Kneipp im Kindergarten - Alltag
Ohne Schuhe im Schnee ...
toben die fünf- und sechsjährigen Mädchen und Jungen der Kneipp-Kindertagesstätte
in Halle ( Saale) mit ihrer Erzieherin. Eine Minute im Garten Schneetreten - das
gehört mit dem anschließenden Erwärmen in der Kneippschen Wasserstrecke zum
ganzheitlichen Gesundheitskonzept der Einrichtung und wird hier bereits seit
mehreren Jahren durchgeführt. Neben der Abhärtung der Jüngsten werden in der
Kindertagesstätte, in der 50 Kinder betreut werden, auch Sport und gesunde Ernährung
gefördert"
Auf dem Bild sieht man die fünf freudigen Kleinen im Schnee und die barfüssigen
Beine der Erzieherin.
Martin (Giessen) (im Januar 2003)
Das Thema berücksichtigen verschiedene Presseberichte. Hier eine Auswahl:
Schnupfennase hat keine Chance
Gesund im Kindergarten mit Pfarrer Kneipp - Erzieherinnen streben
Zusatzausbildung an [...]
Damit Schnupfen und Husten in Zukunft den Kleinsten
nicht mehr zusetzen können: Im Mai dieses Jahres veranstaltete der neue
Kneipp-Verein Sulzbach-Rosenberg einen Informationsabend für Erzieherinnen und
Kinderpflegerinnen der Sulzbacher Kindergärten und Umgebung über eine
Zusatzausbildung zur Erlangung des Zertifikates "Kneipp
Gesundheitskindergarten".
Diese erste Kontaktaufnahme stieß auf so großes Interesse (es waren 37
Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen anwesend), dass nun im September die erste
Fortbildungsveranstaltung stattfinden konnte. Sinn und Ziel ist die Hinführung
der Kinder zu gesunder und natürlicher Lebensweise, wie es die Lehre Sebastian
Kneipps vorgibt.
Natürlich sollen im weiteren Verlauf auch die Eltern nicht nur informiert,
sondern auch für diese Idee gewonnen werden. Vermittler dieses neuen und alten
Wissens der Lehre Kneipps werden die Erzieherinnen selbst und entsprechende
Referenten bei den Elternabenden sein.
In drei intensiv ausgefüllten Tagen auf einem Kneipp-Bauernhof lernten die
Erzieherinnen die theoretischen Grundlagen der Lehre Kneipps kennen und bekamen
Tipps für die praktische Umsetzung im Kindergarten. [...] In einem
"Kneipp-Gesundheitskindergarten" müssen mindestens zwei Erzieherinnen
oder Kinderpflegerinnen diese Zusatzausbildung haben und es müssen tatsächlich
praktische Anwendungen durchgeführt werden.
Wie sieht dies im Kindergarten-Alltag aus? Nach der Kneippschen Lehre ruht
unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auf fünf Säulen: Bewegung, Ernährung,
Wassertherapie, Pflanzenheilkunde und Lebensordnung. Worauf nun der Schwerpunkt
gelegt wird oder ob alle Säulen bedacht werden, wird sicher unterschiedlich
sein.
Bei jedem Wetter raus
Es kann in Absprache mit den Eltern Taulaufen, Schneelaufen (barfuß),
Wassertreten, Trockenbürsten und ähnliches den Kindern angeboten werden. Es können
Eltern-Kind-Wandernachmittage sein, oder aber die Kinder gehen prinzipiell jeden
Tag und bei jedem Wetter ins Freie. Denn nur ein regelmäßiges Training bringt
den Erfolg der Abwehrsteigerung gegen Infektionen.
Da die Kneipp-Gesundheitslehre eine sanfte und ganzheitliche Medizin ist, hat
sie nichts mit asketischer Abhärtung zu tun, das heißt, es muss niemand Angst
haben, dass sich ein Kind dabei "erkältet'. Kaltanwendungen sind im Sinne
Kneipps nur bei einem durchwärmten Organismus zu machen und immer so, dass es
mit Wohlempfinden zu tun hat. Kinder haben noch ein natürliches Empfinden und
Spaß dabei.
Was die Ernährung betrifft so kann ein gesundes, selbst gemachtes Frühstück
angeboten werden, wenigstens einmal pro Woche. Ganz viele Möglichkeiten bietet
der Umgang mit Kräutern, vom Selbstanbau, Blätter pressen, Kräutersäckchen füllen,
Teezubereiten bis zum Basteln mit Holz und getrockneten Kräutern.
Mit der "Lebensordnung" ist das seelische Wohlbefinden des Kindes
gemeint. Wie ist der Zustand unserer Kinder (durch Hektik, Fernsehen, schlechter
oder wenig Schlaf ), wie kann dies verbessert werden? Neben all der Theorie
konnten die Teilnehmerinnen auch am eigenen Leib die Wirkung von Wasser, Duft
und Kräutern ausprobieren und erleben. [...]
Eine Kindergartenleiterin aus Bischofsreuth informierte an einem Abend über
ihre Erfahrungen und Tätigkeiten in ihrem "Kneipp-Kindergarten" und
gab weitere Tipps. Es bleibt zu hoffen, dass es gelingt, möglichst viele Eltern
für diese neue und alte Idee zu gewinnen, ebenso die Träger der Kindergärten,
die natürlich auch hinter der Sache stehen müssen.
[Der Neue Tag, 23. 10. 2001]
Im Storchengang durchs Kneipp-Becken
Kinder der evangelischen Kita sind regelmäßige Besucher im Seniorenheim Dahme.
Seit Anfang Juni sind die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte
regelmäßige Besucher des Kneipp - Bades am Seniorenheim. "Anfangs waren
die Kinder noch etwas ängstlich, haben sich kaum getraut, die Schuhe
auszuziehen " , erzählt Maren Lehmann, Erzieherin in der Kita. Doch
inzwischen gehen sie zumindest die Größeren fast täglich zum
Wassertreten.
Die Kleinsten seien noch nicht so abgehärtet und könnten sich dann schnell
einen Schnupfen holen, begründet sie. "Aber richtig angewandt, ist das
Wassertreten sehr gesund", erklärte Barbara Kühne, die Chefin der
Physiotherapie in Dahme, als sie den Kindern und ihren Erzieherinnen die
Benutzung demonstriert. Es fördere die Durchblutung, beuge Erkältungen vor und
rege den Kreislauf an. Am Abend soll es sogar beim Einschlafen helfen.
Zwar finden die Kleinen das Wasser viel zu kalt, aber alle haben Spaß, mit
nackten Füßen eine Runde über den Parcours mit verschiedenen Materialien
von Sand, über weiches Holz, bis hin zu Kieselsteinen zu laufen. Danach
hilft Praktikantin Veronika Jeltsch allen beim Abduschen der sandigen Füßchen,
damit das Wasser so sauber bleibt wie jetzt.
Mit Feuereifer und Disziplin versucht die Rasselbande, im Wasser den Gang eines
Storches nachzuahmen, und es grenzt an ein Wunder, dass die Hemden und T-Shirts
auch nach drei Runden noch relativ trocken sind. "Die Kinder nehmen das
wirklich ernst " , bestätigt auch Maren Lehmann. Im Gegenteil, die meisten
von ihnen wären sofort begeistert, wenn es heißt: Wir gehen wieder zum
Wassertreten.
Auch die Eltern seien mit der Idee gleich einverstanden gewesen, zumal der
Unkostenbeitrag pro Kind gerade mal bei einer Mark für drei Monate liegt. [...]
Auch die Bewohner des Seniorenheims freuen sich, wenn die Kinder der Kita zu
Besuch sind. Fast jeden Tag sitzen alte Menschen auf den Bänken um das
Kneipp-Bad herum und schauen den Kleinen beim Herumlaufen und Wassertreten zu.
[Lausitzer Rundschau, 24. 08. 2001 ]
Kinder "fit und gesund mit Kneipp"
Sommerfest im Edelsfelder Kindergarten mit großem Programm rund ums Wasser
[...]
Das Sommerfest des Edelsfelder Kindergartens stand dieses Jahr ganz im Zeichen
von Sebastian Kneipp. Kein Wunder, darf sich der Kindergarten doch jetzt
offiziell "anerkannter und betreuter Kneipp-Kindergarten" nennen [...]
Mit sichtlicher Freude führten sie spielerisch dem großen Publikum vor, worauf
die Kneipp-Therapie beruht und wo sie zur Anwendung kommt.
Wassertreten gezeigt
So fand "Dr. Mach-mich-gesund" zunächst schwere Fälle von
Erkältung, Kreuzschmerzen oder Dickleibigkeit in seinem Wartezimmer vor. Sein
Rat lautete: "Geht in den Kindergarten Edelsfeld, dort macht man Kleine und
Große fit und gesund mit Kneipp".
Die Kinder demonstrierten das berühmte Wassertreten und Taulaufen durchs nasse
Gras ebenso wie das Potenzial an Beweglichkeit, über das der junge Körper noch
verfügt und das es zu erhalten gilt. [...]
Keine Frage, dass "Dr.-Mach-mich-gesund" am Ende dieses mitreißenden,
fröhlichen Kneipp-Schnellkurses alle seine Patienten als geheilt entlassen
konnte. Und die Moral von der Geschicht´: "Macht Kneipp und ihr bleibt
alle gesund".
Positive Reaktionen
Seit drei Jahren praktiziert der Kindergarten schon Kneipp-Anwendungen, mit
durchweg positiven Reaktionen bei Eltern und Kindern [...]
Die jüngste Errungenschaft des Kindergartens konnte man im Anschluss an die
Festvorführung bestaunen und ausprobieren - die frisch angelegte
"Fühlstraße", die das Barfuß-Laufen auf unterschiedlich
beschaffenem Untergrund zum echten Erlebnis macht. [...]
[Der Neue Tag, 17. 07. 2002 ]
| zurück zur Übersichtsseite
des "Best of" im Hobby? Barfuß! Forum |
zum Kopf der vorliegenden Seite |