Dauerhafte Schwärze
(Forumbeiträge zum 01. 04. 2004)
Vorab
erst einmal der Warnhinweis wie im Fernsehen:
Liebe Kinder - nicht nachmachen !!!
Bisher habe ich mich aus den Diskussionen herausgehalten, welche Farbe von
Fußsohlen "ideal" ist. Daran ändert sich auch jetzt nichts, jeder
soll nach seiner Façon selig werden. Jedoch glaube ich herausgehört zu haben, dass
schwarz zu den Favoriten gehört. Man kann natürlich nach Indien
reisen,
wie Steve es gemacht hat.
Dieses ist aber sicher nicht die billigste Variante. Auch kann nicht garantiert
werden, ob das Schwarz nicht mit irgendwas anderem kontaminiert ist.
Daher mein
folgender Tipp, wozu habe ich sonst jahrelang Chemie studiert:
Da die Füße ein hochwertiges Gut sind, sollten sie auch nur mit Mitteln
behandelt werden, die auch hochwertig sind. Gut wäre zum Beispiel Ruß zum
Anschwärzen. Aber selbstverständlich kein Schornsteinruß, denn dieser
enthält krebsverdächtige Benzpyrene. Es muss Ruß sein, der in einem
ISO-zertifizierten Betrieb hergestellt wird. Da das Material auch "an den
Menschen" gelangt, muss es nach GMP (good manufacturing practice)
hergestellt werden. Da Füße unter anderem eine ähnliche Funktion wie
Autoreifen haben, eignet sich zum Beispiel Ruß, wie er zur Herstellung von
Autoreifen benötigt wird.
Achtung: Man unterscheidet zwischen Karkassenrußen
und Laufflächenrußen. Da die Fußsohle eine Lauffläche ist, dürfen nur
Laufflächenruße zur Anwendung kommen (Karkassenruße, z.B. FEF, HMF, GPF) sind
übrigens nicht echt schwarz, sondern besitzen einen Grauschimmer).
Nicht
empfehlen kann ich ferner den Rußtyp SRF-LM. Dieser wird für die Laufflächen
von Treckerreifen verwendet, und wer möchte schon mit einem Trecker verwechselt
werden? Gut dagegen ist Ruß vom Typ HAF (high abrasion furnace), dieser findet
Reifen von Sportwagen Verwendung.
Um den Ruß auf die Fußsohle zu befördern, benötigt man noch ein geeignetes
Bindemittel. Bei der Verwendung von Formaldehyd wird die Sohle einmal
geschwärzt und zum anderen gehärtet infolge Bildung von Polymeren.
Für
richtige Barfüßer ist das natürlich nichts, sie wollen ihre Fußsohlen nicht
mit Chemikalien erhärten, sondern durch Training. Im Gegenteil: Sie bevorzugen
ein Bindemittel, was die Fußsohlen aufweicht. Somit kann einmal der Ruß in
tiefere Schichten eindringen, und zum anderen kann man stolz sein, dass man
TROTZ Weichmacher in der Lage war, seine Fußsohlen abzuhärten. Dibutylphthalat
(DBP, Phthalsäuredibutylester) ist ein Weichmacher, der etwa dem Polyethylen in
Plastiktüten beigemischt ist, er eignet sich bestens zur Behandlung der
Fußsohlen. Aber auch Diethylphthalat und Diisopropylphthalat sind geeignet.
Wer daran interessiert ist, dass der Ruß lange erhalten bleibt, der sollte
warmes Wasser und Seife meiden wie der Teufel das Weihwasser. Wer beim Füße
waschen selektiv den echten Dreck entfernen will, nicht aber den Ruß, der
sollte Eiswasser verwenden, das leider aber noch nicht via Wasserhahn
zugänglich ist. Eine Eis-Kochsalz-Mischung ist noch
"schwarzschonender", da sie eine tiefere Temperatur besitz als
Eiswasser. Gewarnt sei aber vor der Anwendung von einer Mischung aus Methanol
und "Trockeneis" (Kohlendioxid im festen Aggregatzustand). Zwar
erreicht man damit eine noch tiefere Temperatur, jedoch löst das Methanol einen
nicht unerheblichen Teil der Schwärze wieder aus der Hornhaut.
Hat jemand Interesse an weißen Fußsohlen? Dem empfehle ich statt Ruß entweder
Zinkoxid oder Titandioxid, wobei letzteres von Barfüßern bevorzugt wird, die
gerne ein geringeres Körpergewicht hätten.
Übrigens: Während meines Chemiestudiums habe ich selber in den Semesterferien in einem Rußwerk in Hamburg-Waltershof in der Antwerpenstraße gearbeitet, mit
Schuhen. War trotzdem eine Riesen-Mohrerei. Barfuß war ich in diesem Betrieb
nur unter der betriebseigenen Dusche nach Schichtende. Stadtteil und Straße
sind noch heute real existierend, nicht aber das Rußwerk, es fiel der Abrissbirne
zum Opfer.
Ich hoffe, dass man mir diesen etwas trocknen und chemielastigen
off-topic-Beitrag mal verzeiht, aber gerade heute sollte das doch erlaubt sein.
Mit mohrigen Grüßen
Michael aus Zofingen
Michael, bei Deinem Know-How und den vielen Chemikern hier im Forum und vor
allem den vielen Schwarzsohlen Fans: lasst uns eine Firma gründen: die
Schwarzfuß GmbH & Co KG so richtig mit Forschung und Entwicklung,
Produktion, Qualitätsmanagement und -Kontrolle, Vertrieb und so weiter, die
Tochtergesellschaft in Indien hat zwar keinen Vertrieb, beschafft aber den
Rohstoff, dann brauchen wir nicht den teuren GMP-Ruß. Bezpyren kann man auch
extrahieren und zu Ruß weiterverarbeiten.
Die Werbefritzen werben wir bei der Turnschuhindustrie ab! Vor der Barfußdisco
werden wir Probepäckchen verteilen ...
Das kann nur bergauf gehen!
Die schwärzesten Füße, die es je gab!
...wünscht Euch hans
Hallo hans, so bekommt Ihr das Zeug alleine nicht los, auf dem Beipackzettel muss ALS
NEBENWIRKUNG stehen, dass es bei regelmäßiger Anwendung zur schnellen, aber
gesundheitlich unbedenklichen Gewichtsabnahme kommt und dass barfuss joggen
diese Nebenwirkung noch verstärkt..
Wegen der in der "Discoversion" enthaltenen "Pheromodingsda"
wurden auch sehr häufig deutliche Erhöhungen der attraktiven Werte bei den
Testprobanden beobachtet..
Den Vertrieb empfehle ich über Versandhandel, Werbung mit attrakt. Barfußmodels
in Teeny- und Lifestyle- Printmedien inkl. Bestellcoupon,
Webkontakt, Infohotline 0190.., absehbares Verkaufsverbot wg. anstehender
Einstweiliger Verfügung des BGA auf Grund Verdacht auf Verstoß gegen BTMG,
dazugehöriger Presseskandal etc..
Erste April Marketingabt. by Barfussjan
Zum Aprilscherz von 1999 : Barfußeinkaufsrabatt am 1. April 1999
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