Migs Standpunkt ist :
lauft barfuß ohne Diskussionen
(verschiedene Forumbeiträge im Winter 1998/99)
Wenn jemand gerne auf Schuhe verzichten will und das im
Rahmen von einigen Einschränkungen (z.B. Arbeitsplatz, Restaurant,...) auch problemlos
tun kann, soll er / sie es doch einfach tun.
Ich finde, dass die "Blicke" der Umgebung total überbewertet werden. Kann einem
doch egal sein, was irgendjemand denkt, den man eh nicht kennt. Und alle, die mich kennen,
kennen auch meine Einstellung und finden sie gut oder eben nicht (Versteckspiel ist da
nicht nötig).
Worauf ich allerdings überhaupt keinen Bock habe, sind Diskussionen mit denen, die was
dagegen haben. Diese Gespräche habe ich satt, und daher diskutiere ich auch nicht mehr -
kommt ja doch nichts bei raus.
Ich mache daher jetzt mal einen Aufruf an alle hier im Forum: Überlegt Euch, was Ihr
wollt und dann setzt es um. Wenn Euch nach Barfußlaufen ist, dann schmeißt Eure Schuhe
in die Ecke.
Für alle sportlich Aktiven unter Euch bedeutet das: Keine
Diskussionen um "vergessene" Schuhe, über Warzen, Fußpilz und bitte auch nicht
darüber, ob die Halle, der Sportplatz irgendwelche Straßen sauber genug seien.
Überlegt Euch, was Ihr wollt. - Und wer noch unsicher ist soll es zumindest zur Probe mal
umsetzen. Und wer es zur Probe diesen Sommer mal ausprobieren will, welchen
Entscheidungsschub zum/zur Barfüßer(in) man erhalten kann, soll es mindesten 3-4 Tage am
Stück durchhalten.
So, jetzt ist endlich mal das nötigste gesagt. Mach es gut Mig
Hallo Mig,
huiiii, da ist Power drin. Du hast recht, weg mit den Konventionen. Ich finde, wenn man
seinem Körper was Gutes tun will, ohne jemandem damit auf den Keks zu gehen, ist das eine
ureigene Entscheidung.
Grüße Jörg (2)
Hallo Mig, vielen Dank dafür, dass Du daran erinnerst,
wie einfach der Umgang mit den Füßen doch in Wirklichkeit ist!
[Wenn jemand auf Schuhe verzichten will und das im Rahmen von
Einschränkungen tun kann, soll er /
sie es doch tun. Ich finde, dass "Blicke der Umgebung total
überbewertet werden]
Das ist das Problem einer ängstlichen Erwartungshaltung, dann registriert man nämlich
wirklich jeden Blick. In Wirklichkeit wird aber auf Schuhe auch nicht seltener geschaut!
[Kann egal sein, was jemand denkt, den man nicht kennt. Und
die mich kennen ... Versteckspiel nicht nötig ... Worauf ich
keinen Bock habe, sind Diskussionen ... kommt
nichts bei raus]
Es ist ziemlich schnell klargestellt, dass man sich da nicht hereinreden lässt, und dann
ist normalerweise Ruhe. In der Firma muss ich natürlich schon daran denken, dass
da
irgendwelche verklemmten Amis unterwegs sein könnten, die über die Zulassung unserer
Produkte in den USA zu befinden haben; also barfüßere ich da möglichst unaufdringlich,
d.h. wenn ich am Computer sitze ja, beim Durchgang durch die Chefetage lieber nicht.
[Aufruf an alle: Überlegt Euch, was Ihr wollt und setzt es um.
Wenn Euch nach Barfußlaufen ist, schmeißt Schuhe in Ecke ... Keine
Diskussionen um "vergessene" Schuhe, über Warzen, Fußpilz und ... ob
Halle, Sportplatz, Straßen sauber genug seien]
Leider neigt man als kopflastiger Europäer dazu, ordentlich mit Argumenten aufzurüsten,
die man dann in 98 % aller Fälle nicht braucht (ich ziehe mich da auch an der eigenen
Nase). Und dann ist man schon von vorneherein total verkrampft. Dabei kann Barfußlaufen
so entspannend sein!
[Überlegt Euch, was Ihr wollt. - wer unsicher ist soll es zur
Probe umsetzen. Und wer es diesen Sommer ausprobieren will, welchen
Entscheidungsschub zum/zur Barfüßer(in) man erhalten kann, soll mindesten 3-4 Tage am
Stück durchhalten]
Ja, genau das Durchhalten am Stück gibt einem die Sicherheit des Selbstverständlichen.
Irgendwann denkt man nicht mehr daran, dass man barfuß ist und fängt an, sich völlig
normal zu verhalten. Dann redet man völlig unbefangen über ganz andere Dinge, und schon
kommen die Füße überhaupt nicht mehr als das große Thema in Frage. Fazit: die anderen
finden die Füße genauso normal, wie man selbst zu ihnen steht.
Herzliche Füße, Lorenz
Hi Mig,
[Überlegt Euch, was Ihr wollt und setzt es um. Wenn Euch nach Barfußlaufen
ist, dann schmeißt Schuhe in Ecke]
Auch das könnte ich sofort unterschreiben, wenn mich nicht eine gewisse Portion
Lebenserfahrung daran hindern würde (das klingt jetzt sehr arrogant, ist aber wirklich
nicht so gemeint).
Wenn Du von Dir auf andere schließt, darfst Du nicht übersehen, dass Du Dein gesundes
und natürliches Verhältnis zum Barfußlaufen in einer Lebensphase geklärt hast, von der
Du selbst gesagt hast:
"Zwar gab es in der Realschule wahre Tumulte, nur beschuht zum Unterricht zu
kommen, aber irgendwie habe ich mich dann mit viel Aufsässigkeit durchgesetzt - so
zwischen 12 und 15 war ich ein echter Querkopf."
Nun sind aber nicht alle Menschen Querköpfe, und wenn man ein bisschen älter als 12 - 15
ist, plagen einen auch mehr Bedenken (das gilt beileibe nicht nur fürs Barfußlaufen). Du
hast im Grunde heute den Nutzen gehabten Querkopfseins, nämlich Dein Verhältnis zur
Barfüßigkeit und Deinen Mitmenschen diesbezüglich ziemlich abschließend geklärt zu
haben. Andere haben das noch vor sich, und wenn sie sich im Forum melden und
Hilfestellungen erbitten, dann ist es eine gute Sache, wenn sie sie bekommen.
[Überlegt Euch, was Ihr wollt und dann setzt es um. ... Und wer es zur Probe diesen
Sommer mal ausprobieren will, welchen Entscheidungsschub zum/zur Barfüßer(in) man
erhalten kann, soll es mindesten 3-4 Tage am Stück durchhalten.]
Zwar ist die radikal - konsequente Variante, wie Du sie vertrittst, wahrscheinlich die
beste, aber eben nicht jedermanns Sache. Vielleicht liegt es an schlechten Erfahrungen,
vielleicht an fehlendem Selbstbewusstsein, vielleicht auch an (vermutlich fälschlich)
übermächtig erscheinenden Zwängen - aber manchmal kann der Weg über "Schuhe
vergessen" oder Rollerblades über der Schulter ( mit denen man gar nicht fahren kann
) doch der bessere sein.
Ich versuche nicht nur hier im Forum, sondern auch sonst im Leben ein ehrlicher Mensch zu
sein. Da mir selbst diese Radikalität (leider) nicht gegeben ist, würde ich sie auch
nicht anderen anraten. Es ist aber ganz bestimmt von großem Nutzen für alle hier im
Forum, wenn Du - zu der die Radikalität des Standpunkts sehr gut passt - ihn auch
weiterhin im Forum vehement vertrittst. Ich freue mich darauf.
Ganz liebe Grüße von Fuß zu Fuß und aus Köln nach Hamburg Georg
Du sprichst mir aus der Seele, Georg. Natürlich ist es
das Beste überhaupt, wenn man so ungezwungen mit dem Barfußlaufen umgehen kann wie
Mig...!
Aber wir sind alle unterschiedlich gestrickt, haben andere Vorerfahrungen und leben
bisweilen in ganz anderen "Lebensumständen". Da ist es schon ganz gut, wenn man
differenziert auf die Leute eingehen und etwas Mut machen kann, irgendwann - vielleicht
auch über Umwege - das Ziel zu erreichen, das bei uns allen heißt: Schuhe irgendwo
anders lassen, nur nicht an den Füßen!
Ich bin auch der Meinung, dass das Forum mit zu der nötigen "publizistischen
Unterstützung" bei der Herbeiführung von mehr gesellschaftlicher Akzeptanz des
Barfußlaufens beitragen soll, denn neben Mutmachern fehlen ja auch Infos und
Hintergründe. Die beste Methode dazu, das sehe ich wohl auch als "Kopflastiger"
ein, ist und bleibt das Vormachen ... Lupu
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