[Stichwort ist Abhärtung] [Barfußlaufen mit oder ohne "Schniefnasen"] [Erkältung weil barfuß ?]

Das Stichwort zum aktuellen Wetter ist Abhärtung
(aus verschiedenen Forumbeiträgen im Herbst 1998)

Um sich an niedrige Temperaturen zu gewöhnen, nimm einfach eine größere Schüssel oder Wanne, wo Du mit Deinen nackten Füssen reinpasst. In diese Wanne lässt Du erst warmes Wasser einlaufen. Jetzt gehst Du barfuß in diese Wanne und lässt die Füße ca.10 Minuten darin. Anschließend nimmst Du kaltes, oder wenn Du Dich traust eiskaltes Wasser und lässt Deine Füße ca.15-20 Minuten darin. Danach mit einem Frotteetuch gut abtrocknen und barfuß aufs oder ins Bett legen. Du wirst staunen, was mit deinen nackten Füssen passiert. Wunder Dich nicht, wenn sie nach der zweiten Behandlung etwas rot aussehen, dann hast Du alles richtig gemacht, das ist das, was ich mit durchblutungsfördernd meinte. Deine Haut hat jetzt soviel Sauerstoff aufgenommen, dass sie schön rosig ist. Vielleicht probierst Du es in den nächsten Tagen allein oder mit Deiner Freundin.
Noch ein Tipp: Am besten kannst Du diese Sache machen, wenn Du dir das nächste Mal Deine Schwarzen Fußsohlen schrubbst, dann ist das Baden ja normal.
Tommy

wenn alles gut klappt, kann schnee den gleichen effekt haben :) nur so sind ausgedehnte schneewanderungen möglich, wenn erst mal die blutgefäße daran gewöhnt werden, genug wärme zu liefern!
unci

Das Stichwort zum aktuellen Wetter ist Abhärtung.
Wie es schon Pfarrer Sebastian Kneipp vor mehr als 100 Jahren beschrieben hat.
Tipp zur Abhärtung, beim Duschen am Schluss 2 - 3 Minuten die Füße kalt gießen und danach warme Socken anziehen.
Draußen erst nur kurz barfußgehen , 3-5 Minuten, dann warme und wichtig weite Schuhe anziehen. Langsam
aber stetig die Zeitdauer steigern.
So trainiert kann man oder frau auch im Winter um 0°C noch bequem auf dem Kriegspfad der Blackfeet wandern.
Marc

[ Könnt Ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben? An diesem Wochenende soll es bei uns (ich wohne in Ulmen in der Eifel) schneien und ich würde die Gelegenheit gerne mal nutzen, mal keine Stiefel Abdrücke im Schnee zu hinterlassen Tipps geben? An diesem Wochenende soll es bei uns (ich wohne in Ulmen in der Eifel) schneien und ich würde die Gelegenheit gerne mal nutzen, mal keine Stiefel Abdrücke im Schnee zu hinterlassen Tipps geben? An diesem Wochenende soll es bei uns (ich wohne in Ulmen in der Eifel) schneien und ich würde die Gelegenheit gerne mal nutzen, mal keine Stiefel Abdrücke im Schnee zu hinterlassen.]
Mein Tipp wäre: ziehe die Schuhe an, sobald es unangenehm wird. Ich habe erst letzten Winter mit dem barfüßigen Schneelaufen angefangen und gerade eine Minute ausgehalten. Inzwischen gehen vier Minuten, dann sind bei mir die Zehen steifgefroren und tun weh. Ich denke, man soll aufhören, sobald man sich dabei nicht mehr wohlfühlt.
Offenbar tritt die Gewöhnung an Kälte im Lauf von Monaten und Jahren ein -- eine Dreiviertelstunde hätte ich auch an einem warmen Januartage früher nicht barfuß laufen können. Einige Forumsteilnehmer sind da schon weiter -- aber die härten sich auch schon seit längerer Zeit ab. Warme Füße, Lorenz

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Barfußlaufen mit oder ohne "Schniefnasen"
(Forumbeiträge im Sommer 1999)

Ich hatte mich gerade innerlich für Sandalen entschieden, als unser Neunjähriger, der mich beim Einkauf begleiten wollte, frug : "Soll ich barfuß gehen ?" Da ich das (natürlich) nicht verhindern wollte, sagte ich "Ja klar" und konnte nunmehr konsequenterweise auch nicht mehr mit Schuhen los ... und daran haben wir beide am Wochenende dann auch nichts mehr geändert ... Übrigens waren wir beide gerade vom Einkauf zurück, als eine unserer Nachbarinnen ihrer Tochter (eine Klassenkameradin unseres Sohnes) vor dem Haus eine Szene machte, weil das Mädchen doch wahrhaftig in Sandalen mit Strümpfen statt Schuhen draußen herumlief - sie werde sich so noch den Tod holen ! Die Entfremdung mancher Leute von den natürlichen Gegebenheiten wird immer krasser - aber die besagte Familie lebt auch in der Hauptsache von Produkten von Tiefkühlfirmen, deren Autos dort regelmäßig vorfahren.
Serfuß Georg

Hallo, ich als Neu-Barfüßler musste mir das vergangenes Wochenende auch zigmal anhören: "Na ja, wenn du die nächste Schniefnase hast, weiß ich ja, woher" etc.
Dazu meine Frage: Wurde irgendwann einmal wissenschaftlich nachgewiesen, dass Barfuß - Laufen *normalerweise keine* Erkältung nach sich zieht und, wenn ja, wo im Web kann man / ich das nachlesen?
Leider gehöre ich nicht zu den Glücklichen, die einen "potentiell schuhlosen" Beruf haben, sonst könnte ich es auch auf etliche km pro Woche bringen wie Markus II. Schöne Grüße an die Füße :-) CU Martin (KS)

Hallo Martin, [Frage: Wurde irgendwann wissenschaftlich nachgewiesen, dass Barfuß - Laufen *normalerweise keine* Erkältung nach sich zieht und wo im Web kann man das nachlesen?]
Ich habe in meiner Barfuß - HP einen Abschnitt dazu eingebaut, der sich allerdings nur auf meine persönliche Erfahrung stützt. Eine wissenschaftliche Studie dazu wird es kaum geben, weil so etwas Geld kostet -- und das gibt man sicher nicht für etwas aus, das sich nicht verkaufen lässt.
Ich hatte jedenfalls keine Schniefnase mehr, seit ich (angeregt durch dieses Forum) im letzten Herbst auch das Schlechtwetter- und Schnee - Barfußlaufen durchgezogen habe -- für einige Minuten bis zu einer halben Stunde am Tag. Auch die Blase habe ich mir nicht erkältet! Obwohl ich den ganzen Winter über bei meinem kurzärmeligen und -beinigen Sommerschlafanzug blieb, genoss ich Nacht für Nacht eine wohlige Wärme, die von den Füßen ausging. Und die Schupfenviren blieben ohne Chance.
Weitere Information dazu findet sich z.B., wenn Du von meiner Seite dem Link zu dem Standardwerk "The Barefoot Hiker" folgst. Serfuß, Lorenz

Ich schlafe immer ganz ohne (auch schon bei leichten Minus - Graden im Zelt probiert) und empfinde normalerweise immer eine wohlige Wärme. Gruß Dirk

Die habe ich auch schon bei +30 °C und strahlender sonne gehört. Bekanntlich erkältet sich nach der logik mancher leute jeder, der seinen fuß ungeschützt auf den boden setzt, egal was die temperatur ist. Unci

Hallo Martin, zwar bin ich weder Wissenschaftler noch 24/7-Barfüßer - aber "Schniefnasen" habe ich in meinem Barfüßerdasein auch schon oft gehabt und kann deshalb ein paar Worte dazu sagen.
Im Großen und Ganzen kann man wohl sagen, dass der Körper insgesamt auf Temperatur bleiben muss. Das bedeutet, dass er Temperaturunterschreitungen an gewissen Körperpartien ziemlich gut wegstecken kann, wenn es ansonsten warm genug ist. Die ungewohnten Kältereize führen allerdings automatisch zum Schniefen. Dies muss aber nichts schlimmes bedeuten (bei mir war es nie eine Erkältung).
Wenn man dauerhaft barfuß geht bzw. sich bereits langsam an niedrigere Temperaturen gewöhnt hat, bleibt das Schniefen bei vielen scheinbar auch aus. Schlecht ist es m. E. nur, wenn der Körper ohnehin schon (durch Krankheit) geschwächt ist - dann sollten zusätzliche Kältereize wirklich vermieden werden (das kann ich gerade an mir selbst beobachten, schnief!). Bye, Lupu

Hallo Lorenz, den Link "Barfußlaufen ..." hab ich gestern schon gefunden und mit Interesse gelesen.
Vielleicht habe ich Anfang September sogar Gelegenheit, den "Du erkältest dich doch!" - Schreihälsen einige der dortigen Seiten zum Lesen zu geben. Ich glaub zwar nicht, dass die Leutchen dann mitmachen (wie gesagt, Anfang September...), aber vielleicht muss ich mir dann nicht immer wieder dieselbe dämliche Frage "Ist dir nicht kalt???" anhören...
Gruß und Fuß Martin (KS)

Zu den kalten Füßen: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass kalte Füße/ Beine reflektorisch einen Abfall der Körpertemperatur bewirken (Wadenwickel bei Fieber!!!). Auch ist eine Schwächung der Abwehr dabei zu beobachten.
ABER: Das muss ja nicht krankmachen! Erstens wird dadurch die Abwehr des Körpers trainiert und zweitens sollte der abwehrschwächende Faktor nur bei einer generellen Abwehrschwäche (Krankheit, dauernde Übermüdung, Stress, schlechte Ernährung) den Anstoß zu einer Erkrankung geben.
Nachlesbar ist dies u.a. in Büchern über physikalische Therapie, Abwehr & Resistenz des Körpers/Naturheilkunde.
Also: Schuhe aus und gesund leben ;-) *na ja, ein Bier muss trotzdem drin sein...* Gruß sven

[wissenschaftlich erwiesen, dass kalte Füße/ Beine reflektorisch Abfall der Körpertemperatur bewirken  ... Schwächung der Abwehr zu beobachten]
Beides steht im Gegensatz zu meiner Erfahrung (abgesehen davon, dass Wadenwickel bei mir tatsächlich wirken, wenn ich krank bin). Aber in gesundem Zustand reagiere ich ganz anders, und mir wird reflektorisch heiß, wenn ich barfuß in der Brandung, im taufrischen Gras oder im Schnee unterwegs bin.
Vielleicht ist es so, dass der Kältereiz an den Füßen die Körperwärme von innen nach außen schafft, aber dies sollte die Abwehr eigentlich stärken! Vermutlich sind die Reaktionen von Mensch zu Mensch sehr verschieden, und jeder sollte sich erst mal langsam an die Art und Intensität des Kältereizes herantasten, der sich letztendlich als gut für ihn herausstellt.
Fuß zum Gruß, Lorenz

Hallo Lorenz, mit Deiner Vermutung und Beobachtung hast Du natürlich vollkommen recht. Regulativ erhöht der Körper bei einer (gesteuerten, z.B. reflektiven) Senkung der Körperkerntemperatur die Durchblutung der peripheren Organe. Die Haut als größtes Organ gibt dann die Wärme nach außen ab (wie beim Autokühler).
Ergo hat man das subjektive Gefühl von Hitze. Das zum medizinischen Background!
Bis dann Sven

Hallo, besten Dank für Eure Infos. Die Erfahrung mit der gesteigerten Durchblutung nach einem Besuch im nassen Gras hab ich letzten Sonntag auch gemacht, allerdings hielt die Wirkung nur kurz an, aber dafür spürbar. Die von anderen gefürchtete Schniefnase hat mich übergangen. Und das bei morgendlichen Luft- Temperaturen von wahrscheinlich unter 10°C, die aber im Laufe des Tages auf über 20°C angestiegen sind.
Die größten Probleme meiner Füße waren diejenigen, die sie den ganzen Tag über gesehen hatten und Angst bekamen, dass ich mir irgendwas einfange ... FußGruß Martin

Sebastian Kneipp hat die Heilwirkung von Barfußgehen in seinen beiden Büchern "Meine Wasserkur" und "So sollt ihr leben" einige Wirkungen des Barfußlaufens genau beschrieben. Überlasteten, "kopflastigen" Studenten verschrieb er z.B., in den Wald zu gehen und dort eine halbe Stunde lang barfuß zu gehen. Die abhärtende Wirkung hiervon ist auch beschrieben; die Erfahrung von Dir, Lorenz, ist dort ebenfalls festgehalten.
Barfußlaufen ist vorbeugend gegen Erkältungen. Nach meiner Erfahrung dürfen die Füße bis zum Knöchel kalt werden, wenn Du nicht gerade krank bist, jedoch nie gefühllos vor Kälte (höchstens teilweise und kurzzeitig). Ergebnis eines ein- bis zweistündigen Spaziergangs bei fünf bis zehn Grad: z.B. zwei Tage lang herrlich warme und bestens durchblutete Füße (für Schuhe drinnen eigentlich viel zu warm).
Bei kühlem Wetter immer einen Pullover mehr anziehen als wenn man Schuhe anhätte; wenn es kalt ist (5 Grad), wirkt eine lange Unterhose bestens (die man ja sonst erst bei unter null Grad anziehen würde). Unten umkrempeln, damit sie nicht unter der Hose hervorguckt...
Das Register z.B. meiner Gesamtausgabe erwähnt "barfußgehen" nur zweimal; es kommt aber deutlich öfter vor! Wichtig außerdem in diesem Zusammenhang die Stichworte "Tautreten" und "Schneetreten". ...
Freut mich, dass unsere Infos nützlich für Dich sind! Leider mal wieder in Kürze ("Telegrammstil"):
[Erfahrung mit Durchblutung nach Besuch im nassen Gras auch gemacht, allerdings hielt die Wirkung nur kurz an, aber spürbar ... gefürchtete Schniefnase hat mich übergangen bei morgendlichen Luft-Temperaturen von wahrscheinlich unter 10°C]
Der Reiz war halt vergleichsweise schwach: nur von kurzer Dauer und ganz ohne stärkere mechanische Reize. Trotzdem hast Du damit deutlich etwas für Deine Abwehrkräfte und Dein Wohlbefinden getan (eben der mäßige Temperaturreiz, schwache Fußreflexzonenmassage, "Erdung" (auch aus elektrischer Sicht!), Kontrast trocken - nass - trocken..., etc.).
[größte Probleme meiner Füße waren diejenigen, die sie ganzen Tag gesehen hatten und Angst bekamen, dass ich mir irgendwas einfange]
Diese Ansichten spiegeln ein völliges Unwissen wider (für Vielleser nur Wiederholung):
Zur Erkältung: s.o.
Zu sonstigen Krankheiten: Das Innere von Schuhen wird nie gewaschen und ist erwiesenermaßen sehr lebendig (Bakterien, Pilze). Es führt häufig zu Hautkrankheiten (über 50% der mitteleurop. Bevölkerung hat Fußpilz, dazu kommen noch andere Hautkrankheiten). Die Füße sind für den ständigen direkten Kontakt mit Luft, Licht und dem Untergrund gemacht und bleiben so erwiesenermaßen kerngesund, selbst wenn die Umgebung dreckig ist wie eine indische Großstadt (s. z.B. medizinische Infos der DSS).
Abgehärtete, d.h. normal entwickelte Sohlen sind nicht wie ein Schwamm, der den Schmutz aufnimmt, sondern sehr schmutzabweisend und sehr schnell zu reinigen (Füße am Schluss der abendlichen Dusche aufeinander abrubbeln, Seife ist fast immer überflüssig, da fast alles sofort abgeht).
Hinzu kommen: barfußlaufen: natürlicher Gang wird wieder entwickelt (keine Stöße etc.). Ist gut für Knie, Hüften, Rücken (z.T. Heilwirkung bei bereits eingetretenen Schäden). Füße werden tatsächlich nicht deformiert (jedoch bereits bei über 50% deutscher Schulkinder, mit Folgeschäden, die sich z.T. bis auf den Rücken ausweiten).
Verletzungsgefahr: fast Null (viele und eben sehr oft eintretende Verletzungen durch Schuhe fallen dagegen weg: s.o. und s.u.; außerdem: kein Umknicken!).
Normal entwickelte Füße sind unglaublich robust! Die ständige natürliche Fußreflexzonenmassage (wenn man Schuhe nur ganz selten anhat und recht viel zu Fuß geht) weckt tatsächlich die Lebensgeister und steigert deutlich Laune, geistige Leistungsfähigkeit, Ausgeglichenheit.
Viele Grüße! MarkusII

Habe mir beim barfußlaufen bei 10 Grad die blase verkühlt und mich bombastisch erkältet. so`n mist, wo ich doch über silvester prag barfuß erobern wollte...
lorenz, du hast immer so gute hausrezepte ... bitte ... her damit!!!:-) Grüße Gerd Pern (GP)
PS: Wie oft werden die anderen Barefooter krank?

Hallo Gerd, was mir so alles zugetraut wird!
Ich äußere mich aber nur ganz ohne Gewähr, denn ich bin kein Arzt.
Mit Vitamin C hat meine Familie die besten Erfahrungen gemacht. Über Jahre hinweg haben wir unsere beiden Kinder mehr oder weniger genötigt, ein g/Tag zu sich zunehmen, wodurch sich die starke Neigung zu eitriger Mandelentzündung völlig gelegt hat. Das ist umso bemerkenswerter, als beide Elternteile damit zu tun hatten -- und es wurde bei uns immer schlimmer, bis die Mandeln entfernt werden mussten.
Linus Pauling, der große Verfechter des Vitamin C, hat sicher recht mit der Behauptung, dass dieses die Entstehung hartnäckiger Bakterieninfektionen aus banalen Erkältungen verhindert. Auch eine verkühlte Blase birgt das Risiko einer Bakterieninfektion.
Ich hatte das einmal von einem Konzertbesuch in einer eiskalten Kirche -- wohlgemerkt mit Schuhen. Falls Du schon Anzeichen spürst (starker Schmerz beim Wasserlassen, trüber Urin) sind ein Arztbesuch und ein gutes Antibiotikum angesagt.
Auf jeden Fall würde der Arzt reichliche Flüssigkeitszufuhr empfehlen, und es schadet nicht, dabei 3 bis 4 g Vitamin C pro Tag zu sich zu nehmen. Was man davon im Überschuss aufnimmt, wird sofort im Harn ausgeschieden und gelangt damit genau an die Stelle, wo Du es jetzt brauchst.
Gute Besserung, Lorenz

Vielen lieben Dank, mein Leuchtstern hat schon kistenweise Orangen und Tabletten besorgt.
Gerd

Ansonsten hilft rechtzeitige Abhärtung nach Art von Pfarrer Kneipp ! Georg

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Erkältung, Ursache barfuß?
(Forumbeiträge seit Herbst 2000)

Hi Folks! Gestern war in Wien auch wieder ideales Spätsommerwetter zum Barfüßern, aber gestern nachmittags hatte ich schon ein bisschen Halskratzen und heute noch etwas stärker, ich hoffe nur, dass es nicht das sogenannte "Moskau - Virus" ist, ein besonders aggressiver Vertreter der Grippe!
Denn wenn ich den hab', dann müsste ich bei etwas kühlerem Wetter mit dem Barfüßern aussetzen, sonst wird's sicher noch schlimmer, das Halskratzen und so weiter ... :o(
Wie habt ihr das gemacht, wenn ihr irgendwann mal in eurer Barfuß-Zeit verkühlt ward?
Schöne Füße und Gesundheit allen und besonders mir selbst wünscht
Robert

So schnell "stirbt" man nicht mit etwas Halsweh und nicht jedes Halskratzen ist gleich irgendein ominöser Virus. Medizin. Gurgellösung, Salbeitee und ein Halstuch haben sich als Hausmittel bewährt.
Wenn Du Dich fit genug fühlst zum Barfußlaufen, dann tu es. Wenn Du meinst, Du willst Dich lieber schonen, um keine komplette Erkältung zu bekommen, dann zieh Schuhe an.
Mach' daraus keine Glaubensfrage und hör' auf Deinen Körper. DU musst die Entscheidung treffen - mit 27 sollte einen eine Erkältung nicht mehr vor unlösbare Probleme stellen ... ;-)
Nix für ungut und gute Besserung Kai

Ich habe in einer Ärztezeitschrift gelesen, dass Schnupfenviren wärmeempfindlich sind und nur ausgekühlte Schleimhäute angreifen können.
Wir kennen ja den Reflex, mit dem der Körper schlagartig Wärme erzeugt, wenn wir auf kaltem Untergrund barfuß laufen (den "Kneipp-Effekt"). Da legen dann die Schleimhäute im HNO-Bereich auch flugs ein paar Grad zu, und die Viren haben's verdammt schwer.
So erkläre ich mir meine nie vorher im Leben gekannte Erkältungsfreiheit (die Schuhe halte ich jedenfalls nicht vor die Nase, die meinigen riechen viel zu schlecht ;-))
Serfuß, Lorenz

Hallo Robert, falls Du wirklich einen Virus aufgelesen hast, sicher nicht mit bzw. durch die Füße.
Der Irrglaube, dass man mit kalten Füssen sofort auch eine Unterkühlung hat, kursiert leider im ganzen deutschen Sprachraum (In England gehen die Frauen oft auch ohne Strümpfe und Nylos im Winter auf die Strasse...)
Item, Pfarrer Kneipp hat schon vor 100 Jahren als bestes Abhärtungsmittel das Barfußgehen proklamiert. Allerdings, ich bezeichne das mal als medizinisches Barfußgehen, heißt das nicht 24 Std. am Tag ohne jegliche Fußbekleidung sein.
Willst Du Deinen Abwehrmechanismus stärken, solltest Du ca. 10 - 15 Min, wenn möglich im taufrischen Gras, barfuß gehen und danach die Füße in weite Socken und falls nötig in weite Schuhe stecken. Du kannst natürlich auch eine richtige Kneippanwendung mit Wassertretbad machen.
Ich habe öfters mal ein Kratzen im Hals, bspw. nach längerem Aufenthalt des Oberkörpers (inkl. Hals und Kopf) in der Zugluft. Das hindert mich allerdings in keiner Weise meine barfüßigen Spaziergänge einzustellen.
Wichtig ist vor allem, egal zu welcher Jahreszeit, dass der Torso warm genug hat. Also Weste oder Pulli schaden sicher nicht.
Dann noch eine Überlegung: ziehst Du jetzt Handschuhe an wegen dem Kratzen im Hals? Wohl kaum. Bedenke einfach dies, Fuß und Hand sind periphere Gliedmassen, ertragen Kälte normalerweise sehr gut (bis ca. 6°C ohne spezielle Abhärtung). Der Fuß hat übrigens nach unten noch etwas mehr Fettzellen wie die Hand, ist also besser 'isoliert'.
Trotzdem fühlen sich Hand und Fuß bei kühlerer Raum- oder Außentemperatur oft kalt an. Dies hängt wieder mit der menschlichen Zentralheizung im Torso zusammen. Hat diese nämlich das Gefühl, die lebensnotwendigen Bereiche könnten nur ungenügend mit warmem Blut versorgt werden, schraubt sie einfach das Ventil zu den peripheren Gliedmassen etwas zu. Dieser Effekt kann sehr schnell auftreten, wenn zum Bsp. Gelenke (hier verlaufen die Blutbahnen dicht unter der Haut) kaltem Wind (Radfahren etc. -- Chilleffekt) ausgesetzt sind.
Also Torso und Gelenke einpacken und das Kältegefühl verschwindet.
Gruß zum Fuß Marc (CH)

Erkältung, Ursache barfuß?
Hallo Leute, nun ist es passiert. Ich habe mir eine heftige Erkältung eingefangen und musste am Freitag arbeitstechnisch passen, nachdem ich mich drei Tage wegen wichtiger Kundentermine mehr schlecht als recht durchgeschleppt hatte.
Nachdem ich die Woche davor von Mittwoch bis Sonntag frei hatte und jeden Tag barfuß unterwegs war, liegt es nahe, wo die Ursache gesucht wird. Meine Mutter hat mir jedenfalls sofort erklärt, dass das ja so kommen musste, wenn man bei diesem Wetter barfuß durch die Gegend läuft.
Das ist aber nicht so schlimm. Problematischer ist es, wenn die Firma auf die gleiche Idee kommt. Und das ist neben meinem barfußfeindlichen Job als Banker die zweite Problematik, die mir dabei Angst macht. Auch meine Frage an die Rechtsanwälte.
Was kann passieren wenn die Firma von barfüßigen Aktivitäten Wind bekommt und anschließend ein längerer krankheitsbedingter Ausfall zu verzeichnen ist? Kann man das als ein Vergehen werten, dass eine Kündigung zulässt?
Unabhängig davon gehe ich davon aus, dass ich mir die Erkältung ohnehin eingefangen hätte. Erstens war ich dafür früher noch viel anfälliger als jetzt; zweitens sind derzeit auch viele Leute erkältet, die nicht barfuß gehen, und drittens schüttele ich in meinem Job jeden Tag vielen Leuten die Hände und bin somit ohnehin einer relativ hohen Infektionsgefahr ausgesetzt.
Vielen Dank für Infos. Lothar

Hallo Lothar, aus deinen Zeilen ist zu lesen, dass außer dir niemals eine andere Person eine Erkältung hatte, da jeder (außer dir) IMMER Schuhe trägt.
Wahrscheinlich hält eure Bank den Rekord des geringsten Krankheitsstandes in ganz Deutschland (da ja alle Schuhe tragen!). Vielleicht sollten euer Bosse oder sonst welche dummschwätzenden Personen mal über diesen Nonsens nachdenken.
Grüße Berni(N)

Auch wenn das Wort "Erkältung" nach wie vor "Kälte" in ihrem Namen trägt, sollte es inzwischen eigentlich jedem einigermaßen gebildeten Menschen bekannt sein, dass es sich um eine Infektionskrankheit handelt, die mit Kälte nur bedingt zu tun hat.
Wenn das Immunsystem geschwächt ist, ist die Infektionsgefahr höher, und das erwischt Menschen, die normalerweise bei geschlossenem Fenster unter 8 Decken neben der Heizung schlafen, wenn sie in leichter Bekleidung niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind. Hier im Rheinland bezeichnen wir solche Menschen als "fimschig", was soviel wie überempfindlich bedeutet.
Wer seinen Körper jedoch regelmäßig den ganz normalen natürlichen Temperaturschwankungen aussetzt, mutet seinem Immunsystem auch nichts unmögliches zu, wenn er barfuß unterwegs ist. Aber versucht bitte nicht, das Euren Großmüttern zu erklären, es wäre aussichtslos... ;-)
SchnaXeL

Hi Lothar, hier kommt die Antwort eines Rechtsanwaltes auf Deine Frage:
Wenn Du nur außerdienstlich barfuß gehst, kann Dir rechtlich niemand deswegen etwas anhaben.
Es ist genau wie mit einer sogenannten Risikosportart: Deren außerdienstliche Ausübung kann dem Arbeitnehmer nicht schon wegen der erhöhten Verletzungsgefahr untersagt werden, wenn dieser im übrigen seinen Pflichten aus dem Arbeitsvertrage nachkommt, da sonst ein unzulässiger Eingriff in die Privatsphäre vorläge.
Da Deine Erkältung jedoch erwiesenermaßen nicht durch Barfußlaufen, sondern durch Kontakt mit infizierten Menschen, wahrscheinlich sogar Kunden, hervorgerufen wurde, hast Du arbeitsrechtlich keine nachteiligen Konsequenzen zu befürchten.
Herzliche Barfußgrüße, Markus U.

1) Wenn es eine echte Bronchitis ist, dann doch lieber ein paar Tage Pause mit dem Barfußlaufen.
2) ich glaub nicht dass Barfußlaufen bei diesem (noch) milden Wetter Ursache sein kann.
Ich selbst hab zwar ab und zu einen Schnupfen, aber nie schlimmere Symptome gehabt, seit ich auch im Winter zumindest zu Hause auch barfuß bin.
steveh

Hallo Lothar, hochinteressant Dein Beitrag!
Erst einmal wünsche ich Dir, unbekannter Weise, gute Besserung und dass Du Dir die Erkältung ohnehin eingefangen hättest, da liegst Du völlig richtig.
Übrigens kein Mensch "erkältet" sich, sondern man bekommt höchstens einen Schnupfen und das bestimmt nicht vom Barfußlaufen um diese Jahreszeit.
Ich beschäftige mich mit dem Thema "Krankheit" seit einigen Jahren und habe darüber einige einschlägige Literatur gelesen, die mir die Sprache verschlagen hat. Soviel ist sicher – Dein Schnupfen hat einzig und allein etwas mit Deiner derzeitigen seelische Lage und dem daraus resultierenden Zustand Deines Immunsystems zu tun. Nichts anderes.
Ich bin weder Mediziner noch Rechtsanwalt, aber niemand kann Dir einen Strick daraus drehen, dass Du in Deiner Freizeit draußen barfuß läufst, und daraus ableiten, dass Du leichtfertig mit Deiner Gesundheit und Deiner Arbeitskraft umgehst.
Wenn ich Motorrad fahre, könnte mir mein Arbeitgeber auch kein Vergehen vorwerfen, da ich ja mal eventuell einen Unfall haben könnte der einen längeren Arbeitsausfall zur Folge hat. Das kannst Du noch auf alle möglichen Freizeitbereiche ausdehnen. Also vergiss das mal ganz schnell.
Auch bist Du nicht einer größeren Infektionsgefahr ausgesetzt, wenn Du jeden Tag einige Hände schüttelst. Wenn mir früher einer gegenüberstand, der einen Schnupfen hatte, dann bin ich schon innerlich auf Abwehrhaltung gegangen und habe demjenigen auch meist gesagt, er möchte bitte 2m Abstand halten. Kurz danach hatte ich dann trotzdem meist auch einen Schnupfen. Heute stört mich das nicht mehr.
Ich gehe seit 20 Jahren in die Sauna, die ja bekanntlich auch abhärten soll insbesondere solchen Infektionen vorbeugen soll. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies alles Blödsinn ist, denn an meiner Anfälligkeit für Infekte hat sich nichts geändert.
Man sollte einmal auf seine Sprache hören, denn was hat man denn meist bei einem Schnupfen? ... man hat die Nase voll und braucht mal eine Auszeit!
In diesem Sinne weiterhin barfüßiges Genießen UlliDO

Ich war in der letzten Zeit öfter barfuß draußen, und sonst immer in Sandalen, und war vollauf gesund.
Seit heute habe ich jedoch ein heftiges Kratzten im Hals und das kam so: bei einem Konzert, das ich gestern mit meinem Chor gesungen habe (mit korrekten schwarzen Schuhen), war nur der Zuschauerraum der Kirche geheizt und der riesige Chorraum hinter mir nicht, was (Konvektion!) zu einem scheußlichen kalten Wind von hinten führte. Und dann eine gute Stunde stehen. Auch ein heißes Bad hinterher hat da nichts mehr gebracht.
Also die Erkältung hat eindeutig nichts mit dem Barfußlaufen zu tun, denn an dem Tag hatte ich überhaupt keine Zeit dazu.
Ich habe den Eindruck, wenn man den restlichen Körper warm hält, kann man seinen Füßen erstaunlich kalte Temperaturen zumuten. Ich jedenfalls fange an zu schwitzen, wenn ich gezwungen bin, einen ganzen (oder auch nur halben) Tag in geschlossenen Schuhen zu sein.
Zum Arbeitsrechtlichen würde ich mich den sehr vernünftigen Argumenten der vorherigen Antworten anschließen.
Ich wünsche Dir, dass auch die Firma Vernunft hat ...
Viele Füße Samuel

Es gibt natürlich Menschen, die empfindlicher auf Kälte reagieren und es gibt solche, die weniger empfindlich reagieren. Bis zu einem gewissen Grad kann man sich abhärten oder trainieren, aber es ist wie beim Sport, manche Leute können trainieren bis sie einen Herzkasper kriegen und es wird trotzdem nichts.
Meine Frau z.B wird nie barfuß im Schnee laufen können, auch mit viel Training nicht. Wenn wir zusammen zelten und die Temperatur ist für mich im schönsten Wohlfühlbereich, dann schaut von ihr nur noch ein kleiner Haarschopf aus der Schlafsackmumie heraus...
Allerdings, dass man von einem kurzen Gang ins Freie nach der Sauna eine Erkältung bekommt, das ist (auf gut österreichisch) ein absoluter "Schmarren". Und schon gar nicht gleich am nächsten Tag.
Die Erkältungssymptome, also Schnupfen, Heiserkeit etc kommen bekanntlich in den allermeisten Fällen von einer Tröpfcheninfektion, übertragen durch das normale tägliche Zusammenleben mit anderen Menschen. Von der Übertragung bis zum Ausbruch dauert es meistens etwa 3-4 Tage. Auch ein kurzer barfüßiger Gang ins Freie, bei ca 10 Grad, kann keine Erkältung hervorrrufen. Das ist unmöglich! Auch bei -10 Grad oder -20 Grad nicht, wie ich selbst schon erfahren habe.
Wenn man bei Frost längere Zeit draußen barfuß rumläuft, wird man lokale Erfrierungen bekommen, von Frostbeulen bis hin zu abgestorbenen Zehen (im Extremfall, aber da musst du schon stundenlang draußen bleiben). Aber eine Erkältung bekommst du davon nicht! Wenn du bei winterlichen Temperaturen barfuß draußen bist und AUCH SONST SOMMERLICHE KLEIDUNG trägst, kann es passieren, dass du eine Unterkühlung bekommst, das heißt, dein Körper kann die erforderliche Wärme nicht mehr produzieren und die Körpertemperatur fällt ab. Das schwächt den Körper und er ist anfälliger gegen Tröpfcheninfektion und sonstige Erreger, die so rumschwirren. Aber von ein paar Minuten nach der Sauna oder von etwas barfuß laufen bekommt man keine Unterkühlung.
Wie man das macht, dass die Füße warm bleiben: Wie gesagt, vieles ist Veranlagung, aber man kann es zum Teil auch trainieren, einfach durch tägliches barfuß laufen. Man muss den Körper und speziell die Füße in jedem Falle bewegen, das heißt angestrengt gehen oder laufen und dabei die Fußzehen bewegen, dass das Blut in Bewegung bleibt. Aber mach dich endlich von dem "Floh" frei, dass man vom Barfußlaufen einen Schnupfen bekommt!
Gruß, Bernd A.

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