Holgi
interessiert sich für das Barfußlaufen im Herbst
(Forumberichte im Herbst 2000)
Beinhart- oder barfuß durch den Herbst ...
Hallo! Muss mich heute mal wieder mit einer wichtigen Frage melden. Ich bin von
dem Ehrgeiz besessen, dieses Jahr noch so lange wie möglich im Freien barfuß
zulaufen.
Sehe aber da ich ein bisschen verfroren bin, schon Probleme bezüglich nasses
Laub, Kälte, Regen und zuguterletzt auch völlig verstört blickender
Mitmenschen auf mich zukommen ...
Vielleicht kann mir ja jemand diesbezüglich einige Tipps geben?
Ist eventl. der verstärkte Konsum von scharfen Schnäpsen der richtige Weg?
(kleiner Scherz)
Ansonsten (noch-)schuh und strumpffreie Grüße von Holgi
Hallo Holgi,
[bin von Ehrgeiz besessen, dieses Jahr noch so lange wie möglich im Freien
barfuß zulaufen ] Nimm's locker, tu es "just for fun" und vor
allem bei schönem Wetter.
Ich bin letztes Jahr am 1. November bei Temperaturen um 20° noch mit echtem Genuss
barfuß über sonnenbeschienene Wiesen spaziert. Kurz darauf kam viel Schnee --
cool!
[bisschen verfroren, Probleme bezüglich Laub, Kälte, Regen und verstört
blickender Mitmenschen ] Zieh' Dich warm genug an und bleibe in Bewegung!
Der Kältereiz an den Füße sorgt schon dafür, dass genug Körperwärme
produziert wird. Und das wirkt nachhaltig, Du hast tagelang warme Füße.
Was verstörte Mitmenschen betrifft: Du bist nicht ihr Therapeut, folglich trägst
Du ihnen gegenüber keinerlei Verantwortung. Serfuß Lorenz
Hi Holgi, Eins weiß ich zumindest genau, nämlich,
dass ein Schnaps vorweg nichts bringt.
Nun gut, ich habe zwar nicht so die übermäßig großen Barfuß -
Herbsterfahrungen, aber zumindest fand ich stets, dass es gerade in dieser
Jahreszeit besonders viel Spaß macht barfuß zu gehen, sei es, weil man sich
abseits der üblichen "Saison" um so mehr der besonderen Situation -
die hoffentlich für einen selbst mal selbstverständlich sein wird - bewusst
wird, oder weil die niedrigeren Temperaturen um so mehr der Sinne schärfen.
Nur einmal in einem leicht überschwemmten Stadtpark im späten November gab's
mal Probleme, aber vermutlich nur, weil ich im Prinzip die ganze Zeit durch
recht kaltes Wasser gelaufen bin. Da kühlt man halt zwangsläufig ein wenig
aus.
Ansonsten versuch's doch mal mit "kleinen Wegen" so beim Zigaretten
holen oder so, oder vielleicht bei einem Spaziergang dort wo Du einfach Lust
drauf bekommst. Ansonsten gilt auch hier - so glaube ich zumindest -, das größte
Hindernis existiert im Kopf aber nicht auf dem Weg.
Liebe Grüße, Hanns
P.S. trink den Schnaps danach!
Hallo, Holgi, diesen Ehrgeiz hatte ich schon
letztes Jahr, nachdem ich 1998 irgendwann gemeint hatte, die Saison sein nun
wohl vorbei, und mich immer nachträglich geärgert habe, weil das Wetter
eigentlich doch nicht so kalt war.
Grundsätzlich mag es unangenehm sein, kalte Füße zu haben, es ist aber nicht
weiter schlimm. Wenn man mal kalte Handflächen hat, ist es ja auch nicht
schlimm.
Wichtig ist, dass der Körper insgesamt nicht kalt wird. Andernfalls wird das
Immunsystem gestresst und man holt sich leicht einen Infekt.
Was ich immer tue, ist, zur Arbeit und nach Hause zu joggen. Dabei wird's mir so
warm, dass die kalten Füße nicht schaden. Auf diese Weise habe ich's, obwohl
ich kein Mensch mit warmen Händen und Füßen bin (messtechnisch nachgewiesen),
bis -5 °C geschafft.
Gegen die kalten Füße gibt's aber auch noch einen Trick, der aber wohl nur
funktioniert, wenn's kalt genug ist und auf dem Wechselbad - Prinzip beruht:
Geh' raus, bis es an den Füßen wirklich unangenehm wird. Anschließend gehst
Du in die Dusche und braust Dir die Füße warm (nicht kalt, wie es oft
empfohlen wird) ab.
Wenn es vorher wirklich kalt war, ist das etwas schmerzhaft. Der Schmerz klingt
nach ein paar Minuten ab, die Füße werden feuerrot, und dann bist Du fit,
wieder rauszugehen.
Freund Sanktjohannser,
der vor zwei Jahren in allen Zeitungen kam, weil er barfüßig auf die Zugspitze
klettert, übt das auf Eis aus dem Kühlschrank (ob mit Warmdusche, weiß ich
nicht). Gruß, Kai aus VS
Hallo! Siehe doch meinen
hier "Barfuß - Biografie" genannten Beitrag. Da steht alles drin.
Ich kann nicht mehr dazu sagen, als: Versuche es mal. Jede Wette, Du wirst Dich
wundern, wie die Durchblutung Deiner Füße zulegt, wenn Du durch den Schnee
gehst.
Wenn die Kälte nicht (nach längerer Dauer als angenehm, was ja vorkommen kann)
überhand nimmt, habe ich deshalb, wenn ich von draußen reinkomme, erst mal
ziemlich warme Füße, sobald sie getrocknet sind.
Wichtig ist: Nicht übertreiben, und immer in Bewegung bleiben. Julia Fiona
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