| [Georgs barfüßige Unternehmungen in 2001] | [Georgs barfüßige Unternehmungen in 2000] |
Georg berichtet von allerlei barfüßigen Unternehmungen in
2001
(zusammengefasst aus Forumbeiträgen in 2001)
Barfuß im Oberberbergischen Schnee.
Hallo zusammen, die Wettervorhersage hatte es ja zeitig vorhergesagt :
Schneefall von Freitag auf Samstag und auch tagsüber - bis morgen warmer Regen
die weiße Pracht dahinschmelzen lassen wird. Leider begann in Köln das Regnen
und Schmelzen schon morgens, aber östlich von uns, im Bergischen Land, sollte
doch noch welcher zu finden sein !? Jedenfalls war mir eindeutig nach Barfuß-im-Schnee
und der Tag auch nicht weiter verplant.
Allein - wie es mit Familie so ist : bis die Entscheidung zwischen Mitkommen und
Zuhausebleiben gefallen war, war es schon später Mittag geworden - und die
Wintersachen auch nicht sofort griffbereit. Unser Elfjähriger hatte tatenfroh
seinen Schlitten angeschleppt und erwartete natürlich eine einschlägige
Gelegenheit - aber das wunderschön verschneite Oberbergische war merkwürdig
menschenleer. Erst im Skigebiet Blockhaus (bei Eckenhagen, wer sich auskennt)
waren auf einer abgelegenen Piste andere Rodler zu finden, aber die Zeit auch
schon recht fortgeschritten, als wir uns von ihm verabschiedeten mit dem
Versprechen, ihn wieder abzuholen.
Als ich endlich sicher sein konnte, gehen zu können statt stehen zu müssen,
verstaute ich meine Schuhe im Rucksack und genoss das Gehen im frischen
Neuschnee - einfach ein absolut tolles Gefühl und - bekanntlich - nur die
ersten Minuten als kalt empfunden. Allerdings sank ich im Neuschnee ständig
etwas ein, sodass die Oberseite der Zehen und des Fußes ständig Schneekontakt
hatten. Ich hatte früher schon einmal beobachtet, dass diese deutlich weniger
gut isoliert sind als die Fußsohlen (der "Schwarte" sei Dank), aber
unangenehm wurde auch dies nicht.
Es war recht diesig, dunkle Niederschlagswolken senkten sich auf die Berge, und
schon nach einer knappen Stunde Gehens dämmerte es. Weil ich mir Sorgen um
unseren Rodler machte, verabredete ich mich mit meiner Frau am Auto und eilte
den Weg zum Rodelhang - und eilig, wie ich war, schien mir ein Laufschritt genau
richtig.
So kam ich zu meinem ersten Schneejoggen und war auch hiervon absolut begeistert
- Schnee gibt leicht nach, sodass der Auftritt etwas gedämpft wird, erlaubt
aber auch ein kräftiges Abdrücken nach vorne. Tatsächlich konnte ich so
geradezu leichtfüßig bis zum Rodelhang laufen (mit Schuhen hätte ich diesen
Schritt sicher nicht beibehalten können) und anschließend mit unserem Jüngsten
zurück zum Auto gehen.
Leider kam ich so "nur" auf eine dicke Stunde barfuß im Schnee - bei
den guten Bedingungen mit Neuschnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt hätte
ich gerne einmal ausgelotet, wie lange ich es denn barfuß im Schnee aushalte
...
Ich hatte gestern Nachmittag in der Kölner Zentralbibliothek allerhand zu
erledigen. Da schwitzende Füße die Konzentration eh' nur stören, habe ich
Clogs und Strümpfe, die ich für den Weg dorthin angezogen hatte, gleich unter
dem Tisch gelassen und insofern ungestört gearbeitet. Kurz vor Schließung des
Hauses um 18.00 Uhr habe ich sie wieder angezogen, im Erdgeschoss meine
Ausleihen geregelt und die entliehenen Bücher am Schließfach eingepackt.
Als ich schwer bepackt das Haus verlassen wollte, sah ich eine junge Frau barfuß
in der Schlange für die Verlängerungen anstehen; ihre nicht mehr ganz sauberen
Füße verrieten, dass sie barfuß gekommen sein musste. Ich entschloss mich,
sie kurz anzusprechen und auf das Forum aufmerksam zu machen, und zu diesem
Zweck vor der Bibliothek auf sie zu warten.
Doch daraus wurde leider nichts, denn an der elektronischen Sperre begann meine
Büchertasche zu piepen, und obwohl der Türsteher sofort den richtigen Gedanken
hatte (Buch aus dem Archiv mit Entcodierungsproblemen), dauerte seine Kontrolle
doch so lange, dass die Barfußläuferin das Haus schon verlassen hatte.
Hoffentlich war es nicht die erste und letzte Barfußbegegnung 2001 in Köln !
Füße an alle Georg [24. 02. 2001]
Eine Februar-Barfüßerin in Köln ist auf
jeden Fall ein gutes Vorzeichen für den bevorstehenden Frühling!!
Die junge Dame braucht uns wahrscheinlich auch nicht, weil sie den Mut schon von
ganz alleine aufbringt!
Ich würde auch nur dann Kontakt aufnehmen, wenn ich selbst barfuß unterwegs wäre.
Nur dann ist man wirklich glaubwürdig -- mit Schuhen ist man nur einer von
vielen, die unbedingt die bloßen Füße kommentieren wollen. Schlimmstenfalls
kommt es vielleicht sogar als lästige Anmache rüber.
Sehen wir also zu, dass wir nie auf dem falschen Fuß erwischt werden! -- Der
falsche Fuß ist natürlich immer der mit Schuhen an den Füßen ;-))
Serfuß, Lorenz
Dein Beitrag "Gelegenheit verpasst war ganz interessant. Du
kommst also aus der Gegend von Köln oder auch direkt aus Köln. Was mich
interessieren würde: Wie war an diesem Tag das Wetter bei Euch? Hier in
Würzburg herrschen nämlich schon den ganzen Februar Frost und Schnee. Also
nicht grad Barfuß-Wetter, es sei denn, man gehört zur Gruppe der ganz Harten,
wie so einige in diesem Forum. Sollte die junge Dame auch zu dieser Gruppe
gehören? Brrr ...
Neulich fragte ich mal Wolfgang, den Alt-Hippie, ab welcher
Temperatur er Schuhe anziehen würde. Antwort: "Unter 10 Grad. Aber wenns
jetzt mal neun Grad sind, ziehe ich trotzdem noch keine an." Gruß zum Fuß
bernd
Es war ziemlich frisch an diesem Februartag und die beschriebene Begegnung
bei einsetzender Dämmerung - ich schätze mal rund 5 °C.
Da ich weiter über
die junge Dame nichts weiß und mit ihr aus dem geschilderten Grund nicht ins
Gespräch kommen konnte, kann ich weitere Auskünfte nicht geben.
Serfuß Georg
Die beiden Wochen vor und nach Ostern waren ja
von bescheidenstem Wetter, aber der Mittwoch und der Donnerstag der Karwoche bei
uns zumindest trocken und so zog ich mit Teilen meiner Familie aus, einige schon
länger geplante Ausflüge zu machen. Der erste sollte nach Euskirchen führen,
wo eine alte Textilfabrik als Industriemuseum geführt wird, das ich mir gern
ansehen wollte.
Nach einer kleineren Wanderung (barfuß, versteht sich) in der Region suchte ich
das Museum und ging barfuß hinein und unser 11jähriger, der sich beim Wandern
die Schuhe gehörig eingeferkelt hatte, ebenso. Information und Kasse sind in
einem Neubau untergebracht, der eine kleine Dauerausstellung zum Spinnen und
Weben zeigt, in der wir uns nach dem Lösen der Eintrittskarte etwas umsahen und
auf die nächste Führung durch die alte Fabrikanlage warteten. Nach ein paar
Minuten kam eine der Damen von der Information und fragte freundlich, ob wir das
ganze Museum ohne Schuhe besichtigen wollten. Auf mein gespielt naives "Natürlich,
warum fragen Sie ?" antwortete sie freundlich, dass der Boden in der alten
Fabrik sehr kalt und rau sei und sie uns deshalb bitten wollte, Schuhe
anzuziehen. Mit einem freundlichen "Wenn Sie es möchten" holte ich
sie für uns beide aus dem Auto, steckte sie n einen Rucksack und deutete an der
Information vielsagend auf diesen. Der Boden der alten Fabrikhalle war barfuß
sehr interessant zu begehen und meines erachtens ohne irgendwelche Risiken -
aber kalt war es wirklich, und da alle Erklärungen im Stehen abgegeben wurden,
waren wir nach einiger Zeit doch ganz froh, wärmende Schuhe anziehen zu können.
Der Führer beachtete übrigens weder das eine noch das andere.
Tags drauf wollten wir ins Römerlager Xanten und den benachbarten Wallfahrtsort
Kevelaer - bei vielleicht 13 Grad. Da ich den Winter hindurch sehr regelmäßig
barfuß joggen und immer wieder mal barfuß wandern war, ist das eine
Temperatur, die ich schon als ganz angenehm zum Barfußgehen einstufe - und der
Sandboden des Römerlagers lud auch geradezu dazu ein. Mich interessierte die
Ausstellung im Archäologischen Park und die Infotafeln sehr, die übrigen
Besucher hingegen waren mir ziemlich egal, so dass ich hier geschrieben hätte,
dass meine Barfüße niemanden interessiert hatten - aber meine Frau
konnte es sich nicht verkneifen, mir diesen Zahn doch noch zu ziehen (sie erzählte
von Kindern, die aufgeregt zu ihren Müttern gelaufen seien, um zu berichten :
"Guck mal, da geht einer barfuß ! Baaarfuuuß!" - und die Mütter
schauten pflichtschuldigst, ob es wohl stimme ... ( - sollen sie doch, sage ich
da nur) - glücklicherweise amüsiert sich meine Frau darüber, so dass es keine
Reibungsflächen gibt).
Zu der jenseits der Durchgangsstraße - sie folgt immer noch nahezu der
Streckenführung der Römer - gelegenen Ausgrabung der Thermen muss man außen
um das umzäunte Lager und durch das heutige Xanten ehen, dessen
Kopfsteinpflasterung ich ebenfalls als sehr barfußfreundlich empfunden habe.
Auch dieser Stadtbummel bei bescheidenem Wetter bot keinerlei Anlass, - wie
gerade noch hier beschrieben - Barfußgehen in der Stadt als peinlich
einzustufen. Auch Kevelaer hat Kopfsteinpflaster - aber die Sonne ließ sich
immer seltener sehen und die Temperaturen sanken fühlbar - so dass Schuhe, ähnlich
wie am Vortag in der Fabrik, doch den Vorzug warmer Füße boten. [am 25. 04.
2001] ...
Nach den ersten Barfußtagen bei schönem Wetter gibt es auch gleich wieder
etwas zu erzählen ... Am Montag Nachmittag habe ich zum ersten Mal in 2001
unseren beiden örtlichen Supermärkten einen Barfußbesuch abgestattet. In der
Barfuß - Einkaufen - Datei des "Best of" kann man nachlesen, dass ich
das 1999 noch kategorisch ausgeschlossen hatte, aber den Sommer 2000 über war
es mir schon recht selbstverständlich geworden - und als ich im Herbst wieder
in Schuhen kam, hat mich die freundliche Metzgereichefin prompt angeflachst.
Deshalb verabschiedete ich mich von meiner Frau mit den Worten "Jetzt gehe
ich Frau ... eine Freude machen", ging im Supermarkt zur Postagentur und
dann zur Fleischtheke. Die Chefin werkelte abseits, sah mich, reckte sofort
ihren Hals schwanenartig über die Theke und strahlte von einem Ohr zum anderen,
als sie meine nackten Füße sah. Ich lächelte zurück und erzählte ihr von
meiner kleinen Prophezeiung.
Am Dienstag sind wir zum Mittelaltermarkt auf Schloss Homburg bei Nümbrecht im
Bergischen Land gefahren. Wir haben in Nümbrecht geparkt, einen kleinen Umweg
gemacht, um die Gehstrecke etwas zu verlängern und uns dann in den
Besucherstrom eingereiht. Ich blieb allerdings der einzige Barfußläufer weit
und breit, was auch etliche Male von Umstehenden konstatiert wurde (im Sinne von
ungewöhnlich, nicht abschätzig oder sonstwie negativ) und auch von den
Ausstellern tanzte beim Maitanz nur die Filzhutmacherin barfuß, obwohl der
Untergrund - lehmiger Boden mit Stroh abgestreut - geradezu nach nackten Füßen
verlangte. Aber vermutlich müssen die Aussteller auch diesbezüglich den Weg
ins Mittelalter für 2001 erst einmal wiederfinden. An der Eisdiele in Nümbrecht
stand auf dem Rückweg immerhin ein Mädel barfuß an - so dass aller guten
Dinge doch noch drei wurden.
Heute Nachmittag schließlich führte mich mein Weg wieder einmal zur
Zentralbibliothek - mit den Schuhen im Rucksack. In der Warteschlange äußerte
sich ein junger Türke besorgt, das wäre doch bestimmt ungesund (er zeigte auf
meine Füße). In solchen Fällen tut man m. E. am besten naiv, und so gab ich
mich freundlich verwundert : "Warum ?" Antwort : "Da bekommt man
doch Fußpilz !" - den Nagel habe ich ihm dann gründlich gezogen. Ich war
etwas unschlüssig, ob ich anschließend noch die Fußgängerzone durchqueren
sollte, weil ich mich dort üblicherweise barfuß nicht allzuwohl fühle,
erinnerte mich aber an die Weisheit vom "aktiven
Selbstbewusstseinstraining" und spazierte los. Kurz bevor ich die Mayersche
Buchhandlung auf der Hohe Straße erreichte, in die ich kurz hineinging, hörte
ich hinter mir (mal wieder) etwas von "ohne Schuhe". Ich schaute
gleich vornean und war etwas verwundert, als ich sah, dass ein etwa 14jähriges
Mädchen mir hinterhergegangen war und mich ansprach : "Warum gehen Sie
ohne Schuhe ?" - "Weil ich das angenehm finde und mich so wohler fühle."
Darauf schaute sie mich kurz an, sagte "Finde ich cool" und
verschwand, ehe ich den Mund sprichwörtlich wieder zu hatte und etwas antworten
könnte. Und zuhause habe ich diese Geschichte gleich meiner ebenso alten
Tochter auf die Nase gebunden, die ihren Vater bekanntlich barfuß peinlich
findet ... [am 02. 05. 2001]
Liebe Kölner Senioren, es ist keineswegs so, dass unserem Herrn Georg, wenn
er bei 20 °C barfuß mit dem Fahrrad in die Stadt fährt, seine Schuhe abhanden
gekommen wären bzw. er - wie von einem Vertreter Ihrer Bevölkerungsgruppe
vermutet wurde - "die Schlappen verloren" hätte.
Die Schuhe und
Schlappen des Herrn Georg stehen dann im Schuhschrank, langweilen sich und
befürchten, dass Gerhard S. kommen und sie beschuldigen wird, faul und an ihrer
Arbeitslosigkeit selbst Schuld zu sein.
Und liebe Kinder, wenn Ihr dem Herrn
Georg im Vorbeifahren ein fröhliches "Guck mal, guck mal, der fährt ja
baaarfuuuuß" ausbringt, dann ist das ausgesprochen fein und detailgenau
beobachtet ! Und stellt Euch vor : dem Georg macht das Spaß ! Er tut es gerne !
Und freut sich, wenn er baaaarfuuuuuß Fahrrad fahren oder
laufen laufen kann.
Und Ihr solltest es auch anfangen, die Jahreszeit ist gerade ideal dafür !
Und
falls den Jungen oder den Alten mal die Sprüche ausgehen sollten - hier wäre
noch Nachschub !
Ver-Schmitz-t
Am Freitag Nachmittag und Samstag war ich halbsdienstlich auf einem Workshop
- und am Samstag gegen 16.00 Uhr war ich - um den Sprachgebrauch meiner Tochter
zu benutzen - so "zugetextet", dass ich fast nichts mehr mitbekam.
Glücklicherweise war dann auch Schluss und ich konnte nach Hause fahren - nur
der rauchende Kopf blieb.
So habe ich denn meine Lieben die Abschiedsshow von Jürgen von der Lippe
alleine im Fernsehen gucken lassen, bin in die Wahner Heide gefahren und
eineinhalb Stunden in die Dämmerung hineingewandert.
Die natürliche Reflexzonenmassage auf dem sandigen Boden in Kombination mit
frischer Luft ließ in kurzer Zeit alle Lebensgeister erwachen - und am Ende
meiner Wanderung hätte ich auch einen weiteren Workshop überstanden ...
Und als Zugabe gab es Wild zuhauf zu sehen : Rehe, Hasen und Kaninchen und
eine ganze Wildschweinfamilie mit rund zehn Frischlingen (die aber
glücklicherweise deutlich vor mir den Weg querten, offenbar ohne mich zu
bemerken).
Als Barfüßer kommt man ja ganz natürlich daher - ohne Getrampel auf leisen
Sohlen. ...
Ich habe eine reichlich stressige Woche hinter mir und immer noch türmt sich
die kurzfristig zu erledigende Arbeit. Außerdem habe ich wegen der schwülen
Witterung nächtelang relativ schlecht geschlafen.
Ergebnis : heute gegen 16.00 Uhr ging nichts mehr, ich platt wie eine Flunder
und auch eine Runde Matratzenhorchen half kaum.
Da hilft nur eins : nichts wie barfuß raus - zumal die Gewitterfront für
angenehm feuchte Böden gesorgt hatte.
Ich bin in die Wahner Heide gefahren - und schon nach wenigen Minuten
barfüßigen Gehens kehrten die Lebensgeister zurück, die Müdigkeit verflog
und die Aufmerksamkeit kehrte zurück.
Damit sich daran auch nichts ändert - und weil es so schön ist - habe ich
mir rund 90 min dieses Vergnügens gegönnt, und auf dem Rückweg auch
Fußabdrücke gesehen, bei denen ich ziemlich sicher bin, dass sie trotz
gleicher Fußgröße nicht von mir waren ... Die gute Idee muss wohl noch wer
anderes gehabt haben ! ...
In unserer Gegend gibt es an verschiedenen Stellen die Möglichkeit, auf
Plantagen Erdbeeren selbst zu pflücken. Wir machen das schon seit einer Reihe
von Jahren, ursprünglich weil die Kinder so einen Spaß daran hatten,
inzwischen weil uns die selbstgemachte Erdbeermarmelade so gut schmeckt.
Auch die Landwirte haben dazugelernt : der rheinische Matschboden nach
Niederschlägen bekommt weder den Pflanzen noch den potentiellen Kunden, und so
werden die Furchen zwischen den Erdbeerpflanzen sauber mit Stroh abgestreut.
Mit ein klein wenig Übung ist das barfüßige Gehen auf Stroh ausgesprochen
angenehm, die Füße sind warm und werden ein wenig gekitzelt, dazu ein paar
selbstgepflückte Erdbeeren (vor dem Wiegen schon mal als Pflückerlohn gegessen
- ein ausgesprochen erfreuliches Barfußevent.
Ich glaube, es gibt noch einige spätreifende Sorten - vielleicht probiert
Ihr es ja mal aus ! ...
[Kai pries in seinem Bericht den barfüßigen Reiz des Pflasters in
Quedlinburg : Im Stadtinneren gibt es fast ausschließlich großes altes
Kopfsteinpflaster, welches für griffige Fußsohlen optimal ist. Man muss zwar
etwas auf den Boden schauen um nicht eine zwischen den Pflastersteinen
versteckte Glasscherbe zu treffen, aber ansonsten fühlt es sich einfach toll an]
und eben diesen konnte ich auf einer Reise "gen Osten" mit meiner
Frau in vollen Zügen genießen (vom Reiz des Elbsandsteingebirges hatte ich ja
schon geschrieben).
Aus verschiedenen besuchten Orten greife ich Erfurt und Freiberg heraus.
Wir waren von Köln über Limburg mit seiner schönen – gepflasterten –
Altstadt, Weilburg mit Städtchenkern und Schloss (da gibt es
barfußfreundlichen Schotter) und Bad Hersfeld (mit der großartigen Stiftsruine
und barfüßerfreundlichen Brunnen in der Innenstadt) am Abend des ersten
Reisetages dorthin gelingt und haben da übernachtet (im dortigen Etap –
Hotel, wo man sich für meine Barfüße nicht die Spur interessierte).
Den Abend haben wir im Zentrum Erfurts verbracht, und ich könnte hier jetzt
leicht ins Schwärmen geraten, denn die thüringische Landeshaupt- und
Universitätsstadt hat mir außerordentlich gut gefallen. Der alte und
großteils gut sanierte Baubestand, die übersichtliche Innenstadt, das
studentische Leben im Freien, die barfußfreundlich Kopfstein – gepflasterte
Fußgängerzone – sehr schön war das.
Übrigens waren wir auf der Rückfahrt noch einmal dort zum Abendessen auf
dem Rathausplatz und bei etwas wärmeren Temperaturen habe ich auch mehrere
Barfußläufer(inn)en gesehen.
Am nächsten Tag ging es über Weimar (fand ich im Vergleich zu Erfurt
weniger reizvoll, und das nicht nur wegen des hässlichen Splitts auf dem Weg zu
Goethes Gartenhaus) nach Sachsen mit einem Zwischenstopp in Freiberg. Wieder ein
überschaubares Städtchen, leider nicht so gut saniert wie Erfurt, aber mit
einem vielversprechenden Baubestand und reichlich Gelegenheit, barfuß über das
warme Kopfsteinpflaster zu balancieren und die Unebenheiten des
rundgeschliffenen Untergrunds zu ertasten.
Wie im Grunde überall waren Scherben in den genannten Städten so gut wie
nicht vorhanden, auch nicht in den Ritzen zwischen den Pflastersteinen. ...
In der Kölner City eröffnet dieser Tage mit viel Brummborium ein Geschäft
(genauer ein "Megastore", es lebe unser Denglisch) einer
Schuhhandelskette (G***z).
Heute lag nun meiner Tageszeitung eine dicke Beilage bei, die einer
Ergänzung bedarf : Bei den "12 Tipps für lange Freude am Schuh"
fehlt der erste und wichtigste : Schuhe möglichst oft im Schrank lassen und
barfuß gehen ! (Das kommt der Lebensdauer der Schuhe ungemein zugute !).
Durchaus erfreulich aber in der Rubrik "Kinderfüße - Tipps für
Eltern" der erste Punkt : "Lassen Sie die Kinder ruhig so oft wie
möglich barfuß laufen. Vorausgesetzt natürlich, das Klima lässt dies
zu."
Beim allgemeinen Missversändnis hierzulande über zum Barfußlaufen
geeignete Klimabedingungen ist der erste Satz gar nicht sooo schlecht für das
Schuh - Geschäft. ...
Am Freitag habe ich mit meiner Familie einen Tagesausflug an die
holländische Küste (Domburg / Provinz Zeeland) unternommen. Wir waren zwar recht lange unterwegs, aber zur Feier des schönen
Herbstwetters (Temperaturen über 20 °C) wollten wir uns das gönnen.
Ich fand es wunderschön, barfuß an der Küste durch den Sand und vor allem
durch das noch erträglich warme Meerwasser (ich musste - und wollte - ja nur
mit den Füßen hinein !) stapfen zu können und auch meine Lieben (außer
unserem Ältesten, der unbeirrt in seinen Niketretern daherstapfte) empfanden es
so.
Da war unsere Familienquote (80 % barfuß) jedenfalls viel besser als die
Barfüßerquote am Strand insgesamt, die wohl bei 5 % gelegen haben mag. Denen
schien es dafür aber umso mehr Spaß zu machen, irgendwie wirkten sie
fröhlicher auf mich als die vielen beschuhten und gar gummistifelbewehrten
Zeitgenossen.
Der Rückweg durch die Dünen war barfußtechnisch nicht ganz so schön, da
man den Weg streckenweise mit grobem Asphalt - eher unerfreulich - oder mit
einem Material aus geschredderten Muscheln - für mich recht angenehm, aber für
Ungeübte wahrscheinlich auch kein Knüller - gesichert hatte.
Und beim anschließenden nachmittäglichen Städtchenbummel waren auch
zumindest einige barfüßige Kinder zu entdecken, die auf Schuhe offenbar
ähnlich prächtig verzichten konnten wie ich. [14. 10. 2001]
Erfrischte Füße
Georg
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Georg berichtet von allerlei barfüßigen Unternehmungen in 2000
(zusammengefasst aus Forumbeiträgen in 2000)
3. Januar - 1. Barfußtag. Hallo Forum, der
Zeitungsartikel über Wellness und Mode gab vielleicht mit den Ausschlag dafür,
dass ich heute etwas für mein Wohlbefinden getan habe (zumal mich eine
Magenverstimmung plagt) und den ersten Barfußgang des neuen Jahres gemacht habe
: eine Stunde bei 8° Außentemperatur über Wiesen, Sand und Waldboden ... ein Genuss
! Die Bodentemperatur fand ich erfrischend, keineswegs kalt - was
vielleicht auch daran liegt, dass ich zwischen Weihnachten und Neujahr einige
Male barfuß im Schnee war. Zur Nachahmung empfohlen ! ...
Hallo zusammen, das Frühjahr ruft nach Gewichtsverringerung und verbesserter
Kondition. Da dürfen kleine Rückschläge im Wetter - wie in der vergangenen
Woche - nicht irritieren.
Dank gehabter Übung ist Barfußjoggen bei knapp 10
°C kein Problem für mich, aber doch geeignet, manche Mitmenschen zu Reaktionen
zu verleiten.
Kurz hintereinander bewarben sich drei Kandidaten um Aufnahme in
diesen Bericht :
1) weibliche Stimme, ausrufend : "Huuuhwahaha";
2)
männliche Stimme, normale Lautstärke : "Guck mal, der läuft barfuß. Das
ist gesund !"
3) männliche Stimme, ebenfalls normal laut : "Wie ein
Indianer."
Hier nun meine Wertung :
Die Kandidatin zu 1) äußert sich
unqualifiziert und sachunangemessen; sie verleiht dadurch ihrem eingeschränkten
Einfühlungsvermögen Ausdruck und kann sich nicht für die nächste Runde
qualifizieren.
Der Kandidat zu 2) zeigt sich als informierter Beobachter und
gibt ein sachlich fundiertes Urteil ab. Dies bringt ihm die Teilnahme an der
Endrunde.
Der Kandidat zu 3) schließlich würdigt die eindeutige Beobachtung
keines unnötigen Wortes und blickt sofort über die Grenzen des Rheinlandes und
den Atlantik hinweg; er erweist sich dadurch als Weltbürger und ist automatisch
für die Teilnahme an der Endrunde qualifiziert. Und außerdem gefällt mir der
Indianervergleich - denn von deren Verhältnis zu Natur und umwelt könnten wir
uns eine ganze Menge abschauen.
Bleibt nur die Frage, welche Herausforderung in
der Endrunde für die Kandidaten zu bewältigen wäre. Vielleicht eine Schar
Barfüßer im Schnee ? ...
Der Mann hat bestimmt Schweißfüße ... Erklärungsversuch
einer jungen Mutter am Samstag Nachmittag.
Hallo zusammen, habt Ihr auch das Vorfrühlingswetter am Wochenende dazu
genutzt, in Vorfreude auf dauerhaft milde Temperaturen einige Barfußkilometer
zusammenzulaufen ? Für mich waren es keineswegs die ersten in 2000, aber mit
heute einschließlich war ich doch an drei Tagen hintereinander zeitweise barfuß
unterwegs, und dazu bestand bislang doch keine Gelegenheit.
Am Samstag wollten unsere Söhne mit ihrer Mutter (einer gebürtigen Leverkusenerin) auf die Jahreskarte meines verreisten Schwagers zum Spiel
"vom Bayer", wie man dort in schönster Rheinischer Grammatik
formuliert. Ich habe sie dort abgesetzt und die Zwischenzeit bei rund acht Grad
zu einer Wanderung auf bloßen Sohlen entlang des Mutzbachs im rechtsrheinischen
Kölner Norden genutzt (ich wollte schließlich in diesem Winter einige
empfehlenswerte Barfußwanderstrecken in Köln erschließen).
Hin und zurück gut zwei Stunden unterwegs zu sein war durchaus erfreulich, auch
wenn ich witterungsbedingt der Versuchung, ein Stück durch den dazu recht
geeigneten Bach zu waten, lieber widerstanden habe.
Am Sonntag haben wir dann gemeinsam eine neue "Tippeltour" (insgesamt
sind es ja 200) in der Voreifel / Raum Euskirchen ausprobiert, der Rest der
Familie doch lieber in Schuhen. Der Weg führte an einem kleinen Stausee vorbei,
offenbar ein beliebtes Ausflugsziel der Euskirchener, was meinen nackten Füßen
erhebliche Öffentlichkeitswirkung verschaffte - jedenfalls wurde allenthalben
verstohlen geblickt, ob das wirklich stimmt, dass da einer barfuß läuft. Glücklicherweise
stört mich das so gut wie nicht mehr - zumal wir unsererseits ja auch die
Kindergruppe mit einheitlich knallgelben Daunenjacken und meist dunkler
Hautfarbe bestaunt hatten (sie waren uns halt aufgefallen, was ja nichts
Negatives an sich ist - und so ging es mir mit meinen Barfüßen eben auch ...
Und sobald der gemeine Sonntagsspaziergänger (homo spazieriens communis) in der
Phase zwischen Schweinebraten und Sahnekuchen sich an der bevorstehenden
Scheidung von Tante Jutta und dem Wetter sattgequatscht hat, braucht er eben
auch ab und an ein neues Gesprächsthema).
Amüsant eine kleine Begebenheit am Rande : wir haben an einem schönen, aber
matschigen Spielplatz eine Pause eingelegt. An der Nachbarbank regte sich ein
Vater furchtbar auf, weil sein etwa dreijähriges Kind in eine Pfütze getreten
war und - praktisch denkend, vielleicht auch von meinem Beispiel animiert -
jetzt Schuhe und Strümpfe ausziehen wollte. Vater sah aber schlimmste
Erkrankungen kommen und zeigte sich unerbittlich, während ich meine Barfüße
in die Sonne streckte ... (Ehe eine(r) fragt : ich habe mich nicht eingemischt -
so wie ich es von den anderen auch erwarte).
Und heute habe ich (trotz schon eingesetzten Regens) noch ein Barfußjogging
absolviert - lieber nass und barfuß als bei wieder sinkenden Temperaturen
trocken in Schuhen !
Hoffentlich lassen die nächsten milden Tage nicht allzu lange auf sich warten
... aber acht oder mehr Grad sind im März ja hoffentlich schon häufiger drin.
...
Da hab' ich aber Glück gehabt ! Hallo
zusammen, am gestrigen Samstag ist meine Familie noch einmal zum Fußballspiel
von Bayer Leverkusen ausgerückt (der Jahreskarte - inhabende Schwager ist aus
dem Urlaub noch nicht zurück). Und ich wollte derweil den gleichen Weg wie vor
zwei Wochen entlang des Mutzbachs gehen, um ihn zu beschreiben zu können -
hatte er sich doch als sehr barfußfreundlich und interessant zugleich erwiesen
: kleiner botan. Garten, Tierpark, Bach zum Durchwaten, zwei Schwimmbäder,
großer abwechslungsreicher Spielplatz - also alles was den barfüßigen
Familienausflug zum Erlebnis werden lässt. Nach einem guten Wegstück, irgendwo
im Tierpark und nahe dem Bach, fielen dann meine bloßen Füße einem etwa
vierjährigen Mädchen auf, das gleich "Opa, guck mal, der Mann hat nackige
Füße" rief. Bei Temperaturen im zweistelligen Bereich war sie selbst
eingepackt wie zur Polarexpedition - kein Wunder, dass sie erstaunt reagierte,
und kein Anlass für mich, ihre Äußerung näher zu beachten, wenn nicht ... Um
mich unterwegs auf das Gehen statt des Schreibens zu konzentrieren, hatte ich
nämlich ein Diktiergerät mitgenommen und hielt es in meiner rechten Hand. Das
hat die Kleine glücklicherweise nicht gesehen; denn mit Diktiergerät am Bach
"erwischt" zu werden, dabei wäre ich mir ziemlich blöd vorgekommen,
aber barfuß ist völlig OK ! ...
Hallo zusammen, ich war zwar schon viele
Stunden in 2000 barfuß unterwegs, aber die Witterung und / oder das Bemühen,
nicht so schnell zum Gesprächsthema des Ortes zu werden, haben dafür gesorgt,
dass auch am Wochenende mir immer mal beschuhte Passagen dazwischen kamen.
Gestern fand ich es aber endgültig ausreichend frühlingshaft, um barfuß
Brötchen einkaufen zu gehen, und auch den Rest des Tages blieb ich barfuß. Wir
haben einen Ausflug an die Ahr gemacht, um eine kleine Wanderung im Flusstal zu
machen. Unser jüngerer Sohn erkundigte sich sofort interessiert, ob wir denn in
den Wald gingen, und erklärte auf meine Rückfrage, dass er barfuß in den Wald
zu gehen besonders schön fände.
Obwohl ich ihm diesbezüglich nicht viel Hoffnung machen konnte, ging auch er
barfuß. Und nach einem guten Stück zog auch der große Bruder nach (richtiger
wäre : zog aus), so dass wir streckenweise immerhin sechs nackte Füße zu
bieten hatten. Es kam dann allerdings genauso, wie ich es neulich mal
geschrieben hatte : ich hatte nur einen kleinen Rucksack mit, in den seine
Schuhe nicht mehr passten, und weil er das Tragen der Schuhe irgendwann leid
war, zog er sie halt wieder an. Unser Barfußlaufen erregte eher mäßiges
Interesse; interessant fand ich, dass mehrfach halblaut die Vermutung geäußert
wurde, wir hätten uns in unseren Schuhen Blasen gelaufen und gingen deswegen
barfuß ... Das kann man doch viel einfacher haben : sofort barfuß gehen und gar
nicht erst Blasen bekommen ! ...
Barfuß am Rhein unterwegs. Hallo zusammen, dass ich für das Wochenende noch in
Bonn - Bad Godesberg einige Fragen zu klären und die Wettervorhersage für den
gestrigen Mittwoch einen schönen Tag vorhergesagt hatte, sollte sich doch zu
einem schönen Barfußspaziergang am Rhein entlang verbinden lassen - war
jedenfalls mein Gedanke zu Beginn der Woche.
So parkte ich mein Auto am Parkplatz Rheinaue - da wo man in der guten alten
Bonner Zeit den Großkopferten bei Start und Landung ihrer Hubschrauber zusehen
konnte - und ging über die Brücke ins Rechtsrheinische, um am rheinaufwärts
Richtung Dollendorf zu spazieren. Wege und begleitende Wiesen, auf kleineren Stücken
auch begehbare Uferflächen mit Sand- und Kiesbelag luden zum Barfußgehen ein,
aber außer mir hatte niemand äußerlich erkennbar diese Einladung auch
angenommen.
Dass die Wettervorhersage stark übertrieben hatte (es war wolkig, aber
wenigstens mild und trocken), war mir an der Autofähre ganz lieb; vor dem
Begehen heiß gewordener Metallplatten scheue ich doch zurück. So war es aber
eine nette Unterbrechung des Ganges. In Bad Godesberg hatte ich ein
Planungsgespräch in einem Gastronomiebetrieb zu führen, wo man mich schon seit
Jahren kennt. Die Wirtin begrüßte mich mit den Worten : "Hallo, och, guck
mal, der Herr ... kommt bläck fööss" (rheinisch für barfuß, kommt von
blanke Füße). Ich antwortete : "Sie kennen mich doch schon so lange, hier
muss ich mich nicht mehr verkleiden", was sie erkennbar als Kompliment (!)
auffasste (Merke : soo kann man Barfüßigkeit durchaus auch verstehen).
Der Rückweg auf der linksrheinischen Seite verlief ähnlich entspannt und barfußfreundlich
wie der Hinweg. Unterwegs erkundigte sich ein auf einer Parkbank sitzendes Mädchen
von vielleicht 17 Jahren: "Ist das nicht kühl ?" Ich antwortete
verneinend und hatte den Eindruck, sie wollte ein Gespräch zum Thema anfangen,
aber der neben ihr sitzende Möchtegern - Lebensabschnittsbegleiter sah mich
schon missmutig an, so dass ich - um dem jungen Glück keine bloßen Sohlen in
den Weg zu werfen - mich verabschiedete (einen Flyer von Lorenz hatte ich leider
nicht mit).
Fazit : Ein erfreulicher Barfußnachmittag - wie schon viele in diesem Jahr.
Herzliche Füße an alle Barfußläufer Georg
Hallo zusammen, meine Familie hat von einem
wohlmeinenden Freund einen dieser kleinen Roller geschenkt bekommen, die man
jetzt häufiger sieht (Rollbrett mit Lenker).
Gestern habe ich eine kleine Probefahrt gemacht und war selbstverständlich
barfuß. Während ich in letzter Zeit den Eindruck hatte, dass sich niemand mehr
für meine nackten Füße interessiert (was mir ja auch recht ist), war diese
Fahrt nun offensichtlich wieder spektakulärer. Ich bemerkte diverse Blicke und
hörte zwei junge Ausländer, die - allerdings in freundlichem Ton -
kommentierten : "geile Nikes !"
Zum Rollerfahren gehört also - wie es scheint - ein beschuhtes Outfit; ich kam
jedenfalls barfuß bestens zurecht - zumal man ja die Füße ggflls. hochnehmen
und rollen lassen könnte. Übrigens war ich zu sehr mit dem Roller beschäftigt,
um schlagfertig auf den Nike - Spruch zu antworten. Nächstes Mal antworte ich :
"Eine einmalige Spezialanfertigung, sündhaft teuer, kann man mit Geld gar
nicht bezahlen !" (was auch stimmt !)
Vielleicht gerät ja auch ein Markenfreak mal ins Nachdenken ... Serfuß Georg
Mein lieber Georg, ich bewundere Deinen Mut!
Ich habe auch so ein Ding bekommen und war ebenso barfuß. Dummerweise war ich
etwas schnell, so dass ich abbremsen musste ... barfuß. Aua kann man da nur
sagen.
Ich finde mit Schuhen hat man einfach einen besseren Halt auf einem solchen
Roller. Ich wünsche Dir noch viele verletzungsfreie Fahrten!! Gerrit
Hallo zusammen, seit rund vier Monaten gehe ich in unserem Ort regelmäßig
barfuß einkaufen (das hätte ich übrigens vor einem guten Jahr noch für
völlig ausgeschlossen gehalten) und komme immer am Ladenlokal eines
Schuhmachers vorbei, der mich auch oft barfuß gehen sieht.
Jetzt zeigt der Mann
eine klare Rette - was - zu - retten - ist - Panikreaktion : In seinem
Schaufenster hängt ein Plakat "Schuhe zum halben Preis". Das kann
doch nur daran liegen, dass er befürchtet, in nächster Zukunft nur noch
Barfüßer zu sehen und auf seinen Schuhen für immer sitzen zu bleiben !
Serfuß Georg
[Milde Temperaturen im Dezember 19 Grad, Sonne: Barfuß - Wetter zum 1.
Advent]
Dieser Pressefund trifft sich ganz gut, denn ich hatte heute ohnehin von
meinem langen Barfußherbst schreiben wollen.
Zwar habe ich es aus Rücksicht
auf meine desinformierten Mitmenschen unterlassen, in den letzten Wochen barfuß
einkaufen zu gehen, aber für barfüßiges Jogging oder auch Barfußwanderungen
waren mir die Temperaturen auch den ganzen November über mild genug. Vorgestern
z. B. habe ich - motiviert durch eine dann doch nicht ganz treffende
Wettervorhersage, die Sonnenschein und 18 Grad versprochen hatte, aber leider
blieb es bedeckt und auch 5 Grad kühler - Zeit gefunden, um nachmittags
ausgiebig barfuß durch den rechtsrheinischen Kölner Grüngürtel zu gehen und
- auch erfolgreich - an Barfußwanderwege - Vorschlägen zu experimentieren.
Die
Leute, die mir dabei begegneten, bemerkten meine baren Füße längst nicht
immer - wenn doch, waren sie etwas erstaunt (was man ihnen ja auch nicht
verübeln kann, da ich vermutlich der einzige Barfußwanderer war, den sie je
gesehen hatten - und das dann noch Ende November), aber keineswegs unhöflich.
Beim Joggen hörte ich zu meinem Erstaunen auch keine Kommentare, mit einer
positiven Ausnahme, die die Abhärtung in Kneippscher Manier lobte.
Ach ja - da
wären dann noch meine Füße. Die hätten es bei 10 Grad schon ganz gern etwas
wärmer - jedenfalls anfangs, wenn die Durchblutung noch nicht komplett in
Schwung ist - aber in Schuhen hätte ich vor wie nach viel weniger Spaß an der
Bewegung !
Mal sehen, wie lange mein Barfußherbst noch hält ... aber für
Pflanzen und Tiere wäre es sicher besser, wenn jetzt der Winter käme. ...
Georg hat übrigens auch 1998 und 1999 berichtet.
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