Barfuß
am Arbeitsplatz
(aus Forumbeiträgen seit
Frühsommer 1999)
Barfuß
am Arbeitsplatz - das ist ein im Forum oft geäußerter, aber eher selten
verwirklichter Wunsch der Barfußläufer.
Obwohl es offenkundig kaum allgemein gültige Antworten gibt, ob es möglich ist
oder nicht, lassen sich folgende Strukturen erkennen :
Wer selbständig ist, hat auch in dieser Frage mehr Entscheidungsfreiheiten als abhängig Beschäftigte.
Für denjenigen, der einen Arbeitsplatz ganz ohne persönliche Kundenkontakt hat, kommt es vorwiegend auf das Betriebsklima an, inwieweit ein (un-) ausgesprochener Dresscode zu beachten ist oder auch nicht.
Umgekehrt : bei vielen persönlichen Kundenkontakte gewinnt der Dresscode deutlich an Gewicht : wie muss ich gekleidet sein, um seriös und vertrauenswürdig zu wirken ?
Besonders strenge Dresscodes herrschen traditionell im Bankbereich.
Locker zu geht es hingegen im IT - Bereich, in Sonnenstudios und Gärtnereien / Blumengeschäften, so berichten es jedenfalls Forumteilnehmer(innen).
Frauen haben auch im Beruf - sogar im Bankwesen - weit mehr Entscheidungsfreiheit für bare Füße als Männer.
Und schließlich : wie fast immer, wenn es um Barfußbedenken geht, ist ein Teil der selbst auferlegten Beschränkungen zumindest bei warmem Wetter entbehrlich.
[1999] Ich hatte während meiner Studienzeit auch einige Jobs,
bei denen ich barfuß sein konnte.
So war ich einmal in einem Büro in einer Autovermietung. Zuerst sind wir zu zweit, eine
andere Studentin und ich, später sogar die Sekretärin im Büro barfuß gegangen. Hat
irre Spaß gemacht, und wir haben auch von einigen Kunden positive Feedbacks erhalten.
Gruß und viel Spaß
Oliver/ch
Ich hab zur Zeit zum Glück
einen
Job, bei dem ich auch barfuß im Büro herumlaufen könnte (ich mach's nur aus Rücksicht
auf den Boden kaum - zumindest zur Zeit noch ;-) ).
Meine Kollegen wissen alle von meiner "Verrücktheit", jetzt in der für
"Normalsterbliche" kalten Zeit gehe ich aber nicht barfuß, wenn wir z.B.
gemeinsam zum McDonalds gehen; wenn's dann wirklich
richtig warm ist, hab ich das aber vor, zudem noch einer von uns laut seinen Aussagen auch
barfuß geht, allerdings nur, wenn's wirklich heiß ist.
Was ich mir als Softwareentwickler (zumindest zur Zeit noch) leisten kann, nicht zuletzt
auch deshalb, weil ich bis jetzt Single bin (noch ohne zugewiesener Quotenfrau/-freundin),
ist, dass ich auch bei einem anderen Job als den jetzigen durchaus riskieren würde, von
Vorgesetzten/ Mitarbeitern/ Sonstigen gesehen zu werden, bei denen das nicht so gut ist.
Wenn dann jemand meint, "so einer" darf nicht in seiner Firma arbeiten, dann
is'
halt a' Pech. Das Barfußgehen ist mir mittlerweile zu wichtig, als dass ich einem Job den
Vorrang geben würde (solange ich, wie gesagt, nicht extrem abhängig von einem solchen
Job bin).
Ciao and bye, (:Clemens:)
Hi zusammen, angeregt durch das Forum
habe ich heute (nachdem ich schon das Wochenende über nur barfuß lief) auch mal einen
Barfuß - Arbeitstag eingelegt vom Aufstehen bis jetzt. Bei dem Wetter (rund 27 Grad im
Büro) läuft das ja eh schon unter "Selbstschutzmaßnahme".
Es war ein sehr angenehmer Arbeitstag, ohne heiße Schuhe und das ständige Verlangen
diese mal auszuziehen, nur den Teppich bzw. den kühlen Linoleum - Belag zu spüren. ...
Da ich in unserem kleinen 3 1/2- Personen- Büro (der Bundesgeschäftsstelle eines
Jugendverbandes) Geschäftsführer bin, kann mir zumindest kein Chef im Büro das
Barfußgehen untersagen (meine Chefs sind ehrenamtlich und nur selten im Büro -
vielleicht liest ja auch gerade eine/r mit ...).
Außerdem haben wir so gut wie keinen Publikumsverkehr, da fast die gesamte Kommunikation
via Telefon, eMail und Fax läuft. Das ermöglicht natürlich eine etwas legerere Kleidung
wie in einer Behörde oder einer "seriösen" Firma. Dadurch, dass wir in unserer
Zeitschrift "WALK & more" in der nächsten Ausgabe
einen Artikel übers Barfußlaufen/ -wandern bringen werden, ist das Thema
Barfußlaufen eh schon thematisiert und nicht allzu exotisch. Das schwülwarme Klima
gestern hat dann sicher auch zur Akzeptanz beigetragen. Mal schau'n was die nächsten Tage
bringen ...
Aus letztem Absatz kann man ohne weiteres schließen, dass das nicht der
letzte Barfuß - Arbeitstag war und Schuhe bei mir in den nächsten Monaten eher ein
Schattendasein führen werden ...
So langsam zeigt mein Barfußlaufen im Büro erste Auswirkungen auf die Schuhmoral. An den
warmen Tagen sind wir mittlerweile schon zu dritt barfuß unterwegs. Es ist halt doch
angenehmer, gleich ganz barfuß zu laufen, anstelle die Schuhe unter dem Schreibtisch
auszuziehen und bei jedem Schritt von diesem weg, sie wieder anzuziehen.
Das zeigt mir, dass Barfußlaufen doch sehr stark was mit dem Gefühl sozialer Akzeptanz
zu tun hat. Sobald man das Gefühl hat, etwas "normales" zu tun, zeigt sich,
dass viele ihre Schuhe doch nur aus Konvention tragen und zumindest bei dem herrlichen
Sommerwetter gerne ausziehen. Barfüßige Grüße Kai
Nachdem ich wieder recht lange abstinent von diesem Forum
war, möchte ich mich gerne mal wieder melden!
Nach einigen zwangsbeschuhten Tagen (viele Termine bei Kunden) habe ich jetzt mal eine
ruhigere Woche im Büro gehabt. Das bedeutet: Seit letztem Mittwoch habe ich keine Schuhe
mehr auch nur aus der Nähe angeschaut!
Der Vorteil: Mit der wachsenden Gewöhnung an die Blicke der Leute wächst auch das
Selbstbewusstsein und das Barfußlaufen wird zu dem, was es eigentlich ist: ganz normal!!!
Es kostet mich weder morgens einen Gedanken, ob ich es wage, noch ob ich ein Geschäft
barfuß betrete, ich mache es einfach! Das ist echt phantastisch, vor allem, weil das
Wetter auch mitspielt. ...
Es ist für mich glücklicherweise ganz einfach, auf der Arbeit barfuß zu sein, da ich
nämlich selbständig bin. Dies bedeutet, dass ich morgens zu Fuß in mein Büro gehen
kann (ca. 20 min von der Wohnung entfernt) und immer dann die Schuhe daheim lasse, wenn
ich keinen Besuch von Kunden oder keinen Besuch beim Kunden habe!
Mit erfreuten, recht schwarzen Füßen, Euer Patrick
Wenn man die Beiträge von Kai und Patrick liest, könnte
man blass werden vor Neid.
Oh Ihr Glücklichen! Genießt Eure Privilegien.
Meinereiner kann von so was nur träumen.
Ich bin in der Marketing- und Werbebranche daheim und bei meinen Kunden oder einer
Präsentation würde das eher auf seltsame Reaktionen stoßen. Außerdem hat mein Chef
auch nicht viel für´s Barfußlaufen im Job übrig.
Also: Mein spezieller Gruß an alle, die sich Barfüße im Job erlauben können - ich bin
im Büro in (neidvollen) Gedanken mit Euch! Gerald
Ich bin im Büro seit einiger Zeit die meiste Zeit
barfuß unterwegs, wenn und nur wenn keine Kunden da sind, in der Freizeit sowieso wenn
nur möglich. In Präsenz von Kunden könnte ich es mir schlicht und ergreifend nicht
leisten, das wäre tödlich fürs Image, und in meinem Beruf wäre dies fatal.
Ich habe festgestellt, dass ich barfuß besser arbeite, warum kann ich nicht erklären.
Irgend etwas scheint an dem DSS - Spruch "Set your feet free and your mind will
follow" dran zu sein.
Warum ich das darf ? Ich bin selbst der Chef. Den Dominoeffekt bei meinem Personal hat
dies aber nicht bewirkt. Eine meiner Mitarbeiterinnen ist (sehr selten) barfuß, wenn es
sehr heiß ist. Die anderen lassen es bei Tevas und Birkenstocks.
Zur Etikette: Ich habe alle meine Mitarbeiterinnen vorher gefragt, ob sie keine Einwände
hätten, und es sie nicht schockieren würde, wenn der Chef barfuß herumläuft. Es gab
keine. Die Mitarbeiter habe ich nicht gefragt. Aquajeans
Ich sitze gerade barfuß in meinem Büro (als Selbständiger kann
man sich das manchmal auch aussuchen - durch aus ein nicht zu verachtender Vorteil der
Selbständigkeit) und lese die Beiträge hier im Forum. Ich empfinde das immer als
angenehmen Kontrast, wenn ich im Büro barfuß bin und zuvor gestiefelt und gespornt beim
Kunden war :-)
Noch mal vielen Dank und liebe Grüße an alle Barfüßler. Michael
AL
Nicht nur ich scheine der Meinung zu sein, dass
es
"traumhaft" wäre, wenn man auf der Arbeit barfuß sein könnte. Eine
Zusammenstellung von Arbeitsplätzen, wo man nicht oder nur selten in Socken, Schuhe,
Sandalen hineingezwungen wird, wäre daher m.E. interessant.
Die Liste könnte z. B. so aussehen:
- Kai: Geschäftsführer der Deutschen Wanderjugend
- Miguela: Floristin
- Patrick: Selbständig
- Andreas K. und Klaus K.C. : Musikproduzenten
Sie könnte auf Wunsch auch ohne Namen und ohne konkrete Bezeichnung der Organisation
bereitgestellt werden; so würde aus Kais Tätigkeit dann z.B. "Geschäftsführer
eines kleinen Verbandes mit Bezug zur Natur" (oder - hoffentlich - etwas weniger
Gestelztes).
So eine Liste könnte für manchen sehr hilfreich sein; für mich wäre es ein
hochattraktives Kriterium, wenn ein potentieller Chef mir dies anbieten könnte. Die Frage
ist jedoch: Wer filtert die Stellen aus den Beiträgen heraus?
Weiß jemand von Euch von solchen Arbeitsplätzen im Freundes- und Bekanntenkreis?
Viele
Grüße, MarkusII
[2000] Na wenigstens bin ich nicht der
einzige der bei dieser Hitze seine Füße in Schuhe und Strümpfe stopfen muss;
wenigstens ein Trost.
Und dazu muss man sich noch von der barfüßig oder zumindest barfuß in
Sandalen arbeitenden Weiblichkeit provozieren lassen, während Mann leiden muss,
weil die Kleiderordnung für die männlichen Wesen eben Schuhe und Socken und
Krawatten vorschreibt.
In der Beziehung sind die Damen doch sehr zu beneiden. Lothar
Wieso? Habe noch nicht erlebt, dass Frauen
barfuß arbeiten dürften. Arbeite im Büro. Habe so was auch noch nicht
irgendwo gehört.
Ist das bei Dir so? Oder sollte das in Sandalen arbeitende
Frauen heißen.
Ganz barfuß kann ich mir nicht vorstellen Chris
Natürlich, warum nicht? Es kommt dabei wohl
auf das allgemeine Betriebsklima an.
Bei uns hat eine Frau mit dem Barfußlaufen angefangen, ich habe nachgezogen und
heute ziehe ich im Büro nur noch dann Schuhe an, wenn es zum Barfußlaufen zu kühl
ist oder wenn geschäftlicher Besuch ansteht.
Aber Halbschuhe im Sommer?
Wahnsinn ... wozu gibt es eigentlich Sandalen?
Na ja, ich bin allerdings kein Bankkaufmann... Charly F.
Barfuß im Büro geht schon, hängt halt
ziemlich vom Arbeitgeber ab und ob mit Publikumsverkehr gerechnet werden muss.
Bei mir im Büro (vier Personen) sind wir bei dem warmem Wetter zu zweit barfuß
unterwegs. Allerdings sind wir auch keine Bank und haben keinen
Publikumsverkehr.
Mir persönlich geht es so, dass ich barfüßig bei diesen Temperaturen viel
frischer bin und damit auch besser schaffen kann (wie man so im schwäbischen
sagt). Kai
Hallo Chris! Ich habe bei den ersten heißen
Tagen des Frühlings erst die Schuhe unter dem Schreibtisch ausgezogen (ich
trage - wenn ich dazu gezwungen bin, Schuhe an den Füßen zu haben - möglichst
leichte Sommerschuhe mit großen Luftschlitzen, ohne Socken).
Kurz darauf bin ich dann auch barfuß im Büro umhergegangen. Meine Kollegin und
mein Kollege haben nie etwas dabei gefunden; mein Teamleiter auch nicht, und
auch niemand aus unserer 40- köpfigen Abteilung.
Sobald ich das Büro verlasse, um in den Gang zum Kopierraum etc. zu gehen,
ziehe ich die Schuhe allerdings wieder an. Das bedeutet zwar dreißigmal am Tag
"Schuhe an, Schuhe aus", aber es ist tausendmal besser, als in ihnen
vor sich hinzuschwitzen, und so bin ich mehr als sieben von acht Stunden barfuß.
Eine Kollegin macht es ganz ähnlich.
Heute war externer Besuch da, um sich technische Geräte vorführen zu lassen.
Dies war zwar "nur" auf Sachbearbeiterebene, aber die Besucherin hat
die Sandalen gleich im Büro des Kollegen gelassen und ist überall "unten
ohne" herumgelaufen.
Ich glaube ganz allgemein, dass eine Reihe von Menschen eine verkrampfte
Einstellung zu bloßen Füßen hat (das sind diejenigen, vor denen viele von uns
in der Öffentlichkeit Angst haben). Diese Leute, die dann auch entsprechend
gucken, blöde Kommentare geben oder ihr Missfallen ausdrücken, sind aber
deutlich in der Minderheit.
Bei uns in der Firma ist "barfuß im eigenen Büro" etwa so, als ob
man statt eines beigen ein blaues Hemd anhätte - es ist einfach nichts dabei.
Was sollte auch dabei sein?
Es ist mir klar, dass diese Idealzustände nicht sehr weit verbreitet sind, aber
es gibt sie! ...
Ich bin auch sehr froh, dass ich im Büro (mit drei Leuten besetzt) jetzt
unter dem Schreibtisch die Schuhe abstreifen kann und auch barfuß im Büro
umher laufen kann. Weder die Kollegen noch der Teamleiter haben etwas dagegen.
Als ich heute Abend - als fast alle gegangen waren - dann auch so auf den Gang
und in den Kopierraum gegangen bin und mich ein Kollege dort antraf, sah er
dies, aber es war für ihn völlig normal; das Gesprächsthema drehte sich um
ganz andere Dinge.
Ich meine fast, dass mein "Braungebranntsein" auch
einen positiven Beitrag zur Barfußtoleranz der anderen leistet. So, dies waren
zu später Stunde meine für heute letzten Gedanken zum Thema
"Barfußlaufen"
Ein schönes Wochenende wünscht MarkusII
Kann ich auch nur bestätigen: Heute, als ich in der Uni mal wieder Sandalen anhatte, fragte mich doch gleich einer der Kommilitonen, ob ich jetzt zum Weichei geworden sei, weil ich gar nicht barfuß unterwegs war :-) Christian
Alles schön und gut, nur barfuß zur Arbeit
"kommt" wohl niemand, oder?
Ihr zieht euch dort ja "nur" die Schuhe aus. Ansonsten finde ich es
toll, dass das bei euch so locker gesehen wird! Aber so
"tausendprozentig" barfuß auf der Arbeit von morgens bis abends ist
wohl keiner.
Oder gibt es bei euch Mitarbeiter(innen), die wochenlang gar keine Schuhe
tragen, und sogar barfuß zur Arbeit erscheinen und wieder zum Feierabend gehen?
Würde mich mal interessieren. Chris
Hallo Chris, was Du ansprichst, ist natürlich
auch mein Traum. Bei uns in der Firma kann ich ihn nicht leben. Der einzige, der
dies meines Wissens verwirklichen kann, ist Kai.
Miguela schrieb ebenfalls davon.
Ich für meinen Teil streife oft noch im Fahrradkeller der Firma die Schuhe ab
und bin auf dem Heimweg dann barfuß - bis zum nächsten Morgen, bevor ich mich
auf den Weg zur Arbeit mache. Beim abendlichen Duschen geht der Schmutz ja
restlos ab, wenn man oft barfuß läuft.
Auf dem Hinweg trage ich besagte Sommerschuhe, da schwarze Sohlen mit Sicherheit
nicht mehr locker gesehen würden. Leider, leider, leider!
Ansonsten gibt es in den USA Unternehmen, in denen "Footwear optional"
gilt, z.B. auch Yahoo.
Im Silicon Valley z.B. herrscht Mangel an IT- Fachkräften;
und die Möglichkeit, sich nicht mehr mit überflüssiger und schädlicher Fußbekleidung
herumquälen zu müssen, wird als zusätzliches Argument für die jeweilige
Firma gesehen.
Ob man dort auch barfuß zur Arbeit kommt, weiß ich nicht, halte es aber für
gut möglich. Ein Unternehmen, das einen Arbeitsplatz bieten könnte, bei dem
"Footwear optional" gälte, hätte wohl nicht nur bei mir einen
RIESIGEN Pluspunkt! Viele Grüße, MarkusII
[auch mein Traum ... kann ihn nicht leben]
Ich praktiziere das schon seit mehr als einem Jahr so
(Computerspieleentwicklung). Die Firma ist jetzt zwar leider eingegangen, aber
auch beim neuen Geschäftsführer der Folgefirma hab ich in den ersten zwei
Wochen meiner Arbeit keine Probleme gehabt.
Ich will nichts verschreien, aber es scheint, als kann ich neben meinem
Traumberuf auch eines meiner Haupthobbys praktizieren, was sich dann ja auch
positiv auf die Arbeit auswirkt.
Ciao and bye, (:Clemens:)
Hallo Clemens! Meinen herzlichen Glückwunsch!
Auch hierzulande scheint es eher die IT - Branche zu sein, die diese Möglichkeiten
bietet, und außerdem scheinen bei uns in Deutschland kleinere Firmen mehr
Freiheiten zu bieten.
Immerhin kann ich außer an den Feierabenden wenigstens von Freitag Abend bis
Montag früh das "hundertprozentige" Barfuß - Feeling genießen (was
natürlich ganz entschieden zu kurz ist!!).
Wie hast Du Deine Freiheit denn so beim neuen Geschäftsführer und den Kollegen
"eingeleitet"? Am ersten Arbeitstag "einfach so" barfuß
gekommen, oder hast Du sozusagen "taktische Zwischenstufen" eingelegt?
Bin mal gespannt auf Deine Antwort! Viele Grüße, MarkusII
[Wie hast Du Freiheit beim neuen Geschäftsführer
und Kollegen "eingeleitet"?]
Dadurch dass die Sache im alten Büro gestartet ist, und auch die meisten der
paar Leute auch bisher dabei waren, habe ich überhaupt nichts eingeschliffen.
Nur als wir 3 Tage bei der Mutterfirma in Schörfling (Oberösterreich) waren,
hab ich Sandalen angehabt, allerdings nur im dortigen Firmengebäude selbst (außer
beim Sitzen) - sicher ist sicher, und außerdem um zu zeigen, dass ich mich bei
Bedarf anpassen kann (wenn mal wichtiger Besuch kommt, und ich gebeten werde,
werde ich sicher keine Probleme machen ;-) ).
Ciao and bye, (:Clemens:)
Hallo Leute, ich lese dieses Forum seit einem
Jahr, und da sich ja viele hier mit den Schwierigkeiten befassen, im
Arbeitsalltag barfuß laufen zu können, teile ich mal hier meine durchweg
positiven Erfahrungen mit.
Ich gehe seit Jahren im Sommer barfuß zur Arbeit (in einem Verlag), laufe dort
auch so herum und gehe barfuß nach Hause. Auch im Winter ziehe ich im Büro oft
die Schuhe aus, manchmal im letzten sehr milden Winter blieben sie dann auch
nachher einfach weg. Manchmal bin ich also wochenlang ohne Schuhe.
Schwarze, ganzjährig abgehärtete Füße sind bei mir normal und ich finde das
klasse. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich getraut habe, das zu machen,
aber inzwischen ist es selbstverständlich. Die Kollegen sind's längst gewöhnt
und würden sich eher wundern, wenn ich mal mit Schuhen auftauchen würde.
Einige tun's mir sogar ab und zu gleich, besonders bei sehr heißem Wetter,
allerdings nur im Haus, nicht draußen.
Vielleicht müssen die unter euch, die über Schuhzwänge stöhnen, sich einfach
auch mal trauen und sehen was passiert? Fußfranz
Hallo Franz und an alle ! Es kommt aber leider
auch drauf an wo man arbeitet !
An gewissen Orten kann man es sich nicht erlauben barfuß rumzulaufen, Du hast
eben Glück !
In meinem Fall, Steueramt, hab ich , wenn's warm ist, Ledersandalen an, und am
Schreibtisch ziehe ich die dann aus. Das ist halt so.
Am Abend gehe ich aber oft
barfuß nach Hause, in meiner Freizeit dann oft ohne Schuhe unterwegs, auch wenn
ich mit meiner Band spiele.
Also man muss sich an gewissen Arbeitsplätzen anpassen, kann mich noch glücklich
schätzen : in der Bank muss man im Anzug und Krawatte rumlaufen !!!
Grüße aus
dem sonnigen Tessin Maurizio
Immer wieder dasselbe: "was, wenn ich meinem Chef
barfuß
begegne?", wie viele außer mir würden stattdessen sagen müssen "was,
wenn ich meinen Angestellten barfuß begegne?", wie es bei mir der Fall
ist?
Ich, als stellvertretener Geschäftführer eines Einzelhandelsunternehmens,
habe mich heute die letzten 2 Stunden trotz Kundenverkehrs im Laden Barfuß
fortbewegt - zum ersten mal, dank der Motivation einzelner Postings dieses
Forums. Bei diesem Schweiß treibenden Wetter war ich relativ salopp gekleidet,
helle Jeans (hochgekrempelt) helles T-Shirt, Barfuß.
Kommentare? Ein
ungläubiges "Staunen" eines Mitarbeiters (der Blick sagte alles),
dann Zitat: "Tzzz, läuft der hier barfuß", was nicht negativ gemeint
war, sondern eher als freundliches "ach was, sieh mal an" gedeutet
werden muss. Das kam übrigens von MEINEM Chef, dem Geschäftsführer!
Es ist
leider nicht mit Worten zu beschreiben. Gut, wir in unserer Firma sehen uns eher
als große Familie als alles andere (Glück gehabt) - und das in DER Großstadt,
Berlin. Richard
Hallo Leute, da ich in einer Bank arbeite, kommt
man dort zum Barfuß laufen recht selten. Aber als ich neulich länger geblieben
bin, weil ich noch sehr viel zu tun hatte, zog ich mir meine Schuhe und Socken
aus und lief den Rest des Abends barfuß umher.
Es war sehr interessant den Boden in der Bank mal anders kennenzulernen.
Hat
jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Gruß Lupo
Nur als Kunde! Und im Hochsommer, wenn ich mit Shorts, einem luftigen Hawaiihemd und barfuß in der Bank auftauche, um Geld für den Urlaub zu wechseln, ernte ich schon so manche neidische Blicke von dem beschlipsten Personal .... Unci
Finde ich super - sollten mehr Leute machen.
ist eine interessante Erfahrung !
Ja, ich hab's auch mal getestet, als ich
samstags Überstunden schieben durfte und sonst keiner da war - bin den ganzen Tag barfuß im Büro unterwegs gewesen.
Wenigstens kommen da keine dummen Bemerkungen
:-) und 's war in keinster weise unangenehm. Andreas B.
Hallo Lupo, da ich auch in einer Bank arbeite,
komme ich hier leider auch recht selten zum barfußlaufen. Habe es aber auch
schon ausprobiert, wenn ich der letzte und einzige in der Bank war.
Dies veranlasst mich aber zu der Frage, wie Du es außerhalb der Bank innerhalb
des Geschäftsgebietes hältst. Ich bin Kundenberater und wage es normalerweise
nicht, dort barfuß zu laufen, wo mich meine Kunden oder meine Kollegen oder
meine Vorgesetzten dabei erwischen könnten; und dieses Gebiet ist leider recht
groß.
Hintergrund ist unter anderem, dass ein Kollege einmal von einem Kunden beim
Vorstand angeschwärzt wurde, weil er es gewagt hatte, am Sonntag Vormittag im
Jogginganzug durch die Fußgängerzone zu laufen und dabei einem Kunden beim
Kirchgang begegnet ist. Lothar
*An den Kopf lang* Einige Leute scheinen echt
keine richtigen Probleme mehr zu haben ...
Wie hat denn Euer Vorstand darauf reagiert? Hat er den Mitarbeitern
Jogginganzugverbot erteilt, oder hat er die Beschwerde in die Rundablage
"P" (Papierkorb) befördert, wo sie hingehört?
Was glaubt dieser Clown eigentlich soll ein Banker anziehen, wenn er z. B. mal
Joggen will?
mfG Rol
Zweimal die Woche jobbe ich ein bisschen in
einer Großgärtnerei in einem Vorort: eine ideale Barfuß - Tätigkeit.
Wenn ich einen Job mit Kundenkontakt hätte, würde ich mich das glaube ich
nicht trauen.
[Hier im Forum hat mal eine
Floristin mitdiskutiert, die immer barfuß im Geschäft war. Ein barfüßiges
Blumenmädchen -- passt doch ganz gut! Lorenz]
Es stimmt eigentlich, dass mein Nebenjob in der Gärtnerei fast etwas
Klischeehaftes hat: barfüßiges Blumenmädchen und so. Ich muss allerdings
einschränken, dass meine Tätigkeit dort - da ich keine Floristin bin - nur
eine sehr einfache ist (Wässern, Kästen und Kübel rumtragen, Kehren etc.) und
daher wenig kreativ oder gar romantisch.
Der Vorteil ist aber wirklich, dass niemand was sagt, wenn ich barfuß zur
Arbeit komme. Lotsi
Hallo Lotsi, es ist zwar nur eine einfache Tätigkeit,
aber vor den Büchern und (nach dem Studium) im Büro wirst Du noch genug hocken
müssen. Ich habe z.B. während der Studienzeit Warenerfassung im Baumarkt
betrieben. Viele tausend Artikel mussten jedes Jahr neu von Hand erfasst
(=aufgeschrieben) werden, damit sie am Inventur - Stichtag dann gezählt werden
konnten. Auch eine einfache und einseitige Tätigkeit.
Barfuß war da natürlich nicht drin, da ja auch die Kunden im Markt waren.
Insofern ist Deine Tätigkeit doch viel besser: Du kannst Dich bewegen, und
statt einförmigem Teppich- oder glattem Industrieboden hast Du
abwechslungsreichen Untergrund unter den Füßen, oft sogar Erde. MarkusII
Mein Nebenjob in der Gärtnerei ist natürlich wirklich ideal zum Barfußlaufen. In der Tat bin ich auf abwechslungsreichen Böden unterwegs, allerdings kein Gras, sondern harter Boden im Gewächshaus, Steinplatten und Erde in der Freiluftanlage, Beton im Lieferbereich und schließlich der Plastikbelag im Bus, mit dem ich zur Arbeit fahre. Lotsi
Hallo, an alle begeisterten Barfüßler, die auch bei der Arbeit Socken und
geschlossene Schuhe verpönen: Es wäre mal interessant, zu erfahren, wer im
Beruf barfuß sein darf.
Welche Berufe (außer Bademeister) eignen sich
besonders, wo gibt es Arbeitgeber, denen das schnurz egal ist, wo läuft der
Chef selbst auch barfuß rum, ist das nur in akademischen Berufen (wie Ärzte)
üblich, oder gibt es auch Arbeiten für einfache Leute (wie mich), wo das völlig
wurscht ist, ob man Socken und Schuhe trägt. ...
Ich selbst habe vor 7 Jahren meinen eigentlich sehr sicheren Job bei einem
deutschen Massenbeförderungsunternehmen verloren, weil ich luftige Sandalen mit
schwarzen Socken trug, anstatt der vorgeschriebenen schwarzen Halbschuhe. (Und
bekomme das heute noch oft von meiner Familie einschließlich Ehefrau aufs Brot
geschmiert). ...
Es wurden von Seiten meiner Vorgesetzten auch immer
wieder auf Sicherheitsvorschriften verwiesen. Fakt war jedoch, dass weibliche
Kollegen unbehelligt barfuß (also ohne die in der Dienstvorschrift geforderten
dunklen Socken) in roten, grünen etc Sandalen ihren Dienst ausüben durften.
Sie machten absolut die gleiche Arbeit wie ich. Ich bin übrigens nicht
rausgeflogen, sondern habe selbst das Handtuch geworfen. Damit bin ich dem
Rauswurf aber lediglich zuvorgekommen. ...
Seit dem habe ich keine richtige Vollzeitarbeit mehr gefunden, nur
Gelegenheitsjobs wie Taxifahren für 3,50 pro Stunde oder Schneeschippen etc
oder jetzt seit einiger Zeit einen 3-Stundenjob ohne Aussicht auf
"Vermehrung" der Arbeitszeit.
Mit 40 sollte sich aber so allmählich
mal was tun, deshalb bin ich froh über jeden Tipp, in welche Richtung ich mich
orientieren kann. ...
Für mich ist selaverständlich, dass man
nicht zu jedem beruflichen Anlass barfuß sein kann. Aber das kann ich selbst
entscheiden und deshalb bin ich auf der Suche, nach einer Arbeit (mehr als
stundenweise), die ich normalerweise auch barfuß, bzw. mit Sandalen ausüben
kann. ...
Ich denke deshalb an eine nüchterne Liste mit Jobs, die
barfüßig möglich sind, wie sie im Best Of ja auch schon angeregt wurde.
Gruß, Bernd A
Hallo Bernd A, leider fallen mir keine entsprechenden Vorschläge ein. Und ob
der deutsche Ableger von "Yahoo!" ebenfalls der "footwear optional" - Richtlinie des Mutterunternehmens folgt, wage ich zu bezweifeln.
Ich versuche, mir bei der Arbeit den Schuhzwang möglichst erträglich zu
gestalten: leichte Sommerschuhe mit Luftschlitzen, die ich so oft wie möglich (v.a. unter
dem Schreibtisch) ablege.
In diese habe ich Leder - Einlegesohlen gelegt. Ich habe
aber die Erfahrung machen müssen, dass auch diese Sohlen nach einigen Monaten
unangenehm zu riechen beginnen, wenn man die Schuhe längere Zeit "am
Stück" anhaben muss, und das, obwohl ich mich täglich dusche. Ein
weiteres Zeichen dafür, wie unhygienisch und ekelig Schuhe sind!
So trage ich z. Zt. dünne Socken in diesen Sommerschuhen, zumal ich mittlerweile an einem
anderen Arbeitsplatz bin als noch im Sommer, wo das Ablegen der Schuhe unter dem
Schreibtisch noch "erlaubt" war. Ich weiß, dass dies im Vergleich zum
richtigen Barfußlaufen eine geradezu klägliche Alternative ist, aber Du hast
die Wahl ... Und die Wahl, die Du getroffen hast, stellt Dich und Deine Familie
ja auch nicht zufrieden.
Um wieder Arbeit zu finden (allerdings ohne die
Freiheit für die Füße), fallen mir die drei Möglichkeiten Zeitarbeit,
Fortbildung (Lebensunterhalt ggf. vom Arbeitsamt finanziert), sich selber einen
Rechner mit aktueller Software kaufen und diese beherrschen lernen ein.
Bei den
Zeitarbeitsfirmen gibt es enorme Unterschiede in der Behandlung und Bezahlung
der Mitarbeiter; ebenso sind die Fortbildungen von sehr unterschiedlicher
Qualität und Arbeitsmarkt-Relevanz. Evtl. ist auch eine vom Arbeitsmarkt
finanzierte Umschulung (=Erlangung einer z.Zt. gefragten Ausbildung, vor drei
Jahren z.B. Heizungsbauer) drin.
Wenn mir ein barfußgerechter Arbeitsplatz
bekannt würde, würde ich das natürlich sofort in diesem Forum bekannt machen.
Aber leider, leider ...
In der Freizeit möglichst freie Füße wünscht MarkusII
PS: Ich weiß sehr wohl, dass das Tragen von Schuhen für einen Fast- Immer-
Barfüßer außerordentlich unangenehm ist.
Also Deine Anfrage interessiert mich auch, zumal ich Schuhzwang
auch ziemlich schlimm finde. Ob nun der Chef oder die Art der verrichteten
Arbeit auf das Schuhetragen drängt.
Also, bitte berichtet fleißig, ob Ihr an
der Arbeit die barfüßige Freiheit genießen dürft.
Am ehesten dürfte das
wohl bei Bürotätigkeiten der Fall sein, oder? Freundliche Füße, Franek
Hallo Franek, deutlicher Widerspruch!!
Ich arbeite im Büro, allerdings mit
Kundenkontakt. Ich habe das Glück, in einer Branche ohne größeren
Kleiderzwang tätig zu sein, aber barfuß wäre schlicht und ergreifend
undenkbar!
Während ich jetzt im Privatleben mit Sicherheit keine Strümpfe
trage, ist selbst das im Arbeitsleben nicht möglich (bei den Temperaturen). Ich
hätte das Problem, von meinen Kunden nicht ernstgenommen zu werden.
Mir wäre
ein Job durchaus recht, bei dem ich barfuß arbeiten dürfte. Ist meines
Erachtens in erster Linie bei Selbständigen drin. Bernd (KA)
Lieber Franek, da muss ich Dich herb enttäuschen. Bank, Versicherung u.ä.
eignen sich absolut nicht zum Barfußlaufen!!
Gründe: Kunden, informelle
Kleidungsvorschrift, etc.
Also zumindest, wenn Du Deinen Job behalten möchtest,
rate ich wärmstens davon ab!! Liebe Grüße Herbie
Ok, bei Kundenkontakt ist es genau umgekehrt; in dieser Situation kannst Du
froh sein, dass die Kleidervorschriften nicht noch weiter gehen.
Bei
Bürotätigkeiten dachte ich auch eher an solche ohne Kundenkontakt.
Freundliche
Füße, Franek
Hi Franek! Als Rechtsanwalt arbeite ich zumeist im Büro (bin nicht
selbständig, sondern angestellt) und für mich ist es undenkbar, barfuß zur
Arbeit zu erscheinen. Als "Kompromisslösung" lasse ich jedoch die
Socken weg und trage nur Schuhe.
Wichtig ist dabei, auf die Fallform der Hose
über den Füßen zu achten: So lassen sich auch Gerichtsverhandlungen ganz
locker "überstehen", ohne dass jemand das Fehlen der Socken bemerkt.
Herzliche Barfußgrüße, Markus U.
Na ja, dass ich meinen einen Nebenjob als Karate
- Übungsleiter im
Hochschulsport barfuß ausübe, ist ja schon irgendwie trivial, aber ich war im
Sommer des öfteren auch bei meinem anderen Nebenjob barfuß.
Ich arbeite
zweimal die Woche als Lehrer beim Studienkreis, einem professionellen Anbieter
von Schülernachhilfe. Als ich mich dort seinerzeit im August 1999 beworben
habe, war ich auch grade barfuß unterwegs, was meinem Chef völlig egal war.
Eine Kollegin von mir ist im Sommer auch immer barfuß, und eine meiner
Schülerinnen hat sich dann auch irgendwann mal getraut, unterm Tisch aus ihren
Schuhen zu schlüpfen.
Da mich meine Schülerinnen ohnehin für verrückt
halten, habe ich von ihnen auch keine weiteren Kommentare gehört... :-) SchnaXeL
Hallo, Ich bin Lehrer bei Kindern von 10 à 11 Jahre alt. Vom ersten September
können die Kinder bei mir barfuß in die Klasse gehen. Ich laufe auch barfuß
und die meisten lieben das.
Jetzt sind wir November, und ich bin noch immer barfuß in die Klasse. Stany (aus Belgien)
Ich arbeite als Gärtner in einem großen Gartencenter und bin
seit April bei der Arbeit immer barfuß.
Mein Chef hat verlangt, ich soll eine
Erklärung unterschreiben, dass ich nicht versichert bin, wenn mir bei der Arbeit
was an den Füßen passiert. Ich habe das sofort unterschrieben und bin froh, dass ich weiter barfuß arbeiten darf.
Schuhe gehören eigentlich auf den Müll,
aber ich habe mir noch nicht getraut sie wegzuschmeißen, obwohl sie noch von
früher ziemlich durchgelaufen sind.
Ich warte vielleicht noch bis Januar, dann
ist immer noch Zeit sie wegzuschmeißen.
Barfuß grüßt Euch Waldemar.
Also meiner Erfahrung nach ist es zumindest in Österreich so, dass alle Jobs
im Dunstkreis von Biologie, Gärtnerei und Landwirtschaft recht barfußtolerant
sind.
Meistens wohl auch nicht für ständig, aber es gibt doch viele
Gelegenheiten und immer wieder auch Gleichgesinnte.
(So nebenbei: Diese Jobs
haben nur einen Nachteil: Sie sind chronisch unterbezahlt - auf allen Ebenen,
wenn man so sagen will.)
Liebe Barfuß - Grüße! Harald
Hallo Barfüßer, am Freitag hatte ich ein
super, barfüßiges Erlebnis am Arbeitsplatz.
Ich erwartete Besuch von einer
Mitarbeiterin einer Versicherung. Es war reiner Zufall, dass ich gerade zu dem
Zeitpunkt auf unserem Betriebshof unterwegs war, als die junge Frau mit Ihrem
Wagen bei uns ankam. Sie stieg barfuß aus Ihrem Wagen aus und kramte erst mal
ein Paar Riemchen - Sandalen hinter Ihrem Sitz hervor und schlüpfte hinein. Ich
schloss daraus, das Sie barfuß gefahren war. Ansonsten war Sie sportlich, aber
gut gekleidet.
Ich sprach Sie mit den Worten an: "Sie können wegen mir
auch barfuß bleiben. Ich würde am liebsten auch überall barfuß laufen."
Sie lachte, als Sie mir die Hand gab und es entwickelte sich ein kurzes Gespräch
über die Vorzüge des Barfußlaufens.
Während des Gesprächs erzählte Sie
mir, dass Sie an Ihrem Arbeitsplatz (Büro mit einer Kollegin) immer barfuß
ist. Sie behielt aber aus Sicherheitsgründen die Sandalen an. Wir gingen dann
in unser Besuchszimmer und Sie zog sofort wie selbstverständlich Ihre Schuhen
aus. Ich machte es Ihr nach. Da ich keine Socken an hatte, und ich um Ihre
Vorlieben wusste, war dies auch kein Problem.
Das sich anschließende,
geschäftliche Gespräch verlief für beide Seiten zur vollsten Zufriedenheit.
Ein so sachliches und offenes Gespräch hatte ich seit langem nicht mehr
geführt, obwohl es um "echtes Geld" ging. Lag es daran, dass wir beide
barfuß waren und vielleicht durch die gemeinsamen Vorlieben die "Chemie"
stimmte ?
Beim Herausgehen hatten wir beide unsere Schuhe schon vergessen und
standen barfuß an der Tür, als es mir auffiel. Ich holte unsere Schuhe und Sie
ging zum Auto. Sie blieb direkt barfuß, und wie ich sehen konnte, waren Ihre
Sohlen schon mächtig geschwärzt. Es war also nicht Ihr erster Barfußauftritt
an diesem Tag.
Da heute Samstag ist und ich nur im Büro zu tun habe, sitze ich
heute zum erstenmal auch barfuß am Arbeitsplatz. Ein irre freies Gefühl.
Wahrscheinlich wird es eine Ausnahme bleiben – LEIDER!?! Schöne Grüße mit
baren Füßen Klaus_sg
Jetzt hab ich endlich den Traumjob gefunden,
den man barfuß machen kann: Pilot bei Maledivian Air Taxi.
Fast alle Piloten und CO-Piloten der Airline sind barfuß auf ihren
Wasserflugzeugen im Einsatz. Das interessante dabei ist, dass noch vor zwei bis
drei Jahren die "Barfüßer" in der Minderzahl waren und ich dieses
Jahr nur einen Copiloten mit Sandalen gesehen habe.
Echt genial für alle, die im Job barfuß sein wollen. Tja, fliegen müsste man
können ...
Gruß Oliver/CH
[2001]
Wer bei den jetzt hoffentlich steigenden Temperaturen gerne im Büro
die Schuhe ausziehen möchte, um der Sommerhitze zu entgehen, aber sich nicht so
recht traut, einfach nur "so" barfuß zu sein, dem kann ich noch einen
Tipp geben:
Eine Plastikschüssel oder ein Eimer Wasser unter dem Tisch und die
nackten Füße reingestellt, wirkt wie ein Wärmetauscher. Auch bei größter
Hitze bleibt der Kopf dann kühl. Damit kann man dann auch die Kollegen oder die
Sekretärin überzeugen, die in der Hitze schmoren.
Ein ehemaliger Kollege hat
in seinem Büro regelmäßig von seiner Sekretärin im Sommer eine
Wasserschüssel bringen lassen. Oben korrekt mit Hemd, Krawatte und oft auch
Sakko gekleidet, steckten die Füße unter dem Schreibtisch in einem Bottich
Wasser. Während andere längst vor Hitze vergingen, war er frisch wie am
Morgen.
Anfangs lächelte man noch über seinen "Spleen", später
beneidete man ihn. Ich übernahm diese Idee dann während meiner Diplomarbeit im
überhitzten Dachgeschoss meiner WG - optimal!
Kai
Hallo Kai, dem kann ich nur beipflichten und ich mach das ab und zu auch im
Büro! Es wirkt wahre wunder ... übrigens diesen 'Wärmetauschertrick' hat auch
schon ein Tagesschausprecher des SF DRS1, ich glaube es war damals Peter Achten,
während der Sendung praktiziert.
Prädikat: sehr empfehlenswert.
Marc (CH)
Hallo ihr!
es ist zwar ein Großraumbüro in dem ich arbeite, aber hier laufe ich seit
etwa 6 Wochen barfuß. Die meisten Kollegen fragen nur ob es mir nicht zu kalt
ist.
Das Büro ist klimatisiert. Selbst wenn draußen Sturm und Regen herrschen
gehe ich barfuß im Büro. ...
Viel Spaß beim Hobby
Euer Matze
Hi Matze,
toll zu lesen, dass sich endlich mal jemand traut, ohne Schuhe zu arbeiten.
Ist das ein sehr progressives Unternehmen? Wie hat Dein unmittelbarer
Vorgesetzter reagiert? Wie waren die Reaktionen Deiner Mitarbeiter in den
Pausen, wo doch sicher Deine Füße Thema Nummer Eins waren?
Bernd (Gi)
Na ja, Pause gibt`s bei uns eigentlich nicht so recht. Mein Chef hat genauso
reagiert wie alle anderen: Ist dir das nicht zu kalt?
Jetzt sitze ich in der Nachtschicht, natürlich barfuß; einfach herrlich! ...
Darauf gekommen bin
ich, als ich einen Kollegen gesehen habe, der ebenfalls barfuß unterwegs war.
Bei uns sagt auch niemand was. Im Gegenteil: es laufen verhältnismäßig viele
Kollegen so rum.
viel spaß grüßt Matze
Nachdem ich gestern noch mal einen vorsichtigen barfüßigen Testlauf auf der
Arbeit habe laufen lassen und den Abteilungsleiter dann auch noch so am Rande
gefragt habe, ob man hier 'was dagegen hätte, wenn wer barfuß läuft und er
mir grünes Licht gegeben hatte, bin ich heute barfüßig auf der Arbeit
erschienen und dann den ganzen Tag auch so auf der Arbeit geblieben.
Es hat
niemand 'was gesagt und ich wurde auch nicht komisch angeschaut.
Geht es anderen auch so?
Vielleicht hat ja niemand auf der Arbeit 'was
dagegen und vielleicht läuft man auf der Arbeit nur nicht barfuß, weil man
glaubt, dass man sich an bestimmte Konventionen halten muss? ...
Heute bin ich übrigens zum ersten 'mal auf der Arbeit auf meine
Barfüßigkeit angesprochen worden (seit drei oder vier Wochen geistere ich dort
auf nackten Sohlen rum). Eine junge Frau mit hohen Stöckelschuhen und meine
Chefin persönlich. Nichts negatives; sie waren nur erstaunt.
Liebe barfüßige Grüße
Eva H.
Hallo Eva,
ich laufe seit etwa sechs Wochen barfuß in der Arbeit.
Ich habe es ebenfalls mal gewagt, als ich gesehen hatte, dass Kollegen schon
mal barfuß gelaufen sind, ohne dass sich jemand beschwert.
Inzwischen gehe ich
schon seit einer Woche barfuß zur Arbeit und es hat noch nie jemanden gestört.
Allerdings habe ich für etwaige Kundenkontakte, die zwar selten, im Prinzip
aber vorkommen, immer ein Paar Schuhe in Reichweite (im Schrank).
In der
IT-Branche sind die Konventionen nicht so streng. Und selbst, wenn ich mich
einmal verschätzen sollte, dürfte eine entsprechende Bemerkung des Chefs kaum
Folgen habe, wenn ich ohne großes Getue nachgebe.
Ich hoff, dass sich noch mehr Leute mit entsprechenden Erfahrungen hier
melden, da es mich schon interessieren würde, wie hier so die Spannbreite der
Toleranz ist.
Detlev
[In IT-Branche sind Konventionen nicht so streng]
Dies kann ich bestätigen (ich bin Programmierer in einem Softwarehaus).
[Ich hoff, dass sich mehr Leute mit entsprechenden Erfahrungen hier
melden, da es mich schon interessieren würde, wie die Spannbreite der
Toleranz ist]
Seitdem ich das erste Mal barfuß zur Arbeit erschienen bin, hatte ich
deshalb noch nie Probleme, eher positive Erlebnisse:
als ich auf unserer letzten Weihnachtsfeier im Schwarzwald (Hallo Katja
M, Du
bist nicht die einzige, die so extrem ist, das ganze Jahr über barfuß zu sein)
habe ich meine obersten Chefs (das Ehepaar Herr und Frau H.) kennengelernt
(immerhin "Herrscher" über mehr als 200 Mitarbeiter).
Unter anderem sind natürlich meine bloßen Füße aufgefallen, und als ich
dann im Laufe des Gesprächs gefragt wurde, ob ich auch barfuß zu Kunden gehen
würde, dachte ich schon "Oh jeh, jetzt kommt's". Ich habe dann
geantwortet, dass ich ja relativ selten beim Kunden bin und ich war schon dabei
hinzuzufügen, dass ich dafür auch Schuhe tragen könnte, falls dies gefordert
sei. Doch zu meiner Überraschung bekam ich die Antwort, dass es schon ok sei
und dass ich ruhig so weitermachen solle.
Außerdem sagte Frau H. noch zu ihrem Mann, dass sie in der wärmeren
Jahreszeit auch einmal barfuß gehen sollten.
Ob sie es getan haben, weiß ich
nicht, was ich aber weiß ist, dass Frau H. beim Abendprogramm unserer letzten
Firmenveranstaltung im Mai auch einmal für ein paar Minuten barfuß auf der
Tanzfläche aktiv war.
Schöne Füße
Peter (peter_w_g)
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, ich arbeite jedenfalls beim
Staatsarchiv in Wien und habe da noch nie wem barfuß xehn, und der Personalchef
ist immer in Anzug und Krawatte, der Generaldirektor auch meistens, ich glaub',
ich kann's mir einfach nicht erlauben, weil hier halt leider schon auf gewisse
Konventionen geachtet wird!
Bin schon froh, dass ich in kurzer Hose und
Boxerleiberl kommen kann, wenn's warm genug ist...
Schöne Füße aus dem sommerlichen (über 30°) Wien
Robert
[kann's mir nicht erlauben, weil hier auf gewisse Konventionen geachtet
wird]
Gibt es denn keine Gelegenheit, z.B. einen Betriebsausflug oder ein anderes,
ungezwungeneres Zusammensein mit Kollegen und Vorgesetzten, bei dem du das Thema
mal ansprechen kannst?
[Bin froh, dass ich in kurzer Hose und Boxerleiberl kommen kann, wenn's
warm genug ist]
Ich weiß ja nicht, was du genau machst ... wenn du eh im Büro rumsitzt,
kannst du ja mal die Schuhe/Sandalen am Sitzplatz ausziehen und dann, wenn du
z.B. zum Kopierer gehst - oder zur Kaffeemaschine :) - "vergessen",
sie wieder anzuziehen. Wenn dann niemand sich mokiert, gewöhne die anderen
Leute schrittweise an mehr ...
Hilfreich ist vielleicht auch, dich mit freundlichen Kollegen mal in der
Freizeit zu treffen, wenn du barfuß bist.
[asc]
Hm, das dürfte vielleicht schwierig werden, weil unser Büro (ein Kollege
und ich) ist etwas weiter hinten nach einem längeren Gang, wenn ich da mal
Richtung Kanzlei (da ist auch der Kopierer) ohne Schuhe gehen würde und mir
mein Personalchef so entgegen käme, da weiß ich dann nicht, was dann wäre, im
Winter habe ich mal eine Zeit lang eine lange Jogger-Hose angelassen, weil mir
die Umzieherei im Büro auf die Nerven gegangen ist, und da hat der Personalchef
schon was deshalb gesagt, weiß nicht mehr den genauen Wortlaut, und es wäre
gar nicht so wegen ihm selbst, aber wegen auswärtigen Besuchen, denen das
auffallen könnte, da wäre barfuß ja dann noch viel extremer für solche
Leute... - ich glaube, ich kann mich da nur auf's Bürozimmer beschränken, wenn
ich nicht in Erklärungsnotstand geraten möchte und nicht Gefahr laufen
möchte, Nervenflattern zu bekommen!
[Hilfreich ist, dich mit freundlichen Kollegen in
Freizeit zu treffen, wenn du barfuß bist]
Das geht auch nicht so leicht, weil ich einen ganz anderen Tagesrhythmus habe
als mein Kollege, ich bin eher zeitig im Büro, er eher später, dafür kann er
auch erst später heim, er ist im Rollstuhl und daher meistens aufs Auto
angewiesen, ich radle gern in der Freizeit, na ja, in einem großen,
bundeseigenen Betrieb geht's halt nicht immer so leicht!
Aber dafür schaue ich schon in der Freizeit, dass ich meinen Füßen
genügend Freiraum lasse!
Schöne Füße
Robert
Ich arbeite seit fast 9 Jahren auf dem Steueramt, ich habe ein kleines
"eigenes" Büro, ca. 3 x 2 m groß. Da ich, wenn's warm ist meistens
mit Sandalen zur Arbeit gehe, kann ich diese schnell mal abziehen im Büro.
Ansonsten kann ich nicht Barfuß rumlaufen, der Chef hat mich vor Jahren sogar
wegen meiner Espadrillas gerügt, zum Glück hat er das wohl vergessen. Kurze
Hosen sollen wir auch nicht anziehen (bei den Frauen sieht er das aber gerne
...)
Wenn nach 17,00 fast niemand mehr rum ist, bin ich meistens ohne Sandalen
unterwegs, nach Hause gehe ich auch oft unten ohne, wenn der Teer nicht zu heiß
ist.
Privat spiele ich Querflöte (und percussions) in einer funk-band, letzten
Freitag konnte ich an einem open air mit einer irish-pop band ein paar stücke
mitspielen, da hopste ich barfuß über die Bühne.
Die Sängerin und die Geigerin waren übrigens auch barfuß !
Weiterhin barfüßiges Wetter an alle !
hier fängt es gerade zu regnen an ... ist übrigens auch super im regen
rumzustampfen !
Ciao Piffero
Und dazu ein Medienbericht:
Mit Kompass und Rucksack durchs Wattenmeer
Pellworm – An der Wattkante überprüft Knud Knudsen noch schnell seinen
Kompass: "Das ist meine Lebensversicherung." Dann hängt er sich einen
wetterfesten gelben Rucksack auf den Rücken, und ab geht die Post.
Im strammen Tempo marschiert der 46-Jährige von der nordfriesischen Insel
Pellworm bei Ebbe ins Wattenmeer hinaus zur sieben Kilometer weit entfernten
Hallig Süderoog.
Knudsen ist der einzige Wattenzusteller der Deutschen Post an der Nordseeküste.
Zweimal in der Woche ist er nach Süderoog unterwegs, um den einzigen Bewohnern,
dem Ehepaar Hermann und Gudrun Matthiesen, die Post zu bringen. Knudsen hat den
Job erst im Juli vom Halligpostboten Jens Jensen übernommen. [...] Knudsen ist
mit der Familie Liermann nicht verwandt, fühlt sich aber der Tradition
verpflichtet, seinen Job zuverlässig und pünktlich auszuüben. Dafür hat er
sich bei der Post vertraglich verpflichtet. Pro Tour bekommt er 80 DM. Davon
kann er natürlich nicht leben. "Das ist nur ein kleines Zubrot", sagt
der braun gebrannte Friese [...] Der gebürtige Pellwormer kennt das Wattenmeer
wie seine Westentasche: "Und den Tidenkalender habe ich im Kopf."
Bei ablaufendem Wasser bricht er am Vordeich in der Nähe der Tammwarft auf.
Sein Weg führt durch schlammigen Schlick, über harten Sandboden und auch durch
drei Priele, wobei er in der mittleren Rinne wegen des knietiefen Wassers und
der vielen Muscheln besonders vorsichtig gehen muss. Und das vor allem in den
Sommermonaten, wo er grundsätzlich nur barfuß und in kurzen Hosen unterwegs
ist, "weil ich so die Natur am besten spüre". [...]
Er freut sich vielmehr, dass er endlich seinen Traumjob gefunden hat: "Da
draußen im Watt ist man ein ganz anderer Mensch. Vor allem abends, wenn man so
ganz allein in der unendlichen Weite bei völliger Stille unterwegs ist und
einen Sonnenuntergang erlebt. Das ist wie in einer anderen Welt. Das sind
einmalige Erlebnisse und wunderbare Gefühle." [...]
[Kieler Nachrichten, 24. 08. 2001]
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