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Barfußurlaub in Frankreich
(verschiedene Forumbeiträge seit Winter 1998/99)

Ohne mich als Spezialist für ganz Frankreich bezeichnen zu wollen, würde ich sagen, das hängt
a) von der Gegend ab, wo du bist,
b) wo du hingehst und
c) was du insgesamt für einen Eindruck machst.
In Küstenorten und in Paris wirst du wohl kaum Probleme bekommen, solange du nicht irgendwelche dresscode-Etablissements aufsuchen willst.
Man hört immer mal wieder, dass Einkaufszentren (hypermarchée) das barfüßige Betreten verwehren, ich selbst kann das aber nicht bestätigen.
Zum Thema öffentlicher Personenverkehr kann ich leider nichts aktuelles beitragen, aber aus anno 1978 kann ich berichten, dass man zumindest damals wochenlang schuhlos kreuz und quer durch Frankreich (mit dem Zug, Interrail) oder durch Paris (Metro) gondeln konnte, ohne jemals Probleme zu bekommen.
Zu Hotels kann ich nichts sagen, weil ich die praktisch nie benutze.
Insgesamt muss man leider feststellen (zumindest mein Eindruck), dass heute in Frankreich wesentlich weniger Leute barfuß gehen als "damals". Früher hast du z. B. im August in Avignon (während des Theaterfestivals) massig Besucher und Künstler barfuß gesehen. Letztes Jahr war das nur noch eine Handvoll.
Kleine Anekdote am Rande: Der barfüßige Zutritt zum Spielcasino in Monte Carlo (na ja gut, das ist in Monaco, nicht in Frankreich) wurde mir mal verwehrt mit den Worten "C`est n'est pas une piscine, monsieur." Mussten die also auf mein Geld verzichten ;-)
Gruß, Ralf (RSK)

Kein Problem
- im Elsass
-in Straßburg
-in der Drome
- an der Cote d'Azur
Mehr kenne ich leider nicht, aber ich glaube es ist nicht problematischer als anderswo.
Ciao, Tiziana

Hi Barfuß - Fans, hier mal zur Abwechslung ein Bericht über meine Barfuß - Erfahrungen aus einem Urlaub an der französischen Atlantikküste. Es war echtes Sommerwetter, 3 Wochen lang warm und trocken.
Noch nie habe ich so viele Barfüßer gesehen wie in diesem Urlaub. Im Gegensatz zu den sonstigen Erfahrungswerten waren es allerdings weit mehr männliche Barfüßer, größtenteils Twens, aber auch einige "mittelalterliche". Ob es im Supermarkt war, fast immer sah man dort schwarze Fußsohlen. Aber auch im Ort gehörten barfußlaufende junge Leute zum üblichen Bild. Ich glaube, so selbstverständlich wie "man" bei uns heutzutage im Sommer barfuß in Badeschlappen o.ä. rumläuft, war dort das Barfußlaufen. Selbst wenn ganze Cliquen unterwegs waren, war oft ein Barfüßer dabei, ohne dass da irgendwelche Bemerkungen seitens der Beschuhten gefallen wären. Es war warm, man hatte Ferien und es war einfach selbstverständlich, keine Schuhe anzuhaben.
Übrigens waren die Franzosen weit in der Überzahl, andere Nationalitäten waren wenig vertreten und wenn, dann nicht barfuß. Einmal war ein großer Krämermarkt in der Altstadt. Als vormittags die Stände aufgebaut und die Waren angeliefert wurden, fiel mir ein junger Mann auf, der massenweise Ware anschleppte - vom außerhalb gelegenen Parkplatz durch die Altstadtgassen zum Markt - natürlich barfuß. Nachmittags, als ich so über den Markt bummelte, saß selbiger im Schneidersitz da und stellte unbekümmert seine abenteuerlich dreckigen Fußsohlen zur Schau, ohne dass jemand Notiz davon genommen hätte. Und abends, als wieder abgebaut war, traf ich ihn nochmals: In einer kleinen Gasse, auf die die Hinterausgänge vieler Restaurants und Läden führten. Viele kippten dort ihren Unrat hin; nachdem es wie erwähnt wochenlang nicht geregnet hatte, war die Gasse mit einer schmierig-schwarzen Schicht überzogen. Und da mittendrin spazierte in aller Seelenruhe unser barfüßiger Freund. Das war seinerzeit selbst mir etwas zuviel des Guten und ich fragte ihn, ob das nicht unhygienisch sei, in diesem Dreck (schließlich gab es damals noch kein Barfuß - Forum und ich war noch vorsichtiger). Er zuckte die Schultern, meinte "c'est agreable" = das ist angenehm, und das war's. Themawechsel, eine nette kleine Unterhaltung, aber nicht übers Barfußlaufen, warum auch, über so ne selbstverständliche Sache gibt's doch nichts zu reden.
Ich war trotzdem beeindruckt - so schmutzige Füße hatte ich kaum je gesehen. Das musste ich natürlich auch probieren. Nach wenigen Minuten waren die Fußsohlen pechschwarz. Ich hab dann aber auch die Erfahrung gemacht, dass wenige Minuten im nassen Sand am Strand laufen die Füße wieder so sauber macht wie sonst nur ausdauerndes Schrubben.
In anderen Frankreich- Urlauben habe ich bei weitem nicht so viele Barfüßer gesehen, ich weiß nicht lag es am Wetter, an der Gegend oder war es Zufall?
Habt ihr auch französische Barfuß - Erfahrungen? In Hoffnung auf eine baldige Barfußsaison
Moritz

Ich habe in diesem Sommer auch drei Augustwochen an der französischen Atlantikküste verbracht, ebenso wie auch in den beiden vorhergehenden Jahren waren wir in der Naturistenanlage "Euronat". Ich bin bereits barfuß aus dem Flugzeug gestiegen und habe keinen einzigen beschuhten Schritt auf französischem Boden gemacht!
Unter Naturisten ist natürlich keinerlei Beanstandung barer Füße zu befürchten, allerdings war ich etwas enttäuscht, dass außerhalb des Strandes fast alle mit Sandalen oder Turnschuhen herumliefen. Ich sehe nämlich nicht ein, dass man das an der Badehose gesparte Geld in Badeschlappen steckt!
In Euronat sind manche Wege etwas steinig, und da zeigt es sich, dass sehr viele Leute gar nicht mehr barfuß laufen KÖNNEN! Besonders lustig war es zu beobachten, wie sich die meisten Leute einem Duschhaus am Strand annäherten, in dessen Umkreis Schottersteine von 2-3 cm Durchmesser aufgeschüttet waren. Das waren runde Teile, auf denen man durchaus laufen konnte. Da wurden oftmals echte Eiertänze aufgeführt und es gab sogar Leute, die Badeschuhe mitbrachten, um sie eigens für die paar Meter auf dem Kies anzuziehen. Aber es gab auch rühmliche Ausnahmen, ich erinnere an eine Dame so um die 30, die schon auf dem Sand so souverän barfuß lief, dass ich zu meiner Frau sagte: "pass auf, die läuft gleich perfekt über die Steine" -- und so war es dann auch.
Außerhalb von Euronat habe ich auch kaum Barfüßer gesehen, nur auf der Wanderdüne bei Arcachon war vernünftigerweise alles barfuß unterwegs.
[Nach wenigen Minuten waren die Fußsohlen pechschwarz ... wenige Minuten im nassen Sand Füße wieder sauber]
Genauso ist es! Auch nasses Gras vollbringt eine perfekte Fußwäsche -- ein paar Dutzend Schritte genügen, um allen Schmutz von den Sohlen zu lösen.
Serfuß, Lorenz

An der französischen Atlantikküste, insbesondere im MEDOC, ist Barfußlaufen normal, beispielsweise in LACANAU: ich schätze, tagsüber 50 % in der Stadt (nicht am Strand), auch in Geschäften. Die Erklärung ist einfach, der Ort ist ein Surferort, mit jungem, coolem Publikum. Das von Lorenz erwähnte Arcachon ist steifer und konservativer, eher ein Shoppingort.
Für Barfußferien und auch mit der gleichen coolen Selbstverständlichkeit ist die Gegend absolut empfehlenswert. Gibt dort auch zahlreiche deutsche Touristen, aber glücklicherweise nicht von der Ballermann-Art. Dort kann man tatsächlich drei Wochen ohne Schuhe verbringen. Aquajeans

Ich bin zurück aus der Bretagne und noch barfußbegeisterter als vorher. Nur beim Stadtbummel, was aber selten vorkam, trug ich Schuhe, sonst war ich eigentlich immer barfuß.
Da der Strand in der Gegend von Carantec, wo ich war, allerdings immer wieder mit senkrecht stehenden Schieferplatten oder scharfkantigem Geröll unterbrochen ist, hatte ich in der ersten Woche immer meine Sandalen dabei, und war nur noch am an- und ausziehen. In der zweiten Woche habe ich dann entdeckt, dass man mit ein bisschen Umsicht und trainierten Fußsohlen auch auf solchen Untergründen unterwegs sein kann (entsprechend langsam natürlich), indem die Füße möglichst auf größere Steine gestellt werden, wo sie eine erstaunliche Haftung bis hin zu 45 Grad Schräglage entwickeln.
Dazu ist es einfach toll, wenn man am Strand frei zwischen Sand und Wasser, was sich dank winterlichem Barfußtraining fast warm anfühlte, hin- und herwechseln kann. Der eindeutige Barfuß - Höhepunkt war dann eine große Wanderung am "Pt. Primel", einer Landspitze, die mit Felsbändern und Wiesenstücken ins Meer hinausragt. Auf den griffigen Granitfelsen konnte man barfuß herrlich klettern und das Sicherheitsgefühl übertraf bei sorgfältigem Setzen das in Bergstiefel bei weitem. Ich kam mir vor wie ein Äffchen beim Rumturnen und muss dann wohl etwas zu übermütig geworden sein, denn ich stieß beim Gehen mit dem großen Zeh an einen Stein, worauf seitlich ein Stück Haut herausgerissen wurde. Das hat glücklicherweise nicht geblutet, aber ich musste doch die Sandalen rausholen, damit kein Dreck reinkommt. Schade!
Kuriert habe ich es dann mit einer wilden Thalasso - Therapie (also einfach rein ins Meer) und, nach Kneipps Empfehlung, Spitzwegerichsaft.
Aber die Gesichter der anderen Wanderer waren einfach spitze, zumal es zwar ein recht warmer Tag war, aber immer wieder etwas Regen fiel und vor allem ein scharfer Wind wehte.
Ich habe in den ganzen zwei Wochen außer meinem Bruder keinen weiteren Barfüßigen gesehen, und unser Freund, der auch noch dabei war, hat leider nur zweimal gewagt, seine Füße für wenige Sekunden ins Wasser zu tauchen. Zusammenfassend würde ich sagen, die Bretagne ist gar nicht so uninteressant für Barfüßler und bietet von endlosen Stränden (aber teils steinig) über Küstenpfade bis hin zu kleinen Klettereien immer wieder wunderschöne Aspekte für die nackten Füße. Dazu begegnet man in dieser Jahreszeit [Frühling] höchst selten anderen Wanderern.
Warnen muss ich aber vor der Verletzungsgefahr bei barfüßigem Übermut in schwierigem Gelände. Viele Füße Samuel

So alle paar Jahre verbringen meine Frau und ich unseren Urlaub in der Camargue in Südfrankreich, wo wir uns meistens ein kleines Haus oder ein Appartement mieten. Schon zu Hause werden die Turnschuhe und "Flip-Flops" im Kofferraum verstaut, da ich im Sommer am liebsten barfuß Auto fahre, und ich Schuhe in den kommenden Wochen wohl eher selten benötigen werde und will.
Nach rund siebenstündiger Fahrt Richtung Süd - Westen erreichen wir dann unser Urlaubsziel, und nach dem Auspacken, Einräumen und einer kühlen Dusche geht's dann meist auf einen Erkundungs - Spaziergang, natürlich barfuß, in die nähere Umgebung. Trotz warmem Wetter und der Strandnähe sieht man hier eher wenige barfüßige auf der Strasse, aber es kümmert sich auch niemand drum, dass wir hier mit nackten Füssen durch den Ort gehen.
Manchmal machen wir Ausflüge ins Naturschutzgebiet der Camargue, einer sehr flachen Landschaft im riesigen Rhone - Delta; hier ist es wirklich phantastisch barfuß über feine Sandböden, sumpfige Wiesen oder trockenes Gras zu wandern. Meistens verweilen wir auch an einem der weiten, natürlichen Sandstrände, wo es verständlicherweise etwas mehr Barfüßige gibt.
Jeden Morgen, während meine Angetraute das Frühstück vorbereitet, mache ich mich auf den kurzen Barfuß - Marsch um frisches Baguette - Brot zu holen, was für mich ein herrlicher Tagesbeginn und erfrischend für meine Sohlen ist. Am Abend geht's dann oft in eine der kleinen Städte Grau de Roi, Saintes-Maries oder Aigues Mortes zum Abendessen und dergleichen, je nach Wetter meistens barfuß. Dies hat zwar einen kleinen Nachteil nachdem scheinbar jeder Franzose auch Hundebesitzer ist und mit ihre treuen Gefährten an diesen Orten Gassi gehen. Da muss ich schon sehr aufpassen, wohin ich mit meinen Füssen trete, aber ob ich nun mit oder ohne Schuhe in einen Hundedreck trete, abwaschen muss ich diese stinkigen Überreste so oder so. Dann gibt es schon Leute, die den Kopf schütteln oder irgendwelche Bemerkungen bezüglich meiner nackten Füße machen, nur macht mir das hier, wo mich ja eh' keiner kennt, nichts aus.
Nächstes Jahr werden wir voraussichtlich wieder in diese Gegend fahren, und ich freue mich heute schon darauf, da für mich Sommerferien nur schön sind, wenn ich nicht auf irgendwelche Kleidervorschriften achten muss und den ganzen Tag auf irgendwelche Schuhe verzichten kann. ...
Wenn ich Zeit finde, und falls es andere Barfüßler interessiert, hätte ich noch einiges zu erzählen, so z.B. von einer 7- wöchigen Südsee - Weltreise vor 5 Jahren, sozusagen ins "Barfuß-Paradies".
Bis zum nächsten mal
Barfuß - Gruß und Happy Feet
Rudi

Meiner Erfahrung nach am Mittelmeer: meist kein Problem, obwohl die Einheimischen dort viel Wert auf Kleidung legen, um ihre gesellschaftliche Stellung zu betonen. Wenn Du dort barfuß und in Shorts rumläufst, giltst du sofort als armer Schlucker oder als prolliger Tourist. kein wunder bei den Massen von in unförmigen Säcken steckenden sonnenhungrigen deutschen, Engländern, Holländern usw. denken die meist modebewussten Franzosen dass wir generell aussehen wie die letzten Penner und absolut keinen Geschmack und stil haben.
Im Supermarkt "Hyper U" in Agde steht ein großes Schild "nicht ohne Schuhe und Hemd" - auf französisch und englisch - und siehe da, tatsächlich hielt mich ein Typ von der security (mit Verstärkung im Hintergrund) ganz energisch auf, dass ich zum Auto musste Schuhe holen um dort einkaufen zu dürfen. (ich trug einen überknielangen Sarong, t-shirt und weste - nicht schmutzig, nicht unordentlich, nicht gammelig)
bon voyage! Jan ES

Hallo, Jan und alle anderen, ich kann das barfußfeindliche Gehabe im "Hyper U" Agde nur bestätigen.
Im letzten August war's, ich stand schon in der Schlange an einer der vielen Kassen, als mich plötzlich so ein Uniformkasper nach meinen Schuhen fragte. Da ich bei der Hektik keine Lust auf eine Diskussion hatte, entgegnete ich lapidar "meine Schuhe sind draußen im Auto" (war nicht gelogen, im "Pannenfach" hatte ich ein Paaar Flip-Flops, direkt unter dem Verbandskasten...)
Er schaute etwas dumm aus der feinen Wäsche, zog aber ohne ein weiteres Wort von dannen.
Beim Betreten des Ladens hatte niemand meine Barfüßigkeit bemerkt, ich allerdings auch kein Verbotsschild. (Vielleicht wurde das ja nach meinem Besuch aufgestellt *g*). Bis auf´s fehlende Schuhwerk fiel ich kleidungsmäßig nicht aus der Reihe.
Woanders gab´s dann auch kein Aufmerken, nicht bei LIDL, nicht in einem der zahlreichen kleinen Läden, nicht an der Tanke oder sonstwo.
Barfüßige Grüße, Ralf (BN)

Wir waren letztes Jahr an der Cote d'Azur auf einem Campingplatz. Auch dort gehörten Barfußgänger zum täglichen Straßenbild. Abends wurde immer auf der Strandpromenade ein Markt eingerichtet. Dort sah man dann auch häufig Leute aller Alterschichten und Nationalitäten Barfuß gehen.
Vielleicht liegt es an der Ungezwungenheit während eines Urlaubes, dass man seine Hemmungen verliert. Ich jedenfalls fand es super. Einzig die hohen Temperaturen und die damit verbundenen "heißen" Strassen konnten die Barfußfreude mal kurz trüben. Bully

Intoleranz in Südfrankreich
Eigentlich zähle ich mich nicht zu den Barfußläufern, auf der Suche, ob jemand auch schon so ein Erlebnis hatte, wie ich in Südfrankreich habe ich diese Seite gefunden.
Ich verbrachte einige Tage in Hyères an der Cote d'Azur. Beim Weg durch die Altstadt stellte ich dann fest, dass die neuen Sandalen nach ein paar Schritten die Füße an zwei Stellen aufgerieben hatten und es viel angenehmer war, den Weg barfuß fortzusetzen. Es kennt einen dort ja auch keiner.
Die Altstadt von Hyères ist übrigens wahnsinnig angenehm zum Barfußlaufen, es ist alles mit großen, ganz glatten Pflastersteinen ausgelegt und sehr gepflegt und sauber. Nur die anderen Bereiche der Stadt und der ganzen Gegend sind nicht so ganz anfängertauglich, es ist dort ein sehr rauer Asphalt und überall sehr spitze Steine.
Jedenfalls wollte ich dann in dieser Kleidung (die unbequemen Sandalen blieben gleich im Auto) einen "Casino Supermarchè" betreten. Ich hatte auch schon einen fast vollen Einkaufskorb, als ich von einem Security - Angestellten gebeten wurde, das Geschäft zu verlassen. Der zahlende Kunde zählt dort offenbar nichts, es war ihm auch egal, dass ich ihm den vollen Einkaufskorb vor die Füße gestellt habe (warum sollte ich denn das noch mitnehmen und bezahlen, wenn ich sonst nicht erwünscht bin, ich wollte noch einen Wein holen, dass wurde mir verwehrt).
Habe den Einkauf dann ihm Geschäft am Campingplatz nicht viel teurer getätigt, da hatte an meiner Bekleidung niemand was auszusetzen.
In meinem Heimatort sieht man fast bei jedem Einkauf jemanden Barfuß im Supermarkt und fast alle Kinder werden von den Eltern barfuß mitgenommen.
Ich dachte eigentlich, die Franzosen wären ein so lockeres und tolerantes Volk oder war das einfach der falsche Ort zur falschen Zeit?
Der Supermarchè war übrigens fast am Strand, außerhalb des Strandes sah man aber wirklich niemanden barfuß rumlaufen.
Grüße
Gustav

Ich komme gerade aus der Haute Provence zurück, das war alles andere als barfußfreundlich. Die Straßen waren teilweise über 100 Grad warm, (das hört man am charakteristischen Zischen beim draufpi.....), der andere Boden bestand entweder aus spitzigem Kalksplitt oder aus Gestrüpp mit 2 cm langen und 5 mm dicken Dornen.
Die Eingeborenen lassen ihre extrem aggressiven Hunde frei herumlaufen, und diese dehnen ihr "Revier" teilweise Hunderte Meter weit über die Grundstücksgrenze aus. Also: Wanderstöcke schlagbereit halten, wenn Du schon keine Wanderschuhe dabeihast, mit denen du Dich wehren kannst.
Ansonsten ist das ein wunderschönes Land mit noch vielen fast touristenfreien Ecken, leckerem Wein und (im Gegensatz zu vielen anderen Ecken Frankreichs) bezahlbarer Lebenshaltung. Rainer

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In Paris, schätze ich, ist es den meisten Leuten vor allem t o t a l e g a l, außer vielleicht in Nobeletablissements. Die Pariser sind echte Großstädter, im positiven wie im negativen Sinn, der eigene Alltag ist so hektisch, dass die Frage, was der andere tut oder nicht tut , nicht ihr Problem ist, solange es sie nicht unmittelbar betrifft.
Schwierigkeiten dürftest Du in Paris keine haben, solange Du nicht wie ein Bettler aussiehst. Mit Sympathie brauchst Du aber auch nicht zu rechnen.
Wenn Du Französisch sprichst, es gibt auch eine URL www.baladespiedsnus.com mit einem Forum und Erfahrungsberichten, nur funktioniert die Site nur gelegentlich ...
MfG, Aquajeans

Jeder von uns kann sich an die vielen lauen Sommerabende des vergangenen Sommers erinnern. Schon im Mai war ich mit Gleichgesinnten auf einer der berühmten Pariser Seine Brücken zusammengekommen.
Diesem Spontantreffen waren viele Stunden/Kilometer "barfuß" im Großraum Paris vorausgegangen, ohne einen einzigen negativen Zwischenfall, oder irgendwelche dumme Bemerkungen hören zu müssen. Wir waren zwischendurch bis zu acht Gleichgesinnten, die alle auf einem Frühlings Streifzug unterwegs waren. Auch das Einchecken in einem Pariser Hotel - nahe Centre Pompidou - verlief wie selbstverständlich und niemand nahm Anstoß an meinen schon durch die Anreise bereits total schmutzigen Füßen. Am späten Nachmittag ging’s dann zur Seine und dort war nach einem weitern "sich zufällig kennen lernen" mit einigen anderen Barfüßern, ein Brassserie Besuch angesagt gewesen, wo wir uns sofort viel zu erzählen hatten. Interessant war auch, dass einer der Pariser Barfüßer beruflich zum einen Mode und dabei die weiblichen Pariser Models oft barfüssig beim Flanieren auf Asphalt fotografiert. Man kann offensichtlich mit unserem Hobby nicht nur viel Zeit verbringen, sondern dabei auch noch die schönsten weiblichen baren Füße ablichten. Er selbst trägt dabei auch selten Schuhe.
Im vollbesetzten Lokal und am Bistrotisch mittig sitzend, rümpften dann schon einige der anwesenden Touristen und Pariser die Nase, als sie dort gleich auf mehrere, dabei gut sichtbare und zugegebenermaßen extrem schwarze Sohlen starren mussten.
Jedenfalls haben wir anschließend auf der Brücke, bei Wein und Käse stundenlang über Gott und die Welt diskutiert und dabei auch noch so manch eine Barfuß Erlebnis Story ausgetauscht. Später gesellte sich noch ein Gitarrenspieler hinzu - mit Schuhen. Die Flasche Wein übrigens hat man uns im Restaurant ausnahmsweise verkauft und zwar nicht damit wir es nur schnell verlassen, sondern weil sich der Inhaber irgendwie über unsere "unbekümmerte Unverfrorenheit" – ohne Schuhe und nach dem Essen auch noch Wein & Käse kaufen - amüsiert hatte.
Eine ebenfalls barfüssige junge Dame hat sogar ihr eigene französische Homepage + Forum zum Thema und betreibt nebenbei Fußmalerei.
Es endete damit, dass wir spät Abends dann auf unserem Spann lustige Motive aufgemalt hatten und erst nach einem abschließenden nächtlichen "Note-Dame" Besuch zum Schlafen gingen.
Nach 15 Stunden non Stopp Paris, dauerte es dann aber ewig, bis man seine Füße wieder einigermaßen sauber bekommt. Es ist halt eine sehr schmutzige Stadt!
Es waren gleich mehrere, spontane und nette Barfußbegegnungen, welche nur aufgrund der gemeinsamen Leidenschaft zustande kamen. Paris ist also super geeignet, jedenfalls nach meinen Erlebnissen.
Jederzeit barfuß grüßt Steve (CH)

Es ist kein Problem, auf Pariser Strassen barfuß zu gehen. Klar wirst du immer die Blicke der anderen haben. Außerdem sind die Strassen schmutzig. Auf den Ufern der Seine, besonders wenn es warm ist, kannst du ohne Probleme barfuß gehen. Trotzdem ist es nicht so üblich, barfuß in Paris und in den anderen Teilen Frankreichs zu gehen.
Trotzdem pass mal auf : das kann in bestimmten Orten (Museen oder Supermärkte) verboten sein.
Das stimmt, Tiziana hat niemals keine Probleme gehabt, als sie in Frankreich war.
Bonnes ballades pieds nus Erik

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