Barfuß - Pressespiegel : Barfußwanderungen
Barfuß durch den weichen märkischen Sand
Wenn am kommenden Sonntag Dutzende
von Wanderern barfuß durch märkischen Sand stapfen, dann handelt es sich nicht
um eine Selbsterfahrungsgruppe, sondern um die Leser der Berliner Morgenpost.
Denn auf der dritten Etappe der 66- Seen- Wanderung führt unser Weg von
Brieselang (Havelland) nach Hennigsdorf (Oberhavel) kilometerweit über weichen
Sand, der zum Barfuß- Laufen geradezu herausfordert.
Gleich hinter Brieselang
erreichen wir den Nymphensee. Wer baden will, muss ein andermal wiederkommen,
denn 18 Kilometer Weg liegen noch vor uns. Durch einen hohen Laubwald an einer
Försterei vorbei kommen wir an das Ufer des Havelkanals, um dann in ein
weiteres Waldstück abzuzweigen. Links stehen Kiefern und Eichen am Wegrand,
rechts schweift der Blick über ein freies Feld - wir wandern die Waldkante
entlang durch den hellen märkischen Sand. Ein letztes Mal treffen wir auf den
Havelkanal, genießen den Ausblick auf die Schönwalder Schleuse und folgen
wieder einem sandigen Weg durch Heide und Kiefernwald. [...]
Nachdem wir hinter
Schönwalde ein Sumpfgebiet passiert haben, wandern wir auf einem breiten
Sandweg bis nach Hennigsdorf, dem Ziel unserer Etappe. Durch die gepflegte
Fußgängerzone mit Springbrunnen bummeln wir gemütlich die letzten Meter bis
zum Bahnhof der Kleinstadt. [...]
[Berliner Morgenpost, 25. 05. 2000]
Plauen: Heidelandschaft baren Fußes genommen
Naturfreunde bewältigen
Weidenteichgebiet ohne Schuhwerk - 30 Wanderer erleben urbane Natur
Das Wandern
ist des Müllers Lust. Und eifrige Geschichtsforscher sollen nach akribischer
Kleinarbeit herausgefunden haben, dass der Müller seinerzeit barfuß durch die
Kante lief.
Die Naturfreunde Plauen folgten am Donnerstagabend dem historischen
Vorbild und starteten einen ersten behutsamen Selbstversuch: Quer durch das 335
Hektar große Naturschutzgebiet "Großer Weidenteich" nahe Rößnitz
und Schneckengrün bewanderten 30 Teilnehmer einen etwa vier Kilometer langen
Kurs. [...]
Margot Schiffl fragte: "Kann ich als alte Frau beim Laufen auch
ein wenig Schmuu machen?" Leupold erklärte am Start: "Natürlich soll
nicht der ganze Weg ohne Schuhe bestritten werden. Jeder nach Belieben."
Ziel sei es, den Unterschied, das Gespür für urbanes Naturerleben
auszuprobieren. [...]
Durch Heidelandschaft, vorbei an Wäldern und
Feuchtbiotopen wurde gelaufen. Der Untergrund kam den Leuten entgegen. Zum einen
zwar steinig und anspruchsvoll, lud ein sanft weicher Wiesenweg später zum
Schuhe ausziehen ein.
Renate Schuberth fand es amüsant, zuletzt war sie als
kleines Mädel schuhlos unterwegs: "Sollte man öfters machen, es ist
angenehm."
[Freie Presse, 09. 06. 2000]
Barfuß über das weiche Moor
Wann hat man schon Gelegenheit, ohne Schuhe zu
wandern?
Ein ganz neues Wandergefühl erhält man beim geführten Barfußspaziergang mit Elisabeth Kobelt im
Rietbach - Hochmoor oberhalb von Krummenau.
Der weiche Moosboden des Moores erweist sich als wahrer Fußschmeichler, er streichelt Füße und Seele gleichermaßen. Elisabeth Kobelt
führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kundig durch die feuchte und torfige
Pflanzenwelt des Hochmoores.
Vom Rietbacher - Moor erschließt sich der Blick
direkt auf den höchsten Nagelfluhberg Europas, den Speer. Der Barfußspaziergang findet vom 15. Juli bis zum 12. August jeweils
Samstag um 11
Uhr statt. Treffpunkt ist die Talstation der Sportbahnen Wolzenalp im Toggenburg. Dann geht es mit dem Sessellift nach
oben [...]
[Liechtensteiner Volksblatt, 5.7.2000]
Im ersten Anlauf wurde leider nichts daraus, wie der folgende Beitrag zeigt :
Zweiter Versuch: «Barfuß übers Moor»
Krummenau. Nachdem die erste Barfuß - Wanderung über das Moor auf Ritetbach buchstäblich im Wasser ertrank,
wird am kommenden Samstag ein zweiter Versuch gewagt.
Somit bleibt die Frage,
wann hat man schon Gelegenheit, ohne Schuhe zu wandern vorerst unbeantwortet.
Ein ganz neues Wandergefühl erhält man beim geführten Barfußspaziergang mit
Elisabeth Kobelt im Rietbach - Hochmoor oberhalb von Krummenau. Der weiche
Moosboden des Moores erweist sich als wahrer Fußschmeichler, er streichelt Füße
und Seele gleichermaßen. Elisabeth Kobelt führt die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer kundig durch die feuchte und torfige Pflanzenwelt des Hochmoores.
Der
Barfußspaziergänge finden bis zum 12. August jeweils samstags um 11 Uhr statt.
Treffpunkt ist die Talstation der Sportbahnen Wolzenalp im Toggenburg. Dann geht
es mit dem Sessellift nach oben. [...]
[St. Gallener Tagblatt, 19. 07. 2000]
Und eine Woche später die Erfolgsmeldung :
Barfuß durchs Moor, etwas fürs
Herz und Gemüt
Krummenau. Seit vergangenem Samstag ist das Sommerprogramm der
Tourismusregion Toggenburg um eine Attraktion reicher: Elisabeth (Be) Kobelt
führte eine interessierte Wandergruppe durch das Hochmoor auf Rietbach.
Das
Spezielle daran: Vor dem Start hieß es «Schuhe ausziehen». Die Schritte im
feuchten, weichen und warmen Moorboden erwiesen sich für die Füße als wahre
Wohltat. Auch für das Auge und nicht zuletzt für das Gemüt war gesorgt.
Be
Kobelt wies auf den seltenen Sonnentau und zahlreiche andere, im Moor heimische
Pflanzen und Tiere hin, erläuterte die Entstehung des Hochmoors und hob den
hohen ökologischen Wert hervor. Mit den Barfußwanderungen - die regelmäßig stattfinden - möchte die Ennetbühlerin das Bewusstsein für diese sensible Art
von Landschaft fördern.
[Tagblatt, 26. 07. 2000]
Verschiedene Kuren für die
Füße
Das Wetter zeigte sich am
letzten Aktionstag mit Publikumsbeteiligung für einmal von seiner besten Seite.
16 Wandervögel machten sich morgens auf den Weg von Appenzell nach Gonten. Das
Redaktionsteam vertraute dabei auf das ortskundige Ehepaar Wiederkehr aus Gonten,
das dem Barfuß - Wanderweg zustrebte.
Eine Hinweistafel mit Fußabdrücken war
für rund die Hälfte der Wandergruppe das Signal, die Schuhe nun auszuziehen
und blutten Fußes weiterzuwandern. Das Gras, feucht von nächtlichen
Regengüssen, erfrischte das Gehwerkzeug. Von einer angenehmen Kneippkur war
fortan die Rede. Frisch gestärkt ging es nach der Golflektion dem Jakobsbad
entgegen.
Es folgte ein Wegstück über den Kies, das den tapferen Barfußwanderern einiges abverlangte. Plötzlich war mehrheitlich von einer
Fußreflexzonenmassage die Rede. «Die soll ja auch gesund sein», sprach man
sich gegenseitig Mut zu und hielt gleichzeitig Ausschau nach den weicheren
Rasenfleckchen.
[Appenzeller Zeitung, 11. 08. 2000]
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