Peter_w_g
ist Ganzjahresbarfüßer
(Forumbeiträge seit Winter 2000/2001)
Hallo "Hobby Barfuß" - Forum, nachdem ich das Forum schon seit
geraumer Zeit als Leser verfolge, will ich mich kurz vorstellen und in Zukunft
auch aktiv am Forum beteiligen.
Ich heiße Peter, bin Jahrgang 1968 und arbeite
als Programmierer in einem Softwarehaus in Stuttgart.
Bis vor etwa drei Jahren
hatte ich mit dem Barfußgehen nichts am Hut. Bis dahin habe ich immer
Halbschuhe mit Socken getragen, auch im Sommer. So seltsam mir dies heute
erscheint, so hat es doch dazu beigetragen, dass ich mich jetzt wohl getrost zu
der "Hardliner "-Fraktion der Ganzjahresbarfüßer zählen darf.
Hier
nun mein Weg vom Dauerschuhträger zum Barfußgeher: in besagtem Sommer hat es
mich irgendwann gestört, dass meine Füße am Abend nach einem Arbeitstag doch
ziemlich verschwitzt waren mit der bekannten unangenehme Folge Fußgeruch. Ich
habe mich dann dazu entschlossen, wenigstens an warmen Tagen Sandalen ohne
Socken zu tragen (damals wie heute stehe ich auf dem Standpunkt: Sandalen mit
Socken sieht einfach sch#+$e aus).
Dies habe ich dann auch mehrere Wochen lang
getan, bis der Tag kam, an dem ich wirklich schlagartig zum Barfußgeher wurde:
als ich im August einmal einen freien Tag hatte, bin ich zum Einkaufen nach
Stuttgart gefahren. Auf der Königstraße (Fußgängerzone) ist es dann
passiert: ich hatte den Riemen einer Sandale wohl nicht fest genug zugezogen
(oder war es zu fest? na ja, egal), als Folge davon hatte ich mir den linken
Fußrücken ziemlich aufgescheuert. Als das Gehen vor Schmerzen fast nicht mehr
möglich war, habe ich in meiner Verzweiflung die Schuhe einfach ausgezogen und
bin barfuß weitergegangen.
Was für ein tolles Gefühl das war, muss ich wohl
keinem im Forum hier beschreiben. Am nächsten Tag bin ich dann auch barfuß zur
Arbeit gefahren. Zum einen wäre es aufgrund der Verletzung kaum möglich
gewesen, Schuhe zu tragen, zum anderen waren die tollen Eindrücke des Vortages
noch so stark, dass ich dieses Sinnes - Erlebnis wiederholen wollte. Ein mulmiges
Gefühl wegen der möglichen Reaktionen hatte ich auf jeden Fall, zur Sicherheit
hatte ich auch ein Paar Schuhe im Auto liegen.
An diesem Tag kamen aber weder
von den Kollegen noch von den Vorgesetzten irgendwelche Kommentare wegen meiner
bloßen Füße. Diesem Umstand habe ich es wohl zu verdanken, dass sich meine
Barfuß - Saison von da an kontinuierlich verlängert hat: in besagtem Sommer habe
ich es bis Ende September durchgehalten, in den darauffolgenden Jahren ging
meine Saison von Anfang Mai bis Ende September und seit Anfang April 2000 bis
jetzt bin ich fast ununterbrochen barfuß unterwegs (zu den Ausnahmen siehe
weiter unten).
Wenn ich mir die Beiträge hier im Forum und im Best-of so anschaue, so muss ich sagen,
dass ich wohl ein ziemlicher
Glückspilz bin: negative Reaktionen am Arbeitsplatz: null, dumme Kommentare auf
der Straße: eher selten, wenn dann vor allem von Jugendlichen (Typ:
Plateauschuh tragende Big Brother Konsumenten), wobei sich in diesem Fall das
Ignorieren derselben als beste Lösung herausgestellt hat.
Zu einigen anderen
hier im Forum verhält es sich mit mich meiner barfußlosen Zeit gerade
umgekehrt: viele von euch gehen vor allem in ihrer Freizeit und im Urlaub
barfuß, und dies sind gerade bei mir die Zeiten, wo ich öfter Schuhe trage:
als begeisterter Mountainbiker trage ich beim Sport natürlich Schuhe (nein, ich
lasse mir keine Metallplatten an die Fußsohlen schrauben) für eine feste
Verbindung zu den Klick - Pedalen.
Ein weiterer Zeitpunkt zu dem ich Schuhe trage
ist der jährliche Urlaub (meist Kanaren), den ich zusammen mit meinen beiden
Brüdern (Zwillinge, 3 Jahre jünger als ich) verbringe: die beiden haben ein
gewisses Problem mit meinem Barfußgehen, und da mir das ansonsten gute
Verhältnis zu ihnen wichtig ist, bringe ich das "Opfer", zwei Wochen
lang im Hotel und auf der Flugreise meine Tevas zu tragen, gerne.
Noch ein Paar
Anmerkungen zum Outfit, nach dem des öfteren hier gefragt wird: im
Herbst/ Winter/ Frühling trage ich Jeans (blau oder schwarz) und Sweatshirts oder
Hemden (weiß/grau aber niemals Krawatte!) und Jackett oder im Moment
Lederjacke. Im Sommer trage ich meist Shorts und T-Shirts, wobei ich immer auf
ein gepflegtes Erscheinungsbild achte.
Außerdem trage ich an jedem Fuß einen
Zehenring und schwarzen Nagellack, sowie über jedem Fußgelenk eine kleine
Tätowierung. So, dies sollte fürs erste reichen. ...
Nachdem
ich mich vor drei Jahren zum Barfußgehen entschlossen hatte, ging dies nicht
von Anfang an ganz ohne (körperliche) Probleme: nach meiner ersten Woche
komplett ohne Schuhe hat mich der Übermut gepackt und ich habe die ganze Sache
wohl etwas übertrieben.
Durch das jahrelange Eingesperrtsein der Füße in
Schuhen waren diese natürlich total verweichlicht. Und so waren, weil ich für
meine ersten längeren "Ausflüge" den heißen Asphaltboden der Stadt
gewählt habe, ein paar unschöne Blasen am Ballen und an der Ferse die Folge.
Mein Tipp also für alle Barfuß - Anfänger: mit kleinen Strecken anfangen,
langsam steigern und den Füßen genug Zeit zur Anpassung an die neuen
Gegebenheiten geben.
Welcher Untergrund für den Anfang der beste ist, ist nicht
so leicht zu sagen: für Naturboden spricht der bessere/ schonendere
Trainingseffekt für die Füße, andererseits ist etwas mehr Vorsicht als auf
Asphalt geboten: die untrainierten Sohlen reagieren eben relativ empfindlich auf
Dornen (selbst meine mittlerweile gut trainierte Hornhaut hat gegen Brombeeren
keine Chance), spitze Steine oder ähnliches.
Peter
P. S.: manchem mag diese
Geschichte vielleicht etwas unglaubwürdig erscheinen, aber sie ist nicht
erfunden. Falls jemand Zweifel haben sollte (Erfahrungen mit Fakes in der
Vergangenheit) bin gerne bereit, diese zu entkräften.
peter_w_g
Hi Peter, herzlich willkommen im Forum. Du hast Dich ja schon ziemlich gut
umgeschaut, hier und im best of.
Du warst ja gleich voll konsequent mit dem
Barfußlaufen nach dem Erlebnis mit der Sch... Sandale. Hattest Du deinen
Fußschmuck eigentlich schon vorher gehabt, oder erst als Barfüßer das
Bedürfnis nach "angezogenen" Füßen gehabt?
Deine Erfahrungen mit
absolut wenigen negativen Reaktionen kann ich voll teilen. Die einzige Quelle
von Störungen geht nur von Jugendlichen auf, die von ihren Plateausohlen oder
Monsterturnschuhen auf andere 'runterschaun.
Die Stuttgarter Ecke (incl.
S-Bahnbereich) scheint ja von einigen Barfüßern bevölkert zu sein. Vielleicht
klappt's nach einigen Anläufen ja auch mal hier mit einem Frühlingstreffen -
Du wärst natürlich herzlich eingeladen. ...
[Riemen einer Sandale ... linken
Fußrücken aufgescheuert]
Letzten
Sommer trug ich während einer Großveranstaltung (dienstlich als
Verantwortlicher, daher nicht ganz barfuß) auch für mehrere Tage Sandalen, die
hinten keinen Riemen hatten.
Die Folge: Am 4 Tag ging ich mit starken Schmerzen
im Mittelfuß in die Notaufnahme und ließ ihn mit Verdacht auf Ermüdungsbruch
röntgen. Keine Feststellung, aber als ich den leicht bandagierten Fuß zum
Schutz in feste Schuhe steckte, verschwanden die Probleme nach wenigen Stunden.
Als ich tags darauf wieder Sandalen anzog war das Problem nach fünf Minuten
wieder präsent. Fazit: Sandalen, die nur von einem Band über dem Mittelfuß
getragen werden, belasten doch sehr einseitig und können zu Problemen führen.
Viel Spaß hier beim Mitschreiben
wünscht Kai
[Fußschmuck vorher
oder erst als Barfüßer Bedürfnis nach "angezogenen" Füßen gehabt?]
Nein, den Schmuck habe ich mir erst nach meinem "Coming out"
zugelegt, die Vorstellung, in geschlossenen Schuhen Fußschmuck zu tragen finde
ich dann doch etwas sonderbar.
Wobei es sicher auch einige Leute gibt, die einen
barfuß gehenden Mann mit Fußschmuck für sonderbar/ durchgeknallt/ schwul/ ...
halten.
[einzige Quelle von Störungen geht von Jugendlichen aus]
Wobei diese Reaktionen auch nur dann kommen, wenn diese Leute im Rudel
auftreten. Peter_w_g
Diese Erfahrungen kann auch ich nur bestätigen! Erwachsene sehen das ganze eher
von der positiven Seite, hab ich jedenfalls schon ein paar Mal erlebt!
Aber
Jugendliche müssen grundsätzlich alles was 'anders' ist heruntermachen! Auch,
wenn ich im Sommer ein ärmelloses Leiberl anhabe, ist das schon was zum
bereden, oder eine Radlerhose! Denn die Turnschuh-Kids ziehen ja sogar zum Rad
fahren Jeans an... ;o) Robert
Ich hatte mal Probleme mit Sandalen ohne Fersenriemen. Schmerzen auf dem Fußrücken, stellte sich als eine Reizung der Venen durch den Oberriemen heraus ... Mit Socken verschwand das Problem, obwohl ich Sandalen doch eigentlich nur barfuß tragen will... steveh
[Bis vor drei Jahren mit Barfußgehen nichts am
Hut ... Halbschuhe mit Socken im Sommer]
... so was habe ich nie verstehen können :-)
nee, echt, es muss ja nicht barfuß sein,
aber wenn jemand im Sommer mit geschlossenen Schuhen und Socken herumläuft,
finde ich den Gedanken an das Treibhaus in den Schuhen einfach ekelig ... aber Du
bist ja inzwischen bekehrt :-)
[Standpunkt: Sandalen mit Socken sieht einfach sch#+$e aus]
Es gibt nur wenige Sachen, die noch blöder aussehen, als Socken und Sandalen - komisch ist nur,
dass das alle sagen, aber trotzdem so viele Sandalen und Socken tragen.
[Am
nächsten Tag barfuß zur Arbeit gefahren ... mulmiges Gefühl wegen möglichen
Reaktionen hatte ich, zur Sicherheit hatte ich
Schuhe im Auto]
Das finde ich ganz schön mutig von Dir, dass Du gleich
so konsequent barfuß gelaufen bist - hätte ich mich nicht getraut ... aber ich
denke auch, dass du einfach großes Glück hast, in deinem Job barfußlaufen zu
können, und damit nicht auf Unverständnis o.ä. zu stoßen. Ciao, Timu
[Bis vor drei Jahren mit Barfußgehen nichts am
Hut ... Halbschuhe mit Socken im Sommer ... gestört, dass Füße Arbeitstag ziemlich verschwitzt
waren]
Es ist schon erstaunlich, wie
stark jemand gegen das eigentlich unangenehme Gefühl der heißen, schwitzenden
Füße abstumpfen kann. Das richtet sich nicht gegen dich ... auch ich habe mal
im Sommer bei der Arbeit Sicherheitsschuhe tragen müssen und zuerst als sehr
unangenehm empfunden, nach einer Woche oder zwei dann nichts mehr gemerkt (aber
auch nicht weniger geschwitzt).
[Standpunkt: Sandalen mit Socken sieht einfach sch#+$e aus]
Stimmt wohl,
trotzdem sehen das manche als Kompromiss für bestimmte Temperaturbereiche an:
immer noch "offener" als geschlossene Schuhe, aber wärmer als ohne
Socken.
[Riemen einer Sandale nicht fest genug zugezogen
(oder zu fest?), als Folge
Fußrücken aufgescheuert]
Das ist ein grundsätzliches
Sandalenproblem: die Kraft wird über schmale Bereiche übertragen, mit
entsprechend hoher Flächenpressung. Kommt Reibung dazu, ist die Haut im Nu
aufgescheuert, zumal das an Stellen ist, die "von der Natur" nicht
für hohe Belastung ausgelegt sind (im Gegensatz zu den Sohlenballen).
[Am
nächsten Tag auch barfuß zur Arbeit]
Herzlichen
Glückwunsch - zum einen, dass du dich getraut hast, zum anderen, dass es so gut
akzeptiert wurde!
[an jedem Fuß Zehenring und schwarzen Nagellack, sowie über
Fußgelenk kleine Tätowierung]
Schwarzen Nagellack hat Matto Barfuß
auch, aber ich würde mir das nie antun ...
Was ist denn deine persönliche
Temperaturgrenze? Unci
[Schwarzen Nagellack ... würde mir das nie
antun]
Mir gefällt es und das ist die Hauptsache.
[Was ist
persönliche Temperaturgrenze?]
Kann ich so direkt nicht sagen.
Im Sommer war es
mir bis jetzt nur einmal zu heiß: das war vor dem Einkaufszentrum, als ich Geld
vom Geldautomaten holen wollte. Dieser Automat befindet sich in einem Container
vor dem Einkaufszentrum und vor dem Eingang dieses Containers ist der Boden aus
geriffeltem Metall (massiv, nicht diese Gitterroste, die manchmal als
Schuhabstreifer genutzt werden). Das war vielleicht höllisch heiß in der
prallen Sonne. Zum Glück war die Wärmeeinwirkung nur so kurz, dass es keine
Verbrennung gab.
Wo im Winter meine Grenze liegt, weiß ich noch nicht. Der
Winter 2000/2001 ist bis jetzt ja noch recht mild, und die kurzen Wegstrecken,
die ich im Moment zurücklege, habe ich bis jetzt ohne Probleme bewältigt.
Peter
[P.S.: manchem mag
Geschichte unglaubwürdig erscheinen, ist nicht erfunden]
Deine detailreiche Beschreibung ist für
mich absolut nachvollziehbar und deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen.
Auch
ich kann bestätigen, dass ein in-house Computerjob sehr viele barfüßige
Freiräume eröffnet.
Wenn man als Consultant zu Kunden geht, scheint der
Dresscode allerdings recht streng zu sein :-(( Dem Fake - Unwesen wirkt man am
besten entgegen, indem man immer wieder die Realität aufzeigt: Da wir nicht mit
Schuhen auf die Welt gekommen sind, ist Barfußlaufen normal!
Mach's gut und
weiter unbeschuht, Lorenz
[seit Anfang April 2000 fast ununterbrochen barfuß
unterwegs ]
Verstehe ich dich richtig? Du gehst auch jetzt im Januar barfuß zur
Arbeit?? Und die Kommentare deiner Kollegen und Vorgesetzten sind immer noch
erträglich?
Hm, ich glaube, ich hab echt den falschen Beruf erwischt... Bist du
auch in der City in dieser Jahreszeit barfuß unterwegs? Oder abends in der
Freizeit? Wäre ja zu schön, um wahr zu sein, dass es so was in Stuttgart
gibt...
[trage an jedem Fuß Zehenring und schwarzen
Nagellack, sowie über Fußgelenk Tätowierung]
Cool. Wo hat
man denn die Chance, deine Füße und dich zu bestaunen? Wäre echt klasse, wenn
wir uns mal über den Weg laufen - ich glaube, ich könnte noch viel lernen von
dir - z.B. in puncto Mut und "coming out".
[P. S.: manchem mag
Geschichte unglaubwürdig erscheinen, ist nicht erfunden]
Hab zwar keine Zweifel, denn deine Geschichte klingt voll und ganz
glaubwürdig - aber ich würde mir die nicht vorhandenen Zweifel trotzdem gern
noch live entkräften lassen (siehe oben).
Siehst du ne Chance, dass sich unsere
Barfüße gelegentlich mal über den Weg laufen?
Fuß zum Gruß Moritz
[ gehst im Januar barfuß zur Arbeit??]
Ja.
[ Kommentare sind erträglich?]
Sie sind nicht erträglich, sie (die Kommentare) sind nicht
vorhanden. Das liegt wohl daran, dass sich die Leute mittlerweile daran gewöhnt
haben, dass ich immer barfuß bin.
Nur bei unserer Weihnachtsfeier in
Todtmoos/Schwarzwald gab es ein paar ungläubige Kommentare von einigen
anwesenden Partnern der Kollegen. ... Ich weiß ja nicht, wie eine Weihnachtsfeier
in deinem Betrieb abläuft, aber ich dachte, dass gerade bei
solchen Feiern oder auf Betriebsausflügen eher eine lockere Atmosphäre
herrscht, in der eine günstige Gelegenheit besteht, sich seinen Kollegen
gegenüber zu "outen".
[glaube, ich hab falschen
Beruf erwischt]
Es liegt wohl nicht am Beruf, sondern eher am Betriebsklima,
der Betriebsgröße (bei uns ca. 30 Mitarbeiter).
[auch in City in
dieser Jahreszeit barfuß unterwegs? Oder abends in der Freizeit? Wäre ja zu
schön, um wahr zu sein, dass es so was in Stuttgart gibt ...]
Mittwochs
nachmittags stehen die Chancen recht gut, dass ich auf der Königstraße
anzutreffen bin, abends eher gering und dann vor allem im Kino oder auf
Rock-Konzerten (nächstes am 12.02. Apocalyptica im Theaterhaus Wangen), wobei
ich auf Konzerten dann doch meistens Schuhe trage. Peter
[Weihnachtsfeier ... lockere Atmosphäre, in der günstige
Gelegenheit besteht, sich zu "outen"]
Eine
Weihnachtsfeier ist bei uns eher eine formelle Veranstaltung - auch kleidungsmäßig.
Da ich in meinem Job (Dienstleistungsbereich) eh meist mit
Sakko, teils sogar mit Krawatte rumlaufe, wäre es unvorstellbar, an einer
Weihnachtsfeier barfuß zu erscheinen.
Was mich jetzt
noch interessieren würde: Einerseits ziehst du im Urlaub aus Rücksicht auf
deine nicht barfuß - freundlichen Brüder Schuhe an. Andererseits läufst du im
Winter mitten am Tag barfuß in der City rum - hast du da keine Bedenken, dass
du von Verwandten/Freunden usw. gesehen wirst, die fassungslos und entsetzt
reagieren und deine Umgebung alarmieren ob deines unfassbaren Treibens? Ich
denke eben nur, barfuß im Urlaub bei Sommerwetter lässt sich doch noch
deutlich einfacher vermitteln als barfuß im Winter in der Großstadt, oder ?
Ich hab noch
nie, obwohl mir das sicher nicht entgehen würde, jemanden in Stuttgart im
Winter (zwischen November und Ende Februar) barfuß rumlaufen sehen (außer mich
selbst bei Dunkelheit :-) ) und deshalb fällt man eben völlig aus dem Rahmen.
Und das käme bei meinen Chefs/Kollegen mit Sicherheit nicht gut an.
Aber wer weiß, vielleicht lasse ich mich ja mal von dir anstecken ...
Gruß Moritz
Da mich die Leute inzwischen nicht anders kennen, gibt
es da auch keine Probleme. Und wenn wildfremde Menschen ein Problem mit meinen
bloßen Füßen haben, dann ist es eben deren und nicht mein Problem.
Um noch mal das Schuhetragen im Urlaub zu präzisieren:
- etwas anderes als Teva Sandalen
nehme ich nicht mit, und als Alternative zu barfuß sind die doch akzeptabel,
oder?
- die eine Situation, zu der ich sie trage ist die Flugreise (im Flugzeug
natürlich barfuß, schon wegen der Thromboseprophylaxe ;-) ). Und da würde ich
sie sogar ohne "Druck" von außen tragen, denn mit einem Koffer und
einem MTB im Gepäck möchte ich nicht auch noch sonderlich auf den Boden
(Temperatur, scharfe Gegenstände) achten müssen - die andere Situation ist im
Hotel-Restaurant.
Auf Teneriffa wurde ich, als ich doch einmal barfuß dort war,
gebeten, Schuhe zu tragen. Da ich kein Spanisch spreche und auch keinen
"Ärger" machen will, respektiere ich diesen Wunsch.
Es wird dort ja
auch nicht gern gesehen, wenn man in kurzen Hosen erscheint. Peter_w_g
[ erste Ganzjahresrunde wäre erst in ca. 6 Wochen beendet, wenn ich im
Moment nicht mit bösen Erkältung im Bett liegen würde ...
sogar im Bett dicke Socken trage :-((]
Darf ich mal neugierig fragen, ob
Kommentare deiner Kollegen/Chefs usw. immer noch ausgeblieben sind? Kommt es
jetzt nicht geballt "ist ja auch klar, dass man krank wird, wenn man bei
diesem Wetter barfuß läuft" und ähnliches??
Oder konntest du ihnen klar
machen, dass deine Erkältung nichts mit deiner Barfüßigkeit zu tun hat??
Gute
Besserung!! Moritz
Da ich im Moment zu Hause bin, kann ich deine Frage natürlich nur teilweise
beantworten, aber ich denke, dass ich mit solchen Kommentaren nicht rechnen muss.
Dies denke ich deshalb, weil ich nach unserer Weihnachtsfeier (über die ich
hier kurz berichtet habe) mit einigen Kollegen -- die wohl registriert hatten, dass ich im Büro immer barfuß bin, die aber nicht
wussten, dass ich auch schon
barfuß ins Büro komme -- über das Thema barfuß/ Erkältung/ Immunsystem
gesprochen habe.
Wenn ich nächste Woche wieder anfange zu arbeiten, werde ich
allerdings mal wieder Schuhe und Socken tragen (nur im Freien), bis ich mir ganz
sicher bin, dass sich mein Körper wieder richtig regeneriert hat. Im Moment ist
es ja sowieso nicht gerade das allergrößte Vergnügen, über den überall
herumliegenden Streusplitt zu gehen (was ist eigentlich mit den Stuttgartern
los: obwohl es bis jetzt nur an 3-4 Tagen Schnee hatte, liegt noch überall
dieser Splitt herum, ja ist denn die "Kehrwoche" nicht mehr heilig? wo
soll denn das nur hinführen?).
Peter
Wirst du auch am Mittwoch Nachmittag wieder
deine barfüßige City - Tour unternehmen, auch, wenn der angekündigte Regen
kommt? Bist du so gut drauf, dass du auch bei kühlem Regenwetter barfuß
unterwegs bist?
Moritz
Wie ich schon früher geschrieben habe, bin ich
seit diesem Winter IMMER barfuß unterwegs; so war ich auch letzten Samstag
Vormittag bei diesem ekelhaften Schneeregen barfuß in Stuttgart.
Das einzige Problem bei Nässe auf der Königstraße sind die teilweise sehr
glatten Steinplatten, die dann sehr rutschig werden können. Wenn man dies aber
weiß und sich darauf einstellt, dann ist auch das kein Problem. Peter_w_g
Hallo Leute, nachdem ihr nun schon unsere Beiträge
über ein nachmittägliches Treffen mitverfolgen "musstet", wollte ich
euch wenigstens "Vollzug melden".
Und - Peter, sei mir bitte nicht böse, aber du hast ja das alles selbst hier
schon geschrieben - ich war echt total beeindruckt. Das gibt's also wirklich,
und nicht nur als fake- Beitrag, dass jemand auch im Winter fast 100 % des Tages
barfuß verbringt. Und bei 5 Grad und Regenwetter mitten am Tag völlig unbekümmert
barfuß auf der Königstrasse und in Geschäften rumläuft. Und nicht mal Schuhe
dabei hat. Und so auch am Arbeitsplatz war. Und das immer so macht. Jeden Tag,
ohne jemals Probleme bekommen zu haben.
Bei ca. 15 Minuten gemeinsamem Spaziergang in der Fußgängerzone (ich beschuht
:-(( ) war wirklich kaum eine Reaktion der Passanten festzustellen. Ich habe
daraus gelernt:
1. Vielleicht sind wir doch oft viel zu zögerlich, befürchten Probleme am
Arbeitsplatz und im persönlichen Umfeld, die so gar nicht eintreten. Vielleicht
unterschätzen wir einfach oft die Toleranz unserer Umgebung??
2. Bezüglich fake- Vermutungen bei manchen Forumsberichten müsste man wohl
doch etwas zurückhaltender sein ...
Nicht dass ich Peter für einen fake gehalten hätte, aber ich muss zugeben,
dass ich manche Berichte mancher Leute über winterliche Barfußaktivitäten
eher etwas zurückhaltend beurteilt habe ... ich konnte mir bisher einfach nicht
vorstellen, dass man sich daran gewöhnen kann, auch im Winter den Tagesablauf
komplett barfuß zu bewältigen ... Soweit meine "Erfahrungen des
Tages".
Viele barfüßige Grüße allerseits Moritz
Respekt!!! Ich war auch so um 14.30 in der Königstraße
im Regen unterwegs und war froh, Schuhe, Trench und was auf dem Kopf zu haben.
Es ist halt wirklich einerseits eine Frage der Gewöhnung und andererseits wohl
auch eine Frage der guten Durchblutung der Füße (meine ist eher mäßig).
Kai
... witzig, dann müsstest du Peter/uns ja fast
über den Weg gelaufen sein... Ich fand's zwar nicht sehr kalt heute, und war
immerhin aus "Solidarität" barfuß in leichten Dockers unterwegs -
aber auf diese hätte ich nicht verzichten wollen ... obwohl es mich schon
verwundert hat, wie wenig Notiz von Peters nackten Füssen genommen wurde - für
mich ist (zumindest bisher) das Nicht- Auffallen- Wollen neben der Kälte ein
entscheidender Grund, in dieser Jahreszeit zumindest tagsüber barfußlaufen
nicht in Erwägung zu ziehen.
Moritz
Auch von mir: Peter, du genießt uneingeschränkt
meinen Respekt!
Mir geht's auch darum, nicht aufzufallen. Von der Temperatur her würde ich es
mir längst zutrauen. - Momentan bilde ich mir ein, wenn ich den ganzen Sommer
über barfuß laufe und dann im Herbst weiter, dann wird es im nächsten Winter
auch niemanden mehr auffallen. (Bin ja erst seit vergangenem Herbst bei den
Barfuß - Läufern dabei.) ... Ich nehme alles wieder zurück ;-): Eben war ich
in der Stadt und auf dem Rückweg hat es mich gerissen: Habe meine Birkis
ausgezogen und eingepackt und bin barfüßig nach Hause gelaufen. Ich muss dazu
sagen: Ich habe auf dem Hinweg meine Jacke bereits ausgezogen und bin im T-Shirt
herumgelaufen und es hat mich peinlich berührt, dass alle noch in dicken Mänteln
herumgelaufen sind ... Ja, der Frühling zeigt sich und es ist schon richtig
warm! *strahl* *wink*
Viele Grüße Eva
[Mir geht's auch darum, nicht aufzufallen]
Ob man auffällt oder nicht, hängt meiner Meinung nach von der gesamten
Erscheinung ab und nicht nur davon, ob man Schuhe trägt oder nicht. Moritz wird
die bestätigen können, dass ich - abgesehen von meinen Füßen - eher unauffällig
(oder durchschnittlich oder langweilig, ganz wie Du willst) bin.
[bilde mir ein, wenn ich ganzen Sommer über barfuß laufe und im Herbst
weiter, wird es im nächsten Winter niemanden mehr auffallen]
Kommt darauf an, wen Du mit "niemand" meinst: dein persönliches
Umfeld wird sich sicher schnell daran gewöhnen, von völlig fremden Leuten auf
der Straße wird sicher der ein oder andere verwunderte Blick kommen, aber das
braucht dich ja nicht zu stören.
Frage: fällst Du in Birkis nicht ähnlich auf wie gleich ganz barfuß? Also ich
persönlich würde mich mit Birkis zu dieser Jahreszeit schon komisch fühlen. Für
mich gilt: wenn schon barfuß, dann richtig, und falls doch Schuhe zu dieser
Jahreszeit, dann aber auch richtig (soll heißen: geschlossene).
Aber das, was man peinlich findet, ist rational ja meist sowieso nicht erklärbar,
und so hat eben jeder seine eigenen "Peinlichkeitsauslöser" (blödes
Wort, aber mir fällt nichts besseres ein).
Viele Grüße Peter_w_g
Hm, Du hast mit Deinen Argumenten vollkommen
Recht. Aber ich bilde mir ein, wenn ich Birkenstocksandalen trage, dann habe ich
immer noch Schuhe an und Schuh ist für mich Schuh. Klar, im Zug hat mich schon
'mal 'ne ältere Dame gefragt, ob mir nicht kalt sei und am Bahnhof bin ich 'mal
einem vernichtenden Blick begegnet, aber ich fühle mich damit einfach sicherer.
Ich muss allerdings zugeben, dass sich das barfuß - Laufen heute auch nicht
anders angefühlt hat. Zuerst war ich total aufgeregt, als mir der Gedanke
gekommen ist und dann fand ich's ganz cool und ganz normal.
Eines hat das barfuß- in- Birkis- Laufen und das barfuß - Laufen ja schon für
sich: Ich pflege es, trotz meiner sehr kleinen Körpergröße, ziemlich bucklig
herumzulaufen. Wenn ich jedoch barfuß oder barfuß in Birkis rumlaufe, dann
habe ich das Gefühl, dass ich gegen jede mögliche verbale Attacke erhaben sein
muss und demzufolge laufe ich mit geradem Rücken und "hocherhobenen
Hauptes" herum. Find ich echt interessant.
Herzliche Füße Eva
hi Peter also mal ne frage zu Ganzjahres-barfuß-laufen ich laufe ja vieeeel
und immer wenn's geht barfuß, mich stören auch keine Glasscherben oder
steiniger Untergrund.
Was ich aber nicht auf die reihe bekomme ist: Wenn es zu kalt ist barfuß zu
laufen. d.h. wenn der Winter kommt zwinge ich meine Füße ob sie wollen oder
nicht und ob ich will oder nicht in Schuhe. Daheim in der Wohnung lauf ich natürlich
auch im Winter barfuß, aber draußen ...
Also: gibt's da einen Trick? so was wie Füße mit öl einreiben, oder ist das
einfach Körperbeherrschung?? Dominik (nick)
Wenn es mir im Winter zu kalt zum Barfußgehen wäre, dann würde ich Schuhe
anziehen.
Aber im Winter 00/01 (und dies ist der erste Winter, den ich ganz ohne Schuhe
ausgekommen bin) war es bei uns (in Stuttgart) nie so kalt, dass ich mir Schuhe
gewünscht hätte.
[Trick? oder einfach Körperbeherrschung??]
Ich würde einfach sagen, durch das ständige Barfußgehen gewöhnt sich der Körper
auch langsam an die tieferen Temperaturen (der Übergang Herbst zu Winter ist ja
ein kontinuierlicher Prozess) und produziert mehr Wärme.
Es ist bei tiefen Temperaturen natürlich wichtig, dass man, abgesehen von den Füßen,
warm genug angezogen ist und dass man ständig in Bewegung bleibt.
Ob das Einreiben der Füße mit Öl etc vor dem Aufenthalt in der Kälte etwas
bringt, weiß ich nicht, ich tue es jedenfalls nicht.
Ich benutze lediglich morgens nach dem Duschen Nivea-Milk (zieht relativ schnell
ein) und abends etwas Nivea-Creme, mehr nicht. Peter (peter_w_g)
In erster Linie ist das Übungs-/Trainingssache; leider geht das Training
aber nicht so schnell.
Peter schreibt zwar, dass der Winter nur langsam komme, aber ich bin regelmäßig
erst im Frühjahr an einigermaßen niedrige Temperaturen gewöhnt.
Einen Trick habe ich aber letzten Winter herausgefunden, ich glaube, ich habe
ihn schon mal gepostet:
Bleib' draußen, bis Du an die Grenze des Erträglichen stößt, geh' dann
wieder rein und unter die Dusche. Dusch' Dir dann die Füße warm ab.
Üblicherweise sagt man, bei Verkühlungen solle man lieber kalt duschen. Wenn
man sie warm duscht, ist das erst mal nicht so angenehm (sogar recht wenig ;-)
). Der Schmerz lässt aber ganz plötzlich nach, und dann sind die Füße fit für
die Kälte.
Gruß aus dem kalten Schwarzwald, Kai (VS)
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