Eine
Initiative für mehr Barfußschulsport
(Forumbeiträge im Sommer und Herbst 2000)
Hallo allerseits, vor kurzem bin ich auf dieses Forum aufmerksam gemacht
worden. Ich finde viele Beiträge sehr interessant. An dieser Stelle möchte ich
mich nun mal zu Wort melden.
Als Sozialarbeiter betreute ich bis vor kurzem
viele Kinder und Jugendliche bei zahlreichen Sportangeboten. Dabei hatte ich
eine Gruppe 11 bis 14-jähriger Jungen, für deren Sportambitionen keine Halle
frei war. Nach langem Suchen fand ich eine Grundschule, die eine selbst
eingerichtete Sporthalle im Schulgebäude ausgebaut hatte und diese für die
Jungen zur Verfügung stellte. Einzige Bedingung: die Kinder tragen keine Schuhe
wegen der erhöhten Verschmutzung bzw. Abnutzung des Fußbodens.
Es war mir
wegen der Rutschgefahr und damit verbundenen möglichen Unfällen zu heikel, die
Jungs in Socken Sport treiben (Fußball, andere Spielsportarten, Kraftübungen)
zu lassen. Deshalb entschied ich mich, generell auf eine barfüßige Teilnahme
der Kids zu bestehen. Dies mussten - neben anderen Nutzungsbedingungen in der
Halle - auch die Eltern unterschreiben. Anfangs gab es dabei mächtig
Diskussionen. Erkältungsgründe u.ä. wurden als Ausreden versucht, da die
meisten nicht barfuß mitmachen wollten. Ich habe aber weiter darauf bestanden
und sehr schnell wurde es Normalität. Ursprünglich bestand die Gruppe aus ca.
10 Jungen, im Laufe der Zeit bis zu 30!
Während anfangs einige Neulinge noch
diskutierten und fragten, ob sie die Schuhe nicht doch anziehen dürfen, zogen
die letzten Neuzugänge beim Hinschauen auf die anderen Barfüßer gleich
freiwillig Schuhe und Socken aus. Übrigens, verletzt oder erkältet hat sich in
den knapp 3 Jahren nie jemand und auch die Grundschüler dieser Schule kamen auf
die Idee des Barfußsport.
Vielleicht ist das eine kleine Anregung für die
Kultusministerien. Ich wünsche Euch viel Erfolg
[Kannst Du vielleicht den Namen der Schule und den Ort mitteilen ? Klaus_sg]
es handelt sich um eine Schule in der Nähe von Leipzig. Da die
Schulen hier normalerweise nicht selbst "ihre" Sporthallen vermieten
dürfen (schon gar nicht kostenlos wie an uns, es war gewissermaßen ein
Freundschaftsdienst, um den Jungs Gelegenheit zum Fußballspielen zu geben),
möchte ich den Namen hier nicht nennen. Ich hoffe Du verstehst das.
Mit besten Grüßen Sven (L)
Hallo zusammen, ich denke, man sollte einmal das Kultusministerium
anschreiben und einen Antrag auf Barfußpflicht im Schulsportunterricht
unterbreiten.
In diesem Schreiben sollte man auf folgende drei Dinge aufmerksam
machen:
1. Der Gruppenzwang, teure Schuhe haben zu müssen, wird aus geschaltet,
was besonders den sozial Schwächeren zu gute käme (wir sind doch ein
Sozialstaat oder ?)
2. Die Hallenabnutzung wird enorm verlangsamt, da auf den
Böden keine Streifen mehr entstehen und auch keine direkte Abreibung durch
Sand- oder Dreckkörner erfolgt (man würde Kosten sparen), eventuell sogar
braucht die Halle nicht mehr so oft gereinigt werden.
3. Barfußlaufen im Sport
wäre notwendig, da die Schüler durch das ständige Sitzen (und das auch noch
falsch !) Körperschäden davon tragen, die zumindest durch das Barfußlaufen
einwenig abgefedert werden können. Durch das Barfußlaufen erhalten die
Schüler eine andere Einstellung zu ihrem Körper.
Was haltet ihr von meiner
Idee ? Oder sollte man es einfach so weiter laufen lassen wie es bisher lief ?
Unterstützt Ihr mich bei der Emailaktion an das Kultusministerium ? Wenn ja
werde ich demnächst hier die Adressen verschiedener Kultusministerien
veröffentlichen ! Fußgruß Andy B.
Deine Aktion halte ich unbedingt für notwendig. Ich
werde Dich dabei auch unterstützen. Hier mein Tatsachenbericht.
Ich musste in
meiner Kindheit wegen einer Wirbelsäulen - Verkrümmung mehrere Jahre zu einer
speziellen Gruppengymnastik. Dies wurde vom Gesundheitsamt bei der Einschulung
festgestellt und veranlasst. Nach einem Wechsel der Sportlehrerin, die erste
schied aus Altersgründen aus und es kam eine Junge (zum Glück), wurde als
erstes von ihr angeordnet, dass wir ab sofort nur noch barfuß teilzunehmen
hatten. Sommer wie Winter. Wir mussten sofort die Schuhe und die Socken
ausziehen.
Es wurde der schönste Sportunterricht, den ich je hatte. Wir haben
auch Mannschaftssportarten gemacht, zur Abwechslung, sind um den Sportplatz
gelaufen (Aschenbahn), auf der Rasenfläche gespielt oder Sprungübungen im Sand
durchgeführt, alles barfuß. Es war einfach super. Wenn es nicht gerade in
diesem Moment regnete, sind wir von Frühjahr bis Herbst nach draußen gegangen,
zumindest für die 2. Hälfte der Sportstunde. Verletzungen, die auf das
Barfußlaufen zurückzuführen waren, hat sich nie jemand zugezogen. Auch die
Lehrerin war immer barfuß. Ich habe sie nicht anders kennengelernt.
Nach vier
Jahren war ich geheilt ! Ich schreibe dies nur der Tatsache zu, dass ich barfuß
war während diesen Unterricht. Die Haltung, die Einstellung zum Körper und das
Empfinden der Umwelt wurde hierdurch viel natürlicher. Dass ich heute nach wie
vor am liebsten barfuß laufe, ist ja logisch.
Im Gegensatz hierzu mussten wir im
Schulsport Schuhe tragen, sonst wurden wir ausgeschlossen. Welch ein Schwachsinn
!
Ich glaube, dass mein Tatsachenbericht genügend Gründe liefert, Deine Aktion
zu unterstützen. Ferner möchte ich noch hinzufügen, dass es heute üblich ist,
mehrere Paar Sportschuhe zu fordern. Ein Paar Hallenschuhe (Profil und Sohlenfarbe
wird vorgeschrieben) und ein Paar Schuhe für den Sportplatz, diese werden dann
im Jahr vielleicht dreimal gebraucht. Absolut unnötig !
Weiter bin ich dafür auch
Mannschaftssportarten barfuß durchzuführen (Pflicht), weil hierdurch die
gegenseitige Rücksichtnahme, die den Kindern fehlt, gefordert und gefördert
wird.
Ich meine, der Schulsport sollte weg vom verkappten Leistungssport
(Pflichtübungen mit Benotung) hin zu einer Körperschulung. Das Ziel sollte
sein: Spaß an der Bewegung mit einer natürlichen Empfindung für Körper und
Umwelt.
Vielleicht stellst Du eine Vorlage des Emails ins Forum, dass von
möglichst vielen, insbesondere von Teilnehmen mit eigenen Familien, ergänzt
wird.
In Bayern laufen wir wahrscheinlich offene Türen ein, deshalb schlage ich
vor in NRW, dem bevölkerungsreichstem Bundesland anzufangen, noch besser wäre
direkt bundesweit.
Ich bin auf deine Antwort gespannt. Viele Grüße Klaus_sg
Hey Klaus, danke für Dein Interesse, wenn das so weiter geht bin ich guten Mutes in dieser Sache etwas zu erreichen. Hoffentlich kommen noch mehr Reaktion auf meine Idee. Fußgruß Andy B.
Bin auch dafür, zumindest was den Hallensport betrifft. Gymnastik und Turnen
generell ja. Vielleicht mit Ausnahmen für einzelne Sportarten, z. B. Barfuß - Fußball
ist auch in der Halle nicht jedermanns Sache In solchen Zweifelsfällen sollte die Klasse abstimmen, denn bei Mannschaftssportarten gilt
alle barfuß oder keiner, sonst akute Verletzungsgefahr für die Barfüßer.
Draußen sollte jeder die Wahl haben, auch barfuß mitzumachen, wenn er/sie
will. Fußball und andere Sachen auf dem Rasen könnten auch nach Abstimmung barfuß gemacht werden.
Problematisch sind Asphalt und Aschenbahn ... deshalb
barfuß dort fakultativ nach Wunsch der einzelnen Schüler.
steveh
[Solange Schulordnungen barfuß ausdrücklich verbieten, wird das nicht viel
Zweck haben.
Die Hallen werden auch von schmutzigen Barfüßen dreckig. Lothar]
Hallo Lothar, natürlich wird die Halle durch schmutzige Füße dreckig, aber
die Sandkörner bzw. Dreckskörner werden nicht so über den Boden gerieben wie
mit festen Gummisohlen, die Haut der Füße passt sich da besser an und schadet
in der Hinsicht nicht dem Boden !
Gruß Andy B.
P. S.: Man kann sich ja auch die
Füße waschen oder ?
Hallo Andy, ich hatte heute eine Diskussion mit einer Sportstudentin zu
Deinem Anliegen. Dabei habe ich festgestellt, dass der Barfußsport gar nicht so
stiefmütterlich behandelt wird, wie oft geglaubt.
Dennoch konnte ich die
Argumente nicht entkräften, die gegen einen generellen Barfuß - Zwang sprechen
:
1. Das Hauptproblem ist die Hemmschwelle. Zwar halte ich es für realistisch,
Kinder freiwillig zum Barfußsport zu bewegen (s. meinen Text über die von mir
betreute Jungs - Gruppe), was natürlich ein Prozess über eine gewisse Zeit ist.
Dagegen dürfte es schwer werden, Eltern oder Lehrer, die es strikt ablehnen, zu
überzeugen.
2. Ich kenne in Leipzig viele Sporthallen, deren Fußboden leider
in einem jämmerlichen Zustand sind. Kaputtes Parkett, Splitter, Löcher u.ä.
gehören zur Tagesordnung. Hier wäre es wirklich unverantwortlich, Kinder
barfuß aufs Parkett zu zwingen. Man sollte daher nicht den 2. Schritt vor dem
1. tun.
Von der Studentin folgende Idee: Man sucht sich eine Schule mit
geeigneter Halle und willigen (Sport-) Lehrern und macht den Sportunterricht z.
B.
für eine Woche zum Barfuß - Test (Projektwoche). Hierbei werden bestimmte
geeignete Sportarten (z.B. Bodenturnen, bestimmte Spiele) unter Barfuß - Zwang
gestellt. Die Kinder müssen dabei eine entsprechend geplante Sportstunde (z. B.
Gymnastik zur Erwärmung, anschließend Gerätturnen, am Ende ein Spiel) barfuß
absolvieren.
Wichtig dabei ist, dass alle barfuß sind, ohne Ausnahme. Am Ende
der Sportstunde(n) sollte eine Diskussion bzw. Auswertung mit den Schülern
erfolgen, Lehrer und (idealerweise) Mediziner (Orthopäde, Kinder- oder
Sportarzt) hinzuziehen sowie ggf. Eltern dazu einladen.
Man braucht eigentlich
nur noch eine autorisierte Person, die eine solche Projektwoche durchführt.
Geeignet wären hierfür eben Sportstudenten (Lehramt), die im Rahmen von
Praktika diesen Test durchführen.
Natürlich muss am Ende auch alles
festgehalten werden (Fotos, Video). Schließlich mit einer sachlichen
schriftlichen Auswertung ab zum Kultus.
Wenn man erreicht, dass wenigstens
gewisse Sportarten oder eine bestimmte vorgegebene (Mindest-) Zahl von
Unterrichtstunden lehrplanmäßig barfuß durchgeführt werden, wäre ein erster
Schritt getan.
Wichtig ist, dass das Projekt Schulsport und Gesundheit im
Zusammenhang sieht. Die Sportstudentin will diese Idee mal in ihrer
Studiengruppe und mit den Dozenten diskutieren ...
Die von mir angesprochene Test- oder Projektwoche an Schulen zum
Barfußsport bzw. zur Barfußpflicht bei bestimmten Schulsportarten wollen
einige Studenten wohl tatsächlich mal durchführen, sofern eine Schule gefunden
wird, die kooperiert.
Zur Erinnerung: Der Schulsport soll für eine Woche in
bestimmten Klassen generell und ohne Ausnahmen barfuß getestet und
anschließend ausgewertet werden, wobei in den Unterrichtsstunden nur dafür
geeignete Sportarten durchgeführt werden. Deshalb möchte ich Euch an dieser
Stelle darum bitten, mir weitere Erfahrungen diesbezüglich mitzuteilen. Es ist
nämlich wirklich nicht einfach, Schulen zu finden, die diesen Test mitmachen,
warum auch immer. Wir sammeln also noch weitere sachliche Argumente.
Es geht
nicht darum, den Barfußsport generell als das einzig wahre darzustellen, denn
Gegenargumente wird es immer geben, sondern die positiven gesundheitlichen
Wirkungen klarzumachen.
Deshalb die Bitte an alle die Tipps, Hinweise oder auch
Fragen haben, meldet Euch doch an dieser Stelle mal zu Wort. Danke im Voraus
Sven (L)
Kannst du mir bitte mitteilen, an welche Adresse du dich gewandt hast? Ich
würde dich gern unterstützen!!! Ich würde dann noch mehr Argumente finden,
die dafür sprechen! ...
Ich habe eine Schule gefunden, die beim Barfuß- Test- Laufen kooperieren würde
:
Gymnasium König - Heinrich - Schule, Schladenweg 43, 34380 Fritzlar.
Ich habe bereits mit dem Schulleiter Rücksprache genommen.
Hoffentlich ergibt sich was ! Oleg
Hallo Oleg, das ganze Projekt ist erst am anlaufen. Zwei Leipziger
Studentinnen sowie eine momentan arbeitslose Sportlehrerin sind zur Zeit mit dem
Suchen nach einer Schule beschäftigt.
Diese zeigen sich aber leider nicht sehr
willig wirklich, ernsthaft zusammen zu arbeiten. Entweder nehmen sie das
Anliegen einfach nicht ernst oder sie haben generell Vorurteile.
Die Suche soll
mit dem Start des neuen Schuljahres richtig losgehen. Auf alle Fälle hoffe ich
auf weitere Argumente, damit die aus meiner Sicht echt gute Idee nicht im
wahrsten Sinne des Wortes in den Kinderschuhen stecken bleibt. Beste Grüße
Sven
Wie ist es Dir denn gelungen, die Schule so schnell zu gewinnen? Musstest Du sie mit Argumenten erst überzeugen oder wie kam es dazu? Jedenfalls finde ich es Klasse, dass es schon einmal geklappt hat. Berichte doch mal, wenn's losgeht. Beste Grüße Sven (L)
Zu erst muss ich sagen, dass du da etwas falsch
verstanden hast!
Ich habe verstanden, das du eine Schule zusammen mit den Studenten suchst, die
ihre Schüler barfuß turnen lassen. Ich habe darauf hin den Schulleiter
kontaktiert, ihm gesagt das wir in dem Punkt was versäumt haben und dass wir
nicht die einzige Schule wären, die das macht.
Ich fügte ebenfalls an, dass mir viele Schüler bereits gesagt hätten, dass
sie lieber barfuß Sport machen würden, sich aber nicht trauen.
Ich habe Unterschriften gesammelt ... na ja eigentlich gefälscht (so an die 120
Stück!) usw.
WENN DAS PROJEKT ERFOLG HABEN SOLLTE UND SICH DIE SCHÜLER DAFÜR ENTSCHLIESSEN,
WIRD HERR KANT DEN KULTUSMINISTER KONTAKTIEREN. SEIN WORT HAT (VIEL) MEHR
GEWICHT!!
A CIAO OLEG AUS KASSEL
Hallo Oleg, natürlich suche ich eine Schule, die testweise ihre Schüler
barfuß Sport machen lässt. Wie erwähnt wollen 2 Studenten und eine Ex -
Sportlehrerin (wenn ich Zeit habe, mache ich mit) ein solches Projekt mal
durchziehen.
Nur wir vier kommen aus Leipzig bzw. der näheren Umgebung und
können selbst nicht für einen längeren Zeitpunkt nach Kassel fahren.
Ich habe
geglaubt, Du willst ein ähnliches Projekt in Kassel versuchen. Dies habe ich
dann wirklich falsch verstanden. Da wir alle hier in der Gegend zu tun haben,
wollen wir es an einer nahe gelegenen Schule probieren.
Mir ging es eben darum,
Argumente zu finden, die die Vorurteile gegen den Barfußsport bei vielen
Schulen ausräumen. Daran scheiterten nämlich bisher meist unsere Anfragen,
eine Barfußsportwoche durchzuführen.
Die Kasseler Schul - Kids sollte man aber
bei der Bereitschaft des Schulleiters auch mal barfuß auf die Matte stellen.
Bis bald Sven
Hi, zu diesem Thema liegt mir eine im Web
publizierte Examensarbeit "Sensibilisierung
der Körpererfahrungen im Bereich der Füße" einer Frau Malich vor,
die darin Barfußsport im Schulunterricht professionell thematisiert. ... Ich
habe sie hier auf der Platte als Word - Datei.
Es ist ein komplettes Unterrichtskonzept, Titel: Entwicklung eines
ganzheitlichen Körperbewusstseins durch Sensibilisierung von Körpererfahrungen
im Bereich der Füße - eine Unterrichtssequenz mit einer Klasse 5 der
Orientierungsstufe.
Inhalt:
1. Einleitung Seite 1
2. Überlegungen zur Unterrichtsidee 3
2.1 Ausgangspunkt: Die zunehmende Häufigkeit von Haltungsschwächen im
Schulkindalter 3
2.2 Die Wichtigkeit eines ganzheitlichen Körperbewusstseins für die
menschliche Entwicklung 5
2.3 Die zentrale Stellung der Füße im Haltungsaufbau 8
2.4 Gedanken zur fächerübergreifenden Zusammenarbeit 10
2.5 Kurzübersicht der Unterrichtseinheit 12
3. Analyse, Planung und Evaluation des unterrichtlichen Geschehens 14
3.1 Allgemeine und aufgabenspezifische Lehr- und Lernvoraussetzungen 14
3.1.1 Allgemeine Lehr- und Lernvoraussetzungen 14
3.1.2 Aufgabenspezifische Lehr- und Lernvoraussetzungen 16
3.2 Zielsetzungen der einzelnen Unterrichtsphasen 18
3.3 Analyse der Ziel-Inhaltsebene bezüglich der gesamten Unterrichtseinheit 22
3.3.1 Auseinandersetzung mit der Inhaltsstruktur 26
3.4 Erläuterungen zu den methodischen Schwerpunkten der einzelnen
Unterrichtsphasen 31
3.4.1 Begründung der methodischen Konzepte 31
3.4.2 Sozial- und Organisationsformen 37
3.4.3 Medien und Arbeitsmittel 38
3.4.4 Kontrollen 40
3.5 Darstellung der Phasenverläufe als Hilfestellung zur konkreten
Unterrichtsdurchführung 41
3.6 Evaluation der Unterrichtseinheit anhand von Reflexionen der einzelnen
Unterrichtsphasen 48
4. Schlusswort 63
5. Literaturverzeichnis 65
Ich werde in 8 Tagen Kontakt mit der Autorin, einer Lehrerin in Lüneburg,
haben. Ihr ehemaliger Chef sagte, sie sei höchstqualifiziert, Examensnote
"1 mit Auszeichnung", die Arbeit dürfte also auch hinsichtlich der
Autorin eine hohe fachliche Überzeugungskraft haben und auf Akzeptanz stoßen.
Auf Wunsch maile ich dir den Text. Jörg (2)
Hallo allerseits, es ist eine ganze Weile
vergangen, dass ich mich schon mal zu diesem Thema hier gemeldet habe. Leider
war es nicht früher möglich. Erst jetzt nach den Herbstferien, wo der
Hallenschulsport aktuell ist, soll's richtig losgehen.
Zu dem Barfuß - Projekt im Schulsport möchte ich Euch mitteilen, dass nun doch
eine Schule "angebissen" hat. Ziel ist es, in einer Barfuß-
Schulsport- Woche (als Projekt) den Barfuß - Sport in Schulen populärer zu
machen, d.h. Schüler und vor allem Lehrer von den Vorteilen zu überzeugen.
An dieser Stelle mal ein Dank meinerseits an all diejenigen, die mir gute
Argumente geliefert haben, um die Schulen zu überzeugen.
Die Schule, die interessiert ist, will aber zunächst mal die Schüler befragen.
Eine erste Tendenz geht dahin, dass die Mädels wohl weniger Probleme damit
haben als Jungs und sich jüngere Klassen (5 - 7) schwerer motivieren lasen als
die älteren. Andererseits sind Jungen wohl die konsequenteren "Barfüßler",
wenn sie sich einmal dazu entschieden haben. Mal sehen. Ob's was wird, teile ich
Euch mit.
Es wäre gut, wenn noch jemand interessante Fakten zu dem Thema hat. Sven (L)
[ Erst jetzt nach Herbstferien, wo
Hallenschulsport aktuell ist, soll's richtig losgehen]
Das ist eigentlich Schade, weil nackte Füße gerade im Freien eine Menge
sportliche Entdeckungen machen könnten !
[Schule will aber zunächst Schüler befragen ... Tendenz, dass Mädels
weniger Probleme haben als Jungs und sich jüngere Klassen (5-7) schwerer
motivieren lasen als die älteren. Andererseits sind Jungen wohl die
konsequenteren "Barfüßler", wenn sie sich einmal dazu entschieden
haben]
Das sind interessante Faktoren, die ich aber in der Vergangenheit schon ähnlich
hier gelesen habe. Es wurde z. B. schon beschrieben, dass die Mädchen eher aus
eigener Entscheidung barfuß sind, sich aber sträuben, wenn sie "auf
Kommando" barfuß sein sollen - während die Jungen seltener von sich aus
barfuß Sport treiben, sich aber ggflls. recht widerspruchslos dreinfügen.
(vgl. Thread Tinas Sportlehrerin
unterrichtete auch barfuß )
Der Vorteil des "Barfuß auf Kommando" - Prinzips besteht ja darin,
dass viele Hemmungen entfallen, da es ja nicht die eigene Entscheidung war und
man sie daher auch nicht anderen gegenüber zu verantworten hat (richtiger :
glaubt bzw. befürchtet, sie verantworten zu müssen). Außerdem sind dann alle
gleich barfuß.
Ein schönes Spiel - zugegeben nicht besonders sportlich - ist übrigens, andere
an ihren Füßen wiederzuerkennen, die unter einer Sichtbarriere hervorlugen ...
Insgesamt kann ich natürlich die Befragung der Schüler verstehen (die Lehrer
wollen ja nicht undemokratisch wirken), befürchte aber, dass das eher
Schiefgehen wird - präziser : dass gegenüber der barfußunerfahrenen Mehrheit
nicht die richtigen Argumente gefunden werden.
In Hinblick auf eine barfußpositive Entscheidung wäre es wohl besser, zu erst
einmal schlicht Fakten zu schaffen (Fußbefreiungswoche) - das geschieht in
Schulen ja anderweitig auch - und danach die Diskussion als Reflektion zu führen.
[ wäre gut, wenn noch jemand interessante Fakten zu dem Thema hat]
Ich weiß nicht, wie intensiv Du Dich mit den sportbezogenen
Beiträgen im "Best of" inzwischen beschäftigt hast. Es gibt dort
ein Grundsatzpapier und eine
Vielzahl von erfahrungsgestützten Berichten.
Auf die Anfrage eines Bomby hin
hatte ich schon einmal manche Anregungen gegeben.
Ich würde noch nachtragen, dass die derzeit auch recht hoch im Kurs stehenden
Abenteuerparcours leicht so gestaltet werden können (Balancieren, Klettern
usw.), dass die Überlegenheit barer Füße gegenüber turnbeschuhten leicht
erfahren werden kann.
Überhaupt ist Barfußklettern ein interessanter Ansatz.
Bei jeder moderner Haltungsschulung (Rückenschule usw.) sollte man auch an
gesunde Füße denken ! (Warum baut niemand sein Haus auf ein schiefes
Kellerfundament ? Genau - weil es nicht lange halten wird ! Beim Menschen ist
das durchaus vergleichbar, denn geschädigte Füße - die verbreiteten Knick -
Senkfüße z. B. - bilden auch ein miserables Fundament für Aufbauten wie Knie,
Hüften, Rücken ... - das verstehen hoffentlich auch Schüler ganz schnell)
Mit allen Konzepten, die sich im Grenzbereich zwischen sportlichen und musischen
Inhalten (Jazztanz,
Bewegungstheater etc.) bewegen, lassen sich bare Füße ebenfalls gut in
Einklang bringen !
Wer es noch ruhiger mag : Yoga, Quigong ...
Schließlich zur Gesamtkonzeption noch eine Überlegung von mir : Wirklich Sinn
gibt das m. E. aber erst, wenn die Sportlehrer(innen) auch willens sind, den
gesponnenen Barfußfaden nach der Woche nicht zu kappen, sondern - "Barfuß
beim Sport" zu einem immer wiederkehrenden Thema machen und - für die
(hoffentlich) barfuß begeistert gewordenen Schüler(innen) Rahmenbedingungen
schaffen, damit sie weiterhin barfuß beim Sport bleiben können, auch wenn
andere wieder ihre Turnschuhe bevorzugen.
Ich hoffe, meine Anregungen sind nützlich ...
Herzliche Füße an das ganze Barfußprojekt Georg
Mein Glückwunsch dafür, dass Du da nun den
baren Fuß in der Tür hast!
Ich habe einen Fußgesundheitsflyer mit Barfuß- und Fußgymnastik- Tipps
gemacht, der für diesen Zweck gut passen müsste. Serfuß, Lorenz
Und hier geht's zur Beschreibung des Barfußpfad - Projekts, das ich zusammen mit dem örtlichen Gymnasium gemacht habe: Barfußpfade
zum Selbermachen
Hi Leute! ich denke, es ist keine blöde Idee,
im Rahmen eines Projektes, das die Schüler zum barfüßigen Sport animieren
soll, einen Kurs in einer fernöstlichen Kampfsportart anzubieten, egal ob Judo,
Ju-Jistu, Aikido, Karate, Barfüßigkeit ist hier selbstverständlich.
Ich denke auch, dass gerade Jungs im Flegelalter, die ja im Prinzip zu nichts zu
motivieren sind, an einem solchen Kurs, sofern er gut gemacht ist, ihren Spaß
haben werden.
Abgesehen davon schadet es weder Jungs noch Mädels, zu wissen, dass sie sich im
Zweifel auch mal wehren können. Fuß zum Gruß, SchnaXeL
Anmerkung : In der "Sportrubrik" des "Best of" finden sich zahlreiche inhaltliche Anregungen, Erfahrungsberichte und eine Fülle von Argumenten, sogar ein eigens für Argumentationszwecke formuliertes Grundsatzpapier.
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