Schmerzfreier Rücken und Gelenke durch Barfußlaufen
(verschiedene Forumbeiträge seit Winter 1998/ 99)

Die meisten Rückenprobleme dürften jedoch auf die viele Sitzerei zurückzuführen sein, zumal es ja immer mehr Bürojobs gibt. Und in Sachen "richtiges Sitzen" gibt es noch mehr Aufklärungsbedarf als beim richtigen Laufen. Allerdings gebe ich Dir recht, dass auch schlechte Laufstile erheblich zu den Rückenproblemen beitragen bzw. vorhandene verstärken. Aber auch Knie- und Hüftgelenke werden bei schlechtem Laufstil stärker beansprucht und verschleißen viel schneller. Barfußlaufen unterstützt automatisch einen gesunden und natürlichen Laufstil.
Normalerweise bin ich - im Gegensatz zu Dir - ja kein Missionar, soll heißen, ich versuche nicht, andere vom Barfußlaufen zu überzeugen und antworte auf die Frage, warum ich das tue, mit "weil es mir Spaß macht".
Bei meiner Freundin (und natürlich in ferner Zukunft bei meinen Kindern) werde ich dann aber schon missionarisch tätig, ich versuche sie zumindest bei Temperaturen weit jenseits der 20°-Grenze vom Barfußlaufen aus gesundheitlichen Gründen zu überzeugen. Der Grund ist ihr schlechter, "männlicher" und gelenkekillender Laufstil. Sie bringt zwar nur rund zwei Drittel meines Gewichts auf die Waage, macht dafür aber mind. 6 dB mehr Krach, vor allem beim Treppensteigen.
Mal abgesehen davon, dass dieser Laufstil sehr ermüdend sein muss, tun mir schon beim Zuhören alle (Bein-) Gelenke weh. Ich hoffe, dass ich sie durch's Barfußlaufen zu einem gesunderen Laufstil "zwingen" kann, wobei das wohl ein langwieriger Prozess sein wird.
Serfuß, Jörg (Hanna)

Leider habe ich von Kindesbeinen an Knick - Senk - Füße. Aber Barfußlaufen kräftigt ja auch den Fuß. Ferner gibt es durch eine Reizung der Reflexzonen einen positiven Einfluss auf den gesamten Organismus.
Im Moment mache ich Aikido. Meine Rückenbeschwerden haben sich dabei endlich gebessert. Dies führe ich auch auf das Barfußsein dabei zurück. Bei Rückenschule und Krankengymnastik bin ich übrigens auch barfuß gewesen.
So, das soll erst einmal reichen. Gruß, Gerd.

Barfußsein überhaupt hat sich als sehr gesund und angenehm für viele Problemzonen (speziell Gelenke) herausgestellt. Beschwerden, die ich früher in den Knöchel- und Kniegelenken hatte, haben sich erledigt, seitdem ich fast ausschließlich barfuß laufe (außer momentan, bei -5 bis -10C ist das doch nicht sehr zu empfehlen... *grins*).
Das 'andere' Laufen (Belastung des ganzen Fußes, Ausbleiben des Schlages, der mit dem Belasten der Ferse einhergeht) hat schon wohltuende Einflüsse in jener Hinsicht. Aus diesen Gründen ist es eigentlich schade, dass es nicht öfter von Orthopäden empfohlen wird.
[ Ich bin gerne barfuß, traue mich aber oft nicht. Es wäre toll, z.B. barfuß einen Stadtbummel zu machen.]
Am besten mit Gleichgesinnten... im 'Rudel' ist es leichter, über etwaige Schatten zu springen. Und es macht noch mehr Spaß, die Reaktionen der anderen Leute zu beobachten ... denn leider (oder amüsanterweise, je nach Standpunkt) wird man ja immer noch angestarrt, als wenn man gerade sein Raumschiff, oder seine Zeitmaschine verlassen hätte, sofern man barfuß in der Stadt 'rumläuft...
Gerade dieses Forum kann gut geeignet sein, Gleichgesinnte Barfüßer zu kontaktieren, und vielleicht sind ja auch einige in Deiner Nähe, die einen Stadtbummel, oder Waldspaziergang (auf natürlichem Erd- und Waldboden ein Genus!!) machen möchten. :)
Einfach mal in den virtuellen Wald rufen, und hören, was so 'rausgeschallt kommt.
Andreas ('BarefootAndy')

Der Effekt ist mit meinen 48 Jahren noch viel deutlicher! Meine Erfahrung ist, dass vor allem die Anpassung der baren Füße an Naturboden wechselnder Beschaffenheit den Bandscheiben gut tut.
Und diese gute Erfahrung ist ein wesentliches Motiv für mich, auch als Homepage-Bastler für das Barfußlaufen einzutreten. ... Deine Erfahrungen mit günstigem Einfluss des Barfußlaufens kann ich nun schon über eine etwas längere Lebensspanne voll bestätigen. Auch ich habe von Kindheit an Knick-Senkfüße, die aber im Laufe der Zeit erheblich an Form gewonnen haben.
Was mein Selbstbewusstsein betrifft, so ist dieses meinen Chefs seit eh und je ein gewaltiger Dorn im Auge, und sie drücken es, so gut sie können. Aber wenn ich dann wieder einmal eine schöne Barfußwanderung bewältigt oder in der Öffentlichkeit erlebt habe, dass (fast) niemand etwas gegen meine Füße hat, dann lebt das Selbstbewusstsein immer wieder auf! ...
Was ich zu den Bänderzerrungs- und Umknickproblemen der Schuhträger noch anzuführen hätte: Unter dem Elchtest kann sich inzwischen jeder etwas vorstellen, und es ist bekannt, dass die Autos um so leichter umkippen, je höher der Schwerpunkt liegt.
Und ganz ähnlich ist es mit den Füßen: je mehr Abstand vom Boden der Knöchel hat (aufgrund dicker Sohlen und hoher Absätze), desto leichter knickt man um und desto stärkere Hebelkräfte überdehnen dabei die Bänder! ...
Soweit ich gehört habe, verursachen Senkfüße ungute und auf die Dauer zermürbende Drehmomente auf die Kniegelenke. Durch einen schuhbedingten stampfenden Laufstil wird das natürlich noch schlimmer. Da Barfußgehen die Muskulatur der Fußwölbung kräftigt und zu einem glatten Bewegungsablauf erzieht, profitieren die Knie natürlich gewaltig davon.
Ich habe ein altes Foto gefunden, dass zufällig meine vor 20 Jahren erschreckend platte Fußsohle zeigt und kann nun objektiv feststellen, dass sich der Senkfuß durch vermehrtes Barfüßern gebessert hat. Knieprobleme hatte ich gottlob noch nie, bei mir sind es die Bandscheiben, die von meiner Schuhabstinenz profitieren.
Serfuß, Lorenz

[Bänderzerrungs- und Umknickproblemen der Schuhträger ... je mehr Abstand vom Boden der Knöchel hat (aufgrund dicker Sohlen und hoher Absätze), desto leichter knickt man um und desto stärkere Hebelkräfte überdehnen dabei die Bänder!]
Kann ich auch bestätigen (leider aus eigener, schmerzlicher Erfahrung in früher Jugend... seitdem ich barfuß laufe, hat sich das erledigt...).
Ein anderes Sehnen- und Bänderargument: Barfußlaufen hemmt den Verschleiß der Kniegelenke... ("Was?? Wie DAS denn??", höre ich nun einige ungläubig fragen... aber es stimmt. Bitte weiterlesen!)
Auch das ist mir in eigener Erfahrung schmerzhaft bewusst geworden. Aufgrund von Übergewicht (ca. 20%) hatte ich vor meiner fast hundertprozentigen Barfüßerzeit periodisch auftretende Verschleißschmerzen im Meniskus (mal links, mal rechts). Und erst seit verstärktem Barfußlauf (und damit einhergehender geänderter Lauftechnik) hat sich das auf null reduziert ...
Denn: wer glaubt, dass Schuhe den Schlag, der beim vollen Belasten der Ferse eintritt, dämpfen, der sieht sich getäuscht. Gerade diese Schlagbelastung ist es, die Knöcheln und Knien übel mitspielt. Die Belastung des ganzen Fußes beim Barfußlaufen räumt damit nicht nur auf, sondern verhilft auch noch zu einem Gratistraining der Wadenmuskulatur...
alle anderen Vorteile sind uns Barfüßern ja wohlbekannt (und wurden von Mig ja sehr deutlich hier noch mal in kurzer und netter Form präsentiert. :))
In diesem Sinne, einen schönen barfüßigen Frühling wünscht, Andreas ('BarefootAndy')

Mein linkes Fußgelenk ... beschert(e) mir seit vielen Jahren gelegentlich Beschwerden.
Alles begann damit, dass ich während meines Studiums vor über zwanzig Jahren mit Freunden eine Ruderfahrt in Frankreich unternehmen wollte. Dank vorhandener Verbindungen zu einer Reederei und fehlender eigener Finanzmittel sollten unsere Boote kostengünstig per Schiff nach Straßburg mitgenommen werden und wir mussten sie selbst aufladen. Dabei hatte ich mir auf den hölzernen Planken des Kranschiffs furchtbar das Gelenk vertreten, mich entsprechend geärgert und in meiner Junggesellenbude etwas gepflegt. Als ich aber nachts im Flur liegend aus einer Art Ohnmacht erwachte, fuhr ich (etwas naiv) in die Ambulanz meines Stadtteilkrankenhauses, wo man einen Außenbandriss feststellte, mich gleich dabehielt und eher schlecht als recht operierte.
Es dauerte dank schlechter Rehabilitation rund neun Monate, bis ich leidlich beschwerdefrei war, und die Narbe, wenn auch inzwischen verblasst, sieht man heute noch bestens.
Die Wetterfühligkeit im Fußgelenk hat sich zwar längst gegeben, aber in regelmäßigen, glücklicherweise größeren Abständen habe ich mir beim Joggen genau dieses Gelenk vertreten : ich laufe meist auf Wiese, da sieht man zugewachsene kleinere Vertiefungen nicht immer, und wenn der Fuß mit Gewichtsbelastung beim Aufsetzen wegknickt, passiert es halt. Folge : dickes Gelenk, das mit der Zeit bunt wird, einige Tage Kühlen als Hobby und etliche Tage Bewegungsarmut.
Und für alle, die sich zunehmend fragen, weshalb ich das hier erzähle, kommt jetzt die Lösung : heute war es wieder soweit : barfuß über Wiese gejoggt, reingetreten in Kuhle, heftiger Schmerz und -- nichts ! Ich konnte weiterlaufen, das Gelenk bleibt schlank, kein Bluterguss - nichts.
Einzige mögliche Erklärung : das verstärkte regelmäßige Barfüßern hat die Knöchelmuskulatur so stark und beweglich gemacht, dass sie die massive Fehlbelastung im wahren Sinne des Wortes "verkraften" konnte !
Neben den schönen Sinneseindrücken, die die Fußsohlen beim Barfußlaufen rückmelden, also ein weiterer großer Vorteil : Barfußlaufen stärkt unseren Bewegungsapparat und bewahrt uns vor langfristig immer wiederkehrenden schmerzhaften Beschwerden !
Gesunde Füße Euch allen Georg

Als stiller Leser des Forums habe ich festgestellt, dass sich doch einige der hier Anwesenden mit dem Thema Barfußlaufen unter dem Aspekt "Gesundheit" beschäftigen und teilweise sehr kompetent sind.
Mich würde interessieren, ob sich Barfußlaufen auch auf eine Wirbelsäulenverkrümmung auswirken kann, sowohl positiv als auch negativ.
Ich habe einen sogenannten Rundrücken und meine Wirbelsäule ist im Beckenbereich stark nach innen geknickt. Wenn ich normale Kleidung trage, ist davon allerdings nichts erkennbar.
Das hat auch zur Folge, dass ich von Zeit zu Zeit Schmerzen im Rücken verspüre, vor allem im unteren Bereich.
Gibt es vielleicht jemanden im Forum, der ein ähnliches Leiden hat, und Erfahrung hat, ob sich Barfußlaufen irgendwie darauf auswirkt, oder ob man es sogar besser ganz lassen sollte???
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich den ein oder anderen ernstgemeinten Tipp erhalten würde.
Ich grüße alle Barfuß-Fans und wünsche weiterhin gutes Gelingen...
Euer Arne B.

Soviel ich weiß - das ist jetzt eine Laienmeinung, besser nen Orthopäden fragen - wirkt sich Barfußgehen positiv auf die Körperhaltung aus, auch weil es zu einer Verschiebung von Belastungen der Muskeln und so kommt.
Wenn Stöckelschuhe und Plateausohlen Scheiße für den Rücken sind (jetzt nur als Beispiel), und Barfußlaufen gut, dann müsste sich das auch auf die ganze Haltung auswirken.
Du solltest aber nachprüfen lassen, ob der Rundrücken nicht durch irgendwelche anderen Sachen verursacht wurde, ehe Du mir jetzt alles so abkaufst und nachher heißt es, der verzapft nur Müll. Also: Frag einen Orthopäden und / oder einen Arzt, der auch Naturheilverfahren anwendet.
Vielleicht habe ich Dir damit ja einigermaßen helfen können.
Alles Gute wünscht Dir
Francisco

Ich war vor ein paar Jahren 'mal wegen meiner leichten Wirbelsäulenverkrümmung in Krankengymnastik.
Dort hat mir gezeigt, wie man richtig zu gehen hat :-):
Auf gar keinen Fall parallel laufen, sondern mit leicht angewinkelten Füßen. Ich weiß nicht mehr, was das für einen Sinn hat, jedenfalls habe ich seitdem nie mehr so extreme Rückenschmerzen gehabt.
Von barfuß-Laufen hat man mir damals freilich nichts erzählt, obwohl die Übungen nicht in Schuhen gemacht wurden. Seit der barfuß-Lauferei habe ich auch keine bzw. kaum Probleme mehr, wenn ich 'mal eine Nacht auf für den Rücken ungünstigen Untergrund verbringe.
Aber wie schon ge sagt: Arzt oder einen Heilpraktiker fragen. Oft haben Rückenprobleme auch psychische Ursachen, die einem gar nicht bewusst sind.
Herzliche barfüßige Grüße
Eva H.

Hallo,
bekanntlich ist der Mensch zum Gehen auf allen Vieren konzipiert. Weil wir uns das irgendwann abgewöhnt haben, tragen die Füße und Beine die ganze Last.
Das heißt, die Füße sind das erste Glied in der Bewegungskette. Barfußlaufen ist natürliches Gehen. Vor allem die Stöße auf die Wirbelsäule durch harte Absätze usw. entfallen.
Häufiges Barfußlaufen bewirkt eine "Harmonisierung" der Gehbewegung, führt zu Entspannung der Skelettmuskulatur und zum Einregulieren des ganzen Körpers. Dabei spielen Bewegung, Förderung der Durchblutung, Durchblutung und mentale Faktoren eine Rolle.
Unter "mental" fällt z.B., dass wir uns nicht gedankenlos fortbewegen, sondern über die Füße und eine gewisse Vorsicht ein Bewegungsbewusstsein ausprägen. Es ist dies vergleichbar mit jemandem, der häufig allein mit Schlafsack im Wald schläft. Er prägt das "wachsame Schlafen" aus, d.h. auch beim Menschen werden Urinstinkte des wilden Tieres wieder wach. Jeder, der öfter beim Wandern draußen schläft, wird das bestätigen können. So ist es auch beim Barfußlaufen.
Es wird die Behandlung schwerer orthopädischer Fehler nicht ersetzen, aber es wird dir helfen, mit dir und deinem Körper im wahrsten Sinne feinfühlig umzugehen. Eine Therapie wird dadurch unterstützt.
Gute Besserung,
Rainer (von Btreff)

[bekanntlich ist Mensch zum Gehen auf allen Vieren konzipiert]
Entschuldigung, aber das ist Quatsch! Becken und Wirbelsäule des Menschen sind für den aufrechten GANG konstruiert (so ist es auch möglich, anhand des Beckens von Skeletten die Haltung unserer Vor-Vorfahren zu erkennen).
Der Haken liegt darin, dass wir nicht zum SITZEN gebaut sind. Durch eine vorwiegend sitzende Tätigkeit (Büro, Fernseher, Schule...) erschlafft die stabilisierende Muskulatur und die Wirbelsäule gerät aus der Form. Das spüren viele Menschen als "Kreuzschmerzen".
Auch ich bin davon betroffen (kein Fernseher, aber sitzen in Bibliotheken, Hörsälen, Schreibtisch ...) und habe die Probleme ganz einfach in den Griff bekommen, indem ich keine Busfahrkarte mehr habe und somit jeden Tag 30-40 Minuten laufe. Dazu kommen noch ausgedehntere Wanderungen am Wochenende.
Also BEWEGUNG heißt das Zauberwort.
Dass eine BARFÜßIGE Wanderung hierbei mehr bringt, kann sowohl ich, wie auch mein Bruder gerne und begeistert bestätigen. Wahrscheinlich liegt es an dem weicheren vollflächigen Auftreten, das den schädlichen Stoß über die Ferse auf die Wirbelsäule vermeidet.
Viele Füße
Samuel

Liebe Leute,
schaut mal, was ich hier
gefunden habe … 
Influence of shoes and heel strike on the loading of the hip joint.
Bergmann G, Kniggendorf H, Graichen F, Rohlmann A.
Oskar-Helene-Heim, Biomechanics Laboratory, Orthopaedic Hospital, Free University Berlin, Germany.
The forces and moments […]
(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=7657680&dopt=Citation) 
Mercator

Ich will's mal versuchen:
Einfluss der Schuhe und des Fersenstoßes auf die Belastung des Hüftgelenks
Die Kräfte und Drehmomente, die auf das Hüftgelenk wirken, beeinflussen die Langzeitstabilität der Befestigung von Gelenkprothesen und den Verlauf der Hüftgelenksarthrose. Diese Belastungen können von der Art der Schuhe und dem Geh- oder Laufstil abhängen. Diese Faktoren wurden an einem Patienten untersucht, in dessen künstlichem Hüftgelenk Messinstrumente angebracht waren. Er trug verschiede Sportschuhe, normale Lederschuhe, Wanderstiefel und Clogs und ging barfuß mit leichtem, normalem und hartem Fersenauftritt. Die Belastung war beim Laufen oder Joggen ohne Schuhe am geringsten. Alle Schuhe erhöhten die auf das Gelenk wirkende Kraft und das Moment der Beugebewegung am Implantat geringfügig, während das Moment der Drehbewegung am Gelenk um bis zu 50% anstieg. Zwischen den verschiedenartigen Schuhtypen und der Erhöhung der Belastung wurde kein Zusammenhang gefunden, nur Schuhe mit sehr harten Sohlen brachten klare Nachteile mit sich. Weiche Fersen, Sohlen oder Einlagen brachten keine Vorteile. Eingeschränkte Beweglichkeit beim Gehen scheint die wichtigste Rolle bei der erhöhten Last auf dem Gelenk zu spielen, dies sollte bei der Wahl der Schuhe beachtet werden. Glatte Bewegungsmuster beim Laufen mit schwachem Hüftstoß sind die einzige Möglichkeit, die Gelenkbelastung beim Joggen zu vermeiden.
---- Also haben wir von den Experten viel Wasser auf unsere Mühlen bekommen! ----
Barfüßige Grüße, Lorenz

Hallo, liebe Barfüßer!
So wenig unerwartet das Ergebnis für Leute mit "richtiger" Barfußerfahrung ist, ist es schon traurig, daß der Nachweis nur mit Hilfe eines Menschen gelingen konnte, dessern natürliche Gelenke bereits verschlissen waren und dem nur durch schwere Operationen geholfen werden konnte!
Also, bleiben wir dabei - auch wenn manche von uns noch Schwierigkeiten haben mit Glotzern und Schwätzern. Nun dazu noch ein Tip: obwohl ich im letzten Winter den größten Teil meiner Scheu abgelegt habe, fühle ich mich unbeswchwerter, wenn ich in Begleitung bin - darf ruhig Schuhe anhaben wie heute morgen meine Tochter bei unserer Joggingrunde.
Zum Glück war heute nach rund einer Woche kein Frost mehr.
Gesunde Knochen wünscht Euch
hans

Ich habe in Erinnerung, dass bei den Ursachen für Fehlzeiten im Beruf die Rückenbeschwerden eine ganz dominierende Rolle spielen. Da geht auf jeden Fall unheimlich viel Geld als Lohnfortzahlung und auch einiges für die Behandlung den Bach runter!
Überraschenderweise bin ich meine Bandscheibenbeschwerden im Lendenwirbelbereich und die schmerzhaften Wirbelblockaden im Brustwirbelbereich ganz einfach durch regelmäßiges Barfußgehen losgeworden -- deshalb ist es mir ja auch der Mühe wert, dafür Reklame zu machen. Da ich nicht an Esoterik wie z.B Energieflüsse aus dem Boden glaube, muss es doch eine echte Erklärung dafür geben, dass man es zum Nulltarif und sogar unter Kosteneinsparung beim Schuhwerk zu einem wohligen Rückengefühl bringt!
Ein Mediziner hat in diesem Forum geäußert, dass die Lagewahrnehmung (Propiozeption) der Füße bis in die Zehenspitzen zur Steuerung der Rückenmuskulatur beiträgt. Es ist klar, dass das barfuß am besten funktioniert, weil dabei die Füße voll beweglich sind. Vielleicht erkennen demnächst auch die Rückenschulen, dass sie ihre Tätigkeit in die Barfußparks verlegen müssen ;-))
Die Propiozeption ist ein faszinierender Sinn, sie ist so komplex wie unser Körper und funktioniert so perfekt, dass wir gar nichts davon merken. Erst bei Krankheiten wie MS macht sich der Ausfall des Lagesinns fatal bemerkbar, es ist erschütternd, wenn der Mensch die Kontrolle über seine Gliedmaßen verliert ...
Also tun wir gut daran, unsere gesunden Tage zu nutzen und unser Bewegungsgefühl möglichst uneingeengt und vor allem barfuß zu betätigen und zu genießen!
Herzliche Grüße, Lorenz

Eas Du schreibst, ist einleuchtend und absolut nachvollziehbar.
Zwar hatte ich - wahrscheinlich dank des Sports - gottlob noch keine Rückenprobleme, aber es gab Beschwerden am Zehenballen, eine Art Druckbelastung beim Laufen in Halbschuhen etc. Diese verschwanden dann für immer, als ich im Juni 1999 begann, meine Schuhe zu Hause zu lassen. Vielleicht kann an dieser Stelle auch das Argument der eingesparten Behandlungskosten angeführt werden. Meine "Therapie" hingegen war ein Genuss und hat auch noch Spaß gemacht.
Viele Grüße Bernd

Ein schöner Spruch lautet: "Alles was Spaß macht, ist entweder unmoralisch, ungesund oder macht dick!" Wie schön, dass das Barfußlaufen eine Ausnahme darstellt! Der Spaß ist der eigentliche Anreiz, die Gesundheit ergibt sich so nebenbei und die verstärkte Bewegungsfreude zehrt an den Kalorien.
Ich stelle übrigens auch fest, dass mir Barfußlaufen hilft, sehr schnell aus depressiven Phasen herauszukommen. Genauso schnell wie die Rückenverspannungen gehen auch die Verstimmungen weg. Offenkundig besteht auch da ein Zusammenhang.
Also gibt es viele Gründe, sich darüber hinwegzusetzen, dass einige verklemmte Zeitgenossen das Barfußlaufen wohl tatsächlich unmoralisch finden.....
Mach's gut und unbeschuht, Lorenz

Viele Rückenprobleme entstehen einfach durch allgemeinen Bewegungsmangel, im Frühstadium sind es wohl eher nur unangenehme Verspannungen. Entscheidend für die Entlastung der Bandscheiben ist speziell die Rückenmuskulatur, die durch barfusslaufen nicht unbedingt gefördert wird. Mein Gesundheitsvorschlag deswegen: barfuss zum schwimmen gehen. (Vielleicht sollte ich mich auch selber mal wieder dran halten :-)
Ich habe zwar selten Rückenprobleme, aber auf langen Strecken geht mir barfusslaufen dann doch fast genauso ins Kreuz, als wenn ich die gleiche Strecke in Schuhen laufen würde. Vielleicht kommt das aber daher, dass ich nicht auf dem Lande wohne und die asphaltierten/ planierten Böden barfuss "voll durchgehen" - da fühlt man quasi gleich doppelt, wo man wohnt.
[Barfußlaufen hilft, sehr schnell aus depressiven Phasen herauszukommen]
Wenn man denn welche hat, gehen sie weg und wenn es einem sowieso schon gut geht, fühlt man sich dann noch viel besser - einfach unbeschreiblich gut.
[viele Gründe, sich darüber hinwegzusetzen, dass verklemmte Zeitgenossen Barfußlaufen unmoralisch finden]
Da haben die aber echt Pech mit sich selbst gehabt - und der beste Grund, sich darüber hinwegzusetzen ist, dass einem die eigene Freiheit viel mehr bedeutet, als irgendwelche Meinungen anderer Leute.
Gruß Barfussjan

[Entscheidend für Entlastung der Bandscheiben ist Rückenmuskulatur, die durch barfusslaufen nicht unbedingt gefördert wird]
Der entscheidende Nutzen des Barfußlaufens für die Bandscheiben besteht darin, dass man sich das harte Auftreten mit der Ferse abgewöhnt. Barfuß agiert man mehr mit den Vorderfuß und erlernt eine stoßfreie Abrollbewegung. Ansonsten finde ich schon, dass ich beim Barfußgehen mehr Muskelspannung im Rücken habe als mit Schlappen.
[selten Rückenprobleme, aber auf langen Strecken geht mir barfusslaufen dann doch ins Kreuz, als wenn ich gleiche Strecke in Schuhen laufen würde ... die asphaltierten/ planierten Böden barfuss "voll durchgehen"]
Ich denke, die positive Wirkung des Barfußlaufens hat man vor allem auf abwechslungsreichem Naturboden. Auch als Stadtmensch sollte man zusehen, dass man irgendwo einen solchen Pfad findet -- wo nicht zu viel Müll herumliegt ...
Schöne Füße, Lorenz

Ich kann nur in allen Punkten zustimmen! Ich hatte selber starke Rückenprobleme im Lendenwirbelbereich. Vor drei Jahren sogar einen doppelten Bandscheibenvorfall. Ich hab die Probleme konservativ- therapeutisch und durchs Barfußlaufen in den Griff bekommen.
Seitdem ich regelmäßig barfuß laufe, habe ich kaum noch Rückenprobleme. Deshalb setze ich mich auch für das Barfußlaufen so sehr ein. Die sehr positiven Erfahrungen in diesem Bereich müßen einfach verbreitet werden. Warum immer gleich eine OP, oder andere teure Maßnahmen, wenn man doch so einfach vorbeugen kann! Sicherlich klappt das nicht in allen Fällen, deshalb ist es um so wichtiger rechtzeitig vorzubeugen!
Grüße Booker

Da habe ich wohl noch einmal Glück gehabt!
Als ich mit Kniebeschwerden, die ich mir bei einem Sturz zugezogen hatte, beim Chiropraktiker war, stellte letzterer noch weitere Unregelmäßigkeiten bei mir fest, z.B. daß ich einen "trampelnden Gang" hatte. (Mein Gang war angeboren, dieses führte dazu, daß ich im Schulsport immer schlechte Noten hatte, in der Tanzschule immer als letzter von den Damen aufgefordert wurde und beim Militär mit dem Gleichschritt Probleme hatte).
Er röntgte daraufhin meine Wirbelsäule und stellte fest, daß im Lendenbereich die Bandscheiben regelrecht zusammengestaucht waren. Er wunderte sich nur, daß ich noch nicht unter starken Rückenschmerzen litt. Den Rücken spürte ich nur bei ungewöhnlichen Tätigkeiten, etwa beim Wechseln von Fahrradketten. Ich weiß nicht, ob es in erster Linie der Arbeit des Chiropraktikers oder meinem (unabhängig davon) aufgenommenen Barfußlaufen zu verdanken ist, daß es mit meinem Rücken besser geworden ist. Ist vielleicht auch unwichtig. Solange mir keiner den Beweis erbringt, daß Barfußlaufen gesundheitsschädlich ist, werde ich es nicht mehr aufgeben.
Mit freundlichen Grüßen
Michael aus Zofingen

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