Verschiedene Tipps
für das
"sich trauen" und zur Selbstüberlistung
(aus verschiedenen Forumbeiträgen im
Sommer/Herbst 1998)
Na ja, das mit dem Outen ist schon schwierig. Meine
Erfahrung ist, dass es gut funktioniert, wenn man an einem schönen Sonnentag einfach
barfuß durchs Dorf/Kleinstadt/Großstadt tigert und ein paar Schuhe - am besten Sandalen
- in der Hand trägt. Dann sehen die Leute, dass man ganz
bewusst und mit Absicht barfuß
läuft, aber gleichzeitig jederzeit in der Lage ist, sich den gesellschaftlichen Zwängen
wieder anzupassen (darum die Schuhe in der Hand).
Gleichzeitig hat man selbst diese Sicherheit und was in den Händen, das nimmt die
Nervosität (entspricht ein bisschen der Zigarette - manche brauchen was zum Festhalten).
Versuch's mal.
Grüße aus dem Ruhrpott,
Alex
Vielleicht darf ich Dir einen Vier-Stufen-Pan vorschlagen ?
1. Genußbarfüßer
Überlege Dir einige Gelegenheiten, was Du gerne barfuß machen würdest, halte nach
passender Witterung Ausschau - und dann befreie Deine Füße und genieße !
Was in diesem unserem Lande übrigens kaum jemand begriffen hat, ist, dass
Schuhe
nicht mit Kontaktkleber, sondern Schnürsenkeln o.ä. an den Füßen befestigt sind - man
sie also auch schnell Ausziehen
kann ... Meine warten in letzter Zeit häufig (oft
vergebens) im Auto auf mich ...
2. Gute-Laune-Barfüßer. Einfach bei Silvia nachlesen ...
3. Barfüßer. Selbstverständlich barfuß sein, wann immer es geht ...
4. Ich- legs- drauf- an- Barfüßer. Selbstverständlich barfuß sein, auch wenn es eigentlich
nicht geht ...
Du kannst auch bei der zweiten oder dritten Stufe innehalten, ich bin auch nicht bis zur
vierten gekommen ... Was hältst Du von diesem Konzept ?
Georg
Noch ein (nicht- nur- Anfänger-)Tipp für kältere Tage: Klemmt Euch einfach als
"Erklärung" für die nackten Füße ein Paar Rollerblades unter den Arm, so
sieht es für jeden so aus, als hätte man die Dinger nur gerade ausgezogen, weil man dort
(z. B. auf dem Kopfsteinpflaster) nicht fahren kann oder es (z. B. im Laden) nicht darf.
Micha
Wenn Du noch nie barfuß unterwegs warst, dann probier's doch das erste Mal in
schönen, warmen Sommernächten. Der Vorschlag von Alex ist natürlich auch sehr gut. Du
kannst ja auch barfuß mit dem Auto fahren, Deine normalen Einkäufe oder so erledigen und
dann wieder ins "sichere" Auto schlüpfen. Letztes Stadium ist dann, ständig
barfuß zu sein.
Wenn es bei Dir doch zu konservativ ist, kannst Du natürlich mit einem Urlaub in einem
Seebad beginnen - wo viel geschwommen, gesurft oder gesegelt wird, sind Barfüßige noch
normaler als sonst.
Barfüßige Grüße von
Sebastian
So einen ähnlichen Trick wie mit dem Schuhe - Verlieren
habe ich
übrigens auch schon ausprobiert. Als ich mal mit einer Freundin in der Stadt war, habe
ich extra ganz alte, eingerissene (nachgeholfen!) Espandrillos angezogen, die beim Laufen
dann noch mehr kaputt gingen (wieder nachgeholfen!), und so musste
ich sie dann
"leider" in eine Mülltonne werfen und mit nackten Füßen weiterlaufen ...
Micha
Bis jetzt immer noch Sandalen dabei gehabt, wenn ich barfuß raus gegangen bin -
vielleicht muss ich die ja auch mal verlieren. Wenn ich nachher aus dem Haus gehe, werde
ich die Sandalen "vergessen" (verlieren kommt mich auf die Dauer dann doch zu
teuer). Ich find es übrigens lustig, was sich die Leute (ich ja auch, oder Du mit Deinen
zerfetzten Espandrilles) so alles einfallen lassen, um sich selbst keine Wahl zu lassen,
wenn es ums Barfußlaufen geht. Vielleicht sollte man die Tipps
mal sammeln. Michaela
Da ich, wenn ich mit anderen Leuten zusammenkomme, die ich nicht so gut kenne, mir mit dem
barfuß laufen nicht immer so sicher bin, und ich Angst hatte, dass
ich mir dann doch
unterwegs meine Schuhe anziehe, habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und meine
Schuhe zuhause gelassen.
Katja
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