| [Barfuß bei niederen Temperaturen] | [Barfußlaufen als Ursache von Nierenleiden?] |
Barfuß
bei niederen Temperaturen
(Forumbeiträge seit Frühling 2000)
Weiß eigentlich jemand, wo die Grenzen für das immer barfußlaufen sind. Wie
lange maximal?
Soll man sich auf sein Körpergefühl verlassen ? ...
Kann barfußlaufen bei niedrigen Temperaturen auch schädlich sein
?
Hallo ich bekomme immer wieder zu hören, dass barfußlaufen bei niedrigen
Temperaturen auch gesundheitliche Risiken beinhaltet.
Während die Erkältungen
schon hier besprochen wurden (Stichwort: Abhärtung) und vor den Gefahren von
Erfrierungen bei Minustemperaturen gewarnt wurde, wurden Probleme mit Nieren,
Magen - Darm, etc. hier noch nicht besprochen. Gibt es da Gefahren? Wer weiß dazu
bescheid?
Ganz Grundsätzlich wo liegen die Grenzen fürs Barfußlaufen?
Serfus
Dominik
Nun, da kann ich sicherlich was zu sagen: 0 Grad und darüber sind, auch
auf Dauer kaum ein Problem, wenn man nicht gerade stundenlang auf einer Stelle
im Nassen steht.
Minus 15 Grad hält man wirklich nur 20 -3 0 Minuten aus; man
sollte sich dabei bewegen, stehen bleiben führt schnell zu Unterkühlungen.
Aber, was soll das eigentlich mit dem Winter? Schön isses doch nur wirklich im
Sommer, oder? ...
Java, diesen Unsinn mit den vom Barfußlaufen beschädigten Organen, die auch
noch meterweit von den Füßen entfernt sind, höre ich auch des öfteren ;-)
Dabei ist der menschliche Körper alles andere als ein guter Wärme- , also auch
Kälteleiter!
Grüße Berni(N)
Hi Dominik, also von Nierenproblemen hab ich schon von einem gehört, der
ziemlich lange in den Herbst hinein barfuß lief, auch bei kühlem Regenwetter,
und dann wohl mit Nierenproblemen zu tun hatte. Wobei er natürlich nicht weiß,
ob die vom barfußlaufen kommen, aber zumindest ist er seither etwas
vorsichtiger und steigt früher wieder in die Schuhe.
Magen-Darm ist mir neu -
was soll das mit barfuß zu tun haben??
Eins ist natürlich klar - wenn man bei
einstelligen Frühtemperaturen barfuß in die Schule oder sonst wohin geht,
sollte man möglichst nie krank werden. Denn vermutlich wird jede Krankheit, so
wenig sie auch mit dem barfußlaufen zu tun hat, als unvermeidliche Folge des
"verrückten" Verhaltens gesehen ...
Es ist einfach für den
Normalsterblichen unfassbar, dass das gesund sein könnte und der Abhärtung
dient ...
Das wäre für mich eigentlich das größte Hindernis, bei tieferen
Temperaturen dort barfuß zu laufen, wo man mich kennt ...
Gruß Moritz
Hi Dominik, also, Blasenentzündung könnte ich mir gerade noch vorstellen,
aber warum um alles in der Welt Probleme mit Magen - Darm?
Ich denke, dass es
wichtig ist, dass man nicht friert. Dann sollte man die barfüßigen Ausflüge
abbrechen.
Aber ansonsten? Ich war schon bei -15 Grad barfuß und sogar mit
Erkältung zu jenem Moment. Das ist jetzt 8 Jahre her und ich lebe immer noch.
Ich bin auch niemals in irgendeiner Art und Weise krank geworden, weil ich
barfuß im Schnee unterwegs war.
Wichtig ist meines Erachtens bei niedrigen Temperaturen permanente Bewegung und evtl. vorher Aufwärmen, dann steht einem
Barfußvergnügen ohne gesundheitliche Risiken nichts im Weg!
Bernd (KA)
[wenn man bei einstelligen Frühtemperaturen barfuß geht, sollte man nie krank
werden ... Folge des "verrückten"
Verhaltens ... unfassbar, dass
das gesund sein könnte und Abhärtung dient]
Hallo Moritz, mit Deiner
Einschätzung liegst Du gewiss goldrichtig. Die Wirklichkeit sieht allerdings
doch anders aus.
Wenn wir die Familien um uns herum betrachten, so sind deren
Kinder häufig sommers wie winters nahezu gleich angezogen. Und obwohl die
Eltern doch so vorsichtig sind - wie sie meinen - verdient sich die örtliche
Kinderärztin an ihnen reich und reicher.
Ab und an erzählt mir meine Frau
dann, dass mal wieder irgendeine Nachbarin die magische Frage "Wie machen
Sie das eigentlich, dass Ihre Kinder so gesund sind ?" gestellt hat. Unsere
Kinder gehen zwar nicht barfuß in die Schule (dazu reicht das Selbstbewusstsein
leider nicht), aber zumindest in ihrer Freizeit. Und auch ansonsten versuchen
wir, nicht schlauer sein zu wollen als die Natur, und mit ihr statt gegen sie zu
leben.
Hat sich bewährt, scheint aber derzeit eher die Ausnahme zu sein -
jedenfalls in einer rheinischen Großstadt. Ehe eine diesbezügliche gründliche
Volksaufklärung einsetzt, wird es so bleiben, wie Du oben beschrieben hast.
Da
wir uns das durch eigene Dummheiten verursachte Reicherwerden von Ärzten aber
nicht mehr lange werden leisten können, habe ich eine gewisse Hoffnung ...
Serfuß Georg
... und zwar in jeder Hinsicht, was nicht immer gut ist.
In Sachen Barfüßigkeit aber schon, denn da dürfen sich hier zumindest die Kinder noch
austollen, gestern habe ich bei gerade mal 15 - 16°C (im Schatten) die ersten
barfüßigen Kinder gesehen. Und das, obwohl wir hier schon eher Vorort von
München als Land sind.
Mit Erwachsenen und vor allem (schuhmodebewussten)
Jugendlichen sieht's allerdings schon wieder ganz anders aus ...
[habe Eindruck, dass auch Erwachsene und Jugendliche in
Bayern öfters barfußlaufen als in anderen Gegenden. Dominik]
Hallo Dominik, den Eindruck habe ich auch, zumindest wenn ich Oberbayern mit
der Kölner Region und Nord/Osthessen vergleiche, wo ich auch längere Zeit
gelebt habe. Mangels Masse fehlt es jedoch an Signifikanz, während die bei
Kindern deutlich vorhanden ist.
Mir sind hier jedoch schon öfters (junge)
Erwachsene barfuß im Supermarkt begegnet und das ist mir in den anderen oben
erwähnten Regionen noch nie passiert, obwohl ich im Großraum Fulda viermal
länger als in Bayern gelebt haben. Serfuß, Jörg (Hanna)
Diese Probleme mit dem Magen, Darm habe ich in einem
veralteten Gesundheitsbuch von 1960 gelesen und vor nicht allzu langer Zeit hat mir hier in
Neu-Ulm ein Mädchen, das im Sommer auch gerne barfuß läuft, erzählt, sie hätte in der
kälteren Jahreszeit Durchfall bekommen. Sie meinte es käme vom barfußlaufen.
Mir leuchtet es auch nicht ein aber ich wollte mal nachfragen. Danke an alle
für die Antworten. Dominik
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Barfußlaufen
als Ursache von Nierenleiden oder Blasenentzündung?
(Forumbeiträge seit Herbst 2001)
In letzter Zeit habe ich immer wieder den Spruch gehört, dass man als
Frau mit barfuß und Kälte besonders vorsichtig sein muss. Angeblich sollen
wohl Frauen eher dazu neigen, durch den Genuss des Barfußlaufens bei Kälte
'was auf der Blase zu kriegen. Spätfolgen sollen dann Nierenleiden sein.
Was ist da eigentlich dran? Und warum geht es bei der Thematik
eigentlich immer um Frauen?
Einen freundlichen barfüßigen Gruß
Eva H.
Verstehe ich nicht, ich würde Nierenleiden bekommen, wenn ich bei Wind
und Wetter mit nabelfreien Tops herumlaufen würde. Macht das den Frauen nichts
aus?
Liebe Grüße, Lorenz
Ich selber laufe
im Winter bis zu 3 Stunden täglich barfuß, bes. im
Neuschnee, und habe seither keinerlei Beschwerden irgendwelcher Art
Der gesamte Unterleib ist nachher gut durchblutet, die Füße
sind warm (manchmal regelrecht heiß) und Erkältungen in Blase, Nieren etc.
kenne ich nicht.
Von weiblichen Himalaya-Touristen hab ich gelesen, dass sie eine 20-jährige
nepalesische Trägerin angeheuert hatten, die 14 Tage lang bis in Höhen um 6000
Meter OHNE SCHUHE lief. Ohne irgendwelche Probleme, obwohl sie manchmal bis zum
Oberschenkel im Schnee versank. Das zeigt, dass Frauen sogar widerstandsfähiger
und abgehärteter als Männer sein können.
Aber alles ist relativ. Jede Frau, jedes Mädchen muss selber wissen,
was ihr gut tut, was sie kann und darf. Übertreibung wäre ein Fehler.
viele Grüße
Fakt scheint, dass Frauen eher zu einer Blasenentzündung neigen, da
ihre Harnröhre kürzer ist und die verursachenden Bakterien (?) weniger Strecke
zurücklegen müssen. Durch Kälte wird dies befördert, weswegen z.B. Röcke im
Winter oder langes Sitzen auf kalten Steinen bei Frauen eher problematisch ist.
Ob barfüßiges Laufen in dieser Region wirklich für eine Unterkühlung
sorgt wage ich aber zu bezweifeln - wenn man nicht gerade im Mini rumläuft.
"Bauartbedingt" scheint dies tatsächlich eher ein
Frauenproblem zu sein - wenngleich natürlich auch Männer eine Blasenentzündung
bekommen können.
Grüße
Ich bin kein Arzt, aber so wie ich das verstehe, besteht dieses
"etwas auf die Blase kriegen" aus einer bakteriellen Infektion, so wie
eine Erkältung auch.
Schwächt man sich durch ungewohnte (!) Kälteeinwirkung,
etwa zu dünne Kleidung im Winter oder lange getragene nasse Badesachen, welche
die Körperwärme ableiten, können Bakterien dieses ausnutzen. Und in schweren
Fällen können sie sich von der Blase bis zu den Nieren(-becken) verbreiten.
Indem du dein Immunsystem stärkst, sollte es allerdings mit den wenig netten
einzelligen Besuchern schon früh gut fertig werden, durch welche Körperöffnung
auch immer sie es probieren mögen. Und wie stärkst du es? Genau.
Insgesamt ist der logische Schluss "Barfuß führt direkt und ohne
Umschweife zu möglicherweise tödlicher Erkrankung" wohl ähnlich
wahrheitsbehaftet wie "Barfuß fördert Fußpilz" ... Aber er ist natürlich
ein guter/willkommener Grund, selbst Angst vorm Barfuß laufen zu haben oder es
anderen mies zu machen, und sei es in Form eines gut gemeinten Ratschlages.
[warum geht es bei Thematik immer um Frauen?]
Bei Frauen ist der Harnleiter und somit der Weg bis zur Blase einfach kürzer
ist als bei Männern. Außerdem sind Frauen bekanntlich das schwache
Geschlecht... und die Erde eine Scheibe. Sind unverrückbare Wahrheiten nicht
etwa Feines?
In diesem Sinne,
Nur durch
Barfußlaufen verliert der Unterleib keine Kerntemperatur.
3
cm unter der Bauchdecke ist's 37° warm, auch wenn du mit beiden beinen im
schnee steckst, solange du eine jacke anhast.
Und noch zu Harninfektionen/Erkältungen: Eine Erkältung ist durch
Viren bedingt, eine Blasenentzündung durch Bakterien.
Chris
Dass Frauen sich nicht auf kalte Steine setzen sollten, ist vielleicht
noch nachvollziehbar, da ihre Anatomie möglicherweise die Wärme von diesen
Organen schneller abführt.
Vermutlich hat jemand diese Empfehlung
fehlinterpretiert und einen unlogischen Analogieschluss gemacht. Für die Monate
mit "r" kenne ich auch die Regeln, sich nicht auf den Boden setzen zu
sollen und nicht barfuß zu laufen.
Dann gibt es noch die Reflexzonen-Theorie, aber die sagt eher, dass die
Stimulation bestimmter Zonen einen positiven Einfluss auf Organe hat - insofern
müsste Barfußlaufen eher gut sein.
Unci
Blasenentzündung
und Barfuß
Ich bin seit längerem überzeugter
Barfußläufer, wann immer es möglich ist, bis zum ersten Schnee. Seit einiger
Zeit bekomme ich öfter starken Harndrang wenn ich kalte Füße bekomme, kannte
ich vorher nicht. Was kann ich dagegen tun? War schon beim Doc. Der meinte, das
Barfußlaufen würde die Prostata reizen und Blasenentzündungen machen.
Mehrfache Urigkontrollen haben aber keine Entzündung gezeigt. Hat jemand ähnliche
Probleme oder weiß einen Rat? Es ist nämlich total lästig von Klo zu Klo zu
barfüßern.
Lieber Gruß Christian
Harndrang hat mit einer
Blasen- oder Prostataentzündung nichts zu tun, diese tut beim Urinieren ganz
einfach höllisch weh -- je weniger Harn kommt und je konzentrierter er ist, um
so mehr.
Was du feststellst, beobachte ich auch, wenn ich nach längeren Sitzen loslaufe.
Durch die angeregte Durchblutung und Lymphdrainage wird die in die Beine
gesackte Gewebsflüssigkeit wieder mobilisiert und ausgeschieden. Bewegung hat
einen gesunden entwässernden Effekt. Und dieser ist barfuß stärker als mit
Schuhen, weil Barfußlaufen die Durchblutung besonders stark anregt. Schuhe schnüren
dagegen die Zirkulation von Blut und Lymphe mehr oder weniger ab.
Ich stelle auch fest, dass ich mich nach dieser Harnausscheidung wesentlich
besser fühle, Gefühle der Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen, wie ich sie nach
langem Sitzen oft verspüre, verschwinden dabei.
Ich möchte deshalb Barfußgehen als ein natürliches und gesundes Entwässerungs-
und Wohlfühlmittel empfehlen!
Mach's gut und unbeschuht, Lorenz
Dass Barfüssigkeit nicht
die eigentliche Ursache der Blasenentzündung ist, lässt sich experimentell
nachweisen: Mummelt Euch dick ein und macht bei niedrigen Temperaturen einen
Barfußspaziergang. Sieht ziemlich bescheuert aus, aber ist witzig – und Ihr
kriegt eben keine Blasenentzündung. (Die Gegenprobe, bei niedrigen Temperaturen
nackt in Moonboots spazieren zu gehen, empfiehlt sich dagegen nicht, weil sich
dabei nicht nur die Blase, sondern alles Mögliche entzünden kann...)
Ich habe hier schon mal eine Analogie bemüht: Wenn Barfüssigkeit zur
Blasenentzündung führt, warum führt Barhändigkeit nicht zur Lungenentzündung?
Mercator
Da Du schon länger überzeugter
Barfußläufer bist, müsstest Du ja wissen dass es diesen Zusammenhang zwischen
Blasenentzündung und Kälte nicht gibt, Du schreibst ja auch, dass Du es vorher
nicht kanntest. Ich hatte mal in meiner Vorbarfußzeit eine Blasenentzündung,
in den letzten sehr barfußintensiven Jahren jedoch nicht.
Ärzte schieben gerne Dinge vor, die gar nichts damit zu tun haben, wenn die
Ursache nicht gefunden werden kann, am beliebtesten ist "Stress" oder
"Kälte".
Ich las erst neulich von dem größten Missverständnis der Mediziner, nämlich
dass "Erkältung" was mit "Kälte" zu tun haben soll. Tatsächlich
haben Menschen die in Umgebungen mit großer Kälte wie z.B. Arktis und
Antarktis leben, selten Erkältungen. Bei Erkältungen handelt es sich um
Vireninfektionen wobei es mehr Viren in der kalten Jahreszeit in geschlossenen Räumen
gibt da wir uns öfter in denselben aufhalten. Außerdem begünstigt eine geschwächte
Immunabwehr Erkältungen. Die Immunabwehr kann man eher stärken wenn man sich
statt mit dicken Klamotten in überheizten Räumen mal öfter nach draußen
begibt, barfuß sorgt hierbei für eine besondere Abhärtung.
So nun bin ich aber abgeschweift, sorry! Habe mal gegoogelt und z.B. deine
Symptome kalte Füße / Harndrang unter "Störung des vegetativen
Nervensystems" gefunden ...
Eine überaktive Blase lässt sich bis zu einem gewissen Grad erziehen. Die
Harnblase steht weitgehend unter dem Einfluss des unwillkürlichen (vegetativen)
Nervensystems. Aber auch das willkürliche Nervensystem kontrolliert die Blase.
Patientinnen mit Blasenschwäche können also lernen, das Wasser zu halten. Den
Harndrang zu unterdrücken, ist ebenfalls meist eine Frage des Training
(Quelle: http://www.lifeline.de/special/harninkontinenz/cda/page/frame/0,2793,29-10950,00.html)
Alles Gute wünscht Dir
Rainer
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