[Eva lernt das Barfußlaufen immer mehr schätzen] [Eva besuchte barfuß ein Esotherik - Seminar]

Eva lernt das Barfußlaufen immer mehr schätzen
(Forumbeiträge seit Winter 2000 / 2001)

Öko-Mensch und schwarze Sohlen passen sehr wohl zusammen: Ein Öko-Mensch lebt ökologisch, wo es sich ökologisch leben lässt, er passt sich seiner Umwelt an, wo er es nicht ändern kann. Öko-Menschen sind nicht unbedingt die Leute, die aufm Land draußen leben, Subsistenzwirtschaft betreiben und auf alles verzichten.
Ich halte mich für einen Bio-Menschen: Ich kaufe Lebensmittel aus ökologischem Anbau, verzichte auf ein Auto, heile meine Krankheiten mit natürlichen Methoden, habe Sparbirnen in der Deckenleuchte, ... Aber ich habe bspw. auch einen Computer, der teilweise den ganzen Tag läuft. Ökologisch leben heißt für mich auch: Im Einklang, in Harmonie mit meiner Umwelt (nicht mit nur mit der Natur!) leben und in diese Harmonie passt das Barfußlaufen, auch auf Teerstraßen, hervorragend hinein: Es verhindert, dass sich meine Füße zum Ungunsten meiner Gesundheit entwickeln; was ja durch (falsche) Schuhe passieren kann. ...
Ich habe drei Jahre meiner Kindheit in Südamerika verbracht und bin dort fast ausschließlich barfuß gelaufen. Ernste Verletzungen hatte ich nie. Das einzige unangenehme waren die Sandflöhe, die man sich immer rausstechen musste. ... Meine Eltern sind '83 nach Argentinien ausgewandert. Ich habe dort auch drei Jahre gelebt und bin '86 nach Deutschland zurückgekehrt und bei meinen Großeltern aufgewachsen.
Meine Eltern leben in Misiones, direkt an der Grenze zu Brasilien, ca. 300 km von den Iguazú-Wasserfällen entfernt. Dieses Jahr ist es mir zum ersten Mal nach fünfzehn Jahren möglich, dieses schöne Land wieder zu bereisen. Anfang April werden mein Mann und ich wohl starten und dann eine dreiwöchige Rundreise dort unternehmen. ...
Barfußmäßig mache ich zur Zeit kleine Fortschritte :): Vor ein paar Tagen war ich 'mal kurz in München und fand dort, zwischen dem eigentlichen Grund meines Besuches, ein paar Minuten Zeit, um es auszuprobieren, wie es sich denn so im Schnee laufen lässt.
Das Laufen ist ja kein so großes Problem, das Stehen im Schnee ist das eigentlich unangenehme. Seit der Erfahrung mit dem Schnee laufe ich zu Hause nur noch barfuß. - Gestern sind mein Mann und ich einkaufen gegangen; ich habe mir keine Socken, sondern nur Birkenstocksandalen angezogen. Da es ziemlich kalt war, empfand ich das anfangs als äußerst unangenehm, aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran und es stellt sich sogar ein Wohlgefühl ein. ...
Mein Mann hat momentan ziemlich viel um die Ohren, aber vielleicht meldet er sich hier 'mal. - Gestern, als ich heimkam, habe ich ihn zum ersten Mal barfüßig zu Hause "ertappt". :)
Ich selbst habe das Wochenende in Aalen und Schwäbisch Gmünd verbracht. Samstag morgen regnete es ziemlich. Ich hatte leider keinen Regenschirm dabei und nur Birkis mitgenommen. Also zog ich Socken und Schuhe aus. Nach zweihundert Metern kapitulierte ich schändlich ;-) und entschloss mich, lieber bei meinen Kommilitonen samt Prof. nass und verlottert, als mit abgefrorenen Füßen anzukommen.
Die harten unter Euch genießen weiterhin meine grenzenlose Bewunderung! ...
Ich würde gerne 'mal 'ne längere Tour barfüßig unternehmen. Falls jemand Interesse hat, würde ich dafür die Volkswanderung in Nijmegen in Holland vom 17.7. bis 20.7. bevorzugen. Es werden täglich Strecken von 30 km bis 50 km angeboten.  - Ich habe bislang zweimal beschuht an Volkswanderungen teilgenommen, einmal 84 km an zwei Tagen und einmal 104 km an drei Tagen. Nach dem ersten Mal konnte ich kaum noch laufen, so schlimm waren meine Füße mit Blasen übersät. Mich würde es reizen, zu erfahren, wie das barfüßig aussehen würde. ...
Jemand, die das Barfußlaufen immer mehr schätzen lernt
Eva

Heute musste ich am frühen Abend zu einer Veranstaltung der FernUni in Nürnberg. Nachdem mein Rückweg ausm Städtle am Mittag schon barfüßig verlaufen ist, musste ich es gleich noch mal ausprobieren: Ich bin durch die halbe Stadt mit der U-Bahn gefahren.
Ich wusste gar nicht, wie ich mich verhalten soll. Meinen Kopf habe ich in ein hochwertiges Kostenrechnungsbuch gesteckt, mich gerade hingesetzt, versucht, cool auszusehen und in mich hineingegrinst.
Meine Kommilitonen hatte ich auch noch nie gesehen, weil ich die Veranstaltungen der FernUni in Nürnberg in diesem Semester noch nie besucht hatte. Ich war natürlich als erste vor dem Raum. Dann sind sie gleich im Pulk gekommen. Via sms hatte ich zu dem Zeitpunkt zu einem aktiven Barfuß - Läufer Kontakt aufgenommen; hat mir schon ein bissl geholfen (thanks to mike!, falls er hier zufällig mitliest). Ich habe mich mit meinen Kommilitonen dann aber recht normal über das Studium unterhalten. Es kamen auch keine negativen Reaktionen, um nicht zu sagen: keine.
Auf dem Rückweg stellte ich wieder das gleiche Bild dar: Kopf ins Kostenrechnungsbuch nach dem Motto "Kopf in den Sand, dann kann dir nichts passieren". Ich weiß nicht, wie ich allein durch dieses Verhalten schon aufgefallen bin. Jedenfalls war ich froh, als ich dann auf der nächtlichen Straße und ich nicht mehr den Blicken der Öffentlichkeit ausgesetzt war.
Ich hab ja hinterher so über mich lachen müssen und tu's immer noch. *smile*
Ich wünsch anderen, die so einen Trip zum ersten Mal unternehmen, einen kühleren Kopf und viel Ruhe. - Ich bin ja 'mal gespannt, wie die nächsten Male verlaufen.
Viele herzliche Füße Eva [am 09. 03. 2001]

Na da hast mir auf jeden Fall schon was voraus, weil obwohl ich jetzt auch schon im Winter barfuß herumrenne, traue ich mich partout nicht in den Öffis so aufzutreten!
Ich fühle mich schon sowieso in Menschenmengen nicht wohl, und wenn da auch noch einige wegen meiner bloßen Füße schauen täten, dann wär' mir gleich noch komischer!
Schaun eh schon alle nur deswegen, weil ich bis in den Winter ohne Jacke und mit einer Joggerhose unterwegs bin, ich jogge nämlich nach der Arbeit noch eine ganze Weile nach Hause, weil's mir Spaß macht.
Aber was die Schuhe angeht, da bin ich sogar im Hochsommer zumindest mit Sandalen in den Öffis, ganz ohne taugt's mir einfach nicht. Wie gesagt, nur dann, wenn ich rennen kann und nicht zu lange den selben Leuten "ausgesetzt" bin! *g*
Schöne Füße Robert

Hi Eva, jetzt ist eben auch die Zeit gekommen, um den Barfußtrend für dieses Jahr in Gang bringen!
Mein Kompliment für Deinen Mut! Nur so gewöhnen sich die Leute frühzeitig an den Anblick bloßer Füße und finden es im Mai dann überhaupt nicht mehr hinsehenswert, wenn wir alle unbeschuht losziehen.
Ich gehe davon aus, dass einige Hundert von den Lesern und Schreibern dieses Forums da mitmachen -- und etliche Leute, die beim Hinschauen auch Lust bekommen und aus den Schuhen schlüpfen!
Das ist kein Massentrend, aber die Öffentlichkeit ist ja durch diverse letztjährige Presseartikel schon darauf vorbereitet, dass es einen Barfußtrend geben soll. Also müsste sich das mit dem erstaunten Hinschauen bald erledigen!
Mein Beitrag zu diesem Trend war vorgestern auf Dienstreise das barfüßige Frühstück im Dorint - Hotel in Mannheim -- natürlich frisch gebadet mit frischem T-Shirt und sauberer Jeans. So hatte die Dame am Eingang des Frühstücksraum, die nach den Zimmernummern fragte, auch keinerlei Probleme mit meinem Outfit, ebenso wenig die übrigen Gäste.
Die Leute haben alle Wichtigeres zu tun, als sich mit fremden Füßen zu befassen!
Ich freue mich auf den Frühling!
Serfuß, Lorenz

Hi Eva, gratuliere, dass Du Dich überwunden hast, barfuß per U-Bahn unterwegs zu sein.
Ich finde öffentliche Verkehrsmittel barfuß auch immer etwas "speziell", da man sich darin ja nicht bewegt und den Gegenüber, seine Zeitung, etc. fast zwangsweise mustert.
Ohne Schuhe fällt man in den Öffis schon besonders auf, bilde ich mir zumindest ein.
Zu dieser Jahreszeit war ich aber noch nie barfuß öffentlich unterwegs. Gestern reichte es mir gerade zu einer Viertelstunden draußen. Viel Erfolg beim Fernstudium!
Kai

Hi Kai! Dann versuch es doch 'mal in öffentlichen *blinzel*.
Ist ein echter Härtetest. Hätte gar nicht gedacht, dass ich mich derartig verunsichern lasse. In Birkenstocksandalen habe ich solche Probleme nicht. ALLEN vielen Dank für die Gratulationen! Und auch Euch vielen Dank für die Unterstützung!
Ich wäre sicher nicht so schnell barfuß in die Stadt gegangen, gäbe es Eure Berichte nicht.
Ganz herzliche Grüße Eva

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Eva besuchte barfuß ein Esotherik - Seminar
(Forumbeiträge im Sommer 2001)

In den letzten Tagen war ich auf einem Esotherik-, Massage- und Psychologie-Seminar (so ganz kann ich das nicht einordnen, da es sehr vielseitig war).
Als barfuß-Läuferin war ich natürlich sowas wie 'ne Attraktion :-).
Ich wollte denn 'mal in der Mittagspause barfüßige Erfahrungen anbieten. Geplant war der gestrige Samstag. Leider waren die anderen in der Mittagspause derartig mit Massagen und astrologischer Beratung beschäftigt, dass daraus nicht allzu viel wurde. Lediglich unsere Seminarleiterin und mein Mann machten mit mir ein barfüßiges Führen mit verbundenen Augen durch die Wiese.
- Was lerne ich daraus? ;-) Sobald ich zukünftig irgendwo Interesse rieche, werde ich schon ein vorbereitetes Programm parat haben. Dieses werde ich mir in den nächsten Wochen anhand u.a. von Lorenz homepage zusammenstellen.
Aber es ist ja nichts umsonst :): Als die Tage schließlich schön wurden, fanden sich immer mehr, die die morgendlichen Qi-Kong-Übungen barfüßig in der Wiese absolvierten. Eine Teilnehmerin entdeckte ihre alte Liebe zum barfuß-Laufen und man sah sie nun auch öfters ohne Schuhe und unsere Qi-Kong-Lehrerin entpuppte sich ebenfalls als jemand, die das barfuß-Laufen liebt und schätzt.
Gestern war ich schon in warmer Asche herumgewuhlt. Heute morgen bildete ich mir ein, dass ich das gleiche wieder in der Asche vom gestrigen Lagerfeuer machen könne. Unsere Seminarleiterin ging einfach durch. Ich ging hinterher und begann meine Füße genüßlich hineinzustecken. Allerdings sprang ich wieder erschrocken aus dem Ascheberg: Kohlen glühlen lange nach, was? ;)
Verbrennungen konnte ich allerdings keine erkennen und ich lief dann noch zweimal drüber; das Stehenbleiben jedoch ersparte ich mir. Diese, meine erschrockene Aktion hielt jedoch die restlichen Teilnehmer davor zurück, die Asche auch einmal mit bloßen Sohlen zu erspüren. - Ein paar Stunden später befühlte ich die Asche nochmal mit bloßer Hand und es gab immernoch Stellen, wo ich nicht freiwillig tiefer hineingelangt hätte.
Einen freundlichen barfüßigen Gruß
Eva H.

Immerhin zeigt diese Erfahrung doch auch, daß nackte Füße nur sehr kurzfristig zur (Haupt-) Attraktion taugen und ebenso schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen wird. Für Dich war's jetzt zwar doof, da Du Dir umsonst Mühe gemacht hast, aber auf der anderen Seite ist das eigentlich der Zustand, den wir uns alle wünschen: Barfuß genausoviel und genausowenig im Alltag beachtet zu werden wie beschuht.
Serfuß, Jörg (Hanna)

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