Harald
sucht nach der richtigen Barfuß - im - Herbst - Einstellung
(Forumberichte im Herbst 2000)
Tja, ich gestehe es Euch gleich: Während ich
heuer im Frühjahr und Frühsommer soviel barfuß unterwegs war wie noch nie,
ist das dann irgendwie immer weniger geworden. Jetzt freut es mich fast überhaupt
nicht mehr. Ich weiß nicht einmal warum.
Es ist nur so: Jedes Mal, wenn ich die Schuhe zuhause lassen oder in den
Rucksack packen will, fällt mir irgendein Gegenargument ein - oder eigentlich
eine Ausrede: Es ist zu kalt. Ich hab eh erst vorige Woche Schnupfen gehabt. Ich
bin nicht mit den richtigen Leuten unterwegs. Heute passt das nicht so gut,
morgen dann besser ...
Eigentlich hat es in der letzten Zeit zu einem einzigen Waldspaziergang ohne
Schuhe gereicht. Ich will aber eigentlich mehr. Auch jetzt noch. Oder gerade
jetzt, wo es ja gerade total warm ist.
Habt Ihr auch solche Barfuß - Tiefs oder bin nur ich so kompliziert? Hat jemand
Tipps für mich, wie ich damit umgehen könnte?
Ich lese ja immer noch gerne im Forum und freue mich total über die Geschichten
zum Thema "Barfuß im Herbst" -z.
B. von Lotsi. Und eigentlich will ich doch auch ...
Harald
Da Du in diesem Forum die entsprechenden Beiträge
zu "Barfuß im Herbst" ja kennst, hast Du mitbekommen, wie mir viele
hilfreiche Berater (und die Beraterin Julia) nach und
nach alle Zweifel genommen haben.
Auch ich habe mir immer neue Ausreden einfallen lassen, um im Herbst (meine
"Barfuß-Saison" endete dieses Jahr eigentlich Mitte September) nur
noch mit Schuhen zu laufen (Angst vor Erkältung, dummen Kommentaren etc...)
Du hast es sicher gelesen: gestern habe ich mich überwunden (was bei 20 Grad
wie gesagt nicht so schwer war) und war sehr angetan! Eine Erkältung droht,
glaube ich, nicht so sehr, da die Füße bald warm werden.
Barfuß in der Kälte herumstehen ist dagegen sicher wirklich riskant. Das kann
in Schuhen aber ebenso leicht passieren, schließlich laufen im Herbst ja wohl
wesentlich mehr verschnupfte Leute herum als barfüßige! (na ja, ist das jetzt
ein Argument? Ich sage einfach mal: ja!)
Da es heute wieder so schön warm war, habe ich meinen Ausflug von gestern
wiederholt - sogar noch mit einer Steigerung: ich habe (und war dabei fast so
aufgeregt wie vor Jahren bei meinem ersten barfüßigen Ausflug) die Schuhe tatsächlich
zu Hause gelassen und bin schon barfuß in den Park geradelt; im Oktober!!
Allerdings bin ich nur gut eine Stunde gelaufen und dann wieder heim.
Total erfrischt (nicht: erkältet!) und um eine weitere Erfahrung reicher sitze
ich jetzt vor dem Computer - diesmal ohne Wollsocken!!
Na ja, wenn der erste Frost kommt, ist für mich aber glaube ich wirklich
Schluss!
Nutze das milde Wetter, Harald, und überwinde Deine Vorbehalte! Es lohnt sich!
Liebe Grüße Lotsi
[Habt Ihr auch solche Barfuß - Tiefs oder
bin nur ich so kompliziert?]
Mir geht es ähnlich - ich habe ja schon an anderer Stelle gesagt, dass mich die
"dummen Kommentare" am meisten stören.
Im Sommer kann ich mich inzwischen überwinden (obwohl mich das komische Gefühl,
es könnte mich jemand dumm anlabern immer noch nicht loslässt), aber im Herbst
geht es mir so, wie Dir: Ich nehme mir immer wieder vor, noch mal bei diesem
Wetter barfuß zu laufen, es ist ja nicht kalt, und ich will ja auch keinen
stundenlangen Stadtbummel machen, sondern wirklich nur mal ein bisschen
spazieren gehen ... und immer, wenn ich mir fest vorgenommen habe, nun wirklich
meine Schuhe auszuziehen, fang ich an zu kneifen ...
was denken die Leute? krieg ich blöde Kommentare zu hören? und haben die dann
nicht auch irgendwie recht, ist das denn wirklich noch normal, im Herbst barfuß
laufen zu wollen? usw ...
na ja, meistens gehe ich dann erst mal 30 min. oder so mit Schuhen spazieren
(was ja auch was schönes ist), ziehe dann doch mal meine Schuhe aus, finde es
auch ganz toll, aber wenn mir nach 10 oder 15 min. der erste Spaziergänger
entgegenkommt und auf meine Füße schaut, zieh ich dann auch schnell wieder
meine Schuhe an, damit mich bloß nicht noch ein Fremder beim "Barfußlaufen
erwischt" ... und halte mich auf dem Rückweg mit Gedanken an den nächsten
Sommer bei Laune :-)
[Und eigentlich will ich doch auch ...]
Oh ja ... und wie ... na ja, aber der nächste Sommer kommt bestimmt ... nur
noch ca. 20 Wochen, und dann trau ich mich auch wieder ...
Ciao, Timu
Danke für Eure Aufmunterung zu barfuß im
Herbst. Ich bin noch immer nicht so drauf, wie ich eigentlich gerne wäre. Dann
würde ich wohl bei solchem Wetter die Schuhe einfach noch zuhause lassen.
Aber ein bisschen besser ist es schon geworden. Barfuß gehen hat für mich eben
doch viel mit guter Laune zu tun. Und meine Laune ist im Moment nicht die
allerbeste, obwohl ich mir das nicht bei jeder Gelegenheit anmerken lasse. Aber
das ist schon ziemlich off- topic und außerdem reichlich kompliziert ...
Nur soviel: Barfuß unterwegs sein kann meine Laune verbessern, aber eine
gewisse Grundstimmung muss vorher schon da sein. Versteht Ihr?
Zurück zu diesem Wochenende: Heute war ich im Waldviertel, einer echt schönen
Gegend in Niederösterreich. Dort war ich entlang eines ganz tollen Flusses
unterwegs (Kamp, für spezielle Österreich - Kenner).
Eine Zeitlang hat da einfach alles gepasst: Sonnenschein, warmes Wetter, schöne
Landschaft. Diese Gelegenheit zum Barfüßern habe ich mir natürlich nicht ganz
entgehen lassen. Und dann war ich einfach glücklich und zufrieden.
Wollsocken vor dem Computer brauche ich jetzt auch nicht mehr und ich habe mir
wieder einmal fest vorgenommen, dass dieser barfüßige Ausflug nicht der letzte
in diesem Jahr sein soll.
Liebe Grüße Harald
Hallo Harald, hallo Timu, "Was sollen denn
die Leute denken?"
Das habe ich des öfteren von meiner Mutter gehört (nicht unbedingt im
Zusammenhang mit Barfußgehen). Und auch durch Schule, Clique und Job wird man
immer darauf geprägt, sich zum Sklaven der Meinung anderer zu machen. Und das
Erstaunliche ist: man duckmäusert, ohne die Meinung der Leute zu kennen!
Meine Einstellung ist: eine Meinung, die nicht geäußert wird, existiert nicht
bzw. ist für mich nicht von Belang!
Und wenn sich jemand äußert, kann man wunderbar miteinander reden -- auch
barfuß im Oktober.
Dazu ein nettes Erlebnis, das ich vor zwei Stunden hatte: Ich spazierte in einem
parkähnlichen Naherholungsbereich und traf einen Kollegen, der mit seinen drei
Buben Kastanien sammelte -- zwei im Kindergartenalter, der kleinste saß im
Kinderwagen. Wir wechselten ein paar Worte -- währenddessen schob mir einer der
Buben eine stachlige Kastanienschale unter die große Zehe, die ich wohl ein
wenig angehoben hatte.
Das war sozusagen eine nonverbale Äußerung. Ich ging drauf ein, sagte, dass
mir das nichts ausmacht, und führte den Buben dann vor, was ich alles mit
meinen Zehen machen kann -- Dinge aufheben und wegwerfen. Dem Vater gab ich die
Adresse meiner Homepage; währenddessen entledigten sich seine Sprösslinge
ihrer Schuhe.
Nun konnte ich mit ihnen mein Standardrepertoire an einfachen Fußgymnastikspielen
durchprobieren. Schließlich rannten sie barfuß los über Stock und Stein
Richtung heimwärts. Ihre Schuhe und Socken lagen auf dem Weg, der Vater packte
sie in den Kinderwagen und verabschiedete sich mit dem Versprechen, meine
HP anzuschauen.
Ich glaube, ich habe zwei Barfußfans gewonnen -- nur weil ich Oktober barfuß
unterwegs war.
Das zeigt doch, dass man die Meinung anderer nicht fürchten, sondern
beeinflussen sollte!!!
Serfuß, Lorenz
2 Tage barfuß!! - und tolle Diskussionen hier!
Hallo Freunde! Jetzt geht's mir wieder einmal so richtig gut - ich hab noch zwei
super Herbsttage ohne Schuhe verbracht! Und für diese tolle Erfahrung muss ich
mich eigentlich bei Euch bedanken. Diese tollen Diskussionen, die zur Zeit hier
im Forum geführt werden, haben mich dazu animiert, es auch jetzt noch zu
versuchen. Oder mich eigentlich auf die Idee gebracht, dass die Freiheit für
meine Füße noch nicht vorbei sein muss.
Die Idee zu einer nochmaligen Barfuß-Zeit verfolgt mich ja schon länger. Zum
Schuhe einfach ausziehen war ich meistens zu feig. Wieder haben mich einige
Beiträge auf die Idee gebracht: Versuch's einfach auf die "harte
Tour".
Gestern in der Früh, beim Kaffeetrinken, kam dann ein spontaner Entschluss:
Heute bleiben die Schuhe zuhause! Den Tag habe ich im Büro von Kollegen
verbracht, mit denen ich an einem Projekt arbeite. Der Hinweg war ein wenig
frisch, die Blicke in der U-Bahn eine Mischung aus verschlafen, erstaunt und
entsetzt, ich so nervös wie bei meinen ersten "Barfußabenteuern" in
der Stadt vor Jahren. Der Arbeitstag witzig: Ich glaube, die meisten haben sich
über meine nackten Füße im Büro gar nicht so gewundert. Aber auch nicht
mitgekriegt, dass ich auch so hingekommen bin.
Beim Weggehen war ich einer der letzten, es war spät am Abend, ich ziemlich
k.o. von der Arbeit am Computer, das Wetter aber super warm und meine nackten Füße
die schönste Entspannung.
Heute Vormittag war ich zuhause (Feiertag in Österreich). Am Nachmittag mit
einer Freundin ins Kaffeehaus und ins Kino. Sie kennt meine Vorliebe bei der
Schuhauswahl und geht im Sommer auch ab und zu barfuß, hat aber dann doch
grinsend auf meine Füße geschaut. Später hat sie dann gemeint: "Hast
eigentlich recht, bei dem Wetter". Ansonsten wussten wir soviel zu reden,
dass Füße und Schuhe eigentlich kein Thema waren. Im Kino hat sie dann auch
ihre Schuhe ausgezogen, die Socken aber angelassen.
So jetzt bin ich gerade nachhause gekommen und komme aus dem Staunen nicht mehr
heraus, wie wohl ich mich fühlen kann. Ich hätte mir das früher nie
vorstellen können, aber eigentlich hätte ich gute Lust, mich zum
"Ganzjahresbarfüßer" zu entwickeln. Aber so weit bin ich wohl noch
nicht. Da fehlt noch viel an Selbstvertrauen.
Meine Verwandten z.B. um diese Jahreszeit barfuß zu besuchen, das kann ich mir
einfach nicht vorstellen. Auch fürchte ich, dass ich dafür auch nicht in der
idealen Gegend zuhause bin: Winter in Ostösterreich sind schon um einiges kälter
als z.B. in Norddeutschland ("kontinentales Klima"). Aber von den
Grenzen, die das Klima setzt, bin ich wohl noch weit entfernt, und ich habe noch
genug Möglichkeiten, meinen "barfüßigen Spielraum" auszuweiten ...
Übrigens, nur so eine Idee für ganz kalte Wintertage: Hat das jemand von Euch
schon versucht, ob das geht, draußen nur in Socken aber ohne Schuhe zu gehen?
Liebe Grüße :-) Harald
Also ich habe nur mit Socken keine Erfahrung,
aber eine Freundin von mir erzählt, sie habe früher bis zum Dezember
eigentlich nie Schuhe getragen und habe ab November immer Socken dabei gehabt,
wenn es zu kalt gewesen sei. Sie habe das als sehr angenehm empfunden.
Vielleicht geht es ja tatsächlich, aber mir geht es da eher wie Markus U.:
lieber dann Schuhe anziehen und auf Socken verzichten! Zudem befürchte ich,
dass eine die lieben Mitmenschen für noch wesentlich durchgeknallter halten,
als wenn man barfuß unterwegs ist. Barfuß sieht dann doch gewollt aus, selbst
wenn es im Schnee passiert, aber nur mit Socken könnte schon auf geistige
Verwirrtheit schließen lassen, nach dem Motto: der Arme hat wohl seine Schuhe
vergessen.
Fazit: Für mich wäre es nix, aber wenn Du es mal probiert hast, wäre ich
schon interessiert, wie das ankam!
Bernd (KA)
Hi Harald, mir geht es so ähnlich wie Dir:
auch ich bin, ermutigt durch dieses Forum, dabei, mich zum "Ganzjahres-
Barfüßer" zu entwickeln. Zwei Einschränkungen muss ich jedoch machen:
Erstens kann ich mir nicht vorstellen, als Anwalt barfüßig im Büro zu
erscheinen (oder gar vor Gericht aufzutreten). Zweitens ist es mit den
"lieben Verwandten" ebenso ein Problem, weil die mich für komplett
durchgeknallt halten würden, wenn sie mich im Winter barfuß gehen sähen. Als
"Kompromiss" habe ich für diese Fälle beschlossen, die Schuhe
anzubehalten und nur die Socken wegzulassen. Es ist also umgekehrt wie bei Dir:
Wenn ich nicht wirklich barfuß barfuß gehen kann, entscheide ich mich für
Schuhe oder noch besser Sandalen und erst zuletzt für Socken. Draußen nur in
Socken aber ohne Schuhe zu gehen ergibt für mich keinen Sinn und kommt deshalb
für mich niemals ernsthaft in Betracht.
Fuß zum Gruß, Markus U.
Hallo Harald, hallo miteinander, So geht's mir
auch. Vor wenigen Jahren sehnte ich mich in dieser Jahreszeit nach dem nächsten
Sommer, das tu ich jetzt zwar auch, aber im Gegensatz zu damals habe ich noch
nicht vor den sinkenden Temperaturen kapituliert, sondern bin vielmehr jede
Woche noch ein paar mal barfuß unterwegs.
Da geht's mir wie Markus - bei meinem Job leider undenkbar.
[Lust, mich zum "Ganzjahresbarfüßer" zu entwickeln ... fehlt noch
Selbstvertrauen]
Ich kann inzwischen auch nicht mehr dafür garantieren, dass es mich nicht den
ganzen Winter durch öfter überkommen wird, zumindest kurze Strecken barfuß
zurückzulegen. Muss auch nicht sein, finde ich. Auch wenn da viele anders
denken, wie die aktuelle Diskussion gezeigt hat - ich bin nicht der Meinung,
dass man in dieser Jahreszeit noch Familienangehörige, Freunde usw. damit beglücken
sollte, barfuß aufzutauchen.
Klar, wir Forumsleser bestärken uns da erfolgreich gegenseitig, dass es kein
Problem ist, auch außerhalb des Sommers auf Schuhe zu verzichten. Und auch mir
geht es so, dass ich inzwischen wesentlich selbstbewusster auch an kühlen
Abenden barfuß in der Öffentlichkeit unterwegs bin. Aber trotz allem sollten
wir nicht vergessen, dass wir, ne, also ich muss ja jetzt in der Einzahl
sprechen, dass ich noch vor 2 oder 3 Jahren auch der Meinung war, barfuß außerhalb
des Sommers ist ne völlig abwegige Sache, das kann man einfach nicht bringen,
ohne für verrückt gehalten zu werden.
[Idee für kalte Wintertage: jemand versucht, ob das geht, draußen in Socken
ohne Schuhe zu gehen] Also, das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.
Was soll das bringen? Entweder barfuß oder von mir aus mal Badeschlappen oder
so was, wenn s barfuß nicht mehr geht, aber in Socken ohne Schuhe? Ne.
Barfüßige Grüße Moritz
Lieber Harald, ich bewundere ja Deinen Mut!!!
Bei dem derzeitigen milden, wenngleich regnerischen Wetter wäre noch so viel
Barfuß möglich, aber ich scheue einfach die Blicke der Mitmenschen, die
inzwischen meistenteils kalenderbedingt bei Stiefeletten und/oder Wollsocken
angekommen sind. Wahrscheinlich wäre ich jetzt der einzige Barfüßige in ganz
München. Sicher würde ich versuchen, meine bloßen Füße (im übrigen mit
"Schuhe- vergessen- Look", d.h. lange Hose und Pullover) zu
verstecken; beschämend, da ich mich sonst nur barfuß richtig wohl fühle.
Selbst im Familien- und Freundeskreis stößt mein immer noch gelegentliches
barfüßiges Auftreten allmählich immer mehr auf Ablehnung und den Vorwurf von
Sektierertum und Provokation. Und außerdem werde ich mir den Tod holen oder
wenigstens eine handfeste Grippe... Der Ruf zum Telefon zwei Räume weiter bei
Dienstschluss, bis auf die Schuhe bereits umgezogen, bescherte mir heute
Nachmittag das Vergnügen, quer durch die Arbeitsstelle barfuß zu laufen (Oh,
wie ich die berufsbedingten weißen Schuhe und Socken oft hasse!), aber auch
viel Getuschel und Gekicher. Barfuß im Kino, für mich wohl aus den genannten
Gründen bis zum nächsten Hochsommer ein Traum. Meine Hoffnungen richten sich
nun auf das kommende Bergwochenende, wo ich mich in der Anonymität wohl eher
wagen werde, die Schuhe noch mal für länger auszuziehen.
Bezüglich des Sockenganges hat bereits Markus U. meine Meinung vertreten.
Fuß zum Gruß Barfuß (außerhalb der derzeit leider meist Sandalen-) matthias
[versuchen, bloßen Füße (mit
"Schuhe- vergessen- Look", d.h. lange Hose und Pullover) zu
verstecken; beschämend, da ich nur barfuß richtig wohl fühle]
Das glaube ich nicht, denn wenn man sich den inneren Ruck gegeben hat, seinem
eigenen Willen zu folgen, dann steht man auch dazu!
[Selbst im Familien- und Freundeskreis stößt gelegentliches barfüßiges
Auftreten auf Ablehnung und Vorwurf von Sektierertum und Provokation. Und werde
mir Tod holen oder handfeste Grippe]
Gerade in Familien- und Freundeskreis ist man mit dieser einengenden Fürsorglichkeit
konfrontiert. Wenn wirklich der Vorwurf von Sektierertum und Provokation kommt,
geben sich die Leute allerdings ein schlechtes Zeugnis wegen ihrer Intoleranz!
Mir ergeht es da wesentlich besser, denn in meinem Umfeld finden die Leute meine
(ja durch und durch harmlose und keinesfalls gemeingefährliche Grenzüberschreitung)
im positiven Sinne interessant. Wichtig ist natürlich, so sicher aufzutreten,
dass niemand die Chance wittert, mir Schuhe und Socken aufschwätzen zu können.
Bei regelmäßiger Beteiligung an diesem Forum tanke ich immer wieder die Kraft
dafür....
[Ruf zum Telefon zwei Räume weiter bescherte mir Vergnügen, quer durch
Arbeitsstelle barfuß zu laufen, aber auch Getuschel und Gekicher]
Ich habe mir letzten Do/Fr erlaubt, an einer DV-Schulung barfuß teilzunehmen.
Diese fand bei einer Firma statt, deren Leute den absolut spießigen Dress-Code
zu haben scheinen: Männer mit einfarbigem dunklen Anzug, Frauen mit Kostüm und
Stöckelschuhen. Es waren neun Kollegen von mir dabei, die sich seit jeher nicht
an meinen Füßen stören.
Der Gag war natürlich, wie ich zum Mittagessen mit den anderen barfuß ins
Restaurant ging. Es gab ein paar Gespräche am Rande darüber, aber ich bin nun
mal besser auf das Thema barfuß vorbereitet als andere, die nie akzeptable
Gegenargumente parat haben. Und wenn jemand in die Richtung "geistig
verwirrt" argumentieren sollte (ist mir noch nie passiert), würde ich ihn
fragen, was er Schlimmes ausgefressen hat, dass er mit Fußfesseln herumlaufen
muss.
Ich denke, man sollte von den anderen ruhig die Toleranz fordern, die man selbst
ja auch aufbringt, indem man z.B. Vorwürfe an stöckelbeschuhte Damen wegen der
Misshandlung der eigenen Füße unausgesprochen lässt.
Aber zunächst können wir uns auf das Naturerlebnis am kommenden Wochenende
freuen, für das wieder schönes Wetter vorhergesagt ist!
Herzliche Füße, Lorenz
Hallo Ihr Lieben! Wer von Euch ist eigentlich
noch immer barfuß unterwegs?
Mir jedenfalls macht es jetzt nicht mehr wirklich Spaß draußen. Jemand hat
einmal geschrieben, barfuß gehört einfach zum Sommer. Ich glaube, es war Lotsi.
Sie hat recht.
Meine schönsten Sommererinnerungen verbinde ich mit nackten Füssen:
Wanderungen im Waldviertel und im Böhmerwald, afrikanische Tanz-Festivals,
Abende im Gastgarten, Ausflüge zum Badeteich, Arbeit "im Gelände",
auf einen Baum klettern und Kirschen essen ... Es war ein schöner Sommer.
So von Mai bis Juli war ich soviel barfuß wie noch nie. Ich hab es genossen!
Der August war bei uns eher verregnet und war ein Barfuß-Tief. Im Spätsommer
gab es dann so gelegentliche schuhlose Aktivitäten und vor kurzem noch -dank
Euch!- zwei Tage ohne Schuhe.
Jetzt fühle ich mich draußen mit Parka und warmen Schuhen einfach wohler, auch
wenn ich noch die eine oder andere Stunde barfuß aushalten könnte, ohne mir
gleich den Tod zu holen.
Was die Jahreszeiten angeht, mag ich keine halben Sachen. Natürlich bin ich ein
Sommer-Typ, dann fühle ich mich mit möglichst wenig Kleidung so richtig wohl.
Im Winter aber soll es kalt sein. Da liebe ich dicke Pullover, Jacken, Halstücher
und durchaus auch feste Schuhe (draußen natürlich).
Was ich nicht mag, sind kühle Sommer- und warme Wintertage. Das ist irgendwie
nicht Fisch und nicht Fleisch.
Die ganze Zeit mag ich meine Füße aber auch jetzt nicht verstecken. Einiges
zum Thema barfuß habe ich da schon vor: Zunächst habe ich mir vorgenommen,
zuhause wirklich konsequent barfuß zu sein. Dann, wenn ich wo die Schuhe
ausziehe, es auch dann und wann mit den Socken zu tun. Ich freue mich auf's
Thermalbad an ordentlichen Wintertagen, um barfuß und in der Badehose ein paar
Minuten durch den Schnee zu laufen. Vielleicht experimentiere ich auch einmal
mit Schuhen ohne Socken und schaue, wie sich das im Winter so anfühlt.
Vielleicht versuche ich es auch das eine oder andere mal ganz barfuß im Winter.
Eventuell nehme ich mir dann nur Socken mit, die ich anziehen kann, wenn ich
irgendwo rumstehe oder -sitze und friere. Wenn's gut geht, schaffe ich es auch,
ein paar Wochen im Winter in den Süden zu reisen. "Barfußtauglichkeit"
wird sicher eines der Kriterien bei der Wahl des Reisezieles. Doch darüber ein
anderes Mal mehr ...
Jetzt einmal Euch allen liebe Grüße! Harald
Deinen Ausführungen möchte ich zustimmen! Ich
kann nur wiederholen, dass Barfußlaufen und Sommerfreude untrennbar zusammengehören.
Sicher beizt auch der Frühherbst (wie in diesem Oktober) noch seinen Reiz für
Spaziergänge ohne Schuhe, aber im Winter verspüre ich keinerlei Drang,
irgendwie, und sei es auch nur kurz, barfuß zu laufen. Nicht aus Angst vor Erkältung.
Ich besitze eben, wie Du Harald, einen eher emotionalen Zugang zum Barfußlaufen,
der mit Wärme (nicht unbedingt mit Natur) verbunden ist. Aber ich habe größten
Respekt vor allen, die bei jeder Temperatur barfuß laufen!
Jetzt überdauere ich den Winter mit alten Erinnerungen und sehnsüchtigem
Warten auf das Ende der kalten Zeit. Eigentlich sollten Barfüßer wie wir tatsächlich
im Winter auf der Südhalbkugel Urlaub machen, aber das sagt sich so einfach. Es
ist finanziell bei mir kaum möglich, zeitlich ebenso, und ökologisch sinnvoll
ist wirklich nicht, mal so zum Kurzurlaub nach Australien zu fliegen.
Meine barfuß- "Verlängerung" erhielt ich bislang im September in
Italien und Spanien, und im Oktober in Griechenland (25 Grad oft bis zum
November!). Das halte ich für die besten Kompromisse. Dieses Jahr schaffte ich
das leider nicht, aber 1999 verkürzte ich auf diese Weise die barfußlose Zeit
von Ende Oktober bis April 2000 sehr deutlich. Ach, jetzt sind es immer noch
fast 5 Monate... Da muss ich wohl mal wieder ein
paar Erinnerungen aufwärmen.
Liebe Grüße Lotsi
...oder aber Du wirst Dir der Vorzüge der
kalten Jahreszeit bewusst, indem Du Deine Aufmerksamkeit ein wenig dorthin
lenkst: Gemütliches, warmes Zuhause, der Duft von Kaffee (und wochenends auch
Kuchen), draußen regnet's und stürmt's, und Du hast es zuhause schön und gemütlich,
alles geht ein wenig ruhiger zu, Kerzen, Zusammensitzen in netter Runde, z.B.
beim Abendessen oder auch beim Brunch, schöne Musik hören, ein gutes Buch
lesen, heißer Tee, kein Ozonloch, keine Mücken, keine Bremsen, keine
Brennnesseln, kein vor- lauter- Hitze- nicht- mehr- schlafen- können, sondern
ein schönes, warmes Bett, lange Telefonate, Weihnachtsgebäck knabbern, (in
Ostbayern) gemeinsam Rodeln, Langlaufski, (auch im Rheinland!) Glühwein
trinken, Emails schreiben, sich am Hobby? Barfuß! - Forum beteiligen... Ja, was
möchtest Du denn noch...?
Mit vielen Grüßen MarkusII
Hallo Harald! Ich bin seit April barfuß und
werde es auch im Winter bleiben- yeah, das ist es!
Barfüßige Grüße von Waldemar
Also, mir macht barfuß laufen immer Spaß,
egal ob es kalt ist oder nicht! Solange die Temperaturen noch über null Grad
liegen geht's doch noch!
Ansonsten gibt's bei mir die Alternativ- Lösung: Einkaufszentrum! Dort ist es
relativ warm und man kann einen schönen barfüßigen Shopping- Bummel machen.
Stefan
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