[Ist barfuß gut für die Venen?] [Förderung des Barfußlaufens zur Gesundheitsförderung]

Ist barfuß gut für die Venen?
(Forumbeiträge im Sommer 2001)

Hallo Leute,
stimmt es, dass Barfußlaufen Venenerkrankungen vorbeugt? Oder hat man mich verarscht? 
Wenn nein, welch ein Zusammenhang besteht da?
Viele Grüße, Sabine

Der Barfußpark Dornstetten wurde auf Initiative eines Venensanatoriums eingerichtet, aus der Überzeugung, den Patienten etwas Gutes zu tun. 
Die vorbeugende und heilende Wirkung bei Venenkrankheiten besteht darin, dass
- die durchblutungshemmende Einengung durch Schuhe wegfällt (die mit der Absatzhöhe zunimmt),
- die Massage der Sohle und die Temperaturunterschiede die Durchblutung zusätzlich ankurbeln,
- der Wadenmuskel stärker aktiv ist als in Schuhen und damit seine Rolle als Pumpe für den Rücktransport des Blutes besser wahrnimmt.
Mach's gut und unbeschuht und denke an die schönen Beine, mit der die Natur die BarfußläuferInnen beschenkt!
Ciao, Lorenz

Auf Informationen aus der genannten Klinik beruht auch der Presseartikel:
Barfußgehen regt den Kreislauf an.

Derartige Übungen macht man übrigens beim barfüßigen Fahrradfahren ganz automatisch, vorausgesetzt, man benutzt Pedale, die auch ein etwas kräftigeres Zutreten erlauben (nicht ganz einfach bei den auf Schuhprofilen optimierten Pedalen heutzutage) und setzt den Fuß richtig auf: Nämlich mit dem Vorderfuß, der Ballen gehört auf die Pedalachse ("Klickpedale" für Radschuhe fixieren den Fuß automatisch richtig).
Dass das für die Venen und Gefäße gut ist, glaube ich gerne; den Beweis, dass es für die Wadenmuskulatur gut ist, habe ich durch den Muskelkater bekommen, den ich nach meinen ersten längeren Barfußtouren auf meinem neuen Rad bekam. In (Rad-) Schuhen dagegen sind die Füße fest im Schuh fixiert und haben zum Unterschenkel fast immer den gleichen Winkel, d.h.  Bewegung findet nicht statt. Ergo: weniger gutes Waden- und Venentraining.
Viel Spaß beim barfüßigen Venen- und Fitnesstraining wünscht
Jörg (Hanna)

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Marc hofft auf öffentliche Förderung des Barfußlaufens zur Gesundheitsförderung
(Forumbeitrag im Winter 1998/99)

Die meisten Rückenprobleme dürften jedoch auf die viele Sitzerei zurückzuführen sein, zumal es ja immer mehr Bürojobs gibt. Und in Sachen "richtiges Sitzen" gibt es noch mehr Aufklärungsbedarf als beim richtigen Laufen.
Allerdings gebe ich Dir recht, dass auch schlechte Laufstile erheblich zu den Rückenproblemen beitragen bzw. vorhandene verstärken. Aber auch Knie- und Hüftgelenke werden bei schlechtem Laufstil stärker beansprucht und verschleißen viel schneller.
Barfußlaufen unterstützt automatisch einen gesunden und natürlichen Laufstil. Und nicht nur das. Unumstritten ist, da sind sich auch die Fachleute einig, die äußerst positive Wirkung des Barfußlaufens auf Venenleiden. Wie ja auch schon in diesem Forum erwähnt wurde, erkannte Pfarrer Kneipp dieses Phänomen bereits vor über 100 Jahren.
Die äußerst Kreislauf anregende Wirkung des Barfußlaufens hat auf den gesamten AZ eines Menschen positiven Einfluss.
Und noch ein weiterer Effekt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte: Insbesondere beim Barfußlaufen in der Natur, über Wurzelstöcke, Flusskies und andere natürliche Unebenheiten, stellt sich der gleiche Effekt ein wie bei einer Fußreflexzonenmassage (Anregung der inneren Organe).
Wer's nicht glaubt soll einmal mit vollem Bauch eine halbe Stunde mit und ein ander Mal ohne Schuhe einen Verdauungsspaziergang machen und danach die Wirkung auf den Darm vergleichen ...
Zurück zum Thema. Beide Therapieformen Kneipp und Fußreflexzonenmassage werden von immer mehr Kassen (zumindest in der CH) unterstützt. Vor 25 Jahren wäre das noch undenkbar gewesen. Möglicherweise erkennen diese Institutionen den natürlichen und präventivmedizinischen Wert des Barfußlaufens auf geeignetem Terrain in Zukunft.
Klar, dass es reiflicher Überlegungen braucht, um eine direkte Kostensenkung aus dem Barfußlaufen abzuleiten. Aber möglicherweise bekommen wir schon in naher Zukunft mit der Kassenrechnung noch eine Fußfeile, einen Bimsstein und eine Fußcreme geschenkt.
Ich persönlich fände es toll, wenn man beim Wegbau insbesondere in der freien Natur wieder vermehrt auf die Bedürfnisse des menschlichen Fußes Rücksichtnehmen würde. Dies wäre gerade für Krankenkassen und auch Kommunalpolitiker ein echtes PR Objekt.
Schließlich baute man im Namen der Gesundheit schon vor 25 Jahren 'Vita-Parcours' und heute gibt's fast in jeder Agglomeration Rad-, Reit-, Skatewege und Hundetoiletten, nur natürliche 'barefoot trails' sucht man meist vergebens.
A propos, vielleicht sollte man das 'Missionieren' für das Barfußlaufen etwas in die Richtung erweitern und Kinderspielplätze, Freizeitanlagen und auch Gehwege barfußfreundlich gestalten.
(In Schweden ist man da 'wieder einmal' einen recht großen (Barfuß-) Schritt weiter.)
Barfüßige Grüße aus Bern
Marc

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