Heißer Tipp/
Typ: Der
Künstler Matto H. Barfuss
(Forumbeiträge im Herbst 1999)
Hallo Leute, ich hab ne sehr interessante Entdeckung
gemacht.
Kurze Vorgeschichte: Vor etwa 10 Jahren kam in der Stuttgarter Zeitung eine kurze Meldung
über 2 junge Männer, die barfuß die Alpen überquert hatten. Hat mich damals total
fasziniert, zumal es eigentlich das erste Mal war, dass ich was über Barfußfans
gelesen
habe (es gibt also doch noch andere???).
Die Hoffnung, irgendwann genaueres darüber zu erfahren, habe ich im Lauf der Zeit
aufgegeben - war mir dann zu aufwendig im internetlosen Zeitalter... Und was finde ich
jetzt über eine Suchmaschine?
Die Homepage von Matto H. Barfuss, einem der beiden Extrem - Barfüßer. Er ist zwar in
erster Linie Künstler, Fotograf und Afrika - Fan - und hat interessantes über das Leben
von Geparden in Wort und Bild festgehalten.
Aber: Er hat nicht nur vor 10 Jahren nach seiner barfüßigen Alpenüberquerung den
Künstlernamen "Barfuss" angenommen, sondern scheint auch seither seinem Hobby
treu geblieben zu sein.
Jedenfalls ist er in einem Fernsehfilm, den man herunterladen kann, barfuß im Schnee,
barfuß in seinem Atelier und barfuß in Afrika zu sehen (dort allerdings nicht, wenn er
bei seinen Geparden ist - hat sicher seine Gründe?). Tja, Leute, ich glaube, da können
wir alle "einpacken". Bei barfüßigen Alpenüberquerungen (Garmisch - Meran)
können wir wohl bisher ebenso wenig mithalten wie bei der Aufgabe unseres Namens zugunsten
von "Barfuss".
Aber sicher wäre es interessant, von ihm etwas mehr zu erfahren über seine wohl
unübertroffene Barfuß - Karriere. Vielleicht tut er uns ja den Gefallen, und besucht uns
mal in diesem Forum. Das Ehrenbürgerrecht ist ihm ja wohl sicher??
Wer ihn persönlich kennenlernen möchte, hat die Chance auch. Er hält nämlich in vielen
Städten Diavorträge - seine Homepage gibt hier auch Auskünfte.
Hier die beiden Adressen:
seine
Homepage
wdr b.trifft mit link zu film
barfüßigste Grüße Moritz
[Homepage von Matto H. Barfuss, einem der beiden
Extrem - Barfüßer]
Also Extrembarfüßer ist der auch? Das buch "Leben mit Geparden" habe ich auch
und kann ich jedem fan von natur, geparden und schönen bildern nur wärmstens
interessieren, die zeichnungen und photos sind einsame spitze.
[Jedenfalls in Fernsehfilm barfuß in Afrika zu sehen (dort allerdings nicht bei
Geparden)]
.... in seinem buch ist er auch barfuß abgebildet (aber in Afrika gibt es wohl manch
ungeziefer). Unci
Und hier noch einige Zeitungsartikel
zum Thema :
23 Wochen unter wilden Tieren, barfuß über die Alpen - Gelebte Träume des Künstlers
Von Nayoung Lee Dreieich. Wilde Tiere blicken dem Betrachter ins Auge: mal beobachtend,
mal friedlich, herausfordernd oder verspielt. Das alles ist in einem Bild festgehalten,
welches ein großes Motiv und daneben weitere kleinere Motive eines Tieres zeigt, wie
Geparden, Löwen oder den Jaguar, immer in Bewegung. Auch Zebras oder Flamingos, die fast
aus dem Rahmen heraus zu laufen scheinen. Fast als wolle der Künstler damit wiedergeben,
wie lebendig diese Lebewesen sind.
Der Künstler, damit ist Matto Barfuss gemeint, dessen Ausstellung "Land der
Geparden" im Sprendlinger Bürgerhaus eröffnet wurde. Zumeist fand der interessierte
Künstlerfreund große Bilder vor, die in Öl gemalt waren. Die Ölfarben sind sparsam,
meist in erdigen Tönen aufgetragen. Aber auch Fotografien, Zeichnungen oder abstrakt
Modernes fehlen nicht und immer wieder Geparden, deren intensiver Blick fast irritierend
wirkt. Die Ausstellung ist dem neuerschienenen Bildband von und mit dem Künstler
gewidmet.
Der Name Matto heißt aus dem Italienischen übersetzt: ausgeflippt, verrückt. Mutig war
Matto Barfuss auf jeden Fall und vielleicht auch ein wenig ausgeflippt, als er sich
entschied, über 23 Wochen mit einer wilden Gepardenfamilie in der Serengeti
zusammenzuleben. Seit dieser Zeit lässt ihn die Faszination dieser Tiere nicht mehr los.
"Die Begegnung mit den Geparden war mir vorherbestimmt", erklärte der freie
Künstler, der auch fotografiert, schreibt und sich als Animist bezeichnet. "Ich
könnte etwas zu diesen Bildern sagen, aber Kunst darf nicht erklärungsbedürftig
sein", findet Barfuss, der sich alles selbst beigebracht hat. Er experimentierte,
studierte Bücher, eben ein wahrer Autodidakt. "Ich bin ein ,Traumfänger'. Gefühle
und Begegnungen inspirieren mich zu meinen Werken". Fotos frieren Momente ein, Texte
bilden den Rahmen und Bilder sind Filme, sie haben eine Geschichte."
Barfuss sorgte 1989 für spektakuläres Aufsehen und machte seinem Namen alle Ehre: Er
überquerte barfuß in 20 Tagen die Alpen. Die Abnutzung der Hornhaut an den Füßen
vergleicht er dabei mit den Erosionsvorgängen in den Alpen und möchte damit die
fortschreitende Umweltzerstörung in den Alpen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit
rücken.
Die zahlreichen Besucher waren von den Werken sehr angetan und selbst Bürgermeister Bernd
Abeln, der die Ausstellung eröffnete, zeigte sich sichtlich begeistert: "Obwohl wir
schon viele Ausstellungen hatten, ist diese neu in ihrer Art. Besonders wegen der
Verbindung des Künstlers zu seinen Bildern. Das Werk und das Leben bilden hier eine
seltene Einheit." Er selbst, räumte der Bürgermeister ein, hätte zu viel Angst
gehabt, unter den Geparden zu leben.
Musikalisch wurde die Vernissage von Willi Kappich begleitet, der Geräusche aus der Natur
und von Tieren erzeugte und wiedergab. Die Mädchen im Service beeindruckten ebenso durch
ihr Geparden Make-up.
In seiner abschließenden Rede sagte Barfuss: "Eine Gesellschaft ist nur so stark wie
ihre Träume, und diese werden von Künstlern gelebt."
[Frankfurter Neue Presse, 14. 10. 1999]
Mit Geparden auf du und du. Der 29-jährige Künstler aus
Herrieden traf erneut 'seine' Raubkatzen
VON GABI PFEIFFER HERRIEDEN – Afrika
lässt ihn nicht los. Matto Barfuss ist auf dem Sprung: Ein verwaistes
Gepardenbaby muss gerettet werden. Dass es einmal so kommen würde, hat der
29-Jährige Tierfreund, Künstler und Buchautor aus Herrieden nicht gedacht.
Offensichtlich aber hat sich der Name des "Gepardenmannes" aus Franken
herumgesprochen. Auf Knien ist er den gefleckten Raubkatzen durch die Savanne
hinterhergekrochen. Dann freundete er sich mit einer Gepardenfamilie an und
begleitete sie 17 Wochen lang. Das aufregende Erlebnis hat Barfuss im Buch
"Leben mit Geparden" geschildert.
Doch was wurde aus Mutter
"Diana" und ihren vier Jungen? 1998 hat sich der Herriedener dann in
der Serengeti auf die Suche gemacht. [...] Er hat sie gefunden. Unterm
Leberwurstbaum. Dort lag die Tochter "Dione" mit zwei eigenen Jungen.
Fast ein Wunder: Die Einzelgängerin ließ den Menschen an sich heran.
"Fauchen, dann neugieriges Gurren. Wir beschnüffeln uns auf Distanz",
beschreibt Matto H. Barfuss die erste Begegnung in seinem neuen Buch "Land
der Geparden".
Doch bevor es soweit war, durchstreifte er drei Monate lang
die Serengeti. Die Begegnung mit der Wildnis hat er mit lebendigen Tierfotos von
Gnus, Leoparden, Warzenschweinen und natürlich den Geparden und großartigen
Landschaftsaufnahmen dokumentiert und in einem sehr persönlichen Text
geschildert. [...] "Als ich dann gehen muss, verfolgen mich traurige
Blicke", schreibt Barfuss. "Komm bald wieder, steht in faszinierend
sanften dunklen Augen, in die man sich leicht verliert und verliebt. Eigentlich
wollte ich mich doch für immer verabschieden. Jetzt bin ich mir nicht mehr so
sicher."
Matto H. Barfuss neues Buch "Land der Geparden" ist im
Augustus Verlag erschienen und kostet 39,90 DM (ISBN 3-8043-7156-6).
[Nürnberger Nachrichten, 2. 1. 2000]
"Gepardenmensch'' wirbt fürs Land STUTTGART (StZ). Die Imagekampagne Baden
- Württembergs geht in eine neue Runde. Die Mannheimer
Software-Unternehmerin Anette Hermstedt und der Sinsheimer "Gepardenmensch''
Matto Barfuß sind die neuen Werbeträger, mit denen das Land in Fernsehspots
auf sich aufmerksam macht. Hermstedt führt gemeinsam mit ihrem Mann einen
mittelständischen Betrieb, der in seinem Bereich - laut Mitteilung des
Staatsministeriums - führend im Weltmarkt sei. Der Fotograf, Künstler und
Akrobat Barfuß lebte seit 1996 insgesamt 25 Wochen als akzeptiertes
menschliches Mitglied einer Gepardenfamilie in der afrikanischen Serengeti.
[Stuttgarter Zeitung, 18. 01. 2000]
In Diensten des Landes Baden - Württemberg :
Jenseits von Afrika in die Villa Reitzenstein geraten Erwin Teufel ist von dem
"Gepardenmenschen'' Matto Barfuß als Werbeträger für Baden - Württemberg
rundum begeistert
40 Sekunden lang wirbt der Globetrotter Matto H. Barfuß in einem Film- und
Fernsehspot für Baden-Württemberg. Der gebürtige Sinsheimer kann Hochdeutsch
und kann's mit Geparden - und mit dem Ministerpräsidenten Erwin Teufel.
[...] Beeindruckend, diese blauen Augen. Wie die von Robert Redford in dem Film
"Jenseits von Afrika''. Auch Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) ist so
gefangen, dass sein Blick kaum die Einseinundneunzig abtastet und auf den
schwarz lackierten Zehennägeln in den Sandalen hängen bleibt. Modisch - eitel
ist Matto H. Barfuß offenbar auch noch: der Nagellack hat Glitzereffekt. Diese
Nägel sind das Markenzeichen des 30-Jährigen, seit er vor neun Jahren barfuß
die Alpen überquerte, um auf die Umweltschäden hinzuweisen. Sein Freund erfror
sich dabei die Zehen. Seitdem nennt sich Matthias Huber aus Sinsheim auch Matto
Barfuß, je nachdem, in seinen Büchern mit ss geschrieben, auf seinen bis zu
30000 Mark teuren Ölbildern mit ß.
Die Berliner Werbeagentur Scholz & Friends setzte Matto H. Barfuß als
Imageträger für Baden - Württemberg in Szene. Dort, wo sich Barfuß mit
Jesusfrisur, Stirnband, einem Brillanten im linken Ohrläppchen und Goldarmbändchen
am wohlsten fühlt: im afrikanischen Nationalpark Serengeti unter Geparden.
Weil er wochenlang unter den schnellsten Raubkatzen der Welt lebte, quasi im
ehemaligen Hausgarten von Bernhard Grzimek, nennt man Barfuß auch den
"Gepardenmenschen''. Er selbst sieht sich als Künstler, der mit zwölf
Jahren seiner Berufung nachzugehen begann und das Malen anfing. Als offizielle
Titulation legt er Wert auf die Bezeichnung Traumfänger. [...]
In dem 40 Sekunden dauernden Werbespot (Erwin Teufel: "Ich könnte den Film
eine halbe Stunde anschauen.'') krabbelt Barfuß wie Jahre zuvor auf allen
vieren hinter der Gepardenfamilie her durch Gras und Dornen, mit Knieschützern
und Lederflecken auf den Handflächen.
Das sieht der Betrachter in den 40 Sekunden aber nicht. Dafür hört er
Schmusemusik, sieht Matto Barfuß durch das Serengetigras robben, und er sieht
Dione, die zweijährige Gepardin, jetzt Mutter zweier Babys, die Barfuß selbst
noch als Baby erlebt hat. Als er jetzt aus dem Jeep stieg, hat ihn Dione sofort
wieder erkannt. [...]
Die Message bleibt: Baden - Württemberg, wild, frei, innovativ. Nur die
Sozialdemokraten im Land scheinen's wieder nicht begriffen zu haben und raunzen:
"Mein Gott, Erwin, sollen wir jetzt alle kriechen?'
[Stuttgarter Zeitung, 02. 03. 2000]
Die Baden-Württemberger können zwar kein
Hochdeutsch. Aber wenn es sein muss, unterhalten sie sich auch mit Geparden. Mit
dieser Botschaft geht das Land in seinem jüngsten TV-Spot auf Sympathiefang und
präsentiert dabei Matto Barfuß, einen ausgeflippten Badener, der mit Geparden
gut kann. Ob die Zuschauer deswegen den Südwesten lieber mögen, hat bisher
noch niemand ermittelt.
Der TV-Spot der Agentur Scholz&Friends hat aber zumindest in Fachkreisen so
gut eingeschlagen, dass er vom "Art Directors Club für Deutschland'' in
Berlin eine Auszeichnung bekam [...] [Sindelfinger, Böblinger Zeitung 22. 03.
2000]
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