[Barfuß in London / England]

[Barfuß in Irland - kein Problem]

Barfuß in London / England
(Forumberichte seit Herbst 1999)

Hi, mein Urlaub in England war eine gute Gelegenheit, mich auch 'mal außerhalb bekannten Terrains sohlenlos fort zu bewegen. Zuerst ging es für 6 Tage nach London. Hier war ich erst einmal einen halben Tag mit Sandalen unterwegs um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen und nicht als erstes nur auf den Boden achten zu müssen.
Nach den ersten Stunden, es war die ganzen Tage herrlich warm und überwiegend sonnig bei 22 - 27 Grad, wanderten die Sandalen aber in die Rucksack - Netztasche und ich versuchte mich mal barfüßig auf britischem Boden. Entgegen den Befürchtungen waren auf dem Pflaster nur ganz wenige Stellen mit einigen kleinen Scherben und überwiegend konnte ich ganz normal gehen ohne besonders auf den Boden achten zu müssen.
Tower Bridge - Besichtigung, Themse - Ufer, St - Pauls - Kathedrale, etc. ließen sich barfuß ohne Problem besuchen.
Auch wenn ich in all den Tagen nur einen einzigen Barfüßler in London herumgehen gesehen habe, fiel ich bei den Londonern fast gar nicht auf. Die Stadt ist so kosmopolitisch in ihrem Wesen, dass das Ungewohnte schon zum Gewohnten wird. Nur an einer einzigen Stelle musste ich meine Schuhe anziehen: beim Besuch des unterirdischen ehemaligen "War Rooms", aus welchem die Briten ihre Truppen im 2. Weltkrieg heraus kommandierten, verlangte ein Wärter unbedingt Schuhe. Es gab zwar keine Begründung dafür, eine Diskussion war es mit aber nicht wert und so ging ich halt mal mit Schuhen runter auf absolut glattem und verletzungsungefährlichem Boden.
Auch öffentliche Verkehrsmittel sind barfuß kein Problem, weder bei den Bussen, noch in der U - Bahn. Bei letzterer muss man zwar wie immer etwas bei den Rolltreppen aufpassen, dass man den Absprung nicht verpennt, ansonsten sind diese aber relativ sauber und gut zu begehen.
Es ist nur recht witzig, wenn man dann in den relativ engen Zügen sitzt und gegenüber sitzen im klassischen Nadelstreifenanzug gekleidete Geschäftsleute. Das führt dann schon mal zu etwas verwunderten Blicken. Verwunderte Blicke und zwei oder drei Kommentare gab es in meiner Hörweite nur von Touristen. Die hatten immer die Befürchtung, dass man ständig in Scherben treten würde. Ein australischer Touri meinte nur lapidar, dass ich wohl sehr mutig sein müsste, barfuß in London herumzugehen. Leider ließ er sich nicht vom Gegenteil überzeugen.
In Geschäften und Kaufhäuser, z.B. Marks und Spencer, war barfüßiger Einkauf auch kein Problem, auch wenn mir bei M&S in der Tiefkühlabteilung beinahe die Füße abgefroren wären, in den ewig langen offenen Tiefkühlregalreihen.
Barfuß eine Stadt zu erkundigen ist im Nachhinein betrachtet viel angenehmer als mit Schuhen. Zumindest habe ich früher meine Füße viel eher "gespürt", als dieses Mal, obwohl meine Freundin und ich täglich etliche Stunden herumgegangen sind. Ohne Druckstellen und Hitzestau geht es sich einfach angenehmer.
Auch abends ließ sich London ganz gut barfuß erkunden. Wir waren viel im pulsierenden Soho unterwegs, doch trotz Gedränge stieg mir keiner auf die Zehen und erwischte ich keine Scherbe oder sonstige scharfkantigen Gegenstände. Allerdings hielt ich hier schon etwas mehr Blickkontakt mit dem Boden um nicht doch noch Bekanntschaft mit einem fallengelassenen Bierglas zu machen.
Der zweite Teil des Urlaubs ging in den Lake District (Nordengland) zum Wandern. Dort war ich dann aber nur noch in der Jugendherberge bzw. in der näheren Umgebung barfuß unterwegs, da die Wanderungen meistens über recht groben Schotter bzw. in bergigem Gelände verliefen. Ich hatte da weniger Angst um meine Fußsohlen, als vielmehr um die Knöchel bei einem möglichen Abknicken beim Begehen der teilweise sehr rauen und felsigen Pfade. Da bin ich lieber etwas weniger puristisch und ziehe mein "Werkzeug" Wanderschuh an, als dass ich einer der vielen Kunden der lokalen Bergrettung werde.
In der Jugendherberge traf ich dann auch erstmals andere Barfüßler, denen nach einem Tag in Wanderschuhen der Sinn nach mehr Fußfreiheit war. Auffälligerweise aber waren es nur männliche Barfüßer, ansonsten dominierten nackte Füße in Sandalen.
Alles in allem war es ein ganz gelungener, in weiten Teilen barfüßiger Urlaub, der für mich eine erste schöne Barfußsaison (fast) abschließt, bevor es vermutlich zu kalt werden wird. Grüße Kai

Heute (London, Sonntag 25. Juli 2004) habe ich wieder einen tollen Tag gehabt. Zum aller ersten Mal hab' ich jemanden getroffen, der barfuß lief, im gleichen Park wie ich.
War heute im Finsbury-Park um das Doppeldecker-Bus Festival mit zu feiern (Trauern) weil sie dieses Jahr alle entgültig verschwinden werden. Diese alten,.. hinten am Buckel runden roten Busse, die seit 1954 aus der Fabrik kommend in London herum tuckern.
Item: Als ich beim hinausgehen und einen tollen Tag erlebend, (habe auch den Berliner, Eierdotter-gelben Doppeldecker-Bus gesehen, schwatzte auf Deutsch mit dem Fahrer) einen älteren Herrn getroffen, der auch wie ich - ohne "Schtrümpf und Schuhe" herumwatschelte wie ich. Mir sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen, nicht, weil ich so was nie gesehen habe, nein, weil er der Erste war in London, seit ich hier wohne. Ich war im Gespräch mit einem der Organisator des Festes als plötzlich ein Mann sehr nahe bei uns gestanden hatte und als es mir immer mehr auffiel, schaute ich nach unten und konnte keine Schuhe oder Socken finden. Und so haben wir uns vorgestellt, ich war auch für ihn der Erste, den er gesehen hatte. So ein komisches Gefühl, wir tuckerten zusammen, wie zwei alte bekannte Damen beim Kaffeeklatsch und hatten uns gerade zum ersten Mal im Leben getroffen.
Ihr hätten Euch die Leute anschauen sollen, die uns angeschaut hatten. Wir sprachen zwar englisch, aber die Reaktionen von den Leute rund herum waren, als hätten wir uns laut in einer, von niemandem verstandenen Sprache im Flughafen unterhalten. Der Anblick von uns beide mit nackten Füssen, von den beschuhten Menschen zu trotz fast protestierend anschauend, um den Leuten mit Schuhen uns einfach unbehelligt unterhielten. Als dann das Gespräch auf nackte Füssen zu kommen begann, sprachen wir über die Gruppe in England, die Barfuß-Wanderungen unternimmt.
Viele Grüße Christopher aus London (38)

Ich war Mitte Mai 1999 für 2 Wochen in Südengland unterwegs. Bilanz: An den Stränden der Südküste sah man logischerweise mehrere Leute Barfuß gehen, aber sonst sah ich während der ganzen Zeit nur eine Frau in einem Dorf unbeschuht. Nicht mal in London sah man barfüßige Leute (außer in den Parks). Ehrlich zugegeben, ich würde in London auch nie Barfuß gehen. Diese Stadt ist eindeutig zu schmutzig.
Was ich aber unbedingt erwähnen muss: In Südengland ist mit Strümpfen und Socken garantiert kein Geld zu verdienen. Die Temperaturen waren nicht sonderlich hoch (ca. 10-17°C), aber ich sah praktisch nur unbesockte Füße in den Schuhen (ich natürlich auch). Grosse Mode bei den Frauen in diesem Jahr sind natürlich die offenen Schlüpfschuhe.
Nun wieder zurück in die Schweiz. Ich bin jetzt knapp eine Woche zu Hause und habe hier bereits mehr Barfüßer gezählt als auf der Englandreise. Und diese nicht nur auf dem Lande, sondern auch in der Stadt. Der Anteil der Männer und Frauen ist erstaunlicherweise etwa gleich groß. Marcello

Letztes Wochenende war ich in England, genauer gesagt in Oxford. Ich kam bei grausig kaltem Wetter an, das dann jedoch schnell besser wurde. Bei einem Stadtbummel mit nackten Füßen in Treckingsandalen musste ich feststellen, dass fast jede 3. Engländerin und viele Männer barfuß in Schuhen liefen und nicht nur das, viele waren sogar ganz barfuß, so da0 auch ich meine Sandalen auszog und das ganze Wochenende barfuß unterwegs war. Erstaunlicherweise schien das ganz normal zu sein. Keine komischen Blicke, weder in Kneipen, Restaurants, Museen, Geschäften oder sogar bei Besichtigung der altehrwürdigen Colleges.
Es ist ja bekannt, dass die Engländer ein anderes Wärmegefühl haben, aber diese Ausprägung war mir nicht bekannt und ich habe mich sehr gefreut und das Wochenende sehr genossen, schade, dass die Deutschen ihre Füße so verstecken und damit quälen.
Liebe Grüße Christian

Als ich letztes Jahr für vier Tage in England war, fiel mir auch auf dass viele mit kurzen Ärmeln, kurzen Hosen/kurzen Röcken, ohne Strümpfe, aber mit Schuhen herumliefen. (bei nicht-sommerlichen Temperaturen, vielleicht 10 bis 15 Grad)
Richtig barfuß war aber niemand. Marco N.

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Barfuß in Irland - kein Problem
(Forumbeiträge seit Frühling 2002)

Ich war 4 Wochen in Irland unterwegs - dauerbarfuß.
Ich hatte keine Probleme, selbst im Pub beim Darten nicht. Die Leute fanden meine Zehenringe äußerst cool. Also nur Mut es geht alles barfuß.
Markus [Barfuß]

Hallo allerseits,
bin zur Zeit in Dublin und genieße den Rest meiner Sommerferien hier in Irland.
Barfuß ist hier überhaupt kein Problem. Wird eigentlich überall akzeptiert und von den meisten gar nicht beachtet. Irland ist also von den Leuten her wirklich barfußfreundlich.
Allerdings sind die Temperaturen doch ziemlich tiefer als auf dem Festland im Sommer. Morgens hatten wir so 8 Grad Celsius und am Nachmittag stieg die Temperatur selten über 18 Grad. Trotzdem die Böden sind meist durch den Sonnenschein recht warm und oft auch sehr angenehm zum barfüßigen Gehen.
Selbst Dublin hat im Vergleich mit anderen Städten in Europa sehr saubere Straßen und wenig Glasscherben am Boden. In den Pubs trägt man allerdings besser eine Fußbekleidung.
Gruß aus Dublin, Marc (CH)

Von Irland handelt auch der Beitrag:
"St. Patrick's Fegefeuer" in Irland - Barfußwallfahrt zum eigenen Ich

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