Verschiedene Barfußthemen und -filme im Fernsehen
(aus verschiedenen Forumbeiträgen seit Winter 1998/99)

Filmtipp Hallo, Leute, ich habe neulich einen Film gesehen, der heißt "Der Junge aus Kalabrien"; es geht um einen Bauernsohn, der sein Faible fürs Laufen als Sport entdeckt ("Ich muss laufen, das machen meine Beine von ganz alleine!") - das allerdings gegen den Willen seines Vaters. Der Gag an der Geschichte ist: er läuft nur barfuß, denn als er mal Turnschuhe ausprobiert, verliert er ...
Auch schön ist, dass die Nachbarn zwar verständnislos auf seine Sportart reagieren ("Der ist verrückt geworden!"), nicht aber, dass er barfuß läuft! Das Ende verrat ich nicht, aber es ist ein sehr schönes ... Gruß 'n Fuß Frank

Da ich gerade im Archiv wühle, auch für Dich eine Kopie einer älteren Message : Fernsehtipp für 23. 01. Geschrieben von Georg am 17. Januar 1999 :
Hallo Barfußfreunde, am kommenden Freitag, den 23. 01., wird auf 'Kabel 1' um 10.50 Uhr der Film "Ein Junge aus Kalabrien" gesendet, den ich schon einmal im Fernsehen angesehen habe, weil da in der Fernsehzeitschrift der Titelheld zu sehen war : ein Junge aus einem kalabrischen Dorf, der sehr gerne läuft und gegen den Widerstand seines Vaters, aber gefördert und trainiert durch seinen Schulbusfahrer an Wettkämpfen teilnimmt. Er läuft barfuß, weil er sich durch die ungewohnten Schuhe behindert fühlt. Die Gesamtaussage des Filmes ist relativ simpel, weshalb man ihn nicht unbedingt als "besonders anspruchsvoll" einstufen kann. Aber darum geht es hier ja auch nicht ... Serfuß Georg


Hat von Euch jemand zufällig den Beitrag "Frau ohne Schuhe" im NDR-Magazin DAS! am Samstag gesehen? Ich habe es leider zu spät entdeckt. Markus

Jupp. Es war ein ca. 5 min. langer Bericht über (wenn ich mich recht erinnere) die gleiche Frau, mit der "damals" auch Jürgen v.d. Lippe talkte. Sie haben ein kurzes Interview mit der Frau und ihrem Mann gezeigt, unterbrochen von kleinen Filmstücken in der Stadt und auf der Arbeit (die Dame ist Grundschullehrerin). Dabei haben sie ihre Schüler gefragt, was die davon hielten, dass ihre Lehrerin immer barfuß ist, und in der Stadt haben sie die Reaktionen der Leute gezeigt.
War ganz nett gemacht, insbesondere weil das ganze nicht lächerlich gemacht wurde, sondern neutral über eine Frau mit einer besonderen "Eigenheit" berichtet wurde ... sie haben dann Fragen gestellt, wie ob das ganze nicht unhygienisch sei, ob sie bei Schnee keine kalten Füße bekäme, wie die Leute reagieren, was ihr Ehemann davon hielte usw.
Insgesamt ganz OK. Tschau! Timu


ARD 3.4.99: Film "Schlafes Bruder" Hallo allseits, gestern habe ich mir den oben genannten Film zugemutet, da ich selbst mit Musik zu tun habe und mehrere Kritiken positiv darüber berichteten.
In dem Film sind fast alle Darsteller, vor allem der Hauptdarsteller "Elias" barfuß. Mich hat der Film nicht überzeugt, zu überladen. Der Hauptdarsteller war gelegentlich beim Orgelspielen zu sehen, wobei die Füße wie der "Storch im Salat" in den Pedaltasten der Orgel herumstaksten. Musikalisch fand ich's auch recht dürftig.
Man mag mir den Profi verzeihen, aber schließlich darf der Regisseur Vilsmeier auch Kompetenz unterstellt werden. Der Hauptdarsteller stochert auch meist sehr unbeholfen durchs Bild, nicht wie einer, der (im Film) lebenslang barfuß läuft. Sehr gewollt, wenig gekonnt, - meine Meinung. Jörg

Hallo Jörg, da ich den Film im Kino verpasst, aber einiges davon gelesen hatte, habe ich ihn mir auch im Fernsehen angeschaut.
[In dem Film sind fast alle Darsteller, vor allem der Hauptdarsteller "Elias" barfuß. ... Der Hauptdarsteller stochert auch meist sehr unbeholfen durchs Bild, nicht wie einer, der (im Film) lebenslang barfuß läuft. Sehr gewollt, wenig gekonnt, - meine Meinung.]
Diese Beobachtung kann man sehr häufig machen, wenn in Filmen aller Art barfuß gespielt wird (werden muss ?).
Die Darsteller werden aus den verschiedensten Gründen für ihre Rolle ausgesucht - ob sie geübte Barfußläufer sind, gehört aber sicher nicht dazu. Ergebnis s. o.
Andererseits : was soll ein Regisseur diesbezüglich machen ? Ein gerne genommener "Kompromiss" besteht dann darin, dass die Darsteller irgendwelche Fußbekleidungen in Selbstgebastelt - Optik tragen ... Allerdings liest man ja auch immer wieder mal, dieser oder jener Darsteller habe extra für den und den Film gelernt, zu reiten, zu fechten oder ... - warum nicht auch einmal, barfuß über Steine zu laufen ? Viele Osterfüße Georg

Hm, das waren noch Zeiten, als "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" oder "Silas" (Patrick Bach) wie selbstverständlich barfuß über die Mattscheibe tappsten... Schöne Osterfüße Jörg


Hallo, liebe Leute! Hier noch einen Tipp für barfüßige Fernsehstars: Versucht, Kassetten von den WALTONS zu bekommen.
Einige erinnern sich sicher noch an die Serie. Es ist eine recht freundliche Familienserie aus den USA, die in der Zeit der großen Wirtschaftskrise spielt. Wenn ich mich nicht täusche, war es zur Zeit von Präsident Wilson.
Mit einem Zettel am Zeh, John Doe

Ja, aber die Waltons waren, soweit ich weiß, nur in den ersten paar Folgen barfuß (im Vorspann sind sie es aber noch eine ganze Weile, auch bei späteren Folgen), da es Massenproteste "gesitteter" amerikanischer Wohlstandsbürger gab - und so wurde mal wieder ein wenig Geschichtsklitterung betrieben (denn damals waren ja wirklich viele Kinder ständig barfuß).
Lupu

Hallo, Lupu! Wie sagt der Jurist? Es kommt darauf an ...
Soviel ich weiß, waren sie etliche Folgen lang barfuß, bis sie dann im Verlauf der Geschichte älter wurden. Definitiv nicht mehr barfuß waren sie, als der Weltkrieg begann. Da werden die Jungs, nun erwachsene Männer, eingezogen, und eine der Waltons - Sisters verliebt sich in einen Soldaten. Damit war dann, glaube ich, auch Schluss mit der Serie.
Ich kenne aber ansonsten, als John-Boy der einzige Erwachsene unter den Kindern war und ständig bei Ike Gatsby rumlungerte, alle jüngeren Waltons nur barfuß. Kann natürlich sein, dass Du Recht hast, mittlerweile ist es fast zwanzig Jahre her, seit die Serie (barfuß) lief. Kinders, wie die Zeit vergeht.
Also, in dem Sinne, gähn, es ist schon spät, gute Nacht Mary-Ellen, gute Nacht John-Boy, gute Nacht Lupu! John Doe


Barfußfilme. Ich hätte Euch gerne einige Filmtitel genannt. In allen Filmen sind auch viele barfüßige Männer zu sehen. Insofern braucht keiner Cyberpolice zu spielen.
Als erstes möchte ich den Western "Der Hirte der Hügel" von 1940 mit John Wayne empfehlen. Er erzählt vom Zusammentreffen eines jungen Mannes (Wayne) mit seinem lange verschwundenen Vater. Der Film wurde von dem Hollywoodveteranen Henry Hathaway (1898 - 1985) in Farbe gedreht und dürfte der lyrischste und am wenigsten gewalttätige John- Wayne- Western sein. Die Hauptdarstellerin geht den ganzen Film über barfuß. Der Film kommt häufiger in den dritten Programmen, besonders an Sonntagnachmittagen.
Als nächstes der Film "Pauline am Strand" von Eric Rohmer (1982). Es ist eine Feriengeschichte, deren Inhalt man etwas flapsig als "Softie liebt Blondine, Blondine liebt Macho, Macho liebt Schlampe" wiedergeben könnte, erzählt aus der Sicht der heranwachsenden Pauline. Ein unspektakulärer, aber charmanter Film - wie ihn vermutlich nur Franzosen fertigbringen.
Als letztes "Die Zeitmaschine" von 1960, nach dem Klassiker von H.G.Wells. Die Handlung wurde nach dem Zeitgeschmack von 1960 aufgepeppt. Als der Wissenschaftler in der Zukunft ankommt, gehen alle nur noch barfuß! Herrliche Aussichten ...
Die Rubrik "Verschiedene Barfußfilme" ließen sich etwa noch um einige Streifen ergänzen.
Vorschlag: "Stirb langsam" (1988), der beste Actionfilm aller Zeiten, jedenfalls meiner Meinung nach.
Wer den noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt anschauen.
Hier im Forum geht's ja oft um Selbsterfahrung, Naturerfahrung etc. Aber die Kombination barfüßiger Held und hartes Actionkino dürfte ziemlich einmalig sein, von einigen fernöstlichen Kampfsportfilmen mal abgesehen.
Hat sonst noch jemand Vorschläge? Schöne Füße bernd

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