Der "Barfuß - Pfad Bad Sobernheim"
Forumbeiträge seit Sommer 2000

Hallo zusammen, während der Barfußpfad Dornstetten hier immer wieder Aufmerksamkeit findet (vielleicht auch wegen etwas geschickterer Bedienung der Medien -- inclusive WWW - mit Informationen dort), kommt der zuvor angelegte Pfad in Bad Sobernheim an der Nahe über eine Erwähnung im Forum und im "Best of" kaum hinaus.
Nicht dass ich dagewesen wäre (wird aber hoffentlich noch kommen ...), aber ich habe im Internet einige Informationen gefunden, die ich hier vorstellen möchte :

Barfuß - Pfad Homepage [...] Das ORIGINAL, 3.500 m Spaß und Gaudi !
Am Quellenpavillon befinden sich für Schuhe und Strümpfe Schließfächer. Nicht vergessen sollten Sie Freizeitkleidung und ein Handtuch! Die kurze Hose oder der Rock ist für Furt und die Lehmstrecke sinnvoll ... Das Handtuch ist für die Fußwaschanlage am Ziel! [...]
Zum Eingewöhnen geht es zunächst über Steine (Flußsteinweg) und weichen Rindenmulch [...] Danach gelangen Sie zur Lehmstrecke. Hier wurde das "Bad Sobernheimer Heilmittel", der Lehmschlamm aufbereitet. An einem Holzgeländer haben Sie eine Haltemöglichkeit. (Es ist glitschiger als Sie denken..) [...]
Nun gelangen Sie zu den Rundhölzern. Gehobelte Baumstämme sind hier in den Boden eingelassen. Rollen Sie Ihre Fußsohlen kräftig ab [...]
Jetzt kommt eine kurze Grasstrecke bis Sie zu kleinen abwechslungsreichen, kurzen Kies und Sandstrecken kommen. [...]
unsere beiden Wackelsteege. Es sind an Ketten befestigte, freischwebende Rundhölzer. Keine Bange, Sie können sich am Geländer gut festhalten und diese gleichgewichtsfördernde Tour mit Spaß hinter sich bringen [...]
Erholen können Sie und Ihre Füße nun auf einer "Entspannstrecke" aus Gras, Kieselsteinen und Sand [...]
Sie überqueren die Nahe über eine sehr schöne Holzbrücke; wenn das keine Herausforderung für Sie ist - wir können auch anders! Dann überqueren Sie die Nahe durch eine Furt mit Hilfe eines stabilen Halteseils! Diese kurze "Kneipp - Strecke" ist erfrischend [...]
Sie gehen wieder über Gras, bis Sie zu unseren Balance - Holzstangen gelangen. Die Strecke wird Sie über Rundhölzer, Kies, Sand und andere Untergrundmaterialien abwechslungsreich zur nächsten Besonderheit führen [...]
Jetzt dürfen Sie wieder wählen: Sie sind entweder Ihr eigener Fährmann und ziehen sich mit einem Nachen (kleines Boot) selbst an das andere Nahe - Ufer [...] Sie können auch im Stil von "Indiana Jones" die längste Hängebrücke Deutschlands benutzen! Nur Mut!
ZIEL Am Ausgangspunkt angelangt sollten Sie sich und Ihren Füßen an den Fußwaschanlagen etwas Gutes tun. [...]
Mit dieser kurzen (trockenen) Wegbeschreibung hoffen wir, Ihnen trotzdem etwas vom Charme dieser Anlage vermittelt zu haben.
Aber: --- probieren geht über studieren --- Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Barfußpfad Bad Sobernheim [...] direkt am Radweg Nahe.
Eintrittspreise: Erwachsene 2,-- DM Kinder, Jugendliche Kurgäste + Gruppen ab 15 Personen 1,-- DM

Die Texte sind gekürzt aus der Homepage des Sobernheimer Pfades , die auch bebildert ist.
Es wäre schön, wenn demnächst auch jemand von Euch aus eigener Erfahrung berichten könnte!
Serfuß an alle Georg 

Eintrittspreise, um barfuß zu laufen ... *lol* Wirklich ein gelungener Witz! Grüße Berni(N)

Ich war vor etwas einem Monat auf dem Pfad bei schönem warmen Wetter. Es hat sich wirklich gelohnt!
Der Pfad ist sehr gut gemacht und zum Schluss die Hängebrücke hat auch einem 19 jährigen Spaß gemacht, wie einem kleinen Kind!
Parken ist auch total unproblematisch, entweder vor der schule, oder in der nahen Umgebung.
alex b

Und hier weitere Medienberichte dazu :

Nun geht's barfuß nahe an die Nahe
Einige Neuigkeiten zur Barfußpfad - Saison [...]
BAD SOBERNHEIM – Mit der Eröffnung des Barfußpfades zum Saisonbeginn 2000 übergab [...] der Öffentlichkeit eine mit neuen Ideen gespickte Anlage. Die Mitarbeiter [...] hatten ganze Arbeit geleistet und weitere Attraktionen entlang es "Pfades der Sinne" installiert. Weitzel nannte insbesondere das neu geschaffene Lehmbecken, die Infotafeln über den Pfad und die Stelzen auf der Staudernheimer Seite. Neu sind auch die im Eingangsbereich aufgebauten Umkleide - Sichtwände und weitere Schließfächer. [...]
geänderte Streckenführung des Pfades auf der Staudernheimer Seite hin. Nun schlängelt sich der Barfußpfad im Uferbereich der Nahe und nicht, wie bisher, weit entfernt davon. [...] Der Fischerei - Sportverein [...] sponserte die neuen Info-Tafeln, auf denen den Besuchern ein Überblick über die Fischarten in der Nahe geboten wird.
Am Ausgang des Barfußpfades befindet sich nun ein Infoschild, das über den "Felkepfad" in Bad Sobernheim informiert. Anschaulich vermittelt diese Infotafel den Verlauf des Felkepfades quer durch Bad Sobernheim und zeigt auf, welchen Weg der Lehmpastor und Begründer der Felkekur in Bad Sobernheim, Emanuel Felke, zu seinen Lebzeiten nahm. [...]
In absehbarer Zeit wird, wie Weitzel ankündigte, auf der Staudernheimer Seite noch eine Aussichtsplattform entstehen, von der die Besucher des Barfußpfades einen großartigen Ausblick auf die Nahe haben. Eine weitere WC-Anlage ist auch in Planung.
Die bisherigen Eintrittspreise sind geblieben: zwei Mark für Erwachsene und eine Mark für Kinder. Die Jahreskarte kostet 10 Mark, eine Familienkarte (zwei Erwachsene und zwei Kinder) kann zum Preis von 25 Mark erworben werden.
Neu dagegen ist eine Kombikarte zum Preis von 12,50 DM. Damit können die touristischen Attraktionen in und um Bad Sobernheim besucht werden wie Barfußpfad, Freilichtmuseum und Disibodenberg.
[Main Rheiner, 08. 05. 2000]

Auch barfuß war's zu nass
Verregneter Sommer drückt kräftig die Bilanz des Barfußpfades
BAD SOBERNHEIM – Der Barfußpfad ist mit Lehm, Furt und Nachen zwar eine feuchte Sache, doch im Regen macht's wohl doch keinen Spaß: Vor allem wegen des verregneten Sommers [...] ist der Besuch auf dem Barfußpfad gegenüber dem Vorjahr um knapp 15 Prozent zurück gegangen.
Hatten 1999 im "idealen Sommer" noch gut 100000 Menschen den Nervenkitzel an der Nahe gesucht, waren es jetzt nur noch 85000.
Schneberger ist über den Rückgang indes "nicht großartig traurig". Mit der 100000er-Marke des Vorjahres habe die Messlatte "sehr, sehr hoch" gelegen, weiß der Geschäftsführer der Kur- und Tourismus-Information (KTI). Da sei es "schwierig, das noch zu toppen".
Mit dem Ergebnis ist Schneberger weiter sehr zufrieden – welche Fremdenverkehrsattraktion an der Nahe ziehe noch 85000 Leute an? Die Zahl der Dauer- oder Familienkarteninhaber ist mit 250 konstant geblieben [...] Vor allem Gruppen blieben aber aus, während dieses Jahr mehr Kinder, Jugendliche und Kurgäste über den Pfad liefen.
Im nächsten Jahr hebt die KTI den Eintritt um eine Mark an. Doch Schneberger will das Geld nicht etwa nur einstreichen, sondern auch investieren.
Er denkt an Wassersprüher hinter der Lehmstrecke, damit der Lehm den Barfußgängern nicht die ganze Strecke an den Beinen klebt.
Entlang des Radwegs und vor allem auf der Staudernheimer Seite müssen die langen Grasstrecken abwechslungsreicher werden, andere Beläge will Schneberger zur Auflockerung da einbauen lassen.
Auch die Idee [...] , auf Staudernheimer Seite eine Aussichtsplattform mit Blick auf Fauna und Flora der Naheaue zu montieren, will der KTI-Geschäftsführer aufgreifen.
Sorgen macht Schneberger derzeit noch die Furt durch die Nahe. Die musste wegen höheren Wasserstandes im Sommer schon mehrmals gesperrt werden, und Schneberger hat Angst, dass da mal ein Kind von den Fluten mitgerissen wird: "Das muss abgesichert werden!" – alleine schon wegen der Haftungsfragen.
Immer wieder fragen Gäste nach Grillmöglichkeiten, auch das will der Tourismus - Experte prüfen – vielleicht reicht es sogar für einen Grillplatz. [...]
[Main Rheiner, 27. 11. 2000]

Sekt für die Sohlen
Der Barfußpfad in Bad Sobernheim ist wie das Leben: mal steinig, mal läuft sich's wie auf Wolken [...]
Bei der Eröffnung marschierte der Herr Bürgermeister allen voran - barfuß wie zum Gang nach Canossa. Jetzt sind in einem guten Sommer schon mal über 100 000 unterwegs - Kurgäste sowieso, aber auch Gruppen, Firmen, Schulklassen, Kindergärten, ganze Amtsgerichte und andere Verwaltungen. Und manchmal sogar Einheimische - alle barfuß wie reuige Sünder.
Der Barfußpfad in Bad Sobernheim - Deutschlands erster und immer noch längster - führt seit 1992 auf 3,5 Kilometern an der Nahe entlang, im Trend der Zeit, aber auch in der Tradition des "Lehmpastors" Emanuel Felke. Er war evangelischer Pfarrer, er war vor allem Naturarzt, einer wie Kneipp. Er propagierte eine Ganzheitskur mit Licht und Luft, Wasser und Lehm, vitalstoffreicher Kost und Bewegung. Er wirkte lange in Sobernheim, wo er - 70 Jahre alt - 1926 starb.
Sobernheim ist heute das einzige Felke-Heilbad in Deutschland. So lag die Idee von einem Barfußpfad nahe: "Barfuß durch die Natur", so hieß ja einer von Felkes Schlachtrufen.
Basislager zur Barfußwanderung ist der Quellen-Pavillon im Freizeitpark in Bad Sobernheim. Schuhe und Socken wandern ins markierte Schließfach: roter Fuß auf grünem Grund. Handgeschnitzte Barfuß-Wegweiser geben die Richtung an. Ein bisschen Dramaturgie ist auch dabei. Der Bodenbelag wechselt alle paar Schritte. Eine ungemähte Wiese als Erstes zum Warmwerden. Steine folgen, ganz wie im Leben. Prickelnder Kies: Sekt für die Füße. Weicher Rhein-Sand im Anschluss: Nur auf Wolken geht es sich weicher. Lehm, Teer, Rindenstückchen. Deutschlands längste Fußgänger-Hängebrücke führt 40 Meter weit über die Nahe - alternativ für all die Hasenfüße, die sich nicht durch die historische Nahe-Furt trauen, die Bauern und Kaufleute schon seit alters her benutzen. Auch ein Kahn wartet. "Aber nicht alle auf einmal", mahnt Kurdirektor Ralf Schneberger: "Höchstens fünf passen rein, sonst setzt's auf."
Solcherart vitalisiert könnte man weiter an der Nahe entlang, mit 110 Kilometern der kleinste und wichtigste Nebenfluss des Rheins. Man könnte ins Kloster Disibodenberg zum Beispiel, das längst eine Ruine ist und wo bis 1151 die allseits bekannte Hildegard von Bingen lebte [...]
Das Neueste in der Gegend ist die Fahrt mit der Draisine auf der stillgelegten Bahntrasse von Altenglan bis Staudernheim - je nach Kraft und Belieben 20 oder 40 Kilometer durchs untere Glantal. Etwa alle zwei Kilometer gibt es Haltestellen zum Wandern oder zur Brotzeit. Und damit einem auf der eingleisigen Strecke nicht plötzlich Gleichgesinnte entgegenkommen, geht es an geraden Tagen für alle Draisineure ab Staudernheim weg und an ungeraden ab Altenglan. So vermeidet man Karambolagen.
Ein Tipp fürs Leben.
[Berliner Zeitung, 26. 05. 2001]

Mit Vicky auf dem Barfußpfad [...]
BAD SOBERNHEIM. Gleich nach dem Rindenmulchpfad geht es durchs lange Lehmstampfbecken. "Geh' du mal vor, damit ich dich mit Matsch bespritzen kann", witzelt ein Barfußläufer mit seiner Begleiterin. Tapfer stapfen wir durch die braune Brühe. "Abartig", sagt eine Stimme hinter uns.
Wie viele Hunderte von Füßen mögen hier schon durchgewatet sein? Nicht darüber nachdenken, weiterlaufen. Vicky ist wie alle Kinder restlos begeistert, zeigt lachend ihre Füße. Andere beschmieren sich von oben bis unten mit Lehm. Das muss ein Urbedürfnis sein. Vor uns fällt ein Zwerg in die Pampe. "Macht nichts", sagt sein Vater und zieht ihn wieder heraus.
Der 3,5 Kilometer lange Barfußpfad entlang der Nahe bei Bad Sobernheim an der Nahe hält, was er verspricht: viel Spaß. 1992 eingerichtet und anfangs belächelt, besuchen ihn inzwischen Scharen von Menschen. Sie tun das, was der Gründer der Bad Sobernheimer Kur Emanuel Felke seinen Patienten riet: Barfuß durch die Natur! Alt und Jung stimulieren ihre Füße, die derlei Fußreflexzonenmassage in aller Regel so gar nicht gewöhnt sind. Sie marschieren über Gras, Lehm, Steine, Kiesel, Sand, Rinde, balancieren über Rundhölzer, passieren Wackelbrücken, testen Rollräder, waten durch Wasser.
Der knöchelhohe Lehm an unseren Füßen beginnt bald zu trocknen, bildet erste Risse, bevor wir ihn in kaltem Bachwasser abwaschen. Der schmale Weg zwischen Nahe und Bahnlinie weitet sich. Wir durchqueren Wiesen und Felder, bis wir uns an der Nahefurt sammeln. Was für ein Spaß, sich an den Halteseilen durch die Nahe zu hangeln. Vicky, der das Wasser bis zum Po reicht, durchquert den Fluss gleich mehrmals. Wenn das Wasser allerdings zu hoch ist, muss die nahe Holzbrücke benutzt werden.
Zurück führt die Route am anderen Ufer. Auf halber Strecke erquicken sich die Kinder im flachen Fluss. Eltern sitzen im Pulk auf der Kieselbank am Ufer. Keineswegs nur bei warmer Witterung soll sich der Barfußpfad lohnen, erfahren wir von anderen Barfußfans. Am Ende des Rundwegs wartet ein Highlight auf uns: Eine Seilhängebrücke sowie ein kleiner Nachen, der selbst über den Fluss gezogen wird und den Scharen von Kindern bevölkern.
Zum Abschluss gehen wir noch einmal ins Lehmbecken und dann zur Fußwaschanlage. Anschließend stärken wir uns im Quellenpavillon, spüren das sanfte Kribbeln unserer Fußsohlen. Wer solch ein Barfuß- Vergnügen öfter genießen möchte, dem sei geraten, beim nächsten Spaziergang durch Wald, Wiese, Feld einfach einmal Schuhe und Strümpfe auszuziehen [...]
[Frankfurter Rundschau, 07. 06. 2002]
Der nicht - kommerzielle, Eintritts - freie Tipp am Ende dieses Artikels verdient besondere Beachtung!

Bad Sobernheim-Erlebnispfad
Barfußpfad an der Nahe mit Lehmbecken, Holzbohlen und Hängebrücke [...]
Der erste Teil der Wegstrecke verlangt Überwindung. Da geht es durch ein mit lehmigem Wasser gefülltes Becken hindurch, in dem man aufgrund der Kälte völlig das Gefühl für seine Füße verliert.
Aber offenbar haben die Erfinder des Barfußpfades diese Erfahrung bewusst an den Anfang gestellt: Allmählich werden die Füße wieder warm und die Sohlen sind für die nun folgenden Erfahrungen sensibilisiert.
Grasboden, Rindenmulch, Kieselsteine, Sand und Holzplanken wechseln sich ab. Und schon bald spürt man, wie ein Wohlbefinden durch die ansonsten in Socken und Schuhwerk eingezwängten Füße strömt.
"Ganzheitlich" nennen manche Therapeuten ein solches Erlebnis, das alle Sinne, Körper und Seele vereinen soll, andere bezeichnen es schlicht als "Fußreflexzonenmassage".
Emanuel Felke, der Bad Sobernheimer "Lehmpastor", hat den Kurgästen schon vor hundert Jahren Barfußwanderungen empfohlen. Licht, Luft, Wasser und Erde sollen den Menschen von inneren und äußeren Verspannungen befreien. Erfolgreich ist das Konzept auf jeden Fall.
Seit der Barfußpfad im Jahre 1992 eröffnet wurde, sind über eine Million Gäste die 3,5 Kilometer lange Strecke entlang spaziert – von Mai bis September diesen Jahres waren es schon 125 000. Andere Orte – zum Beispiel Bad Wörishofen, Neuss und Penzberg – haben das Modell inzwischen kopiert.
Morgens sind auf dem Barfußpfad viele Schulklassen zu sehen, die einen Wandertag der etwas anderen Art erleben. Der Weg führt immer an der Nahe entlang, bis man den zumeist flachen Fluss auf einer Furt kreuzen muss. Wenn die Strömung einmal stärker ist, kann man sich an zwei über den Fluss gespannten Seilen festhalten. Dann geht es am anderen Naheufer zum Ausgangspunkt zurück.
Zwischendurch kann man auf wackeligen Planken balancieren oder über schwankende Bohlen klettern – ein Spielplatzerlebnis auch für Erwachsene. Wer damit nichts im Sinn hat, kann die Hindernisse auch seitlich umgehen.
Am Ende kommt die Hauptattraktion: Die längste Hängebrücke Deutschlands. Auf einem dicken Seil und gesichert durch das hohe Seilgeflecht am Rand überquert man die Nahe, wobei nicht nur Kinder ihren Spaß dabei haben, das Schwanken durch Rütteln und Hüpfen noch zu verstärken.
Alternatives Beförderungsmittel ist ein Nahefloß, das man an Seilen über den Fluss manövrieren muss. Schließlich kann man sich an Wasserbecken die Füße reinigen oder – wenn man noch nicht genug hat – eine weitere Runde absolvieren.
Der Barfußpfad wird seit Jahren immer weiter ausgebaut. Noch gibt es lange Strecken, die sich nicht von einem normalen Wanderweg unterscheiden: Der Untergrund besteht schlicht aus Sand und Gras. "Entlang der Nahe sollen verstärkt weitere Bodenbeläge wie Kiesbett, Holzpflaster und Holzbohlengang eingebaut werden" [...] Das Lehmtretbecken soll künftig maschinell befüllt werden. [...]
Anregungen der Besucher werden künftig in einem Kasten gesammelt. Manche wünschen sich auf dem Barfußpfad noch mehr Sinnesreize, zum Beispiel Moorschlamm, Heu oder Felsen. Spaßvögel schlagen eine Strecke mit Kuhfladen und Pferdeäpfeln vor oder gar ein Teilstück, das mit glühender Holzkohle ausgelegt ist. [...]
Gar nicht so abwegig ist die Idee, einen "Bad Sobernheimer Barfuß-Marathonlauf" ins Leben zu rufen. Nach zwölf Runden hätten die Teilnehmer fast exakt die verlangte Distanz bewältigt und unterwegs viel mehr erlebt als bei den sonst üblichen Läufen auf Sand und Asphalt.
[Rüsselsheimer Echo, 27. 09. 2003]
Der Barfuß - Marathon ist jedenfalls eine interessante Idee. Vielleicht wären ja auch etwas kürzere Strecken als "Volkslauf" denkbar?

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