| [Atlantikküste] | [Bretagne] | [Camargue] | [Cote d'Azur] | [H. Provence] | [Paris] |
Barfußurlaub in
Frankreich
(verschiedene Forumbeiträge seit Winter 1998/99)
Ohne mich als Spezialist für ganz Frankreich bezeichnen zu wollen, würde
ich sagen, das hängt
a) von der Gegend ab, wo du bist,
b) wo du hingehst und
c)
was du insgesamt für einen Eindruck machst.
In Küstenorten und in Paris wirst
du wohl kaum Probleme bekommen, solange du nicht irgendwelche
dresscode-Etablissements aufsuchen willst.
Man hört immer mal wieder, dass
Einkaufszentren (hypermarchée) das barfüßige Betreten verwehren, ich selbst
kann das aber nicht bestätigen.
Zum Thema öffentlicher Personenverkehr kann
ich leider nichts aktuelles beitragen, aber aus anno 1978 kann ich berichten,
dass man zumindest damals wochenlang schuhlos kreuz und quer durch Frankreich
(mit dem Zug, Interrail) oder durch Paris (Metro) gondeln konnte, ohne jemals
Probleme zu bekommen.
Zu Hotels kann ich nichts sagen, weil ich die praktisch
nie benutze.
Insgesamt muss man leider feststellen (zumindest mein Eindruck), dass heute
in Frankreich wesentlich weniger Leute barfuß gehen als "damals".
Früher hast du z. B. im August in Avignon (während des Theaterfestivals)
massig Besucher und Künstler barfuß gesehen. Letztes Jahr war das nur noch
eine Handvoll.
Kleine Anekdote am Rande: Der barfüßige Zutritt zum Spielcasino in Monte
Carlo (na ja gut, das ist in Monaco, nicht in Frankreich) wurde mir mal verwehrt
mit den Worten "C`est n'est pas une piscine, monsieur." Mussten die
also auf mein Geld verzichten ;-)
Gruß, Ralf (RSK)
Kein Problem
- im Elsass
-in Straßburg
-in der Drome
- an der Cote d'Azur
Mehr kenne ich leider nicht, aber ich glaube es ist nicht problematischer als
anderswo.
Ciao,
Tiziana
Hi Barfuß - Fans, hier mal
zur Abwechslung ein Bericht über meine Barfuß - Erfahrungen aus einem Urlaub an der
französischen Atlantikküste. Es war echtes
Sommerwetter, 3 Wochen lang warm und trocken.
Noch nie habe ich so viele Barfüßer gesehen wie in diesem Urlaub. Im Gegensatz zu
den sonstigen Erfahrungswerten waren es allerdings weit mehr männliche Barfüßer,
größtenteils Twens, aber auch einige "mittelalterliche". Ob es im Supermarkt
war, fast immer sah man dort schwarze Fußsohlen. Aber auch im Ort gehörten
barfußlaufende junge Leute zum üblichen Bild. Ich glaube, so selbstverständlich
wie
"man" bei uns heutzutage im Sommer barfuß in Badeschlappen o.ä. rumläuft, war
dort das Barfußlaufen. Selbst wenn ganze Cliquen unterwegs waren, war oft ein Barfüßer
dabei, ohne dass da irgendwelche Bemerkungen seitens der Beschuhten gefallen wären. Es
war warm, man hatte Ferien und es war einfach selbstverständlich, keine Schuhe anzuhaben.
Übrigens waren die Franzosen weit in der Überzahl, andere Nationalitäten waren
wenig vertreten und wenn, dann nicht barfuß. Einmal war ein großer Krämermarkt in der
Altstadt. Als vormittags die Stände aufgebaut und die Waren angeliefert wurden, fiel mir
ein junger Mann auf, der massenweise Ware anschleppte - vom außerhalb gelegenen Parkplatz
durch die Altstadtgassen zum Markt - natürlich barfuß. Nachmittags, als ich so über den
Markt bummelte, saß selbiger im Schneidersitz da und stellte unbekümmert seine
abenteuerlich dreckigen Fußsohlen zur Schau, ohne dass jemand Notiz davon genommen
hätte. Und abends, als wieder abgebaut war, traf ich ihn nochmals: In einer kleinen
Gasse, auf die die Hinterausgänge vieler Restaurants und Läden führten. Viele kippten
dort ihren Unrat hin; nachdem es wie erwähnt wochenlang nicht geregnet hatte, war die
Gasse mit einer schmierig-schwarzen Schicht überzogen. Und da mittendrin spazierte in
aller Seelenruhe unser barfüßiger Freund. Das war seinerzeit selbst mir etwas zuviel des
Guten und ich fragte ihn, ob das nicht unhygienisch sei, in diesem Dreck (schließlich gab
es damals noch kein Barfuß - Forum und ich war noch vorsichtiger). Er zuckte die Schultern,
meinte "c'est agreable" = das ist angenehm, und das war's. Themawechsel, eine
nette kleine Unterhaltung, aber nicht übers Barfußlaufen, warum auch, über so ne
selbstverständliche Sache gibt's doch nichts zu reden.
Ich war trotzdem beeindruckt - so schmutzige Füße hatte ich kaum je gesehen. Das
musste ich natürlich auch probieren. Nach wenigen Minuten waren die Fußsohlen
pechschwarz. Ich hab dann aber auch die Erfahrung gemacht, dass wenige Minuten im nassen
Sand am Strand laufen die Füße wieder so sauber macht wie sonst nur ausdauerndes
Schrubben.
In anderen Frankreich- Urlauben habe ich bei weitem nicht so viele Barfüßer
gesehen, ich weiß nicht lag es am Wetter, an der Gegend oder war es Zufall?
Habt ihr auch französische Barfuß - Erfahrungen? In Hoffnung auf eine baldige
Barfußsaison
Moritz
Ich habe in diesem Sommer auch drei
Augustwochen an der französischen Atlantikküste verbracht, ebenso wie auch in den beiden
vorhergehenden Jahren waren wir in der Naturistenanlage "Euronat". Ich bin
bereits barfuß aus dem Flugzeug gestiegen und habe keinen einzigen beschuhten Schritt auf
französischem Boden gemacht!
Unter Naturisten ist natürlich keinerlei Beanstandung barer Füße zu befürchten,
allerdings war ich etwas enttäuscht, dass außerhalb des Strandes fast alle mit Sandalen
oder Turnschuhen herumliefen. Ich sehe nämlich nicht ein, dass man das an der Badehose
gesparte Geld in Badeschlappen steckt!
In Euronat sind manche Wege etwas steinig, und da zeigt es sich, dass sehr viele
Leute gar nicht mehr barfuß laufen KÖNNEN! Besonders lustig war es zu beobachten, wie
sich die meisten Leute einem Duschhaus am Strand annäherten, in dessen Umkreis
Schottersteine von 2-3 cm Durchmesser aufgeschüttet waren. Das waren runde Teile, auf
denen man durchaus laufen konnte. Da wurden oftmals echte Eiertänze aufgeführt und es
gab sogar Leute, die Badeschuhe mitbrachten, um sie eigens für die paar Meter auf dem
Kies anzuziehen. Aber es gab auch rühmliche Ausnahmen, ich erinnere an eine Dame so um
die 30, die schon auf dem Sand so souverän barfuß lief, dass ich zu meiner Frau sagte:
"pass auf, die läuft gleich perfekt über die Steine" -- und so war es dann
auch.
Außerhalb von Euronat habe ich auch kaum Barfüßer gesehen, nur auf der
Wanderdüne bei Arcachon war vernünftigerweise alles barfuß unterwegs.
[Nach wenigen Minuten waren die Fußsohlen pechschwarz ... wenige Minuten im
nassen Sand Füße wieder sauber]
Genauso ist es! Auch nasses Gras vollbringt eine perfekte Fußwäsche -- ein paar
Dutzend Schritte genügen, um allen Schmutz von den Sohlen zu lösen.
Serfuß, Lorenz
An der französischen Atlantikküste, insbesondere im
MEDOC, ist Barfußlaufen normal, beispielsweise in LACANAU: ich schätze, tagsüber 50 %
in der Stadt (nicht am Strand), auch in Geschäften. Die Erklärung ist einfach, der Ort
ist ein Surferort, mit jungem, coolem Publikum. Das von Lorenz erwähnte Arcachon ist
steifer und konservativer, eher ein Shoppingort.
Für Barfußferien und auch mit der gleichen coolen Selbstverständlichkeit ist die
Gegend absolut empfehlenswert. Gibt dort auch zahlreiche deutsche Touristen, aber
glücklicherweise nicht von der Ballermann-Art. Dort kann man tatsächlich drei Wochen
ohne Schuhe verbringen. Aquajeans
Ich bin zurück aus der
Bretagne und noch barfußbegeisterter als vorher. Nur beim Stadtbummel, was aber
selten vorkam, trug ich Schuhe, sonst war ich eigentlich immer barfuß.
Da der
Strand in der Gegend von Carantec, wo ich war, allerdings immer wieder mit
senkrecht stehenden Schieferplatten oder scharfkantigem Geröll unterbrochen ist,
hatte ich in der ersten Woche immer meine Sandalen dabei, und war nur noch am
an- und ausziehen. In der zweiten Woche habe ich dann entdeckt, dass man mit ein
bisschen Umsicht und trainierten Fußsohlen auch auf solchen Untergründen
unterwegs sein kann (entsprechend langsam natürlich), indem die Füße
möglichst auf größere Steine gestellt werden, wo sie eine erstaunliche
Haftung bis hin zu 45 Grad Schräglage entwickeln.
Dazu ist es einfach toll,
wenn man am Strand frei zwischen Sand und Wasser, was sich dank winterlichem
Barfußtraining fast warm anfühlte, hin- und herwechseln kann. Der eindeutige
Barfuß - Höhepunkt war dann eine große Wanderung am "Pt. Primel",
einer Landspitze, die mit Felsbändern und Wiesenstücken ins Meer hinausragt.
Auf den griffigen Granitfelsen konnte man barfuß herrlich klettern und das
Sicherheitsgefühl übertraf bei sorgfältigem Setzen das in Bergstiefel bei
weitem. Ich kam mir vor wie ein Äffchen beim Rumturnen und muss dann wohl etwas
zu übermütig geworden sein, denn ich stieß beim Gehen mit dem großen Zeh an
einen Stein, worauf seitlich ein Stück Haut herausgerissen wurde. Das hat
glücklicherweise nicht geblutet, aber ich musste doch die Sandalen rausholen,
damit kein Dreck reinkommt. Schade!
Kuriert habe ich es dann mit einer wilden Thalasso - Therapie (also einfach rein ins Meer) und, nach Kneipps Empfehlung,
Spitzwegerichsaft.
Aber die Gesichter der anderen Wanderer waren einfach spitze,
zumal es zwar ein recht warmer Tag war, aber immer wieder etwas Regen fiel und
vor allem ein scharfer Wind wehte.
Ich habe in den ganzen zwei Wochen außer
meinem Bruder keinen weiteren Barfüßigen gesehen, und unser Freund, der auch
noch dabei war, hat leider nur zweimal gewagt, seine Füße für wenige Sekunden
ins Wasser zu tauchen. Zusammenfassend würde ich sagen, die Bretagne ist gar
nicht so uninteressant für Barfüßler und bietet von endlosen Stränden (aber
teils steinig) über Küstenpfade bis hin zu kleinen Klettereien immer wieder
wunderschöne Aspekte für die nackten Füße. Dazu begegnet man in dieser
Jahreszeit [Frühling] höchst selten anderen Wanderern.
Warnen muss ich aber
vor der Verletzungsgefahr bei barfüßigem Übermut in schwierigem Gelände.
Viele Füße Samuel
So alle paar Jahre verbringen meine Frau und
ich unseren Urlaub in der Camargue in Südfrankreich,
wo wir uns meistens ein kleines Haus oder ein Appartement mieten. Schon zu Hause werden
die Turnschuhe und "Flip-Flops" im Kofferraum verstaut, da ich im Sommer am
liebsten barfuß Auto fahre, und ich Schuhe in den kommenden Wochen wohl eher selten
benötigen werde und will.
Nach rund siebenstündiger Fahrt Richtung Süd - Westen erreichen wir dann unser
Urlaubsziel, und nach dem Auspacken, Einräumen und einer kühlen Dusche geht's dann meist
auf einen Erkundungs - Spaziergang, natürlich barfuß, in die nähere Umgebung. Trotz
warmem Wetter und der Strandnähe sieht man hier eher wenige barfüßige auf der Strasse,
aber es kümmert sich auch niemand drum, dass wir hier mit nackten Füssen durch den Ort
gehen.
Manchmal machen wir Ausflüge ins Naturschutzgebiet der Camargue, einer sehr flachen
Landschaft im riesigen Rhone - Delta; hier ist es wirklich phantastisch barfuß über
feine Sandböden, sumpfige Wiesen oder trockenes Gras zu wandern. Meistens verweilen wir
auch an einem der weiten, natürlichen Sandstrände, wo es verständlicherweise etwas mehr
Barfüßige gibt.
Jeden Morgen, während meine Angetraute das Frühstück vorbereitet, mache ich mich auf
den kurzen Barfuß - Marsch um frisches Baguette - Brot zu holen, was für mich ein
herrlicher Tagesbeginn und erfrischend für meine Sohlen ist. Am Abend geht's dann oft in
eine der kleinen Städte Grau de Roi, Saintes-Maries oder Aigues Mortes zum Abendessen und
dergleichen, je nach Wetter meistens barfuß. Dies hat zwar einen kleinen Nachteil nachdem
scheinbar jeder Franzose auch Hundebesitzer ist und mit ihre treuen Gefährten an diesen
Orten Gassi gehen. Da muss ich schon sehr aufpassen, wohin ich mit meinen Füssen trete,
aber ob ich nun mit oder ohne Schuhe in einen Hundedreck trete, abwaschen muss ich diese
stinkigen Überreste so oder so. Dann gibt es schon Leute, die den Kopf schütteln oder
irgendwelche Bemerkungen bezüglich meiner nackten Füße machen, nur macht mir das hier,
wo mich ja eh' keiner kennt, nichts aus.
Nächstes Jahr werden wir voraussichtlich wieder in diese Gegend fahren, und ich freue
mich heute schon darauf, da für mich Sommerferien nur schön sind, wenn ich nicht auf
irgendwelche Kleidervorschriften achten muss und den ganzen Tag auf irgendwelche Schuhe
verzichten kann. ...
Wenn ich Zeit finde, und falls es andere Barfüßler interessiert, hätte ich noch einiges
zu erzählen, so z.B. von einer 7- wöchigen Südsee -
Weltreise vor 5 Jahren, sozusagen ins "Barfuß-Paradies".
Bis zum nächsten mal
Barfuß - Gruß und Happy Feet
Rudi
Meiner Erfahrung nach am Mittelmeer: meist kein Problem, obwohl die
Einheimischen dort viel Wert auf Kleidung legen, um ihre gesellschaftliche
Stellung zu betonen. Wenn Du dort barfuß und in Shorts rumläufst, giltst du
sofort als armer Schlucker oder als prolliger Tourist. kein wunder bei den Massen
von in unförmigen Säcken steckenden sonnenhungrigen deutschen, Engländern, Holländern
usw. denken die meist modebewussten Franzosen dass wir generell aussehen wie die
letzten Penner und absolut keinen Geschmack und stil haben.
Im Supermarkt "Hyper U" in Agde steht ein großes Schild "nicht
ohne Schuhe und Hemd" - auf französisch und englisch - und siehe da, tatsächlich
hielt mich ein Typ von der security (mit Verstärkung im Hintergrund) ganz
energisch auf, dass ich zum Auto musste Schuhe holen um dort einkaufen zu dürfen.
(ich trug einen überknielangen Sarong, t-shirt und weste - nicht schmutzig,
nicht unordentlich, nicht gammelig)
bon voyage! Jan ES
Hallo, Jan und alle anderen, ich kann das barfußfeindliche Gehabe im "Hyper
U" Agde nur bestätigen.
Im letzten August war's, ich stand schon in der Schlange an einer der vielen
Kassen, als mich plötzlich so ein Uniformkasper nach meinen Schuhen fragte. Da
ich bei der Hektik keine Lust auf eine Diskussion hatte, entgegnete ich lapidar
"meine Schuhe sind draußen im Auto" (war nicht gelogen, im
"Pannenfach" hatte ich ein Paaar Flip-Flops, direkt unter dem
Verbandskasten...)
Er schaute etwas dumm aus der feinen Wäsche, zog aber ohne ein weiteres Wort
von dannen.
Beim Betreten des Ladens hatte niemand meine Barfüßigkeit bemerkt, ich
allerdings auch kein Verbotsschild. (Vielleicht wurde das ja nach meinem Besuch
aufgestellt *g*). Bis auf´s fehlende Schuhwerk fiel ich kleidungsmäßig nicht
aus der Reihe.
Woanders gab´s dann auch kein Aufmerken, nicht bei LIDL, nicht in einem der
zahlreichen kleinen Läden, nicht an der Tanke oder sonstwo.
Barfüßige Grüße, Ralf (BN)
Wir waren letztes Jahr an
der Cote d'Azur auf einem Campingplatz. Auch dort gehörten Barfußgänger zum täglichen
Straßenbild. Abends wurde immer auf der Strandpromenade ein Markt eingerichtet. Dort sah
man dann auch häufig Leute aller Alterschichten und Nationalitäten Barfuß gehen.
Vielleicht liegt es an der Ungezwungenheit während eines Urlaubes, dass man seine
Hemmungen verliert. Ich jedenfalls fand es super. Einzig die hohen Temperaturen und die
damit verbundenen "heißen" Strassen konnten die Barfußfreude mal kurz trüben.
Bully
Intoleranz in Südfrankreich
Eigentlich zähle ich mich nicht zu den Barfußläufern, auf der Suche, ob
jemand auch schon so ein Erlebnis hatte, wie ich in Südfrankreich habe ich
diese Seite gefunden.
Ich verbrachte einige Tage in Hyères an der Cote d'Azur. Beim Weg durch die
Altstadt stellte ich dann fest, dass die neuen Sandalen nach ein paar Schritten
die Füße an zwei Stellen aufgerieben hatten und es viel angenehmer war, den
Weg barfuß fortzusetzen. Es kennt einen dort ja auch keiner.
Die Altstadt von Hyères ist übrigens wahnsinnig angenehm zum Barfußlaufen, es
ist alles mit großen, ganz glatten Pflastersteinen ausgelegt und sehr gepflegt
und sauber. Nur die anderen Bereiche der Stadt und der ganzen Gegend sind nicht
so ganz anfängertauglich, es ist dort ein sehr rauer Asphalt und überall sehr
spitze Steine.
Jedenfalls wollte ich dann in dieser Kleidung (die unbequemen Sandalen blieben
gleich im Auto) einen "Casino Supermarchè" betreten. Ich hatte auch
schon einen fast vollen Einkaufskorb, als ich von einem Security - Angestellten
gebeten wurde, das Geschäft zu verlassen. Der zahlende Kunde zählt dort
offenbar nichts, es war ihm auch egal, dass ich ihm den vollen Einkaufskorb vor
die Füße gestellt habe (warum sollte ich denn das noch mitnehmen und bezahlen,
wenn ich sonst nicht erwünscht bin, ich wollte noch einen Wein holen, dass
wurde mir verwehrt).
Habe den Einkauf dann ihm Geschäft am Campingplatz nicht viel teurer getätigt,
da hatte an meiner Bekleidung niemand was auszusetzen.
In meinem Heimatort sieht man fast bei jedem Einkauf jemanden Barfuß im
Supermarkt und fast alle Kinder werden von den Eltern barfuß mitgenommen.
Ich dachte eigentlich, die Franzosen wären ein so lockeres und tolerantes Volk
oder war das einfach der falsche Ort zur falschen Zeit?
Der Supermarchè war übrigens fast am Strand, außerhalb des Strandes sah man
aber wirklich niemanden barfuß rumlaufen.
Grüße
Gustav
Ich komme gerade aus der
Haute Provence
zurück, das war alles andere als barfußfreundlich. Die Straßen waren teilweise über
100 Grad warm, (das hört man am charakteristischen Zischen beim draufpi.....), der andere
Boden bestand entweder aus spitzigem Kalksplitt oder aus Gestrüpp mit 2 cm langen und 5 mm
dicken Dornen.
Die Eingeborenen lassen ihre extrem aggressiven Hunde frei herumlaufen, und diese dehnen
ihr "Revier" teilweise Hunderte Meter weit über die Grundstücksgrenze aus.
Also: Wanderstöcke schlagbereit halten, wenn Du schon keine Wanderschuhe dabeihast, mit
denen du Dich wehren kannst.
Ansonsten ist das ein wunderschönes Land mit noch vielen fast touristenfreien Ecken,
leckerem Wein und (im Gegensatz zu vielen anderen Ecken Frankreichs) bezahlbarer
Lebenshaltung. Rainer
| zurück zur Übersichtsseite
des "Best of" im Hobby? Barfuß! Forum |
zum Kopf der vorliegenden Seite |
In Paris, schätze ich, ist es den meisten Leuten vor allem t o t a l e g a l,
außer vielleicht in Nobeletablissements. Die Pariser sind echte Großstädter,
im positiven wie im negativen Sinn, der eigene Alltag ist so hektisch, dass die
Frage, was der andere tut oder nicht tut , nicht ihr Problem ist, solange es sie
nicht unmittelbar betrifft.
Schwierigkeiten dürftest Du in Paris keine haben, solange Du nicht wie ein
Bettler aussiehst. Mit Sympathie brauchst Du aber auch nicht zu rechnen.
Wenn Du Französisch sprichst, es gibt auch eine URL www.baladespiedsnus.com mit
einem Forum und Erfahrungsberichten, nur funktioniert die Site nur gelegentlich
...
MfG,
Aquajeans
Jeder von uns kann sich an die vielen lauen Sommerabende des vergangenen
Sommers erinnern. Schon im Mai war ich mit Gleichgesinnten auf einer der
berühmten Pariser Seine Brücken zusammengekommen.
Diesem Spontantreffen waren viele Stunden/Kilometer "barfuß" im
Großraum Paris vorausgegangen, ohne einen einzigen negativen Zwischenfall, oder
irgendwelche dumme Bemerkungen hören zu müssen. Wir waren zwischendurch bis zu
acht Gleichgesinnten, die alle auf einem Frühlings Streifzug unterwegs waren.
Auch das Einchecken in einem Pariser Hotel - nahe Centre Pompidou - verlief wie
selbstverständlich und niemand nahm Anstoß an meinen schon durch die Anreise
bereits total schmutzigen Füßen. Am späten Nachmittag ging’s dann zur Seine
und dort war nach einem weitern "sich zufällig kennen lernen" mit
einigen anderen Barfüßern, ein Brassserie Besuch angesagt gewesen, wo wir uns
sofort viel zu erzählen hatten. Interessant war auch, dass einer der Pariser
Barfüßer beruflich zum einen Mode und dabei die weiblichen Pariser Models oft
barfüssig beim Flanieren auf Asphalt fotografiert. Man kann offensichtlich mit
unserem Hobby nicht nur viel Zeit verbringen, sondern dabei auch noch die
schönsten weiblichen baren Füße ablichten. Er selbst trägt dabei auch selten
Schuhe.
Im vollbesetzten Lokal und am Bistrotisch mittig sitzend, rümpften dann schon
einige der anwesenden Touristen und Pariser die Nase, als sie dort gleich auf
mehrere, dabei gut sichtbare und zugegebenermaßen extrem schwarze Sohlen
starren mussten.
Jedenfalls haben wir anschließend auf der Brücke, bei Wein und Käse
stundenlang über Gott und die Welt diskutiert und dabei auch noch so manch eine
Barfuß Erlebnis Story ausgetauscht. Später gesellte sich noch ein
Gitarrenspieler hinzu - mit Schuhen. Die Flasche Wein übrigens hat man uns im
Restaurant ausnahmsweise verkauft und zwar nicht damit wir es nur schnell
verlassen, sondern weil sich der Inhaber irgendwie über unsere
"unbekümmerte Unverfrorenheit" – ohne Schuhe und nach dem Essen
auch noch Wein & Käse kaufen - amüsiert hatte.
Eine ebenfalls barfüssige junge Dame hat sogar ihr eigene französische
Homepage + Forum zum Thema und betreibt nebenbei Fußmalerei.
Es endete damit, dass wir spät Abends dann auf unserem Spann lustige Motive aufgemalt hatten und
erst nach einem abschließenden nächtlichen "Note-Dame" Besuch zum
Schlafen gingen.
Nach 15 Stunden non Stopp Paris, dauerte es dann aber ewig, bis
man seine Füße wieder einigermaßen sauber bekommt. Es ist halt eine sehr
schmutzige Stadt!
Es waren gleich mehrere, spontane und nette Barfußbegegnungen, welche nur
aufgrund der gemeinsamen Leidenschaft zustande kamen. Paris ist also super
geeignet, jedenfalls nach meinen Erlebnissen.
Jederzeit barfuß grüßt Steve (CH)
Es ist kein Problem, auf Pariser Strassen barfuß zu gehen. Klar wirst du
immer die Blicke der anderen haben. Außerdem sind die Strassen schmutzig. Auf den
Ufern der Seine, besonders wenn es warm ist, kannst du ohne Probleme barfuß
gehen. Trotzdem ist es nicht so üblich, barfuß in Paris und in den anderen
Teilen Frankreichs zu gehen.
Trotzdem pass mal auf : das kann in bestimmten Orten (Museen oder Supermärkte)
verboten sein.
Das stimmt, Tiziana hat niemals keine Probleme gehabt, als sie in Frankreich
war.
Bonnes ballades pieds nus Erik
| zurück zur Übersichtsseite
des "Best of" im Hobby? Barfuß! Forum |
zum Kopf der vorliegenden Seite |