Barfuß in die Schule gehen - nicht immer gern gesehen
(Forumbeiträge seit Sommer 2002)

Hallo Leute ... ich bin zwar neu hier, dennoch schreibe ich euch gleich mal von einem kleinen Problem. .. ist mir im letzten Sommer passiert, vielleicht kann mir jemand helfen??
Ich bin im letzten Sommer barfuß in die Schule gegangen. Kein Problem - der Boden war steintrocken, da es schon seit Tagen nur Hitze geregnet hatte.
Ich hatte
a) keinerlei Lust dazu, mir bei diesem Wetter meine Füße in Socken zu stecken, und dann auch noch in enge Schuhe zu quetschen (nur so: Ich hasse Sandalen...),
b) finde ich das Gefühl sehr angenehm, mit nackten Füßen auf dem Boden zu gehen, (dann auch noch mit einer engen Schlag-Levis und man kommt sich vor wie in den 60ern...*gg*) und
c) wollte ich "den anderen" spießigen Leuten an meiner Schule mal zeigen, dass es auch Leute gibt, die sich nicht jedem Kleinscheiß anschließen... als da wären diese College - Schühchen, alternativ Sandalen mit Tennissocken drunter (!!) ...
Doch das wurde alles ziemlich schnell zunichte gemacht. Die Lehrer meinten sorgevoll, ich könnte auf einen Scherbenhaufen treten, und die Schüler kamen mit Sprüchen wie: "Ih, hier müffelts nach Schweißfüßen!"
Ich habe ganz sicher keine Schweißfüße. Nur mal so am Rande: Ich wechsel nach dem Sport jedes Mal meine Strümpfe, während diese Herrschaften mit ihren verschwitzten Sportsocken wieder in ihre normalen Schuhe steigen.
Ich laufe hier zuhause immer noch sehr gerne barfuß, wenn ich draußen im Garten bin, auch. Aber diese Erfahrung hat mir die Lust aufs Barfußlaufen in der Schule echt genommen. Das find ich schade, weil ich echt nichts mehr hasse als verschwitzte, stinkende Füße, und nun zwinge ich mich im Sommer im Prinzip selbst, meine Füße in Schuhe zu stecken.
Ich bin als Kind immer barfuß draußen rum gelaufen, das war okay. Als ich in die schule kam, musste ich mir angewöhnen, Schuhe zu tragen, und das war wie ein Gefängnis. Ich würde gern weiterhin im Sommer barfuß zur Schule gehen, aber mir ist jetzt echt der Mut genommen worden.
Muss man so was einfach durchhalten, bis sich alle dran gewöhnt haben, oder wie? Stimmt es, dass das Barfußlaufen in manchen schulen verboten ist? Kann mir jemand vielleicht einen rat geben?
Danke im Voraus mena

Schade, dass die Menschen so dumm sind. Denn genau das Gegenteil ist doch richtig: GERADE wer barfuß läuft, hat KEINE Schweißfüße. Die bekommt man ja eben vom ständigen Tragen von geschlossenen Schuhen, in denen die Füße nicht richtig atmen können.
Es gibt wohl drei Möglichkeiten:
Erstens überhören, zweitens den Leuten sagen dass sie Schwachsinn erzählen (am besten natürlich gleich die passenden Argumente als Beweis parat haben) oder drittens - aufgeben :-(
Marco N.

Ich glaube, richtig "helfen" kann da keiner von uns. Die Besorgnis deiner Lehrerin, dir könnte was passieren, finde ich an sich nicht so schlimm, sie ist einfach nur besorgt um dich - auch wenn es unsinnig ist, es war gut gemeint.
Das mit den blöden Sprüchen ist etwas anderes, ich glaube, so etwas bekommt jeder, der barfuß außerhalb des Wohnung läuft, öfter mal zu hören - diese Kommentare sind natürlich einfach nur blöd, aber letztendlich gibt es immer solche Sprüche, und es gibt nur zwei Möglichkeiten:
Entweder, Du gewöhnst dich dran, dann sind dir diese Sprüche irgendwann egal, und Du hörst irgendwann nicht mehr hin (das werden Dir sicherlich viele hier raten), oder Dir machen diese Sprüche etwas aus, und du läufst nicht mehr barfuß - ich gehöre eher zu der zweiteren Kategorie, ich laufe zwar unheimlich gerne barfuß, aber mir machen diese Kommentare trotzdem noch was aus (es stört mich einfach), so dass ich oftmals doch Schuhe anziehe, nur, um diese Sprüche zu vermeiden.
[Stimmt es, dass Barfußlaufen in manchen schulen verboten ist?]
Sicherlich, es gibt eben entsprechende Schulordnungen - und, es kann durchaus sein, dass es verboten ist, barfuß zu laufen. Bei uns waren beispielsw. zwei schulen, die im Sportunterricht eine halle geteilt hatten: In einer der schulen war es OK, barfuß am Sportunterricht teilzunehmen, in der anderen nicht.
Ciao! Timu

Als Mittdreißiger bin ich wohl etwas out um Dir einen aktuellen Rat zu geben, versuch's aber trotzdem ... Dann geht's einfacher wenn Frau zu zweit oder dritt ist ... also erst beste Schulfreundin einweihen und gemeinsam die 'Aktion' starten. 2. 'Schnauze tief und durch' (Hardliner) nach ein paar Tagen ist die Thematik uninteressant geworden und das Gehänsel verpufft.
Als Einstieg würd ich einen besonderen Anlass, Ausflug oder so mit der Klasse abwarten und da nach einem erfrischenden Fußbad einfach barfuß weiter laufen. Viel Glück und lass DICH nicht unterkriegen, Dein Selbstbewusstsein wird es Dir in späteren Jahren danken.
Liebe Grüße aus der Schweiz
Marc (CH)

Es ist schwer, der/ die erste zu sein, der/die mit dem sturen Schuhetragen bricht. Auch ich habe es erst geschafft, im Job barfuß zu sein, nachdem es ein anderer vormachte. Dabei waren die Umstände damals sehr günstig, weil unsere Abteilung außerhalb des Werksgeländes in einem Häuschen mit Garten untergebracht war.
Und als ich einige Zeit im einem Liebhaberorchester mitspielte, bin ich erst auch schön brav mit geschlossenen Schuhen hingelaufen, aber als eine der besten Geigerinnen (Medizinerin und Mutter von 7 Kindern!) sich als konsequente Barfüßerin herausstellte, bleiben meine Schuhe auch zu Hause!!
Zwei wesentliche Durchbrüche beim öffentlichen Barfußlaufen verdanke ich also selbstbewussten Menschen, die es vorgemacht haben. Und jetzt hole ich mir täglichen Rückhalt und viele Anregungen aus der Diskussion hier im Forum. Jetzt kann auch ich ein Vorbild sein, das den anderen die Angst vor dem "Leben auf freiem Fuß" nimmt.
Liebe Mena, du brauchst Dir den Mut dazu nicht von den wenig originellen Bemerkungen nehmen lassen, die nicht anderes zu erwarten waren -- und schnell uninteressant werden!
Du kannst jetzt aber Lehrer, Mitschüler, Freunde, Verwandte darüber informieren, dass im Internet ein starker Trend für das "Leben auf freiem Fuß" zustandegekommen ist. Zeige ruhig mal den anderen dieses Forum und das Best of; gib den Lehrern und Verwandten die Adresse meiner Homepage, die vor allem gemacht ist, um diesen Personenkreis zu überzeugen. Vielleicht kannst Du auch den Sportlehrer vom Nutzen des Barfußsports überzeugen oder für das nächste Schulfest einen Fühlparcours anregen.
Wenn Du die Idee vom "Barefoot Lifestyle" nur ein wenig verbreitest, wozu unser Material im Internet vielleicht auch hilfreich ist, wirst Du auch andere Barfuß-Interessenten finden. Es gibt deren viele, aber sie trauen sich nicht :-((
Gemeinsam Barfußlaufen macht riesig Spaß und macht immun gegen dumme Sprüche!
Lorenz

Mich wundert's immer wieder, wenn ich solche Sachen lese.
Zu meiner Schulzeit, die in den späten 80er Jahren endete, wurde nie jemand blöd angemacht, wenn er - oder sie - barfuß in die Schule kam oder barfuß dort herumlief. Wer barfuß laufen wollte, der tat es eben, und wer nicht laufen wollte, der ließ es bleiben!
Und ich hab auch nie mitbekommen, dass ein Lehrer Schülern befahl, Schuhe anzuziehen. Entweder hatten die damals was besseres zu tun, oder der eine oder andere bekam insgeheim bei hübschen Schülerinnen Stielaugen.
Woran liegt das bloß?
Jetzt erzählt mir bloß nix vom Einfluss der Schuhindustrie, das nehm ich keinem ab. bernd

Hi Mena! Ich kann Dich nur darin bestärken, weiter barfuß in die Schule zu gehen.
Versuche, die Sprüche zu ignorieren, auch, wenn's schwer fällt. Man kann dadurch das Selbstbewusstsein stärken und irgendwann hat sich Deine Umwelt schlicht daran gewöhnt, dessen bin ich mir sicher!
Ich muss dem Bernd Recht geben: Stilaugen bekommen wirklich viele, und so mancher Kommentar verdeckt nur stille Bewunderung oder Neid.
Es ist so: wer barfuß in die Schule kommt, fällt auf; heute vielleicht mehr als früher. Die Leute reagieren - wie auch immer - darauf und wollen sich irgendwie damit befassen.
Entweder, sie finden es echt unmöglich, könnten es sich selbst nie vorstellen (das ist, fürchte ich, die Mehrheit), oder sie finden es mutig, interessant oder - das betrifft v.a. viele Jungs - gar ansprechend. Sicher ist es blöd, wenn Lehrer vor der ganzen Klasse Deine Barfüße zum Thema machen, das ist schon hart, schließlich sollte es normal sein, barfuß zu laufen, auch in der Schule. Doch da es das für die Mehrheit nun mal nicht ist - da dürfen wir uns nichts vormachen! - muss man um so selbstbewusster voranschreiten.
Ich glaube, dass mehr Leute den Wunsch haben, barfuß zu laufen, als wir glauben (bzw. diese zugeben).
Ich bin mit 14 zum ersten Mal barfuß in die Schule. Allerdings habe ich mich langsam gesteigert, d.h. hatte erst Schuhe dabei, die ich dann im Laufe des Tages (meist zur ersten Pause) in die Tasche packte; anschließend bin ich barfuß nach Hause. Nachdem ich dies etwa drei Wochen lang getan hatte, fasste ich den Mut, die Schuhe gleich zu Hause zu lassen. Da gab es schon Sprüche, aber abgeschwächt, schließlich waren die Klassenkameraden bereits an meine Neigung irgendwie gewöhnt.
Wie war es bei Dir, Mena? Hattest Du damals Schuhe dabei (die Du evtl. nach einigen Kommentaren wieder angezogen hast?), oder bist Du gleich ganz radikal eingestiegen? Dieser, na ja, "Schockeffekt" zieht dann natürlich einen Haufen blöder Sprüche und noch blöderer Blicke nach sich, das ist klar.
Frage an Dich, Lorenz: Wie war es zu Deiner Zeit? Lag die Barfuß-Quote wirklich so viel höher, wie wir Jüngeren es uns für die späten Sechziger, frühen Siebziger immer so vorstellen? Erzähl doch mal!
An Dich, Mena: Denk Dir nichts! Ignoriere die Sprüche! Viel Freude beim Barfußlaufen!
Liebe Grüße Lotsi

Hallo Lotsi ... und auch an alle anderen... Vielen Danke für eure schnelle Antwort! *staun* Geht ja richtig fix hier! Im Prinzip ist mir das auch schon durch den Kopf geschossen, nächstes Jahr wieder so eine Aktion zu starten, allerdings werde ich dazu diesmal etwas mehr Mut brauchen:-(
[mancher Kommentar verdeckt nur stille Bewunderung oder Neid]
Ja...*seufz*...ist leider nicht gerade selten, das Leute, die sich nicht trauen, offen zuzugeben, das sie jemanden (oder etwas) bewundern, sich hinter einem oftmals furchtbar blöden Spruch verstecken.
Besonders in meinem Alter, wo man halt erst gerade "lernt", mit anderen Menschen umzugehen, und deren Gewohnheiten zu respektieren (oder auch nicht), tun das die Leute ja oft. Ähm...ich glaube, so was nennt man Pubertät...*lol*
Na ja, ich denke aber auch, dass ich meinen Stil finde, und wenn ich mich dazu entscheide, barfuß in der Schule herumzuspazieren, dann sollen sie mich halt lassen. Hmm ... SOLLTEN. Na ja.
[wer barfuß in Schule kommt, fällt auf ... Leute reagieren ... finden es unmöglich oder finden es mutig oder - das betrifft v.a. viele Jungs - gar ansprechend]
Oh - äh...ja, da hast du recht, vor allem mit dem letzten Satz. Ich hör ja so oft, dass Jungs sagen, sie lieben es, wenn ihre Freundin (oder überhaupt ein Mädel) barfuß herumläuft. Das würde ihr so einen Hauch von Natürlichkeit geben, und die Jungs finden das sogar SEHR ansprechend ... *sichmaleinengrinst*
[bin mit 14 zum ersten Mal barfuß in Schule]
Ich auch.
[habe mich langsam gesteigert, d.h. hatte erst Schuhe dabei, die ich dann in Tasche packte; anschließend barfuß nach Hause]
Ja, genau so habe ich das auch gemacht. Den einen Tag habe ich das auch durchgezogen; Ich bin in dünnen Stoffschuhen zur Schule hin, kam mit den Schuhen im Unterricht, und hab sie dann so, während der Stunde ausgezogen. Die Pause über hatte ich sie auch nicht an, und den Heimweg bin ich barfuß gegangen.
Die nächsten zwei Tage bin ich beschuht in die Schule gekommen, während der Schulzeit auch geblieben, und den Heimweg wieder barfuß gestartet. Danach habe ich das aber nicht mehr gemacht.
[Denk Dir nichts! Ignoriere die Sprüche! Viel Freude beim Barfußlaufen!]
Danke, nächsten Sommer werde ich es noch mal versuchen, im Moment ist es mir zu kalt ... (komme aus dem eisigen Schleswig-Holstein.)
mena

Hallo Mena,
[leider nicht gerade selten, dass Leute, die sich nicht trauen, offen zuzugeben, dass sie jemanden (oder etwas) bewundern ... denke, dass ich meinen Stil finde, und wenn ich mich dazu entscheide, barfuß in Schule herumzuspazieren, dann sollen sie mich lassen]
tatsächlich hat Barfußlaufen im öffentlichen Raum nicht selten etwas mit Selbstbewusstsein zu tun, und ich hatte in Deinem Alter zwar viel Lust dazu, aber mein Selbstbewusstsein reichte nicht ... allerdings hatte ich auch niemanden, der mir diesbezüglich Mut gemacht oder mit besseren Argumenten ausgeholfen hätte.
In beiderlei Hinsicht kann das Forum Dir hoffentlich behilflich sein - mit Mut machen haben einige ja schon begonnen und Argumente - auch personenbezogene Beispiele ("Vorbilder" ?) findest Du im "Best of" zuhauf! Und auch Argumente pro barfuß finden sich da satt - während den schuhfixierten Typen nahezu immer solche fehlen, weil ihre Vorurteile gänzlich unreflektiert sind (fast alle von der Sorte : man macht das eben so !).
In diesem Sinne war mir auch in Deinem ersten Beitrag das dümmliche Scherben - "Argument" aufgefallen. Es wird allgemein gerne genommen und steht gerade dann hoch im Kurs, wenn die anderen Märchen - Hundekot und Erkältungsgefahr - umständehalber ausscheiden. Aber an der "Scherbengefahr" in der Schule (oder auf Sportstätten) lässt sich der Schwachsinn der Argumentation besonders schön aufzeigen - denn erstens sind Scherben (oder Splitter im Turnhallenboden oder ...) immer gefährlich und gehören ohne jede Verzögerung beseitigt und die Gefahrenstelle zwischenzeitlich abgesichert - wer also mit solchen in der Schule argumentiert, nimmt an, dass dies nicht geschieht und stellt der eigenen Einrichtung ein bemerkenswertes Armutszeugnis aus, zweitens toben ganz junge Kinder vielleicht noch unbedacht barfuß herum, aber schon bald sind sie verständig genug, um erst zu schauen und dann zu gehen, und drittens ist statistisch betrachtet die Gefahr, sich einen Finger im Fenster, der Tür oder sonst wo zu klemmen mindestens gleich groß oder höher anzusetzen - und wieso sind dann Sicherheitshandschuhe keine Pflicht in der Schule?
Hygienebedenken scheiden ebenso aus ! Natürlich kann theoretisch über den Boden Übertragung stattfinden, aber für eine realistische Chance bedarf es eines warm - feuchten Milieus auf dem Boden - und das gibt es doch wohl weder in Klassenräumen noch auf Schulfluren oder Schulhöfen! - Übrigens stellt sich in Schuhen genau dieses ungesunde Milieu schnell ein ...
Selbstverständlich ist es eine Abwägungsfrage, ob Du Dich - oder man sich - über eine solche Frage mit vorurteilbehafteten Lehrern oder Schulleitern anlegen will - aber dass diese die besseren Argumente hätten, ist nicht zu erwarten. Notfalls kann man immer noch anbieten, schriftlich auf mögliche Ansprüche gegen die Schule wegen einer bestimmten Verletzungsgefahr oder Infektion zu verzichten - da müssten allerdings die Eltern mitspielen. Oder Du spielst das blöde Spiel dahingehend mit, dass Du eben im Unterricht der einen barfußfeindlichen Lehrkraft Flipflops, Birkis, Klepper oder ... anziehst und sie danach wieder in der Tasche verschwinden lässt - Schüler kennen doch auch in anderen Fragen jede Menge Möglichkeiten, um ihre Lehrer auszutricksen.
Viele der Forumteilnehmer schwören allerdings auf das "und führe mich nicht in Versuchung" - Verfahren und nehmen deshalb gar keine Schuhe mit auf den Weg!
Herzliche Füße aus Köln nach Norden Georg

Ich kann mich den anderen nicht ganz anschließen. Heutzutage ist das Klima an Schulen in manchen Fällen nicht mehr so, dass man sich es als Schüler erlauben kann aufzufallen, da man Mobbing, bis hin zu schweren Tätlichkeiten auf sich ziehen kann.
Also würde ich schwer anraten auf Experimente zu verzichten und besser außerhalb der Schule Deinem Barfußvergnügen nach zu gehen.
Plattfuß

Widerspruch!!! Was Mena da erlebt hat, war ganz und gar kein tätliches Mobbing, sondern die ganz normalen schwächlichen Kommentare, die da kommen und gleich wieder gehen!
Da ist also wirklich kein Grund, sich einschüchtern zu lassen.
Wenn wir uns in solche irrealen Ängste hineinsteigern, werden wir uns nie frei entscheiden können!!!
Macht's gut und erst recht unbeschuht, Lorenz

Ob jemand an der Schule gemobbt wird oder nicht, hängt wohl weniger davon ab, ob und wie jemand durch sein Verhalten auffällt, als vielmehr, wie jemand sich dieser Situation stellt.
Wer sich etwas anders gibt (Kleidung, barfuß oder sonst was "verrücktes") und auf die ersten blöden Sprüche anderer unsicher wird, hat bereits verloren! Hier heißt es einfach cool bleiben, und schon gar nicht einen Rückzieher antreten.
Auf das Beispiel von Mena bezogen heißt das ganz einfach, es Sommer noch einmal barfuß zu versuchen, und vielleicht trotz blöden Sprüchen es am nächsten Tag gleich nochmals. Irgendmal merkt es dann jeder, dass du dem "Gespött" anderer überlegen bist und der eine oder die andere deine mentale Stärke sogar bewundert.
Jedenfalls wünsche ich Dir viel Mut dazu spency

Nun gut, Mena äußerte nichts weiter zu ihrer Schule und dem zugehörigen Umfeld.
Es ist natürlich in den allermeisten Schulen nicht so schlimm wie ich es ausgemalt habe. Das müsste man einschätzen. Aber wenn es so schlimm ist wie von mir beschrieben, und das ist nun wiederum keine Ausnahme, dann ist es in der Tat besser möglichst nicht aufzufallen. Da hilft einem irgendwelche mentale Stärke nicht, wenn man bei Irgendwem/ wer der/ die in irgendeiner Gang ist, auf den Kicker gerät und dann miteinmal nach ein zwei vermeintlich coolen Sprüchen 10 Leute um sich rumhat, denen dann ganz egal ist, warum sie prügeln. Ist leider so.
Plattfuß

Hi mena Ich geb dir nen guten Tipp, geh dann barfuß in die Schule, wenn du wirklich gute Laune hast, dann kannst du den Leuten mit ihren Kommentaren ein strahlendes Lächeln zukommen lassen.
Das hilft meistens.
Ciao Dalina

Hallo Barfußfreaks!
Unser Direx verbietet Barfußlaufen an der Schule und sagt, das sei per Hausordnung geregelt und nur in der Turnhalle gestattet. Im Falle eines Verstoßes droht er mit Verweis oder Rauswurf.
Ist das überhaupt legal? Schule ist doch ein öffentliches Gebäude, und da müssten einheitliche Regeln gelten (entweder überall erlaubt oder nirgends).
Oder kann jeder Schulleiter sein eigenes Süppchen per Hausordnung kochen? Hat jemand da juristische Erfahrung?
Pete, ein Ratsuchender

[Ist das überhaupt legal?]
Wenn es tatsächlich in der Schulordnung steht (was man dir erst mal beweisen muss), dann zunächst mal ja. Sollte er dir das schriftlich nicht nachweisen können, handelt er willkürlich und damit rechtswidrig; ein solches Verhalten kann man z.B. dem Ministerialbeauftragten (weiß nicht, ob das in anderen Bundesländern auch so heißt) mitteilen. Allerdings macht man sich damit natürlich einige Feinde...
[müssten einheitliche Regeln gelten]
Zumindest in Bayern ist es glaube ich so, dass es eine allgemeine Schulordnung gibt (z.B. Gymnasialschulordnung), die für alle Schulen verbindlich ist. In der wird aller Wahrscheinlichkeit nach nichts über Barfußlaufen stehen.
Diese allgemeine Schulordnung kann jede Schule um ihre eigenen Punkte ergänzen. Da kann dann auch was gegen Barfußlaufen stehen. In diesem Fall ist es am besten, den Elternbeirat mit guten, wohl überlegten Argumenten darauf aufmerksam zu machen; der ist meistens am Aufstellen der Schulordnung beteiligt.
Du kannst natürlich auch versuchen, den Direktor sachlich und ruhig zu überzeugen mit Argumenten wie z.B. "wer barfuß läuft, wirft keinen Dreck auf den Boden". Bei den meisten ist das allerdings sinnlos, da es ihnen gar nicht um die Sache an sich geht, sondern einfach darum, ihr klitzekleines bisschen Autorität auszukosten.
Das beste wird wohl sein, die Sache einfach sein zu lassen und sich zu fügen; das ist vielleicht ein bisschen feige, allerdings ist man an der Schule einfach zu sehr von Leuten abhängig, die einem dauerhaft das Leben versauen können, das ist die Sache einfach nicht wert. Vor allem ist es ja auch nur wenige Tage im Jahr wirklich heiß.
Bei uns am Gymnasium war die Sache eigentlich nie ein Thema, da niemand barfuß lief, auch nicht in der Oberstufe. Aber ich nehme mal an, das wäre unseren Lehrern/ Direx wurscht gewesen, wie so viele andere Sachen auch.
Andi von der Saar

Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass das Barfußlaufen außerhalb der Sporthalle überhaupt in der schriftlichen Schulordnung erwähnt ist. In der Schulsporthalle, in der ich Ju-Jutsu-Training gebe, besagt der Aushang zur Benutzungsordnung sogar, dass man die Halle lediglich mit Sportschuhen, die nicht draußen getragen werden, benutzen darf. Wir kommen deshalb nicht auf die Idee, zum Training Schuhe anzuziehen.
Beim letzten Aufkommen Deiner Frage im Forum ging es wohl um die angeblichen Gefahren durch Keime. Auf konkrete Gefahrenabwehr kann sich eine Schulvorschrift stützen, die sonst drohende Gefahr muss aber tatsächlich nachvollziehbar sein.
Hans-Martin

Ich kenne den Spruch "Das Betreten der Sporthalle in Straßenschuhen ist nicht gestattet". Das bedeutet also, entweder Schuhe, die nicht auf der Straße getragen werden, oder gar keine. Wer keinen Straßendreck reintragen will, kann sich ja schon beim Reinkommen der Dusche bedienen.
Unci

Als ich in die Grundschule ging, gab es dort auch so eine Regelung.
Straßenschuhe mussten in einem Regal vor dem Klassenzimmer und Jacken mussten, wie es hieß aus hygienischen Gründen an einem Haken vor dem Klassenzimmer gehängt werden.
Die Klassenzimmer durften ebenfalls nur in Hausschuhen, mit Socken oder barfuß betreten werden.
Das Problem dabei war, dass sowohl die Schuhregale als auch die Kleiderhaken jedem zugänglich waren, d. h. allen Schülern aber auch Personen die von außen in das Schulgebäude gelangen konnten, da die Haupttüre während des Unterrichts ja immer offen war.
Deshalb durfte man dann nach Schulschluss auf die Suche nach seinen Sachen gehen. [...]
Ein Mitschüler und eine Mitschülerin kamen daraufhin bei halbwegs erträglichen Temperaturen immer barfuß zur Schule, was aber dann wieder den Schmutzeffekt in der Klasse hatte, der eigentlich vermieden werden sollte.
Eine besorgte Lehrerin, die wir aber nur zweimal die Woche zwei Stunden hatten, sagte dem Mädchen einmal, dass sie Ihre Straßenschuhe anziehen solle, wenn sie die Hausschuhe vergessen habe und sie keine Bestrafung befürchten brauche (das Betreten des Klassenzimmers mit Straßenschuhen wurde bestraft), weil es barfuß doch zu kalt sei.
Dass sie barfuß zur Schule gekommen sein könnte und draußen weder Haus- noch Straßenschuhe standen gab es für diese Lehrerin anscheinend nicht. [...]
Ich hatte als Kind mit barfuß überhaupt nichts am Hut und war froh wegen meiner Knick-Senk-Spreizfüsse ein ärztliches Attest zu haben, das es mir ermöglichte, während des Unterrichts die Straßenschuhe wie auch die Lehrer anlassen zu dürfen, weil gemäß der damaligen Medizin Einlagen immer getragen werden mussten und Hausschuhe zu diesem Zweck nicht geeignet sind.
Wäre man konsequent, müssten sich auch die Lehrer der Schuhe entledigen; aber das war nicht der Fall.
Lothar

Kann nur sagen, dass bei uns in der Grundschule galt, barfuß ist in Ordnung (wurde 72 eingeschult). Das galt bis 76, denn dann wurde die Schule mit Teppichboden ausgestattet (vorher Holzböden), es hielt sich aber fast keiner an das Verbot von Straßenschuhen oder barfuß von draußen.
Wir waren es halt so gewöhnt, nach Pfingsten hatten von 30 höchstens 3 Schuhe an. Könnt Ihr euch ja vorstellen, wie Er oder Sie dastanden.
"Hat es Mama verboten, weil es zu kalt ist? Usw.
Wenn Mama für Schuhe war, "is noch zu kalt", hielten sie an den Füssen bis ums Eck. Dann an den Ranzen gebunden. Es war halt bei uns damals NORMAL, barfuß in die Schule zu gehen, jeder wartete im Frühjahr, wer ist der erste ohne Schuhe! Und hat keine dabei, also von daheim erlaubt! Alle waren neidisch, wenn Er oder sie durfte.
Über die neusten Sportschuhe konnte man auch nicht streiten, da wir auch barfuß Fußball im Sport spielten. Nach 76 brach das leider stark ein, siehe Teppichboden, und wir gingen auf andere Schulen, Gymnasium, Real-, Hauptschule.
Ich selbst zog mit meinen Eltern nach München, dort war der Spaß auch vorbei. Leider!
Vor 3 Jahren war ich mal wieder in Lohhof im Festzelt zum Rockabend im August. Welche Freude, ein Drittel der Gäste lief dort barfuß herum in meinem Alter. Die, mit denen ich mich unterhalten habe, waren alle in der Schule Johann Schmitt in verschiedenen Klassen und laufen heute noch gerne barfuß, allerdings traut sich fast keiner mehr. Sehr Schade, aber ich verstehe die Leute heute auch.
Aber jedes Jahr im Zelt zur Rocknacht trifft man sich wieder, um über alte Schulzeiten zu quatschen und dort wird barfuß gerne gesehen.
Seit dem fahre ich jedes Jahr gerne hin, auch wenn viele aus dem Auto aussteigen und dann erst die Schuhe abstreifen, einmal im Jahr zu Feier der Johann Schmitt Schule.
Grüße aus München
Horstedewolf

 

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