Ist Barfußlaufen ökologisch günstiger als Schuhe tragen?
(Forumbeitrag im Herbst 2004)

Aus dem hohlen Bauch betrachtet, würde ich sagen: JA! Aber berechnen könnte ich das nicht. Und auch hier ist die Gefahr groß, dass man Äpfel mit Birnen vergleicht. Ich werde mal einige Argumente bringen, aber längst nicht alle.
Wer häufig barfuß läuft, spart an Schuhen, er selber muss dafür weniger Geld ausgeben. Schuhmacher und Schuhfabriken haben weniger Arbeit, es gibt mehr Arbeitslose, auch unter den Zulieferern. Dafür müssen aber auch weniger Tiere geschlachtet werden. Wie weit will man mit ökologischen Dingen noch gehen? Ein einziger Barfüßer macht sowieso den Kohl nicht fett. Wenn aber von heute auf morgen 10 % aller bisherigen Schuhträger auf barfuß "umsatteln", was leider nie eintreten wird, dann würde man schon was spüren, dieses aber nicht von heute auf morgen.
Wer barfuß läuft, ist weniger krank. Den Krankenkassen würde es besser gehen, aber den Pensionskassen ginge es schlechter, weil die Leute älter werden. Invalidenkassen ginge es besser. Aber die Arbeitslosenkassen? Durch gesünderes Leben sind die Leute leistungsfähiger und werden weniger leicht entlassen. Andererseits wären mehr Leute in medizinischen Berufen arbeitslos. Und wie hoch wäre wohl die Anzahl derjenigen Leute, die arbeitslos werden, WEIL sie barfuß laufen und somit fürs Unternehmen nicht mehr tragbar.
Wenn jemand mit tieferer Zimmertemperatur leben kann, weil er barfuß läuft, dann ist es ökologisch ok. Wenn er aber extra die Heizung höher dreht, DAMIT er sich auch im Winter in der Wohnung leichter gekleidet aufhalten kann, dann ist es nicht mehr gut. Und wie sieht es mit den Lebensmittel aus, die man mehr essen muss, um den Körper warm zu halten? Wird durch "Aufheizen der Umwelt" infolge Barfüßigkeit und/oder zu leichte Kleidung nicht auch wertvolle Energie verschwendet?
Wenn jemand bisher als Schuhträger ohne Auto auskam oder bei kurzen Entfernungen oft das Fahrrad benutzte, als Barfüßer jedoch für jede Kleinigkeit das Auto benutzen "muss", nur damit er keine Schuhe tragen muss, geht es zu weit. Eigentlich müsste ich auch jedem Menschen Energieverschwendung vorwerfen, der mit dem Auto, der Bahn oder auch nur mit dem Fahrrad zu einem Barfüßertreffen fährt, wenn er mit Schuhen nicht auch ähnlich viel Sprit oder analoge Energie verbraucht hätte (Ich tue das aber nicht).
Das sind nur wenige Dinge bzgl. Ökologie beim Barfußlaufen. Schlussendlich muss das jeder selber entscheiden. [...]
Wer wirklich total ökologisch sein will und in diesen Breitengraden lebt, dem empfehle ich, auf jegliche Kleidung zu verzichten, sich ein dickes Fell wachsen zu lassen, Chlorophyllzellen in die Haut einzubauen, weitab von jeder Polizeistation eine Höhle aufzusuchen, im Winter Winterschlaf zu halten und nur bei "angenehmen" Temperaturen sich draußen aufzuhalten. Lebenserwartung: 15-17 Jahre. Back to the roots!
Viel Spaß dabei wünscht
Michael aus Zofingen

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