Wie
sehr nutzen Barfußpfade - oder schaden sie sogar ?
(Forumberichte seit Frühling 2001)
Die folgende Diskussion wurde im Zusammenhang von Lorenz' Initiative für den Barfußpfad Penzberg geführt :
Möchten täten wir schon wollen, aber dürfen traun wir uns nicht!
[" Da wird es aber hohe Zeit, dass Sie Ihre Füße trainieren; jetzt
ist dafür die beste Jahreszeit."
Da war sie schon sehr beeindruckt, aber
ich wusste dennoch, dass ich sie nicht wirklich überzeugen konnte, weil
"man" eben im Alltag nicht barfuß geht. Markus U.]
Ich mache die Leute in solchen Gesprächen meist darauf aufmerksam, dass es
Barfußpfade gibt. Das ist die Brücke für Leute, die nur tun, was
"man" macht. Da das wohl auf 98% aller Leute zutrifft, müsste jedes
Naherholungsgebiet einen Barfußpfad haben -- dort ist dann klar, dass MAN
barfuß läuft.
Diese Beispiele zeigen, dass Barfußlaufen durchaus wohlwollend registriert
wird, aber die anerzogenen Hemmungen bei den meisten Menschen dermaßen tief
sitzen, dass sie auch durch das "gelebte Vorbild" nicht überwunden
werden können. Schade!
Schade für die von solchen Hemmungen heimgesuchten Zeitgenossen -- für uns
ist das kein Problem. Wir können vielmehr von sehr vielen heimlichen
Sympathisanten ausgehen. Wer die Glasscherben- und Schmutzproblematik
hochspielt, sucht vielleicht nur eine Entschuldigung für seine Angst vor
anderer Leute Vorurteilen!
Serfuß, Lorenz
[Möchten täten wir schon wollen, aber dürfen traun wir uns nicht!]
Hallo, schöner Spruch (ist glaube ich von Karl Valentin, oder?), passt meines
Erachtens wirklich bestens zur Situation.
Schade ist nur, dass uns solche unsinnigen Hemmungen anerzogen werden.
Ich
denke die meisten von uns (ich auch) mussten sich erst mal überwinden um
unbefangen in der Öffentlichkeit barfuß zu laufen, weil "man" immer
gesagt bekommt oder zumindest sonst wie signalisiert bekommt, dass "man" das nicht tut. Und sei es einfach durch die Tatsache,
dass es
kaum jemand tut. Man wird ja als erwachsener Barfußläufer automatisch zum
Mitglied einer Minderheit. Viele befürchten wohl, dass sie dadurch auffallen,
und genau das wollen sie nicht.
Ich glaube auch, dass hinter vielen Vorwänden, warum "man" nicht
barfuß läuft (dreckig, gefährlich, usw.) die Angst steht, unangenehm
aufzufallen.
Erst wenn man es tatsächlich tut, merkt man wie erstaunlich/angenehm wenig
Beachtung man oft erfährt, wenn man barfuß daher kommt.
Es ist wirklich schade, dass sich so wenig Menschen trauen, das zu tun worum
sie andere insgeheim beneiden.
Gruß Klaus (Wü)
[mache Leute in Gesprächen darauf aufmerksam, dass es
Barfußpfade gibt. Das ist Brücke für Leute, die tun, was
"man" macht ... müsste jedes
Naherholungsgebiet einen Barfußpfad haben]
Barfußpfade sind leider noch nicht sehr verbreitet; um so besser, dass Du
mit gutem Beispiel vorangehst und in Deiner Heimat einen errichten konntest!
Andererseits bin ich aber auch ein wenig skeptisch, denn ich kann mir auch
nicht vorstellen, dass die Leute, die mal über einen Barfußpfad rennen, sich
danach zu Alltagsbarfüßern wandeln.
Du hast ja selbst einmal Zweifel
angemeldet, dass sich die Besucher Deines Barfußpfades auch außerhalb
desselben barfuß bewegen werden. Somit können also auch Barfußpfade zur von
uns angestrebten allgemeinen Verbreitung des Barfußlaufens nicht beitragen.
Unter uns überzeugten Barfüßern dürfte ebenfalls kaum einer sein, der durch
den Besuch eines Barfußpfades dazu wurde.
Aber lass Dich trotzdem nicht beirren!
Herzliche Barfußgrüße,
Markus U.
[Unter überzeugten Barfüßern dürfte kaum einer sein, der
durch Besuch eines Barfußpfades dazu wurde]
Ich würde es auch umgekehrt sehen: Jemand der im Alltag barfuß geht, wird
kaum einen Barfußpfad besuchen.
[lass Dich trotzdem nicht beirren]
Genau!
Gruß, Fritz
Absolut meine Meinung! Der Effekt ist wirklich gleich Null!
Die Leute bewegen sich dort auf dem
Barfußpfad barfuß, denn dafür ist der ja da. Außerhalb bewegt sich niemand
barfuß, weil MAN da eben NICHT barfuß läuft.
Folglich ist m.E. die Errichtung
oder Unterhaltung eines Barfußpfades für die Katz.
(Sorry, Lorenz, aber das
ist meine Meinung, nix für ungut ;-))
Berni(N)
Ich fürchte manchmal, dass die Mode mit den Barfußpfaden eher das Gegenteil
erreicht!
Vielleicht heißt die nächste dumme Bemerkung: "Wir sind hier doch
nicht auf dem Barfußpfad!"
Barfußpfade könnten also zu zugewiesenen Reservaten werden, damit
empfindliche Gemüter nicht durch den Anblick nackter Füße z.B. in der Stadt
gestört werden.
Detlev
Hi liebe Skeptiker,
Es finden sich immer Argumente, um nicht die Initiative ergreifen zu müssen
;-))
[Effekt gleich Null! Leute bewegen sich auf
Barfußpfad barfuß, denn dafür ist der da. Außerhalb bewegt sich niemand
barfuß, weil MAN da NICHT barfuß läuft. Folglich ist Errichtung eines Barfußpfades für die
Katz]
Hier meine Erfahrung:
1.) an den beiden Tagen nach der Barfußpfad - Präsentation am letzten Wochenende
war ich jeweils für ca. eine halbe Stunde in der Stadt -- einkaufen
und Eis essen. Ich habe da so viele Barfüßige gesehen wie nie zuvor, Männer,
Frauen, Kinder..... War das nur Zufall?
2.) Heute Abend machte ich einen Kontrollgang auf dem Barfußpfad und traf
trotz einer Temperatur von nur noch 13 Grad eine barfüßige Familie, die viel
Spaß am regenfeuchten Untergrund hatte.
3.) Die Schulkinder, die für mich bunte Fußabdrücke als
Markierungsschilder gemalt haben, sind begeistert und schleppen ihre Eltern auf
den Pfad. Lehrer dieser Schule führen ihre Klassen hin, sie sind somit veranlasst, das Barfußgehen zu propagieren!
4.) Ich unterhalte den Parcours nicht, damit überall barfuß gelaufen wird
-- das ist gar nicht so sehr mein Motiv (ich käme auch bestens klar, wenn ich
weit und breit der einzige Barfußläufer wäre).
Mich reizen an diesem Projekt
vor allem die umweltpädagogischen Möglichkeiten, die sich aus dem
Sinneserlebnis mit den bloßen Füßen ergeben. Und das wirkt sogar besonders
stark auf Leute, die sonst nicht barfuß gehen.
Schöne Füße, Lorenz
Niemand will Dir Deine Arbeit miesmachen oder Dich entmutigen oder sich gar
selber vor der Initiative drücken, aber ich bin mittlerweile auch davon
überzeugt, dass die Errichtung und Unterhaltung von Barfußpfaden für unsere
Belange eigentlich nichts bringt.
Die Leute gehen dann mal eben als Gaudi mal
eben über den Barfußpfad, um mal ein bisschen Abwechslung zu erleben, und
pellen sich gleich danach wieder in ihre Schuhe.
Dass Dein Barfußpfad derzeit
so viel Zuspruch findet, dürfte vor allem daran liegen, dass er nagelneu ist
(und was neu ist, ist in der ersten Zeit immer der große Hit), und dass Du bei
Euch im Dorfe, wo sowieso jeder jeden kennt, durch Deine Barfüßigkeit ohnehin
eine bekannte Erscheinung bist, und so mancher vielleicht beim Besuch des von
Dir selbst eingerichteten Barfußpfades den Gedanken hat, "ein Stückweit
auf Lorenzens Spuren zu wandeln".
[Schulkinder sind begeistert und schleppen Eltern auf Pfad. Lehrer führen Klassen
hin]
Da die Kinder an der Gestaltung des Barfußpfades beteiligt waren, ist doch
klar, dass sie auf ihre Mitwirkung mächtig stolz sind und den Eltern ihre
"Werke" zeigen wollen (ich verhielte mich an ihrer Stelle auch nicht
anders).
[unterhalte Parcours nicht, damit überall barfuß gelaufen wird. Mich reizen die umweltpädagogischen Möglichkeiten, die sich aus Sinneserlebnis
mit bloßen Füßen ergeben. Und das wirkt stark auf Leute,
die sonst nicht barfuß gehen]
Da habe ich eher die eben bereits geäußerte Befürchtung, dass die Serie
blöder Sprüche um den Satz "Wir sind doch hier nicht auf dem Barfußpfad"
ergänzt wird - der Barfußpfad als das "Reservat für nackte Füße",
mit dem diese sich gefälligst zu begnügen haben (wie es ja auch nicht so gut
ankäme, wenn jemand in der Badehose durch die Stadt liefe). Unter diesem Aspekt
wären Barfußpfade letztendlich sogar kontraproduktiv.
Herzliche Barfußgrüße,
Markus U.
Ich versteh die Argumente gegen Barfußpfade nicht so ganz. Woher wollt ihr
denn wissen, dass die Leute wirklich ohne nachzudenken gleich in die Schuhe
schlüpfen. Woher wollt ihr wissen, dass nicht doch ein Keim zum Barfußlaufen
(zumindest im Wohnbereich, Garten, etc.) gelegt wird?
Was ist denn unser Anliegen? So wie es hier manchmal klingt, wäre dies die
Generierung von lauter Vollzeit-Barfüßern. Die gibt es aber noch nicht einmal
hier in diesem Forum.
Ob es nur der Reiz des Neuen ist, der Barfußpfade auszeichnet, wage ich zu
bezweifeln.
Man sollte sich nur einmal den Erfolg des BFP Dornstetten mit Tausenden von Besuchern ansehen.
Also, seid etwas weniger dogmatisch, wenn es um den "rechten Weg"
zum Barfußlaufen geht. Nicht nur der Hundertprozentige zählt, sondern jeder
ist mir als Barfüßer willkommen, der sich überhaupt einmal traut, bloßen
Fußes die Erde zu berühren. Alleine das Überwinden dieser (Scham?)-Grenze
rechne ich schon hoch an.
Ach ja, wer von den Barfußpfad - Gegnern war schon mal selber auf einem
Barfußpfad gewesen? Wer hat dort mit den Leuten gesprochen oder ihnen beim
Barfußlaufen zugesehen?
Wer hier meint, mit Lorenz diskutieren zu müssen,
sollte sich argumentativ erst einmal "auf Augenhöhe bringen".
Ich würde mir viel mehr aktive Barfußläufer wie Lorenz wünschen, die
anstelle verschämter Spaziergänge mit gesenktem Blick und Angst vor
Bemerkungen anderer, offen durch die Welt barfüßern.
Menschen, die für ihr
Hobby einstehen und das Gespräch mit Skeptikern suchen, die undogmatisch aber
bestimmt für ihre Sache eintreten, anstatt ihr Vergnügen im Erspähen
schwarzer Mädchensohlen zu suchen.
Jetzt die Barfußpfade schon als zukünftige Reservate für Barfußläufer
hoch zu stilisieren à la "wir sind hier nicht auf dem Barfußpfad",
ist mehr als lächerlich! Bei einem halben Dutzend kleiner und größerer Pfade
bundesweit, nahezu unbekannt in der Öffentlichkeit, sollte das unser geringstes
Problem sein.
Barfußpfade schaffen meiner Meinung nach, überhaupt erst einmal den
gedanklichen Sprung für viele Menschen, dass Barfußlaufen außerhalb der
Wohnung und des Strandes in freier Natur möglich ist. Vom Laufen in Städten
und Dörfern will ich da noch gar nicht reden.
Grüße von einem, der dann wenn er Lust hat barfuß läuft und keinen
missionarischen Bekehrungsdrang hat.
Kai W.
Dass gerade hier die Argumente gegen Barfußpfade wie Pilze aus dem Boden
schießen, überrascht mich doch ein wenig!
[bin davon überzeugt, dass Errichtung von Barfußpfaden für unsere Belange eigentlich nichts
bringt]
Was sind unsere Belange? Überall barfußgehen zu dürfen, ist nach meiner
Erfahrung (mit Ausnahme der Arbeitswelt) weitgehend erfüllt. Und ich glaube
absolut nicht, dass die Barfußparks da zu Rückschlägen führen!
Das Hindernis
ist vor allem das "was-sollen-die-Leute-denken"-Brett vor dem eigenen
Kopf. Aber auch da hilft es vielleicht schon ein wenig, wenn man einige seiner
Bekannten auf dem Barfußpfad getroffen hat.
[dass Du im Dorfe, wo jeder jeden kennt, durch Deine
Barfüßigkeit bekannte Erscheinung bist, und so mancher
beim Besuch des von Dir eingerichteten Barfußpfades den Gedanken hat,
"ein Stückweit auf Lorenzens Spuren zu wandeln"]
Es ist doch ein tolles Lehrbeispiel für alle, dass man als Barfußgeher
nicht als geächteter Spinner endet, sondern eine geachtete und beliebte
Persönlichkeit wird, auf deren Spuren andere gerne wandeln -- einschließlich
Bürgermeister, Presse und Krankenhaus-Chef.
[Da Kinder an Gestaltung des Barfußpfades beteiligt waren, ist doch
klar, dass sie auf Mitwirkung stolz sind und Eltern ihre
"Werke" zeigen wollen (ich verhielte mich auch nicht anders)]
Es sind vor allem die Kinder, deren Belange ich mir zu eigen mache!!!
Ich
will das System durchlöchern, mit dem sie von der Wiege an in Schuhe gezwängt
werden.
Den Eltern und Lehrern muss eine Alternative dazu nahegebracht werden,
gegen die es keine vernünftigen Argumente gibt. Sie müssen wieder lernen, das
Barfußlaufen zu erlauben, und das kann man sehr gut auf einem Barfußpfad üben
-- und später auch auf andere Bereich ausdehnen!
[bereits geäußerte Befürchtung, dass Serie
blöder Sprüche um Satz "Wir sind doch hier nicht auf dem Barfußpfad"
ergänzt wird - Barfußpfad als "Reservat für nackte Füße",
mit dem diese sich zu begnügen haben. Unter diesem Aspekt
wären Barfußpfade kontraproduktiv]
Blöde Sprüche gibt es schon länger als Barfußpfade! Wer sich vor denen
fürchtet, geht sowieso nur auf dem Bettvorleger barfuß.
Der Hinweis auf den
Barfußpfad wäre mir wesentlich lieber, als das "du kannst dir wohl keine
Schuhe leisten".
Also, ich mache weiter und bin ganz sicher, dass das für keinen
Barfußläufer zum Problem wird ;-)
Serfuß, Lorenz
Barfußpfad als Einstiegsdroge
Ich denke, trotz aller Skepsis, dass Barfußpfade eine wichtige Rolle als
"Einstiegsdroge" dienen können: sie verdeutlichen auch Leuten, denen
es bisher noch nie in den Sinn gekommen wäre, draußen barfuß zu gehen, wie es
sich anfühlt, auf Gras, Erde, Sand, Rinde usw. zu gehen, und ermutigt sie
vielleicht, das in ähnlichen Situationen außerhalb der "Reservate"
auch einmal zu probieren. Auch haben sie dort die Gelegenheit, sich mit anderen
über diese Eindrücke und Erlebnisse auszutauschen.
Diese beiden Funktionen - Anstoß und Austausch - machen Barfußpfade
wertvoll im Sinne derjenigen, die das Barfußwandern als etwas für sie
angenehmes entdecken. Denn ohne den Anstoß wären sie vielleicht nie auf die
Idee gekommen, es mal zu probieren, und ohne den Austausch hätten sie es recht
bald wieder aufgegeben.
Helfen wir also, indem wir mehr Barfußpfade einrichten, den Leuten, eine
neue Facette ihrer Persönlichkeit zu entdecken, auf die sie sonst nie gekommen
wären.
Unci
[Was ist denn unser Anliegen? So wie es manchmal klingt, wäre dies
Generierung von lauter Vollzeit-Barfüßern. Die gibt es nicht einmal
hier in diesem Forum]
Das liegt daran, dass mein Beruf mir nicht erlaubt, bei der Arbeit barfuß zu
sein, und es in der Kirche (jedenfalls in der russisch- orthodoxen, der ich
nicht durch Geburt, sondern durch Konversion aus Überzeugung angehöre, aber
das ist ein anderes Thema) auch nicht gern gesehen wird.
Ohne diese leider vom
zeitlichen Rahmen doch sehr gewichtigen Hindernisse wäre ich (abgesehen von
gewissen offiziellen Anlässen wie Beerdigungen) wohl zumindest annähernd ein
Vollzeit- Barfüßer, da ich den ganz überwiegenden Teil meiner Freizeit
barfüßig zubringe.
[wer von Barfußpfad-Gegnern war schon mal selber auf
Barfußpfad ? Wer hat dort mit Leuten gesprochen oder beim
Barfußlaufen zugesehen?]
Mir ist kein Barfußpfad bei uns in der Gegend (Raum Düsseldorf) bekannt,
und da ich in meiner Freizeit sowieso fast überall barfuß hingehe, habe ich
auch nicht das Bedürfnis, eigens einen solchen aufzusuchen, da ich im
täglichen Leben diverse Böden in Stadt und Natur barfuß erspüre.
In diesem
Zusammenhange fällt mir übrigens ein, dass vor einiger Zeit eine Frau hier im
Forum nach einem Barfußpark fragte. Sie erhielt unter anderem (leider nicht von
mir) die treffende Antwort, sie könne doch ganz einfach jeden Park zum
Barfußpark machen, indem sie barfuß durch ihn gehe.
[würde mir viel mehr aktive Barfußläufer wünschen, die
anstelle verschämter Spaziergänge mit gesenktem Blick und Angst vor
Bemerkungen anderer, offen durch Welt barfüßern. Menschen, die für
Hobby einstehen und Gespräch mit Skeptikern suchen, die undogmatisch aber
bestimmt für ihre Sache eintreten, anstatt Vergnügen im Erspähen
schwarzer Mädchensohlen zu suchen]
Das tu ich bereits (ganz ohne Barfußpfad- Erfahrung), und wer meine Postings
oder mich persönlich kennt (kennenlernen ist natürlich möglich, und wer mag,
kann mich jederzeit anmailen), weiß, dass ich inzwischen auch im Winter
jegliche Hemmungen abgestreift habe und jederzeit offenkundig und mit
offensichtlichem Vergnügen durch die Welt barfüßere.
Wenn mich jemand nach
meinem barfüßigen Lebensstil fragt, dann beantworte ich die Fragen, und ich
suche auch nicht mein Vergnügen im Erspähen schwarzer Mädchensohlen (obwohl
ein hübsches Barfußgirl natürlich immer ein erfreulicher Anblick ist, aber
doch nicht wegen der Farbe der Fußsohlen!).
[Barfußpfade als zukünftige Reservate für Barfußläufer
hoch zu stilisieren
ist lächerlich]
Warum so aggressiv? Ich finde, dass Du den Ball ruhig etwas flacher halten
solltest.
[Barfußpfade schaffen überhaupt erst
gedanklichen Sprung für viele Menschen, dass Barfußlaufen außerhalb der
Wohnung und des Strandes in freier Natur möglich ist]
Eben das wage ich zu bezweifeln. Die meisten Besucher eines Barfußpfades
dürften diesen als niedliche Spielerei ansehen oder glauben, sie täten mit dem
einmaligen Besuch desselben was für ihre Gesundheit (obwohl das absoluter
Quatsch ist, da sich die gesundheitsfördernden Effekte des Barfußlaufens erst
durch regelmäßiges Barfüßern über einen gewissen Zeitraum einstellen).
[Grüße von einem, der wenn er Lust hat barfuß läuft und keinen
missionarischen Bekehrungsdrang hat.
Kai]
Ich bin offen gestanden etwas überrascht von dem für Dich eigentlich
untypischen aggressiv- intoleranten Unterton deines Postings. Dieses Forum lebt
doch davon, dass man über gewisse Barfußaspekte unterschiedlicher Ansicht sein
darf und nicht alles, was die "ältesten Forumshasen" machen, allein
schon deswegen mit Beifall oder Bewunderung aufnehmen muss.
Oder hat die
Diktatur der "political correctness" hier auch schon Einzug gehalten?
ein wenig verwundert
Markus U.
[Mir ist kein Barfußpfad bei uns bekannt, (...) Die meisten Besucher dürften diesen als
niedliche Spielerei ansehen oder glauben, sie täten mit einmaligen Besuch was für ihre Gesundheit]
Und hier setzt schon mein Kritikpunkt an. Ich finde es nicht in Ordnung, wenn
man selber keinen Barfußpark kennt, gleichzeitig aber Vermutungen über die
Besucher solcher Einrichtungen anstellt. Damit bewegt man sich auf der gleichen
Vorurteilsebene, wie diejenigen, die Barfüßer evtl. für arm, schlampig, etc.
halten.
[bin überrascht von dem für Dich eigentlich untypischen Unterton deines
Postings]
Ich fand die negativen Reaktionen auf den Penzberger Pfad recht intolerant
und ohne Sachkenntnis geschrieben. Wenn Du einen Unterton herauslesen magst,
dann mag es der der Verärgerung sein.
Ich habe mir den Barfußpfad in Penzberg selber angesehen, bin ihn in einer
Gruppe gegangen und habe schon öfter Fühlpfad-Aktionen mitgemacht und mit den
Teilnehmern gesprochen.
Von daher bin ich überzeugt, dass diese Pfade von den
Leuten nicht nur als "Spielerei" angesehen werden. Barfußlaufen
genießt "im Prinzip" einen hohen Stellenwert (Gesundheit!), nur in
der Praxis können die meisten Menschen es sich schlichtweg nicht vorstellen.
Hier bieten diese Pfade eine echte Chance.
Wenn sich jemand nach dem Besuch
eines solchen Pfades gut fühlt, hat er in meinen Augen seinen Zweck schon
erreicht.
[Forum lebt davon, dass man über gewisse Barfußaspekte unterschiedlicher Ansicht sein darf]
Es geht nicht um Beifall für Lorenz - gleichwohl er in meinen Augen diesen
verdient hat.
Ich find's halt nicht o.k., wenn einer der wenigen, der wirklich
etwas zur Förderung des Barfußlaufens macht (und nicht nur über
gesellschaftliche Zwänge jammert), dafür auch noch kritisiert wird. Kritisiert
von Leuten, denen in der speziellen Frage Barfußpfad, meiner Meinung nach die
Sachkenntnis bzw. praktische Erfahrung fehlt.
[Oder hat Diktatur der "political correctness" hier Einzug
gehalten?]
Das Schlagwort "political correctness" finde ich unpassend, nur
weil man sich einmal nicht in ausgleichend, sanften und beruhigenden Worten
geäußert hat. Mancher Beitrag enthält halt auch etwas Herzblut und da darf
man auch mal deutlicher werden.
Gegen eine sachliche Diskussion über den Sinn oder Unsinn von Barfußparks,
abseits von Vorurteilen, habe ich nichts.
Grüße Kai
Ich kann Kai nur zustimmen, er hat mit jeder Silbe Recht.
Ich finde, die Diskussion hat eine gewisse Eigendynamik bekommen, in der eine
Stimmung erzeugt wurde, die niemand gewollt hat in den ersten Postings. Da ist
etwas hochgeschaukelt worden.
Gegen Barfußparks kann nun mal kein vernünftiger
Mensch etwas haben!
Olaf
Hallo Streithähne,
statt darüber zu spekulieren, wie Besucher von Barfußparks auf nackte
Füße außerhalb des selbigen reagieren bzw. ob sie dadurch selber zum weiteren
Barfußlaufen angeregt werden, sollten wir sie doch einfach fragen! Am besten
mit einem kurzen Fragebogen, den die Besucher nach dem Parcours ausfüllen
(kurz, sonst wird er nicht akzeptiert!). Sicherlich wird sich so leicht kein
einheitliches Bild herauskristallisieren, aber wer weiß
...
Ich werde Lorenz' Parcours bei Gelegenheit mal mit meiner Freundin
ausprobieren. Ihre erste Reaktion auf den Vorschlag, diesen zu besuchen war:
"Fände ich witzig!". Da war ich selbst etwas baff. (Sieht momentan
eher so aus, als hätte Markus recht?)
Ich hoffe auch, dass es im Anschluss noch
zum Meinungsaustausch mit Lorenz kommt.
Serfuß,
Jörg (Hanna)
[ finde es nicht in Ordnung, wenn man selber keinen Barfußpark kennt,
gleichzeitig aber Vermutungen über Besucher anstellt.
Damit bewegt man sich auf der gleichen Vorurteilsebene, wie diejenigen, die
Barfüßer für arm, schlampig, etc. halten]
Natürlich stimmt es, dass ich zunächst mal einfach eine Vermutung
aufgestellt habe. Hier finde ich den Vorschlag von Jörg (Hanna), die Besucher
solcher Einrichtungen mittels eines kurzen Fragebogens selber zu befragen, sehr
hilfreich und konstruktiv. Auf diese Weise kommt man noch am ehesten zu einem
Ergebnis.
[ geht nicht um Beifall für Lorenz - gleichwohl er diesen
verdient hat. Ich find's nicht o.k., wenn einer der wenigen, der
etwas zur Förderung des Barfußlaufens macht, dafür auch noch kritisiert wird
von Leuten, denen in Frage Barfußpfad
Sachkenntnis bzw. praktische Erfahrung fehlt]
Es geht mir nicht darum, Lorenz oder speziell seinen Penzberger Barfußpfad
zu kritisieren (und ich hoffe auch, dass Lorenz es nicht so aufgefasst hat),
sondern ich habe einfach nur meine Bedenken bezüglich des Sinnes und Nutzens
von Barfußpfaden im allgemeinen und im Hinblick auf unsere Belange im
besonderen dargelegt.
Außerdem erlaube ich mir den Hinweis, dass ich weder der
erste noch der einzige bin, der sich in dieser Hinsicht eher skeptisch
geäußert hat.
Um noch mal auf Jörg (Hanna)'s Vorschlag zurückzukommen: Ich fände es
interessant, unter den überzeugten Barfüßern hier im Forum (egal ob
Sommerbarfüßer oder Hardcore) die "Gegenprobe" zu machen und zu
fragen, ob denn jemand unter uns ist, der durch den Besuch eines Barfußpfades
zum regelmäßigen Barfüßern in Stadt und Natur gelangt wäre.
Unter den
teilweise sehr interessanten Barfußbiographien im Forum und "Best of"
habe ich nämlich keine gefunden, in der die "Erkenntnis" und die
daraus folgenden Taten durch den Besuch eines Barfußpfades hervorgerufen worden
wäre.
[ Mancher Beitrag enthält halt auch etwas Herzblut und da darf man auch mal
deutlicher werden. Gegen sachliche Diskussion über Sinn oder Unsinn von Barfußparks,
abseits von Vorurteilen, habe ich nichts]
Da haben wir doch wieder einen Ansatzpunkt zur Einigung, zumal ich nicht
jemand bin, der um jeden Preis an seiner Ansicht festhält, sondern mich von
guten Argumenten durchaus auch überzeugen lasse.
Ich bin jedoch der Meinung, dass
ich die vorstehende Diskussion durchaus sachlich und ohne jemanden persönlich anzugreifen
geführt habe.
Barfuß, Markus U.
Hallo Lorenz,
ich bin ganz deiner Meinung und glaube nicht, dass man wegen solchen
Gegenargumenten das Bauen von Barfuß-Pfaden aufgeben sollte.
Aber vielleicht
gibt es ja eine Möglichkeit, die Besucher dezent auf barfüßige Möglichkeiten
außerhalb des Pfades hinzuweisen. Das könnte eine Infotafel oder ein Infoblatt
sein (hast Du ja schon!), worauf neben dem Hinweis auf das eigene Haus und
Garten (hier müsste das Erkältungs-/ Nierenschaden-Argument entkräftet werden)
auch vielleicht Hinweise auf barfußfreundliche Wanderstrecken außerhalb des
Pfades möglich wären?
Ich denke mir, ein gedrucktes Andenken an den
Barfußpfad würden viele mitnehmen.
Viele Füße
Samuel
Hallo Lorenz,
unbeirrt so weitermachen wie bisher. Es ist schade das es hier im Ruhrgebiet
bzw. Umgebung Dortmund so etwas wie einen Barfußpfad nicht gibt. Die Errichtung
und Unterhaltung eines solchen Pfades trägt durchaus dazu bei das "System
zu durchlöchern" – es dauert halt eben seine Zeit.
MfF UlliDO
[vielleicht gibt es Möglichkeit, Besucher dezent auf
Barfüßige Möglichkeiten außerhalb des Pfades hinzuweisen ... vielleicht Hinweise auf barfußfreundliche Wanderstrecken
... gedrucktes Andenken an Barfußpfad würden
viele mitnehmen]
Ich habe tatsächlich in dieser Richtung einiges vor, nämlich ein kleines
Programm von Barfußveranstaltungen, die teils auf dem Barfußpfad selbst, teils
aber auch auf anderen geeigneten Wanderstrecken in der Umgebung stattfinden
sollen. Dieses Programm wird auch verteilt und in der Presse angekündigt.
Das
soll die Botschaft sein, dass man auch außerhalb offizieller Barfußpfade
unbeschuht bestens vom Fleck kommt! Ansonsten will ich gerade Anfängern eine
Brücke bauen und den unsicheren Kandidaten zur Mitnahme von Notschuhen raten (Hardcore-Ideale
sind mir ohnehin fremd).
Dass man im Alltag ganz generell barfuß sein kann, sehen die Leute ja an mir
(und die Lokalpresse schreibt wohlwollend darüber).
Wie ich schon berichtet
habe, waren an den Tagen nach der Vorstellung des Barfußpfads am letzten
Wochenende auch auffällig viele Barfüßige in unserem Städtchen unterwegs!
Ich halte es für sehr aussichtsreich, diese verschiedenen Ansätze zu
kombinieren und zusätzlich auch auf die Barfußseiten im Internet hinzuweisen.
Der Haken ist nur: ich kann das nicht alles alleine machen! Deshalb hoffe ich
auf Unterstützung durch Leute, die an den Sinn dieser Aktivitäten glauben.....
Schöne Füße, Lorenz
P.S.: Auch im Internet findet sich mein * barfüßiges
Wanderprogramm!
Hi Lorenz!
Bitte tu uns "Barfuß-Idealisten" allen den Gefallen, und lass dich
niemals von irgendwelchen Skeptikern und Querulanten in deinen Bemühungen und
Aktivitäten einschüchtern oder entmutigen.
Ich finde, dass es viel zu wenig von deiner Sorte gibt. Ich muss leider
gestehen, dass es auch mir leichter fällt, in allen Lebensbereichen barfuß zu
laufen, als meine Leidenschaft öffentlich zu propagieren.
Ich bin einfach der
Ansicht, dass es für jeden Menschen das normalste der Welt sein sollte, barfuß
zu laufen. Deshalb wehre ich mich innerlich auch gegen den Gedanken, den
Menschen etwas völlig Normales und Natürliches extra noch nahe bringen zu
müssen. Die Menschen aufzufordern, barfuß zu laufen, kommt meiner Auffassung
nach dem Versuch gleich, einem Kind beibringen zu wollen, dass es Süßigkeiten gefälligst zu lieben hat.
Aber seit ich dieses Forum kenne, habe ich gelernt, dass es auch Menschen
gibt, die ein Problem damit haben, öffentlich barfüßig zu sein. Umso toller
finde ich es, dass es jemanden wie dich gibt, der versucht, jedem dieser
Personen zu helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden. Ich hoffe, dass
auch ich einmal bereit sein werde, missionarisch tätig sein zu können.
Ich freue mich auf jeden Fall über alles, was ich von dir zu lesen bekomme.
Mach bitte noch lange weiter so!!!
Liebe Grüße ... Andi von der Saar
Ich schätze die Diskussionsteilnehmer, die den Nutzen von Barfußpfaden
angezweifelt haben, keinesfalls als Querulanten ein und habe mir ihre Argumente
durchaus durch den Kopf gehen lassen.
Sicherlich haben sie insofern recht, als
das Barfußgehen in der Stadt nicht von ländlichen Barfußpfaden profitieren
kann. Dazu müssten innenstädtische Erholungszonen geschaffen werden!
Ich möchte vor allem den Kindern helfen, die zu einem ganz großen Teil
überhaupt nicht mehr die Chance bekommen, das Barfußgehen kennenzulernen!
Und
damit steht ihnen leider auch der Weg nicht mehr offen, um frei zu entscheiden,
in welche Lebensbereiche sie den barfüßigen Lebensstil ausweiten wollen.
Gegen
gepflegte Barfußpfade gibt es (aus Schuhträgersicht) keine Argumente, Eltern
und Lehrer tun sich äußerst schwer, diese den Kindern vorzuenthalten. Und ich
sehe auf den kleinen und großen Fühlpfaden, die ich inzwischen anbieten
konnte, so viele glückliche Kindergesichter -- und vor allem das motiviert
mich, mein schönes Hobby als "Barfußanimateur" weiterzuführen. Von
vielen netten Kontakten, die sich dabei ergeben ganz zu schweigen -- ein idealer
Ausgleich für meinen trockenen Büroalltag.
Auch wenn meine Motivation auf festen Füßen steht, danke ich Dir trotzdem
für Deine ermutigenden Worte!
Schöne Füße, Lorenz
Danke für Deine (wie so oft) ausgleichende, die Wogen der Emotionen
glättende Antwort.
Ich habe zwar den Nutzen von Barfußpfaden angezweifelt und
bin durchaus immer noch skeptisch, wollte Dich aber niemals kritisieren oder
persönlich angreifen oder Dir Deine Aktivitäten vermiesen oder madig machen.
Danke, dass wenigstens Du mich nicht missverstanden und in die
"Querulanten- Ecke" abgeschoben, sondern meine Bedenken ernst genommen
hast.
[möchte vor allem Kindern helfen ... steht leider Weg nicht mehr offen, frei zu entscheiden,
in welche Lebensbereiche sie barfüßigen Lebensstil ausweiten wollen. Gegen
gepflegte Barfußpfade gibt es (aus Schuhträgersicht) keine Argumente]
Das Argument, den Kindern helfen zu wollen, ist in der Tat sehr wichtig. Und
wenn die Kinder so zu Dauerbarfüßern werden und die Erfahrung machen, wie froh
und frei man sich ohne Schuhe fühlt, dann ist der Barfußpfad unter DIESEM
Gesichtspunkt (nämlich den Kindern zu helfen) wohl tatsächlich eine famose
Sache.
Ich gestehe offen ein, dass mir kinderlosem Menschen die Belange der
Kinder entgangen waren - ich habe wirklich in erster Linie an die Erwachsenen
gedacht, die m. E. in ihrer überwiegenden Mehrheit so stark auf das Tragen von
Schuhen konditioniert sein dürften, dass sie insoweit außerhalb spezieller
"Barfußreservate" schwerlich dazu bewegen sein dürften, die Schuhe
als entbehrlich anzusehen.
Herzliche Barfußgrüße,
Markus U.
Pro und Contra Barfußparks
Ich will dieses Thema nochmals aufgreifen, denn die Diskussion darüber
verdient ein Ergebnis.
Wenn der Barfußpark Dornstetten inzwischen so überlaufen ist, dass die
Rauchentwicklung auf dem Grillplatz die Feuerwehr alarmiert und diese dann nicht
durch die überfüllte Zufahrt kommt, liefert uns das auf jeden Fall einen guten
Beweis für das breite öffentliche Interesse am Barfußlaufen.
Dieses Argument
sollte man nutzen:
- um Leuten den Zahn zu ziehen, die uns als Außenseiter abtun wollen,
- um es den Medien schwer zu machen, uns Barfußläufer als seltene Freaks
uns bunte Hunde darzustellen,
- um den Fremdenverkehrsplanern klar zu machen, dass geschotterte
Wanderautobahnen ganz und gar nicht der Renner sind.
Zweifellos haben Barfußparks einen starken Reservat-Charakter, der
unterstrichen wird von Kontrollgängen durch Scherbensammler, Schließfächer
für Schuhe und Fußwaschanlagen.
Diese Extras erzeugen in der Tat eine
überdeutliche Trennung vom Alltag: die Leute lassen sich von vorneherein
Sicherheit garantieren, waschen am Ende die Füße, holen die Schuhe aus dem
Fach und ziehen sie an, bevor sie zum Auto gehen.
Ich habe leider mit eigenen
Augen gesehen, dass die meisten das Reservat beschuht verlassen.
Trotzdem nehmen sie etwas mit, was ihnen sonst entgangen wäre: das schöne
Erlebnis beim barfüßigen Laufen und Spielen unter freiem Himmel!
Viele Kinder
lernen diese Alternative zum Schwitzen in schweren Schuhen sonst gar nicht mehr
kennen. Und wer sich im Barfußpark seines "Lebens auf freiem Fuß"
gefreut hat, wird hoffentlich nicht gleich von der Rolle sein, wenn mal anderswo
auf einen von uns trifft!
Mein Barfußpfadprojekt zielt unter anderem auch darauf ab, meine
Lieblingsspazierwege vor Kieslaster und Dampfwalze zu retten - und der
Öffentlichkeit den Wert unbefestigter Wege aufzuzeigen. Und die Leute sollen
auch auf die Idee kommen, selbständig die Schuhe auszuziehen, wenn der Weg dazu
einlädt!
Ich denke, in dieser Richtung könnte jeder von uns vor Ort ein wenig Bewusstseinsbildung
treiben und bei Verkehrsämtern, Wandervereinen, Lokaler
Agenda etc. geeignete Vorschläge machen. Vielleicht kommt irgendwann ein Netz
von Wegen mit Naturboden zustande, das auch ohne Fußwaschanlage zum
regelmäßigen Barfußgehen einlädt? Ich denke, in dieser Vorstellung können
wir schon einen Teil unserer Belange wiederfinden!
Mit sauberen, weil vom regennassen Gras gewaschenen Füßen winkt Euch
Lorenz
Hallo Barfußparkbefürworter und -skeptiker,
ich bin ja schon fasziniert, welch heiße Diskussionen sich zum Thema ergeben
können.
Ich bin mit Lorenz, Markus U. und Co. einer Meinung, dass Barfußparks
nichts bzw. nicht allzu viel für die "City" bringen, glaube
allerdings auch kaum, dass sie Schaden anrichten. Wer mit Sprüchen wie
"Wir sind doch nicht auf dem Barfußparcours!" kommt, hätte in
Unkenntnis der selbigen eben einen anderen Spruch auf Lager.
Die scheinbar recht hohe Diskrepanz zwischen den zahlreichen Besuchern von
Barfußparks auf der einen und den wenigen Alltagsbarfüßern selbst bei
schönstem Wetter auf der anderen Seite, habe ich vor einigen Monaten schon mal in einem anderen Zusammenhang zu erklären versucht (s. Link unten).
Ob wie von Lorenz erhofft ein lokaler Barfußparcours die generelle Akzeptanz
von Barfüßern steigert, wage ich allerdings zu bezweifeln. Schließlich tun
das Strände, Badeseen und Schwimmbäder auch nicht. Aber eigentlich bin ich mit
der Akzeptanz hier auch so schon ganz zufrieden.
Serfuß,
Jörg (Hanna)
[Ob wie von Lorenz erhofft lokaler Barfußparcours generelle
Akzeptanz von Barfüßern steigert, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Schließlich tun das Strände, Badeseen und Schwimmbäder auch nicht. Aber
eigentlich bin ich mit Akzeptanz hier zufrieden]
Hallo Jörg,
der Unterschied zwischen Barfußparks und den anderen Stätten, die man
(immer weniger?) barfuß betritt, ist das lustvolle Genießen eben des
Barfußlaufens und positive Erfahrungen, die sich dann damit verbinden. Im
Freibad z.B. wird es wohl wenigen überhaupt bewusst, dass sie barfuß sind, und
so dominieren dann vielleicht eher unangenehme Erinnerungen, wie z.B. vor dem
Imbissstand auf runtergefallenes Essen zu treten.
Ich habe als Reaktion auf mein
Barfußlaufen von Kindern schon begeisterte Berichte über ihren Besuch in
Dornstetten (nicht weit von hier) bekommen und habe noch keinen gefunden, der
unangenehme Erinnerung an den Barfußpark hat. Gerade Kinder würden die dortige
Erfahrung sicher in den Alltag übertragen, wenn nicht die Angst der Eltern
wäre.
Viele Füße
Samuel
[Ob wie von Lorenz erhofft lokaler Barfußparcours generelle
Akzeptanz von Barfüßern steigert, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Schließlich tun das Strände, Badeseen und Schwimmbäder auch nicht. Aber
eigentlich bin ich mit Akzeptanz hier zufrieden]
Eben, die Akzeptanz ist ja schon gar nicht schlecht! Sie wäre wohl gleich
null, wenn es Strände und Bäder nicht gäbe.
Und Samuels Erfahrung zeigt, dass
die jungen Barfußparkbesucher sich positiv mit einem öffentlich
Barfußlaufenden identifizieren.
Also denke ich, dass die Barfußakzeptanz weiter zunehmen könnte, wenn es
anstelle geschotterter Wanderautobahnen wieder mehr Wege mit Naturboden gäbe.
Ich denke, es würde sich lohnen, dies als neuen Trend an die
Fremdenverkehrsprofis heranzutragen!
Gruß, Lorenz
Bei anderen Gelegenheiten wurde auch schon
über Nutzen und Chancen von Barfußpfaden diskutiert :
Diskussionen
zum Nutzen von Fühl- und Barfußpfaden
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