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Warme
Füße - kalte Füße
(Forumbeiträge seit Winter 1999 / 2000)
Tag 3 der Saison: ich war heute das erste mal 2000 wieder barfuß radeln. Ein herrlich befreiendes Gefühl! Auch relativ erfrischend am Abend, aber interessanterweise scheinen die Hände viel schneller kalt zu werden als die Füße - hat das sonst schon jemand bemerkt? Unci
So habe ich das noch nicht bemerkt, da ich derzeit auch nicht radle weder barfuß noch mit Schuhen; aber ich habe Ende Oktober etwas ähnliches bemerkt. Als ich nach einem längeren Spaziergang über einen Feldweg meine bematschten Füße in einem Bach säubern wollte, war dies für die Füße problemlos auszuhalten. Als ich mich runterbeugte und mit den Händen die Füße säubern wollte, zog ich die wieder zurück und bekam einen regelrechten Krampf in der rechten Hand wegen des für kalten Wassers. Lothar
Einen "Selbstversuch" habe ich zwar nicht gemacht, aber ich könnte mir vorstellen, dass das daher kommt, dass die Füße und Beine beim Radeln ständig in aktiver Bewegung sind, die Hände sich hingegen kaum betätigen und trotzdem den Temperaturen und dem Fahrtwind ausgesetzt sind und dadurch leichter auskühlen. mfG Rol
Respekt vor Deinem Elan. Meine gestriger kleiner Abendspaziergang bei 8 Grad
brachte mir schon ziemlich kalte Füße ein und insbesondere die Zehen machten
einen recht tauben Eindruck. Mit Jacke und barfuß kam ich mir jedoch auch schon
etwas komisch vor ...
Aber um Deine Frage zu beantworten: Nach meiner Erfahrung
sind die Hände eher etwas unempfindlicher gegenüber Kälte, jedoch ist diese
Beurteilung schwierig zu treffen. Denn: Die Füße stehen direkt auf kaltem
Untergrund, wohingegen die Hände fast immer von Luft umgeben sind. Diese
Luftschicht schützt meist vor Auskühlung. Beim Radfahren fällt diese
schützende Luftschicht dem Fahrtwind zum Opfer (chill - Effekt, d.h. die
Temperatur wirkt kälter als sie wirklich ist). Außerdem ist bei normalen
Fahrrädern ein Teil des Körpergewichts auf die Hände verlagert und hemmt
damit die Blutzirkulation in diesen.
Den Unterschied merkt man deutlich, wenn
man einmal mit einem Liegerad fährt. Dort sind die Hände entspannt auf dem
Lenker und kühlen auch bei Minustemperaturen bei weitem nicht so schnell aus
(zumindest meine Erfahrung). Insofern sind beim radeln tatsächlich die Hände
oft kälter als die Füße. Kai
[interessanterweise Hände viel schneller kalt
als Füße - sonst schon jemand bemerkt]
Kann ich voll bestätigen;
jedes Wochenende unternehme ich einen mittlerweile einstündigen Barfußspaziergang im
Wald - Wetter egal - Matsch erwünscht.
Dank der Gewöhnung
habe ich spätestens nach zehn Minuten richtig angenehm WARME, gut durchblutete Füße, die Hände stecke ich des öfteren in die Jacke. Bis bald
aquajeans
[Respekt vor Elan ... Abendspaziergang bei 8
Grad kalte Füße und Zehen
machten tauben Eindruck. Mit Jacke und barfuß kam ich mir schon komisch vor]
mit Jacke, Mütze, Handschuhen und barfuß? ;)
Das "komisch vorkommen" legt sich erfahrungsgemäß immer nach einiger
Zeit.
[Beim Radfahren fällt schützende Luftschicht Fahrtwind zum
Opfer (chill - Effekt)]
das merke ich immer beim losfahren. Wenn ich dann ein paar Kilometer zügig
unterwegs bin, ist alles warm. Es scheint sogar eine Temperatur zu geben, wo die
Kombination aus dünner Jacke, dünnen Handschuhen und barfuß angemessen ist.
;) So wie Radrennfahrer oft bei "Übergangstemperaturen" in Shorts und
Trainingsjacke unterwegs sind. Was sich bewegt, braucht weniger Isolierschicht.
[Unterschied merkt man deutlich, wenn man Liegerad fährt]
Gut, ich bin leider noch nie Liegerad gefahren .... würde ich aber
auch mal gerne. :) Unci
Mir ist bei den ersten Barfußausflügen in
diesem Jahr mehrfach passiert, dass der Fuß insgesamt zwar kühl wird, aber
noch nicht so unangenehm, dass ich gleich umkehren müsste.
Aber: Eine Zehe (immer die gleiche) scheint schlecht durchblutet zu sein, so
dass sie bald die Farbe verliert und ziemlich blassgelb in die Landschaft schaut
und das Gefühl verliert. Hat irgendjemand hier im Forum ähnliche Erfahrungen
gemacht und weiß ein gutes Hausmittel gegen so eine partielle Durchblutungsstörung
(dafür halte ich es mal)? (mehr Bewegung bringt's vermutlich nicht - eine
Stunde Radfahren täglich und 2-3 Mal joggen wöchentlich sollte reichen)
Kai (der endlich wieder "unten ohne" raus mag)
Hallo Kai, als Hausmittel gegen Durchblutungsstörungen hat sich allgemein die Wechseldusche bewährt. Da es sich nur um eine Zehe handelt, dürften Wechsel-Fußbäder reichen, ansonsten schau mal beim Doc vorbei. Nicht, dass da was Ernstes vorliegt ... Gruß Martin
Es könnte sich dabei um das Raynaud - Syndrom handeln, welches aber häufiger an den Händen als an den Füßen zu beobachten ist. Dagegen gibt es keine Heil- oder gar Hausmittel. In schlimmen Fällen kann wohl operiert werden. Das wird aber nur gemacht, wenn diese Durchblutungsstörungen sehr häufig und auch schon bei Raumtemperatur auftreten. Gerhard
Nachdem hier im Forum heiß darüber diskutiert wurde, ob
Barfußläufer
Warmduscher sind oder nicht, habe ich mein persönliches Urteil gefällt. Sie
sind es NICHT! Dafür sind aber Hausschuhträger und Mit-Socken-Schläfer
Warmduscher!!! Aus diesem Grund haben diese von euch vorgeschlagenen Begriffe
Einzug in mein Warmduscherlexikon gefunden! :-) Diese Auswahl ist mit
Selbstironie verbunden (wie ja die meisten Warmduscher - Synonyme), denn ich
selbst laufe ... nur seeeeehr selten barfuß. Jawohl. :-(
Aber ich hoffe, ich darf
mich trotzdem in diesem Forum aufhalten. Ich find´s nämlich sehr interessant
hier.
Eben gerade habe ich
es hier in der Wohnung probiert barfuß zu laufen ... aber die Füße wurden
gleich wieder kalt... :-(
Boa, wie lange dauert´s wohl, dass man zumindest zu
Hause barfuß durch die Gegend laufen kann, ohne Angst vor einer Erkältung
haben zu müssen.... ?? Denn ich muss zugeben, eure Argumente für´s Barfußlaufen
haben mein Interesse an der Sache geweckt.. :-)
Na ja, mal schau'n, wie lange ich
noch ein Hauschuhträger bleibe.. ;-) Schnickers
[ in Wohnung probiert barfuß zu laufen...
aber Füße gleich wieder kalt]
Einfach durchhalten. Ich
selbst habe in den ersten zwei Wochen ein bis dreimal am Tag ein warmes Fußbad
benötigt, weil ich den Eindruck hatte, dass meine Füße noch kälter als sonst
waren. Aber dann hatte sich das geregelt und inzwischen laufe ich auch ohne
kalte Füße barfuß durch die Wohnung. Mein Problem mit den fast allabendlich
kalten Füßen löst sich nun auch langsam auf.
Vorgestern habe ich es
geschafft, dreihundert Meter durch den Schnee zu joggen, um dann mit kläglicher
Miene wieder in meine Socken und Birkis zu schlüpfen. Gestern hatten wir
Schneematsch. Es lief sich wie auf einer Weichbodenmatte. So etwas habe ich
schon immer gehasst. Irgendwann hat's mir gelangt und ich habe meine Socken und
Schuhe ausgezogen und bin barfuß weitergelaufen.
Ich hatte fast ein wenig Angst
wegen den Leuten. Diese haben entweder jedoch gar nicht reagiert oder erstaunt
gefragt, ob das denn nicht kalt sei. Bin 'ne richtig schöne Strecke so gelaufen
und war richtig stolz auf mich.
[ wie lange dauert´s wohl, dass man zu Hause barfuß laufen kann, ohne Angst vor
Erkältung]
Zwei Wochen. :) (Bei mir.) - Die Angst vor
der Erkältung kannst Du schmeißen, vom Barfußlaufen erkältet man sich
nicht. Ich hatte bislang jeden Winter eine böse Erkältung, bislang kann ich
noch von nichts aufsehenerregendem sprechen.
Viele Grüße an die Füße Eva
Hi Eva, vielen Dank für deine Antwort! :-) Na, zwei Wochen ist doch ne
überschaubare Zeit. Klingt toll.
Aber ich verstehe eines nicht: Warum hängt Barfußlaufen
nicht mit der Erkältung zusammen? Ich glaube dir, dass du durch Barfußlaufen
keine Erkältung bekommen hast. Aber ich dachte immer, der Körper muss, wenn man
barfuß läuft, besonders viel Energie aufwenden, um die Füße warm zu halten,
und dass man deswegen ANFÄLLIGER für Erkältungen ist. Zumindest in der
Anfangszeit ...
Ist dem so? Was meint ihr? Bin gespannt auf eure Antworten ... :-)
Serfuß
(klingt echt lustig) schnickers
Hi schnickers, die sogenannte Erkältung wird nicht durch Kälte, sondern
durch bestimmte Viren (z. B. Rhinoviren) ausgelöst. Die Übertragung geschieht
meistens durch Berührung einer bereits infizierten Person oder durch Tröpfcheninfektion.
Daraus folgt, dass Erkältungen und Barfußlaufen entgegen weitverbreiteter,
aber nichtsdestotrotz falscher Ansicht nichts miteinander zu tun haben.
Es ist
sogar eher so, dass Barfußlaufen das Immunsystem stärkt. Seit ich auch im
Winter in meiner Freizeit draußen häufig barfuß unterwegs bin, war ich erst
einmal richtig erkältet (was nicht durch meine Barfüßigkeit, sondern durch
innige Umarmung einer infizierten Person ausgelöst wurde).
Ich bin allerdings
der Meinung, dass winterliches Barfußlaufen für gänzlich Unerfahrene nicht
geeignet ist, sondern allmählich trainiert werden sollte (Trainingsbeginn im
Sommer, und dann während des Herbstes einfach durchhalten).
Herzliche Barfußgrüße,
Markus U.
Ich kann mich der Meinung von Markus U. nur anschließen.
Regelmäßiges Barfußgehen und der dabei unvermeidliche Kältereiz führen zu einer Steigerung
der Abwehrkräfte. Nicht nur, dass Erkältungen seltener werden, ganz allgemein
wird man weniger kälteempfindlich, vorausgesetzt, man handelt klug.
Beginnen
sollte man mit barfuß laufen draußen nicht unvorbereitet mitten im Winter. Die
leidvolle Erfahrung habe ich im Winter 98/ 99 gemacht, und mir bei einem
spontanen Einmal-Versuch eine saftige Erkältung geholt.
Auch sollte man im
Winter nicht einmal im Monat Barfußlaufen, sondern regelmäßig z.B. jede
Woche.
Beginne im Mai, halte den Sommer über durch, und höre im Herbst nicht
auf ! Dann wird Barfußgehen im Winter ein genüssliches Erlebnis, und dein
Hornhaut bleibt auch erhalten.
MfG Aquajeans
Hallo Schnickers, Du kannst Dir die Zeit der kalten Füße in
der Wohnung übrigens gewaltig abkürzen:
Solltest Du das Glück haben, Zugang
zu einem Garten zu haben, gehe bei Temperaturen oberhalb von 2 Grad einfach mal
für eine halbe bis zwei Minuten draußen hin und her. Du kannst es ja in der
Dunkelheit tun, solltest Du nicht so selbstbewusst sein wie so manche andere
hier.
Du wirst über die Wirkung erstaunt sein. Sie wird noch kräftig verstärkt,
wenn Du neben Rasen auch unebenen Untergrund wie Kies "belaufen"
kannst.
Viel Erfolg wünscht Dir MarkusII
PS: Oben Gesagtes gilt für den
Winter. Im Sommer fällt der Kältereiz weg; durch längeres Gehen auf oft
unebenem Untergrund erzielst Du aber die gleiche Wirkung. Sie ist so nachhaltig,
dass Du bald zu verstehen beginnst, warum Schuhe für geübte Barfüßer etwas
sehr Unangenehmes sind ...!
Hallo Eva und alle anderen, bei mir war es vor Jahren auch so. Irgendwann
hatte ich Socken und Schlappen in der winterlichen Wohnung satt.
Da ich hier nur
PVC-Boden habe (in Teppichen überleben viel mehr Milben und so), ist der Boden
weit aus gefühlskälter. Jedenfalls war es mir anfänglich nicht sonderlich
warm. Aber so nach gut zwei Wochen lief der Motor rund, sprich, die Füße waren
von da an immer warm.
Nur wenn ich lange Zeit hier am PC sitze und mich daher
kaum bewege, wird es kalt. Wissen wir ja, bewegen ist wichtig.
Wer nun damit anfängt,
sollte langsam seine Barfußzeiten in der Wohnung steigern. Sonst gibt es echt
Ärger mit Schnupfen oder gar Blasenprobleme. Aber sind die Füße
"umgepolt" und damit von selbst warm, wirft einem nichts mehr so
schnell um.
Ab und zu mal raus in den Schnee, der seit Sonntag hier leider
regelrecht davon läuft, das passt. mfg, Markus (malo)
Das mit den Viren wusste ich ... ;-)
[ sogar eher so,
dass Barfußlaufen Immunsystem stärkt]
Aber DAS hätte ich eben nicht erwartet. Sondern dass
das Barfußlaufen das Immunsystem schwächt und damit INDIREKT eine Erkältung
eher ermöglicht. hm ...
Aber ihr habt ja auch geschrieben, dass man langsam mit
dem Barfußlaufen anfangen sollte. und nicht im Winter ... wahrscheinlich sind das
die beiden entscheidenden Knackpunkte ...
bis denn schnickers
[ DAS nicht erwartet. Sondern dass Barfußlaufen
Immunsystem schwächt und damit INDIREKT Erkältung ermöglicht]
Da musst du wohl unterscheiden. Eine allgemeine Unterkühlung bedeutet,
dass der Kreislauf es nicht schafft, überall eine angenehme Körpertemperatur
zu halten.
Das kommt vor, wenn du draußen sitzt und dich nicht bewegst, dann fängst
du an zu frösteln - dieser Zustand macht wohl auch anfälliger.
Aber Kältereize
können auch dazu beitragen, den Kreislauf anzukurbeln. Die Wärmeregulierung
von uns Warmblütern ist ein relativ träges System, das mit Bewegung
anzukurbeln ist und in gewissen Maßen dazu trainiert werden kann, auch gegen
"Kältebrücken" wie nackte Füße im Schnee anzugehen.
Dieses
Training hilft auch gegen den allgemeinen "Fröstelzustand", der uns
anfällig macht. Wenn dir allerdings schon kalt ist, wird dir nur noch kälter
werden, wenn du die Schuhe ausziehst - zum Barfußsein gehört die Aktivität.
[ ihr habt geschrieben, dass man langsam mit Barfußlaufen
anfangen sollte und nicht im Winter ]
Zur Zeit ist es ja für die Jahreszeit viel zu
warm. Gut, um anzufangen - auch zwischen unzähligen Mantel- und Mützenträgern,
die sich nach dem Kalender einkleiden.
Unci
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Macht
kalter
Untergrund immer kalte Füße ?
(Forumbeiträge im Vorfrühling 2000)
Am Samstag habe ich einen Barfußspaziergang bei schönem Wetter und
ungefähr sechs Grad Außentemperatur unternommen. Bereits nach wenigen Minuten
schmerzten aber meine Füße kältebedingt beim Auftreten auf eigentlich
angenehmem Untergrund wie Wiese und Sand und Mulch und ich fand es eigentlich
relativ unangenehm und hatte schon Bedenken wieder zu meinem Auto
zurückzukehren, von dem ich vielleicht 400 Meter entfernt war.
Nach Rückkehr
zum Auto stellte ich fest, dass ich gerade mal 14 Minuten unterwegs war. Später
lief ich dann noch ein paar Minuten durch die Pfützen die die Überschwemmung
des Mains auf den dafür vorgesehenen Wiesen hinterlassen hatte, nachdem er
wieder in sein Bett zurückgekehrt war. Es war herrlich, aber als ich dann zu
meinem Auto zurücklief, schmerzten auch hier die Füße beim Auftreten
kältebedingt.
Ein ähnlich unangenehmes Gefühl befiel mich am Sonntag schon
erheblich schneller bei einem Spaziergang entlang der Wiesen des Altmains. Da
hatte allerdings den ganzen Tag geregnet und gerade begonnen kurz vor
Sonnenuntergang aufzuklaren. Die Temperatur lag bei ca. 5 Grad. Allen Respekt vor
denen, die bei diesen Temperaturen ohne Schuhe längere Ausflüge per Bus Bahn
etc. unternehmen und nicht schnellstens wieder zur Autoheizung zurückflüchten
können.
Da ich leider aus beruflichen Gründen nur sehr gelegentlich im Freien
barfuß gehen kann, wird sich diese Empfindlichkeit leider auch nicht legen.
Wie viele Barfußkilometer braucht man denn, um so weit zu sein, dass man bei
diesen Temperaturen mehrere Stunden ohne Probleme barfuß unterwegs sein kann?
Haben andere von euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder bin ich der einzige dem
die Kälte diese Probleme bereitet?
Lothar
So schön natürlicher Untergrund und
feuchte Wiesen in wärmeren Zeiten auch sind, sind sie bei solchen Temperaturen
der "härtere" Untergrund für die Füße: Durch die Feuchtigkeit
fühlt sich der Boden gleich eine ganze Ecke kälter an als trocken (ich
schätze mal subjektiv ca. 5 Grad kälter). Wiesen und ähnliche Untergründe
zeigen diesen Effekt noch stärker als z. B. nasser Asphalt. Vermutlich durch
ihren höheren Feuchtigkeitsgehalt. Pfützen sind dann natürlich der
"Overkill".
Zum Eingewöhnen würde ich daher evtl. trocken - kalten
Asphaltboden empfehlen.
Kleine Warnung am Rande: durch die Kälte merkt man
nicht mehr so genau, was sich in der Fußsohle verhängt. Dadurch kann man sich
schneller was reintreten, was man sonst nach dem ersten Schritt (bevor wirklich
was passiert) von der Fußsohle entfernt hätte!
Ich habe mir bei einem kleinem
Abendspaziergang auf die Art mal eine kleine Glasscherbe (1x1mm) eingetreten
(Aufpassen ist Glückssache ;-), die ansonsten wohl nach dem ersten Schritt als
Störenfried entdeckt und entfernt worden wäre. So hatte ich ein bisschen zu
"popeln", bis das Biest wieder raus war, weil ich sie erst daheim
wieder entdeckt habe (und wenn man oft genug drauftritt, ist sie irgendwann
durch die ersten Hornhautschichten durch...).
Ein anderer interessanter Effekt
dabei: wenn man mal kurz irgendwo stehen bleibt (z. B. vor 'nem Schaufenster)
kühlen die Füße dabei nicht noch stärker aus (was ich zuerst durch den
längeren Kontakt mit dem kalten Boden erwartet hätte) sondern wärmen sich
etwas auf. Anscheinend können sie dabei den Effekt der stärkeren Durchblutung
besser nutzen als in Bewegung. mfG Rol
Ich hatte eher vermutet, dass ein Wärmeaustausch zwischen Füßen und Boden stattfindet und somit die abgegebenen Wärme der Füße dann wieder zurückfließt. Lothar
Hallo Rol, ich kann Dich da voll bestätigen. Feuchte Untergründe empfindet
man als deutlich kälter, was vermutlich mit der hohen Wärmekapazität von
Wasser zusammenhängt und der fehlenden isolierenden Luftschicht um den Fuß,
sobald dieser durch den Untergrund nass geworden ist. Trockener Asphalt ist hier
(leider) wirklich die jahreszeitenbedingt beste Alternative zum beschuhten
gehen.
[mal kurz irgendwo stehen bleibt kühlen Füße nicht
stärker aus sondern wärmen sich auf .... Effekt der stärkeren Durchblutung besser nutzen als in
Bewegung]
Der
Effekt tritt interessanterweise tatsächlich auf - auch bei meinen eher schlecht
durchbluteten Füßen macht sich eine kurze Pause (bei den WENIGEN
Barfußspaziergängen zu dieser Jahreszeit) positiv bemerkbar.
Spontan fällt
mir da aber auch keine ganz schlüssige Erklärung ein - Hauptsache es ist erst
mal so. Gruß Kai
Ich unternehme jedes Wochenende einen solchen Spaziergang. Es gibt
eigentlich nur einen Rat: Im September bei 15 ° beginnen, und regelmäßig dranbleiben,
und sich progressiv an die Kälte gewöhnen.
Letztes Jahr hab ich einen einzigen Barfußspaziergang im Winter probiert, vom Forum angeregt, im Januar, und mir
prompt eine saftige Erkältung geholt. Dieses Jahr habe ich das Barfußlaufen gar nicht erst abgebrochen, und bin ab September jedes Wochenende barfuß
unterwegs, zuerst 20 min, dann 40, mittlerweile ein gutes Stündchen. Aufgrund
dieser Vorbereitung sind meine Füße auch bei 4° noch warm.
Asphalt ist zwar wärmer als Naturgrund, hat aber den Nachteil der stärkeren Reibung, was bei
längeren Märschen zu Blasen führen kann, wenn man es nicht mehr so gewohnt
ist, wie im Sommer. Ich gehe normalerweise auf stillen Waldwegen, (um den barfußfeindlichen Zivilstreifen, Kunden, Berufskollegen, Bekannten und
ähnlichen Problemen zu entgehen); letztes Wochenende habe ich meine Wanderung
ein paar Kilometer über Asphalt ausdehnen müssen; da meine Hornhaut nicht so
fest ist wie im Sommer hat's zwei kleine Blasen gegeben.
Für die Winterzeit ist
Naturboden also doch besser, und Matschtreten macht doch Freude, oder ? bis bald
aquajeans
Grundsätzlich richtig. Aber wie kommt man zu Naturboden, der nicht
geschottert ist. Hier sind nahezu alle Waldwege mit wanderschuhfreundlichem
Schotter ausgestattet.
In Bamberg habe ich da weniger Probleme, da es hier
entlang der Flüsse Möglichkeiten gibt.
Hier muss ich in den Wald und da muss ich erst mal hinkommen. Für Autos sind die meisten Wege gesperrt und von den
Parkplätzen muss man über Schotterwege oder gesplittete Teerwege. Lothar
Ich mache mir schon seit einiger
Zeit Gedanken, wie man den Planern und Realisierern von Wandergebieten die Idee
des Barfußwanderns nahe bringen kann. Bei uns zu Hause bin ich auch schon bei
der lokalen Agenda aktiv geworden, um so etwas anzuzetteln. Mit den
ausgedruckten Homepages von den Barfußparks Dornstetten und
Bad Sobernheim habe
ich auch einigen Eindruck gemacht!
Mein konkreter Vorschlag wurde dann aber von
den Jägern und Fischern verrissen, die ihr Terrain unbedingt für sich alleine
haben wollen. Der Bürgermeister zeigt sich dagegen sehr aufgeschlossen -- mal
sehen, was ich erreichen kann. Ich denke, so einen Vorstoß kann jeder an seinem
Heimatort versuchen!
[Für Autos meisten Wege gesperrt und von Parkplätzen über Schotter oder gesplittete
Teerwege Ich bin
immer viel mit dem Rad unterwegs und steige immer wieder ab, um Seitenwege auf
Barfußfreundlichkeit zu testen. So kenne ich in unserer Gegend jede Menge
Möglichkeiten -- natürlich abseits der ausgewiesenen Wege.
Und mit dem Rad
erreicht man jeden beliebigen Ausgangspunkt. Serfuß, Lorenz
... sofern man genügend Kondition hat, die Berganstiege zu meistern und der Beruf genügend Zeit lässt hierfür zu trainieren. Ich hab sie leider nicht. Lothar
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