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Berichte zum barfüßigen Fahrradfahren
(Forumberichte seit Sommer 2001)
Zum Thema gibt es bereits zwei thematisch sortierte und überarbeitete Sites im "Best of" :
Hier nun weitere Berichte :
Ich habe demnächst auch vor, zur neuen
Arbeitsstelle zu radeln (ca. 20 km) und habe mir auch deshalb letzte Woche ein
Treckingrad gekauft. Das habe ich übrigens barfuß erstanden und was ich dabei
erlebt habe ist eine eigene Geschichte wert (wenn ich mal Zeit habe). Mit dem Rennrad wäre die Strecke auch schlecht
zu bewältigen gewesen (u.a. wegen Feldwegen).
Vermutlich werde ich auch barfuß
radeln und in der Fa. dann Schuhe anziehen (müssen), zuerst muss ich noch die
Kleiderordnung ausloten. Hatte heute meinen ersten Tag und während in der
Produktion viele Männer mit kurzen Hosen und sogar barfuß in Sandalen
rumliefen, scheinen in unserer Vertriebs- und Führungsetage die Maßstäbe
deutlich strenger zu sein. Werde mich langsam rantasten ... (Auffallen kann man
ja immer noch ;-) ...
Wir waren letzten Samstag (übrigens bei
brütender Hitze) im Lager von Deutschlands angeblich größtem
Fahrradfachhändler in der Nähe von Augsburg um uns neue Fahrräder zu kaufen
(Schnäppchenkauf!).
Ich hatte zwar wie üblich nicht damit gerechnet, Probleme
wegen meiner Barfüßigkeit zu bekommen, aber dass sich gleich eine "Lorenzsche
Begegnung" ergeben würde, hatte ich dann doch nicht erwartet. Wir waren
keine fünf Minuten im Laden (alter umgebauter Bauernhof), als mich ein
Verkäufer hellaufbegeistert auf meine nackten Füße ansprach! Der Mann war
schätzungsweise Ende Fünfzig / Anfang Sechzig und verbessert sich vermutlich
seine Rente in dem Laden auf (machte auf mich so den Eindruck, zumal das Lager
nur Samstags auf hat).
Auf jeden Fall erzählte er wie ein Wasserfall von seiner
Kindheit und dass man da fast nur barfuß gelaufen sei, und was man da alles so
barfuß gemacht hat usw. usf. und wie schön, dass es heute doch noch junge
Menschen gibt, die barfuß laufen ... Ich hatte richtig Mühe, das Thema auf die
Fahrräder zu lenken :-)
Und meine Freundin war erst recht verblüfft, wo sie
doch bisher immer der Meinung war, barfuß einkaufen sei peinlich. Tja, in
Bayern gehen die Uhren eben anders.
Übrigens: Für die Probefahrt waren die
Pedalen (Treckingrad) durchaus geeignet, für längere Touren barfuß sind sie
aber nix. Ich habe sie daher gegen andere ganz einfache 5,- DM Pedalen aus dem
Supermarkt ersetzt, mit denen ich gestern problemlos 60 km barfuß zurückgelegt
habe.
Serfuß, Jörg (Hanna)
Vor einigen
Wochen kaufte ich mir ein ziemlich edles (und teures) Rad und als Krönung
verlangte ich dann barfußtaugliche Pedale. Höchst widerstrebend holte der
Verkäufer (der zuvor zwei Stunden exzellent beraten hatte) dann zwei Muster
hervor (u. a. das von unci neulich empfohlene Pedal).
Er hat sich dann etwas
beruhigt, als ich meinte, dass für den Winter bzw. die Übergangsjahreszeit
andere Pedale montiert werden ...
Tja, barfüßige Radler haben es im Zeitalter
von Systempedalen nicht so leicht.
Kai W.
Am Wochenende war ich mit einer Gruppe im
Münsterland unterwegs. Unter anderem haben wir am Bahnhof Münster Fahrräder
geliehen und von dort an einer sehr schönen geführten Radtour in Richtung
Werse / Telgte (für die Ortskundigen) teilgenommen.
Das Wetter war bescheiden - zum Glück immerhin
trocken -, aber ich bin selbstverständlich barfuß gefahren. Das interessierte
die meisten anderen überhaupt nicht weiter, nur ein anderer Teilnehmer sprach
mich an und ließ sich mit einigen Argumenten (ein kurzer Hinweis auf meinen
Zehenklammergriff am Pedal und seinen fehlenden Helm) leicht zufrieden stellen.
Er erzählte davon, dass seine Mutter ihm als
Kind das Barfußfahren immer verboten hätte und dieses Verbot ihn weiterhin
beeinflusse - und von seinen Problemen mit den Füßen, die typische Folgen
schuhbedingter Muskelverkümmerung waren. Leicht ließ er sich davon
überzeugen, dass er mit Barfußlaufen auf Naturböden dagegen etwas tun kann -
ob er es auch machen wird?
Durch dieses Gespräch angeregt achtete ich
anschließend auf die Strampeltechnik der anderen Mitfahrer. Typischerweise
setzten sie den beschuhten Mittelfuß auf dem Pedal auf und konnten somit nur
auf einer Seite - und das im Grunde vom Bewegungsablauf her plump - treten.
Ich
konnte hingegen barfuß über den Ballen auf dem Pedal aus dem Knie heraus
dynamisch treten und gleichzeitig am anderen Pedal mit den Zehen nach oben
ziehen - eine weitaus effizientere Umsetzung !
Merke : auch Radfahren geht (ohne
Spezialeinrichtungen jedenfalls) barfuß weitaus besser als in Schuhen !
Sportliche Füße
Georg
Ich fahre seit heuer eigentlich immer barfuß.
Die längste Tour war ca. 40 km (zur Erklärung: Bin kein Profi-Radler. Ich
hatte nie Probleme, auch nicht bei längeren Steigungen. Ich habe mir heuer
stinknormale Pedale mit Gummiauflage (Marke ATS 99,90) gekauft und die
stählernen eingemottet.
So alle 4 - 5 km wechsle ich die Auflagefläche
der Füße von ganz vorn bis "halbvorn" (also drei bis vier Zentimeter
nach hinten) und wieder zurück. Das geht so gut, dass ich schon meiner Familie
angekündigt habe, einen Teil des Murradweges zurücklegen zu wollen (ca. 170
km, max. 2 Tage).
LG Herbie
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