[Barfuß beim Volleyball]

[Barfüßiges Beach - Volleyball hochgelobt]

Barfuß beim Volleyball
(Forumbeiträge seit Herbst 1998)

Christian berichtet über erfolgreiche Barfußanfänge:
Nachdem es ja im Moment hier im Forum wohl aufgrund des Wetters mit Barfußerfahrungen etwas mager aussieht, wollte ich doch mal von meinen barfüßigen Anfängen beim Volleyballspielen berichten.
Angefangen hat das Ganze damit, dass ich, seit ich nicht mehr in der Schule bin (mittlerweile auch schon über 4 Jahre her) außer Wintersport (Skifahren bzw. in letzter Zeit mehr Snowboarden) keinen richtigen Sport mehr gemacht habe. Da ein paar mehr und weniger gute Bekannte von mir jedoch regelmäßig Volleyball spielen und ich schon länger nach einer Sportart gesucht hatte, die man auch barfuß ausüben kann, beschloss ich vor einigen Wochen, mich dieser Gruppe mal anzuschließen.
Letzte Woche Montag bin ich dann zum ersten Mal mitgekommen und habe nach einschlägigen Erfahrungen hier im Forum die Sportschuhe gleich mal zu Hause gelassen. Da ich wegen des Wetters auch keine Straßenturnschuhe, sondern Winterstiefel anhatte, gab es also nur eine Möglichkeit: barfuß mitspielen.
Ich zog mich also um und ging barfuß in die Halle, wo ich der einzige Barfüßer war, aber außer ein paar kleineren Kommentaren kam eigentlich keine großartige Reaktion, obwohl mich die meisten Leute dort noch nie barfuß sporteln gesehen hatten; einigen hatte ich allerdings vorher schon gesagt, dass ich es persönlich vorziehe, barfuß zu spielen.
Der Hallenboden war zwar nicht gerade tropisch warm, aber nach dem Aufwärmen war es sehr angenehm, drauf zu spielen. Die Halle scheint auch gut geputzt zu sein, denn nach den anderthalb Stunden waren meine Sohlen kaum verdreckt. Ob des Erfolges dieser Aktion war ich diese Woche gleich wieder barfuß da und es kamen zwar noch ein, zwei Kommentare, aber ich glaube, mittlerweile haben sich wirklich alle dran gewöhnt, dass ich halt einfach barfuß spiele und dies mit Sicherheit auch in Zukunft tun werde.
Einen Kommentar eines Mitspielers möchte ich Euch allerdings nicht vorenthalten (wir versuchten, uns gegenseitig von einer Sitzbank zu schieben, wobei ich offensichtlich mehr Erfolg hatte, als er): "Das ist unfair, du bist ja barfuß und rutschst nicht!" :-)
Fazit: Schuhe zu Hause lassen und sich so benehmen wie immer - dann ist der Erfolg der Aktion praktisch garantiert. Christian 

Katjas prägendes Erlebnis beim Volleyballturnier:
Letztes Jahr war ich mit Freundinnen mit dem Zug auf ein Volleyballturnier gefahren und habe dabei meine Turnschuhe an meinen Rucksack gebunden. Und irgendwie sind im Trubel am Bahnhof oder sonst wo meine Turnschuhe abhanden gekommen. Als Konsequenz habe ich barfuß Volleyball gespielt und bin den ganzen Tag in der Halle und im Freien barfuß gelaufen.
Das entscheidende Erlebnis war jedoch ein Festumzug, bei dem alle Teilnehmer in Sportkleidung durch die Straßen dieser Kleinstadt zogen. Auch hier musste ich "notgedrungen" barfuß laufen, doch das habe ich total genossen. Der warme Asphalt spürte sich irgendwie prickelnd an, und als ich am Abend meine schwarzen Füße sah, mit denen ich ins Bett stieg, fand ich das total lustig. Also beschloss ich, am nächsten Tag auch die Bahnfahrt barfuß zu bestreiten, was ich wunderbar fand. Tja und seitdem gehe ich eigentlich immer barfuß, wenn es das Wetter (leider bin ich nur eine Schön - Wetter - Barfüßlerin) erlaubt.
Das Barfuß - Volleyball spielen habe ich seitdem beibehalten, wenngleich ich natürlich zugeben muss, dass ich inzwischen nur noch in einer Freizeitmannschaft spiele. Aber selbst im Winter spiele ich in der Halle barfuß. Auch andere Sportarten wie Badminton oder Fitnesstraining mache ich barfuß.
Ich besitze eigentlich gar keine tauglichen Turnschuhe mehr, brauche ich aber auch nicht, da ich "Schuh- pflichtige" Sportarten wie Joggen o.ä. nicht mache.
Mein Barfußspielen hat im Sommer schon einige in unserem Team angesteckt (sogar zwei Jungs sind dabei), aber im Winter bin ich leider noch allein. Aber die anderen haben das total akzeptiert und wir machen lediglich ab und zu ein paar Späßchen darüber. Katja

Johannas erster Versuch:
Gestern hab' ich es das erste mal versucht, barfuß Volleyball zu spielen.
Der boden war ganz okay, aber da ich mich beim Volleyball auch hinschmeißen muss, hab ich mir auf der Fußoberseite beider Füße Schürfwunden zugezogen. Und auch die Fußballen haben mir nach der Zeit ziemlich wehgetan.
Also wollte es nur mal erwähnen, weil Volleyball als Barfußsport "empfohlen" wurde. Werd demnächst dann auch wieder Schuhe anziehen.
Johanna

Hallo Johanna,
zu den Fußoberseiten kann ich nichts sagen; was die Fußsohlen anbelangt, so macht gewiss Übung den Meister, sprich: lauf barfuß, vor allem auf Naturboden - dann werden deine Füße insgesamt kräftiger und deine Fußsohlen widerstandsfähiger.
Speziell beim Volleyball magst du barfuß davon profitieren, dass du dich mit den Zehen abdrücken ("schnellen") kannst. Dafür musst du im Gegenzug aber auch landen - und das macht dir ja offenkundig (beim gegenwärtigen "Trainingszustand") Probleme.
Falls du gern barfuß spielen möchtest, ist es vielleicht auch sinnvoll, zunächst nur einen Teil des Spieles barfuß zu spielen und - ehe die Probleme mit den Füßen beginnen - wieder Schuhe anzuziehen.
Schließlich waren Schuhe keine unkluge Erfindung - es ist nur dumm, sie ständig zu tragen!
Serfuß Georg

Der Hallenboden ist natürlich mit dem Sand beim Beachvolleyball nicht zu vergleichen! Das letztere ist sicher ein idealer Barfußsport.
Mach's gut und unbeschuht, Lorenz

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Barfüßiges Beach - Volleyball von Sportärzten hochgelobt
(Forumbeitrag im Sommer 1999)

Beach - Volleyball, ein idealer Sport
Die deutsche Beach - Volleyball - Elite, die vom kommenden Freitag bis Sonntag (23. - 25. 7. 1999) beim fünften Beach - Volleyball - Cup auf dem Kölner Neumarkt (Eintritt frei) ihre Künste auf weichem Quarzsand zeigt, führt eine der gesündesten Sportarten aus.
Laut einer neuen Studie ist Beach - Volleyball auch wesentlich ungefährlicher als Hallen - Volleyball.
Bei der in den zwanziger Jahren in Kalifornien geborenen Funsportart, die heute den Lebensstil einer ganzen Generation widerspiegelt, würden insbesondere die Sprung- und Kniegelenke besser geschützt als in der Halle, sagte der Sportmediziner Kurt Steuer. Der Arzt an der Klinik für Unfallchirurgie der Universität Bonn leitet seit 1995 das einzige deutsche Wissenschaftsprojekt zum Thema Beach - Volleyball.
"Bei der besonders kräftezehrenden Bewegung auf lockerem Sand trainieren Sportler ihre Muskeln auf ideale Weise", sagte der Mediziner. Dadurch würden die Sprunggelenke von Beach - Volleyballern so sicher gestützt, dass die Verletzungsrate bei unter fünf Prozent liege. Bei Hallen - Volleyball dagegen kämpften bis zu 80 Prozent der Sportler mit Sprunggelenk - Verletzungen. "Selbst langjährige Hallensportler mit chronischen Gelenkschmerzen sind nach konsequentem Wechsel zum Beach - Volleyball oft völlig beschwerdefrei", sagte der Sportmediziner.
Möglicherweise sei die hohe Zahl der Verletzungen in der Halle zum Teil auch auf die Sportschuhe zurückzuführen. Die Barfuß - Sportart Beach - Volleyball sei jedenfalls auch in dieser Hinsicht vorzuziehen. Allerdings drohten am Strand Fußverletzungen durch Glasscherben und Steine im Sand. Außerdem sei die Herz - Kreislauf - Belastung auf Sand "sehr viel höher".
Auch für Reha - Maßnahmen findet der Sportmediziner den Trend zum Sand sehr sinnvoll: "Der Sport ist ideal für eine internistisch wie orthopädisch geprägte Rehabilitation." Beach - Volleyball stelle hohe Anforderungen nicht nur an die Muskelkraft, sondern auch an das Koordinationsvermögen der Sportler, sagte Steuer: "Gäbe es diese Sportart nicht, wir Sportärzte hätten sie erfinden müssen." dpa/EB
[Kölnische / Bonner Rundschau, 22. 07. 1999]

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