Wolf
will literarische "Nägel mit Köpfen und Zehen" machen
(zusammengefasst aus verschiedenen Forumbeiträgen seit Winter
1998/99)
Ich würde gern auf dieser Seite was über Literarisches
& Verwandtes lesen, wie wäre das?
Bekanntlich sind wir Barfüßer ja sowieso die etwas besseren, weil offenherzigeren
Menschen & haben darum allerhand mit Kreativerei am Hut.
Vor langer Zeit, als ich noch aufs Internet-Café angewiesen
war, hab ich mal eine Seite
mit ner Liste von Filmen entdeckt, "where people are seen in their bare feet";
die finde ich's ums Verrecken nicht mehr. Die interessiert
euch bestimmt auch alle.
Findet ihr sie? Hier wende ich mich vor allem auch an den Oberbarfußisten BarefootAndy Spring, denn ich erinnere mich vage,
dass ich von da
aus da hingelinkt bin ... Heute helfen alle Suchmaschinen nix mehr.
Und: Wollen wir nicht ne Seite aufmachen mit literarischen Barfuß - Zitaten?
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich in nem Buch über barfüßige Leute lese. T.C. Boyle ist
da fit!
Na? Nägel mit Köpfen? Und Zehen? ...
Ich hab schon mal angeklopft deswegen: Ich wünsch mir ein barfüßiges
Literatur - Forum -
oder ein literarisches Barfuß - Forum, egal, wie es gerät.
Ich freu mich immer wieder, wenn ich in etwelchen Büchern was über barfüßige Leute
lese. Das ist
oft nur ein Nebensatz ("Ilse stieß mit dem Zeh an eine
Muschel..."), der dann sonst wohin
weiterführt - aber die Person ersteht mir dann jedes Mal
sofort viel lebendiger, wenn ich sie mal barfuß "sehen" konnte.
Romane, Geschichten, Gedichte, Lieder, meine Genossen, sind voll solcher Stellen, wo
irgendein Mensch mal ganz kurz & beiläufig als barfußgehend geoutet wird. Den
Schreibern ist es anscheinend viel zu selbstverständlich so was
des langen & breiten
zu beschreiben. - Schriftsteller sind ja sowieso die besseren Menschen *Vorsicht
Satire*.ò)*.
Lest mal nach bei T.C. Boyle, Günter Grass, Brigitte Reimann......... & die Wagner - Opern sind krass voller barfüßiger Damen - !, ich
hätt's auch nicht gedacht, bevor ich drauf aufgepasst
hab -
Alle Bücher, die auch ihr, meine Geschwister, lest, & die (meist ungelesen)
stapelweise auf eurem Nachttisch lagern, spicken & starren vor
"Barfuß" - Stellen. Wollen wir solches Zeug mal sammeln?
Hier ist mal wieder der Michael über uns gefragt - & alle Georgs, uncis,
Lorenze & Barfuß-Andis & wie sie alle heißen, um dazu erst mal
eine Vorlage zu
leisten!
Okay, ich fang an. Mein Lieblingszitat seit Jahren:
Die allergrünste aller sprachen ist die derjenigen leute, die barfuß über das gras des
landes gehen. ...
H.C. Artmann, Unter der bedeckung eines hutes, 1972. ...
Ich sehe mit Vergnügen, dass
ihr den Geist meiner Idee kapiert habt. ich strolle
meinerseits weiterhin durch die Literatur & schreibe mit ...
Irgendwann gibt's
dann einen großen Haufen Barfuß - Zitate. Mir wäre am liebsten, wenn ihr
schon mal anfangt, ein Forum für dergleichen zu etablieren. Bin halt ein Schüchterle
& gucke ungern leere Blätter an. Wird aus diesem modest proposal was?
Barfuß zur Arbeit the Wolf
Hi Ihr, es gibt in der Tat sehr viel Literatur, in der
Personen barfuß herumlaufen.
Vielleicht wäre eine Literaturecke im Forum nicht unangebracht.
(Vielleicht klammert man ja die erotische Literatur aus, dann gibt es keine Missverständnisse.) ...
Viele Grüße Fritz
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Barfuß Literatur - Ecke : verschiedene Tipps
(zusammengefasst aus verschiedenen
Forumbeiträgen im Winter 1998/99)
Es gibt einen Gedichtband von einem Schweizer Pfarrer
namens Kurt Marti: "Mein barfüßig Lob".
Unter "barfüßig" versteht der Gute so was wie "weder kleinlaut noch
großmäulig" - also schon in unserem Sinne, oder? Verlag hab ich nicht vorrätig,
ich hab das Ding mal in der Nürnberger Stadtbibliothek gefunden. ... Barfuß wurde hier
auch mehr "geistig" verstanden - so die Richtung "weder duckmäuserisch
noch zu laut aufmüpfig". Marti ist Schweizer Pfarrer - überhaupt scheint mir nach
einem Blick ins Forum, dass die Leute in der Schweiz barfüßiger als woanders sind - oder
gibt's da nur mehr Internetanschlüsse? ...
Auf dass die Barfuß - Literatur/Kultur-Ecke leben bleibe, mal wieder einen
inhaltsträchtigen Beitrag:
Es gibt von dem schwedischen Komponisten Allan Pettersson einen Zyklus von 24 Liedern
namens Barfußlieder, geschrieben zwischen 1943-45. Das fällt unter "E-Musik"
und ist tatsächlich sehr "e". Recht sparsam gemacht, nur eine Sopranstimme und
Klavier. "Barfuß" wird hier verstanden als die Aufarbeitung von Petterssons
ausgesprochen ärmlicher Kindheit in den Stockholmer Slums; außerdem als Hommage an einen
anderen Zyklus von 24 Liedern: nämlich die "Winterreise" vom alten Franz
Schubert, in deren letzten Lied es über einen Leierkastenmann heißt: "Barfuß stand
er auf dem Eise" etc. *schlotter*
Eine Neueinspielung (von 1996, glaub ich) ist erhältlich beim Label cpo, leider nicht in
jeder x-beliebigen Kaufhaus- CD- Abteilung. ...
Dann weiß ich von einem Grenzfall zwischen
"Barfuß - Literatur" und barfüßiger Gesundheit,
die den Anwesenden hier ja erfreulich stark am Herzen liegt.
Das Ding ist von einem niederländischen Arzt namens Imre Somogyj und heißt Die
Sprache der Zehen. Den Verlag weiß ich grade nicht auswendig (war es Haug?), aber es
kostet DM 29,80. Es geht um so was
wie Handlesen - und ist so seriös oder so hanebüchen
wie z.B. Astrologie auch. Ich hab mir in den letzten Monaten die Zehenleserei ein
bisschen
draufgeschafft - und es ist eine ausgesprochene Gaudi. Ein unschlagbarer Partygag, wenn
man erzählt, man könne aus dem Stand der Zehen den Charakter einer Person erkennen, und
plötzlich können sich die Leute gar nicht schnell genug der Socken entledigen... und
meistens stimmt es sogar, was man da so rausfindet.
Es gibt eine Website dazu - nicht so die
übertrieben ausgefeilteste Page, aber für einen ersten Eindruck reicht's. Eigentlich
wundert's mich, dass
das noch niemand aus dem Forum kannte .ò) ...
Was für Kelten-Freaks
... und Märchenfreunde, aus der Reihe "Barfußliteratur", die ich anscheinend
über kurz oder lang alleine bestreiten muss .ò): Von der Seite
kommt man nahtlos zu allem möglichen Krimskrams, der mit Schottland, Irland, Wales und
allem möglichen zu tun hat, wo's schön ist - und IRL gut barfußlaufen ...
Hallo, kulturbeflissene Mitbarfüßer, hier die neuesten (na ja .ò) ) Literaturtipps:
Michael Kleeberg: Barfuß. dtv, 14,90 DM (wird aber zur Zeit fleißig zum halben Preis
verramscht). Thema Barfuß im Geschäftanzug als Aspekt von SM - aber eine recht
raffiniert gestrickte Story.
Knut Koch: Barfuß als Prinz. dtv, 14,90 DM. Kenn ich leider nicht...
Jetzt wieder ihr .ò) Der barfüßige Lit-Wolf
Über diese beiden Bücher habe ich
bereits geschrieben, hier im Forum. Darauf hat man mir beinahe Pornographie
vorgeworfen. Im einen lässt sich einer von jemandem die Fußsohlen blutig schlagen und
wird zuletzt von ihm ermordet, im anderen erzählt ein homosexueller Theaterschauspieler,
der unter anderem mit Inge Meysel befreundet war, sein Leben. Er erzählt, wie er sich
barfuß im Schnee auf die Post getraute und später in der Nacht splitternackte
Spaziergänge in seiner Umgebung machte, wobei er sich von Mal zu Mal immer weiter von
seiner Wohnung entfernte, ohne je entdeckt zu werden.
Ich besitze auch ein ziemlich altes Büchlein "Deine Füße" von einem
Herrn Lottermoser, worin er das Barfußlaufen heftig empfiehlt. Man erfährt, dass
seinerzeit alle Kaminfeger barfuß gelaufen sind, auch im tiefsten Winter. Sie konnten so
besser auf den Dächern herumklettern. Auch Bäcker liefen barfuß herum. Ich mache dazu
immer einen Witz: Teig für Weißbrot kneteten sie mit den Händen, für Schwarzbrot
benutzten sie die Füße. Roli
Wenn ich länger über das Thema nachdenke, dann fallen
mir immer weitere Aspekte ein.
Daneben bin ich auch wieder auf andere Berichte gestoßen: Eine Frau namens Robyn Davidson
durchwanderte mal Australien. In ihrem Reisebericht ("Spuren", mehr als
lesenswert) schreibt sie dass sie oft barfuß und teilweise ohne Kleidung gewandert sei.
... Es handelt von einer Frau, die mit drei Kamelen durch die Wüste Australiens zieht.
Ich möchte nicht mehr drüber schreiben, auch neigen viele dazu das Buch in Klischees
einzupacken (Frauenbuch usw.) Einfach lesen und sich reinträumen. Das reicht. ...
Ähnliches habe ich von einer Himalayaexpedition gelesen, bei der eine Frau auch wenn
möglich barfuß gelaufen ist.
So weit, vielleicht finde ich noch mehr,
Viele Grüße Fritz
Hi folks! Vor langer Zeit hab ich mich hier mal
angewanzt, eine Kultur-Ecke zu eröffnen. Irgendwie hat's aber nicht so recht angezogen -
die Begeisterung war gedämpft und das Thema "Barfuß" in der Literatur zwar
niemals abwesend, aber schwierig aufzufinden, wenn man's systematisch betreiben will. Ich
hab's dann gelassen.
Heute darf ich stolz vermelden, dass ich's zu einer eigenen Homepage gebracht
hab *sonn*. Sie schimpft sich "Story - Forum" und wird wohl, vor allem weil ich
sie sehr interaktiv halten will, insgesamt für diese heil'gen Hallen etwas off - topic
bleiben - aber ich veröffentliche ja auch mein eigenes Zeug da drin, und wie ihr alle
vage ahnt, ist mir das Thema "Barfuß" nicht vollends wurscht. Meine Stories
handeln also gerne mal von barfüßigen Leuten. Wenn ihr mich mal ansurft, empfehle ich
euch im Link mit den fertigen Stories vor allem die Geschichten "Irish Folk" und
"Irish Folk Part Two" - da hab ich versucht, meine Barfuß - Philosophie
in eine
hoffentlich halbwegs schmissige Handlung einzubauen. Guckt mal - und wer Ambitionen dazu
hat (Schnaxel, alter Kulturbeutel? .ò) ) darf sich natürlich
fleißig beteiligen.
Trifft man sich? CU! der Wolf
Beim Surfen stieß ich vor einiger Zeit darauf, dass der Autor Berthold Auerbach (1812 - 1882) im Rahmen seiner „Schwarzwälder Dorfgeschichten“ auch eine veröffentlicht hat, die den Titel „Das Barfüßele“ trägt.
Darin geht es um das Waisenkind Amrei, ein Mädchen, das fast immer barfuß läuft:
Auch auf Amrei ging ein Teil dieser Gemiedenheit über, und in manchen Häusern, wo sie sich helfend oder mitteilend auf Besuch einstellte, ließ man sie nicht undeutlich merken, daß man ihre Anwesenheit nicht wünsche, zumal da sie schon jetzt eine Seltsamkeit zeigte, die allen im Dorfe wunderbar vorkam. Sie ging mit Ausnahme des höchsten Winters barfuß, und man sagte, sie müsse ein Geheimmittel haben, daß sie nicht krank werde und sterbe.
Insgesamt geht es aber nicht ums Barfußlaufen, sondern um die Geschichte eines armen Mädchens, das sich durch Herzensgüte auszeichnet und schließlich ihr persönliches Glück findet.
Wer es nachlesen möchte, die Geschichte steht hier (unten dann
weiterblättern).
Verfilmt worden ist sie auch, Mitte der Zwanziger als
Stummfilm.
Serfuß
Georg
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