Barfuß - Pressespiegel von Mai 2005

Barfuß und ein Lied im Ohr
Die Saison für nackte Füße ist eröffnet / Auf Pastor Felkes Spuren
BAD SOBERNHEIM Von vielen Menschen herbeigesehnt und nun vollbracht: Der Barfußpfad, von dem Beigeordneter Ottokar Nowicki sagte, er wäre die touristische Attraktion schlechthin, ist am ersten Maientag eröffnet worden. Er präsentierte sich in ausgezeichneter Verfassung, den der VG-Bauhof hat hier ganze Arbeit geleistet. […]
Die Sonne lockte gestern schon in aller Frühe die Barfußpfad-Wanderer auf die Strecke und nach dem Rundgang zum Freibier. Der Posaunenchor Moers-Repelen […] hatte just zu dieser Eröffnung seinen Jahresausflug nach Bad Sobernheim geplant und spielte, sehr zur Freude der Anwesenden, Volksmusik zum Mitsingen. […]
"Barfuß mit allen Sinnen zu genießen," forderte Beigeordneter Ottokar Nowicki seine Zuhörer auf, sich auf den 3,5 Kilometer langen Pfad zu begeben und auf Pastor Felkes Spuren zu wandeln, der die Elemente Licht, Luft, Wasser und Lehm zu seinen Lebzeiten als natürliche Heilmittel propagierte.
"Davon haben wir reichlich hier," stellte Nowicki fest, der einen kurzen Rückblick auf die Entstehung des Barfußpfades gab: "Nach 18 Monaten der Planung wurde dieser Barfußpfad eröffnet," sagte Nowicki und erinnerte daran, dass diese Einrichtung damals bei großen Teilen der Bevölkerung als "Spinnerei" abgetan wurde. "Heute hat sie sich zu einer touristischen Attraktion gemausert".
[AZ-Bad Kreuznach, 02. 05. 2005]

Gipsfüße weisen Kindern den Weg
Griesheim. Geduldig hält Roberta ihren Fuß, damit der Gips angelegt werden kann. Die Neunjährige hat sich nichts gebrochen, sie ist «Fuß-Modell» für das Projekt «Linie 11». Sie geht auf die Boehle-Grundschule, die sich gemeinsam mit dem Kinderhaus Griesheim an dem Projekt beteiligt.
Zwölf Jugendeinrichtungen, alle durch die Straßenbahnlinie 11 verbunden, beteiligen sich: Die Kinder und Jugendlichen machen sich Gedanken zur Linie 11, die als längste Straßenbahnlinie Frankfurts sieben Stadtteile verbindet, und versuchen dann, ihre Assoziationen kreativ umzusetzen. Von Theater über Malerei oder Bildhauerei bis hin zu Video sind sämtliche Kunstformen erlaubt. Die Ergebnisse aller Teilnehmer werden Anfang Juni der Öffentlichkeit präsentiert. 
Das Kinderhaus Griesheim hat gestern mit seinem Beitrag begonnen: Begleitet von der Künstlerin Sabine Heruday gestalten Dritt- und Viertklässler Wegweiser, um eine symbolische Verbindung zwischen Kinderhaus und Schule zu schaffen. Im Vordergrund steht das Thema «Füße», Sabine Heruday erklärt den Ansatz: «Wir haben überlegt: Wie kommen Kinder von A nach B? In der Regel benutzen sie ihre Füße.» Man habe die Aktion nutzen wollen, um zu zeigen, «welchen Weg Kinder täglich gehen.» Ideen dazu gab’s viele: Die 3 a der Boehle-Schule verwandelte sich gestern für einige Stunden in ein Atelier, die kleinen Künstler mischten Farben, drückten ihre Fußsohlen auf Plakate und lange Stoffbahnen, verzierten ihre Fußrücken mittels Fingerfarben mit Sonnen, Blumen und anderen selbst erdachten Motiven. 
«Ein paar Jungs wollten zuerst ihre Schuhe nicht ausziehen», erzählt Klassenlehrerin Birgit Fritsch. Mit einiger Überzeugungsarbeit habe sie aber alle zum Mitmachen überreden können. Sabine Heruday, die nicht nur als freischaffende Künstlerin, sondern auch als Umweltpädagogin arbeitet, ist es wichtig, dass die Grundschüler dabei nicht nur eigene Ideen umsetzen, sondern auch «neue Sinneserfahrungen machen». Gerade in der Stadt seien Kinder oft nicht daran gewöhnt, barfuß verschiedene Untergründe wie Wiesen, Sand oder Kies «zu erforschen». «Die Kinder sollen bewusst wahrnehmen, wie sich Farbe oder Gips am Fuß anfühlt.» 
Roberta hat ihren Gipsfuß sehr bewusst wahrgenommen – und ist froh, als sie wieder in ihre Schuhe schlüpfen kann. «Das ist kalt und klebrig», sagt sie und schüttelt sich. Sie und drei andere Mitschüler hatten gestern ihren ersten Einsatz als «Fuß-Models» in der Werkstatt der Boehle-Schule. […] Mit den anderen «Fuß-Kunstwerken» werden die Gipsfüßchen zum Beispiel in Schaufenstern von Geschäften «in Szene gesetzt».
[Frankfurter Neue Presse, 03. 05. 2005]

Müssen Schweißfüße behandelt werden?
Nachgefragt
Schweißfüße verbreiten nicht nur einen unangenehmen Geruch, sondern können auch Fußpilz fördern. Wann man eine Hyperhidrose der Füße, also ein übermäßiges Schwitzen, behandeln sollte, fragte Katrin Schaller Dr. Martina Hund von der Hyperhidrose-Sprechstunde der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité.
Wann werden schwitzende Füße problematisch?
Das hängt in erster Linie vom subjektiven Empfinden des Patienten ab. Wenn er sich dadurch beeinträchtigt fühlt, müssen sie behandelt werden. Starkes Schwitzen schafft aber auch das feuchtwarme Milieu, in dem sich Bakterien, Pilze und auch Warzen verursachende Viren wohl fühlen. So kommt es leichter zu Infektionen, welche die Haut in Mitleidenschaft ziehen und die normale Hautbarriere schädigen. Durch Risse in der Haut können dann Bakterien eindringen und eine sogenannte Wundrose, eine Entzündung der Haut, verursachen. Aus diesem Grund behandelt man eine Fußpilzinfektion. Fußpilz ist aber auch Veranlagungssache - nicht jeder Hyperhidrose-Patient leidet zwangsläufig auch unter Fußpilz.
Wie kann man Hyperhidrose der Füße behandeln?
Erstes Mittel der Wahl ist eine 30-prozentige Aluminiumchloridhexahydrat-Lösung, welche die Schweißdrüsenausführungsgänge verstopft. Bei vielen Patienten wirkt dies innerhalb von vier bis sechs Wochen sehr gut. Hilft diese Therapie nicht ausreichend, bringt in der Regel eine Leitungswasseriontophorese den Erfolg, bei der die Füße in wassergefüllten Schalen mit Gleichstrom behandelt werden. Dies wird zunächst vier bis fünf Mal pro Woche ambulant durchgeführt, später genügt einmal wöchentlich. Bei erfolgreicher Therapie kann das Gerät für die Behandlung zu Hause verschrieben werden. Beide Maßnahmen müssen dauerhaft durchgeführt werden, helfen aber bei richtiger Anwendung fast allen Patienten.
Was läßt sich vorbeugend tun?
Man sollte mit Baumwollsocken für ein gutes Schuhklima sorgen, luftige Schuhe tragen und möglichst viel barfuß laufen. Wichtig ist auch, die Füße regelmäßig zu waschen und zwischen den Fußzehen gut abzutrocknen […]
[Berliner Morgenpost Magazin, 07. 05. 2005]

Zwischen Ahle und Ledermesser ein Gefühl wie zu Hause  […]
Eigentlich könnte er sofort wieder loslegen und besohlen: Schuster Nikolaus Gangauf fühlt sich in der alten Schusterwerkstatt fast wie zu Hause. Über 100 Jahre alt sind die meisten Geräte und Werkzeuge, die in der neu eröffneten Sonderausstellung im Jura-Bauernhof-Museum Hofstetten gezeigt werden, und die meisten kennt er noch aus seiner eigenen Lehrzeit. 
Seit seinem 14. Lebensjahr ist Gangauf mit Ahle und Ledermesser vertraut, fertigt Schuhe, repariert Sohlen. Der 63-jährige erzählt, dass sein heutiger Betrieb auf orthopädisches Schuhwerk spezialisiert sei, doch früher habe man Sonntagsschuhe und Winterstiefel gefertigt. Gangauf zeigt die Geräten und Exponate in der nachgebauten kleinen Werkstatt im Museum. In den Regalen stapeln sich handgemachte Schuhe aus vergangenen Zeiten, über dem Holzschemel liegen grobe Lederstücke, und in den Schubladen der Werkbank sind noch Kartons mit Nägeln und Schusterwerkzeuge. […]
Landrat Xaver Bittl sprach bei der Eröffnung vom "Dorfschuster, der zum Ort dazu gehörte", und "selbst die Dorfjungen, die lieber barfuß rumliefen, mussten bei blaugefrorenen Zehen" seine Existenzberechtigung anerkennen. Dieses "alte heimische Handwerk" passe auch gut ins Museum, weil es früher oft mit der Landwirtschaft nebenher betrieben wurde. […]
[Donaukurier Online, 07. 05. 2005]

Renee Zellweger
Hochzeit unter Palmen
Die Dame fackelt nicht lange: Erst im Januar hat Renee Zellweger den Country-Star Kenny Chesney kennen gelernt - am Montag haben die beiden an einem Karibikstrand geheiratet.  […]
Nach nur viermonatiger Bekanntschaft gaben sich die amerikanische Schauspielerin und der Country-Star Kenny Chesney das Jawort. Das Paar heiratete am Montag im engsten Kreis an einem Strand auf den Virgin Islands in der Karibik […]
Der Bräutigam sei barfuß, die Braut in einem Carolina Herrera-Kleid vor den Traualtar getreten, hieß es in der Sendung "Entertainment Tonight". Es ist die erste Ehe für die beiden Stars. […]
[news.de, 10. 05. 2005]
Und auch bei der nächsten Star – Hochzeit trat mindestens eine Person barfuß an:

Heidi Klum und Seal: Die heimliche Hochzeit […]
Wenn Heidi Klum und Seal heiraten, ist eine Traumhochzeit vorprogrammiert. Alle Welt wäre gern dabei gewesen, als die beiden sich in der vergangenen Woche das Jawort gegeben haben.
Doch in diesen Genuss kamen nur 50 handverlesene Gäste, die engsten Verwandten und Freunde des Paares […] „Am Strand, direkt am Wasser, war aufgebaut ein Baldachin aus weißem Stoff. Und dort wartete Seal, im Arm hatte er Baby Leni, neben einer Priesterin. Heidi kam dann auf ihn zu, sie schwebte förmlich über den Strand, barfuß, begleitet vom ungarischen Stargeiger Edvin Marton, der den berühmten Hochzeitsmarsch spielte.“
Schließlich stand das Paar nebeneinander unter dem Baldachin, inmitten von einem Meer aus weißen Rosenblüten, die über den ganzen Strand verstreut waren. Dann traute die Priesterin die beiden […]
[Presseportal (Pressemitteilung), 19. 05. 2005]

Schwimmen und springen, balancieren und ertasten
Das Freibad Papenhorst soll ein Stückchen attraktiver werden. Große Schritte zu gehen, macht die Haushalts- lage der Samtgemeinde Wathlingen zurzeit unmöglich. Aber kleine Schritte sind drin – und zwar barfuß: Heute Abend diskutiert der Ausschuss für Samtgemeindewerke über die Errichtung eines „Sinnenpfades” auf dem Freibadgelände, mit Fußfühlpfad, Balancier- und Tast-Elementen. Das Material wird recycelt, die Arbeitskräfte kommen vom Bauhof und vom Arbeitsamt. 
[Cellesche Zeitung, 11. 05. 2005]
Wenn die Einrichtung ähnlich erfolgreich wird wie die folgende, dann lohnt sich die Investition:

Umleitung auf dem Barfuß-Pfad 
Fitnesskurs im Wald von Ötisheim stößt auf hohe Resonanz – Hunderte von Ausflüglern wollen ihre Füße testen  […]
Immer mehr Schulklassen und Vereinsgruppen wollen den 1300 Meter langen Barfußpfad von Ötisheim ohne Schuhwerk testen. Doch die Gemeinde macht sich Sorgen: Es fehle im Wald die Infrastruktur. 
 „Es gibt hier noch ein echtes Familienerlebnis ohne Eintrittsgeld“, sucht Gemeindeförster Bernd Obermeier nach den Gründen für das große Echo auf die schlichte Einrichtung, die mit einem Aufwand von 30 000 Euro im Gewann „Kohlplatte“ nördlich des Ortskerns errichtet wurde . Der Betreuer der Anlage kämpft derzeit mit den Tücken der Natur. „Der Matschabschnitt steht noch voller Wasser. Dort muss ich eine Umleitungsstrecke einrichten“, verriet der Forstmann. Im Herbst hätten die vielen Besucher diesen Abschnitt „einfach zu stark niedergetrampelt“. Nun müssten Kieselsteine im Untergrund verhindern, dass sich das Niveau im Matsch weiter absenke. Sonst könnte ein übermütiger Pfadbenutzer weit tiefer im Schlamm versinken als eigentlich vorgesehen.
Im kleinen Rathaus der beschaulichen Stromberg-Gemeinde  […] fürchtet in den nächsten Wochen einen Ausflügler-Ansturm auf die neue Enzkreis-Rarität, den die schlichte Anlage, versteckt im Wald, nicht verkraften könnte. So fehlten Toiletten an der Strecke, das benachbarte Haus der Naturfreunde sei nur sporadisch am Wochenende bewirtschaftet. Außerdem sei der Parkraum sehr knapp bemessen. „Die Anlage ist doch nur für stille Genießer gedacht“, möchte Haller den sich abzeichnenden Besucherstrom einschränken […]
Auch Förster Bernd Obermeier, der bereits über Ausbauplänen mit Schwerpunkt Waldlehrpfad brütet, wusste gestern von langen Schlangen an den beiden Wasserhähnen und Gummischläuchen zu berichten, mit denen sich die Barfuß-Wanderer nach der Absolvierung der Route den Schlamm und Humus von den Zehen spritzen können. Die Ötisheimer Barfuß-Pioniere hätten aber wissen können, dass ihre neue Sehenswürdigkeit nicht lange geheim gehalten werden kann. […]
Nach der Genehmigung eines groben Entwurfs im Gemeinderat setzten Bauhof und Förster diese Vorstellungen in die Tat um. „Die Gemeinde ist der Träger dieser Einrichtung“, sagt Obermeier. Aber das Projekt hat große Wellen geschlagen. Örtliche Fliesenleger bauten in den Pfad einen Abschnitt mit Fliesen als Untergrund ein. Schulklassen brachten Kork mit und integrierten dieses Material in die Strecke.
Die Wandervereine wie die Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins schwören auf den Fitness-Effekt für die Füße ihrer Mitglieder. Kenner aus dem Ötisheimer Rathaus betonen, dass erst nach dem sechsten Durchqueren des Barfuß-Pfades „ein echter Kick“ in den Füßen vorhanden sei. Auf jeden Fall werde die Durchblutung der Beine kräftig angeregt. 
[Pforzheimer Zeitung, 14. 05. 2005]

Kaleidoskop kultureller Vielfalt
Show "African Footprint" ist ab Dienstag im Bremer Musicaltheater zu sehen […]
BREMEN · Tanz- und Folkloreshows boomen seit Jahren, doch was Deutschland jetzt zu sehen bekommt, passt in keine dieser Schubladen. "African Footprint" nennt sich das Spektakel, das rund um den Globus bereits begeisterte […] Auf der Bühne steht das neue, das selbstbewusste Südafrika und zeigt 15 Jahre nach dem Ende der Apartheid stolz seine Geschichte. Mit erhobenem Kopf singen die 30 Darsteller gleich zu Beginn das bleibende Motto des Abends: "We are proud and we are home and we are proud to call Africa home" (wir sind stolz, wir sind zu Hause und wir sind stolz, Afrika unser Zuhause zu nennen).
Eineinhalb Stunden geht es Schlag auf Schlag durch die bewegte Historie des schwarzen Kontingents. Das Publikum erwartet ein Kaleidoskop kultureller Vielfalt. Auch hier wird gesungen, getanzt und gespielt, jedoch ist "African Footprint" weder Musical noch Kulturshow. Das in einer Diskothek in Johannesburg entstandende Tanzspektakel spricht seine eigene Sprache und überrascht durch Abwechslung. Kräftemessende Stammesfehden und grazile Duette barfüßig und im Lendenschurz, rasanter Jive und mitreißender Stepptanz im einstigen Vergnügungsviertel Sophiatown in schicker Glitzerrobe bis hin zur unbändigen Freude über den Zuschlag für die Fußballweltmeisterschaft - das Ensemble verspürt Energie und pure Lebensfreude. Selbst dann, wenn in kleinen Sequenzen die unschöne Seite der Unterdrückung und Diskriminierung des Volkes zur Sprache kommt […]
[Kreiszeitung Syke, 13. 05. 2005]

Nike: Neuer TV-Spot mit Roger Federer 
“Wie barfuss laufen“.
Der menschliche Fuss ist ein hoch komplexes Gebilde. Er besteht aus 26 Knochen und 37 Gelenken, die durch über 100 Bänder stabilisiert werden. Mit Hilfe von mehr als 50 Muskeln wird der Fuss bewegt. Nun übernehmen diese kleinen Wunderwerke die Hauptrolle im neusten Nike TV-Spot.
Am 16. Mai 2005 lanciert Nike in der Schweiz seinen neuen TV Spot -- "Power To Your Feet" -- der unsere Füsse in den Mittelpunkt stellt; Füsse, die uns Stabilität und Bewegung vermitteln, uns Dämpfung, Kraft und Kontrolle ermöglichen.
Der neue TV-Spot “Power To Your Feet“ vereinigt die bekanntesten Nike-Athleten  […] welche aber alle ihre kleinen Fuss-Kraftwerke, die Ihnen zu Ruhm und Ehre verhelfen, in den Vordergrund stellen.
Der Spot beleuchtet die Beziehung der Athleten zu ihren Füssen und vermittelt dem Betrachter die neue Einsicht, welche wichtige Rolle die Füsse für sie spielen. "Power To Your Feet” unterstützt die weltweite Lancierung von Nikes revolutionärem neuen Barfusslauf-Trainingschuh “Nike Free”. Nike Free-Schuhe zu tragen, bedeutet barfuss laufen ohne wirklich barfuss zu laufen und trotzdem auf keinen Schutz für die Füsse zu verzichten.
[persoenlich.com, 13. 05. 2005]

Reise: Dermatosen als Souvenirs
Unerwünschte Mitbringsel nach Fernreisen: Urlaubsdermatosen. Jährlich gibt es 500.000 Neuerkrankungen. 
Immer mehr Menschen bringen von Fernreisen eine gefährliche Hautkrankheit mit. Ursachen sind vor allem Unwissenheit und Impfmüdigkeit von Touristen, die subtropische und tropische Regionen Asiens, den Mittelmeerraum, Südeuropa, Nord- und Zentralafrika oder Mittelamerika besuchen […]
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind derzeit rund zwölf Millionen Menschen mit so genannten Leishmanien infiziert, die sich auf der Haut mit juckenden Beulen oder Wimmerln bemerkbar machen. Pro Jahr kommen bis zu 500.000 Neuerkrankungen dazu. Dabei handelt es sich um Parasiten, die sich bei Hunden, Schakalen, Füchsen und Nagetieren einnisten. Die Erreger würden durch den Stich der Sand- oder Schmetterlingsmücke übertragen, möglich sei auch eine Ansteckung durch streunende Hunde oder Katzen, sagte der Dermatologe. 
Als eine vergleichsweise harmlose Variante der Leishmaniose nannte er die "Orientbeule". Hierbei entwickle sich einige Wochen nach der Infektion ein mehrere Zentimeter großes, juckendes Hautgeschwür, das nach ein bis zwei Jahren oft von selbst abheile. Wesentlich gefährlicher sei die Kala-Azar (schwarze Krankheit), die bestimmte Zellen des Immunsystems befalle und ohne Behandlung tödlich ende. Impfungen gegen Leishmaniose gebe es nicht. Einzig wirksam sei daher ein konsequenter Mückenschutz, besonders in den Abend- und Nachstunden. 
Gefährlich sei auch der Sandfloh, der mit nur einem Millimeter Größe zur kleinsten Flohart gehöre. Er bohre sich bevorzugt bei Menschen, die barfuß am Strand liefen, in die Haut der Fußsohle. Eine Infektion könne zu einer Zehenamputation, sogar zum Tod führen. "Gegen eine Reihe von Krankheiten wie Typhus, Gelbfieber oder Hepatitis A, aber auch Tetanus und Diphtherie sollten je nach Reiseziel unbedingt rechtzeitig Impfungen vorgenommen werden", riet Neuber. Man könne sich vor vielen Infektionskrankheiten auch durch Verzicht auf Barfußlaufen und besondere Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme schützen. 
[Die Presse.com, 13. 05. 2005]
Der Hinweis bezieht sich auf die Tropen, das Thema wurde ja im Forum schon diskutiert.

Karneval der Kulturen lockt 700 000 Besucher […]
Beim Karneval der Kulturen feierten in Berlin-Kreuzberg etwa 4500 Akteure mit prächtigen Kostümen und Musik und Tänzen aus allen Teilen der Welt. So viele Teilnehmer wie noch nie zogen in mehr als 100 Formationen tanzend, trommelnd und singend vom Hermannplatz zur Yorckstraße. 700 000 Besucher säumten nach Angaben der Veranstalter die Straßen, tanzten mit und applaudierten.
Den Anfang des Umzugs bildete wie jedes Jahr die multi-ethnische Gruppe «Afoxé Loni». In Gewändern aus Gelb und strahlendem Weiß tanzten und sangen die Akteure mit Trommeln, Rasseln und Flöten die Umzugsstrecke entlang, um sie zu «reinigen». Diese brasilianische Zeremonie sei eine Bitte um Segen für den Umzug, sagte Leiterin Krista Zeissig-Tucci. «Man wäscht die Straße.» […]
Bei Temperaturen um die 15 Grad froren die teils leicht bekleideten Akteure. Die 20 Tänzerinnen und Tänzer der Formation von «Tropical Islands» etwa reisten erst vor drei Wochen aus Samoa an. Angetan mit leichten Baumfaser-Röcken und glänzend vom Kokosöl tanzten sie sich dennoch barfuß in Stimmung. […]
[Geilenkirchener Zeitung, 17. 05. 2005]

Geschüttelt und gerührt? Nein, 20 Kilo abgenommen!
Eine innere Stimme hat Martha Riedel vor vier Jahren wachgerüttelt. Und seither hat sie sich schon 20 Kilo vom Leib "geschüttelt". […]
Wenn Martha Riedel (46) aus Rietz loslegt, sollten Zuschauer lieber in Deckung gehen. Zumindest 40 Sekunden lang. Denn so lange dauert das tägliches Training der Oberländerin - ihr selbsterfundener "Schütteltanz." 
Da ist wirklich jede Muskelfaser in Bewegung, vom Kopf bis zu den Zehen. Und alles passiert in Rekordgeschwindigkeit - und barfuß. "Ich tanze mehr oder weniger auf den Fußspitzen", beschreibt Riedel ihre eigenwillige Technik. "Und weil der Mensch da so viele Nerven hat, ist das auch gut fürs Gehirn. Da werde ich also auch gescheiter", lacht die lebensfrohe Mittvierzigerin.
Mit ihrem morgendlichen Geschüttel habe sie binnen vier Jahre nicht nur verloren - nämlich ihr Kreuzweh und 20 Kilo - sondern auch dazugewonnen: Neben Lebensenergie auch Selbstbewusstsein. "Ich war früher wie ein Mäuschen. Ich hab mich tausendfach verändert, jetzt gehen die Leute total auf mich zu", erzählt die zweifache Mutter. 
Die Idee des Schütteltanzes sei eine Art Eingebung gewesen. Als sie müde von ihrem Job in ihrem TV-Sessel lungerte, habe ihr eine innere Stimme plötzlich "Steh' auf und tanz" zugeflüstert. Neben ihrem Glauben ist nun auch der Tanz ihr fixes Lebenselixier. […]
[Tirol Online, 17. 05. 2005]

Österreichs erster Kneipp-Kindergarten im Flachgau […]
Einen ganz anderen Weg gehen derzeit 95 Kinder des ersten österreichischen Kneippkindergartens in der Salzburger Gemeinde Elixhausen (Flachgau). 
Bis Sommer läuft das zweisemestrige Pilotprojekt "Bin i fit, bin i cool". Ab Herbst kann das pädagogische Konzept zur Gesundheitsvorsorge bundesweit umgesetzt werden. 
Wassertreten, Armbäder bei 18 Grad Wassertemperatur, im Schnee barfuß laufen, den Kräutergarten bepflanzen und pflegen - all das ist für die Knirpse des Gemeindekindergartens zur Selbstverständlichkeit geworden. Und natürlich die gesunde Jause und das Mittagessen aus biologischem Anbau, täglich frisch zubereitet von der Landwirtschaftsschule Ursprung. Um Missverständnisse auszuräumen: "Das ist keine Kuranstalt, alles passiert auf freiwilliger Basis", erläutert Kindergartenleiterin Elisabeth Stöger. 
Es handelt sich um eine Gesundheitsvorsorge, "die Spaß macht, wenig kostet, hoch wirksam ist und ohne jegliche Nebenwirkung auskommt", fasst die diplomierte Gesundheitstrainerin zusammen. Das Projekt zeigt bereits Wirkung. "Gestärkt wird nicht nur die Lebensfreude und das Selbstwertgefühl, sondern auch das Immunsystem" […] 
[Salzburger Nachrichten, 19. 05. 2005]

Song Contest: Buchmacher geben Gracia wenig Chancen […]
Auf der Zielgeraden zum Finale des Eurovision Song Contest in Kiew am Samstag singt sich die deutsche Teilnehmerin Gracia («Run & Hide») allmählich in Form. Nach missglückter erster Probe stellte sie kurzerhand ihre Bühnenshow um […] Gracia wird nun bei ihrem Auftritt zu Beginn ihres Songs wagemutig von einem 1,60 Meter hohen Podest springen. Und statt in High Heels wirbelt sie barfuß über die Bühne. Wirkte sie bei der ersten Probe noch unsicher, machte sie beim zweiten Anlauf einen deutlich lustvolleren Eindruck. «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Performance», freute sie sich laut NDR. […]
[Neue Musikzeitung, 20. 05. 2005]
Wie wir wissen trat sie dann doch nicht barfuß auf – und die Buchmacher lagen so was von richtig …

Marathon [...]
Dr. Dave E. Martin (Atlanta/USA) hat in einer bisher einmaligen statistischen Untersuchung die Ergebnisse der Marathonläufe 2005 aufgelistet und nach Zeiten unter 2:20:00 bei den Männern und unter 2:55:00 bei den Frauen ausgewertet [...]
Die kenianischen Läufer beherrschten seit Jahren die Mittelstrecken, bis sie auch den Marathon für sich „entdeckten“. Robert Hartmann schreibt in seinem Buch „Läufergeschichten aus Afrika“ über die Überlegenheit der Keniaten, die in den sechs Weltranglisten zwischen 800 m und Marathon regelmäßig die Hälfte der vorderen zehn Plätze belegen. „Die letzte Wahrheit haben die Wissenschaftler noch nicht ergründet. Die Mütter aber sagen: “Es ist die Milch“! „Es gibt kein Geheimnis, außer harter Arbeit“, sagte Kipchoge Keino, die Legende, Olympiasieger 1968 und 1972. Die Läufer fallen mir ihrer Leidenschaft und Leidensfähigkeit auf“ – so Robert Hartmann weiter. „Das Last-Kraft-Verhältnis unserer Körper ist idealer als bei den Weißen“. erwähnt Billy Konchellah als willkommenen Vorteil, der 800 m Weltmeister 1987 und 1991, ein Masai“ – so Hartmann, und „die Läufer besitzen die idealtypischen Figuren. Es fällt auf, dass sich Arme und Beine in die Länge ziehen. Und dann sprechen die Kenianer einfach vom Läufermuskel, der Kwaryat-Power. Das ist die Kraft, die aus der Wade kommt“. „Im Busch ist ein dickes Kind selten“ und „die Kenianer verbringen ihre Kindheit barfuß, sie bewegen sich auf warmer Erde“. „Das stärkt die Füße, die sie weit tragen können. Sie brauchen sich kaum anzustrengen, wenn sie über Hürden und Wassergräben springen, als sein sie kleine Termitenhügel“, schreibt Robert in seinem Buch [...]
Vielleicht sind das die Erklärungen, warum die Läufer aus Kenia und natürlich und auch im verstärktem Umfang in der Zukunft - auch die Läuferinnen aus Kenia - in der ganzen Welt bei allen großen Läufen und über alle Distanzen zwischen 800 m und Marathon die Siege unter sich ausmachen [...]
[real Berlin Marathon (Pressemitteilung), 20. 05. 2005]

Göttinger Barfüßer-Altar erstrahlt in neuem Glanz [...]
Sechs Jahre lang war einer der größten Schätze spätmittelalterlicher Tafelmalerei in den Werkstätten der Restauratoren verschwunden. Pünktlich zum 30. Evangelischen Kirchentag (25. bis 29. Mai) erstrahlt der Göttinger Barfüßer-Altar nun in neuem Glanz. «Es ist ein wunderbares Stück Kirchengeschichte», sagte Niedersachsens Kulturminister Lutz Stratmann (CDU) bei der ersten Vorstellung des restaurierten Altars am Donnerstag in Hannover. Das Schmuckstück wurde im Jahr 1424 geweiht und gilt als weltgrößter mittelalterlicher Flügelaltar.
Das in der Landesgalerie ausgestellte Kunstwerk stammt aus Göttingen und gehörte dort ursprünglich zum Hochaltar der 1820/1821 abgerissenen Franziskaner-Kirche [...]
Barfüßer-Altar heißt das religiöse Kunstwerk deshalb, weil die Ordensregel der Franziskaner vorschrieb, dass die Mönche barfuß zu gehen hatten. Der Volksmund nannte sie deshalb «Barfüßer».
[Freie Presse, 20. 05. 2005]

Leichte Strandatmosphäre im Ostviertel
Aachen. Ein Pluspunkt der neuen Sportart ist auf den ersten Blick offensichtlich: Das Geld für Schuhe können sich die Aktiven sparen. Denn Beach-Handball wird barfuß gespielt, natürlich auf oder im Sand.
Auch sonst bedarf es für den ersten Wurf bei den Spielern keiner besonderen Investition. Ganz im Gegensatz zu den Verantwortlichen, die die entsprechende Anlage an der Breslauer Straße ermöglicht haben. Sie haben den Kraftakt bereits hinter sich, den die Sportler ab sofort täglich auf dem Sand vollbringen. 
Aber die Anstrengungen haben sich gelohnt: Die beiden neuen Plätze sind eine echte Bereicherung für die Aachener Sportlandschaft und eine erhebliche Aufwertung des Freizeitangebotes im Ostviertel [...]
[Aachener Zeitung, 20. 05. 2005]

Jetzt ist Eröffnungszeit für Barfußpfade, der erste:
Vom Rollstuhl aus die Natur begreifen
Erndtebrück. (km) Ein ganzes Jahr lang hat die Umweltgruppe der AWO-Werkstatt mit der Unterstützung vieler anderer Werkstatt-Mitarbeiter hart gearbeitet, gestern konnte Einweihung gefeiert werden: Auf dem Giller bei Lützel hatte das Natur-Erlebniskarussell Premiere.
Neben [...] war auch die Rollstuhl-Basketballgruppe Deuz zu Gast, um die vier Karussell-Stationen zu testen. Denn das Besondere an diesem Walderlebnispfad ist: Man muss nicht laufen können, um hier die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Der Tastpfad mit unterschiedlichen Bodenbelägen verläuft leicht erhöht und ist auf diese Weise sowohl barfuß als auch vom Rollstuhl aus mit den Händen "begehbar". Auch Nistkastenbaum, Tierspuren-Lesestation und Schnupperbox sind so installiert, dass sie aus der Sitzposition heraus bequem bedient werden können [...]
[Westfalenpost, 21. 05. 2005]
… der zweite …:
"Lauschig fast wie im Paradies" [...]
WACHENHEIM Das Zellertal bewegt sich. Am gestrigen "Zellertaler Erlebnistag", für den sich der Verein "Zellertal aktiv" verantwortlich zeigte, luden neun Gemeinden zwischen Rheinhessen und der Pfalz auf 15 Kilometern ein, zu genießen, Spaß zu haben und ganz einfach mit allen Sinnen Mensch zu sein. 
Zu diesem Zweck ging es am Vormittag bereits in Wachenheim los. Im idyllischen Schlossgut Lüll hieß das Motto "Barfuß im Park". Im 1,75 Hektar großen Schlossgarten der einstigen Burganlage aus dem 14. Jahrhundert war reichlich Platz zum ausgiebigen Lustwandeln. Selbst ein kleines Picknick auf der Rasenfläche konnte da nicht schaden - natürlich mit den besten Weinen und Sekten des Hauses. Der sanfte Wind ließ einem dabei das satte Rasengrün an den Füßen kitzeln; die Vögel zwitscherten fröhlich und wurden nur vom Spiel der Musikgruppe "Guiseme" unterbrochen. Im Kavaliershäuschen stellte die Flörsheim-Dalsheimerin Ursula Thulke von "Fleckenmauerlädchen" ihre markanten Bilder unter dem Oberbegriff "Begegnungen" aus.[...]
Über Korken und Mulch
Auch in Mölsheim, der höchst gelegenen Gemeinde des Südlichen Wonnegaus, war viel los. An der Grünanlage im Neubaugebiet zwischen der Straße "Am Heckel" und der Pflänzerstraße wurde der Barfußpfad eingeweiht. Der 15 Meter lange Pfad ist das Ergebnis einer Kooperation  [...] Im April war der Pfad ausgehoben worden; die "Baumfreunde" legten den Untergrund, die Kinder des Arbeitskreises Spiel und Freizeit sorgten für die Befüllung mit Rindenmulch, Kies, Baumrinden, Kork und Sand. 
Am 7. Mai war der Mölsheimer Barfußpfad fertig gestellt worden. Die feierliche Erstbegehung oblag Ortsbürgermeister Helge Wilding (SPD) - unter vielen neugierigen Blicken lief der Ortschef über die Befüllung. Manchmal "piekste" es offenbar. Dennoch biete ein solcher Pfad die beste Fußreflex-Massage, meinte Beate Rauch-Goschke, die Vorsitzende des Arbeitskreises TIM bei der Einweihung. Umrahmt wurde die Zeremonie von den Mölsheimer Turnern und Sängern. [...]
[Wormser Zeitung, 23. 05. 2005]
und der dritte:

Barfuß über den Öko-Lehrpfad[...]
Der Harz ist ab diesem Wochenende um ein Familien-Ausflugsziel reicher: Der Löwenzahn-Entdecker-Pfad, ein ökologischer Lehrpfad für Kinder, öffnet am morgigen Samstag in Drei Annen Hohne seine Tore.
Welches Tier hinterlässt welche Spur? Wie kommt es, dass Eulen nachts so gut hören können? Wie heißen die Tiere, die gerne in totem Holz krabbeln? All diese Fragen beantwortet der Löwenzahn-Entdecker-Pfad – benannt nach der ZDF-Kinderserie mit Peter Lustig [...]
Kinder im Vor- und Grundschulalter sollen Erfahrungen sammeln: Auf einem Tierspuren-Pfad können sie Füße mit den Pfoten von Luchsen, Hirschen und anderen Tieren vergleichen. Wie sich ein Fuchs fühlt, der nachts durch den Wald schleicht, kann man auf dem Barfuß-Pfad mit verschlossenen Augen nachvollziehen.
"Viele Stadtkinder wissen ja gar nicht, wie es sich anfühlt, ohne Schuhe über Kies oder Holz zu gehen", sagt Knolle [...]
[Wolfsburger Nachrichten, 27. 05. 2005]

Dreckig machen ohne Gemecker
Zum dritten Mal drehte sich beim Erlebnistag des Kreisumweltamtes alles um Lehm [...] 
Weit weniger laut, dafür drei Mal so lustig geht es weiter hinten im Bereich der Imker zu. Mit einer unglaublichen Begeisterung widmen sich hier knapp 30 Kinder dem Urmaterial Lehm.
Stolz zeigen die jungen Künstler, was sie bisher schon zusammen "gepappt" haben: windschiefe Schüsseln, niedliche Kätzchen, diverse Objekte mit "originalen" Hand- und Fußabdrücken und natürlich "Lehmusdicki". So wurde der pummelige, knapp ein Meter große, gehörnte "Waldgnom" genannt, der zum "Wächter des Ofens" ernannt wurde [...] 
"Wir waren barfuß im Lehm", erzählt Hannah, die auf die kosmetischen Effekte der "Behandlung" schwört. "Da wird die Haut ganz glatt", die Füße allerdings auch ziemlich kalt. Lehm, Wasser und Sand wurden solange zusammen gepanscht, bis eine gebrauchsfertige Mischung entstand. Gemeinsame Spiele und das Mittagsessen vom Schwenker sorgten zwischendurch für Abwechslung. 
"Das ist cool, weil es so matschig ist", schwärmte Lena, von oben bis unten mit Lehm verschmiert - und springt mit einem Satz in den großen Lehmkasten. Mit einem Jauchzer setzt sich die Zehnjährige auf den Allerwertesten. Ellen teilt den Enthusiasmus der Freundin: "Mir gefällt das, weil man sich so richtig dreckig machen kann." Gebrannt wurden all die glitschigen Kunstwerke im Lehmbackofen, der seinerseits vor zwei Jahren beim Erlebnistag entstanden war. "Bis 400 Grad hält der aus" [...]
[Saarbrücker Zeitung, 23. 05. 2005]

Schnelle Tritte und eine Kokosnuss[...]
"A Capoeira, é defesa e ataque", schallt es durch die Turnhalle des MTV Braunschweig. Dicht gedrängt stehen wir im Kreis. Die meisten kennen den Text des portugiesischen Liedes, singen lauthals mit. "Capoeira ist Verteidigung und Angriff", heißt es übersetzt. Eine Mischung aus Tanz und Kampfkunst, Musik und Gesang – das ist Capoeira.
Die 35 Frauen und Männer sind verschwitzt nach einer Stunde Training. Alle sind barfuß. Einige trommeln oder schlagen mit dem Tamburin den Takt. Sebastian Clare spielt das "Berimbau", ein brasilianisches Instrument mit einer Drahtsaite. "Das gibt den Rhythmus für die Roda vor", erklärt er.
Capoeristas kämpfen nicht, sie spielen 
Roda ist das portugiesische Wort für Kreis. In der Mitte der Roda treten jeweils zwei Capoeiristas gegeneinander an. Sie umkreisen sich, angetrieben von der Musik. Die Capoeiristas sprechen nicht von kämpfen. Sie spielen miteinander.
"Capoeira ist viel mehr als nur ein Sport", erklärt Trainer Sebastian Clare. Es wurde vor rund 350 Jahren von afro-brasilianischen Sklaven als getarntes Kampftraining entwickelt. Bis Mitte der 30er Jahre war Capoeira in Brasilien offiziell verboten. Noch immer gilt es dort als zwielichtig.
Tänzelnd weicht Nicola Ryschka den Tritten ihres Gegenübers aus. Seit knapp zwei Jahren macht die 29-Jährige Capoeira. Ihr Rücken ist leicht nach vorne gebeugt, sie fixiert ihren Gegenspieler. Und grinst dabei. Jederzeit ist sie bereit, geschmeidig auf den Boden zu rollen – um sich danach mit einem Handstand aufzurichten und mit einem Tritt zu kontern. Angriff und Verteidigung folgen blitzschnell aufeinander.
Ein oder zwei Minuten dauert das Spiel, dann wechseln die Partner [...]
Nach eineinhalb Stunden ohne Schuhe tun mir die Füße weh. Der Muskelkater in den Oberschenkeln lässt nicht lange auf sich warten. Glücksgefühle? Nach meinem verpatzten Auftritt in der Roda eher nicht. Malte baut mich auf: "Angeblich übt man in Brasilien die ersten drei Monate nur den Grundschritt."
[Braunschweiger Zeitung, 27. 05. 2005]

So komme ich rein: Tipps von Passaus Türstehern
Camera
Alter: Ab 16 Jahren kann man in Passaus ältester Disco abfeiern [...]
Kleidung: Das Outfit spielt in der Camera keine Rolle. Das war schon immer so. „Solange die Leute nicht barfuß kommen, dürfen sie rein“ [...]
Plan b [....]
Kleidung: Auf das Äußerliche wird sehr wohl geachtet, vor allem am Wochenende. Donnerstags, wenn Hip Hop aufgelegt wird, ist die Kleiderordnung lockerer. „Grundsätzlich wollen wir aber nicht, dass die Leute direkt von der Arbeit kommen. Wer rein will, sollte sich auch ordentlich kleiden“, rät Michael Jötten. Ausgelatschte Turnschuhe, Sandalen, Muscleshirts und kurze, zerrissene oder extra weite Hosen sollten zu Hause gelassen werden [...]
[Passauer Neue Presse, 28. 05. 2005]
Merke: Disko Camera in Passau meiden!

Zeigt her eure Füße: Kinder machen Kunst
Griesheim. «Ich will Blau», ruft Roberta. Die Neunjährige schnappt sich einen Kreidestift, kniet nieder und malt mit Hilfe einer Schablone Fußspuren auf den Gehweg der Linkstraße. «Spuren hinterlassen» war gestern das Motto bei einer Veranstaltung des Kinderhaus Griesheim beim Projekt «Linie 11». Dieses verbindet zwölf Frankfurter Kinder- und Jugendhäuser, die alle durch die Straßenbahnlinie 11 verbunden sind. In Zusammenarbeit mit Schulen und Künstlern sollen sich Kinder Gedanken über Wege machen. Bei den Griesheimer Kindern steht alles im Zeichen der Füße. Bereits vor einigen Wochen bemalten die Kinder ihre Füße, fertigten Abdrücke auf Plakaten und Gipsmodelle an (wir berichteten). Schließlich wurden die Kinder mit ihren Gipsfüßen in ihren Lieblingsgeschäften fotografiert. «Für die Kinder war es sehr lustvoll, sich mal mit ihren Fußen auseinander zu setzen», sagt die Umweltpädagogin und freischaffende Künstlerin Sabine Heruday. Am Nachmittag richteten die Erzieher daher einen Barfuß-Pfad mit Gras, Sand und anderem für Stadtkinder ungewohntem Untergrund im Garten des Kinderhauses ein […]
[Frankfurter Neue Presse, 28. 05. 2005]

Erfolgreicher Polizeieinsatz in Wernigerode 
Dreijähriger Ausreißer wollte nur Eis schlecken 
Wernigerode. Sie traute ihren Augen nicht. Am Ende der Fußgängerzone in Wernigerodes Innenstadt stand gestern Morgen, viertel nach Sieben, ein Knirps – barfuß – und lief hilfesuchend umher. Die Frau hatte es eilig, ein wichtiger Termin drückte. Dennoch reagierte sie flugs, nahm den Jungen an die Hand und bat im nahen Eiskaffee die Angestellte um Hilfe […] Noch bevor die Serviererin aber die Beamten im Wernigeröder Polizeirevier über den Ausreißer informieren konnte, musste sie erst einmal den Heißhunger des Dreijährigen stillen. Eis, nur Eis wollte er. Und wie es ihm schmeckte. […]
Weder Überredungskunst noch Einfühlungsvermögen halfen seinen Kollegen: „Der Bub wollte partout nicht ins Polizeiauto einsteigen.“ Ehe sich die Großen versahen, tappelte der Kleine plötzlich davon - barfüßig und ohne Polizeischutz über die belebte Geschäftsstraße. Wie selbstverständlich betrat er ein Haus und stoppte an der Wohnungstür. Hier konnten nun die Beamten den Ausreißer der überglücklichen Mutter übergeben. Sie hatte am Vorabend vergessen, die Tür zu verschließen. Die Gelegenheit nutzte ihr Timi, um sich mit der erfrischenden Leckerei zu versorgen […]
[Volksstimme, 28. 05. 2005]

Auf Noahs Arche sinkt Amélie […]
Wenn bei zartbesaiteten Spitzensportlern gar nichts mehr zu gehen scheint, bleibt ihnen immer noch der Weg zum Guru […]
Mit einem ähnlichen, wenn auch nicht ganz so esoterischen Rezept versuchte es eine andere Mimose aus Frankreich, die Tennisspielerin Amélie Mauresmo. Am Open von Roland-Garros noch nie über den Viertelfinal hinausgekommen, engagierte die bald 26-Jährige vor einigen Wochen nicht irgendjemand aus der Gilde der Gesundbeter, sondern Yannick Noah. […]
Yannick habe immer wieder sein Talent als Motivator an den Tag gelegt, […]er könne aus Menschen das Beste herausbringen. Von anderer Seite ertönte dagegen Skepsis. Gemäss Patrice Hagelauer, dem einstigen Trainer Noahs, warteten gewisse Kreise nur darauf, dass das Vorhaben scheitere, «denn auf Yannicks Ruf sind viele ganz neidisch».
Der Guru selber markierte am Court während der drei Matches von Amélie unübersehbare Präsenz. Dazu hatte er die passende Aufmachung gewählt: barfuss, schwarze Mütze, dunkle Brille, die Miene angespannt, nur selten zum Applaus bereit. In einem Interview zu seiner neuen Tennis-Herausforderung hatte Noah von «amour» gesprochen, was in der Stadt der Liebe allemal gut ankommt. Auch betonte er, wie sehr Amélie und er aneinander Spass hätten […]
[NZZ Online, 29. 05. 2005]

"Dieser Sound passt optimal zum Wetter" […]
Nicht nur die gekühlten Getränke waren während der Auftaktveranstaltung des Bramscher Stadtfestes am Freitagabend bei knapp 30 Grad im Schatten sehr beliebt. Auch die sechsköpfige Band "Alma" aus Frankfurt fand viele Fans.
Das etwa vierstündige Konzert fand bei bestem Wetter auf dem Kirchplatz statt. Es wurde ausgelassen barfuß getanzt. 
Selbst die Kleinsten machten begeistert beim "Ketchup-Song? mit und konnten hier den Erwachsenen einiges vormachen. "Der Sound passt optimal zum Wetter"
[Neue OZ Online, 30. 05. 2005]

Schusters Rappen bleiben meist im Stall
Die Sinneslust treibt einen Waiblinger an, barfuß zu gehen
WAIBLINGEN. Schuhe sind Knäste - zumindest für passionierte Barfußläufer wie Kai Dörfner. Der Mann aus Waiblingen geht bloßen Fußes, wo und wann immer es nur irgend geht.
Von Kathrin Wesely
Es ist ihm ein bisschen peinlich, ausgerechnet dann Schuhe tragen zu müssen, wenn er übers Barfußlaufen reden soll. Aber im Büro lässt sich das nicht vermeiden. Dörfner sitzt im vierten Stock der Evangelischen Gesellschaft in der Stuttgarter Büchsenstraße. Er ist fürs Marketing und das Fundraising der Gesellschaft zuständig. Da kommen auch mal Leute vorbei. ¸¸Die nackten Füße würden zu sehr vom Gespräch ablenken", rechtfertigt der 37-Jährige seine Fußbekleidung.
Die Reise zum Büro tritt er allmorgendlich per S-Bahn an. Wenn das Thermometer die zehn Grad erklommen hat, bleiben die Schuhe im Rucksack. Schnee, Eis und Minusgrade gibt sich Dörfner nicht. ¸¸Ich bin ja kein Dogmatiker." Er läuft barfuß, weil"s ihm gut tut und Freude bereitet. Zu den Leuten, denen Schmerz Lust verschafft, zählt er nicht. Gesundheitliche Gründe, deren es viele aufzulisten gäbe, seien für ihn nicht ausschlaggebend. Orthopäden sagen, dass Barfußlaufen Senk- und Spreizfüßen vorbeuge - sofern man nicht auf Asphalt, sondern auf unebenen Böden geht. ¸¸Selbst Kopf- und Rückenschmerzen können eingedämmt werden", sagt Dörfner. Sebastian Kneipp meinte, ein empfindlicher Kältereiz an den Sohlen rege die Durchblutung an. Viele Nervenstränge enden an den Fußsohlen, sie immer in Socken und Leder zu verknebeln, sei nicht gesund. Vor allem aber werde der verpackte Fuß einer ganzen Anzahl sinnlicher Reize beraubt.
Wenn also Dörfner morgens in der S-Bahn sitzt, wird er häufig in Gespräche verstrickt. Er weckt die Neugier - ¸¸insbesondere von älteren Leuten, die öfter mal in Gesundheitsmagazinen wie der Apothekerzeitschrift blättern". Die Rede komme rasch auf die Gefahren - Splitter, Scherben und Hundedreck. ¸¸Ich bin eine Woche durch London spaziert und nirgends reingetreten. Ich trete auch sonst nirgends rein. Denn ich habe so etwas wie einen siebten Sinn entwickelt: Ohne immer den Blick auf den Boden richten zu müssen, erkenne ich, wenn Scherben herumliegen."
Man muss auch nicht überall barfuß rumlaufen, sagt Dörfner. Von einem Spaziergang über den Waiblinger Marktplatz nach dem Altstadtfest rät er beispielsweise dringend ab. Für den Notfall hält Dörfner außerdem immer ein paar Schuhe im Rucksack parat. Außerdem werde die Haut mit der Zeit ledriger und härter, so dass die Gefahr, sich zu verletzen, geringer würde. Ihm ist aufgefallen, dass ¸¸seit der Einführung des Dosenpfandes mehr Scherben herumliegen".
Eine gerne gestellte Frage ist ferner die nach dem Fußpilz. Dabei seien gerade Schuhe das Biotop, in dem Fußpilze gedeihen: ¸¸Viele ziehen im Hallenbad extra Latschen an. Aber darin schwitzen die Füße, und es ist feucht - also ein optimaler Nährboden. Nackte Füße dagegen sind immer an der frischen Luft, sind trocken, stinken nicht und kriegen keine Pilze."
Aber das Gesundheitliche ist für Dörfner, der seine Füße seit 1999 wann immer möglich in Freiheit entlässt, ja nur Nebenaspekt. Barfußlaufen sensibilisiere. Brach liegende Sinne würden geweckt. Man erschreite sich förmlich neue Facetten der Welt. ¸¸Wissen Sie, welche Bodenbeläge in den Stuttgarter Kaufhäusern liegen? Wie es sich anfühlt, vor einem Kühlregal zu stehen? Und wissen Sie, in welchen Läden die Füße am schmutzigsten werden?" (Lösung laut Dörfner: In Supermarktdiscountern wie Aldi und Lidl).
Immer noch würden nackte Füße als unschicklich gelten. Sie röchen nach Armut, obwohl sich heute in der westlichen Welt jeder noch so arme Schlucker Schuhe leisten könne, sagt Dörfner. Nur manche Ältere könnten noch von kargen Zeiten berichten, in denen die Kinder barfuß zur Schule gingen. Und noch etwas dürfte ein Hemmschuh für die flächendeckende Durchsetzung der Nacktfüßlerei sein: Lange galt der Fuß als quasi erogene Zone des Körpers. Jahrhunderte hat es gedauert, bis sich die Zehenspitzen der Damen durchs Leder gearbeitet hatten und neckisch rote Nägel das Licht der Welt erblicken durften. Aber heute? Wen außer einer Hand voll Fetischisten bringt ein bloßer Fuß noch aus der Fassung?
Irrationale Widerstände sind es also, gegen die Dörfner und Gleichgesinnte anreden müssen. Schimären aus längst vergangenen Epochen. Ästhetische Argumente spielen für Dörfner eine eher untergeordnete Rolle. Dass es dem Sexappeal eines Mannes in Schlips und Anzug abträglich sein könnte, die hohen Schuhe fürs Gesamtoutfit einer Frau (¸¸artistisch spannend") unabdingbar sind, erscheinen ihm vernachlässigbare Aspekte. Dörfner ist mehr der Pragmatiker. Aber kein Dogmatiker, wie er betont. Er ziehe weder seiner Frau noch seinen Kindern die Schuhe aus. Barfußlaufen ist für ihn keine Weltanschauung, sondern lediglich eine gesunde Sache, die ihm Freude bereitet und die Lebensqualität steigert. Trotzdem freut er sich, wenn sich andere der Barfüßlerei anschließen. Mit der grassierenden Flip-Flop-Mode sei die Gesellschaft ja schon auf einem guten Weg: ¸¸Ein Flip-Flop ist ja im Grunde genommen ein verkleideter ,Barfuß"."
Weitere Infos zum Thema ¸¸barfuß" finden sich auf der Internetseite von Kai Dörfner www. thoreau.de sowie unter www.hobby-barfuß.de und www.barefooters.org.
[Stuttgarter Zeitung, 31. 05. 2005]
Kai hatte von diesem Beitrag ja selbst im Forum berichtet.
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