[Christophs "optisches Fußhandicap" stört] [Er springt ins "kalte Wasser des barfuß - outings"]

Christophs "optisches Fußhandicap" stört ihn beim Barfußgehen
(Forumbeiträge seit Sommer 1999)

Tach! Ich schreibe heute zum ersten male in dieses forum. ich beobachte es allerdings schon einige zeit. folgendes ist mein problem und ich hätte gern gewusst, wie die echten "Barfuß - freaks" darüber denken:
ich habe von klein auf (vererbt) die kleine zehe beider füße seitlich unter die vorletzte geschoben. dieser fehler ist leider wie gesagt vererbt. es steht die vorletzte nun also etwas hoch. was natürlich auffällig ist. da ich allerdings ein großer barfuß - fan bin, habe ich meiner vorliebe bis dato immer nur "unentdeckt" irgendwo am strand oder im wald frönen können. da ich ziemlich schiss davor habe, in der city dumme kommentare oder dämliche blicke zu ernten aufgrund meines optischen "fußhandicaps".
ich habe auf einer naturisten-page gelesen, dass solche fußleiden durch regelmäßiges sommerliches barfußgehen sogar fast zurückgebildet werden können, was meint ihr? und was würdet ihr mir raten im bezug auf mein "problem"?
mfg Christoph

Was für ein Problem ? Blöde Blicke gibt's in dieser Jahreszeit eigentlich keine, die gibt's erst ab Herbst/Winter 1999/2000. Also Schuhe weg und los geht's und Dein Zehenproblem wird sich auch bald von alleine lösen. Ansonsten wird Dir Lorenz sicher noch die Medizinischen "Weisheiten" zu Deinem "Problem" übermitteln.
(Lorenz nicht böse gemeint, aber deine Seite ist ja fast unser Handbuch)
Ansonsten an alle schöne warme Füße und bis bald Füße an alle Bully

Hallo Christoph!
[schreibe zum ersten male in dieses forum ... beobachte es einige zeit]
Das erst Mal sollte natürlich nicht das letzte Mal sein!
[von klein auf (vererbt) kleine zehe beider füße seitlich unter vorletzte geschoben ... steht vorletzte nun also etwas hoch ... natürlich auffällig]
Aber dafür wird sich kaum jemand interessieren. Wir neigen alle dazu, bei weitem die Bedeutung zu überschätzen, die unsere Füße für andere haben -- realistisch betrachtet ist sie gleich null.
[großer barfuß - fan ... vorliebe immer nur "unentdeckt" irgendwo am strand oder im wald frönen ... schiss vor city dumme kommentare oder dämliche blicke aufgrund optischen "fußhandicaps"]
Blicke und Kommentare gibt es hin und wieder (oft auch freundliche und positive!). Du wirst sie vermutlich auf Deine überkreuzten Zehen beziehen, obwohl in Wirklichkeit gar niemand dieses nebensächliche Detail beachtet. Der Blick oder Kommentar gilt einfach der Tatsache, dass man etwas Ungebräuchliches tut, nichts weiter.
[fußleiden durch regelmäßiges sommerliches barfußgehen zurückgebildet]
Ich habe damit eine deutliche Rückbildung meines Knick-Senkfußes erzielt (wobei bei mir der Barfuß - Sommer von März bis Oktober geht -- habe ich einfach so festgelegt). Und damit haben sich auch meine Bandscheibenbeschwerden verflüchtigt!
[raten im bezug auf mein "problem"]
1. Es ist eigentlich nur ein Unproblem, keinesfalls ein "Leiden", sondern eine Laune der Natur, die Dich in keiner Weise einzuschränken braucht!
2. Barfußgehen, vor allem auf (unebenem) Naturboden, gibt den Zehen die Freiheit, die sie brauchen, um die richtige Richtung zu finden. Ob sie diese Freiheit nutzen wollen, müssen sie selber wissen.....
3. Es gibt auch sinnvolle Spreizübungen, z.B. passives und aktives Spreizen der Zehen, auf Zehenspitzen auf runden Balken laufen, barfuß klettern. Du kannst ja mal in das Fußgymnastikkapitel meiner Seite schauen oder das dort empfohlene Buch bestellen.
4. Neigst Du eventuell dazu, zu enge Schuhe zu kaufen, die Deine kleine Zehe zum Ausweichen veranlassen?
Viel Spaß beim ganz und gar unbefangenen Barfußgehen wünscht Dir Lorenz

Hoi Christoph Schon möglich, dass du dämliche Blicke einfangen wirst, doch sicher nicht wegen deiner kleinen Zeh, sondern, weil du dort barfuß läufst, wo es sonst eben (fast) niemand tut. Oder wie war es am Strand, in der Badi, hat man dich da schon wegen deiner Zehen blöd angesehen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du die kleine Zeh nur als Vorwand nimmst! Du getraust dich nicht wegen der kleinen Zeh nicht barfuß an die Öffentlichkeit, sondern eben deshalb, weil es grundsätzlich "etwas Mut" braucht, sich als Barfußläufer zu betätigen.
Zeig deine Füße, zeige deine Zehen - genieße das Barfußlaufen Spency

Leider kann ich keinen echten Rat geben. Aber nachdem Du dieses handicap ja seit Geburt hast, würde mich interessieren, wie Dein Bekanntenkreis darauf reagierte: Schulfreunde beim Schulsport, im Schwimmbad, etc.
Ganz lassen sich da ja i.d.R. barfüßige Situationen nicht vermeiden. Wie bist Du denn damals mit den aufgekommenen Fragen umgegangen? Vielleicht bietet das ja einen kleinen Hinweis auf die möglichen Reaktionen Außenstehender beim Barfußgehen. Außerdem glaube ich, dass den meisten Menschen nur auffiele, dass Du barfuß gehst - noch dazu, da die Zehe ja wie Du schreibst nur leicht aufsteht.
Meine Erfahrung ist, dass bei einem direkten Blickkontakt der/die Gegenüber es tunlichst vermeidet durch einen Blick auf die Füße seine/ihre Neugierde bzw. Erstaunen kund zu tun. Offene Neugierde von Erwachsenen ist fast so sehr tabubehaftet wie barfußlaufen ... Kindern gesteht man Neugierde noch zu - Erwachsenen (oft Müttern) ist diese manchmal auch ziemlich peinlich, was man an den Reaktionen merkt, wenn ein Kind mal wieder meine Barfüße sieht. Ach ja Christoph, herzlich Willkommen im Forum Kai

[würde mich interessieren, wie Bekanntenkreis reagierte: Schulfreunde beim Schulsport, im Schwimmbad, etc.]
nun ja, da wir in der schule eigentlich nie schwimmunterricht hatten, gab´s da kaum gelegenheiten. das heißt: einmal hat uns unser "interims - sporthehrer" ins hallenbad geschleppt *brr!*. und prompt gab´s kommentare...:-\
[Ganz lassen sich barfüßige Situationen nicht vermeiden]
bei der musterung seinerzeit fragte die ärztin: "was ist DAS!!??" ich sagte: "was??" Antwort: na, DAS DA! und da wusste ich erst, was sie meinte, es war mir nicht bewusst, das meine füße ihr so ins auge stachen.. ich musste ihr versichern, dass es nicht wehtut. was meist der realität entspricht. ich kann mich nicht erinnern, wie es als kind von ca. 8-10 jahren war, denn damals hatte ich auf schulfahrten nie solche kommentare geerntet.
[damals mit aufgekommenen Fragen umgegangen ... Vielleicht Hinweis auf Reaktionen beim Barfußgehen]
na ja, ich hab's halt vermieden mich "unten ohne" in der öffentlichkeit zu präsentieren, dabei weiß ich, dass es z. B. meinem kaputten rücken ganz gut täte. eigentlich war es immer so, dass ich lieber vollkommen nackt und mit schuhen, als bekleidet, aber barfuß durch die stadt gegangen wäre. im ernst: ich hatte (und habe leider teilw. immer noch) reichlich komplexe diesbezüglich.
[meisten Menschen nur auffiele, dass Du barfuß gehst - da Zehe ja nur leicht aufsteht]
na ja, die vorletzte steht über der letzten, was man allerdings nur sieht, wenn man von vorn guckt. von oben sieht man nur das hochstehen. einmal (11 oder 12 war ich da) fuhr ich mit meinen eltern auf nen bauernhofurlaub in bayern. da hab ich immer viel mit den kindern da gespielt und bin wie sie auch barfuß rumgelaufen. interessant fand ich damals, dass kein erwachsener schrie "schuhe an, ihr erkältet euch!" als es anfing zu regnen. mein fußabdruck auf dem straßenpflaster sah aber irgendwie anders aus, da war ne lücke... und so hab ich angefangen, mich mit diesem vermeintlichen handicap zu beschäftigen.
[bei direkten Blickkontakt der/die Gegenüber vermeidet durch Blick auf Füße Neugierde kund zu tun]
mir persönlich geht's da anders. ich habe schon öfter dämliche fragen geerntet. sogar mein bruder hat mich mal gefragt, "was haste denn da gemacht?". ich finde es übrigens absolut hinguckenswert, wenn leute barfuß gehen, natürlich im rahmen der unauffälligkeit ( nicht glotzen:-)). denn erstens ist da wohl ein teil neid mit dabei, andererseits ist es irgendwie schön.
[Neugierde von Erwachsenen tabubehaftet wie barfußlaufen ... Kindern gesteht man Neugierde noch zu]
Erwachsenen (oft Müttern) ist diese manchmal auch ziemlich peinlich, was man an den Reaktionen merkt, wenn ein Kind mal wieder meine Barfüße sieht. :-)
[Ach ja Christoph, herzlich Willkommen im Forum]
Danke, ich hoffe, lange verweilen zu dürfen... soDenn... Christoph

Hallo Christoph,
[mir gehts anders ... öfter dämliche fragen geerntet ... sogar mein bruder hat gefragt]
ohne jetzt irgendwelche simplen Rezepte nennen zu wollen, aber nicht jede Frage ist gleich "dämlich", "unverschämt" oder "verletzend". Eine gewisse Neugierde auf das Unbekannte ist schon ein ganz natürlicher menschlicher Zug. Die Frage sollte vielmehr sein, dass Du einen Satz passender Reaktionen parat hast um souverän mit der unvermeidlichen Neugierde umgehen zu können und Dich nicht verletzt zu fühlen.
Lass mal wieder von Dir im Forum lesen Kai

[mir geht's anders ... öfter dämliche fragen geerntet ... sogar mein bruder hat gefragt]
Es ist kein Detail zu unwichtig, als dass nicht der ein oder andere Frust daran auslassen würde! Verunsicherungsversuche wegen irgendwelcher unwichtiger Besonderheiten erlebt man ständig -- und man tut gut daran, diesen Quatsch nicht zur Kenntnis zu nehmen. Es lohnt sich meiner Meinung nach nicht einmal, sich Antworten auszudenken! Betrachte die Kommentare als so unwichtig, wie sie tatsächlich sind, gib Dich überhaupt nicht damit ab, dann wird's gleich uninteressant. Interessant ist dagegen, dass regelmäßiges Barfußgehen nach meiner eigenen Erfahrung einen kaputten Rücken wieder bestens in Form bringen kann!
[hoffe, lange verweilen zu dürfen] Das darf jeder! Manche ziehen gleich den Schwanz ein, wenn einmal ein Gegenargument kommt -- aber das ist in meinen Augen eine gewaltige Überreaktion! Serfuß, Lorenz

Ich muss mich jetzt auch mal wieder melden. Einige wissen vielleicht, dass ich mich Mitte des Jahres wegen meines Problems, nicht optisch einwandfreier Füße geäußert hatte. Ich habe durch Tipps dann doch Mut fassen können und habe es zumindest an den Hochsommertagen so einrichten können, dass ich endlich meine Hemmnis überwinden konnte. Im Großen und Ganzen war es sehr schön und ich finde es schade, dass ich jetzt schon wieder auf den nächsten Frühling warten muss.
Was mir besonders zu schaffen macht, sind diese Blicke, die einen fast hörbar in eine Ecke stellen. Aber mein Problem ist immer noch, ob die gucken, weil ich halt "unten ohne" bin oder ob die gucken, WIE es speziell bei mir unten aussieht. Ich möchte mich nicht festlegen, aber ich glaube, Lorenz hatte mir damals gesagt, Barfußgehen kann auf Dauer gewisse Schäden an den Füßen zurückbilden. Man sagte mir auch, dass die Leute sich nicht recht trauen, hinzugucken. Das habe ich als falsch empfunden. Nun bin ich vom Selbstbewusstsein her nicht sonderlich solide gestrickt, man kann sich also vorstellen, welch explosive Mischung das ergibt. Ich überlege nun, ob ich mit meinem Problem bei einem Orthopäden vorstellig werden sollte. Es mag zwar sein, dass sich Schäden zurückbilden können. Ich habe aber keine Lust, 15 Jahre daran arbeiten zu müssen. Außerdem werde ich immer ein Gelegenheitsbarfüßer bleiben ( Ferien, Wochenende, Hochsommertage ).
Vielleicht kann man aber doch chirurgisch etwas richten. So, dass es leichter wird, mich in der Öffentlichkeit mit meinem Hobby ( ist es ja noch nicht richtig, eher eine Leidenschaft, die noch nicht richtig "Fuß" fassen konnte ) beschäftigen zu können. Wenn ich denke, was andere Leute für super Füße haben, diese Füße allerdings nie "Freilauf" bekommen, finde ich das schade. Die wissen nicht, was schöne Füße für ein Privileg sein können. Es müsste ja auch kein großes Geschnipsel werden. Es geht eigentlich nur um ein "Zurechtrücken" der beiden kleinen Zehen. Was halten die Cracks hier von einem solchen Schritt?? Freue mich auf Antwort.
PS: Zur "Schwarzfußdiskussion" möchte ich folgendes sagen: Ich bin bei meinen Versuchen diesen Sommer auch öfters mit schwarzen Füßen nach Hause gekommen. Ich meine, schwarze Fußsohlen sind ein Nachweis für ausgiebigen Bodenkontakt und ich finde das sehr angenehm. Wobei ich nicht verstehe, wie Leute dabei Ekel empfinden können. Ich finde es ekliger, mit bloßen Füßen durch die PVC-ausgelegte Küche meiner Eltern zu laufen, als von Vorne bis Hinten durch den Essener Hbf. Wobei ich nicht sagen will, dass unsere Küche schmutzig ist. Es ist halt irgendwie für mich eklig. Ich bin zur Zeit durch Studium viel in Köln unterwegs und habe mir in langweiligen Momenten in der U-Bahn überlegt, wie es wäre, hier barfuß zu gehen. Ich glaube, das würde mich auch abschrecken. Wobei ich im September einen Mann habe barfuß durch die Bahnhofshalle sprinten sehen und da ist momentan Großbaustelle. Christoph

Hallo Christoph, Schön, dass du dich wieder meldest!
[durch Tipps Mut fassen können und an Hochsommertagen einrichten können, endlich Hemmnis überwinden]
Zwei Minuten durch den Schnee stapfen ist auch toll -- das genieße ich zur Zeit als ein vom niederschlagsreichen Klima des Voralpenlands Bevorzugter....
[besonders zu schaffen  ... Blicke, die einen in Ecke stellen ... Problem, ob die gucken, weil "unten ohne" oder WIE es speziell bei mir aussieht]
Verständlich ist, dass du das so hinterfragst. Aber objektiv betrachtet schauen die Leute ganz einfach nach unten, damit sie nicht über irgendetwas stolpern! Per Zufall nehmen sie vielleicht die baren Füße wahr -- und stutzen vielleicht etwas, weil man das ja nicht permanent sieht. Dass jemand die Zeit hat, nach den Verbleib deiner kleinen Zehe zu fahnden, ist dagegen höchst unwahrscheinlich! Und falls jemand doch so genau guckt (sicher nicht beim ersten Mal) und glaubt, eine Bemerkung machen zu müssen, kann man ja etwas Passendes dazu sagen, z.B. "na und?" oder "ist mal was anderes".
[glaube, Lorenz hatte gesagt, Barfußgehen kann auf Dauer Schäden an Füßen zurückbilden]
Ja das kam von mir, aber ein Wunder wollte ich damit natürlich nicht verheißen. Bei der Entwicklung des Fußes ist von der Natur ein gewisser "Breitreteffekt" durch täglichen Gebrauch einkalkuliert. Wenn zu wenig Belastung auftritt (= aktives Zugreifen der Zehen auf unebenem Untergrund), bleiben die Zehen in einer zu engen Position stehen. Diese Verkümmerung ist ein Schönheitsideal für feine Damen geworden, über die jeder Naturmensch nur verwundert den Kopf schütteln würde. Bei diesem übt regelmäßiges Barfußgehen zeitlebens einen gesunden Spreizeffekt auf die Zehen aus.
[Man sagte mir, dass Leute sich nicht trauen, hinzugucken ... habe ich als falsch empfunden ... bin vom Selbstbewusstsein her nicht solide gestrickt ... explosive Mischung ergibt]
Aber du hast doch gewaltig an barfüßigem Selbstvertrauen zugelegt! Das Nichthinschauen erklärt sich in der Regel dadurch, dass die Betreffenden gar nichts von den freien Füßen bemerken.
[andere Leute super Füße haben, diese nie "Freilauf" bekommen, finde ich schade ... schöne Füße ein Privileg] Denke bloß nicht, dass die anderen schönere Füße haben, das trifft viel zu selten zu! Wenn ich so in den letzten Urlauben am Strand herumgeblickt habe: schöne Füße habe ich selbst bei Teenagern nur selten gesehen. Und das hat seine Gründe: bei uns tragen die meisten Kinder zu kleine Schuhe, was eben zu krummen Zehen führt und dürfen kaum noch barfuß laufen; und 60 % der Erwachsenen haben letztendlich Fußschäden -- siehe die Studie der Sportmediziner der TU München.
[kein großes Geschnipsel ... nur "Zurechtrücken" der beiden kleinen Zehen. Was halten Cracks von Schritt?]
Ich glaube eigentlich, das braucht es nicht. Du hast doch die Hürde im eigenen Kopf überwunden und läufst barfuß! Ansonsten erkundige Dich mal nach einem orthopädischen Chirurgen, der routinemäßig Hammerzehen operiert, der müsste beurteilen können, ob bei Dir eine vergleichbare Operation sinnvoll ist. Serfuß, Lorenz

Ja, Du hast im bezug auf die Hürde recht. Ich war regelrecht erschrocken darüber, dass ich mir quasi "befahl", mich zu überwinden. meist habe ich das so eingerichtet, dass ich anfangs immer noch die "latschen" anhatte. ich ging halt so in die stadt oder fuhr mit der bahn, wohin ich gerade musste. irgendwann war es dann soweit und ich fasste meinen mut zusammen. gerade das gefühl, wenn ich die schuhe im rucksack habe verschwinden lassen, war überwältigend. nach einer halben stunde ungefähr hatte ich das gefühl, dass es sich nicht mehr besonders ungewöhnlich anfühlte. es war irgendwie so, als hätte ich die schuhe nicht ausgezogen, sondern liefe schon seit anfang an nicht anders herum als jetzt. ich habe mir auch ganz passable hornhäute zugelegt, die jetzt natürlich beim teufel sind, aber das kriege ich hoffentlich im frühjahr wieder hin:-)
für eine schneewanderung bin ich dann doch ( noch ) zu schüchtern :-\
ich denke, ich werde mal so einen Doktor fragen. mal sehen, was er sagt. ich werde ihm auf jeden fall auch sagen, dass ich im sommer in der freizeit möglichst ohne schuhwerk herumlaufen möchte. ich denke, er wird mir dann was dazu sagen wollen. ich glaube, orthopäden sind solchen ideen wohl nicht so abgeneigt, oder?
PS: ich wäre auch so einem treff mit gleichgesinnten, wie er hier öfters angeboten wurde nicht abgeneigt. dass andere dieselbe leidenschaft haben, kann mir evtl. viel bringen. leider nur waren die bisher immer so weit im süden ( was nicht heißen soll, dass es da nicht schön ist;-)) Bis dann mal... Christoph

Hallo Christoph, [Doktor fragen ... werde sagen, dass ich in freizeit ohne schuhwerk herumlaufen möchte ... orthopäden sind solchen ideen nicht abgeneigt, oder?]
Ich gebe einen Link an auf die HP eines Orthopäden und Fuß- und Bandscheibenchirurgen aus Innsbruck. Dieser empfiehlt Barfußlaufen auf Naturboden und Fußgymnastik und war, als ich einen Linktausch vorschlug, voll des Lobes für meine Seite "Familienleben auf gesunden Füßen". Und da trete ich ja sehr stark für das Barfußgehen ein. Serfuß, Lorenz

Hallöchen! Nachdem ich es letzten Sommer endlich geschafft habe, meinen Mut zusammenzuraffen, hatte ich doch im Herbst Bedenken, dieses Jahr würde nicht ganz so erfolgreich sein.
Und wirklich: Über zu wenig schöne Tage konnte bisher kaum geklagt werden und ich habe mich erst einmal überwinden können, für ca. 1km ( vom Bus nach Hause ) den Schuhen eine Pause zu gönnen. Meine Bilanz 2000 ist bisher eine ziemliche Pleite. Hoffe aber, schöne Tage lassen bald wieder weniger Raum für "Schuhe- an- Argumente". Bis dann... Christoph

na dann wird's aber höchste Zeit, um das Jammern sein und das Jahr 2000 auch für Dich noch zu einem (Barfuß) Erfolg werden zu lassen. Wie wär's denn heute Abend (warmer Boden, 19 Grad) mit einem kleinen 15 Min. Abendspaziergang barfuß - sozusagen zur Einstimmung?
Wenn Du wirklich barfußlaufen magst, kann ich Deine 2000er Bilanz gar nicht fassen. Auch außerhalb von Job, Schlafenszeit, Freundeskreis, etc. gibt's doch noch genug Zeit um mal einige Schritte ohne Fußbekleidung zu machen - man muss sich halt aufraffen. Schönen Spaziergang wünscht Kai

[ Hoffe, schöne Tage lassen weniger Raum für "Schuhe- an- Argumente"]
Also, ich finde, dass es bei den gegenwärtigen Temperaturen (auch wenn es mal abkühlt) n i e Schuhe- An- Argumente gibt, da es immer warm genug ist zum Barfußlaufen. Manchmal ist es sogar angenehmer, wenn es kühl ist.
Aber ich verstehe dein Problem schon, das ist halt eine Überwindungsfrage. Zum Glück konnte ich jetzt fast eine ganze Woche zuhause arbeiten - und bin fast die ganze Zeit ohne Schuhe ausgekommen. Im und ums Haus, im Garten, beim Waldspaziergang - also 98% der Zeit barfuß.
Das ist ein geniales Feeling und könnte ruhig immer so sein! Schade, dass es nicht immer geht ;-( Gruß und viel Mut wünscht Lupu

Na ja, im Grunde hast Du recht. Bei mir ist es nun halt auch das opt. Problem. Ich rede mir immer ein, alle starren einen an. Letzten Sommer hatte ich solche Allüren schon abgelegt. Ich denke, ich muss halt nur noch mal einen Start machen und dann konsequent durchziehen. Christoph

Hi Christoph, wenn Du schon im Februar angefangen hättest, wärst Du wenigstens sicher gewesen, dass die Leute NICHT wegen Deiner kleinen Zehe starren...... Jetzt im Hochsommer wirst Du es nur selten schaffen, mit den bloßen Füßen Aufmerksamkeit zu erregen, egal wie sie aussehen.
Serfuß, Lorenz

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Christoph springt ins "kalte Wasser des barfuß - outings"
(Forumbeiträge im Sommer 1999)

Ich hatte ja vor einiger zeit mal hier von meinem "fußproblem" und der daraus resultierenden schüchternheit im bezug auf barfußgehen berichtet. im moment ist es hier superwarm und somit ziehen für mich vor mir selber diverse ausreden irgendwie nicht mehr. ich freue mich natürlich insgeheim darüber:-)
vorige woche habe ich mich dann zum erstenmal unten ohne getraut, als ich samstag nachmittag von der arbeit nach hause fuhr. da ich im job sicherheitsschuhe trage, habe ich nach 10 stunden in den dingern immer das gefühl, ich könnte nicht mehr gerade gehen. so zog ich sie aus und lief barfuß nachhause. gottseidank traf ich niemanden, den ich kannte. gestern überkam es mich wieder: wir wirkten bei der äußerst seichten ARD-Gala mit und mussten edleres schuhwerk anziehen. ich besitze da ein paar mit ziemlich robusten sohlen. das merkte ich heute morgen an meinen füßen :-\ und da es wieder unglaublich heiß ist ( schon um 10:00!), fuhr ich barfuß heim. das bedeutet: bus und bahn, HBF Bochum und HBF essen unter menschenmassen und jeder hätte meine füße beäugen können - ein schrecklicher gedanke! - zuerst.
Aber der sprung ins kalte wasser des barfuß - outings verlief super. an der bushaltestelle beäugten mich einige omis schräg, auf einen möglicherweise blöden kommentar war ich gefaßt, es kam aber nix. im bus überkam es mich wieder und ich setzte mich in einen der hinteren sitze. so kamen meine füße erst am ausstieg BO HBF wieder ins blickfeld. ich marschierte geradewegs ( mit klopfendem herzen) in den BhF und quer durch die halle. ein paar murmeleien hörte ich hinter mir schon: "guck mal....barfuß....." oder: "äähh...mit nackten füßen" ansonsten weder (negative) blicke noch kommentare. was die hier an mich gerichteten tipps bestätigt: keiner wagt es, direkt auf die füße zu starren. in der SBahn saß ich einem mädel in diesen furchtbaren hochhackigen dingern gegenüber, sie schaute vermeintlich unauffällig an mir herunter ud irgendwie fühlte ich mich mittlerweile nicht mehr unsicher dabei. am HBF Essen musste ich auf dem bahnsteig unter hunderten von teenies auf meine verspätete bahn warten. der steig war durch die sonne wunderbar warm. in der bahn dann saß mir eine mutter mit zwei kleinkindern schräg gegenüber. "guck mal, der mann hat keine schuhe an". als ich ausstieg, sah ich, wie sich zwei mädels, die mr gegenüber saßen, sich nun die schuhe auszogen und hinter mir den langen, warmen bahnsteig und die treppe hinuntergingen. dies war leider das ende meines heutigen, von positiven eindrücken und wunderbar schmutzigen sohlen geprägten "überwindungs-walk" ( wenn man so will ).
ich bedanke mich für eure tipps und aufmunterungen. so, nu is schulz! mfg Christoph

Hallo Christoph, Das schöne und warme Wetter macht es tatsächlich etwas leichter, Hemmungen zu überwinden, insofern hast Du den Zeitpunkt gut gewählt ! Wenn Du jetzt "dran" bleibst, wirst Du bald feststellen, dass das Barfußlaufen bei weniger schönem Wetter nicht minder Spaß macht - und auch nicht soooo viel mehr Beachtung auf sich zieht ! Herzliche Füße aus Köln Georg

Bei dem Stichwort Köln fällt mir ein, dass ich mal gespannt bin, wie sich in Kölle so die Leute geben im bez. auf "unten ohne". hier in heiligenhaus (b.Velbert) kann man es relativ gut abschätzen, wo und wann man die besten gelegenheiten hat. ab sept. bin ich ein FH- Köln- studi und bin mal gespannt, wie´s da so läuft. mfg Christoph

Wie es an der FH gehen kann, weiß am ehesten Jörg (Hanna) , er hat dort studiert. Ansonsten ist Köln relativ barfußtolerant, wie mir scheint, allerdings bist Du in der Regel ziemlich allein auf bloßen Sohlen (op bläcke Fööss sagt man hier). Am einfachsten würde es sicher sein - wenn Du das willst - wenn Du von vornherein in der neuen Umgebung den "barefooted lifestyle" - wie man ja so auf Neudeutsch parliert - an den Tag legst - dann gewöhnen sich die anderen gleich so an Dich und die blöden Fragen werden - wenn überhaupt - nur mal am Anfang des Studiums gestellt ! Diesbezüglich kannst Du bestimmt auch von den guten Erfahrungen profitieren, die Schnaxel insoweit in Bonn macht - der Bonner an und für sich hat eine ähnliche Mentalität wie die Kölner.
Üb schon mal fleißig in Velbert das barfüßige Leben ... Füßlichst Georg

Hallo! Ich hoffe, bei euch allen ist so ein bombenwetter wie hier bei mir. am samstag abend war ich mit kollegen unterwegs, durch die kneipen, ein bierchen trinken. als ich gegen 3uhr sonntag morgens aus dem nachtexpress stieg hatte ich noch ca. 1km fußmarsch. da mir aber von der bummelei furchtbar die füße wehtaten, entschloss ich mich kurzerhand dazu, meinen füßen, die mich so treu durch 6stündiges "durch- die- stadt- latschen" begleiteten, etwas gutes zu tun. ich zog kurzerhand die treter aus und ging barfuß den rest. der weg war (natürlich) geprägt von asphalt. und da ich schon länger nicht mehr eine mittlere distanz barfuß gegangen war, war es ein super gefühl, zumal der boden noch total warm war. als ich dann zuhause ankam und mich hinlegen wollte, merkte ich, dass ich irgendwie wieder total frisch war, obwohl ich vorher im bus bald eingeschlafen war. und was soll ich sagen: ich ließ die schuhe stehen und schloss die tür wieder ab - von außen! dann hab ich noch mal ne halbe stunde einen kleinen nachtspaziergang gemacht. :-) Christoph

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