[Standpunkte und Erlebnisse barfuß Einkaufen] [Sie dürfen aber nicht barfuß in den Laden !]

Standpunkte zum und Erlebnisse beim barfuß Einkaufen
(Forumbeiträge seit Sommer 1998)

Erfahrung mit barfuß Einkaufen. In Baden - Württemberg war ich oft barfuß in Supermärkte und hatte nie Probleme. Es ist toll barfuß Einkaufen zu machen weil der Parkplatz und der Boden in dem Laden oft schwarzen Sohlen gibt.
Der Boden in die Supermarkte sind ganz kalt in die nahe Kühlanlage. Die Abwechslung ist Spitze.
Norman

Der Supermarkt in unserem Ort gehört nicht zu den Plätzen, wo ich barfuß hingehe - ich neige dazu, die Toleranzschwelle meiner Mitbewohner in Sachen Nachbarschaftstratsch nicht herauszufordern, und barfüßiges Einkaufen ist in Köln - auch bei Kindern - halt absolut unüblich. (Ehe mir jemand anders dazu rät : gewiss ist das ein dankbares Feld für Trendsetting, aber eben nicht ganz mein Ding).
Allerdings schwinge ich mich schon seit Wochen jeden Sonntag morgens barfuß aufs Fahrrad und radele zum Bäcker und kaufe da auch immer barfuß ein - bislang ohne jedwede positive oder negative Reaktion.
Ähnliche Erfahrungen mache ich, wenn ich - z.B. bei einer Wanderung - irgendwo ohnehin barfuß bin und gerade etwas besorgen will. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass man sich dort anschließend noch wochenlang erzählt, dass da irgendein Typ barfuß im Laden war, soll es mich freuen !
Insgesamt denke ich, dass man Erfahrungen nicht überregional verallgemeinern kann : Bayern gilt ja als recht barfußfreundlich; wenn das hier genauso wäre, gäbe es für mich jedenfalls auch in unserem Ort keinen Grund, beim Einkaufen Schuhe anzuziehen !
Ich zitiere Andy (der war übrigens mal im Winter barfuß im Supermarkt und hat davon hier berichtet) mit den Worten : seid nett zu euren Schuhen (sie fühlen sich am wohlsten im SCHRANK :-)
Viele Einkaufsfüße Georg
Georg hat seinen Standpunkt später geändert; dies kann man hier nachlesen.

Ich gehe seit ich in Bayern wohne (also seit vier Jahren) auch barfuß in Supermärkte und Geschäfte und hatte noch keinerlei Probleme. Hin- und wieder begegnen einem dabei schon mal andere Barfüßer (vor allem Kinder, aber auch Frauen, Männer allerdings nie).
Allerdings muss man sich etwas öfter kritischen Blicken aussetzen, als auf der Straße, Du solltest also charakterfest sein ;-)
In meiner alten Heimatstadt in Osthessen hätte ich mich das auch nicht getraut, Begründung s. Georg.
Mittlerweile ist mir das (ohnehin nicht vorhandene) Gerede der Nachbarn wurscht, die kennen mich im Sommer sowieso nur barfuß. Im übrigen muss ich Norman zustimmen, der Reiz des Barfußeinkaufens bei diesem Wetter ist der extreme Wechsel zwischen heißem Asphalt einerseits und kühlem Boden (vor allem in der Nähe der Kühltruhe, wie Norman bereits geschrieben hat) andererseits.
Serfuß, Jörg (Hanna)

Die gegenseitige Bestärkung durch das Forum ermöglicht es z.B. mir, die Grenzen des Barfußlaufens Stück für Stück immer weiter hinauszuschieben.
Heute habe ich es erstmals geschafft, beim Wocheneinkauf barfuß zu sein! Trotz der "Gefahren", als da wären Nachbarn, möglicherweise auftauchende Arbeitskollegen, Schülergruppen, unhöfliche Jugendliche, Scherben, etc. etc.
Die Grenzen existieren anscheinend wirklich v.a. im eigenen Kopf, die das natürliche Bedürfnis nach dem Barfußlaufen "abwürgen"! Und wenn man dieses dauernd unterdrückt, fühlt man sich mit der Zeit schlecht (mir geht's jedenfalls so)!
Ich habe mit Hilfe der Tipps aus diesem Forum regelrecht "daraufhingearbeitet"; also, mein persönliches "Credo": Innerhalb der eigenen, zunächst noch zu engen Grenzen so viel wie möglich ohne Schuhe unterwegs sein. Die sachlichen und objektiv schwerwiegenden Argumente "pro barfuß" im Hinterkopf zu haben, ist dabei sehr hilfreich, ebenso die angenehme Einstellung, die in diesem Forum zum Barfußgehen herrscht. Automatische Folge: Je öfter man die Treter zuhause lässt, desto weniger möchte man sie sich weiterhin antun! Desto weniger ist man auch auf die Füße als Ansatzpunkt für blöde Bemerkungen anderer fixiert; sie spielen hier ohnehin eine deutlich kleinere Rolle, als man selbst zunächst annimmt.
Es kommt tatsächlich auf den Gesamteindruck an, den man macht, und je zufriedener man mit sich selbst ist und je "stimmiger" man in sich ist, desto weniger anfällig ist man für Leute, die einen mit Kommentaren oder sonst wie "ankratzen" wollen. Sie merken gleich: hier lohnt's sich gar nicht! Und wenn doch eine Bemerkung kommt - wie erschröcklich! - man schenkt ihr viel weniger Aufmerksamkeit. Hinzu kommt, dass diese kritischen Leute nur eine kleine Minderheit sind (der WIR viel zu viel Beachtung schenken, anstatt - wie z.B. Miguela - einfach loszugehen).
Meinen Wocheneinkauf mache ich fast immer zu Fuß (so natürlich auch heute); mehr als drei Kilometer bin ich dabei unterwegs. Großer Supermarkt, Drogerie und Post waren heute an der Reihe. Es war beim Start sehr schwer, meine im Kopf vorhandenen Grenzen zu überwinden, aber der vorher befolgte Ratschlag, soviel wie möglich barfuß zu laufen, wirkte: Ich KANN meinen Füßen und mir diese Gefängnisse einfach nicht mehr zumuten, wenn ich bloß zum Einkaufen gehe. Diesen - bei 24 Grad und gut trainierten Füßen (seit Jahren keine Verletzung mehr) - totalen Schwachsinn KANN ich einfach nicht mehr mitmachen!
So bin ich denn losgezogen, und ich kann nur sagen: Gott sei Dank!! Die verschiedenen Böden unter den Sohlen zu spüren, den direkten Kontakt auch zum in der Innenstadt ständig wechselnden Untergrund zu haben - eine Erlösung! Man darf "richtig" gehen, so wie sonst nur bei Spaziergängen in der Freizeit, die aber mit ca. zweimal pro Woche viel zu selten möglich sind. Mit dem Fühlen des (innen-) städtischen Untergrundes und dem der Geschäfte erschließt sich zudem eine völlig neue Welt!
Viele Grüße an Euch Euer heute glücklicher MarkusII

Grundsätzlich finde ich es gut, barfuß shoppen zu gehen - allerdings kann ich auch verstehen, dass viele es nicht gut finden oder es nicht ihr Ding ist ... Selber habe ich im letzten Jahr - im Zuge meines ersten etwas offensiveren Barfußsommers - auch öfter die naheliegenden (recht großen) Shopping - Center und darin eben auch die Supermärkte barfuß besucht. Natürlich gab es dort auch viele überraschte und skeptische Blicke - und ein größeres Kribbeln im Bauch. Denn ich hatte mir schon gedacht, dass viele Leute das eventuell "unappetitlich" finden könnten. Aber dann war's doch nicht so tragisch, vielleicht haben die "Sicherheits" - Typen, die da so rumlaufen, auch nicht richtig aufgepasst... Bei Allkauf, Tip usw. war es auch kein Problem, einmal sprach mich bei Allkauf sogar ein Mitarbeiter auf der Rolltreppe in seiner Berliner Art freundlich an (und klang eher neidisch).
Bei ALDI allerdings ging's nicht so glimpflich aus. Nachdem ich auf Wunsch meiner mich (beschuht) begleitenden Schwester diesen Laden (den ich sowieso für asozial halte und wo ich auch nicht freiwillig einkaufe, aber das ist ein anderes Thema) betreten hatte, stürzte sofort zielstrebig aus seiner Stasi - verspiegelten Spionier - Kabine der (jung - dynamische) Marktleiter auf mich zu und fragte mich, ob ich denn kein Schuhwerk hätte. Als ich verblüfft verneinte, bat er mich, dem Abhilfe zu schaffen oder den Laden zu verlassen. Da halfen auch keine geschickt inszenierten Nachfragen und Argumentationen mehr (schließlich ist dort a l l e s verpackt und zudem sind Füße nicht dreckiger und unhygienischer als Schuhe, eher im Gegenteil, wenn man an die Tonnen von Hundekacke denkt, durch die Beschuhte bei uns des öfteren latschen). Er betonte immer nur wieder: "Ich bitte Sie, das ist ein Lebensmittelgeschäft hier!" Schließlich zog ich ab und merkte mir seinen Namen. Aber aus dem fest vorgenommenen Beschwerde - Schreiben an ALDI Nord wurde dann leider doch nichts.
Heute würde ich das nicht mehr so hinnehmen, zumal das Forum ja jetzt auch eine gewisse Form der Unterstützung bietet. Vielleicht werde ich das noch mal austesten, ob das noch mal (trotz neuen Marktleiters) so laufen würde.
Meiner Meinung nach sollte man sich aber nicht vom Barfuß - Shoppen abbringen lassen - auch wenn vielleicht einige Leute nackte Füße (vor allem dreckige Sohlen) nicht appetitlich finden. Ein gewisses Verständnis kann ich ja dafür aufbringen (ich selber mag auch lieber nicht - schwarze Füße), aber ehrlich gesagt: wenn man alles aus dem Shoppingbereich ausschließen würde, was mir nicht gefällt, dann müssten so manche Typen Hausverbot bekommen. Und das kann ja wohl nicht sein, das es demnächst Aussehens- oder Kleiderkontrolle im Einkaufszentrum gibt. Nach welchen Maßstäben auch?
Heute morgen sah ich übrigens hier in Berlin die erste Barfüßerin - eine jüngere Frau kam barfuß in die Bäckerei. Und niemand hat das besonders beachtet. Nun ja, mal sehen, was der Sommer noch so bringt. Bei mir selber ist momentan krankheitsbedingt immer noch selten Barfüßigkeit angesagt, leider.
Viel Spaß beim Barfuß - Shoppen wünscht Euch Euer Hauptstadt - Wolf (Lupu)

Ich bin oft und bei jedem wetter barfuß bei ALDI, hatte aber bis jetzt noch keine probleme. Bei NETTO allerdings hat mich einmal eine kassiererin dazu gebracht, den vollen einkaufswagen stehenzulassen und wutschnaubend den laden zu verlassen .... Unci

Hi Lupu! Wie unci bin auch ich überrascht über Deine negativen Erfahrungen bei ALDI. Dies war einer meiner ersten Läden, in den ich mich barfuß reingetraut habe, ohne dass ich jemals eine negative Rückmeldung bekommen hätte.
Schwierigkeiten beim barfüßigen einkaufen habe ich bisher ohnehin lediglich einmal gehabt und zwar bei Wertkauf, wo ich von einem Security - Menschen des Ladens verwiesen wurde.
Ansonsten: bisher null Problem
Bernd (KA)

Hallo, erst mal bitte ich vorsorglich, meine negativen Äußerungen über Aldi nicht zu persönlich zu nehmen (hat aber hoffentlich auch niemand), habe halt meine eigene, begründete Einstellung zu Aldis Geschäftspolitik...
Natürlich bin ich nicht der Meinung, dass dieser Vorfall Aldi-spezifisch war - das hätte wahrscheinlich überall passieren können, wo Marktleiter/innen (oder Verkaufspersonal oder Wachleute) ihre bornierten Vorstellungen auf eine imaginäre Hausordnung projizieren, die wahrscheinlich nirgends in dieser Form existent ist (ist ja auch daran zu merken, dass sie niemals begründet mit einer Hausordnung argumentieren können, sondern diffuses Zeugs erzählen - oder habt Ihr andere Erfahrungen?).
Man müsste sicherlich mal weitere Erkenntnisse darüber sammeln, ob solche Verweise überhaupt zulässig sind. Hat jemand da ein wenig Juristerei in petto?
Liebe Grüße, Lupu.

Hallo, ich kann nur positives über das Einkaufen mit nackten Füßen berichten.
Meine ersten Versuche startete ich in einem örtlichen Netto - Markt in unserer norddeutschen Kleinstadt. Zuerst starten die Verkäuferinnen natürlich erst immer auf meine Füße, wenn ich den Laden betrat. Mir fiel auf, dass wenn ich an einem Regal stand immer eine Verkäuferin sich in unmittelbarer Nähe hinkniete um in den untersten Regalen irgendwelche Sachen zu sortieren. Natürlich war das nur ein Vorwand, um meine Füße anzustarren. Zuerst war es mir immer unangenehm, aber später fand ich es ganz witzig.
Mein barfüßiges Auftreten sorgte für einen hohen Wiedererkennungswert. Auch noch Jahre später werde ich noch von den damaligen Mitarbeiterinnen freundlich gegrüßt.
Nachdem der Netto - Markt einem anderen Supermarkt weichen musste, ging ich im Nachbarort zu Netto. Dort bin ich neuerdings auch bekannt wie ein bunter Hund. Verkäuferinnen, die mich anfangs kritisch beäugten habe ich dann einfach nach irgendwelchen Artikeln gefragt, um ihnen zu zeigen, dass ich kein durchgeknallter Exot bin. Auch im Wal - Mart führte diese Strategie zum Erfolg. Bevor eine Verkäuferin etwas sagen kann, einfach zum Gegenangriff blasen.
Auch wenn man Arbeitskollegen oder Bekannten begegnet, immer den Kopf hoch tragen und nicht zeigen, dass man eventuell unsicher ist. Mir ist bei meinen Einkaufstrips in Bremen und Bremerhaven aufgefallen, dass man sehr oft von Frauen angesprochen wird, die dann irgendwelche belanglosen Fragen stellen. Nur um herauszufinden, ob man vielleicht von einem anderen Kontinent kommt, da man ja barfuß läuft und Zehenringe trägt. Vielfach sehen die Frauen auch erst nur die Füße und verrenken sich dann die Hälse, um zu sehen, welcher Kopf dazugehört. Hauptsächlich Frauen, die Zehensandalen tragen, suchen den Blickkontakt, weil sie wahrscheinlich selbst gerne barfuß laufen würden, sich aber nicht richtig trauen. Wenn sich dann die Blicke begegnen herrscht eine Art Seelenverwandtschaft. Man ist sich gleich sympathisch, obwohl man sich nicht kennt.
Soviel zum Thema: Barfuß Einkaufen. Bis dann Andreas S.

[nur positives über Einkaufen mit nackten Füßen ... erste Versuche in Netto - Markt]
Gerade bei Netto hatte ich meine übelste erfahrung. Die kassiererin hat losgeschimpft, dass es doch völlig unhygienisch sei, barfuß in einen supermarkt zu gehen, und was mir denn einfiele .... da habe ich den vollen einkaufswagen stehen lassen, auf das bezahlen verzichtet und den freundlichen Minimal - markt angesteuert. :)
So etwas muss ich mir doch nicht bieten lassen. Vielleicht hätte ich mir ihren namen geben lassen sollen und einen freundlichen brief an die geschäftsführung sowie konzernleitung schreiben....? Jedenfalls, seitdem meide ich diese kette. Wer kundenfeindliches personal anstellt, ist selber schuld.
Beim drogeriemarkt "kd" war das anders. Ich wurde korrekt und freundlich bedient, erst dann hat die kassiererin gesagt ".... aber ich hätte ja angst, in scherben zu treten!" - "ich nicht, und ich sehe, wohin ich trete, außerdem ist bei Ihnen doch schön sauber!"
Unci

Ich denke, dass es ein -- in Deutschland gottlob seltener -- Zufall ist, wenn man an Sturköpfe mit nicht nachvollziehbaren Hygienevorstellungen gerät. Dem einen passiert dies an der Supermarktkasse, dem anderen in der Mensa. Aber durch solche seltenen Ärgernisse braucht man sich nicht in Verlegenheit bringen zu lassen. In Gegenteil, je natürlicher und selbstverständlicher man sich barfuß bewegt, desto weniger lenkt man die Aufmerksamkeit auf die Füße. Wenn man ganz normal Blickkontakt aufnimmt und mit den Leuten redet, werden die baren Füße nach meiner Erfahrung nicht weiter beachtet.
Nach meiner Erfahrung der letzten Jahre überwiegen ohnehin tolerante und akzeptierende Reaktionen.
Serfuß, Lorenz

Hallo, wenn man auf die Hygiene angesprochen wird, sollte man die Marktleiter vielleicht einmal auf den staubigen Boden aufmerksam machen. Außerdem sollte man auf die Fleischereifachverkäuferin hinweisen, die die Wurst mit den bloßen Fingern sortiert ... Gestern kommt meine Frau spätabends heim und erzählt mir brühwarm, dass eine Bekannte sie in der Kneipe darauf angesprochen hat, dass diese mich barfuß im Wal - Mart gesehen hat. Hab ich's mir doch gedacht. Deshalb schlich diese Dame immer um mich herum und tat so als ob sie ihren Kassenbon kontrolliert. Sie hätte mich auch ansprechen können.
Aber was will man machen ?
Erst im alkoholisierten Zustand fand diese Dame den Mut, diese Thema aufzugreifen.
Bis dann Andreas S.

Das Thema hat uns ja schon mehrfach beschäftigt, wie man bei Interesse im "Best of" auch in den Beiträgen "Barfuß einkaufen" bzw. "Amerikanisierung" nachlesen kann.
Darin ist auch ein Beitrag von mir (geschrieben etwa Anfang Juni '99), in dem ich recht kategorisch ausschloss, in unserem Vorort barfuß einkaufen zu gehen. Beflügelt durch das wunderbare und außerordentlich barfußfreundliche diesjährige Sommerwetter im Rheinland habe ich das inzwischen aber sehr wohl regelmäßig gemacht (auch gestern im Supermarkt und heute beim Bäcker) und neben einigen seltenen erstaunten Blicken keinerlei irgendwie negativ zu interpretierende Reaktionen feststellen müssen, auch nicht bei Kassiererinnen oder dem Inhaber des Supermarkts, mit dem ich mich auch mal barfuß unterhalten habe.
Ob ich so zum (befürchteten) Gesprächsthema in der Nachbarschaft wurde, weiß ich nicht - jedenfalls gibt es keine Indizien dafür (und wenn doch, wäre es mir inzwischen auch egal).
Ob man mit einzelnen Mitarbeitern Stress bekommen kann (wie gesagt - ich hatte keinen), hängt meines Erachtens nicht von irgend einem "Stil des Hauses" ab, der Barfußlaufen auf einer Verbotsliste hätte, sondern von den mehr oder weniger verqueren Vorstellungen darüber in den Köpfen einzelner Leute.
Wenn man denen sonst wo begegnet, arbeiten deren Vorurteile vermutlich auch in ihnen, aber das kann uns ja ganz egal sein. Schlimmer wird es, wenn diese Leute an irgendwelchen "Schalthebeln der Macht" sitzen, wie zum Beispiel an einer Mensakasse (dieses Problem hat sich nach Markus' Bericht ja auch durch die Rückkehr der Stammkassiererin sofort aufgelöst) oder an der Kasse im Supermarkt.
Während das Abheben auf Verletzungsgefahren durch Scherben ja durchaus noch als fürsorglich und positiv verstanden werden kann (wenn es auch überflüssig ist), so zeugt die Behauptung, Barfußlaufen sei unhygienisch, einfach nur von Fehlinformation oder gar böswilliger Unterstellung. Das geht sicher auf einerseits fehlende eigene Erfahrung mit Barfußlaufen zurück - und andererseits - so vermute ich jedenfalls - auf eine falsche Zuordnung von Phänomenen : Schweißfüße (und die finde ich auch reichlich unhygienisch) sind, wie wir hier alle wissen, das Ergebnis vom Schuhetragen - und eben gerade nicht die typische Begleiterscheinung von Barfüßen - aber ich bin sicher, die Unhygiene - Apostel sehen das genau umgekehrt.
Insofern spiegelt sich in diesen Verhaltensweisen nur der zwiespältige Informationsstand der Gesellschaft zum Thema wider. Und kein Wunder, dass er in den barfußfreundlicheren Regionen besser ist und der "Stress" deshalb seltener auftritt.
Für den Fall der Fälle weist Du, Andreas, allerdings auch auf zwei richtige "Strategien" hin (die längst nicht nur im Supermarkt beachtenswert sind) :
[1) Verkäuferinnen, die mich kritisch beäugten, habe ich gefragt, um zu zeigen, dass ich kein Exot bin. Bevor Verkäuferin etwas sagen kann, einfach zum Gegenangriff blasen.
2) Auch wenn man Arbeitskollegen oder Bekannten begegnet, immer Kopf hoch tragen und nicht zeigen, dass man unsicher ist
]
Noch einen schönen Herbst mit vielen Gelegenheiten zum Barfußeinkaufen und -laufen in der Öffentlichkeit wünscht Euch Georg

Ich war in diesem Super - Sommer des öfteren barfuß in irgendwelchen Geschäften und hatte bisher keine Probleme. Allerdings ist mir aufgefallen, dass im Gegensatz zu früheren Jahren nur sehr wenig Leute barfuß unterwegs waren. Wenn es doch einmal Reaktionen auf die nackten Füße gab, dann eher in Form von Getuschel oder Gelächter. Der Trend scheint dahin zu gehen, barfußlaufen als etwas lächerliches bis unanständiges zu klassifizieren. Welcher normale Mensch verzichtet schon freiwillig auf Schuhe? Barfußlaufen wird anscheinend häufig gleichgesetzt mit schlampig und heruntergekommen.
Und wenn ich versuche, die Trendrichtung zu analysieren, dann schwant mir eher übles. Ich würde mich nicht wundern, wenn irgendwann in den nächsten Jahren Barfußläufer in der Öffentlichkeit ähnlich verfolgt würden wie Nackte.
Detlev

hallo an alle barfüßigen, auch ich kann bisher nur positives über Einkaufen mit nackten Füßen berichten, sowohl bei Aldi, Real oder Saturn u.s.w. Überall wurde zwar ein Blick auf meine nackten Füße geworfen, aber ein Zurechtweisen oder einen dummen Kommentar gab es nicht, eher schon das Gegenteil wie ein freundliches Lachen oder eben den erstaunten Blick, der mir aber irgendwie bewundernd vorkam, ob des Mutes den man(n) dafür wohl braucht wie so manche meinen.
noch viele barfüßige Grüße manuel.e

Dialog bei Lidl im Bahnhof am Sonntag (April 2000). Trubel. Plötzlich die Stimme einer Verkäuferin.
"Barfuß geht hier aber nicht!"
"Warum denn nicht?"
"Wir sind ein Lebensmittelgeschäft!"
"Ja und, was hat das damit zu tun?"
"Ähh... und überall liegen Scherben rum."
"Gute Frau, ich kaufe hier seit 4 Jahren ein, mir ist noch nie was passiert. Ich bin hier auf eigene Gefahr, das gebe ich Ihrem Chef bei Bedarf auch schriftlich."
"Das geht aber trotzdem nicht ... nächstes mal kommen Sie mit Schuhen."
"Wissen Sie, ich bin hier zum Einkaufen und nicht zum Streiten. Wann ich Schuhe anziehe, ist allein mein Problem. Ich würde das auch mit dem Filialleiter diskutieren, habe aber heute weder Lust noch Zeit dazu."
Und dann habe ich sie stehen lassen.
Sollte sie noch mal Probleme machen, lasse ich mir ihren Namen geben und beschwere mich schriftlich bei der Konzernführung über solch kundenfeindliches Verhalten. ...

Ich hatte ja schon mal vom lokalen Lidl geschrieben .... Heute ist der Verkäuferin (einer anderen als letztes mal) nur die Kinnlade runtergeklappt. Zu einer diskussion kam es nicht, zumal ich schon an der Kasse bezahlte, als sie endlich wieder zu sich kam. :)
Damit kann ich leben. Bei Minimal dagegen haben sie sich schon vollkommen an mich gewöhnt.
Unci

["Barfuß geht hier aber nicht!"  ... "und überall liegen Scherben rum."]
ROTFLBTC ;-)
Bei einer derartigen Begründung hätte ich mir die Scherben zeigen lassen! Wenn die Teile "überall" rumfliegen interessiert das bestimmt auch den Filialleiter... ;-)
Du solltest der Verkäuferin nächstes mal einen Besen mitbringen ;-)
["Das geht aber trotzdem nicht ... nächstes mal kommen Sie mit Schuhen."]
Darauf kann man sich doch einlassen: es war nie die Rede davon die mitgebrachten Schuhe anzuziehen ;)
[mit Filialleiter diskutieren, habe weder Lust noch Zeit ...  noch mal Probleme, lasse ich mir Namen geben und beschwere mich schriftlich über kundenfeindliches Verhalten]
Kann es sein dass Du an dem Tag leicht in Eile oder gereizt warst? Da scheint ja doch recht schnell eine etwas aggressive Stimmung aufgekommen zu sein... (ich hätte nach dem Scherbenspruch wahrscheinlich so einen Lachkrampf gekriegt, dass ich Probleme gehabt hätte bei weiterführenden Diskussionen ernst zu bleiben...)
Vor dem Brief an die Konzernleitung würde ich erst mal den Filialleiter zum Gespräch bitten (weniger Aufwand, geringere Eskalationsstufe..., er will sicher auch noch eine Chance die "überall" liegenden Scherben aufzuräumen bevor sein Chef kommt...).
Anscheinend habe ich mit meinen Supermärkten da echt Glück gehabt: gesagt hat da vom Personal noch nie jemand was, nur einmal ist eine Kassiererin bei (Nicht-) Entdecken meiner fehlenden Schuhe mit großen, erstaunt guckenden Augen fast aus ihrer Kassenbox geplumpst. Gesagt hat sie aber nix (hat wohl noch ne Minute gebraucht um den Mund wieder zuzukriegen ;-)
mfG Rol

[ROTFLBTC ;-) ]
rolls on the floor laughing, bis tas cracht? ;)
[Kann sein dass Du an dem Tag leicht in Eile oder gereizt warst?]
Wenn ich in überfüllten Geschäften ohne Einkaufswagen einkaufe und gerade 10 Gegenstände freihändig zur Kasse balanciere, bin ich eigentlich immer leicht in Eile oder gereizt ....
[aggressive Stimmung aufgekommen ( hätte nach Scherbenspruch Lachkrampf gekriegt]
Du hast recht; es ist besser, solche Situationen humorvoll zu meistern. Aber wenn ich so unvermittelt angefahren werde, vergeht mir leider jeglicher Humor.
Unci

[ROTFLBTC ;-) rolls on the floor laughing, bis tas cracht? ;)]
eigentlich "biting the carpet", aber die Deutung ist auch nicht schlecht ;-)
[ohne Einkaufswagen Gegenstände balanciere, eigentlich immer in Eile oder gereizt ....]
Vielleicht solltest Du Dir doch ab und zu mal so eine Einkaufskarre gönnen, die Dinger sind echt praktisch (dann fällt zumindest die Zirkuseinlage weg) ;-)
[ aggressive Stimmung ... wenn ich unvermittelt angefahren werde, vergeht mir Humor]
Stimmt, wenn man eh schon voll im Stress ist tut man sich mit dem Humor meist nicht so leicht wie beim Lesen vor dem PC...
mfG Rol

Hallo Unci, ich bewundere Dein "Stehvermögen"!
Aus meiner Erfahrung mit der Mensa - Kassiererin heraus kann ich sagen, dass mich so etwas viele Nerven kostet. Ansonsten kann ich aber glücklicherweise feststellen, dass mir folgendes recht gut hilft:
1) Zitat von Kai: "Mein Eindruck aus dem letzten Jahr bestätigt sich: Wenn man selber selbstbewusst auftritt, nicht mit gesenktem Kopf und offensichtlichem Unbehagen barfuß läuft, wird keine große Aufmerksamkeit hervor gerufen. Ganz im Gegenteil, Barfüßigkeit wird dadurch in gewisser Weise als "Selbstverständlichkeit" präsentiert, die keiner weiteren Erwähnung wert ist - zumindest nicht bei diesem herrlichen Sommerwetter. Der Rest meiner Kleidung war, wie eigentlich immer, weder allzu leger, noch besonders förmlich: helle Jeans, Hemd."
2) Zitat aus einem meiner Beiträge: "Zum Thema "Barfußlaufen in der Öffentlichkeit" (...) findest Du ja viel im "Best Of". Mir hilft am meisten der Satz daraus (sinngemäß): "Wenn Du das Barfußlaufen bei Dir als etwas völlig Normales und Selbstverständliches siehst, tun es auch die anderen".
Vielleicht liegt es - neben einer größeren Portion Glück - auch am einigermaßen erfolgreich angewandten o.G., dass ich in Läden noch nie auf Schwierigkeiten gestoßen bin.
MarkusII

Meine Erfahrungen mit Barfuß - Einkaufen sind leider nicht so gut. Ich werde oft beschimpft und dumm angemacht. Aber das stört mich inzwischen nicht mehr.
Allerdings könnte ein wenig mehr Toleranz erwartet werden. Dirk S.

Kannst Du mehr darüber berichten, in welchen Läden (Tante Emma / Großmarkt) und welcher Region das passiert?
Ich bin völlig baff darüber, da ich schon öfter in verschiedene Läden barfuß gehe und noch nie beschimpft worden bin. Lediglich einige Gespräche mit Verkäuferinnen haben sich ergeben, die dann meinten, dass sie auch gerne die Schuhe ausziehen möchten. Verwunderte Grüße Kai W.

Ganz meine Meinung und Erlebnisse. Freundlich sein, natürlich sein und es ergeben sich sogar nette Gespräche. Schlimmestenfalls einmal ein freundlicher Hinweis, dass vielleicht irgendwo Splitter liegen könnten, aber Beschimpfungen? Nie erlebt.
Mit freundlichen Füßen, FRANEK

Auch in diesem Sommer war ich oft barfuß unterwegs und bin bis jetzt noch nie blöd angemacht worden. Wahrscheinlich muss man nur selbstbewusst genug auftreten.
Dies ist aber auch bei mir keine Selbstverständlichkeit. Aber gerade wenn man sich unwohl fühlt, ändert man sich ja extrem, wie z.B. einer der sich im Wald verlaufen hat und anfängt laut zu singen. Wenn die Leute schon kucken, dann sollte man auch zeigen, dass es einem nichts ausmacht, sondern ihnen genau in die Augen sehen. Sie bemerken dann unverzüglich ihr Gestarre und es ist ihnen dann ziemlich peinlich.
Ich war vor ca. 6 Wochen in Bremen und beschloss zum Friseur zu gehen. Da ich aber keine Schuhe dabei hatte, überlegte ich hin und her ob ich den Laden betreten sollte. (Aufgestylter Modesalon). Da man beim Warten nebeneinander auf einer Bank im Schaufenster sitzen musste, verstärkte noch mein mulmiges Gefühl. Doch schließlich nahm ich meinen Mut zusammen und betrat den Laden. Bei der Anmeldung wurde ich normal begrüßt, bis dann der Blick der Friseuse meine Füße streifte. Ich bemerkte ein Erstaunen in ihrem Blick. Sie äußerte sich nicht, sondern bat mich Platz zu nehmen.
Plötzlich betrat die Auszubildende den Salon. "Wo hast du denn deine Schuhe gelassen?", hallte es durch den Salon. Alles drehte sich zu mir um, der Chefin schien es peinlich zu sein. "Ich habe keine Schuhe dabei." Alles sah zu meinen Füßen. Ich schlug demonstrativ die Beine übereinander, um zu zeigen, dass es mir nichts ausmacht.
"Also ich könnte es barfuß nicht aushalten, wenn man an all die spitzen Steine denkt ..."
"Alles eine Sache der Gewöhnung" entgegnete ich ihr.
"Hast du nichts zu tun?" kam die Stimme der Chefin. "Doch ich fege noch die Haare zusammen, damit er nicht barfuß dadurch laufen muss".
Damit war das Thema vom Tisch.
Du siehst also, dass man nur selbstbewusst genug auftreten muss, um anderen den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Wenn Dich eine Verkäuferin im Geschäft anmahnt Schuhe zu tragen, solltest Du ihr entgegnen, dass es auch wohl besser wäre, denn barfuß hättest du gemerkt, dass der Boden ziemlich dreckig und klebrig ist.
So, nun viel Spaß beim Barfußlaufen ... Andreas S.

[Wenn Dich Verkäuferin im Geschäft anmahnt Schuhe zu tragen, solltest Du entgegnen, dass es wohl besser wäre, denn barfuß hättest du gemerkt, dass Boden dreckig und klebrig ist]
Na das wäre aber direkt.
Mit der Frage "Wieso, liegen hier irgendwo Glasscherben rum?" erreicht man in etwa dasselbe, ohne das Geschäft herunterzuputzen ...
BTW: Sollte man gerade im Getränkemarkt sein, wären Schuhe für Untrainierte angebrachter. Wo Glasflaschen sind, sind Scherben nicht weit...
[So, nun viel Spaß beim Barfußlaufen ...]
Den werden wir haben :-)
Gruß Martin (KS)

Hallöle! Also in Supermärkten oder in den Kräuterläden hat mich noch nie jemand blöd angemacht, wenn ich barfuß war. Francisco

Heute kann ich das gleich mal beim Einkaufen ausprobieren. Da bin ich schon gespannt, ob die bei der Kasse was sagen wird deshalb oder nicht, ein Nervenkitzel wird's für mich bestimmt, ist ja mein erstes mal, dass ich für mich selbst einkaufen gehe. Seit 1. 7. wohne ich so richtig in meiner eigenen Wohnung. ...
Am Donnerstag war ich ja barfuß einkaufen und ich muss sagen, es ist nicht groß aufgefallen. Vor dem Milchregal bin ich eine Weile gestanden, weil zwei Frauen was gesucht haben. Ich habe so viel Zeit gehabt, dass ich gewartet habe, bis sie fertig waren. Als eine gemerkt hat, dass ich warte, hat sie gesagt "Bitte sehr", aber meine Barfüßigkeit war kein Gesprächsthema.
Und bei uns in Wien ist mir schon öfter aufgefallen, dass Kinder meistens "normale" Sätze, wie "Schau mal, der Mann hat gar keine Patschen an" oder so. Nicht so lustige Sätze wie sie schon im Best - Of verewigt sind.
Fazit: Heute werde ich wieder barfuß einkaufen gehen, denn da ist tatsächlich nichts dabei und der Boden im Geschäft ist sehr angenehm zu Begehen.
Schöne Füße wünscht
Robert

Na dann mal viel Erfolg beim Barfuß - Einkauf. Die Dame an der Kasse sagt sicherlich nichts, die achtet wohl nur auf den Einkaufswagen bzw. das Einkaufsband.
Ich selber gehe seit mehreren Wochen ausschließlich barfuß einkaufen (diverse Läden) und bin noch NIE auf die Barfüßigkeit angesprochen worden.
Ausnahme: Sobald ein kleines Kind in der Nähe ist, macht es seine (meist verlegene) Mutter auf meine fehlende Fußbekleidung aufmerksam. Aber damit kann ich ganz gut leben.
Grüße in die Junggesellenwohnung Kai

Hi zusammen, heute war wieder mal ein ganz besonders schöner Frühlingstag, der geradezu zum Barfußlaufen einlud!
Zuerst ging ich barfuß zu Wal-Mart, um meine Wochenendeinkäufe zu erledigen.
Denjenigen unter Euch, die noch nie barfuß in einem großen Einkaufscenter eingekauft haben (für mich ist es nichts besonderes mehr), kann ich es nur dringend empfehlen. Es ist total interessant, wie unterschiedlich die Bodentemperatur in den verschiedenen Arealen so eines Einkaufscenters ist: z. B. sehr warm bei der Brottheke, ziemlich kalt in der Nähe der Tiefkühlfächer usw.
Achtet mal drauf - und der banale Einkauf wird ganz von selbst zum Barfußerlebnis der gehobenen (wenn auch nicht obersten) Qualität.
Markus U.

Deine Beschreibung des Untergrundes im Wal-Mart fand ich hochinteressant. Ist mir bislang nie in den Sinn gekommen. Ich erinnere mich aber, dass ich im Sommer die angenehme Kühle in der Nähe der Tiefkühltruhen gespürt habe. Das ist jetzt schon vorprogrammiert, dass ich das mal testen werde - allerdings erst im Sommer, wenn's richtig heiß ist.
Stefan S.

Würde gern demnächst mal barfuß einkaufen gehen habe mich aber noch nicht so richtig getraut wenn man als 20 jähriger so etwas macht.
Welche Ehrfahrungen habt ihr gemacht.
martin

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man zumindest in Supermärkten in Hannover nicht angepault wird und das auch ansonsten Banane ist. Nur in den kleinen Läden kann man mal gefragt werden oder so.
Beispiele:
Ein Montag im Mai: War beim Tabakhändler, um Kippen zu holen. Ein paar seltsame Blicke von einer älteren Kundin.
Ein Typ pöbelt mich an: "He, biste Jesus oder was?"
Ich kontere: "Jesus hat wenigstens keine Käsefüße gehabt, wie du!"
Die Verkäuferin schaltet sich ein: "Wat hamse denn? Barfußlaufen is gesund!"
Der Pöbler schweigt.
Sonntag im Juni: Ich latsche zum türkischen Kiosk, ne Limo holen. Der freundliche Verkäufer sieht mich und fragt: "Ah, heute keine Schuhe?"
Ich grinse und sage: "Bei dem Wetter, warum nicht?"
Er lächelt und sagt: "Ja, is bessärr."
Sprachs, verkaufte mir was und wünschte mir noch einen schönen Tag.
War mal an einigen sehr beschäftigten Tagen in verschiedenen Geschäften Nähe Innenstadt, einem Buchladen, einem CD-Laden, Supermarkt und ein Esoterikladen. Überall nur freundliche Leute, die mich behandelt haben, wie jeden anderen Kunden auch.
Wenn man erst mal die Angst überwunden hat, dann geht das wie von alleine. Das geht auch durch alle ethnischen Gruppen, wenn man nicht gerade die asoziale Fraktion vor sich hat.
Beispiel: Ich stehe im Supermarkt in einer dieser ätzend langen Schlangen an, den stumpfen, warmen Boden unter den Füßen, Vollkunststoff. Hinter mir eine Familie undefinierbarer Herkunft. Plötzlich merke ich, wie das Töchterlein auf mich zeigt und offensichtlich so was wie "Mutti guck ma, der geht barfuß.", sagt. Die Mutter lächelt, sagt etwas Freundliches (habe es an der Tonlage erkannt), und die Kiddies strahlen mich an. Ich lächle zurück. Sonst keine Blicke oder so, weil die Leute genervt sind vom Schlangestehen und froh, wenn sie an der Reihe sind.
Mach dir nix draus, dass Du zwanzig bist. He, ich geh auf die vierzig zu und trau mich trotzdem, und? Aber ich kenn das: Man tut ja etwas, das nicht so sehr anerkannt ist und begeht eine Art Tabubruch (obwohl das Spaß machen kann und im Fall von Barfußlaufen auch gesund ist).
Aber wenn man erst mal merkt, dass die meisten es gar nicht wahrnehmen oder es ihnen egal ist oder sie sogar neidisch sind oder es gut finden, bestätigt es einen auch.
Barfuß zu laufen stärkt auch das Selbstbewusstsein und das wirkt sich dann auch auf andere Bereiche aus.
Also, keep on barefooting!
Francisco

Nur Mut ! Hat bei mir auch gedauert - vor allem bei Regen und kaltem Wetter - aber nach einiger Zeit hab' ich nicht mehr dran gedacht. Und ich bin 40.
Friedrich Teller

Es ist gar nicht so schwer... Am besten, Du gehst mal bei richtig warmem Wetter in die Stadt - dann kannst Du sicher sein, dass die Leute, denen Du begegnest, Dich eher um Deinen "Mut" beneiden, als dass sie Dich dumm angucken.
Du gehst ganz normal einkaufen und wirst ziemlich schnell Deine nackten Füße vergessen haben. Wieder Zuhause angekommen, denkst Du Dir, dass das ziemlich viel Spaß gemacht hat und niemand sich drum gekümmert hat (oder Du hast ein paar lustige Reaktionen mitgekriegt ;-).
Und dann möchtest Du die Barfuß - Einkaufstour am liebsten gleich wiederholen. :-)
Tschüß
ThomasM

Ich war schon mehrmals in der Migros barfuß einkaufen, hie und da hat mich ein angestellter gefragt (die meisten kennen mich), ob ich nicht angst hätte so ohne Schuhe. Ich hab dort noch nie Probleme gehabt (Scherben oder so).
Ich finde es witzig, die verschiedenen Bodentemperaturen zu fühlen, in der nähe der Kühlschränke ist der boden ganz kalt.
Heute Nachmittag war ich auch in einem Plattenladen, da hab ich mit der Chefin und einem angestellten geredet : keine einzige Bemerkung !
Also trau dich einfach !
ciao Maurizio

Geh einfach in einen Laden, wirst sehen, dass du nicht der einzige bist.
Bei meinem letzten Einkauf wäre ich mir fast mit Schuhen blöd vorgekommen, denn es waren viele Barfußläufer und -rinnen im Laden.
Mein Bekanntenkreis sagt wohl immer mit einem Lächeln "Du kannst Dir wohl keine Schuhe mehr kaufen", aber dann hat sich das Thema schon erledigt.
Grüße von H.

Als ich am letzten Freitag (6. Juli) in Heilbronn im Media Markt war, habe ich die Schuhe nicht wieder angezogen, bevor ich den Laden ging.
Vom Bahnhof zum Markt bin ich ohnehin barfuß mit dem Auto gefahren.
Es gab keine Probleme mit den Verkäufern, oder den Wachleuten.
Auch als ich anschließend bei Saturn barfuß in den Laden ging hat mich niemand schräg angeschaut, oder dumme Bemerkungen gemacht.
Also, nur Mut zum barfüßigen Einkaufen.
Gero

Versuche es am besten in einem großen Supermarkt und dann wenn du nur ganz kurz eine einzelne Sache einkaufen musst. dann bist du schnell wieder raus und erregst kaum aufsehen und für dich ist das eis gebrochen.
in kleine gemütliche Fleischer und Bäcker traue ich mich auch nicht unbedingt.
letztlich kannst du dir aber vor Äugen halten, dass deine Fußsohlen bestimmt sauberer sind als Schuhe, weil du garantiert nicht in Hundescheiße/ kotze etc trittst und sie regelmäßig wäschst, was Leute mit ihren Schuhen auch nicht tun.
Gruß matt

[versuche es in Supermarkt wenn du nur kurz einzelne Sache einkaufen musst]
Bei Supermärkten habe ich sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Bei einem Wertkauf hat mich der Flaschenannehmer beim Eingang nicht reingelassen, bei Netto durfte ich nicht bezahlen und habe entsprechend meinen vollen Einkaufswagen stehen lassen.
Die Mehrzahl der Supermärkte aber, ob nun klein oder groß, Kaufland oder miniMal, bedienen mich unterschiedslos mit der gleichen Sympathie wie alle Kunden.
[bist schnell raus und erregst kaum aufsehen und für dich ist eis gebrochen]
Schnell wieder raus? du bist beim einkaufen und nicht auf der Flucht. Das Geschäft ist daran interessiert, dich als guten Kunden zu behalten.
Verhalte dich also natürlich, selbstbewusst und freundlich. Du bist Kunde, Kunde ist König, von dir lebt der Laden.
[in kleine Fleischer und Bäcker traue ich mich nicht unbedingt]
Nur keine Bange, ich wurde auch von Bäckern stets freundlich bedient.
[kannst dir vor Äugen halten, dass deine Fußsohlen sauberer sind als Schuhe, weil du garantiert nicht in Hundescheiße/ kotze trittst und sie regelmäßig wäschst, was Leute mit Schuhen nicht tun]
Richtig. Mache einen Fußsohlenvergleich bevor du in einen Laden gehst und nachdem du wieder herauskommst. Wurden sie dreckiger oder sauberer?
Ein wenig Vorsicht ist beim barfuß einkaufen dennoch angesagt:
manche Einkaufswagen sind so gebaut, dass die Räder eine gewisse Gefahr für nackte Zehen darstellen können. Also aufpassen.
Unci

Da ich vor kurzem umgezogen bin und seitdem in neuen Geschäften einkaufe möchte ich Euch heute mal eine neue Erfahrung berichten.
Als ich heute 15.1.05 um ca. 9 Uhr beim PLUS war (barfuß) wurde ich kurz an der Kasse gestoppt. "Moment brauche neues Wechselgeld". Na ja kann ja alles sein, wer weiß. Die Dame an der Kasse klingelte, worauf noch drei Kolleginnen erschienen. "Seht Ihr ich habe Euch gesagt, dass hier jemand seit kurzem barfuß einkauft, aber Ihr glaubt mir ja nichts".
War mir im ersten Moment zwar etwas peinlich aber dann fand ich das ganze doch recht lustig.
Die Leiterin des Marktes hat mich nur auf das Risiko von eventuellen Splittern hingewiesen, aber ich darf gerne weiterhin zum Einkaufen kommen.
“Alles Gute bis zum nächsten mal auf Wiedersehen.“
Das war's dann auch schon.
Beim genauen Nachdenken war es doch sehr positiv, jetzt haben mich alle mal gesehen und werde wohl auch nicht weiter beachtet.
Grüße aus München
Horst

Hallo Horst,
bei welchem Markt war das denn genau? Bin nämlich auch aus München und wurde noch nie beim Einkaufen drauf angesprochen. Wie die erst schauen, wenn noch jemand barfuß einkauft?
Gerhard Zirkel

Hi, bin zum ersten mal jetzt auch den Winter hindurch barfuß einkaufen gegangen. Lustig ist es immer, wenn die Kassiererinnen in den Spiegel schauen, um zu erkennen, ob man etwas unten an der Kasse vorbeischmuggeln will. Wenn sie dann die nackten Füße sehen, schauen sie immer ganz irritiert.
Hab bis jetzt nur positive Erfahrungen gesammelt. In meiner Stadt falle ich inzwischen schon auf, wenn ich ausnahmsweise einmal Schuhe trage. Ansonsten kommt man barfuß gut durch den Winter.
Gruß und Fuß, Descalzar

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Sie dürfen aber nicht barfuß in den Laden !
(Forumbeiträge seit Sommer 1998)

Gestern ist mir folgendes passiert: Ich war barfuß im HIT-Markt einkaufen. Plötzlich spricht mich eine Verkäuferin an: "Hallo Junger Mann, Sie dürfen aber nicht barfuß hier in den Laden!" Ich war etwas verdattert und fragte dann "Warum das denn nicht?". "Das kommt von Gewerbeaufsichtsamt. Sie könnten ja in ein Splitterchen treten."
Ich beendete meinen Einkauf noch, fragte mich dann aber natürlich, ob das denn so stimmen kann.
Weiß einer von Euch, ob an der Aussage der Verkäuferin etwas dran ist?
Gruß Wusl

[Weiß einer von Euch, ob an der aussage der verkaeuferin etwas dran ist?]
nun ja, ich kann die reaktion der dame durchaus verstehen.
ich arbeite z. Zt. auch in einem großmarkt und muß feststellen, wie dort vieles gehandhabt wird, ist manchmal recht verwunderlich. wenn also die bediensteten in dem von dir besuchten markt es zulassen, daß du in ein splitterchen trittst ( dessen vorhandensein durchaus möglich ist, da u. U. recht oberflächlich gewischt wird), dann würden diese leute direkt einen vom chef auf die mütze kriegen (*WAMM!*). um das zu verhindern, versuchen sie natürlich, das gefahrenpotential möglichst gering zu halten. Christoph

...alles schön und gut, kann ich ja auch in gewisser Weise verstehen, dass sich die Beschäftigten dort nicht haftbar machen lassen wollen. Das ist ja inzwischen überall so; wahrscheinlich würden bei der Prozesswut (gerade auch von elterlicher Seite), die sich hier rapide entwickelt, auch die gleichen Argumente das Barfußlaufen in Schulen, Kindergärten und in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie allen anderen Bereichen, in denen eine klare Verantwortlichkeit in punkto Sicherheit auszumachen ist, verhindern!
Aus meiner bereits länger zurückliegenden Arbeit als Gemeindevertreter weiß ich noch zu gut, welch ständiges Gezeter es vor allem in gemeindlichen Schulen, Kitas, Sporthallen, Spielplätzen und allen anderen (halb-) öffentlichen Räumen es gab - um uns vor Regressansprüchen zu schützen, hätten wir eigentlich gar nichts mehr zugänglich machen dürfen oder gleich jedem Kind eine Sicherheitskleidung à la Rugby-Spieler stellen müssen.
Soviel dazu, aber worum es eigentlich geht, ist ja die Frage nach der Rechtmäßigkeit solcher Verbote, die das Barfußlaufen wie auf dem Spielplatz, im Geschäft oder in der Bahn betreffen ... Leider bin ich nun wirklich kein Jurist (und bedaure das langsam sehr) und weiß deshalb nicht, wie es um die rechtlichen Möglichkeiten steht, beispielsweise aus dem Supermarkt geschmissen zu werden, weil das Schuhwerk fehlt. Mein "gesunder Menschenverstand" sagt mir aber, dass dies wohl nur auf der Basis einer Hausordnung möglich sein kann, die vorab zu definieren ist (oder irre ich mich da?). Sonst wäre ja reine Willkür möglich (bspw. nach dem Motto: "Gepiercte kommen hier nicht rein!").
Es wäre wirklich mal interessant, zu erfahren, ob die Supermärkte solche Hausordnungen mit entsprechendem Passus besitzen. Das Argument mit dem Gesundheitsamt halte ich ehrlich gesagt für abwegig, denn eine solche Bestimmung existiert ja nach Recherchen der DSS noch nicht einmal in einem einzigen US-Staat (und da ist die Ablehnung gegenüber nackten Füßen ja deutlich höher als bei uns)! Aber vielleicht haben wir Deutschen da wieder mal besondere Regelungswut bewiesen?!
Die "Juristen" unter uns sind da gefragt. Werde mich auch mal umhören in den nächsten Wochen. Aber lasst Euch auf jeden Fall nicht einschüchtern: diese Fälle kommen ja zum Glück noch sehr selten vor (da wir ja ohnehin Exoten sind und man auf uns irgendwie nicht so richtig vorbereitet ist). Und wenn es mal passiert, gibt es ja (zumindest meistens) noch andere Geschäfte. (Mir ist das ja auch mal bei Aldi passiert, wie ich hier schon geschrieben habe).
Liebe Grüße, Lupu

Hallo zusammen, hallo Lupu! Ich bin zwar kein Jurist, aber kann man sich nicht auf seine Eigenverantwortung berufen? Man kann doch (völlig wahrheitsgemäß) sagen, dass man abgehärtete Füße hat und dass Scherben einem nichts ausmachen. Auch wenn dies vielleicht ein ganz klein wenig übertrieben ist, stimmt es doch sehr weitgehend!
Der Gang ist anders, das Polster zwischen Hornhaut und Knochen ist gut entwickelt, und die Hornhaut ist viel fester und wiederstandsfähiger - ich habe seit Jahren keinen Ärger mehr gehabt, und anderen geht es genau so. Ich kann sagen: ich bin jahrelang und tausende von Kilometern verletzungsfrei unterwegs gewesen. Darüber hinaus: Bei der DSS kann man solche "extremen" Dinge nachlesen wie, dass einer 5 - cm - Scherben (Ecken nach oben) zertritt und ein anderer zweifelnden Zuschauern die Leistungsfähigkeit seiner Hornhaut mit dem Austreten von Zigaretten demonstriert.
Auch wenn dies wohl etwas komisch wirkt, kann man m.E. daraus schließen, dass wir "Alltagsbarfüßer" doch erhebliche Reserven haben, v.a., wenn man bedenkt, dass bereits "Otto Normalverbraucher" in Motivationsseminaren barfuß über glühende Kohlen und auch über Glasscherben läuft!
Also – sollte ich mal angesprochen werden, werde ich das im zweiten Absatz gesagte ins Feld führen! Was meinst Du dazu?
Viele Grüße, MarkusII

Das Problem ist, wenn man sich verletzt, müssen die Geschäftsleute dafür haften. Ich studiere Jura und kann nur sagen, dass es dort rein gar nichts zu diskutieren gibt! Außerdem: Sagt der Angestellte "Ja", und es passiert hinterher etwas, dann muss der Chef dafür haften und der Angestellte wird abgemahnt/gefeuert. Ich kann daher verstehen, wenn das Personal "No" sagt. Manchmal muss man ein Nein auch akzeptieren können. Gerrit

[Problem ist, wenn man sich verletzt, müssen Geschäftsleute haften ... nichts zu diskutieren]
Es ist also allein ausschlaggebend, wo ich mich verletze und nicht, was dafür die ursache ist?
[Sagt der Angestellte "Ja", muss Chef haften und der Angestellte wird abgemahnt/gefeuert]
Sagt der angestellte hingegen "nein", so hat er einen guten kunden vergrault und sich geschäftsschädigend verhalten. Ich habe schon mal einen vollen einkaufswagen stehen lassen und diesen laden nicht wieder betreten, als ich ziemlich unfreundlich angemacht wurde, das sei doch unhöflich ...
[kann verstehen, wenn Personal "No" sagt ... muss ein Nein auch akzeptieren können]
Wer diese haltung seinen kunden gegenüber hat, kann auf die dauer nicht am markt bestehen. Ich jedenfalls werde nicht extra schuhe zum einkaufen mitnehmen, solange es geschäfte gibt, die mir keine schwierigkeiten machen - und die gibt es genug! Ich denke sogar, jedem händler wird es lieber sein, wenn jemand seine inline - skates auszieht und barfuß einkauft als wenn er im geschäft herumrollt und andere kunden gefährdet. Unci

Ich stelle mir manchmal die Frage, ob es richtiger ist, auf derlei Bedenken sachlich oder ironisch zu reagieren - vielleicht wäre ja auch die Anregung an die Geschäftsleitung angebracht, der Laden solle am Eingang ein Schild folgenden Inhalts anbringen :
Sehr geehrte Kunden, betreten Sie unser Geschäft nur ja nicht barfuß, es ist so ungepflegt, dass Sie hier zum eigenen Schutz Stiefel tragen sollten !
Übrigens habe ich mir im eigenen Interesse angewöhnt, sehr genau hinzuschauen, wo ich meine nackten Füße hinsetze.
Herzlichst Georg

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