| [Das Barfußtierchen] | [Barfuß und Brain Transplant] |
Liebe Leser,
heute habe ich Ihnen wieder ein ganz possierliches Tierchen mitgebracht. Das
Barfußtierchen!
Es ist ein wirklich friedliches Tierchen, das keinem Menschen etwas zuleide tut,
wenn man ihm seine Freiheit lässt. Das Barfußtierchen ist leicht zu
beobachten, es hält sich meist in den großen Städten mitten unter uns auf,
einzelne, besonders naturverbundene Exemplare findet man aber auch in
abgelegenen Wildnisgebieten auf der ganzen Welt.
Man kann es leicht entlarven und dingfest machen, denn es hinterlässt in öffentlichen
Gebäuden oft seine markanten, schwarzen Sohlenabdrücke und hat eigentlich
keine natürlichen Feinde.
Dies führte dazu, dass das Barfußtierchen in Europa und Nordamerika fast an
den Rande der Ausrottung gebracht wurde. Die systematische Verfolgung durch die
Sittenwächter führte dazu, dass das Barfußtierchen seine natürliche
Zutraulichkeit weitgehend ablegte und sich oft nur noch schüchtern und in der
Abgeschiedenheit des Waldes ans Tageslicht traute.
In den letzten Jahren hat sich das Barfußtierchen aber wieder deutlich erholt
und man sieht sie wieder regelmäßig auch am hellen Tag durch die Städte
streunen, auf der Suche nach Artgenossen. Wenn sie dann zusammentreffen, gibt es
meist ein großes Hallo, und man zieht dann zusammen durch Stadt und Land.
Das Barfußtierchen sichert seinen Lebensunterhalt wie alle anderen Menschen
durch Arbeit. In diesem Bereich herrscht aber noch viel Aufklärungsbedarf, denn
die meisten Menschen sind nicht bereit, Barfußtierchen an ihrem Arbeitsplatz zu
dulden. Dabei ist längst wissenschaftlich nachgewiesen, dass Barfußtierchen
ihre Arbeit absolut korrekt verrichten.
Barfußtierchen sind meistens sehr intelligent und haben oft sogar studiert und
üben verantwortungsvolle Berufe aus.
Schauen Sie her, was für ein drolliger, liebenswerter kleiner Kerl das ist, er
lässt sich von mir völlig ohne Scheu an den Füßen kitzeln, er fühlt sich
richtig wohl dabei.
Wir sollten diesem possierlichen kleinen Tierchen seinen Platz in unserer
Gesellschaft erhalten und es ihm öfters gleich tun und barfuß gehen. Schauen
Sie her, auch ich habe heute meine ollen Schuhe zu Hause gelassen und ziehe
nachher mit dem Barfußtierchen zusammen durch die Stadt.
Wenn Sie mehr über die Lebensgewohnheiten des Barfußtierchens erfahren möchten,
lesen sie nur schön aufmerksam die Beiträge in diesem Forum, da erfahren sie
alles, von der Psyche, Essgewohnheiten, Arbeit, Hobbys, Urlaubsgewohnheiten,
Sport usw.
Nur was die sexuellen Gewohnheiten betrifft sollten Sie vielleicht doch lieber
in anderen Foren nachlesen. Das gibt es hier, wenn überhaupt, nur sehr selten
zu lesen, bevor es gelöscht wird.
So viel für heute.
Wenn Sie für die Erhaltung des Lebensraumes des Barfußtierchens etwas spenden
wollen, können Sie das ganz einfach und ohne finanziellen Aufwand tun, in dem
Sie es einfach in Ihrer Umgebung akzeptieren.
Bis zum nächsten Mal
Ihre Barfußtierchen
genial :-)) Kai W.
Klasse, habe mich köstlich amüsiert! MarkusII
Ist das süüüüüüüüüüß! Francisco
Löschen verboten! Sven (BS)
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Barfuß und Brain Transplant
(Forumbeitrag im Herbst 2000)
Franz K., der mit Internet Aktien sehr schnell
steinreich geworden war, konnte sein Glück nicht voll genießen, weil ihn
plötzlich sein Erinnerungsvermögen fast völlig im Stich ließ. Sein Hausarzt,
Dr.H, sagte: Das einzige das man hier tun kann ist ein Gehirn Transplant. Ich
empfehle ihnen Prof. K., der ist bei weitem der Beste.
In der Praxis des
Professors wurde Franz von dem Fräulein Dr. B, rothaarig, hübsch, sehr
ernsthaft und barfuß, gründlich untersucht. Schließlich sagte sie: "Sie sind
in guter Gesundheit und ein idealer Kandidat für einen Transplant. Der Herr
Professor wird Ihnen das Weitere erklären. Ich schlage vor daß wir in den
Ausstellungsraum gehen, Sie können sich dort ein Gehirn aussuchen."
Im
Ausstellungsraum war ein großes Angebot von Gehirnen, tiefgekühlt und unter
Glass, mit einem Schildchen, das die Herkunft und den Preis per kg, in Euros,
zeigte. Zum Beispiel: "Oberschwäbische Kuhbauern (gummibestiefelt) 80
Euros", "Promovierte Chemiker 160 Euros", "Oberpfälzische
Rechtsanwälte 320 Euros", "Landwirtschaftliche Sicherheitsingenieure aus
Polen 3200 Euros". Und ganz in der hinteren Ecke war eine Vitrine betitelt
"Barfüßler, Tagespreis, 500 000 bis 800 000 Euros ".
Das Fräulein
Doktor sagte: "Barfüßler" ist unsere Spezialität und ich empfehle
Ihnen dringend, daß Sie sich dafür entschließen. Der Herr Professor wird
Ihnen das im Detail erklären.
Der Herr Professor, Schnauzbart und Kneipp
Sandalen, sagte: "Der Gehirn Transplant ist eine relativ neue Prozedur, und das
Risiko für Komplikationen ist sehr hoch. Unsere Forschung hat jedoch gezeigt,
daß Komplikationen praktisch Null sind, wenn der Patient nach der Operation
100% barfuß geht.
Das Problem ist, daß die meisten Patienten das nicht tun
können, weil sie das Barfußlaufen verlernt haben und weil sie die Hemmungen,
sich so zu zeigen, nicht überwinden können.
Wenn wir Gehirn einpflanzen, das
für Barfußlaufen programmiert ist, haben wir natürlich dieses Problem
gelöst. Übrigens, seit dieser Forschung, sind viele unserer Mitarbeiter
überzeugte Barfüßler geworden, das Fräulein Doktor werden Sie kaum einmal
mit Schuhen erwischen. Und ich selber habe meinen eigenen 3Km langen
Barfußfühlpfad, mit Sand von Australien, mittelalterlichen Pflastersteinen von
der Steinernen Brücke in Regensburg, barnyard dirt von Jimmy Carters Farm in
Georgia und Granit from the foothills of the Nanga Parbat. Und einmal in der
Woche bekommen wir frischen Schnee aus Nepal."
Franz K. dachte an den Preis. Er
hatte zwar schon zweimal soviel für ein langes Wochenende mit seiner Freundin
In Atlantic City auf den Kopf geschlagen, aber er war anderseits ziemlich
knickerig. Und so konnte er sich nicht verkneifen von dem Professor eine
Erklärung für die unglaublichen Preisunterschiede zu verlangen.
"Well, you see",
sagte der Professor, der das Transplant Business in Pittsburgh gelernt hatte und
der seitdem eine Vorliebe für 50/50 Sätze hatte, "es gibt da zwei Gründe.
Erstens sind Barfüßler in unseren Breitengraden sehr rar, und dann sind 30%
virtuell und die haben kein Gehirn.
Und zweitens, und ich zögere das zuzugeben,
aber ich wette, Sie können sich nicht vorstellen, wieviele Barfüßler wir
brauchen, bis wir schließlich ein Pfund Gehirn zusammengekratzt bekommen."
Nix
für ungut. Otto
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