Was
tun, wenn Blasen Barfüßer plagen
(aus verschiedenen Forumbeiträgen)
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Was
tun bei Blasenbildung ?
Hey, ich jogge gern und oft mit schuhen , nun aber doch
auch mal ohne u. diesmal vielleicht etwas übertrieben über asphalt und groben
kies.
Was tun wenn doch größere blasen entstanden sind?
AUFSCHNEIDEN ABTROCKNEN
lassen ? oder was... DANKE Jens
Wenn das passiert (ich hatte ja schon mal frostblasen), mache ich mit einer
sauberen nadel ein winzigkleines Loch an der Seite und lasse die Flüssigkeit
abfließen, ich lasse die Haut aber dran, damit sich darunter eine neue
Hautschicht bilden kann.
Irgendwann geht dann die lose Haut flöten; ist aber
besser (und weniger schmerzhaft), als sie gleich abzuschneiden und untere
Hautschichten bloßzulegen. Unci
Hallo Jens, Ich kenne das leidige Thema mit den Blasen ziemlich gut. Ich
hoffe Deinen Füßen geht es schon wieder etwas besser.
Wenn ich Blasen habe
öffne ich sie vorsichtig mit einer Nadel. Dabei ist es wichtig, dass Du Dir
ganz kapp neben der Blase in Fleisch stichst um die Infektionsgefahr zu
reduzieren, tut zwar auch etwas mehr weh.
Mache die Blasen aber erst nach dem
Laufen auf. Unterwegs ist es auf jeden Fall besser mit geschlossener Blase zu
laufen, was anderes wäre es, wenn Du barfuß in Schuhen mit Blasen weiter
laufen müsstest.
Unterwegs, wenn Du keine Schuhe mit hast, wäre ein
Blasenpflaster bestimmt ganz angenehm. Es nimmt immerhin den Druck auf die
Blase weg. Verena
Die Medizin empfiehlt ganz klar nichts zu tun!
Wird die Blase geöffnet hast
Du eine offene Wunde mit der entsprechenden Infektionsgefahr.
Ich weiß aber aus
eigener Erfahrung, dass die Theorie die eine Seite ist und der unangenehme Druck
der Schwellung eine andere!
Ich mache es daher wie die anderen, die hierzu schon
etwas geschrieben haben, und punktiere die Blase mit einer kleinen, möglichst
dünnen Nadel. Wichtig ist, dass diese möglichst steril ist. Das kannst Du ganz
einfach mit einer Flamme erreichen, z. B. Feuerzeug.
Aber Vorsicht, sonst gibt's
gleich die nächste (Brand-) Blase! :-).
Das eine Ende der Nadel mit z. B. einem
sauberen Tempo halten und das andere mit dem Feuerzeug heißmachen geht ganz
gut.
Dann sollte die Einstichstelle Deiner Blase noch möglichst keimfrei sein.
Das kannst Du z. B. mit einem Hautdesinfektionsmittel oder hochprozentigem
Alkohol (mind. 80%) tun.
Dann sticht man die Blase vorsichtig auf, ohne das
Gewebe darunter zu verletzen und lässt den Druck ab. Es muss nicht die ganze
Flüssigkeit raus, es bildet sich wahrscheinlich sowieso etwas nach.
Gegebenenfalls muss man halt noch mal punktieren. Und wenn die Stelle (z.B. an
den Füßen) Kontakt mit Schmutz haben könnte, dann sollte man vielleicht ein
kleines Pflaster drauf pappen um die Infektionsgefahr zu senken.
Wenn es sich
irgendwie entzündet sollte man natürlich zum Doc.
Barfüßige Grüße Dirk
Ich würde:
1) 2 - 3 Tage warten, bis die unter der Blase liegende
Hautschicht sich etwas entwickelt hat.
2) dann die Blase aufstechen, mit einer
sterilen Nadel, notfalls in kochendem Wasser sterilisierte Nähnadel Die Haut
der Blase keinesfalls entfernen. Und 1 - 2 Tage ein Pflaster auf die Blase, damit
kein Schmutz in das gestochene Loch kommt. Die Hautschichten werden
zusammenkleben, und die oberste wird sich später von selbst ablösen, nach 2 -3
Wochen.
Ebenfalls ein paar Tage NICHT barfuß auf Schotter oder hartem
Untergrund gehen ! Auch nicht auf NASSEM Boden draußen (ebenfalls
Infektionsgefahr)
Alternative: Ein Arzt wird in schweren Fällen, d. h. wenn das
Wasser in der Blase eine Entzuendung zu provozieren droht, eine Blase
aufstechen, mit Spezialnadel, und das passende Pflaster drauftun. Vom
wundhygienischen Standpunkt ist der Arzteingriff sicher die beste Lösung.
steveh
Die Anderen haben ja jetzt schon fast alles Wichtige zu dem Thema gesagt. Ich
kann nur aus eigener Erfahrung bestätigen, dass es sauweh tut und langsamer
heilt, wenn man auf die Idee kommt, die Haut zu entfernen.
Bleibt die Haut
drauf, dann ist sie besser, als jedes Pflaster. Und die Haut schützt auch vor
Schmerzen beim Laufen besser, als jeder noch so weiche Ersatz.
Ein kleines Loch
in der Blase hilft mir immer ganz gut. Ich denke, wer geimpft ist gegen Tetanus
(und das ist ja hoffentlich JEDER Barfußläufer????), der braucht sowieso kein
Pflaster. Außerdem kostet Impfen nichts.
Wer in Süddeutschland im Grünen
barfuß laufen will, sollte vielleicht auch mal über eine Zeckenimpfung
nachdenken.
Zur Vermeidung habe ich Folgendes festgestellt: Blasen entstehen ja
bekanntlich durch mechanische Überbeanspruchung. Weil ich bisher Blasen nur bei
sehr heißem Wetter hatte, scheint die thermische Belastung wohl auch eine Rolle
zu spielen. Also: Laufe auf der schattigen Straßenseite und achte darauf, nicht
zu schnell stehenzubleiben, loszulaufen, oder um die Kurve zu laufen.
Und ein
glatter Untergrund ist natürlich auch besser, als Kieselsteine. Und laufe
locker und entspannt. Matthias (NRW)
Wenn es kommt, dann dicke: Erst der verregnete Juli, in dem meine Füße
draußen so gut wie nie das Tageslicht sahen (jaja, ich weiß: Warmduscher und
Schönwetterbarfüßer), jetzt ein paar milde und sonnige Stunden - und meine
ver- und entwöhnten Füße machen schon ohne Socken in Sandalen Probleme.
Sprich: Eine Blase unterhalb des Ballens. Die Haut war auch gleich mit weg.
Habe
mir gerade in der Apotheke spezielle Blasenpflaster gekauft. Gibt es hier
jemanden, der Erfahrung mit den Dingern hat? Was taugen die in Hinblick auf
Barfußgehen? Kann man damit womöglich raus? Wäre schon nicht schlecht
angesichts der Wettervorhersage ...
Beste Grüße, Stefan J.
Die Dinger sind bestens geeignet. Habe damals eins unter meine Wunde nach einer Warzenentfernung geklebt und bin dann ca. 5 Stunden barfuß durch Sand am Ostseestrand und auch auf Pflaster spaziert. War problemlos. Lothar
Was macht man mit Blasen?
Auch ein vorsichtiger Anfang und
langsames Training in den letzten 3 Wochen haben mich nicht davor bewahrt.
Irgendwie habe ich mir wohl durch einen Stein eine Blase an der Ferse
eingefangen. Bis die von selbst verschwindet das dauert meist sehr lange.
Meine
Frage an die Experten und Trainierten: Läßt man Blasen am besten in Ruhe oder
sollte man sie aufstechen?
MfG UlliDO
Wenn sie nicht stört, in Ruhe lassen. Wenn sie sich
"aufbläht", vorsichtig am Rand mit einer scharfen, sterilen Nasel
aufstechen und entwässern, aber die Haut dranlassen.
Dann kann die
darunterliegende Hautschicht sich besser regenerieren.
Unci
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Für die, die schon länger
dabei sind: Eine Frage der Statik zum Barfußgehen.
Stimmt die Behauptung, dass der Barfuß - Anfang leichter ist für Menschen mit großen
Füßen, bei gleichem Körpergewicht, weil die Gewichtsbelastung / Fläche dann etwas
geringer ist ?
Zum Beispiel kleineres Blasen - Risiko ?
Welche Vorgehensweise ist am Anfang eigentlich gegen das Entstehen von Blasen zu empfehlen
? stevehfm
Ich habe mir barfuß noch nie Blasen gelaufen, abgesehen
von je 1 x Brandblasen auf heißem Asphalt und leichten Frostblasen bei -5°C, aber damit
kenne ich meine Grenzen und vermeide fortan, sie zu überschreiten. Mit Schuhgröße 46
lebe ich wohl schon auf "großem Fuß", aber dafür wiege ich 90 kg.
Ich glaube nicht, dass die Fußgröße die Beanspruchung der Fußsohle so sehr beeinflusst. Es ist eher der richtige "fußgerechte" Bewegungsablauf, den man am
leichtesten findet, wenn man im Barfußlaufen nichts weiter als ein Mittel zum Wohl
fühlen sieht. Auf Naturboden besteht meiner Erfahrung nach überhaupt kein Blasenrisiko,
und auf Asphalt oder beim Sport kann man ja aufhören, sobald die Haut anfängt zu
schmerzen. Allmählich steigert sich das Durchhaltevermögen der Barfüße von ganz
alleine!
Mehr Probleme hatte ich schon mit Hornhautrissen an der Ferse, und ich rate, von Anfang an
die Füße regelmäßig einzucremen -- dafür tut es normale Handcreme. Viel Spaß an der
barfüßigen Freud wünscht Lorenz
Hi! Rein Physikalisch könnte an der Sache mit den
großen Füßen was dran sein, da hab ich mir aber nie Gedanken zu gemacht. Ich bin 1,80
und trage Schuhgröße 44, was ich für durchschnittlich groß halte.
Die beste Vorbeugung gegen Blasen ist langsam anzufangen. Auch ich hab mir dieses Jahr
einen Satz Brandblasen geholt, weil ich unbedingt mit noch untrainierten Füßen ende Mai
barfuß 10km über heißen Asphalt spazieren musste. Sinnvollerweise fängst Du mit
weichem Untergrund an, bis die Hornschicht sich langsam ausgebildet hat, dann kannst Du
Dich langsam steigern, so dass Dir nach ein paar Wochen auch glühend heißer Asphalt
nichts mehr ausmacht.
Ansonsten empfehle ich regelmäßiges Eincremen mit einer Handcreme, da die Haut beim
Barfußgehen auf unnatürlichen Böden ziemlich stark austrocknet ... Fuß zum Gruß Schnaxel
Habe mich wohl am Montag Nachmittag mit meinen untrainierten Füßen etwas übernommen. besitze jetzt an beiden Fußballen wunderbare Blasen. Kann mir jemand sagen, ob ich die Dinger irgendwie speziell behandeln kann, um sie schnell wieder loszuwerden? außer einreiben. Da ich jeden Tag im Job sehr viel laufe, werde ich immer an mein montägliches Barfußgehen erinnert. ich glaube, nächstes Jahr fange ich im Mai an zu trainieren, damit mir so was im August 2000 nicht noch mal passiert;-) MFG Christoph
Hallo Christoph! Leider kann ich Dir kein Mittel zur
Behandlung der Blasen angeben, aber "motivieren" will ich Dich: Wenn Deine
Füße erst geübt (d.h. eigentlich: normal entwickelt, weil nicht mehr auf
"Gehhilfen" angewiesen) sein werden, wirst Du NIE mehr Probleme mit heißem
Asphalt haben (aus meinen persönlichen Erfahrungen sind mir jedenfalls keine bekannt),
und Barfußlaufen wird noch viel schöner werden als Du es jetzt ahnst ... mit halbwegs
trainierten Füßen (ich bin kein Fakir) gibt es nur ganz vereinzelt Probleme mit heißem
Asphalt, und zwar, wenn man an einer besonders heißen Stelle stehen bleibt. Dann sollte
man das Standbein des öfteren wechseln, damit immer eine Sohle "Luftkühlung"
bekommt. Beim Gehen gibt es wirklich NIE Probleme (zumindest sind sie mir aus meinen
Erfahrungen nicht bekannt). Viele Grüße, MarkusII
PS: Einmal konnte ich im Internet sogar die Anfrage einer US - Barfüßerin lesen, wie sie
denn geschmolzenen Asphalt wieder von ihrer Hornhaut runterbekommen würde? Wieder
hartgeworden, scheint er sich nicht so einfach wieder abzulaufen wie Kaugummi ... Es gab
auch eine ganze Reihe Tipps dafür. Vor unserem Erfahrungshorizont erscheint diese
Unempfindlichkeit der Sohlen sicherlich als etwas Besonderes, jedoch sollte man sich nur
kurz an die Nomaden erinnern, die die Sahara mit ihren Kamelen barfuß durchqueren. Auch
unsere Füße würden nach einer gewissen Zeit mit solchen Umständen fertig, davon bin ich überzeugt
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Seitdem ich in den letzten Tagen oft barfuß laufe bekomme ich schnell Blasen oben auf den Zehen, wenn ich denn doch mal Schuhe trage :-) Schönen Gruß Dirk
Hallo Dirk, es könnte sein, dass es sich um eine
Allergie handelt. Ich hatte so etwas auch einmal, allerdings hing dies nicht von dem
späteren Tragen von Schuhen ab, sondern trat einfach zeitlich später nach dem
Barfußlaufen auf. Es trat keineswegs immer, aber doch ab und zu in Erscheinung.
Wegen großem Taschentuchverbrauch und schließlich zunehmenden und üblen
Nasennebenhöhlenentzündungen war ich in ärztlicher Behandlung, die nur wenig
erfolgreich war. Schließlich wurde ich auf diverse Allergene getestet und es kam heraus,
dass es der Schimmelpilz Alternaria ist, der die Ursache ist. Die zeitlich versetzten
Blasen auf den Zehen passen mit ins Symptombild, da der Pilz ganzjährig und verstärkt in
der warmen Jahreszeit auftaucht. Zum einen befindet er sich in der Luft (gerade im
feuchtwarmen Rheinland bis zu hundertmal stärker konzentriert als Pollen), zum anderen im
Naturboden, gerade auch im Wald, und dort nicht völlig gleichmäßig verteilt. Barfuß
kommt man dann direkt in Kontakt mit solchen Stellen, und es können sich ab und zu Blasen
auf den Zehen bilden.
Ein Professor (Allergologe) sagte, dass sich hier nichts machen ließe, die
Desensibilisierung würde hier nicht viel bringen. Meine Hausärztin schlug eine Therapie
vor, die der Herr Professor als wirkungslos ansieht und die auch nur zum Teil oder gar
nicht von der Krankenkasse übernommen wird: das Spritzen von sog. Nosoden (10 mal in
wöchentlichem Abstand). Es gibt sie gegen die verschiedensten Allergene.
Mein Taschentuchverbrauch ist inzwischen drastisch zurückgegangen und Blasen habe ich auf
den Zehen seitdem nie mehr gehabt. Viele Grüße MarkusII
[könnte sein, dass es sich um eine Allergie handelt]
Bei mir wohl nicht. Ich denke, es liegt an der veränderten Zehenhaltung. Ich lief bislang
immer barfuß in Birkenstock. Nachdem ich oft barfuß laufe hat sich wohl meine
Zehenhaltung verändert, ich greife sehr viel aktiver mit den Zehen. Dadurch scheuern
meine Zehen schnell oben in den Birkenstock :-(
Die Zehennägel von meinen großen Zehen sind sogar schon richtig abgescheuert. Gruß Dirk
Hallo Dirk, das sehe ich so: Veränderte mechanische
Belastung der Zehen. Etwas weit hergeholt, aber es könnte sich um so was wie
"Brandblasen" halten: Scheuern = Reibung = Hitze ...
Mein Tipp: Entweder nach Schuhen ohne "Reibefaktor" über den Zehen oder nach
(erschlagt ich jetzt nicht gleich!) dickeren (bzw. zweitem Paar) Socken gucken. Natürlich
nur, wenn Du Schuhe tragen MUSST!
Trotzdem schöne schuhlose Tage wünscht Martin
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