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Silvia
ist "Gute-Laune-Barfüßlerin"
(zusammengefasst aus Forumsbeiträgen seit
Sommer/Herbst 1998)
Ich - Silvia, 28 - bin echt begeistert, Eure Seiten
entdeckt zu haben und so stöber ich nun fast täglich durchs Netz und schau nach neuen
Briefen. Aber, vielleicht sollte ich erst mal was von mir schreiben.
Also, wie schon erwähnt, bin ich 28 und habe in den letzten Jahren Umwelttechnologie in
Hamburg studiert. Vielleicht könnte man mich als "Gute Laune Barfüßlerin"
bezeichnen. Meine jeweilige Fußbekleidung richtet sich nämlich stärker nach meiner
Laune als nach dem Wetter ( unterhalb von 15°C mach ich allerdings auch Schluss).
Besonders wenn ich gute, ausgelassene oder besonders frustrierte Laune habe, entledige ich
mich meines Schuhwerks. Ich lebe dann förmlich (noch weiter) auf. Während der Arbeit an
den Großanlagen geht das natürlich aus Versicherungsgründen nicht, aber der Feierabend
kommt schneller als man denkt. ...
Mein Freund ist übrigens ein absoluter Barfußgegner und -nichtanwender gewesen. Ich bin
ihm also aufgefallen und wir haben es durchgequatscht, geklönt, und er hat wie ich finde
gelernt. Vielleicht sind wir durch meine Eigenheit, fast überall barfuß zu laufen,
zusammengekommen. (Gegenteile ziehen sich ja oft an). Zwar ist er nicht sehr oft barfuß,
aber er hat überhaupt nichts mehr dagegen wenn ich es bin. Überzeugungskraft und ein
sicherer Standpunkt können Meinungen eben doch ändern. ...
Du hast geschrieben, dass Dir die dunklen Sohlen nach dem Stadtbummel gefallen hätten.
Nun, da ich seit langem so viel barfuß bin, habe ich eher mit dem Zustand der
immerwährenden, schwarzen Sohle (von Mai bis August) zu tun. Ich laufe nicht immer
barfuß, aber doch soviel, dass es schwer ist, die Sohlen wieder richtig sauber zu
kriegen. Anfangs habe ich sie jeden Abend wie eine Wilde geschrubbt, weil ich Bedenken
meinem Freund gegenüber hatte. Aber mittlerweile darf ich auch mit schwarzen Sohlen ins
Bett. Ich finde es ganz witzig, dass Dir dunkle Sohlen gefallen, mein Freund toleriert sie
halt eher. ...
Nach meiner Erfahrung kann man Hamburg nicht so sehr als barfußfreundlich bezeichnen. Hin
und wieder trifft man zwar Leute ähnlicher Einstellung, aber im Vergleich zu anderen Unistandorten doch seltener. Trotz allem laufe ich gerne hier
barfuß ...
Also, wem noch nicht entgangen ist, dass es draußen kalt wird, den zähle ich zu den
abgehärteten. Mein Launefaktor jedenfalls stimmt zur Zeit eher für warme Füße. - Vor
einigen Wochen kam übrigens mal die Frage, was ich denn sonst so an den Füßen trage,
wenn ich nicht barfuß bin. Also, stellt Euch das Schuhsortiment vor (gliedert die
Plateauschuhe aus) und den Rest trage ich oder habe sie zumindest mal getragen - ehm Sportschuhe ja übrigens auch nicht. In der Wohnung laufe ich jetzt
am liebsten mit nackten Füßen in dicken Wollsocken rum. Das ist schön warm und das
Barfußgefühl ist doch ein wenig da (Freiheit der Zehen und so).
Eure Gute-Laune-Barfüßlerin
Silvia
[2001]Hi, Leute!
Endlich melde ich mich wieder zurück. Zum März hin habe ich einen Jobwechel
gemacht. Das hat dann dazu geführt, dass ich als 1. Neuling und 2. junge Frau
(wer es noch nicht weiß: Ich bin Ingenieurin) mir erst mal einen Namen machen
durfte. Gefolgt von vielen Dienstreisen war einfach immer nur selten frei.
Wo,
die Restzeit geblieben ist, erklärt sich von selbst, wenn ihr Euch an Mig
erinnert. Ihr Baby ist da, und daher versuche ich ihr häufig etwas unter die
Arme zu greifen und meinem Nebenjob als Tante gerecht zu werden.
Und nun endlich schreibe ich dann doch nach einem halben Jahr ??? mal wieder.
- ach ja, umgezogen sind wir (mein Mann und ich) in der Zwischenzeit auch. Und
meinen Nebenjob im Sonnenstudio mache ich immer noch. Mittlerweile geht es aber
nicht mehr um den Nebenverdienst, sondern darum die beiden älteren Damen, die
es führen zu entlasten oder einfach zu klönen. Wir sind wirklich dicke
Freundinnen geworden. - Aber wo fange ich bloß an mit meinem Barfußbeitrag.
Vielleicht einfach gleich bei meinen älteren Damen:
Meine Hauptchefin im Studio (mittlerweile 61) hat ja, wie Ihr wisst, am Anfang
zugestimmt, dass ich im Studio barfuß bin, es aber eben nur aus ihrer Sicht
betrachtet. Später haben wir ja viele Gespräche über meine Erfahrungen zum
Thema Barfuß habt und mächtig geplauscht. Tja und seit zwei, drei Wochen ist
da noch jemand, der/die sich barfuß im Studio bewegt. (Nein nicht sie.) Es ist
meine ältere Chefin (ihre Teilhaberin). Marianne ist immerhin fast 76! Also,
kann ich hiermit die mir persönlich älteste Barfüßlerin vorstellen (Wenn sie
auch nur im Studio barfuß ist, so finde ich es doch schön auch mal ältere
Gefährtinnen zu kennen.)
Von mir kann ich nicht so viel ruhmvolles berichten, da mein Job Tip-Top Kleidung und gutes Schuhwerk fordert. Aber natürlich schlüpfe ich nach
Feierabend aus meinen Schuhen, wenn ich beim Auto bin und bleibe den Abend
barfuß. Aber: Bald ist Urlaub und da erhoffe ich mir viel Freiheit auch wenn
wir ihn nutzen wollen, viel an unserer neuen Wohnung herzurichten.
Erst mal viele Grüße, bis bald
Silvia
Herzlich willkommen zurück im Forum :-)
Ich kenne Mig und Dich zwar nur aus dem "Best of" (den Machern sei'
an dieser Stelle noch mal gedankt!) aber dafür ist der Eindruck, den Eure
Erlebnisse (Mig's und Deine) bei mir hinterlassen haben, umso intensiver.
Ich denke, nicht nur ich würde mich freuen, wieder mehr über Euer (Er)gehen
auf bloßen Sohlen hier zu lesen.
Also bitte nimm' Dir in Zukunft wieder mehr Zeit für's Forum und bestell'
Mig ganz herzliche Grüße!
Mit erfreuten Füßen,
Franek :-)
Hi Silvia!
Schön, dass Du wieder Zeit findest, Dich hier einzuklinken! Unser Forum wird
ja immer aktiver, es finden immer mehr Barfuß-Fans zu unserem
Erfahrungsaustausch -- und den krönenden Höhepunkt erlebten wir vor zwei
Wochen in Würzburg, als fast 20 Barfüßer zum Bummeln, Sightseeing und Wandern
zusammenkamen.
Du gehörst ja quasi zu den Gründungsmitgliedern und kannst Dich
nun mit uns allen über den Aufwärtstrend freuen.
[ nicht viel ruhmvolles berichten, da Job
Tip-Top Kleidung und gutes Schuhwerk fordert]
Letzteres kann ja bei Frauen auch ein "süßes Nichts" sein, aus
dem man jederzeit ganz unbürokratisch herausschlüpfen kann ;-)
Liebe Grüße, auch an Mig, von Lorenz
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Nach
der Klassenfahrt wollte Silvia weiter barfuß laufen
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumbeiträgen im Sommer/Herbst 1998)
"Wie hat alles angefangen?"
Während meiner Grundschulzeit - ich glaube so in der dritten Klasse - habe wir eine
Klassenfahrt (die erste) gemacht. Damals ging es in eine Jugendherberge in Hamburg direkt
an der Elbe. Es war also eine angekündigte Fahrt ans Wasser und den Elbstrand. So waren
wir dann auch jeden Tag und haben eben unsere Burgen gebaut usw. Wegen des warmen Wetters
und dem Strand waren wir Kids natürlich die ganze Woche barfuß. So kam ich denn auch
zuhause mit dem Gefühl von Freiheit (soweit man es als Achtjährige denn überhaupt aktiv
als solches wahrnimmt) an.
Da meine Eltern ohnehin die Meinung vertraten, Kinder sollten im Schulsport - oder wie es
damals eher hieß: im Turnen - barfuß sein, hatte ich mit der
Gewohnheit von einer schuhfreien Woche nach dem ersten Turnen wohl irgendwie keine Lust,
die Sandalen wieder anzuziehen. Jedenfalls gab es tierischen Ärger von meiner Lehrerin,
in der Unterrichtsstunde ginge das nicht. Im Gegenzuge dazu erfolgte dann jedoch ein Anruf
bei ihr, über den ich nicht viel weiß. Zumindest durfte ich den Rest des Sommers immer
und überall, wo ich wollte, barfuß laufen. Bislang hat sich dieser Wunsch auch nicht besonders verringert. ...
Nachdem sich ja meine Eltern mit der Grundschullehrerin in der dritten Klassen unterhalten
hatten, durfte ich auch in der Schule, auf dem Hof oder bei Klassenfahrten und Ausflügen
barfuß laufen. Das habe erst ich und später auch einige andere reichlich ausgenutzt. In
der Grundschule hatte ich einen Klassenkameraden, zu dem ich kaum Kontakt hatte. Ende der
dritten Klasse kam er auf mich zu und fragte mich wegen meiner unbeschuhten Füße aus.
Eigentlich waren Jungs damals ja noch "doof" (ist indem Alter ja so von beiden
Seiten aus gesehen), aber wir haben dann doch die Pause über geklönt. Und dann waren wir
schon zu zweit, die bis zu den Ferien nur noch barfuß zur Schule kamen. Danach waren
seine Eltern leider weggezogen.
Während des Gumminasiums (kleiner Scherz am Rand) war barfuß so in der Zeit der sechsten
bis fast elften Klasse sowieso in.
Also, dank des Rückhaltes meiner Eltern in der Grundschule hatte ich nie Probleme und
dank des damit verbundenen, selbstverständlichen Auftreten meinerseits habe ich wohl
einige - und die wiederum weitere - dazu bewegt, ihren Zehen freies Spiel zu geben ...
Dankeschön für die Gratulation zu meinen Eltern, über die ich mich wirklich nicht
beklagen kann. Ich bin aber leider Einzelkind, so dass ein Familienvergleich entfällt.
Zwar hat auch meine Mutter immer barfuß geturnt, mehr hat sich daraus jedoch nie
entwickelt. Sie hat mich bloß nie daran gehindert, wenn ich etwas bestimmtes probieren
oder tun wollte. Wobei ich im großen und ganzen keinesfalls extrem frei erzogen worden
bin. Ich bin bloß in der Lage gewesen, eigene Ideen und Wünsche umzusetzen und dabei
immer die Eltern als Rückzugsmöglichkeit zu haben. ...
Ursprünglich komme ich übrigens aus dem Raum Duisburg - ist aber schon echt lange her.
Aber ich halte diese Stadt immer noch für die barfußfreundlichste im Bundesgebiet.
Vielleicht besuche ich im nächsten Sommer mal eine Freundin
dort. Wir zählten früher zum Kern der Barfußlaufenden - kein Weg zu steinig - keine
Gegend zu dreckig und immer bester Laune. Leider weiß ich in letzter Zeit nicht mehr sehr
viel von Ihr. Ich glaube, ein solches Treffen wäre wirklich gut.
Silvia
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