Barfußtreffen Bamberg 27. - 29. Juni 2003
(Forumbeiträge im Sommer 2003)
Ob man es nun glauben mag oder nicht aber es
haben sich tatsächlich alle eingefunden, die sagten sie würden kommen. Und es
hat auch alles hervorragend geklappt. Wir haben uns alle getroffen ohne weitere
Probleme.
Wenngleich Harald meinte es gäbe Probleme mit dem Hotel, da einige Gäste
verlängert hätten und nun die Zimmer nicht zur Verfügung stünden. Allerdings
hat sich das alles sehr schnell geklärt. Jeder ist gut untergebracht und mit
seinem Quartier - soweit ich das feststellen konnte - zufrieden.
Hurra!!!
Wir, Markus U., Markus S., Harald, Gero saßen dann noch zusammen und tranken
etwas. Schließlich stieß Lothar noch dazu. Markus U. hatte mir erzählt, er
habe mit Lothar Kontakt aufgenommen und ihn zum Buger Hof gebeten, was ich sehr
praktikabel fand.
Schließlich stieß noch Stefan zu uns. Nun waren wir für den Freitag Komplett.
Es wurde gespeist und geredet, ehe wir uns aufmachten um noch in der Stadt ein
bisschen abzugammeln, was für meinen Geschmack aber eher ein Schuss in den Ofen
war, denn die Kneipe, in der wir uns aufhielten war etwas langweilig. Aber das
konnte ich natürlich nicht voraussehen.
Irchend a hog´n is hald immä, net ?
Aber die Unterhaltung schien mir eigentlich doch recht angeregt gewesen zu sein.
Im ganzen betrachtet war es eigentlich ein gelungener Auftakt, wenn man bedenkt,
dass für diesen Freitag eigentlich weiter kein Programm geplant war.
Hoffen wir mal der Hauptteil der Show morgen wird auch ein Erfolg ...
Nun, heute startete also der Hauptteil des
Barfußtreffens. Wie geplant kam ich um kurz vor halb neun am Buger Hof an. Dort
wartete ich erst einmal und nahm mein üppiges Frühstück bestehend aus einem
trockenen Brötchen ein. So verging die Zeit. Es wurde halb neun ... fünf nach
halb neun ... wo mögen sie denn nur so lange geblieben sein ...
So schaute ich erst einmal nach dem Busfahrplan, wann unser Transport denn nun
kommen würde, denn mir schwante schon so langsam, wir würden wohl eher nicht
durch den Hain zum Bahnhof laufen, denn die Zeit wurde knapp und immer knapper.
Alldieweil die Gruppe im Hotel gemütlich frühstückte, wogegen ja auch nichts
einzuwenden ist, denn ein ordentliches Frühstück gehört zum Tage schon dazu.
Dumm nur, wenn es so ausgedehnt ausfällt, dass gesetzte Termine nur schwer
planmäßig durchführbar erscheinen.
Schließlich ließ man sich überzeugen und brach zum Bus auf, der nach einiger
Wartezeit auch eintrudelte.
So kamen wir dann ganz bequem via Bus zum Bahnhof. Und als wir um die Kurve
bogen, um zur Haltestelle zu kommen, sah ich für einen kurzen Augenblick
Lorenz, der an der Ampel stand und den dort aufgestellten Stadtplan studierte.
Man begrüßte sich und wartete noch auf eventuelle Nachzügler, was sich aber
als unnötig erwies, da keiner mehr dazu kam.
Fünf nach halb zehn Uhr starteten wir dann in die Stadt. Und wieder muss ich
sagen, es hat mich verblüfft, wie viele Veranstaltungen doch in dieser Stadt im
Augenblick stattfinden, von denen ich nicht die geringste Ahnung hatte ...
Durch die Königsstrasse machten wir uns
auf in die Fußgängerzone. Dort hatte ich dann auch erste Gelegenheit von
meinem "schlauen Zettel" gebrauch zu machen und ein paar Worte zu
erzählen. Dei dieser Gelegenheit kamen wir dann auf die Bausünden der
Nachkriegszeit, die so manche schöne Altstadt verschandeln. Glücklicher Weise
ist dies in Bamberg ja nicht mehr so einfach möglich, weil wir ja Welt
Kulturerbe der Menschheit sind.
Vom Maxplatz aus ging es weiter zur Martinskirche, die wir auch besichtigten.
Zugegebener maßen eine Premiere für mich, denn ich bin da nur einmal kurz drin
gewesen und das ist auch schon längere Zeit her.
Alle, die mit in der Kirche waren, haben sich das Interieur sehr genau angesehen
und die Eindrücke auf sich wirken lassen. Weiter ging es am Gabelmann vorbei,
den wir eigentlich weiter keines Blickes würdigten. Zumindest kann ich mich
nicht erinnern auch nur ein Sterbenswörtchen über ihn verloren zu haben. Na ja,
egal.
Wir überquerten die Lange Strasse und just als wir uns zum Rathaus begeben
wollten lärmte mein Handy. Xanadu.
Er hatte angekündigt sich zu melden, wenn erkommen würde, und so palaverten
wir einige Zeit und verbleiben so miteinander, dass er sich melden würde, wenn
er in Bamberg angekommen wäre. Er brauchte schließlich eine Wegbeschreibung,
um zu uns stoßen zu können.
Nach dem er Anruf erledigt war, fragte Lothar ob wir nicht vielleicht zum
Heumarkt hinüber laufen wollen und uns " Die Liegende" von Botero
ansehen. Inspiriert wurde diese Idee von einem anderen Kunstwerk, welches auf
der Unteren Brücke steht. Es handelt sich da um einen halben Bronzekopf, eine
Plastik also.
Kurze Frage in die Runde, ob Interesse besteht, was nach Klärung einiger Fragen
bejaht werden konnte.
So gingen wir auf unseren bloßen Füßen zur Botero- Frau. Ich hatte allerdings
etwas Probleme mit dem Laufen weil ich mir etwas in die rechte Ferse eingetreten
hatte und den Fuß langsam etwas seltsam belasten musste, was im Verlauf des
Treffens noch für Probleme sorgte. Doch davon später mehr.
Allerdings schien es die Kollegen dann, als wir die Plastik erricht hatten, nur
von geringem Interesse, denn wir blieben eigentlich nur stehen, sahen flüchtig
hinüber und es begann eine philosophische Diskussion über das Barfußlaufen,
welche von Markus U. angestoßen wurde und so unterhielten sich Lorenz und er
einige Zeit, ehe wir wieder los marschierten. Schließlich war doch noch
Gelegenheit ein paar Informationen über die "knubbelige Dame" und die
Botero- Ausstellung, der wir letztendlich die Plastik zu verdanken haben, los zu
werden.
Nun, nach dieser außerplanmäßigen Aktion ging es zum Inselrathaus. Die Untere
Brücke führte uns über die Regnitz zum Rathaus. So standen wir nun auf der
Brückenmitte, Stefan schoss einige Fotos und ich erzählte ein wenig etwas
über das Bauwerk. Man genoss den schönen
Anblick, tauschte sich über die eine oder andere Frage aus und ging dann weiter
auf dem Rundgang durch die Stadt.
So standen wir dann in der Herrenstrasse und es sollte weiter zum Dom gehen.
Doch das Programm wurde wieder ein wenig abgeändert, weil einer der Kollegen -
leider ist mir im Augenblick nicht mehr geläufig, wer es denn nun war, fragte
wo das Schlenkerla denn nun sei?
Wir mussten dazu aber keinen großen Umweg machen, denn das Eck der Fassade
grüßte zu uns herüber. Allerdings sorgte es für Irritationen, als ich sagte,
dort sei der Bau und auf eine gelbe Wand deutete, die mit Zierelementen bemalt
war.
Nun ist ja in jedem Stadtführer ein prächtiges Fachwerkhaus zu sehen. Der
gelbe Bau allerdings schließt gleich daran an, denn er gehört auch noch dazu. Voll
Bewunderung wurde das Wirtshaus betrachtet, in dem das weithin bekannte
Rauchbier, eine Bamberger Spezialität, ausgeschenkt wird. Und
das Schlenkerla ist auch eines der schönsten Fachwerkhäuser in der Stadt. Alle
Bilder waren geschossen und auch sonst war alle Neugierde befriedigt.
Es konnte weitergehen. Durch die Ringleinsgasse ging es weiter zur
Karolinenstraße.
Dort an der Ecke steht die Hofapotheke, die älteste Apotheke Bambergs und auch
eine Sehenswürdigkeit.
Der Domplatz war erreicht.
Als sich alle versammelt hatten und einen ersten Blick auf die imposante
Vorderfront warfen erzählte ich ein wenig über die Geschichte des Domes. Nun
kam die Frage auf was wir wohl zu erst tun sollten: In den Dom gehen oder erst
in den Rosengarten, welcher sich in der neuen Residenz befindet.
Es war noch Zeit bis high noon und dem Orgelkonzert. Deshalb nahmen wir erst
einmal den Rosengarten unter unsere Füße. Der
Platz vor der Residenz ist mit Kalksteinpflaster belegt. Nicht eben unangenehm
für die Füße aber man muss schon aufpassen, wohin man tritt, den manchmal
liegen auch größere Schotterbrocken herum.
"Warum schmeißen die nicht gleich Felsbrocken hin?" fragte ich so vor
mich hin und so berichtete Lorenz von den lieben Bauhofmenschen bei ihm, die
auch sehr gerne Schotter verteilen. Vorzugsweise dort, wo man barfuß hin
möchte ...
Der Rosengarten. Schöner schnörkeliger
Barockgarten voll mit blühenden gut gepflegten Rosenbüschen, die von ebenso
gepflegten Hecken eingerahmt werden. Man begab sich an die Balustrade und
blickte auch Bamberg hinab. Unter uns erstreckte sich die Sandstrasse, man
übersah einige der Kirchen in der Stadt und man konnte heute sogar bis in die
fränkische Schweiz sehen, wo die Giechburg steht, die früher einmal ein
Eckpfeiler der Verteidigung des Bistums Bamberg war.
Die Wege im Rosengarten sind mit feinem
Schotter und Kies bestreut, auf dem es sich ganz angenehm geht. Langsam
setzte sich die Gruppe auf einige der Bänke und es wurde relaxt und geredet.
Schließlich kam eine Touristengruppe und stellte sich direkt neben uns auf. So
konnten wir, die nahe genug waren, in den Genuss einer Erläuterung kommen, die
meiner Meinung nach allerdings nicht ganz vollständig war, denn es fehlten
einige Fakten.
Drum sag ich: trau nie einem Fremdenführer, der kann dir viel erzählen, wenn
der Geldsack schwer ist ...
Endlich wurde es Zeit zum Dom zu gehen. Lothar meinte im Dom müsse etwas
besonderes los sein, denn auf dem Domplatz standen viele Fahrzeuge, was nur
gestattet sei, wenn im Dom etwas spezielles anliegt. Nicht
gut ...
So fragten wir uns was da wohl los sein könnte und ich hatte schon die
Befürchtung, dass aus der Dombesichtigung nichts werden würde. Lorenz sagte
etwas von den Glocken, die um elf herum geläutet haben als wir unten am Rathaus
waren. Dort hatte ich mir auch schon
gedacht und es auch laut ausgesprochen: Die Glocken läuten irgendwie furchtbar
wichtig ...
Horden von Touristen auf dem eingefriedeten Platz vor den Domtürmen mit den
Eingangstüren!
Na ja, wenigstens kein ganz schlechtes Zeichen. Wenn die da raus kommen konnten,
dann können wir da ja sicher auch hinein ...
Aber zunächst muckte noch mal das Handy. Xanadu hatte eine sms geschickt.
Darauf hin rief ich ihn an und bekam am Rande ein Gespräch der anderen mit den
Türstehern mit. Zunächst musste ich Xanadu aber erst einmal zum Dom bzw. zu
einer Parkmöglichkeit lotsen. Schließlich konnte erfolgreich im Artiumparkhaus
unterkommen und machte sich dann auf den Weg zum Dom.
Gespräch beendet, Handy aus. Nachgefragt,
was die Türsteher wollten, und so erfuhr ich, dass sie eigentlich nur taten,
was sie Samstags um diese Zeit immer tun, nämlich den Leuten sagen, dass ein
Konzert statt findet und ein Rundgang durch den Dom nicht möglich sei, solange
dieses nicht vorüber war. Gut. - Hatte
schon gedacht, wir dürften nicht rein ...
Eigentlich sollte der Ostchor offen sein, der erhöht liegt und normalerweise
nicht zugänglich ist. Doch da war abgesperrt. So ging es eben auf die
ultraweichen Eichenbänke im "Rang".
Ganz nebenbei fand Markus U. heraus, was da im Dom losgewesen war. Priesterweihe.
Er hatte ein Liederheft gefunden, das wohl noch von dieser Veranstaltung übrig
geblieben war und blätterte eifrig darin. Schließlich
begann das Konzert und ich für meinen Teil muss sagen, es war nicht der
absolute Bringer. Da waren schon bessere Konzerte. Der zweite Komponist, dessen
Stück gespielt wurde, muss wohl unter Drogen gestanden haben als er das
zusammen gebastelt hat. Hörte sich jedenfalls sehr merkwürdig an.
Nach dem Konzert besichtigten wir dann den Dom mit seinen Sehenswürdigkeiten
wie Riemenschneideraltar, Domreiter (Bamberger Reiter), Kaisergrab. Das einzige
Papstgrab nördlich der Alpen konnte man allerdings nicht sehen, denn es
befindet sich leider im unzugänglichen Altarbereich.
Jetzt musste nur noch Xanadu eintreffen und das tat er schließlich auch. Nach
der Begrüßung machten wir uns alle dann auf den Weg zum Mittagessen. Doch
auch dieser Weg sollte unterbrochen werden. Da war ein Lokal mit einer
Schankfläche auf dem Pfahlplätzchen. Von dort kamen Kommentare ob unserer
Barfüßigkeit. Lorenz und Xanadu marschierten zielstrebig auf den Tisch zu und
dort verweilten sie auch einige Zeit um mit den Leuten dort zu diskutieren.
Wir anderen warteten bis es schließlich weiter gehen konnte und wir durch die
Judenstraße in Richtung Stefansberg marschierten. Vor dem Böttinger- Haus
hielten wir kurz und Lothar erzählte ein paar Worte dazu. Nun endlich ging es
weiter zum Klosterbräu, der ältesten Braustätte Bambergs. Dort aßen wir zu
Mittag. Natürlich blieb auch die eine oder
andere Diskussion nicht aus, so wie das immer ist wenn man zu mehreren sitzt und
speist.
Markus U. studierte die Karte eingehend um wieder ein typisch fränkisches
Gericht zu finden. Was ihm dann schließlich auch gelang.
Auch das Bier fand einmal mehr Anklang. Nun frisch gestärkt machten wir uns
wieder auf den Weg und erklimmten erneut den Domberg, denn als nächstes stand
die Jakobskirche auf dem Programm, der einzigen, die im Inneren noch ihren
ursprünglichen romanischen Stil bewahrt hat. Die
nächste Station war die Villa Remais. Von dort hat man einen wunderbaren Blick
auf die Stadt. Dort fand eine Veranstaltung statt, auf der Lorenz dann wieder
Gelegenheit hatte neue Kontakte zu knüpfen, die hoffentlich fruchtbar sein
werden.
Das schöne an einer Stadt auf sieben Hügeln ist immer das auf und ab. Abwärts
ging es nun zum ehemaligen Benediktinerkloster auf dem Michaelsberg. Eigentlich
war ja geplant auf der Remais Kaffe zu trinken, aber wir waren ja eben erst vom
Mittagessen gekommen.
Aber das konnte ja hier nachgeholt werden. Zunächst besichtigten wir aber die
Michaelskirche und den Klosterhof. Die Kirche ist eine der schönsten hier in
Bamberg. An die Decke sind allerlei Kräuter gemalt. Außerdem befindet sich das
Grab des hl. Otto in der Kirche, von dem es heißt, man müsse dreimal darunter
durchkriechen und würde seine Kreuzschmerzen los ...
Nach der Besichtigung setzten wir uns ins Cafe um danach wieder in Richtung
Stadt aufzubrechen. Aber zuvor stiegen wir auf die kleine Terrasse herunter um
unsere Füße im Brunnen anzukühlen. Lorenz half mir dann den Fremdkörper aus
meinem Fuß zu entfernen, was aber leider nicht ganz geklappt hat.
Jetzt hatten wir ein Problem. Eigentlich sollte es nach Bug zum Minigolfspielen
gehen. Weil wir aber auch noch auf den Keller wollten, kam die Diskussion auf,
ob es sinnvoll sei erst nach Bug zu laufen und dann den ganzen Weg wieder
zurück und auf den Berg, wo sich der Keller befindet. Der einzige, der sich
definitiv pro Minigolf aussprach, war Markus U. Harald wollte eher nicht, Lorenz
natürlich auch nicht, aber aus dem Grund ,weil ihm seine Zeit knapp wurde. Er
konnte ja leider nur bis kurz vor sieben bleiben.
Nachdem ich mich kurz mit Lothar beraten hatte, machten wir uns schließlich auf
den Weg zur alten Hofhaltung, denn dort waren wir ja auch noch nicht gewesen.
Lorenz verabschiedete sich dann, nachdem wir einige Bilder geschossen hatten. In
der Hofhaltung hatten wir auch einigen Spaß.
Weniger spaßig war das Erlebnis, welches Markus S. auf dem Weg zum Tor des
Bürgerspitals (Michaelsberg) hatte. Doch davon soll er besser selbst berichten,
wenn er dies möchte. Jedenfalls hatte er nicht so sehr viel Freude mehr an
diesem Tag, wenn ich das richtig interpretiere.
Wieder in der Stadt wollten wir denn doch noch zum Minigolfen gehen, denn es
gibt im Hain ja auch einen Platz, der näher am Keller liegt.
Nun wurden wir ganz feucht beim Barfußlaufen und gingen zunächst zum
Klosterbraü, was in der Nähe lag.
So was
von feucht ... Geregnet hat's wie aus
Eimern! Soviel zum Thema Keller ... und Minigolfen ... grumpf ... Aber immerhin
hat es ja den ganzen Tag über gehalten. So saßen wir dann im Klosterbräu und
warteten darauf, dass Petrus die Schleusen wieder schließen würde, was er dann
ja auch getan hat.
So gingen Xanadu und ich dann also ins Schlenkerla, wo die anderen schon
warteten. Auch dort hatten wir dann noch einigen Spaß bis schließlich alles
zum ZOB strebte. Markus S., Gero und Stefan fuhren also wieder ins Hotel,
alldieweil Xanadu, Markus U. Lothar, Harald und meine Wenigkeit sich zum Irish
Pub aufmachten. Allerdings landeten wir letzten Endes im Zeiss, einer Weinstube.
Dort nahmen wir dann noch einmal eine Mahlzeit ein und ich kam mit Markus U. ins
Diskutieren. Wann wir dann nach Hause gegangen sind weis ich nicht mehr.
Für meine Begriffe war es ein gelungener Tag und ein schöner Ausklang am
Abend.
Heute am zweiten Tag stand nicht mehr so viel
auf dem Programm. Allerdings hatte der Tag so seine Tücken. Trotzdem wir beim
Aufstehen keine Probleme hatten, dauerte es einige Zeit ehe wir (Xanadu und ich)
in die Gänge kamen. So ergab es sich, dass Lothar die anderen zur Burg hoch
gingen und wir dann eben nach kamen.
Als wir eintrafen war Markus U. etwas angesäuert, weil wir so spät dran waren.
Aber im verlauf des Tages war dies bald wieder vergessen. So hielten wir uns
einige Zeit auf der Burg auf, bestiegen den Turm und blickten ins Land. Und
einmal mehr hat sich gezeigt: Wer Angst vor der Höhe hat sollte nicht auf
Türme steigen! Aber gehalten habe ich mich nicht daran. So war ich der letzte,
der wieder vom Turm heruntergestiegen kam.
Vor der Burg verabschiedeten wir uns dann von Gero und Markus S. Beide wollten
schon nach Hause, denn Gero hatte noch vor sich mit Bier aus Bamberg zu
versorgen und Markus musste zum Zug. Schade eigentlich aber nicht zu ändern.
Wir übrigen, Markus U. Xanadu, Lothar, Stefan, Harald und ich fuhren in die
Stadt um dann ein Fahrgastschiff zu besteigen, das uns in den Hafen und wieder
zurück brachte. Bei dieser Gelegenheit konnten wieder sehr viele Bilder
geschossen werden denn wir fuhren an klein Venedig mit seinen zierlichen
Fischerhäusern, die direkt am Wasser liegen, vorbei.
Im Anschluss an die Schifffahrt begaben wir uns zum Mittagessen in den
Kachelofen, ein Lokal unterhalb des Domberges.
Zum Abschluss sollte es dann doch noch zum Minigolf spielen gehen, was aber dann
nicht mehr klappte. Jedenfalls nicht für alle noch übrig gebliebenen. Ich war
wieder mit Xanadu gefahren und wir brauchten wieder etwas länger als die Gruppe
um Lothar.
Wir trafen im Hotel Lieb zusammen, wo letztgenannte bei Kaffe und Eis saßen.
Markus und Harald gaben dann bekannt, sie würden dann so langsam aufbrechen,
was ich schade fand aber verständlich, denn wir hatten die 16:00 Uhr Grenze
schon überschritten und beide hatten ja noch ein schönes Stück Weg hinter
sich zu bringen.
Nachdem wir uns verabschiedet hatten machten sich Xanadu, Stefan, Lothar und ich
auf um doch noch die kleinen Bälle über die Bahnen zu jagen. Dabei stellte
sich Stefan sehr geschickt an. Auch Lothar war nicht ganz schlecht. Meine
Leistung war eher mager und Xanadu bildete das Schlusslicht.
Nun trennten sich zunächst auch unsere Wege. Stefan wollte zurück ins Hotel
sich etwas frisch machen, Xanadu an der Regnutz ein wenig abhängen, Lothar
wusste noch nicht ganz was anstellen und ich musste noch mein Fahrrad abholen,
das seit Samstag dort stand. Xanadu, Lothar
und ich trafen dann einige Zeit später am Regnitzufer wieder zusammen und
gammelten da noch ein bisschen ab. Ich muss zugeben, es war sehr Lustig und wir
haben viel Spaß gehabt. Der Sonntag klang also so aus wie der Freitag Abend
alles hatte beginnen lassen. Sehr fröhlich und entspannt!
Später ging es noch in die Stadt in ein Cafe, in dem wir dann alles auslaufen
ließen. Lothar verabschiedete sich als erster und ging zum Gabelmann zu seinem
Fahrrad. Stefan begleiteten wir noch bis zur Marienbrücke, wo er sich dann
verabschiedete. Xanadu und ich liefen zum
Auto zurück und verbrachten noch einen fetzigen Abend in Erlangen im E-Werk.
Zusammenfassend kann ich sagen es war ein
schönes Treffen und ich habe mich besonders gefreut, dass wir, trotzdem wir
alle so verschieden sind, so gut miteinander harmonierten. Auch wenn es manchmal
schwer war jedermanns Geschmack zu treffen war es ein gelungenes
"Erstlingswerk", denke ich.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die
gekommen sind, es war schön euch kennen zu lernen. Über Lorenz' Erscheinen
freue ich mich besonders, denn sein Zeitplan ist ja, wie ich nun weiß, sehr
eingeschränkt.
Und na ja, schön war's.
Die Stadtführung, ROUTENPLANUNG
Ausgehend vom Bahnhof Luitpoldstrasse entlang bis Kino, dann Abbiegen in
Königsstraße.
* Kettenbrücke Innenstadt.
* Maxplatz
* Martinskirche
* Gablmoo
* Altes Rathaus
* Besichtigung des Kaiserdomes
* Besichtigung alte Hofhaltung
* Rosengarten mit kleinem Blick auf Bamberg
* Weiter Richtung Torschuster
* Besichtigung Jakobskirche
* Villa Remais
* Michaelsberg
Rüdiger
Ja, es war ein tolles und gelungenes Treffen!
Bamberg ist eine schöne und sehr sympathische Stadt und von den Gehwegen her
auch sehr sauber, fand ich!
Die Teilnehmer, die ich alle zum ersten Mal traf, waren sehr aufgeschlossen -
überhaupt hat es im Süden eine viel offenere Mentalität als im Norden,
stellte ich fest. Das kommt vielleicht daher, dass das Klima mehr zu Straßencafés
und zum lebendigen Draußensein anreizt, als bspw. in Bremen ...!?
Barfuss gab's keine Probleme im Buger Hof! Z. B.. im Frühstücksraum - alles
kein Thema. Nirgendwo wurde uns etwas verwehrt, weil wir barfuss waren - im
Gegenteil! Ich hatte den Eindruck die Bamberger freuten sich mit uns, dass so
eine Barfußgruppe (also wir) sich gerade in der schöne Stadt Bamberg traf!
Denn besondere Sachen, Treffs, Aktionen und People, die es zu sehen gibt, sind
immer gut für den Tourismus und Bamberg lebt ja stark vom Tourismus aller Art.
Eine Barfußgruppe, die in der Stadt zu sehen ist, bereichert die städtische
Kultur für alle Bewohner und Besucher der Stadt!
Auch in den Kirchen null Problemo - denn Jesus selbst hängt ja schließlich
auch barfuss am Kreuz, also nichts ungewohntes für Kirchenanhänger. Hier
wirkte das "Barfuss" gerade angemessen weihevoll, wenn nicht sogar
etwas "demutsvoll", was sich die Kirchen ja besonders wünschen... ;-)
Die kühlen und glatten Stein-Kirchenböden jedenfalls waren sehr angenehm zu
laufen und bildeten einen schönen Kontrast zu den Straßenpflastern.
Vielen Dank an Rüdiger, den Organisator und nicht zuletzt auch an Michael
Royen, der seinerzeit diese Page ins Leben rief, denn ohne dieses Forum hätte
es vielleicht nie ein solches Treffen gegeben!? ;-)
Schön wären mehr Treffs von der Sorte! Egal ob kleine, oder große Treffen -
kurze oder lange - Hauptsache barfuss und kultig! ;-)
Freue mich jedenfalls schon auf weitere große und kleine Treffen in
verschiedenen Städten und Landschaften!
Viele Grüße in die Runde
Stefan M. (gen. Steffi)
Zunächst einmal herzlichen Dank für die
Vorbereitung und Moderation des Barfußtreffens, die Dir wirklich gut gelungen
ist, und natürlich auch für den ausführlichen Bericht! Nachdem ja das
Stuttgarter Wintertreffen nun schon ein halbes Jahr zurückliegt und das für
2002 in Bamberg geplante Sommertreffen ausgefallen war, ist dieses dank Deiner
Initiative nun nachgeholt worden, und ich war von den Schönheiten Bambergs, die
ich bis dahin noch nicht kannte, sowie von der fränkischen Küche sehr angetan!
Im Schlenkerla bemerkte die Bedienung, dass es nicht üblich sei, das Lokal ohne
Schuhe zu betreten, und wir müssten selbst für den Schaden aufkommen, wenn wir
uns an Glasscherben oder so verletzten. Immerhin bediente sie uns ... Diese
Bemerkung ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass etliche Betreiber öffentlich
zugänglicher Orte aus Furcht vor Schadensersatzansprüchen Vorbehalte gegen
barfüßige Besucher haben, wie dies ja schon des öfteren im Forum angesprochen
worden war.
Vor der Burg konnte sich der alte Turmwächter die Bemerkung nicht verkneifen,
wir hätten "die Schuhe verkehrt herum an, weil die Nägel nach oben
zeigen". Als ich ihn daraufhin verständnislos anschaute, erläuterte er
uns den Hintergrund dieser Bemerkung: In früherer zeit sei schweres, genageltes
Schuhwerk üblich gewesen, und deshalb habe es die Redensart gegeben, dass
Barfußläufer "die Schuhe verkehrt herum anhätten, weil die (Zehen-) Nägel
nach oben zeigten". Na ja...
Ja, das Barfußtreffen war sehr gelungen, wofür ich mich bei Rüdiger an dieser
Stelle noch mal bedanken möchte. Jedes Barfußtreffen ist anders, und das
Bamberger Barfußtreffen hatte einen ausgesprochen starken kulinarischen
Hintergrund, aber wie könnte das in einer Stadt wie Bamberg, die so viele
schöne und traditionsreiche Gaststätten mit guter fränkischer Küche hat,
auch anders sein!
Barfüßige Sommergrüße, Markus U.
Nochmals vielen Dank dafür, dass du dieses
Treffen wahrhaft mit Herzblut und Begeisterung -- für das schöne Bamberg wie
auch für das Barfußlaufen -- organisiert hast! Der Samstag, an dem ich dabei
sein konnte, har wirklich ein schöne Erinnerung bei mir hinterlassen. Wir
konnten uns Zeit lassen, das Flair des "Weltkulturerbes" auf uns
wirken zu lassen und das alte Pflaster unter unseren Füßen zu spüren -- auch
wenn manchmal das Füllmaterial zwischen den Pflastersteinen offenbar vom Gewerbeverein
gesponsert war, um den Schuhumsatz zu steigern ...
Sehr gut gefiel mir das halbstündige
Orgelkonzert im Dom, zu dem wir ohne jegliche skeptische Blicke zugelassen
wurden. Zwei barocke und ein modernes Stück gaben einen starken Kontrast, wobei
letzteres (von Olivier Messiaen) wohl nicht von Drogen, sondern von religiöser
Meditation inspiriert war. Danach konnten wir die Kunstschätze des Doms umso
intensiver erleben. Dabei erregten unsere bloßen Füße keinerlei Aufsehen oder
Anstoß.
Bei der Villa Remais "stolperte" ich doch glatt über einen
Barfuß-Fühlpfad mit verschiedenen Materialien, die man mit geschlossenen Augen
begehen sollte. Natürlich nutzte ich die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit
den Initiatoren von einer Betreuungseinrichtung für psychisch kranke Menschen.
Die Leiterin war spontan begeistert von der Idee, einen Ausflug zu einem
Barfußpfad zu unternehmen, und dankbar für die Information, dass es so etwas
inzwischen in Franken gibt.
Schließlich weckte der weiträumige Klosterkomplex am Michaelsberg
Kindheitserinnerungen (meine Oma war dort im Altenheim) und ich freute mich,
einige Zeit dort verweilen zu dürfen. Einen letzten Eindruck nahm ich in der
"Alten Hofhaltung" mit, und dann musste ich schon wieder zum Zug, weil
am Sonntag auch noch Familie und Freunde zu ihrem Recht kommen sollten. Mit
denen verbrachte ich den Sonntag "barfuß bis zum Hals" an den
Osterseen und erzählte begeistert von dem schönen Barfußtreffen in Bamberg!
Schöne Füße, Lorenz
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