Warzen sind der aktuelle Angstmacher !?
(aus Forumbeiträgen seit Spätherbst 1998)

Fußwarzen eignen sich zur Anti - Barfuß - Panikmache und sind, falls man sich per Virusinfektion tatsächlich einmal welche eingefangen hat, lästig und - je nach Stelle - auch schmerzhaft.
Die Forumteilnehmer geben eine Reihe interessanter Tipps - sie reichen vom Ignorieren über Wegschneiden und Vereisen, über Tinkturen und Homöopathie bis hin zur Urintherapie.
Gut zu wissen, welche Möglichkeiten es gibt!

Hallo Leute, während der Fußpilz eine eher olle Kamelle als Barfüßer - Schreckgespenst und dank geeigneter Vorkehrungen (austrocknen) oder mit der chemischen Keule als beherrschbar gilt (was die Panikmache mancher Leute besonders lächerlich macht), sind die Fußwarzen schwer im Kommen - zumindest als Panikmacher.
Ansonsten kann ich nicht gut beurteilen, wie groß das Ansteckungsrisiko wirklich ist. Es geht wohl - soweit ich die Sache verstanden habe -, dass vorhandene Warzen im Fußsohlenbereich durch äußere Einflüsse aufplatzen und ein ansteckendes Sekret (Blut ?) am Turnhallenboden etc. verteilen können.
Warzen werden durch eine Vireninfektion ausgelöst; diese Viren werden mithin dann verteilt und könnten andere Barfußläufer anstecken.
Mir fehlen, wie schon gesagt, die Kenntnisse, um das damit verbundene tatsächliche Risiko abschätzen zu können; ich weiß aber, dass vor einigen Jahren unter Berufung auf diesen Sachverhalt die Kölner Schulverwaltung das Barfußturnen untersagt hat.
Meist steckt hinter diesen so leicht ausgesprochenen Verboten (für die Haltungsschäden der Kinder muss ja die Schulverwaltung später nicht aufkommen, sondern Krankenkassen etc.) ein wirklich stattgefundener oder auch nur befürchteter Versuch, die Stadt als Träger der Schulen bzw. Sporthallen für Behandlungskosten etc. in Regress zu nehmen.
Ich bin jedenfalls bis zum Beweis des Gegenteils der Meinung, dass selbst der durch eine tatsächliche Warzeninfektion (die bestimmt ärgerlich ist) ausgelöste Schaden deutlich geringer ist als der durch sinnvollen Barfußsport hervorgerufene Nutzen ! Georg

Das Problem mit den Warzen ist mir durchaus bekannt, aber beim Karate noch kein Thema. Bei und im Dojo ist mir noch kein Fall bekannt geworden.
Die Ansteckungsgefahr halte ich auch für relativ gering, da es vermutlich recht unangenehm ist, mit Warzen barfuß zu trainieren und daher diejenigen, die sich - wo auch immer- Warzen eingefangen haben, solange nicht trainieren, bis sie ihre Warzen wieder los sind (in jeder Apotheke gibt es recht wirksame Warzenpflaster).
Wir trainieren zumindest weiterhin unbesorgt barfuß (allerdings tragen viele in der Dusche Badelatschen).
Das Problem mit den Kölner Schulturnhallen ist mir auch neu, wir hatten noch Ende Oktober einen Lehrgang in der Gesamtschule Holweide ...
SchnaXeL

Um so weniger man über die Verbreitung der Fußwarzen weiß, desto mehr Kapital kann die Schuhindustrie aus ihnen schlagen -- und warum soll die Schuhlobby nicht versuchen, bei Schulämtern etc. Angst vor Regressforderungen zu schüren?
Ich gebe einen Link zu einer (englischsprachigen) Seite an, die verfügbare Information zu Fußwarzen zusammenfasst.
Meine Frau hat weit mehr als 10 Jahre lang eine große und hartnäckige Fußwarze gehabt (4 cm Durchmesser). Diese Zeit waren wir zu Hause größtenteils barfuß -- und ich habe mich nicht angesteckt.
Witzigerweise hat sich dieses vor allem beim Skifahren lästige Gebilde während einer Schwangerschaft unversehens in Nichts aufgelöst.
Seid mir schneeig gefüßt, Lorenz

[kann jemand Frage beantworten, ob man sich beim Barfußlaufen Stachelwarzen "holen" bzw. sich mit verbreitet vorkommenden Warzenviren infizieren kann? Ich habe an jedem Fuß vier Stachelwarzen, das ist verdammt lästig. Fuß, Stantepede]

Wenn Du Dornwarzen meinst; diese Erfahrung habe ich auch hinter mir.
Gegenmittel laut meiner Hautärztin: barfuß laufen !!!
Hintergrund: Förderung der Durchblutung und Abhärtung der Füße; somit kaum noch Chancen für Warzen.
Probleme gibt es durch Schuhe nach barfüßigem Laufen im Schwimmbad in der Sauna usw.
Medikamentenhersteller empfehlen allerdings nicht barfuß zu laufen wenn man Warzen hat, weil man dann andere Leute und sich selbst mit weiteren Warzen anstecken würde; also erst entfernen lassen.
Die Methoden der Hautärzte sind unterschiedlich. Meine macht es sofort und ohne Betäubung; als ich mir unterwegs mal eine eingefangen hatte, wurde erst eine Tinktur aufgetragen, die vier Tage unter einem Pflaster bleiben musste und die Haut aufgeweicht hat und dann mit tiefen Schnitten.
Die erste Methode ist zwar brutaler geht aber schneller. Lothar

Ich hatte knapp über 20 einmal im Juni eine Warze mitten am Vorderballen (oder wie heißt das?), gerade so in einer Phase, als ich mich wieder einiges mehr getraut habe, als im Vorjahr. Das Drauftreten hab ich zwar deutlich gemerkt, aber ich hab es ignoriert, und irgendwann ein Monat später hat die Warze aufgegeben. ;-)
Ciao and bye, (:Clemens:)

Im vergangenen Sommer habe ich mir eine Warze am Fuß gefangen, ob beim Barfußlaufen oder anderswo, weiß ich nicht.
Losgeworden bin ich sie ein paar Monate später während eines dreiwöchigen Urlaubs in warmen Gefilden, wo ich auch häufiger "ohne" unterwegs war.
Meine Hautärztin meinte, dass die mechanische Reizung beim Barfußlaufen gut gegen vorhandene Warzen sei, sprach aber auch von der erhöhten Wahrscheinlichkeit, sich auf dem Weg welche zu holen.
Im übrigen sei die Psyche beteiligt, d. h. wessen Haut auf Stress reagiere, der sei auch anfälliger für die Dinger. Scheint also etwas komplexer zu sein, das Thema "Warzen".
Fußgruß vom Schorsch

1) Ich würde meinen, dass feuchte Füße in Schuhen zur Reinfektion neigen können. Socken sollten in diesem Fall täglich gewechselt werden, und vielleicht heißer gewaschen werden als üblich, wenn sie das überhaupt aushalten !
2) Trockene Fußsohlen können Infektionen nicht so leicht aufnehmen oder weitergeben,
3) aber wenn Warzen-befallene Fußsohlen nass werden, z. B. beim Barfußlaufen durch den Regen, dann hätte ich doch etwas Bedenken ...
Für Fußpilz gilt ja auch: je feuchter oder nasser, desto gefährlicher ! steveh

[Hat jemand einen Vorschlag zur Abhilfe dieser hartnäckigen Warzen ? Friedrich]
Ja, Vereisung.
Sven (BS)

Die Hautärzte haben unterschiedliche Methoden. Meine hat meine Dornwarzen immer gleich rausgeschnitten ohne Erweichungspflaster; die Methode geht schneller; haben aber nur wenige Hautärzte so richtig drauf.
Lothar

Vom Rausschneiden kann ich nur _abraten_.
Warzen sind lokale Virusinfektionen. Beim Rausschneiden und auch bei der Vereisungsmethode (ist was für Masochisten, hat mir mal ein Arzt gesagt) ist es keineswegs garantiert, dass man alle beteiligten Viren erwischt, sie können sogar weiter verteilt werden.
Außerdem besteht bei diesen Methoden ein Infektionsrisiko, das bei einmal mir dazu geführt hat, dass ich in der Summe ein Vierteljahr krank geschrieben war und auf Krücken ging.
Zusätzlich hat man noch Narben an der Fußsohle, die auch unangenehm sein können.
Empfehlung: Lass Dir Tinktur (Verrumal) verschreiben. Immer wieder einen kleinen Tropfen drauf und mit etwas Geduld gehen die Dinger schonend weg.
Gruß, Kai (VS)

Ich hatte als Kind mal zwei sehr hartnäckige Warzen im Ballenbereich des linken Fußes und kann mich erinnern, dass diese nach einem drei Wochen dauernden Urlaub an der Nordsee mit täglichen intensiven Wattwanderungen verschwunden waren.
Herzliche Barfußgrüße,
Markus U.

Warum machen so viele Leute immer so ein Aufhebens um Kleinigkeiten?
Sicher, Warzen können optisch störend wirken oder auch schmerzen, je nachdem an welcher Stelle sie gerade sitzen. Aber deswegen muss man doch nicht gleich zum Onkel Doc und dran rumschnipseln lassen oder vereisen oder weiß Gott mit irgendwelchen aggressiven Tinkturen bearbeiten.
Es geht doch so einfach und dauert ein paar Tage länger.
Ich hatte unter dem großen Zeh etwa ein Jahr lang eine Warze, die nicht weiter störte. Dann wurde sie etwas größer und da dachte ich mir, dass es jetzt an der Zeit wäre, doch mal wieder was zu tun, ich war nämlich etwas bequem dazu, obwohl es gar nicht viel Aufwand ist.
Also jeden Abend über Nacht ein kleines "getränktes" Pflaster darauf, evtl. auch noch tagsüber drauf lassen und nach ca. 14 Tagen war das Ding verschwunden.
Womit ich das Pflaster getränkt habe? Nun, möglicherweise hält mich der eine oder andere für verrückt oder durchgeknallt, aber ich kann nur empfehlen einmal das Buch von Carmen Thomas (u.a. Rundfunkmoderatorin beim WDR in Köln) zu lesen. Der Titel des Buches heißt: "Urin – der besondere Saft"!
War vor ein paar Jahren ein Bestseller, und wer das gelesen hat, sollte eigentlich eine andere Einstellung zu seinem eigenen Körper bekommen.
Soviel dazu, probiert es einfach aus.
Serfuß UlliDO

Ich hatte auch lange dieses Problem. Nichts hat geholfen. Nicht mal mit dem Laser rausschneiden.
Dann bin ich eines Tages auf die Seite: http://www.urintherapie.de/ gestoßen.
Dort wird empfohlen 2mal täglich die Füße in Urin zu baden. Und es funktioniert wirklich. Nach zwei Wochen haben die Warzen nicht mehr weh getan und sind nach und nach verschwunden.
Vergiss alles andere. Die eigene Medizin funktioniert am besten.
lg, Klaus (k.c.)

Also ich hatte auch schon mal eine Warze. Ich bin aber sofort am nächsten Tag dann zum Arzt gegangen, das muss doch sein. Und der hat mir was verschrieben.
Das waren so eine Tinktur, die ich jeden Tag auf die Warze streichen sollte. Das Zeug hat die Haut einfach ausgetrocknet und nach ein paar Tagen war die Sache erledigt. So einfach ist das.
Ich habe mich jedenfalls nicht länger als eine Woche mit dem Quatsch rumgeschlagen.
Stefan

Ich hab da schon seit 7 Jahren (leider kein Witz) ein ekliges Problem, nämlich eine Warze an der linken Fußsohle. Ich hab's schon mit Pflastern etc versucht und war auch schon längere Zeit bei einem Dermatologen in Behandlung, aber das Drecksding kommt jedes Mal wieder.
Weiß einer von Euch ein gutes Mittel dagegen? Vielen Dank für Eure Hilfe.
Gruß Karl

Bei so langfristigen Leiden (man soll Warzen nicht unterbewerten) hilft nach meiner Erfahrung nur die sog. klassische Homöopathie, d h. Schule, die darin beseht, DAS richtige Mittel in starker Potenz in Einmalgabe zu finden, das wirklich hilft.
Ich habe selbst zwei Warzen an den Fußsohlen auf dem Weg weggekriegt, wenn auch nicht von heute auf morgen. Allophatische Medikamente lösen so ein Problem sehr selten.
MfG Aquajeans

Kurz und schmerzlos - nimm Kalzium.
Es hört sich vielleicht etwas unglaubwürdig an, aber es hat bis jetzt bei allen, die ich kenne, geholfen.
In der Apotheke gibt es Kalziumtabletten für Schwangere, sind nicht ganz billig, aber es wirkt, und nimm zusätzlich eine Anti-Warzen-Lösung (verschreibungspflichtig), die die Haut auflöst und das Nachwachsen der Warzen verhindert.
Woher kommt Kalziummangel - ich mutmaße z.B. ausführlicher Biergenuss, spült die Mineralien aus dem Körper.
Viel Erfolg Oli

[oberlehrer modus an]
Warzen sind eine Viruserkrankung, die an umschriebener Stelle zur Verhornungsstörung führt.
Die Verursacher der Warzen, die Papillom-Viren, vermehren sich in den Hautzellen und bewirken, dass diese ihre Funktion nicht mehr richtig wahrnehmen (Jede Warze ist also ein Virus-Vermehrungs-Center).
Es gibt zwei Behandlungsstrategien gegen Warzen, die in Kombination fast immer zum Erfolg führen (bei mir hat's auch geklappt): Keratolyse und Virustatika.
1) Keratolyse, zu deutsch Horthautauflösung, ist die chemische Aufweichung der Horthaut, die dann abgetragen werden kann. Es gibt viele Mittel, die dies bewirken können, z.B. Salicylsäure (Salicylsäurehaltiges Warzenpflaster) oder Harnsäure (wink, wink, Urintherapie). Bei manchen Menschen reicht Keratolyse bereits aus, das Immunsystem erledigt dann die Bekämpfung der Viren und die Warze verschwindet.
2) Zur Unterstützung der Virusbekämpfung kommen Virustatika zum Einsatz. Diese Substanzen verhindern die Virusvermehrung in den Zellen, z.B. 5-Flurouracil (enthalten in "Verrumal" Warzenfilm von Hermal). Dieser Warzenfilm wird auf Hautstellen aufgetragen, die bereits zuvor durch Keratolyse vorbehandelt sind (man muss fast auf das Fleisch gucken können).
[oberlehrer modus aus]
chris

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