Fußpilz -- bei uns ohne Chance!
(oder: Wenn
Schuhe vor Fußpilz schützen würden, dürfte es ihn kaum geben!)
(aus verschiedenen Forumsbeiträgen seit Herbst 1998)
Vorweg ein Medienbericht, ganz auf "unserer Linie":
Barfuß dem Nagelpilz davonlaufen
Viele Menschen fürchten das Barfußlaufen aus Angst, sich mit einem Fuß- oder Nagelpilz anzustecken. Doch das Gegenteil ist richtig: Laufen ohne Schuhe kann uns vor Pilzinfektionen bewahren.
Der Sommer naht und mit ihm Temperaturen, die es erlauben, die Schuhe auch mal auszuziehen. Doch lauern nicht überall Pilzsporen und Pilze, die sich in der nackten Haut einnisten können? Rund 20% der Deutschen sind von Nagelpilzerkrankungen betroffen. Daher sollte man, so die gängige Meinung, immer Schuhe oder Schlappen tragen, um sich vor Ansteckung zu schützen.
Doch diese Annahme ist nicht ganz richtig. Gerade im feuchtwarmen Milieu geschlossener Schuhe haben Pilze die besten Lebensbedingungen. Nicht umsonst heißt der Fußpilz im Englischen
"athlete's foot" (Sportlerfuß), denn regelmäßige Sportschuhträger sind besonders häufig betroffen. Selbst Badeschlappen können eine Infektion begünstigen, denn meist sind sie feucht wie ein Schwamm. Pilzsporen können sich munter darin tummeln. Nur wenn die Schlappen nach jedem Tragen gründlich trocknen, bieten sie Schutz vor Ansteckung.
Dagegen leiden überzeugte Barfußläufer seltener an den unangenehmen Symptomen des Pilzbefalls, denn an der Luft hält man die Füße am besten trocken. Aus medizinischer Sicht ist erwiesen, dass sich Pilzsporen nur einnisten können, wenn Haut und Nägel feucht sind. Dafür brauchen sie 12 – 24 Stunden. Bei trockener, gesunder Haut hat der Pilz keine Chance - selbst wenn man mit pilzbefallenen Hautpartikeln anderer Menschen in Kontakt gekommen ist.
Durch regelmäßiges Barfußlaufen werden die Füße besser durchblutet. Eine gute Durchblutung und warme Haut schützen vor Pilzbefall, denn die Sporen gedeihen am besten bei einer Temperatur von 35 Grad. Beim Barfußlaufen im Wald, am Strand oder im Park wirken die vielen kleinen Unebenheiten im Boden als eine natürliche Form der Massage. Das härtet die Füße ab und beugt Schweißfüßen vor. Wer also viel und regelmäßig barfuß läuft, hat eine gute Durchblutung und eine trockene, warme Haut – und keinen Nagelpilz.
Diabetiker und Personen, die häufig an Pilzinfektionen leiden, haben jedoch auch als Barfußläufer ein größeres Risiko, an Nagelpilz zu erkranken und sollten dieses Vergnügen daher mit Vorsicht genießen.
[Lifeline, 17. 06. 2004]
Mein Nebenjob macht riesig
viel Spaß. Ich kann umsonst die Sonnenbänke benutzen, anschließend herrlich frisch
duschen und danach weiter barfuß bleiben (fast wie im Sommer - nur statt Asphalt PVC und
statt Rasen Teppichboden).
Freitag hatte meine Chefin nichts vor und blieb daher länger als sonst damit ich (wie sie
meinte) jemanden zum Klönen hätte. Jedenfalls kam sie irgendwann darauf zu sprechen, ob
ich viel barfuß laufen würde und ob ich nicht Angst vor Fußpilz hätte?
Sie hätte im Sommer wohl früher im Sonnenstudio auch oft ihre Schuhe ausgezogen und,
weil so viele Leute dort ja mit nackten Füßen in den Kabinen und auf dem Weg zur Dusche
seien, hätte sie sich eben solchen zugezogen und würde wohl immer schlimmer.
Ich habe ihr nur geantwortet, dass ich halt noch nie Fußpilz gehabt hätte und durchaus
auch an Orten barfuß laufe, wo die theoretische Gefahr ihn zu bekommen gegeben sei. Da
ich trotzdem noch keinen hatte, wäre ich also wenig besorgt. Ich habe ihr geraten ihre
Schuhe und Nylonsocken öfter auszuziehen, mehr barfuß zu sein und neben dem ein oder
anderen sicherlich guten Präparat den Füßen mehr Luft zukommen zu lassen.
Silvia
Im "Turnschuhalter" -- so
mit 15/16 hatte ich mal so schlimm den Fußpilz, dass
ich ein paar Wochen kaum noch laufen
konnte. Der Hautarzt, der die Sache dann schließlich in den Griff bekam, belehrte mich,
dass Austrocknung der entscheidende Schutzfaktor gegen dieses Übel ist. Das war mir Grund
genug, mit dem Barfußlaufen anzufangen -- seitdem laufe ich über 30 Jahre fußpilzfrei!
Unsere Medizinmänner haben herausgefunden, dass Fußpilz nach Ansteckung (die nur in
öffentlichen Duschen und Bädern zu befürchten ist) 12-24 Std. braucht, um in die Haut
einzudringen. Es wird deshalb empfohlen, nach dem Duschen die Füße gründlichst, vor
allem zwischen den Zehen abzutrocknen und nicht sofort die Schuhe anzuziehen. Und genau da
sind wir Barfußläufer perfekt und lassen die Pilzsporen hilflos vertrocknen....
Wegen diesen Blindflanschen ist die Dusche ja voll Fußpilz -- weil die ihn an ihren
Füßen systematisch hegen und pflegen!
Gerade die regelmäßigen Sportschuhträger sind vom Fußpilz am meisten heimgesucht,
weshalb er im Englischen auch "athlete's foot" heißt. Aus medizinischer Sicht
ist es erwiesen, dass Fußpilz sich nur in feuchter Haut einnisten kann und dazu etliche
Stunden braucht. Wenn man barfuß ist, wird die Haut schnell trocken und der Pilz hat
keine Chancen.
Im feuchtwarmen Milieu geschlossener Schuhe hat der Fußpilz natürlich die besten
Lebensbedingungen.
Es ist doch optimal, an einer Sache, die nichts kostet, riesig Spaß zu haben und nebenbei
vor Gesundheitsproblemen verschont zu bleiben!
Schwarze, aber pilzfreie Fußsohlen wünscht Euch Lorenz
Beim Thema Barfußturnen lese
hier immer wieder das unsinnige Argument, dass man Fußpilz bekommen kann, wenn man
barfuß turnt, das ist ausgemachter Unsinn. Ich trainiere ausschließlich barfuß und habe
mir noch nichts entsprechendes eingefangen.
Das Risiko, sich nach dem Sport Fußpilz einzufangen, besteht primär in der Dusche, und
die wird von allen benutzt, auch von den Turnschuhfetischisten.
(Schn)Axel
Also: "Fußpilz" ist ein sehr weiter Begriff
für eine Reihe von Pilzen und Hefen, die eben auch die menschliche Haut befallen können.
Es sind also keine heimtückischen Spezies, die nur an Füßen leben und sich daher auf
jeden neuen Fuß stürzen, sobald sie nackte Haut sehen. Nein! Diese Pilzsporen und Pilze
sind fast überall. Besonders viele sind natürlich dort anzutreffen, wo sie gute
Lebensbedingungen (Wärme, Feuchtigkeit) haben oder wo viele Menschen (befallene) barfuß
sind - Also in Saunen, Bädern, Sporthallen und Wohnungen mit feuchten Wänden (denn die
Sporen von Schimmelpilzen an feuchten Wänden können auch die Haut angreifen).
Aber, es ist leicht, mit den kleinen Biestern fertig zu werden.
Um sich nämlich
einzunisten, brauchen Pilze Wärme und Feuchtigkeit. Im Schwimmbad heißt das: Entweder
Füße gut abtrocknen oder barfuß bleiben. Denn (das habe ich mir bestätigen lassen!)
während man barfuß ist, fehlen die Lebensbedingungen für Pilze. Die Haut kann immer gut
abtrocknen und ist dann gut geschützt. Beim Sport können befallene Hautschuppen dann
auch nicht ausrichten, wenn die Füße anschließend nicht gleich wieder in warme,
verschwitzte Schuhe gestopft werden.
Falls doch mal ein Pilz gesiegt hat, sorgen Mittel
aus der Apotheke in 2-3 Wochen für Abhilfe.
Mig
Fußpilz - Beitrag in SPIEGEL 1/2000
Medizin Das verpilzte Volk
Fußpilz ist
im Kommen. Jeder 5. Deutsche ist vom Erreger "trichophyton rubrum"
befallen. Die Verbreitung ist rasant. Hauptinfektionsort ist - die
Fußdesinfektionsanlage der Schwimmbäder. Die Wirkung der Chemikalien ist
umstritten und erst ab einer Einwirkzeit von 5 Minuten nachzuweisen. Die
Benutzer der Anlagen wiegen sich in vermeintliche Gewissheit und achten danach
nicht auf Infektionsrisiken.
Noch schlimmer sind Fußdesinfektionsbecken (z. B. in
Fabrikanlagen u.a.). Sie sind Dreh- und Angelpunkt der Seuche. Der Schaden sei
wesentlich größer als der Nutzen. Viele Anlagen seien deshalb schon
stillgelegt worden.
Niemals ohne Badelatschen ...
Infizierte, die barfuß laufen,
verlieren Hautschuppen, von denen starke Ansteckungsgefahr ausgehe.
Fußpilzforscher Tietz rät, die Badelatschen niemals auszuziehen, auch nicht in
der Sauna.
Füße trocken und warm halten
Das Geheimnis der Gesunden bestehe
darin, die Füße immer gleich zu trocknen.
Erreger hat sich gewandelt
Frühere
Formen des Pilzes seien ungefährlicher gewesen. Der Erreger "trichophyton
rubrum" sei jedoch extrem hartnäckig und gefährlich. Dennoch lebe der
Erreger "auf schmalem Grad", da er bei Temperaturen über 35 Grad
absterbe. Allerdings hinterlässt er Sporen, aus denen die Krankheit wieder
entstehen kann. Wer von Natur aus eine gute Durchblutung und warme Haut hat, sei
gegen Fußpilz gefeit. Kühlere Körpertemperatur mache empfänglich für die
Krankheit.
Studie: Russland führend, Deutschland an 5. Stelle in Europa Vor
wenigen Wochen legten die Dermatologen eine Studie
("Achilles - Projekt") vor. Derzufolge (Angaben in Prozent) ist Russland
in der Erkrankung führend (82), gefolgt von Ungarn (46), Tschechien (41), Polen
(32), Deutschland (22). Am geringsten betroffen sind Griechenland (16), Belgien und
Großbritannien (15), das Schlusslicht bildet Spanien (5).
Schuhwerk
ausschlaggebend
Die starke Verseuchung der Russen sei auf die Schuhe
zurückzuführen. Auffällig in Deutschland sei die Verseuchung bei der
Bundeswehr. Nach Aufhebung der Stiefeltauschpflicht sei auch die Pilzverseuchung
zurückgegangen. Dennoch steige der Schweregrad der Erkrankung mit Dienstgrad
und Dienstjahren. Risikogruppen
Hierzu zählen Bergleute, Sportler, Berufs - Skifahrer, Marathonläufer, Fußballspieler.
Moscheebesucher stark
gefährdet
Der moslemischen Sitte folgend sind Moscheen barfuß zu betreten. 85
% aller Moscheebesucher in Durban seien so infiziert worden.
Therapie teuer,
langwierig und unsicher
Eine Kur gegen Nagelpilz (5 Behandlungszyklen) koste
rund 1000 DM. Diese Behandlung werde nun von den Arznei - Budgets voll erfasst und
von vielen Ärzten kaum noch verschrieben. Viele Ärzte seien auch zu bequem,
Hautschuppen unter dem Mikroskop zu betrachten. So habe ein infizierter Berliner
sich 15 Jahre erfolglos gegen Schuppenflechte behandeln lassen. Schließlich
habe sich ergeben, dass der Fußpilz den gesamten Körper befallen hatte.
Na dann: schöne Füße Jörg (2)
[Jeder 5. Deutsche befallen ... Verbreitung rasant ...
Hauptinfektionsort Fußdesinfektionsanlage]
Gut, dass ich sie nie benutze! In der medizinischen Fachliteratur wird schon seit
langem davor gewarnt. Das Mittel ist wirkungslos, aber die Füße werden kurz
vor dem Anziehen der Schuhe nochmals nass gemacht. Und vor allem Feuchtigkeit
ist das schädigende Prinzip (d. h. Schuhe anziehen mit nicht richtig trockenen
Füßen).
[Niemals ohne Badelatschen... Infizierte barfuß
verlieren Hautschuppen, Ansteckungsgefahr]
Die Badeschlappen sind feucht wie ein Schwamm, so dass sich die
Pilzsporen munter darin tummeln können!!
[Füße trocken und warm halten ... Geheimnis der Gesunden ... Füße immer gleich zu
trocknen]
Das
ist es!!!! (und nicht die versifften Badeschlappen) Trocken halten geht aber in
geschlossenen Schuhen nicht auf Dauer.
[Sporen, aus
denen die Krankheit wieder entstehen kann]
Die, wie gesagt, in den
Badeschlappen sitzen. Die müsste man dann immer auskochen.
[von Natur aus gute Durchblutung und warme Haut gegen Fußpilz]
Wer viel und
regelmäßig barfuß läuft, hat die gute Durchblutung und die trockene warme
Haut.
[Schuhwerk ausschlaggebend]
Wir haben's immer geahnt und gern verzichtet!
[Risikogruppen Bergleute, Sportler, Berufs - Skifahrer,
Marathonläufer, Fußballspieler]
Also NICHT die Barfußläufer. Hurra, wir
haben gewonnen! Ich bin ja hauptsächlich durch eine schlimme Fußpilzinfektion
mit 15 Jahren zum Barfußlaufen gekommen -- der Hautarzt hat dringend empfohlen,
Luft an die Füße zu lassen, wenn immer das möglich ist. Und es war fast immer
möglich, so dass ich seitdem meine Ruhe vor dem ungebetenen Gast hatte.
Herzliche Füße, Lorenz
[Auffällig in Deutschland Verseuchung bei
Bundeswehr]
Ist auch kein Wunder - in meiner Wehrpflicht - Zeit ('95/ '96) gab es - Zwei Paar
Kampfstiefel - ein Paar Hallenturnschuhe - ein Paar "Outdoor" -
Sport-/ Laufschuhe
- drei Paar Wollsocken - zwei Paar Sportsocken - zwei Paar dicke Wollsocken. Wenn
man bedenkt, dass die Wäscherei ca. eine Woche brauchte, um die Klamotten zu
waschen, dürfte es keine große Überraschung sein, dass Soldaten diese
Probleme haben... Mein Tipp: Im "normalen" Kasernendienst versuchen, private
Socken zu tragen. Meistens klappt das. ...
Gruß Martin (KS)
Man soll also im Schwimmbad die sinnlosen Fußspray - Anlagen meiden (was
wirklich keine besonders neue Nachricht ist) und die Füße gut abtrocknen. Und
wenn man dann - wie wir - noch barfuß nach Hause geht, die Durchblutung der
Füße dadurch anregt und sie gleichzeitig trocken hält, weil man dem
feuchtwarme Schuhmilieu dadurch keine Chance gibt - dann macht man es richtig
(und nicht etwa, indem man in Plastikschlappen frische Pilzkulturen anlegt).
Fazit 1 : Konsequente Barfüßer müssen den Fußpilz eben gerade nicht
fürchten (obwohl das in den Kopf des nicht- bzw. fehlinformierten
Durchschnittsbürgers kaum hineinpassen wird).
Fazit 2 : Alle passionierten
Schuhträger sind ansteckungsgefährdet, wenn sie in einem der letzten
Barfußreservate dieser Republik, dem Schwimmbad, ausnahmsweise mal barfuß
gehen.
Die psychologische Wirkung dieses Umstands ist allerdings leider ziemlich
katastrophal ...
Serfuß Georg
Der Spiegel - Artikel bestätigt
vollauf, dass trockene und gut durchblutete Haut (was bei einem Barfußläufer
ja der Normalfall ist) nicht von Fußpilz befallen wird, und dass dagegen langes
Tragen geschlossener Schuhe ein Risikofaktor ist.
Trotzdem werden das viele
Leser dieses Artikels wohl nicht kapieren, und die Schuhzwänge in
Sportstätten, Fitness-Studios etc. werden durch den Artikel wahrscheinlich
Auftrieb erhalten.
Ich habe deshalb in meine Fußgesundheitsseite einen
Abschnitt "Vorbeugung gegen Fußpilz" eingebaut,
damit die richtigen Argumente in knapper Form zur Verfügung stehen!
Das ist
sicher nicht nur für Gesundheitsapostel interessant, sondern für jeden, der
sich nicht grundlos bevormunden lassen will.
Serfuß, Lorenz
Ich bin mehrere Jahre in
einem Kinderheim aufgewachsen. Von Ende April bis Mitte September liefen wir
unter der Woche barfuß in die Schule, selbst wenn die Wiesen weiß vor Raureif waren. Mit uns kamen alle Buben aus dem Dorf und die meisten Mädchen auch
barfuß in die Schule.
Die Böden im Schulhaus waren aus Holz, die Treppen aus
Stein, der Schulhof war gekiest, womit ich recht Mühe hatte. Die Wege vom
Kinderheim zum Schulhaus waren nicht geteert, und meine Füße haben nie
Hornhaut angesetzt, sodass ich echt litt.
Aber Fußpilz war im ganzen Dorf
völlig unbekannt! Nicht ein Einziger von uns hat je darunter gelitten. Hingegen
ist meine Frau auf einer geschenkten Karibikreise mit einem schrecklichen Fußpilz
angesteckt worden, der sie immer wieder plagt. Sie läuft nicht barfuß, wahrscheinlich deshalb. Längst hätte ja auch ich angesteckt werden
sollen, denn ich lebe ja mit ihr zusammen, schlafe im gleichen Bett etc. Aber
ich denke nicht daran, habe nicht die geringste Angst!
Roland
Da ich mir vor zig Jahren zunächst eine Fußpilzinfektion und anschließend durch
eine Zehenverletzung beim Fußballspielen eine Nagelpilzinfektion eingefangen habe, die sich dann immer weiter ausbreitete und erst nach jahrelanger Behandlung
mit allen möglichen Salben, Lacks, Tabletten usw.
sie so langsam abklingt, da jetzt nur noch der Ausgangsnagel betroffen ist, noch
ein paar Anmerkungen und Fragen zu diesem Thema.
Beim letzten Besuch bei meiner
Hautärztin erhielt ich die Empfehlung barfuß zu gehen, wann und wo immer es
möglich ist. Hat dies der Spiegelartikel bewirkt, oder die Gesundheitsreform
mit dem Arzneimittelbudget oder hat sich die Einschätzung der Ärzte geändert
mit solchen Methoden zu behandeln?
Das Problem ist, dass ich mit einer Pilzinfektion eigentlich nicht barfuß laufen darf, um andere nicht anzustecken
(gilt insbesondere in fremden Wohnungen); das andere Problem ist, dass ein
pilzbefallener Nagel nicht sehr ästhetisch aussieht und dies wiederum vom
barfußlaufen abhält. Wie kann man das lösen? Lothar
[Beim letzten Besuch bei
Hautärztin Empfehlung barfuß zu gehen, wann und wo immer möglich]
Den Rat, für Austrocknung zu sorgen, habe
ich vor 30 Jahren vom behandelnden Hautarzt bekommen. Ich sollte Barfußlaufen
oder Sandalen tragen, Schuhe sollten Ledersohlen haben (die man kaum noch
bekommt), häufiger Sockenwechsel war angesagt. Und seitdem hielt ich mir die
Schuhe vom Leib, so gut das ging -- und lebte pilzfrei.
[Problem ist, dass
ich mit Pilzinfektion nicht barfuß laufen darf, um nicht
anzustecken ... andere Problem, dass pilzbefallener Nagel nicht ästhetisch aussieht und dies
vom barfußlaufen abhält]
Ich würde raten: Sandalen
mit Baumwollsocken in fremden Wohnungen, Barfußlaufen im Freien, sooft es geht
-- und bezüglich Ästhetik hoffnungsvoll in die Zukunft blicken!
Herzliche
Füße, Lorenz
Lieber Lothar, kann dem Rat von Lorenz nur
zustimmen, allerdings mit einer kleinen Ausnahme: Baumwollsocken möglichst
vermeiden (ich weiß man kann sie auch kochen...), da gerade die Baumwollfaser die
Feuchtigkeit besonders gut aufnimmt und auch behält. Wolle oder Mischgewebe wie
Wolle + Kunstfaser oder Seide + Kunstfaser sind m.E. besser geeignet.
Ich selbst
habe im Kampf gegen den Nagelpilz beste Erfahrungen gemacht mit dem täglichen
Waschen der Füße und Zehen mit Bürste und Teebaumölseife. Allerdings
brauchen die Füße nachher etwas Creme, da auch die Teebaumölseife, wie jede
Kernseife, die Haut ziemlich stark austrocknen.
Gruß aus Bern Marc
"Tinea pedis" Was das ist? Fußpilz!
Ich habe keinen und wohl auch kaum einer hier im
Forum. Wir wissen ja warum und wieso.
Doch worum geht es: Immer wieder wird man
beim Barfußlaufen damit konfrontiert, man könne sich Fußpilz holen und
sonstige Verletzungen, usw. Wissen wir. Und die so was sagen sind unwissend.
Verletzungen sind durchaus möglich. Doch das Argument des Pilzes ist den Leuten
schlecht auszureden.
Ich denke oft, wenn einer sagt, man bekomme das
davon, dass sie selbst welchen haben und es nicht zugeben! Nur meine Frage,
besonders an Lorenz und eventuell hier mitlesende Medizinstudenten:
Fußpilz
lauert überall wo es feucht ist, Schwimmbäder, Saunen, usw. Keime gibt es auf
städtischen Böden, auf Straßen und Gehsteigen, da wo manche von uns gerne
ihre schwarzen Fußsohlen holen. Das ist Dreck, Ruß, Öl, klebriges Zeug eben.
Und bestimmt massig Bakterien.
Man sagt ja immer bei Erkältungen (haben die
wenigsten hier im Forum aus bekannten Gründen! ;-)!), man solle nicht in die
Hand niesen, sondern auf den Boden! Da überleben die Viren, Bazillen nur
Bruchteile. Wie sieht es nun mit den Sporen des "Tinea pedes" /
Fußpilzes auf dem Gehsteig aus? Wie resistent ist er da gegen Kälte,
Sonnenschein, Salz usw. ? Gilt hier ähnliches?
Sobald das menschliche Umfeld,
der "Wirt" verlassen wird, es nicht mehr feucht und warm ist? Wer
weiß da wissenschaftlich belegtes Material? Gibt es dazu im www Doktorarbeiten,
Forschungen, FAQ´s.....?
Wenn man hier mal was finden könnte, hätte man gegen
die ewigen Schlechtmacher des Barfußlaufens hieb- und stichfeste Zahlen.
In
Flur und Heide holt man sich garantiert keinen Fußpilz. Doch ich und manch
andere gehen auch in die Stadt barfuß. Entweder 100% oder nicht. Der "SPIEGEL"
- Artikel
vom vorigen Jahr zu diesem Thema hat jedenfalls viel bewirkt. Recht oft hörte
ich drumherum Diskussionen dazu. Wirft man ein, man solle doch barfußlaufen,
zeigt man einen den Vogel, oder man sagt : "Das kann ich nicht machen".
Kennen wir ja diese Argumente, gibt es hier im Forum hin und wieder zu lesen.
Man traut sich nicht, Verletzungen, usw. ...
MFG Markus
(malo)
[In Flur und Heide holt man sich garantiert
keinen Fußpilz]
Da wäre ich mir mal nicht so sicher. Pilzsporen gibt es
anscheinend überall, oder hast Du schon mal erlebt, dass Du ein Stück Brot
irgendwo liegen lassen kannst und es schimmelt *nicht*? (es sei denn in einer
vollkommen trockenen Umgebung)
Sporen scheinen sehr widerstandsfähig zu sein,
und ob das jetzt ein Schimmel- oder Haut- oder sonstiger Pilz ist, dürfte dem
ziemlich egal sein ;-) Marco N.
Hi Malo, also prinzipiell habe ich keine Ahnung
von biologischen Erklärungsmustern, da ich früher in Bio nie aufgepasst habe
*grins* Aber ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass ich als aktiver
Sportler mich seit Jahren in Sporthallen bewege und grundsätzlich die Duschen
barfuß aufgesucht habe, im Gegensatz zu vielen Sportkameraden mit ihren
Badelatschen.
Fußpilz habe ich mir dabei noch niemals eingefangen, vermutlich
deswegen, weil ich meinen Füßen so weit als irgend möglich die
"Freiheit" ohne Socken und Schuhe gönne.
Bernd (KA)
[Frage: Fußpilz lauert
überall wo es feucht ist ... Keime gibt es auf
städtischen Böden, auf Straßen und Gehsteigen, Dreck, Ruß, Öl, klebriges Zeug
eben]
Meine Meinung, obwohl mein medizinisches Halbwissen auch nicht so toll ist:
Der Ölruß auf den Straßen dürfte eher keimtötend wirken. Und da, wo ich
eigentlich lieber laufe, auf Humus und Moorboden, ist der Boden für Pilze zu
sauer. Stattdessen wird die Haut gegerbt und damit unempfindlich.
Dies ist vielleicht das einfachste Argument gegenüber Leuten, die sich nicht in
intellektuelle Unkosten stürzen wollen. Den meisten Leuten Leute ist nicht
klar, ist wie sehr wir von Bakterien und Pilzen umgeben sind. Aber es sind fast
ausschließlich harmlose Bodenorganismen, die irgendwie sinnvoll an den
Stoffkreisläufen der Natur beteiligt sind. Oder Darmbakterien, mit denen wir in
Symbiose leben und die uns beispielsweise mit einigen Vitaminen versorgen.
[Sporen des Fußpilzes auf Gehsteig]
Die oben genannten
vielfältigen Boden-, Darm- und sonstigen Organismen stehen miteinander in einem
starken Konkurrenzkampf. Sie versuchen permanent, sich gegenseitig zu fressen
und bombardieren sich dazu mit selbstgemachten Antibiotika und Toxinen. Und wer
nicht die optimalen Lebensbedingungen hat, geht dabei unter!
Und gänzlich ohne
Chance ist auch der Fußpilz, wenn er sich nicht der permanenten Feuchtigkeit
eines eingesperrten Schweißfußes erfreuen kann. Dann bricht sein
Energiehaushalt zusammen und die Konkurrenz verdaut ihn. Wenn Schuhe vor
Fußpilz schützen würden, dürfte es ihn ja kaum geben!
Ciao, Lorenz
[Wenn Schuhe vor Fußpilz schützen würden,
dürfte es ihn ja kaum geben]
Der Satz ist ja "Best of" - verdächtig :-) Kai
Hallo Kai und Lorenz, das meine ich auch! Jetzt
müsste man das wissenschaftlich erwiesene Gegenteil, dass es bei nur
barfußlaufenden Menschen praktisch keinen Fußpilz gibt, in ebenso prägnante
Worte fassen können ... "Schon" hätte man jegliches Pro - Barfuß -
Infoblatt kräftig aufgepeppt!
Malo, das wissenschaftlich erwiesene
Gegenteil gilt auch für Großstadt wie Neu Delhi (auch dort wurde eine der
Studien durchgeführt), die eine viel höhere Keimbelastung als unsere Städte
aufweisen dürfte (Siehe dazu die medizinischen
Zitate z.B. der DSS.) Viele Grüße, MarkusII
[Argumente, gibt es im Forum hin und wieder zu lesen. Man traut sich
nicht, Verletzungen, usw...]
Dazu muss ich sagen, dass ich mir schon oefter die
fuesse mit schuhen verletzt hab , als ohne. und ich bin schon ueber einiges
gelaufen. nur vor tetanus, und schnittverletzungen hab ich angst. das ist denn
ziemlich uebel. Jo
[Tetanus und Schnittverletzungen]
Wobei gegen
ersteres eine Impfung wirksam schützt - sollte eigentlich eh jede/r (ob
barfüßig oder nicht) haben.
Kai
Fußpilz fotos (tinea pedis) USA Jungle
Ich hatte vor ein paar Jahren auch mal Fußpilz
und war erst zu faul zur Apotheke zu gehen. Da habe ich einfach morgens und
abends einen heißen Föhn genommen und nach ein paar Tagen war es weg.
Das hatte ich mir nur so ausgedacht, aber es hat wirklich funktioniert.
Vielleicht sind Pilze ja hitzeempfindlich?
Matthias (NRW)
Sie brauchen das ja nicht!
Hallo, das hörte ich heute in einer Apotheke. Ich ging rein, um mir ein paar
Tropfen für die Augen zu kaufen. Die Pollen belästigen diese zur Zeit recht
intensiv.
Jedenfalls war am Eingang ein größeres Plakat wo drauf stand "Zeigt her
eure Füße". Da fragte ich mal nach wozu. "Das ist eine Aktion zur Fußpflege,
Fußgesundheit und allgemein drumherum. Aber Sie brauchen das ja nicht!"
Ja in der Tat, Barfüßer werden kaum etwas haben, um sich irgendwelchen Dingen
aus der Apotheke zu bedienen.
Noch kurz etwas zu meinen Erfahrungen gesprochen und wieder raus aus dem Geschäft,
dazu zwei weitere Kunden eher staunend zurück gelassen.
mfg, Markus (malo)
Selten so breit gegrinst. :-)
Genau meine Meinung. Habe ich auch schon so im Stillen gedacht, als ich ein
Plakat in einer Apotheke gesehen habe. Ich bin allerdings nicht darauf
angesprochen worden.
Gruß Dirk (MS)
Die Aktion ist auch ein totaler Flop! Selbst die vielen Schuhträger mit
ihren kranken Füßen interessiert das Thema nicht.
Barfüßige Grüße Bernhard (Apotheker)
Das Thema ist vielen Leuten peinlich. Außerdem sieht man es ja nicht, wenn
der Betroffene nur mit geschlossenen Schuhen rumläuft ...
[asc]
In der Tat gut gesagt, "peinlich" für viele nur die Füße zu
zeigen. 100%ig all jene, de uns Barfüßer schräg anschauen, halt- und nutzlose
Kommentare dazu abgeben, selbst in stinkigen Schuhen stecken, haben irgendwas an
ihren Füßen. Sagt man was zu jenen, sind sie ganz still, der Kopf läuft rot
an, sie stammeln.
Kaum einer gibt zu, warum unbedingt immer Schuhe. Ich kann auch nur grinsen.
mfg Markus (malo)
Genau das ist der Punkt. MAN trägt Schuhe. Immer und jederzeit.
0 Grad oder 30 Grad.
MAN trägt Schuhe. MAN traut sich nicht, das überhaupt in Frage zu stellen. MAN
würde zwar gerne, aber dann würde MAN ja begafft werden.
MAN läuft lieber mit stinkenden Mauken durch die Gegend, als zuzugeben, dass es
einem ohne besser geht. Seltsame Welt.
Grüße Berni(N)
Ergo: alles, was die zum Barfußlaufen sagen, sind Schlussfolgerungen auf ...
sich selbst.
Hallo,
-tut das nicht weh,
-haben Sie keine kalten Füße
-da werden die Füße dreckig
-da habe ich Angst vor Infektionen.
Ja, die das sagen, bei denen trifft es zu. Es tut weh, sie haben kalte Füße,
(dreckig stimmt zwar, aber wozu gibt es Wasser?) und haben bereits irgendwelche
Krankheiten.
Und genau das ist doch bei uns nicht: immer wohl temperierte Füße, es tut
nicht weh, und Krankheiten hat man nicht. Undundund.
Alles was nicht Massenkonform ist, macht man nicht. Aber dies kennen wir ja. ;-)
mfg Markus (malo)
Ein örtlicher Betreiber eines Fitness-Studios erzählte mir, dass er sich
ein zweites Gerät zur Messung des Körperfettanteils zulegen musste. Beim
ersten Gerät waren die Kunden gezwungen, sich barfuß auf die Waage zu stellen.
Den Rest könnt ihr euch denken...
Andreas S.
Heute bin ich auf einem Artikel der neuesten Ausgabe der
"Apotheken-Umschau" (kostenlos erhältlich in allen Apotheken) auf das
Thema Fußpilz gestoßen. Der Artikel fängt mit folgendem Satz an:
Fußpilz ist auf dem Vormarsch, bereits jeder vierte
Deutsche hat ihn.
Neben einer ganzen Reihe von Tipps wie man ihn wieder weg bekommt gibt ein
gewisser Prof. Tietze von der Berliner Charité zur Prophylaxe folgendes von
sich:
"Lassen Sie keine Pilze an sich ran und laufen Sie
nirgendwo barfuß. Nicht mal unter der Dusche sollten die Badeschlappen an den Füßen
fehlen, denn dort steckt sich zwangsläufig fast jeder an."
Ein Dr. Reinel sondert dazu noch ab:
"Badeschuhe an sich sind kein Garant gegen Pilze.
Trocknen Sie Füße und Zehen immer gut ab und cremen Sie sie anschließend
sorgfältig ein."
So sieht das also in der Realität aus, verehrte Leser.
Und jetzt mal Farbe bekennen, von allen Teilnehmern, die sich hier im Forum
tummeln, müssen doch eine ganze Menge unter Fußpilz leiden. Mit Sicherheit und
ganz bestimmt sogar Lorenz, denn es kann doch nicht sein, dass sich Akademiker
einer solch renommierten Klinik irren?
Aber im Ernst, es ist schon schlimm, wenn studierte Mediziner einen solchen
Nonsens ablassen.
Ich selbst hatte vor genau zwei Jahren, das erste Mal überhaupt, Fußpilz. Mir
war das völlig unbekannt und zugezogen habe ich mir das weder in einem
Schwimmbad noch unter irgendeiner Dusche sondern schlicht und einfach auf einer
grünen Wiese. Und das auch nur, weil zu der Zeit mein Immunsystem durch
psychische Belastung ziemlich auf dem Grund war.
Eine Salbe, die ich mir gekauft hatte, hat die Sache noch verschlimmert, und ein
Arzt, den ich dann aufgesucht hatte, hat mir ein Spray verschrieben und den Tipp
gegeben, dass man mit Austrocknung jeden Pilz klein kriegt und damit war ich die
Sache auch in vierzehn Tagen los.
MfF UlliDo
Hi Forumsteilnehmer,
dieses Blättchen würde ich nicht zu den objektiven Gesundheitsratgebern zählen.
Für mich ist es eher ein Werbeblättchen. Und wie es bei der Werbung üblich
ist, werden die Stellungnahmen dem Auftraggeber angepasst. Wer die Musik
bestellt und bezahlt kann auch bestimmen was gespielt wird.
Ferner ist mir ein Landarzt, der sich auf seine Sinne verlässt, lieber, als ein
Hightec-Prof. gerade dieser Uni. Für die Medien gibt es scheinbar keine andere
Uni mehr.
Dabei sollte jedem, der denken kann, klar sein, dass auf einem trockenen
Untergrund Pilze keine Chance haben. Barfüße sind durchweg trockenere Füße,
als beschuhte Füße. Der Kampf des Profs. müsste eigentlich gegen die
Schuhindustrie zielen. Aber... - siehe oben, wer die Musik ...
Ich schätze, er ist am Verkauf der Salbe über Lizenzgebühren beteiligt. Sonst
würde er den Mist nicht aussagen.
Viele Grüße
Klaus_sg
PS. Bis jetzt hat mich der Pilz noch nicht belästigt.
Es ist ja nicht das erste Mal, dass sich Gelehrte widersprechen.
In diesem Falle meine ich, dass Dr. Reinel recht hat, weil in der Dusche die
Pilzsporen nach allen Richtungen verspritzt werden -- dagegen helfen
Badelatschen nicht.
Nur, was bringt das Abtrocknen der Zehen, wenn man hinterher in den Schuhen
schwitzt??
[kann doch nicht sein, dass sich Akademiker einer solch renommierten Klinik
irren?]
Ich habe wahrscheinlich auch Fußpilz, dieser beschäftigt sich nun schon seit
vielen Jahren damit, in die oberste Hautschicht einzudringen, aber in dieser
trockenen Materie kommt er einfach nicht voran. Früher, als ich zur Schule ging
und den ganzen Tag Turnschuhe anhatte, da ging's ihm hervorragend -- bis mir ein
Arzt den Trick mit der Austrocknung verraten hat :-)
Der hatte zwar nicht an der Charité studiert, aber er hat mir geholfen!
Seitdem kratzt der Fußpilz nur noch müde an der trockenen Oberfläche meiner
Hornhaut.
Schöne Füße,
Lorenz
[Seitdem kratzt Fußpilz nur noch müde an der trockenen
Oberfläche meiner Hornhaut]
Mehrere Leute haben mir gegenüber schon die Befürchtung geäußert, dass die
Fußpliz-Sporen durch die Leute, die häufig barfuß gehen, verbreitet werden.
Dass diese selbst nicht so oft daran erkranken, stimmt. Allerdings schleppen sie
die Sporen überall hin, z.B. ins Schwimmbad, wo sich dann andere infizieren.
Bei denen bricht es dann eventuell aus ...
Die Bedenken gegen das Barfußgehen anderer sind nicht ganz unberechtigt.
Hautärzte empfehlen häufig, wann immer möglich, barfuß zu gehen bzw.
Sandalen statt geschlossener Schuhe anzuziehen. Sinn der Sache: keine feuchte
Umgebung für Pilze zu schaffen. Die Füße nach einem Schwimmbadbesuch sorgfältig
abzutrocknen gehört auch dazu.
Badelatschen dürften allerdings unter der Dusche nicht viel helfen ...
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Ich habe auch schon mal Fußpilz gehabt, ist eine ziemlich ätzende
Sache. Deshalb denke ich, dass vieles Barfußlaufen eher die Durchblutung der Füße
fördert und dadurch dem Fußpilz das Leben schwerer macht.
Ansonsten hilft u.a .- Fungizid-Ratiopharm - . Gibt es auch ohne Rezept in der
Apotheke und ist auch bezahlbar.
Man muss sich aber 4 Wochen damit die Zehen einschmieren, auch wenn sie
vermeintlich schon abgeheilt sind, damit auch die letzten Keime abgetötet
werden. Denn sonst geht die Infektion bald wieder von Neuem los und es juckt
wieder unangenehm.
Also weitere gute Gesundheit!
KARSTEN
Pilze, die das Eiweiß der Haut zersetzen können, sind überall
gegenwärtig. In Schwimmbad und Umkleide, wo die zu 1/4 infizierten Dauerschuhträger
ihre Füße mit oder ohne Badeschlappen entblößen, gibt es natürlich am
meisten davon.
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Infektion zu verhindern: die Füße nach jeder
Entblößung zu desinfizieren und steril zu verpacken oder baren Fußes die Haut
trocken zu halten.
Da es (noch) keine Sterilisatoren für Schuhe gibt, ist nur letzteres
praktikabel!
Ciao, Lorenz
Ich habe soeben mit einem erfahrenen Frankfurter Dermatologen gesprochen, der
schon lange praktiziert und oft Fuß- und Nagelpilz sowie zahlreiche andere
Infektionskrankheiten an den Füßen behandelt hat.
Dieser Arzt ist der Meinung, dass man sich durch die Angst vor Ansteckung in
keinster Weise im Leben einschränken lassen sollte. Das Einzige, was man sich
beim Barfußlaufen draußen holen könne, seien Verletzungen aufgrund
mechanischer Belastung (Scherben, Steine, giftige Insekten in südlichen Ländern
etc.).
Fußpilz ja oder nein, das hänge ab vom individuellen Immunsystem.
Ich selber trage nie Slides etc. im Schwimmbad und bin jeden Tag im Fitnessclub
unter der Dusche. Pilzerkrankungen an den Füßen sind für mich ein Fremdwort.
Jemand mit Disposition zu Pilzerkrankungen sollte sich jedoch schützen, aber
Badelatschen/Slides helfen da nur wenig.
Bernd (Gi)
Hallo zusammen,
momentan läuft auch diese Aktion: Füße zum Verlieben.
Die finde ich eigentlich ganz gut gemacht, auch wenn natürlich die Industrie
teilweise dahinter steht. Irgendwie muss das Ganze ja finanziert werden!
Der Vorschlag, Fußpilzsporen aus dem Weg zu gehen, ist ungefähr genauso
sinnlos, wie der, den Pollen aus dem Weg zu gehen (als ziemlich stark
betroffener Pollenallergiker weiß ich, wovon ich rede!).
Daher sind Ratschläge, wie man das Eindringen der Pilzsporen in die Haut
verhindert, sinnvoller, wenngleich das wohl noch nicht alle Ärzte verinnerlicht
haben (Theorie und Praxis eben!!).
Im übrigen dürfen wir nicht vergessen, dass die Tipps für Ottonormalschuhträger
und nicht für Barfußläufer gedacht sind.
Den letzten Fußpilz habe ich übrigens im Winter bekommen, also zu einer Zeit,
in der ich nicht barfuß laufe! Keine Ahnung, wo ich mich angesteckt habe,
wahrscheinlich sogar in einem Hotelzimmer bzw. -bad.
Daraus habe ich folgende Konsequenz gezogen: Wenn sich das Anziehen von Schuhen
nach dem Duschen nicht vermeiden lässt, werden die Füße geföhnt! Außerdem
habe ich immer eine Tube Pilzcreme zur Prophylaxe daheim (Tipp von meinem
Apotheker).
Seitdem gibt's keine Probleme mehr.
Serfuß,
Jörg (Hanna)
Hängen die nicht genauso an Hosenbeinen?
Schafft es eine Waschmaschine, evtl. vorhandene Fußpilzsporen in einem
Bettbezug eines Hotels herauszuwaschen? Kriege ich dann Fußpilz, wenn ich mich
in ein Bett lege, in dem vorher ein Fußpilzkranker drin war? Durch das
Bettlaken hindurch von der Matratze. Auf dem Teppichboden liegen die garantiert.
Diese Sporen sind garantiert überall nicht durch uns Barfüßer weiter
verteilt. Sondern durch alles überall. Ich glaube auch, das eine Hund mit
seinen Pfoten, der bei einem Fußpilzkranken in der Wohnung mit haust, das in
die Nachbarwohnung tragen könnte.
Dies jetzt mal als extrem weiter gesponnene Ideen.
Trotzdem: wer gesund auf den Füßen lebt, wird davon nicht befallen. Solange
alles wohl temperiert und trocken genug ist, passiert nichts.
mfg Markus (malo)
[Hängen die nicht genauso an Hosenbeinen?]
Genauso (viel) wohl nicht. Der Übertragungsweg ist weniger wahrscheinlich.
[Schafft es Waschmaschine, Fußpilzsporen in Bettbezug herauszuwaschen?]
Wenn die Wäsche bei 95° gewaschen wird, ja.
[Auf Teppichboden liegen die garantiert]
Deshalb laufen da die meisten Leute auch mit Schuhen ...
[Sporen sind garantiert überall nicht durch uns Barfüßer weiter verteilt]
Solange jeder Schuhe anzieht, wäre das ja egal ;)
Das ist aber nicht so abwegig: wenn keiner barfuß geht, reduziert sich die Zahl
der Infektionen, weil die Betroffenen kaum welche abgeben.
Wer infiziert ist, sollte nicht dort barfuß laufen, wo es andere tun, die sonst
Schuhe anziehen (die würden sich infizieren und die Pilze dann in ihren Schuhen
züchten).
Problem: bis man die Infektion bemerkt, hat man schon viel zur Verbreitung
beigetragen; und man kann die Sporen auch ohne Infektion verschleppen.
Der Überall- Barfuß- Seiende (theoretisch) überall hin, der
Fast-Immer-Beschuhte dahin, wo er die Schuhe das nächste Mal auszieht ...
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Die Reisebeilage der FAZ vom 28.
Juni enthält einige Empfehlungen für die Reiseapotheke - im Grunde
redaktionell verpackte Werbung -, darunter auch der Hinweis auf ein Präparat
gegen Fußpilz. Interessant ist der zweite Teil des kurzen Textes:
"Darüber hinaus hat B... (der Hersteller, Sch.)
einen ungewöhnlichen Weg gefunden, die Fußpilztherapie mit C... sinnvoll zu
ergänzen - einen Barfußwanderweg mitten in Berlin Grünewald. Wer diesen
Rundgang um den Teufelssee barfuß wandert, oder generell möglichst oft im
Freien Barfuß läuft, Luft an seine Füße lässt, stärkt Kreislauf und
Abwehrkräfte - ideale Voraussetzungen, einer drohenden Ansteckung mit Fußpilz
zu trotzen."
Na also! Aber gab es da nicht auch die Gegenfraktion, die vor Pilzsporen und
sonstigen Keimen, die man sich beim Barfüßern fangen kann, nachdrücklichst
warnt?
Auf nackten Sohlen grüßt der
Schorsch
P.S.: Leider sagt der Text nichts dazu, wo genau der Zusammenhang ist und wie
der Hersteller den Barfußwanderweg unterstützt - vielleicht finanziell? Wissen
die Berliner Forumsteilnehmer mehr?
Liebe Leute, ich habe folgenden netten
Artikel gefunden, als ich gestern nach Infos zu Hühneraugen (, ich habe 2 an
Füßen - eigentlich weiß ich nicht warum, weil ich dieses Jahr nun wahrlich
nicht so oft in (neuen) (festen) Schuhen gelaufen bin. Na ja, die Probleme der
Nicht-voll-Barfüßler halt.):
"Von Fußpilzen und Hühneraugen!
Es war
einmal in einem weit entfernten Land, vor nicht allzu langer Zeit, als ein gewöhnlicher Erdenmensch sich bei einem Badebesuch
Fußpilz zuzog. Allerdings
nur an einem Fuß! Der andere blieb erstaunlicherweise von dieser Krankheit
verschont. Nachdem der Erdenmensch jedoch eine ausgiebige Wanderung in zu
engen Schuhen machte, bekam der bis dahin gesunde Fuß Hühneraugen.
Von da an
musste der Erdenbürger Torturen durchstehen, aber zwischen den beiden Schädlingen entwickelte sich eine innige Freundschaft. Schon bald wurden die
beiden unzertrennlich. Sie unterhielten sich über den herrlichen Fußgeruch
ihres Wirtes und liebten seine unhygienischen Verhältnisse.
Doch die Leiden des Erdenbürgers wurden von Tag zu Tag schlimmer und schließlich entschied
für
eine Kur am Meer. Er fuhr nach Sylt, zu seiner Oma. Fußpilz und Hühnerauge
freuten sich über den unerwarteten Urlaub, doch es kam alles ganz anders! Schon
am ersten Tag legte sich der Erdenmensch an den Strand in die pralle Sonne. Der Fußpilz begann zu
ächzen und auch dem Hühnerauge gefiel der Urlaub nicht.
Schon nach einem Tag waren die beiden eliminiert!"
Na denn ... Christian G.
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