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Barfußlaufen stärkt die Abwehrkräfte
(Forumbeiträge im Sommer 2001)
Man muss kein Fakir sein, um die Welt barfuß zu erobern. Echte Fans laufen
ohne Sohle auch mal über die Straßen. Probieren Sie es doch einfach mal aus -
es lohnt sich.
Schließen Sie für ein paar Sekunden die Augen. Dann stellen Sie sich vor,
wie Sie am frühen Morgen über eine Wiese laufen - barfuß. Spüren Sie die
Grashalme zwischen den Zehen? Den Tau an Ihren Füßen? Was für ein Genuss!
Wer
ohne Schuhe durchs Leben läuft, spürt Wärme oder Kälte, selbst die
Sprödigkeit eines ausgetrockneten Feldwegs. Eigentlich müsste barfuß wandern
zu den Entspannungsübungen gezählt werden.
Aber es hat auch körperliche
Vorteile. Hier die wichtigsten:
Bandscheiben: Barfußlaufen schützt die empfindlichen Knorpelscheiben vor
Verformung und Vorrutschen (Bandscheiben-Vorfall). Der natürliche
Bewegungsablauf wird aktiviert, weil keine Sohle die Reflexzonen behindert. Alle
Stöße und Unebenheiten werden automatisch ausgeglichen. Das schützt die
Bandscheiben vor Abnutzung.
Der ganze Körper wird trainiert: Muskeln, Knorpel, Immunsystem
Senk-, Spreizfüße: Der unebene Untergrund korrigiert Fehlstellungen der
Füße. Unwillkürlich wird das Gewicht von der empfindlicheren Haut der
Fußwölbung an der Innenseite auf die härtere Außenkante verlagert. Durch die
Stärkung der Muskulatur werden Senk- und Spreizfüße wegtrainiert.
Wirbelsäule: Mit nackten Füßen tritt man automatisch weicher auf als mit
künstlichen Sohlen. Dadurch werden allzu harte Stöße gedämpft. Da sich das
komplette Skelett den Unebenheiten des Bodens anpasst, wird die Wirbelsäule
biegsamer, der Mensch versucht, sich immer im Gleichgewicht zu halten. Folge:
Die Rückenmuskeln werden gestärkt. Das verhindert Kreuzschmerzen.
Venen: Durch
die Unebenheiten, aber auch durch den natürlichen Abroll-Mechanismus der Füße
- Ferse, Sohle, Zehen - werden die Wadenmuskeln trainiert und helfen den Venen,
das Blut wieder Richtung Herz zu pumpen.
Erkältung: Die mäßigen Kältereize trainieren die Erzeugung körpereigener
Wärme. Das stärkt die Abwehrkräfte. Schon täglich eine Viertelstunde
Barfußlaufen auf kühlem Grund oder ein wenig Stapfen im Schnee - und die
Füße sind die ganze Nacht warm.
Tipp nicht nur für Anfänger: blühende Wiesen meiden
Fußpilz: Die Hornhaut der Füße wird gestärkt, trocken und trotzdem
geschmeidig. Fußpilz - hat jeder Fünfte - liebt aber ein feuchtwarmes Milieu
und hat somit keine Chance. Bei hartnäckigem Pilz: drei Wochen lang mit einer
Salbe (z.B. "Canesten Extra", in Apotheken) einreiben. Dann kann man
seine Füße wieder barfuß zeigen.
Tipps: Barfuß-Anfänger sollten langsam beginnen: zunächst 30 Minuten
täglich, dann steigern. Disteln, Schilf, Dornen und blühenden Klee (wegen der
Bienen) meiden. Tetanus-Schutz überprüfen lassen - falls man in einen Nagel
tritt. Auf Scherben in der Nähe von Grill- oder Rastplätzen achten. Für alle
Fälle Heftpflaster mitnehmen. Zement, Teer und andere aggressive Untergründe
meiden. Rasenmähen bitte nur mit Schuhen.
J. Dersch
[Laura, Ausgabe 32, 1.August 2001, Seite 24-25, Rubrik Natur-Medizin]
Das klingt irgendwie wie auf all den Barfußinternetseiten abgeschrieben, ist
also nicht wirklich etwas neues, aber toll, dass es der Allgemeinheit so
präsentiert wird.
Hoffentlich schlägt es an und wir treffen bald nur noch Leute barfuß.
madMatt
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ENDLICH AUF FREIEM FUSS ist als Überschrift im hinteren Redaktionsteil, Rubrik Lebensart, in der neuen Ausgabe der Zeitschrift HÖRZU zu lesen, und dann - neben einem paar sandiger Fußsohlen - platziert :
Angenehm kitzelt der Sand zwischen den Zehen - Füße sind viel
sensibler, als man glaubt. In Strümpfen versteckt, von Schuhen umschlossen, ist
davon wenig zu spüren. Also : Freiheit für die Füße!
So ein Fuß ist doch ein armes Wesen. Steckt in engen Schuhen, latscht über
harten Asphalt jetzt tut sich was- Barfuß laufen liegt im Trend
Nichts wie raus aus den Pantoffeln-und rein ins Vergnügen. Die Füße haben
die große Freiheit entdeckt. Weil's Spaß macht, barfuß zu laufen. Und weil's
gut aussieht. Bloße Füße, so sie denn picobello gepflegt sind, können nämlich durchaus ausgehfein sein.
Während Trendsetter wie Sharon Stone oder Julia Roberts sogar zu offiziellen
Anlässen barfuß erscheinen, haben weniger Mutige die Möglichkeit, ihrer Lust
an der flotten Sohle unter Gleichgesinnten zu frönen - in Barfußparks und
-bars.
Alltagstaugliche Alternative: Zehensandalen. Mit denen ist man dann auch
modisch auf dem Laufenden.
Und dann folgen darunter diverse FlipFlop - Modelle - der Konsum fordert halt doch seinen Preis ... Im Spaltensatz finden sich folgende weitere Texte auf der Seite :
MATSCHTRETEN ist nicht nur für Kinder ein uriges Vergnügen. von
den Socken sind auch Erwachsene, wenn sie abwechselnd durch weichen Rindenmulch,
spitze Kiesel oder geschmeidigen Lehm waten. Für Sinnenfreuden wie diese gibt
es eigene Einrichtungen: Den Barfuß-Pfad in Bad Sobernheim [...] etwa. Oder den
Barfuß-Park im Schwarzwald [...]
NACKTE FÜSSE sind salonfähig: Die Schauspielerin Emma Thompson zeigt bei
einer Benefizveranstaltung im St. James- Palast in London ihre Zehen. Prinz Charles nannte sie deshalb scherzhaft "meine liebste barfüßige
Schauspielerin" [mit Foto der Situation]
SCHUHE HABEN HAUSVERBOT in der "Barfußbar" in Zürich. Obenrum ist
fast alles erlaubt, aber unten bleibt's, bitte schön, naturbelassen, Schwarze
Fußsohlen? Kein Problem. Beim Tanz auf den Holzdielen lässt sich das sowieso
nicht vermeiden. Wer sich "unten ohne" aber partout nicht wohl fühlt,
der darf zur Not auch leichte Strandschuhe tragen. Genauere Information gibt es
im Internet [...]
[HÖRZU (Heft 25 vom 14.
06. 2002)]
Soweit der Blick in die Programmzeitschrift ... Georg