Barfuß - Pressespiegel : Tastpfade und Barfußwege
Über Balancierbalken
zum Barfüßlerweg
Stadtpark wird zum Versuchsfeld der Sinne
A. Rieger Großenhain. Sehen und Hören werden von unseren zwei wichtigsten Sinnesorganen
Auge und Ohr ausgeführt. Ohne diese visuelle und auditive Orientierungsmöglichkeit
wären wir beispielsweise im alltäglichen Straßenverkehr völlig hilflos. Sind unsere
Augen in tiefer Dunkelheit in ihrer Wahrnehmungskraft überfordert, können wir diesen
Mangel durch unseren Tastsinn wieder annähernd ausgleichen. Mit unserer Nase können wir
zwischen angenehmen und unangenehmen, ja vielleicht sogar gefährlichen Gerüchen
unterscheiden.
Leider nimmt die bewusste Wahrnehmung der Umwelt über diese fünf Sinne zusehends ab, das
erkannte 1965 bereits Hugo Kükelhaus, seines Zeichens Naturwissenschaftler und Künstler.
Er entwickelte daraufhin ein "Versuchsfeld zur Organerfahrung", welches im
Speziellen die Entfaltungsmöglichkeiten unserer Sinne anregt.
Zum "2. Erlebnisfest der Sinne" im Großenhainer Stadtpark sind einige Stationen
dieses Versuchsfeldes wieder aufgebaut. Zur Aktivierung seines Fühl- und Tastsinnes kann
man den "Barfüßler Weg" beschreiten. Kein Parkett, Linoleum oder Teppich -
sondern der Fußboden als dreidimensionale Greifzone für eine Selbstmassage der Füße
und Fußsohlen. Diese Schlussfolgerung beruht auf den Forschungen des amerikanischen
Mediziners Fitzgerald, der sich im Besonderen mit der uns heute bekannten
Fußreflexzonenmassage beschäftigte. Barfuß kann man sich über verschiedenste
Materialien bewegen und bewusst die Unterschiede zwischen hart und weich, grob und fein
oder glatt und rau wahrnehmen. Wer einen guten Gleichgewichtssinn hat, kann durch das
Schließen der Augen die Tastempfindungen noch verstärken.
Muss man nach dem Gang über den "Barfüßler Weg" feststellen, dass der
Gleichgewichtssinn nicht mehr an jenen aus Kindertagen erinnert, als man mutig über jeden
Bordstein balancierte, der kann sich dem Balancierseil, dem Balancierbalken oder
Balancierholz zuwenden. Jeder kennt dieses Gefühl, im ständigen Balancieren dem roten
Faden im eigenen Leben zu folgen.
Das "Erlebnisfeld der Sinne" lädt also ein zum Ausprobieren oder gezielten
Training unserer Wahrnehmungsfähigkeiten, damit wir bestimmte Anforderungen des Alltags
oder spontane Aktionen wieder spielend bewältigen können.
[Sächsische Zeitung, 07. 07. 1999]
Geheimnissen der Natur auf der Spur
Sinnesgarten macht Kinder stark
[...] »Sinnesgarten - das Spiel mit den Sinnen«, so lautet der Titel einer Schau in
den Räumen der Wirtschaftsschulen Steinfurt. Anders als bei den üblichen
Ausstellungen für die Augen ist der aufgebaute Parcours als vielfältiger
Anreiz für die übrigen Sinne gedacht. Riechen, Tasten, Fühlen und Hören
werden angesprochen. Die Idee zu diesem Erlebnisgang stammt von Astrid Bröker,
Mitglied des Beratungslehrerteams.
In Zusammenarbeit mit der Schule für
Ergotherapie, der Deutschen Angestellten Akademie und in Kooperation mit der
Fachstelle für Suchtvorbeugung in Rheine verwirklichte Karin Wenzel
(Diplompädagogin an den Wirtschaftsschulen) die Organisation dieses
Sinnesgartens.
Der grundlegende Gedanke hinter diesem Projekt: »Kinder stark
machen«. Das wollen doch alle Eltern und Lehrer. Sicher, nur der Weg dahin
bleibt oft im Alltagsleben stecken. Dabei ist gerade die Sinnesentwicklung in
der heutigen Generation durch die rasante technische Entwicklung schwieriger
geworden. Selbstverständlich ist es, dass Kinder, statt draußen zu spielen,
manchmal nur vor dem Bildschirm sitzen. Viele Dinge in der Natur bleiben ihnen
fremd.
Barfuß über Tannenzapfen oder durch Sand gehen, auf Bäume klettern und
balancieren, dass können einige nicht. Fehlendes Ausdifferenzieren von Fein-
und Grobmotorik verdeckt gelegentlich die geistige Reife mancher Kinder. Hilfe
gegen so genannte sensorische Integrationsstörungen darf allerdings in keinem
Programm von Beratungsstellen für Kinder und Jugendliche fehlen. Die Eltern
bemerken die Symptome wie häufiges Hinfallen, Anstoßen, Hyperaktivität,
verzögerte Sprachentwicklung und sonstige Verhaltensauffälligkeiten oft erst
im Schulalter. Da auch in der Arbeit mit jungen Kindern im Kindergarten
derartige Beobachtungen gesammelt werden können, ist es wichtig, schon früh
Defizite zu erkennen und zu beheben. Deshalb haben Erzieherklassen diese
Erfahrungsschau ebenso interessiert angenommen, wie die Fachoberschulklassen.
Das Thema Wahrnehmung ist ihnen aus der Praxis wie auch in der Theorie bekannt.
[...]
Wieder ein Gespür für die Umwelt mit allen Sinnen zu entwickeln war das
Anliegen der Veranstaltung. [...] Zum Thema: Sensorische Integrationsstörungen
Mit sensorischen Integrationsstörungen wird ein Prozess beschreiben, der im
Mutterleib beginnt. Der Weg der Reizaufnahme vollzieht sich durch die
Sinnesorgane. Diese veranlassen die Weiterleitung zum Gehirn, die dortige
Speicherung, Koordination und Verarbeitung. Wenn dieser Prozess reibungslos
verläuft, kommt es zur Reizbeantwortung und damit zur Handlung beziehungsweise
Reaktion. Störungen, wie mangelnde oder unangemessene Sinnesangebote,
seelischer Druck, Gifte im Mutterleib, Sauerstoffmangel und anderes führen zu
einer instabilen Sinnesentwicklung beziehungsweise sensorischen
Integrationsstörungen.
[Westfälische Nachrichten, 30. 05. 2000]
Mit den Füßen die Natur ganz anders
erfahren
Vor allem Schüler halfen beim Bau des Fußfühlpfades kräftig mit /
Wie fühlen sich unterschiedliche Materialien an? [...]
An der Vils bei Ensdorf
soll rund um die Bund- Natur- Schutz- Hütte neben dem Radwanderweg im Laufe der
Zeit ein Natur- Erlebnis- Gelände entstehen, auf dem Natur mit allen Sinnen
erfahrbar wird.
Am Samstag wurde unter Anleitung von Dipl.-Biologe Andreas
Raaber vom BN ein Fußfühlpfad gebaut. Rundhölzer wurden ganz genau
eingepasst. Verschiedenste Materialien wurden verarbeitet. Auf die erforderliche
Länge wurden die Rundhölzer zugesägt. Pünktlich um 9 Uhr, lobt dieser,
standen 18 Kinder der Volksschule Ensdorf "Gewehr bei Fuß" und
warteten schon auf ihren Arbeitseinsatz. [...]
Grobe Vorarbeiten hatte bereits
die Woche zuvor das Wasserwirtschaftsamt Amberg mit Maschinen- und
Arbeitseinsatz geleistet. Da wurde am Samstag eifrig gepickelt, mit der Säge
Rundholz geschnitten, die Ränder und einzelnen Felder des insgesamt 35 Meter
langen Fußfühlpfades gebaut; Kies, Schotter, Split und Sand, Rindenmulch und
Waldboden in Schubkarren geschaufelt, in die vorbereiteten Felder ausgekippt,
planiert, fest getreten. Natürlich wurde auch gleich ausprobiert, wie sich der
unterschiedliche Untergrund anfühlt. [...]
Auf dem Fußfühlpfad kann - wie der
Name sagt - mit bloßen Füßen verschieden artiger Untergund aus Natursteinen,
grobem Kies, Sand, stehenden Rundhölzern, Split, Rindenmulch, liegenden
Rundhölzern, feinem Kies, Fichtenzapfen und Waldboden erfühlt und ertastet
werden. Es kann erspürt werden, wie er sich anfühlt - weich oder hart, spitz
oder glatt, warm oder kühl, ist er nachgiebig oder fest. Dies fördert zudem
die Durchblutung.
Geeignet ist er auch für kleine "Blinde- Kuh- Tests"
als Spieleinlage bei einer Wanderung. Am nahen Bootssteg der Umweltstation
Kloster Ensdorf kann man anschließend seine Füße im kühlen Wasser der Vils
reinigen oder erfrischen. [...]
[Mittelbayerische Zeitung Lokales 10.4.2000]
Barfuß zurück zur Natur
Grünes Klassenzimmer im Umweltzentrum Plochingen -
Mit dem Wort Natur wissen viele Kinder aus Ballungsgebieten nichts mehr
anzufangen. Im Grünen Klassenzimmer des Umweltzentrums Neckar - Fils ändert sich
das.
[...] Mit vielen spitzen Schreien und ganz vorsichtig auftretend, tasten
sich die Zweitklässler der Plochinger Burgschule über den mit Splitt
eingestreuten Weg vor dem Umweltzentrum auf dem ehemaligen Plochinger
Landesgartenschaugelände. Sie laufen barfuß, und viele von ihnen versuchen so
schnell wie möglich auf eine betonierte Fläche vor dem Haus zu kommen.
"Viele Kinder, die uns besuchen, sind noch nie barfuß gelaufen'', fällt
Andreas Lämmert, der zusammen mit je drei Zivildienstleistenden und
Praktikanten das Grüne Klassenzimmer umtreibt, zum Verhalten der Mädchen und
Buben ein.
Der Mangel an Naturerfahrung unter den Kindern ist jedoch wesentlich
umfangreicher. Um gerade den Kids aus Ballungsgebieten die Natur wieder
zugänglich zu machen, gründete der Naturschutzbund in seinem Plochinger
Umweltzentrum das Grüne Klassenzimmer. Seither nahmen über 200 Schulklassen
das Angebot wahr. Allein in diesem Jahr wollen Mädchen und Buben aus 93 Schulen
den Garten der Sinne, den Lebensraum Wasser oder die Knochenwerkstatt vor allem
mit Händen und Füßen erforschen. [...] "Vom mehrkanaligen Lernen haben
die Kinder am meisten. In den normalen Klassenzimmern kann dieses Angebot nicht
gemacht werden'', wird die Schulrätin ihren Kollegen sagen. [...]
[Sindelfinger, Böblinger Zeitung 19. 05. 2000]
Sprechen lernen beim "Blauen Elefanten [...]
Das Kinderhaus "Blauer Elefant" in der Nordstadt betreut zu 89 Prozent
ausländische Kinder. Viele von ihnen sprechen nur wenig Deutsch, haben einen
geringen Wortschatz oder Grammatikprobleme. Jeden Tag kommen deshalb zwei
Lehrerinnen der Grundschule Nord in die Kita, um mit den Kindern Sprechübungen
zu machen. [...]
Aus 26 Nationen kommen die Kinder im "Blauen Elefanten", zum Beispiel
aus Vietnam, der Türkei, Bosnien oder dem Irak. Im Kindergarten lernen sie
nicht nur Deutsch zu sprechen, sondern auch ihre Umgebung mit allen Sinnen
wahrzunehmen. In den Räumen sind verschiedene Naturlandschaften nachgebaut. Da
gibt es einen Wald, in dem die Kinder mit nackten Füßen unterschiedliche
Oberflächen spüren, aber auch einen Strand, aus feinem weißen Sand und die
Möglichkeit gleich daneben zu baden. Auch Bewegung fördere die
Sprachentwicklung, sagte Wirries. Es gehe hier nicht um logopädische Übungen,
sondern um ein "ganzheitliches Konzept".
[Hildesheimer Allgemeine Ztg., 03. 04. 2003]
Einen Tag lang im Indianerland
Einen Tag als Indianer verbringen, als
«Aufgehende Sonne» durch das Tipidorf schreiten, während «Lauter Fuß» die
Trommeln schlägt. Für viele Kinder ging dieser Traum am Indianerfest in
Erfüllung.
So viel war da zu erleben und über die Kultur der Indianer zu
erfahren. Während «Scharfes Auge» besonders gern mit Pfeil und Bogen auf
Wildschweine und Truthähne zielte, lauschte «Stilles Leben» mit großer Hingabe der Geschichte, die von der Indianersquaw erzählt wurde.
«Eitler
Abend», wie könnte es anders sein, hatte seine lange schwarze Mähne besonders
schön hergerichtet.
In den Tipis träumte «Leiser Biber» zu Geräuschen und
Düften aus der Prärie vor sich hin, während «Mutiger Busch» barfuß über
Steine, Moos und Stroh lief.
Was machte es an diesem herrlichen Tag noch aus,
wenn «Hinkender Bär» auf dem Wasserparcours sein kostbares Wasser
verschüttete, und «Schreckliche Nacht» im dunklen Tunnel, ausgestattet mit
allerlei unheimlichen Objekten, doch ein wenig Angst hatte. Schließlich konnte
sich jeder, nachdem er sich mit einer Schnitzerei auf dem Totempfahl verewigt
hatte, am Lagerfeuer oder bei den fleißigen Squaws mit indianischem Essen
wieder stärken. [...]
[Bieler Tageblatt, 6.7.2000]
Halloween: Barfuß durch den Grusel-Parcours [...]
Durch die Öffnung des Schlafsacks schrecken Horror-Fratzen, in jedem Kürbis
flackert's unruhig, schaurige Gestalten locken zum Schwoof in ihr düsteres
Reich. Halloween-Fieber im Haus der Jugend.
Am Wochenende geisterten wieder Scharen von Hexen, Gespenstern und anderen
Monstern durch die Finsternis. Im Café des Hauses der Jugend hatten die 20
Mini-Dämonen ihr Lager aufgeschlagen.
Mit den Ober-Gespenstern Helga Geweßler, Klaus tom Suden, Steffi Ciecierski und
Daniela Koprek höhlten sie Kürbisse aus und wanderten barfuß durch einen
finsteren Grusel-Parcours - Wannen mit Sand, Laub und Tapetenkleister. Zur Stärkung
gab's Popcorn und Wackelpudding.
[Cuxhavener Nachrichten, 28. 10. 2001]
In einen religiösen Kontext passt die Idee auch, das zeigen diese beiden Berichte:
Barfuß auf "Straße des Fühlens"
Kirchengemeinde Hartum feierte
Fest / Spielaktionen für Kinder
Zu einem Gemeindefest unter dem
Motto "Staunende Augen - Bartimäus" hatten der CVJM Hartum und die
Kirchengemeinde Hartum am vergangenen Wochenende eingeladen. [...]
Bei
strahlendem Sonnenschein ging es dann rund um die Kirche weiter. Da konnten die
Kinder basteln, reiten, auf die Hüpfburg gehen, beim Fotosuchspiel ihre
Ortskenntnis unter Beweis stellen oder an einen Kran geseilt ihre
Geschicklichkeit beim Kistenstapeln zeigen.
Aufgebaut war auch eine
"Straße des Fühlens", auf der die Kinder barfuß und mit verbundenen
Augen - das symbolisierte die Situation des blinden Bartimäus - verschiedene
Gegenstände mit den Füßen ertasteten. [...]
[Mindener Tageblatt, 7.7.2000]
Zu Fuß ins Paradies
Schon Tausende von Jahren wird über das Wort Gottes meditiert, nachgedacht,
wird es ausgelegt. So vielfältig wie das Leben ist und so neu die Situationen
sind, das Wort Gottes hat immer wieder eine aktuelle Botschaft. [...] Etwas ganz
Besonderes haben sich Niederorscheler Jugendliche ausgedacht. Sie präsentieren
am Sonntag eine begehbare Bibel.
Im St.-Christopherus-Haus, dem Jugend- und Gemeindehaus in der Niederorscheler
Bergstraße, geht es in diesen Tagen hoch her. Da wird gebastelt, gewerkelt und
natürlich auch diskutiert. Thema der Jugendlichen ist aber nicht der neueste
Mode- oder Partytrend. Es geht um die biblische Geschichte. [...] "Die
Bibel ist kein Geschichtswerk. Sie hat etwas mit Glauben zu tun und so wollten
wir uns daran machen, einige Stellen aufzudröseln und darzustellen." Da es
den jungen Niederorschlern nicht an Kreativität und Ideenreichtum mangelt,
machte man sich ans Werk. [...]
Natürlich beginnt alles mit der Schöpfungsgeschichte. [...]
Fertig ist schon die Szene, die Moses am brennenden Dornbusch darstellt. [...]
Entstanden ist hier eine Art Sinnespfad, der barfuß begehbar ist. In dem
Zusammenhang ging es auch gleich auf Naturentdeckung, denn Moos, Sand und
Holzspäne mussten herbei geschafft werden. Durch die eigenen Aktivitäten bekam
mancher einen neuen Zugang zur Bibel. Sah, dass sie auch heute, für das
persönliche Leben eine Botschaft hat. [...]
[Thüringer Allgemeine, 13. 03. 2003]
Und jetzt geht es barfuß durch die Natur : Der Barfußweg lädt zum
Abenteuer ein
Das Projekt am Esper ist fertiggestellt - Kinder testeten das
Angebot schon intensiv [...]
Seit Donnerstag ist die Stadt Roding um eine
Attraktion reicher. Der Barfußweg am Esper, der im Haushalt der Stadt Roding
mit 15000 Mark veranschlagt worden war, wurde fertiggestellt und offiziell
übergeben. Er dient der Attraktivitätssteigerung des Regental - Radwanderweges
und bereichert gleichzeitig das Naherholungsangebot der Stadt, vor allem für
Familien mit Kindern, die ein weiteres Ziel für den "kleinen Ausflug"
vor der Haustüre suchen, sowie für Bootswanderer.
Der Barfußweg ist ein
weiterer Schritt auf dem Weg zur Gestaltung des Freizeitparks am Esper.
Bürgermeister [...] lobte die gute Ausgestaltung des Weges, der in
Zusammenarbeit mit dem Sozialinstitut der KAB für Erwachsenenbildung e.V.
entstanden ist. Obwohl anfangs viele Fragen offen waren, habe sich das Projekt
gut entwickelt und bereichere das Freizeitangebot der Stadt Roding. Der
Barfußweg ist entstanden im Rahmen des Leader- II- Projektes "Chance aus
Arbeit", das seinen Sitz in Roding hat. [...] Das Projekt dient der
Verbesserung der Vermittelbarkeit von Arbeitslosen in den regulären
Arbeitsmarkt [...] Es wurde über EU - Mittel des Arbeitsministeriums Bayern
gefördert [...] "Der Barfußweg in Roding ist somit ein Beispiel dafür,
wie EU - Gelder in sinnvoller Weise wieder denen zugute kommen, die sie über
ihre Steuergroschen mitfinanziert haben: den Bürgern Europas" [...] Der
Barfußweg sei das erste realisierte Vorhaben zur Unterstützung des Agenda - 21
- Prozesses im Landkreis Cham. [...] Die Kommunen des Landkreises, vor allem im
Einzugsgebiet des Regental - Radweges, sind herzlich eingeladen, sich an diesem
Projekt zu beteiligen und so zum Gelingen beizutragen. [...]
Die Arbeiten hatten
am 10. April begonnen und wurden vorerst am 12. Mai abgeschlossen. Im Herbst
dieses Jahres werden zu einer günstigeren Pflanzzeit die "Bäume des
Jahres" gepflanzt. Der neue Barfußweg lädt Kinder sowie Erwachsene ein,
den Weg zu durchstreifen, um verschiedene Oberflächen an den Füßen zu
spüren. Entlang des Siedersees sind Granit Bordsteinbruch, ein Mosaik aus
Granit und Muschelkalk sowie Natursteine vorhanden. Eine besondere Attraktion
stellt am Ufer des Siedersees ein Tretbecken mit Kies dar.
"Kinder,
Familien und Schulklassen haben den Weg, das Wasserbecken und die Pumpe schon
reichlich getestet", freute sich der Projektleiter. Weiterhin sind
unterschiedliche Gräser wie Knaulgras, deutsches Weidegras, Rotschwingel und
Straußgras für einen Streifzug vorhanden. Der Graniteinzeiler besteht unter
anderem aus Feinsplitt, Flusssand, Feinkies, Granitsplitt und grobem Kies. Auf
dem Abschnitt unter den Bäumen finden sich Stirnholzpflaster, Kiefernzapfen,
Hackschnitzel, Rindenmulch und Sägespäne.
In einer gepflasterten Mulde hat
eine Schwengelpumpe ihren Platz, mit der Wasser in die Mulde gepumpt werden kann
(Erfrischung der Füße im Sommer), von der aus sich das Wasser im Sand
verläuft. Eine Attraktion - besonders für Kinder -, die hier mit Sand und
Wasser matschen können.
[Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung, 26. 05.
2000]
Kühler Grund für heiße Sohlen
GESUNDHEIT / Im Barfuß-Park von Lienen kann man seinen Füßen einen Auftritt
der besonderen Art gönnen.
LIENEN. "An Glasscherben haben wir auch schon gedacht", sagt Corinna
Aust vom Marketing-Verein Lienen mit einem Lächeln. "Das ist aber ohne
Aufsicht zu gefährlich." Doch auch Schotter, Sand oder Eisenbahngleise
haben´s in sich. Wer seinen Füßen eine Auftritt der besonderen Art gönnen
möchte, sollte einmal in dem malerischen Örtchen zwischen Münster und
Osnabrück vorbeischauen.
Los geht´s im Wassertretbecken. Bei acht Grad kaltem Grundwasser nur etwas für
ganz Hartgesottene. Kneipp lässt grüßen. Länger als 20 Sekunden im kühlen
Nass - und die Füße schmerzen.
Nach dem Tretbecken folgt ein Schotterweg. "Sie müssen sich richtig
abrollen, dann kann es auch nicht weh tun." Corinna Aust weiß, wovon sie
spricht. Sie ist die Barfuß-Park-Strecke bereits 80 Mal gelaufen. Im Februar
2003 kam dem Team um die Vorsitzende des Ortsmarketing-Vereins die Idee zum
Park, im Mai vergangenen Jahres wurde er eröffnet. Über 10 000 Besucher sollen
das Angebot während der ersten Saison genutzt haben. [...]
"Jeden Samstag treffen wir uns, um alles in Schuss zu halten oder neue
Materialien zu legen", erzählt Aust. Die meisten Untergründe seien
gespendet, deshalb könne man die Kosten für den Park auch nicht beziffern.
Nächste Station auf dem Parcours ist ein Bachlauf. Welch´ eine Wohltat, durch
den nassen Schlamm zu waten! Doch länger als eine Minute währt das Vergnügen
nicht. Dann geht´s weiter über die Schotterpiste. Von Erholung für
empfindliche Fußsohlen keine Spur.
Dagegen ist der Lauf über den weichen Humus und die im Boden eingelassenen
Baumscheiben ein wahres Vergnügen. Auch die großen Flusskiesel, durch die
Sonne leicht gewärmt, verwöhnen von den Zehen bis zur Ferse. Doch bevor es
wirklich angenehm wird, warten noch zahlreiche Rindenmulch-Arten. "Wenn die
feucht sind, macht das Drüberlaufen kein Problem" [...] Doch wehe, die
Sonne hat die braunen Rinden-Splitter ausgetrocknet. Dann droht sensiblen
Zeitgenossen ein wahrer Spießrutenlauf.
Erst sattes Grün, dann feiner Sand
Dann doch lieber Strandfeeling auf der Pferdewiese: Nach ein paar hundert Metern
sattem Grün führt der Pfad über feinen Sand. Da werden Urlaubserinnerungen
wach. Kurz vor Ende geht´s dann noch über Holzbohlen und Eisenbahngleise. Wer
mag, kann am Zielpunkt noch einmal ins Wassertretbecken eintauchen. Oder seine
Füße nach einer Dreiviertelstunde Marsch über mehr oder weniger pieksende
Böden gleich unter den Wasserkran halten.
"Wenn Sie heute Abend in Ihrem Bett liegen, werden Sie so warme Füße wie
noch nie haben" [...]
[Neue Ruhr Zeitung, 26. 05. 2003]
Barfuß im Park
Neil Simon,
der Verfasser des erfolgreichen Theaterstücks "Barfuß im Park",
wäre entzückt. Am 25. Juni wird in der obersteirischen Gemeinde Wenigzell,
laut Eigendefinition ein "Kraftspendedorf", der 1. Österreichische
Barfußpark" eröffnet. "Raus aus den Schuhen, rein ins empfindsame
Vergnügen" lautet das Motto für die neue Initiative in der "Kneipp-
und Barfußregion Joglland".
Auf einer rund 1 Kilometer langen Strecke
können die Besucher auf 15 Stationen in unmittelbaren Gefühlskontakt mit der
Natur treten: Bloßfüßig, also ohne Schuhe, Socken und Strümpfe über Rasen,
Sand, Moos, Lehm, vulkanischen Splitt, Joglländer Holzpflaster, kühle Erde,
Kies oder Rinden, danach durch den Haselbach, wo die Füße eine kühlende
Reflexzonenmassage erhalten.
"Wer nicht gewohnt ist auf natürlichen
Bodenstrukturen barfuß zu gehen ist überrascht, wie unsicher der Gang ist, wie
empfindlich die Fußsohlen sind", sagt Romana Kerschenbauer vom
"Tourismusverband Wenigzell".
Für alle Besucher stehen
Schließfächer für die Schuhe sowie eine Möglichkeit zum abschließenden
Füßewaschen zur Verfügung. Im September gibt es ein
"Barfußreiten". m.b.
[Salzburger Nachrichten, 14. 06. 2000]
BOLSDORFER TÄLCHEN Barfuß über Stock und Stein
Erlebnispfad soll Touristen
anlocken [...]
Die Stadt Hillesheim will ihr Touristik- und Freizeitangebot im
Naherholungsgebiet "Bolsdorfer Tälchen" erweitern. Ein
Barfußerlebnispfad und Routenvorschläge zum Joggen und Walken sollen
Besuchermagnete werden.
Das "Bolsdorfer Tälchen", Naherholungsgebiet
der Beispielstadt, werde schon jetzt von Einheimischen wie Urlaubern sehr gut
angenommen, berichtet Jürgen Mathar von der Bauabteilung der
Verbandsgemeindeverwaltung Hillesheim. Kein Wunder, denn idyllisch und malerisch
liegt die von devonischen Felsplatten umgebene Bachtalaue zwischen Hillesheim
und Bolsdorf.
Nach Kneipp'schem Prinzip soll dort das Gefühl des Barfußlaufens
auf unterschiedlichen Untergründen wie Sand, Kies, Pflastersteinen, Asphalt,
Rindenmulch, Wiese, Rundhölzern, Felssteinen, Waldboden oder im Bachwasser
wieder entdeckt werden - eine Art Therapie, die für das körperliche
Wohlbefinden ein Genuss ist und zudem die Gesundheit fördert.
Die Idee, einen
solchen Barfußwanderweg anzulegen stammt von Mathar: "Ich habe den etwa
drei Kilometer langen Barfuß - Erlebnisweg in Bad Sobernheim an der Nahe erlebt
und mir gedacht: Das geht doch auch in Hillesheim."
Beeindruckt war Mathar
von der großen Beliebtheit des Weges bei Schulklassen, Wandergruppen und auch
Urlaubsgästen. Seine Anregung wurde gut aufgenommen, zumal der Bau des Pfades
nur wenig kosten soll. Mathar: "Der Materialaufwand ist gering."
Errichten sollen den Weg Stadt- und Forstarbeiter sowie Helfer aus einer eigens
für diesen Zweck beantragten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Im Herbst soll's
losgehen. [...]
[Trierischer Volksfreund, 30. 06. 2000]
Barfuß über Stock und Stein
Neue
Freizeitattraktion in Schillingen: der Barfuß - Lehrpfad [...]
Das Schillinger
Freizeitzentrum ist um eine Attraktion reicher. Ein 1,3 Kilometer langer
Barfußpfad wurde eröffnet. [...]
Ortsbürgermeister [...] dankte den vielen
Helfern, den Forstleuten, dem Wegewärter des Erholungsgebietes [...], dem
Angelsportverein, freiwilliger Feuerwehr, Pfadfindern dem SPD - Ortsverein
Schillingen sowie den Wald- und Gemeindearbeitern für die tatkräftige
Unterstützung.
Das Projekt sei ohne finanzielle Probleme realisiert worden,
weil die Gemeinde ganz allein für den Barfußpfad aufkomme. [...]
Von dem neuen
Angebot erhoffe man sich auch eine entsprechende Resonanz für den
Fremdenverkehr. Der 1,3 Kilometer lange Barfußpfad, im landschaftlich
reizvollen Hochwald gelegen, ist als Rundweg angelegt und richtet sich an
Menschen, die gerne barfuß laufen, verschiedene Untergründe spüren wollen,
darunter Gras, Sand, Schlamm, Steine, Kies und Holz. Das Wassertretbecken am
Ende des Pfades dient als Wohltat für die Füße – und nicht nur für sie.
Je
nach dem, wie lange sich die Barfußwanderer mit den Untergründen
beschäftigen, dauert der Rundgang eine halbe bis eine ganze Stunde.
[Trierischer
Volksfreund, 05. 09. 2000]
"Eine tolle Idee", "sehr
gut" und "einmalig", das waren nur einige der begeisterten
Ausrufe beim ersten offiziellen Rundgang auf dem
Barfußpfad der Gemeinde Hausen.
Waldfee Ilona Sell, die amtierende Miss Nordbayern, war zur Eröffnung des
Barfußpfades an der Autobahnausfahrt Gramschatzer Wald nach Hausen gekommen.
Zusammen mit Bürgermeister Winfried Strobel und Geschäftsführer Josef Rummel
von der 24-Autobahn-Raststätten GmbH durchschnitt sie das rote Band und führte
die ersten Nacktfüßler auf dem Rundgang an.
"Vor drei Monaten haben wir die Anregung des Autohofs 24 für einen
Barfußpad in unserer beschaulichen Landschaft des Gramschatzer Waldes
aufgenommen", erklärte Bürgermeister [...] Rege Nachfragen zeigen nun das
große Interesse am Barfußpfad.
"In Deutschland gibt es etwa 20 gute und große Barfußwege, eine Handvoll
davon ist in Bayern", informierte Josef Rummel vom Autohof. Er sei sich
jedoch sicher, dass keiner der Wege so idyllisch und natürlich in die
Landschaft eingebettet sei wie der neu eröffnete Pfad im Gramschatzer Wald. Er
diene dem kostenlosen Freizeitvergnügen für die Region, zum Anderen sei er ein
lohnendes Pausenziel für erholungssuchende Autofahrer [...]
Ungewohnt und ein besonderes Fußgefühl ist es schon, durch kühles und weiches
Gras, warmen Sand, anschmiegsames Moos, massierende Baumrinde, feuchte Erde,
raschelndes Laub oder gar durch ein kleines Moorstück zu gehen, meinten die
Barfüßler. Dennoch seien die zwei Rundgänge mit 900 Meter und drei Kilometern
äußerst entspannend. [...]
Der neue Barfußpfad beginnt am Waldrand in der Nähe des Autohofs 24 an der A7,
Ausfahrt Gramschatzer Wald. Um unbeschwert wandern zu können, gibt es
Schließfächer in einer Blockhütte am Beginn der Strecke. Am Ende des
Rundweges befindet sich eine Waschgelegenheit.
[Mainpost, 23. 06. 2003]
1. ERKENNTNIS: Ein Grund zur Betretenheit
Barfußgehen ist weder schmuddelig noch unhygienisch, sondern gesund. In Neuss
wurde jetzt ein Wanderweg eröffnet, auf dem man diese Erkenntnis auf eigenen
Füßen erleben kann
Von Wenke Husmann
Nun hat Deutschland durchaus Eckchen, an die der Mensch bei der Planung seines
Urlaubs nicht zuerst denkt. Neuss zum Beispiel. Die Stadt hat 150.000 Einwohner,
liegt in Nordrhein-Westfalen, südwestlich von Düsseldorf und unmittelbar an
der A 57. Dabei fließt auch das Flüsschen Erft hindurch, es gibt ein
überraschend beeindruckendes, spätromanisches Münster und das Hamtor aus dem
13 Jahrhundert. In Neuss lebt auch Detlef Fleischer, Inhaber einer PR-Agentur,
und ihm ist es zu verdanken, dass Neuss von Ende Mai an eine neue
Besucherattraktion haben wird: den Barfußpfad an der Erft.
Auf einem Gelände, auf dem bislang Hochzeitspaare einen Baum fürs Leben
pflanzen konnten, hat der örtliche Verkehrsverein Erlebnisfelder angelegt: Das
sind Abschnitte eines vorerst nur 300 Meter langen Parcours, auf denen man über
Erde, Gras, Kies und Rindenmulch läuft. Es sind recht ungewohnte Wahrnehmungen,
die das untere Ende des Ichs dabei nach oben meldet: Im Schlamm schmiegt sich
weiche kühle Erde an die selten berührte, von jeder Hornhaut verschonte
Wölbung zwischen Ballen und Ferse. Das ist genau die Stelle, an der man als
Kind besonders kitzelig war! Und da ist es auch schon: das freudige Gefühl, das
verführerisch nach Sommerurlaub schmeckt.
Klar: Fußsohlenkitzeln und mit nackten Zehen durchs Gras oder den Sand rennen,
liegen in unseren Erinnerungen sehr weit zurück - dort, wo die Sonnentage im
Garten oder im Wald oder sogar am Meer abgelegt sind. Was wir damals nicht
wussten: Wie gesund es ist, was wir da taten. Barfußgehen kräftigt die
Fußmuskulatur, die uns im Laufe eines Lebens immerhin mehrmals um den Globus
trägt, es fördert die Durchblutung, regt Herz und Kreislauf an und stärkt das
Immunsystem.
Das alles beschreibt auch das schmale Info-Faltblatt, das der Neusser
Verkehrsverein bereitlegt. Rindenmulch und Kieselstein bildeten "ein
ideales Terrain auch für Anfänger" heißt es dort weiter. Es gibt also
auch Fortgeschrittene. Detlef Fleischer ist sicherlich einer von ihnen. In
seinem Buch "Barfuß-Szene" erläutert er nicht nur, wie gesund das
Leben ohne Schuhe und Strümpfe ist, sondern auch, wie man es öfter üben kann.
Am Arbeitsplatz zum Beispiel oder beim Stadtbummel. Er selbst geht, wie er
schreibt, an 365 Tagen unten ohne - am liebsten eben auf Erde, Matsch und durchs
Wasser.
Informationen: Barfußpfad in Neuss an der Erft, Hochzeitshain am
Berghäuschenweg, frei zugänglich
Anfahrt und weitere Informationen unter www.barfusspfad-neuss.de
[Reisebrief DIE ZEIT vom 13. Mai 2003]
Guten Morgen, Schuhträger!
Von Silvia Meixner
Der "Verkehrsverein der Stadt Neuss am Rhein e.V." lädt mich zum
Gespräch ein. Thema: "Barfußlaufen macht Spaß und ist gesund". Der
Fernsehmoderator Jean Pütz (Hobbythek, WDR) will mir bei der ITB erläutern,
wie gesund und unterhaltsam Barfußlaufen ist. Jean Pütz ist der nette ältere
Herr, den ich vom Weiterzappen kenne und dem ich sofort zutrauen würde, dass er
Schuhe ablehnt. Beweisen kann ich das nicht. Es ist nur ein Gefühl.
Der Brief der Neusser beginnt ein wenig vorwurfsvoll: "Sind Sie auch der
Meinung, dass man nur im Urlaub barfuß läuft und ansonsten in engen Schuhen
und Strümpfen unterwegs sein muss?" Erwischt. Ja, es ist so: Ich hab' noch
nie Lust verspürt, ohne Schuhe ins Büro oder in den Supermarkt zu gehen. Auch
wenn die Neusser behaupten, dass Barfußlaufen ein "wichtiger Aspekt
innerhalb der Wellness- und Fitness-Angebote" sei. Kurzum: Ich will nicht
zu diesem Gespräch. Und barfuß durch Berlin zu laufen ist wahrlich nicht, was
ich mir unter Wellness vorstelle.
[Berliner Morgenpost, 26. 02. 2003]
Medienvertreter schreiben halt, was sie wollen - und nicht was sie sollen.
Schmerzliche Erkenntnis, aber wirklichkeitsnah. Frau Meixner hat im übrigen
aber wohl auch etwas missverstanden ...
Barfuß-Park für
gestresste Autofahrer
Hausen – Stressgeplagte Autofahrer können sich ab sofort an der A 7 bei
Würzburg auf besondere Weise von langen Touren erholen und fit machen für die
Weiterfahrt: mit einer Rast im Barfußpark.
An der Ausfahrt Gramschatzer Wald haben die Gemeinde Hausen und der dortige
Autohof neben der Raststätte einen Rundgang durch Wald und Wiese speziell für
nackte Füße errichtet.Dass Barfußlaufen gesund ist, hatte schon Pfarrer
Sebastian Kneipp erkannt. Es gilt heute nicht nur als natürliches und einfaches
Abhärtungsmittel, sondern auch als kostenlose Form der Fußreflexzonenmassage.
Zwei Strecken gibt es für die Barfußläufer an der Raststätte bei Hausen:
Etwa 20 Minuten benötigt der Autofahrer für den 900 Meter langen Pfad, ideal
zum glücklichen Entspannen [...] Wer mehr Zeit hat, wählt die drei Kilometer
lange Route.
Beide Male führt der Weg über verschiedene Bodenbeläge wie Holz, Stein, Moos,
Laub, Baumrinde, Tannenzapfen oder durch Schlamm. Der Eintrittspreis von
1,50Euro wird bei Einkehr oder Einkauf in der Raststätte erstattet [...]
[Süddeutsche Zeitung, 12. 07. 2003]
Lohmühle: Barfuß-Park
ist der Renner [...]
Junge Leute vom Ausbildungszentrum des Bauhandwerks Gotha fertigten die
Fachwerk-Hütte für den neuen Spielplatz. Sie steht schon an ihrem Platz.
Aufgebaut ist auch bereits eine Wasserpumpe, die, wenn man den Schwengel bewegt,
kühles Nass aus dem Mühlgraben auf ein kleines Wasserrad spuckt. Das Wasser
plätschert weiter in einer Rinne aus Pflastersteinen in eine Vertiefung, an der
man eine Spirale drehen kann, die das Wasser nach oben befördert und so weiter
auf den Weg schickt. Wasser bekommt die Hauptrolle auf dem Spielplatz. "Wie
es sich für die Lohmühle gehört", sagt Eigentümer Manfred Bach und
lässt sich diesen Spielplatz eine Stange Geld kosten [...]
Derweil ist neben dem Lohmühlenmuseum und dem nostalgischen Eisenbahn-Fuhrpark
vor allem der Barfuß-Park der Renner. Vor einem Jahr wurde er eröffnet.
"Er ist auch für Einheimische eine Attraktion" [...]
[Thüringer Allgemeine, 16. 07. 2003]
Vom "Renner" - Barfußpark in Thüringen handelt auch dieser Text:
Barfuß auf steinigen Wegen [...]
LOHMÜHLE ."Auaaa, das piekst!" Ronja wimmert, und die nackten
Füßchen der Dreijährigen suchen weiches Gras. Jedes Kieselsteinchen auf
diesem Weg ist eines zu viel. Selbst die kleinen Zehen krampft Ronja zusammen,
fünf Meter können weit sein. Doch Papas Hand lässt nicht los. Barfuß laufen
soll gesund sein, auch auf Steinen.
Deswegen haben Erwachsene an der Lohmühle einen Weg angelegt, mitten auf einer
schönen Wiese. Mit kleinen und großen Steinen, Gehwegplatten, Mulch,
Pflastersteinen, feinem Sand und großen, runden Steinen. Ronjas Opa Heinrich
Pareigat fühlt sich fast wie zu Hause - mit Bachsteinen hat er auch den Weg zu
seinem Hauseingang gestaltet: "Je älter ich werde, desto naturverbundener
werde ich", sagt er.
Ein Satz, den Dr. Sigurd Scholze gern hören dürfte. Er ist Vorsitzender des
Landeskneippverbandes [...] Und was sagt der Fachmann zum Barfuß-Laufen?
"Es ist der einfachste Weg, durch Abhärtung Krankheiten vorzubeugen."
Also geht´s weiter mit der Fußreflexmassage. Kleine und große Füße, mit und
ohne Hornhaut, junge und alte sind unterwegs - tippeln über Steinchen, staksen
über knackenden Rindenmulch und waten durch braunen, kühlen Schlamm. Die
Zehenspitzen tauchen zuerst ein, sonst pfatscht es zu sehr. Welch Erholung,
danach durchs acht Grad Celsius kalte Wasser der Apfelstädt gehen zu können.
Das letzte Stück übers Gras ist purer Luxus, Schuhe wollen viele gar nicht
mehr anziehen. Annerose Brunzel strahlt: "Der Weg hat mich sehr an meine
Kindheit erinnert, damals ging ich barfuß übers Stoppelfeld, um Ähren zu
sammeln", erzählt die 75-Jährige [...]
[Thüringer Allgemeine, 21. 07. 2003]
Moorweg attraktiver gestaltet
Der Weg durch das Hochmoor im Rietbach wurde befestigt und gleichzeitig das
Barfusswandern ermöglicht
Krummenau. Der Moorrundgang auf Rietbach wurde in den vergangenen Wochen neu
gestaltet. Infotafeln machen auf die Spezialitäten der Landschaft aufmerksam
und ein Büchlein mit Texten und Bildern informiert über das Hochmoor [...]
Beim auf 1100 Meter über Meer gelegenen Hochmoor in Rietbach handelt es sich um
ein geschütztes Hochmoor von nationaler Bedeutung. Es ist eines von insgesamt
88 Moorlandschaften, die vom Bund ins Inventar der schützenswerten Landschaften
aufgenommen wurde. Bereits seit einigen Jahren lassen sich Gruppen durch das
Rietbacher Hochmoor führen und in die besondere Pflanzenwelt und die
ausserordentlichen Eigenschaften dieser Landschaft erklären. Die Besucherzahl
ist stetig gestiegen, der Moorweg musste leiden. «Damit die Wege durch das Moor
nicht noch stärker strapaziert werden, mussten wir handeln», erklärte [...]
anlässlich der offiziellen Einweihung des neugestalteten Moorrundganges [...]
Das Projekt «Wolzenmoor» ist ein Teilprojekt von «Erlebnis Natur», das unter
dem von der Regionalplanungsgruppe Toggenburg lancierten Gesamtprojekt «Toggenburg
in Bewegung» läuft. Ab der Bergstation des Sesselliftes von Krummenau beginnt
der Moorrundgang, der auf den markierten Wegen barfuss absolviert werden kann.
Der Moorboden ist sehr empfindlich und Trampelpfade kreuz und quer zerstören
das Moor. Auf einer Infotafel sind die Moorregeln festgehalten und auf einer
anderen wird die Entstehung der Hochmoore erklärt. Entlang des Moorweges weisen
weitere mobile Tafeln auf spezielle im Moor wachsende Pflanzen hin [...]
Weitere Informationen zu den Hoch- und Flachmooren im Allgemeinen und zum
Wolzenmoor im Speziellen bietet die seit kurzem erhältliche Broschüre
«Barfuss übers Hochmoor». Sie wurde von der Regionalplanungsgruppe Toggenburg
realisiert [...] Unser Ziel ist es aufzuklären und nicht zu verbieten. Der
Moorboden eignet sich ausgezeichnet um darauf baren Fusses zu gehen. Er sticht
nicht und ist weich. Dieses Erlebnis wollen wir vermitteln. Heute in unserer
hochzivilisierten Welt ist Barfusslaufen keine Selbstverständlichkeit mehr
[...]
[Appenzeller Zeitung, 17. 07. 2003]
Eine Wanderung mit allen
Sinnen
Am "Weg der Wandlungen" in Soboth sind alle Sinne gefragt - nur so
erlebt man Wandelbares.
"Nichts ist gewonnen, wenn der Mensch nur in die Natur hineingeht. Viel
mehr muss die Natur auch in den Menschen eingehen."
Das ist das Credo von Edmund Enzis - der den "Weg der Wandlungen"
geschaffen hat. Der ideelle Inhalt des Weges der Wandlungen ist ähnlich
reichhaltig, wie die Sensibilität und Erwartungshaltung der Besucher
unterschiedlich. [...]
Kopfhörer aufsetzen und vom Gasthof Messner bergab schlendern zu einem
Bächlein und Miniatur-Mühlrad. Brille aufsetzen und blind einem Handlauf
folgen. Eine Liegefläche bereiten und beim Gehöft Kremser die Baumkrone einer
500 Jahre alten Linde betrachten. Die Schuhe ausziehen, diese in einen Karabiner
klinken und am fixmontierten Drahtseil ablassen. Selber barfuß über die Wiese
absteigen. Im Labyrinth dessen Zentrum finden.
Die weiteren Abschnitte des Weges werden "gewandelt" mit Hilfe von
verschiedenen Rohstoffen aus dem Wald. Am Ende des Weges steht eine frei
zugängliche Labehütte, in der Kinder viele Spielmöglichkeiten haben.
[Kleine Zeitung, Steiermark - Ausgabe, 15. 08. 2003]
Die Sache mit dem Abseilen der Schuhe ist jedenfalls eine ausgesprochen nette
Idee!
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