Barfuß auf Asphalt
(Forumbeiträge seit Sommer 2000)

Vom Bergwandern mal abgesehen bin ich kein Wanderer oder Spaziergänger ... Daher laufe ich fast nur auf Asphalt - egal ob barfuß oder in Schuhen. Mir wär's auch lieber, wenn die Bürgersteige im Sommer aus Sand oder Gras wären, sind sie aber leider nicht. Bei längeren "Wanderungen" (so ab ca. 1h) auf Asphalt (also z.B. Stadtbummel) ziehe ich mir auch lieber Schuhe an, denn dann spürt man schon, dass Asphalt nicht gut für die Gelenke ist und die Schuhsohlen doch etwas dämpfen.
Aus diesem Grunde bin ich auch nur im Wald gejoggt (mit Schuhen).
Jörg (Hanna)

Ob Asphaltboden gesund ist, habe ich mir auch überlegt.
Was an die Sohlen kommt und sie so schwarz macht, sind wohl Rußpartikel aus Autoangasen und Rauch. Da diese auch in der Luft schweben, wirken sie genauso auf die Atemwege und Lungenbläschen ein -- und sind für machen Asthmaanfall zuständig.
Ich denke, da sind wir an der Hornhaut der Füße besser geschützt. Für die ganz Gesundheitsbewussten wäre es beim Stadtbummel also viel wichtiger, Atemschutz zu tragen als Schuhe! Lorenz

[Ob Asphaltboden gesund ist ...]
Hier geht es eher um die Schlacke aus der Sondermüllverbrennung, mit der das Bitumen "gestreckt" wird und um das Bitumen selber (Abfallstoff aus der Erdölverarbeitung)
Rainer

[Hier geht es eher um die Schlacke aus der Sondermüllverbrennung]
Mir geht es in erster Linie darum, auf Naturboden zu laufen. Aber wegen ein paar Metern Asphalt ziehe ich auch nicht gleich Schuhe an. Frischen Asphalt mag ich nicht barfuß betreten, aber im Laufe der Zeit sinkt das Bitumen zwischen dem festen Anteilen ein paar Millimeter ab, und dann läuft man eigentlich nur noch auf dem festen Füllmaterial.
Aber wie gesagt, ich mag Asphalt nicht so sehr. Lorenz

Ist Laufen auf Asphalt unangenehm? Hallo zusammen, bin zwar begeisterter Ohne - Schuh - Läufer, tu mich etwas schwer mit dem Gehen auf festen Böden. Meine Frage, ist das nur Gewohnheit, die am Anfang überwunden werden soll? Oder geht es euch auch so?
Für eine Meinung von euch wäre ich euch dankbar. Mit freundlichen Fuß angelo

Hallo Angelo! Ich bin auch begeisterter Barfußläufer, aber als Stadtkind laufe ich am liebsten auf dem Bürgersteig oder auf Asphalt. Die "Echten" mögen's mir vergeben, aber ich habe etwas Angst vor Wiesen etc., weil ich nicht sehen kann, ob nicht Dornen oder Disteln oder eine Biene/ Wespe darin verborgen ist. Deshalb kann ich das Gehen darauf nicht genießen. Die Temperatur- und Beschaffenheitsunterschiede auf Bürgersteig und Asphalt reizen mich am meisten. Auch ein Nachhauseweg am Abend, wenn es eigentlich schon etwas zu kühl ist, bereitet mir große Freude.
Mit freundlichen Füßen, FRANEK, 31, Rm. Dortmund

[bin begeisterter Barfußläufer, aber als Stadtkind laufe ich auf Bürgersteig oder Asphalt]
Finde ich auch keineswegs unangenehm.
[Angst vor Wiesen etc ... Dornen ... Disteln ... Biene/ Wespe darin verborgen]
So ähnlich geht es mir auch. Zwar finde ich es angenehm auf Gras/ Wiesen zu gehen, aber die Gefahren lassen mich klar übersehbare Wege bevorzugen. Als ich am letzten Wochenende im Wald mal den Weg verlassen habe und an einer Lichtung auf den Grasboden am Wegrand trat, hat es mich prompt erwischt: eine Wespe (und zwar die erste in meinem 30jährigen Leben). Und das tat schon ganz schön weh (das Biest hat mich im Zeh erwischt).
[Nachhauseweg am Abend, wenn eigentlich schon zu kühl, bereitet mir große Freude]
Mir auch, deshalb bin ich auch schon bei kühlem Herbstwetter kilometerweit durch das nächtliche Berlin marschiert - und empfand es als ganz angenehm... ciao, Lupu

Asphalt und Bürgersteigplatten finde ich angenehm, wenn es morgens noch etwas kühler ist, und auch wenn es regnet oder geregnet hat. Nur die Bratpfannentemperaturen des Bodens nachmittags bei Hochsommerwetter macht mir doch etwas zu schaffen. steveh

Ich finde, barfuß über eine Wiese zu laufen, macht sehr viel mehr Spaß als über Asphalt, denn:
- selbst bei 30°C im Schatten kannst Du stehen bleiben, ohne die Sohlen zu verbrennen;
- man schürft sich die Fußsohlen nicht auf, wenn man etwas unachtsam geht;
- erst bei Gras kommt die Dimension "Fühlen" so richtig zum "Gehen" dazu.
Gruß, Titus

[barfuß über Wiese laufen macht mehr Spaß als über Asphalt]
Richtig. Auf dem Rasen ist es äußerst angenehm. Aber fester Untergrund ist auch gut, wenn er nur nicht zu heiß ist. Asphalt und Buergersteig härten die Fresssohlen ab, machen sie widerstandsfähiger :-) steveh

Auf Asphalt kann es durchaus angenehm sein - zumindest im Sommer wenn der Boden ( nicht zu) warm ist; im Kaufhaus sind die Fliesen hingegen angenehm kühl ... Jo

Tja, habe ich auch erst lernen müssen. Bin barfuß 700 m über Asphalt gelaufen und habe mir beide Fußsohlen verbrannt... Also: Natur macht mehr Spaß ...
Das Laufen nachts oder am Abend auf dem kühlen Asphalt ist ein phantastisches Gefühl! Macht richtig Spaß! Nach anfänglichen Problemen (Gang zur 300 m entfernten Post und zurück brachte mir Brandblasen an beiden Füssen ein --- Arzt: "So was habe ich ja noch nie gesehen" --- aber es gibt mittlerweile superduper mit Salbe getränkte Gaze, die eine Heilung in Nullkommanichts verspricht und hält) kann ich das Asphaltlaufen nur empfehlen.
Als Stadtkind bleibt mir auch nicht viel anderes übrig. Bei Wiesen kommen noch die Hinterlassenschaft der Vierbeiner hinzu! Klasse Gefühl, da mal reingetreten zu sein!
Ciao und mit freundlichen Füßen Janis

Jetzt hatte ich meinen Urlaub doch noch um eine Woche verlängert und konnte deswegen endlich für immerhin zwei Wochen mal wieder nonstop barfuss sein. Da ich nicht auf dem Lande wohne, bin ich auch mehr auf Asphalt und Pflastersteinen als auf natürlichen Feld- und Waldwegen unterwegs, worüber ich mir bis zum vergangenen Sommer 03 auch noch nie weitere Gedanken gemacht hatte. Insbesondere durch meine Teilnahme an zwei Barfußwanderungen mit Georg habe ich seit dem aber ein stärker ausgeprägtes Gefühl für natürliche Böden bekommen.
Gestern nach einem Spaziergang über einen Feldweg aus mit Gras bewachsenem Lehmboden am Rhein entlang habe ich den direkten Vergleich zum darauf folgenden planierten Stadtboden kurz aber extrem heftig als eine Art Asphaltkoller erlebt. Mir war bis dahin noch nie so bewusst geworden, wie wir Menschheit die Erde in unseren Städten restlos plattgemacht haben. In diesem Augenblick hätte ich mir am liebsten irgendwelche Schuhe angezogen, um das nicht fühlen zu müssen, ich dachte sogar für einen kurzen Augenblick, dass ich in der Stadt deswegen niemals mehr barfuss gehen kann, falls dieses schreckliche Gefühl nicht mehr weggehen sollte.
Glücklicher Weise ging es dann aber schnell wieder weg und meine gewohnte städtische Barfußwelt war wieder in Ordnung. Nur mit dem Unterschied, dass ich dort schon seit einiger Zeit noch mehr nach Möglichkeiten suche, auf einigermaßen natürlichen Bodenbereichen zu gehen, das gibt schon mal schöne kleinere Umwege über Wiesen und durch Parks, ansonsten finde ich auch altes Kopfsteinpflaster sehr schön zu begehen. Und dann sind natürlich auch die teilweise sehr netten zwischenmenschlichen Begegnungen sowie gemeinsamen Barfußspaziergänge mit Menschen die man gerne mag in der Stadt nicht zu verachten, was es dann alles wieder sehr positiv aufwiegt und mich auch dort weiterhin sehr gerne barfuss gehen lässt.
Gruß, Jan (NRW)

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Obwohl geübter Stadtläufer, nutze ich gern die eine oder andere Wiese zum begehen. Bevor ich die Wiese betrete, ist das Asphaltgefühl in Ordnung. Ist die Wiesenfläche etwas ausgedehnter und nasskalt des abends, so ist dies zwar erfrischend, die Rückkehr auf Gehweg oder Straße jedoch unerwartet hart. Doch das geht schnell vorüber, und die harten Gehwege präsentieren sich wieder in ihrer gewohnten Form.
Markus (ME)

Daran sieht man mal wie schnell man sich allgemein an aktuelle äußere Umstände gewöhnt.
Wenn man dann als Stadtmensch irgendwann überproportional häufiger und länger als früher auf natürlichen Böden geht, was ich in letzter Zeit gemacht habe, konkretisiert sich auf Dauer in diesen abwechselnden Vergleichen auch das Bewusstsein für die unterschiedlichen Bodenqualitäten, auf denen man gerade geht, erheblich.
Ich denke, dass das bei mir dann auch diesen kurzen aber intensiven "Asphaltkoller" überhaupt erst ausgelöst hat, was einfach eine Art von unmittelbarem wachwerden für die Natur gewesen ist. Vom Prinzip her war es also ein positives und wichtiges Erlebnis, das mein Bewusstsein beim Barfußgehen auch aus Abstand betrachtet jetzt nur noch verstärkt hat.  
Gruß, Jan (NRW)

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