamond nach gnadenloser Diagnose wirklich sämtlicher
Beschwerden und Phobien für richtig erachtet [...]
Uns wird der Tag nicht lang: Wir schnorcheln durch den kalkigen Irrgarten bis
zum nahen Riff oder tauchen ab unter fachlicher Obhut. Im letzten Abendwind
fahren wir im Dhoni fischen, begleitet von ein paar Delfinen, oder wir
schliddern im Katamaran samt Picknick auf die nahe schneeweiße Sandbank, um im
rosaroten Sonnenuntergang Champagner rosé zu schlürfen. Wenn wir zurückkommen
(wenn überhaupt), dann ist das Dinner unter Palmen schon bereitet, und die
schmalen braunen Männer in ihren weißen Sarons leuchten im Dunkel.
Die Lebensmittelbeschaffung im Luxusresort bedarf ausgeklügelter Logistik. Über
den Umschlagplatz Dubai kommt zweimal wöchentlich Ware, und der Chefkoch Klaus
Rauter zaubert mit seinen 36 srilankischen Köchen in den zwei Restaurants
Schlaraffien aus kanadischem Hummer, Oldenburger Vollmilch und holländischem
Kalbsfleisch [...]
Der nächtliche Heimweg ist immer wieder ein spannendes Suchspiel: War es jetzt
rechts, oder links oder doch geradeaus? Nur ein effektvoll ausgeleuchtetes
Palmen-Ensemble, die schaurig angestrahlten Luftwurzeln des heiligen
Banyanbaumes und duftende Tempelblumen weisen den Weg zur versteckten Villa. Der
Wald ist fast still jetzt, nur manchmal knackt es im Busch. Auf unserer Haut
liegt ein nasser Film, die Kleider stauen, im Haus tackert leise der Ventilator.
Bis zum Morgen, dann weckt uns der Muezzin vom nahen Eydhafushi.
Reisezeit Ganzjährig. Die heißesten Monate sind April und Mai sowie November
und Dezember. Besonders beliebt für einen Aufenthalt ist unser Winter
Quelle: Bonner General-Anzeiger vom 10./ 11. März
2001 (zweiseitiger Artikel mit sechs Bildern, davon fünf in Farbe, plus einer
farbigen Karte)
Hallo, das hört sich ja echt toll an, ähnlich
wie ich es vor einiger Zeit ja auch von den Seychellen
beschrieben habe.
Aber ich glaube, man muss nicht unbedingt "reich" sein, um solch ein
Barfußparadies zu erleben. Gerade auf den Malediven, die ja doch von Pauschal-
und Chartertouristen heimgesucht werden, gibt es genügend Sonderangebote, die
auch dem weniger gefüllten Geldbeutel (und dessen Besitzer) gerecht werden.
Eine andere Alternative wäre die Küste von Kenya. Auch hier gibt es herrliche
Strände und man benötigt Schuhe eigentlich nicht. Hier gibt es 2 Wochen mit
Vollverpflegung teilweise für deutlich unter 1500 DM pro Person.
Barfußglobigrüße von Bernd A
Soneva Fushi ist natürlich innerhalb der
Maldivian Islands tatsächlich Luxus pur. Ich war selbst noch nie auf dieser
Insel, aber schon auf Edafushi, der Hauptinsel des Baa-Atolls. Dort waren wir
u.a. beim Insel-Chef, der alle, die noch nicht barfuß waren, höflich darauf
hingewiesen hat, die Schuhe vor dem Haus auszuziehen.
Übrigens, ein Traumjob auf den Maledivien ist Pilot eines Wasserflugzeugs.
Mittlerweile fliegen fast alle Piloten barfuß. Das war vor ein paar Jahren noch
nicht so.
Oliver/Ch
Hilton
Rangali
Das Hilton Rangali gehört zu den Top-Resorts der Malediven. Das Ambiente ist
zugleich nobel und lässig. Alle Möbel stehen im feinen Sand, Gäste und
Angestellte laufen grundsätzlich barfuß
All inclusive ist auf den Malediven Standard - auch im Hilton. Nur spezielle
Drinks und andere Sonderwünsche werden extra berechnet.
Ein Tipp: Die meisten Hotels akzeptieren nur Pauschalbuchungen von Deutschland
aus. Diese Angebote sind deutlich günstiger als die Preise vor Ort. Für einen
aufwändig ausgestatteten 2-Personen-Bungalow zahlt man im Hilton zwischen 350,-
und 700,- EUR - je nach Saison und Zimmer-Kategorie.
Jeder Wasserbungalow verfügt über eine Wanne mit Meerblick, nur den Pool müssen
sich die Gäste des Hotels teilen.
Dieser Text ist unter vox Sendung wolkenlos nachzulesen. In der Sendung wurde
das Hotel vorgestellt. Wäre das auch bei uns zu machen? Wie ist die Reaktion
der Gäste, Kunden wenn im Sommer in einem Betrieb mit 10 Mitarbeitern alle
barfuß laufen.
Würde dort niemand kaufen?
H
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