Bernd
A. ist ein großer Barfußtrekkingfan
(Forumbeiträge im Frühjahr 2001)
Wenn ich zu einer "Abenteuerreise" in den Norden Europas fahre,
benutze ich die Bahn mit der billigsten Fahrkarten - Variante, wenn möglich ohne
Schlaf- oder Liegewagen. Ich fahre direkt in das vorgesehene Wandergebiet und
übernachte fast immer irgendwo in der Wildnis. Das kostet nichts!
Das Essen
für 2-3 Wochen habe ich dann im Rucksack. Tütensuppen, kein Rumpsteak. So
komme ich relativ preiswert zu meiner Barfußwanderung in wilder, freier Natur.
Übrigens, es gibt Leute, die brauchen für eine Wandertour Kleidung nach
topmodernem, dem neuesten Stand der Forschung entsprechenden Standart und
natürlich Teleskopstöcke, die alleine ein paar hundert Mark kosten. Auch ich
brauche einen Wanderstab. Er ist mein treuester Begleiter und stammt aus dem
norwegischen Wald (Der Baum, von dem er stammt, war ohnehin Weg - Bauarbeiten zum
Opfer gefallen) Er kostete nix!
Und die Leute vor hundert Jahren sind auch schon
gewandert, ohne teure Multifunktionskleidung. Wofür sollte ich das dann
brauchen?
Ja, und dann gibt es da ja noch die Meinungen über das beste Schuhwerk ... Wofür braucht man denn Schuhe??? Spaß bei Seite, natürlich habe
ich meine ollen Turnschuhe für die Not immer dabei, aber normalerweise gehe ich
ja barfuß.
Gruß Bernd A
Hallo Bernd, habe nicht immer Zeit, das Forum so genau zu lesen, aber dein
Beitrag hat mich doch etwas interessiert. Das Nordland ist ja recht einsam.
Wanderst du da allein und wird das nicht langweilig?
Ich bin auch viel in
Norwegen gewandert und diese Art Reisen, die du beschreibst, kommt mir sehr
entgegen. Wie bist du dazu gekommen?
Höre gern mehr dazu, Jörg (2)
Hallo Jörg, ich bin ein absoluter Natur- und Wildnisliebhaber und ich mag
auch die Einsamkeit. Ich mache auf Reisen immer einen großen Bogen um Städte.
Für mich bietet sich der Norden ja geradezu an. Dort kann ich mich frei in der
Natur bewegen, zelten wo immer ich mag und wo es mir gefällt. Ich traf dort
auch nur ganz selten irgendwelche Dummquatscher, die einem das Barfußwandern
vermiesen wollen, wie sie einem bei uns hierzulande auf Schritt und Tritt
begegnen.
Ich wanderte bisher fast immer alleine (2x war meine Frau dabei, 1x
mit meiner Tochter). Ansonsten habe ich bisher keine passenden Wanderkameraden
gefunden. Man muss sich ja auch sehr gut verstehen, sonst geht man sich in der
Wildnis schnell auf den Wecker.
Alleine wandern hat natürlich auch viele
Vorteile. Man kann sein eigenes Tempo gehen, braucht auf niemanden Rücksicht
nehmen, muss nicht ständig rechtfertigen, warum man nun schon wieder ein Foto
machen will und dafür das andere Objektiv braucht, das ganz unten im Rucksack
ist, man hat natürlich auch viel bessere Chancen, Tiere zu beobachten, denn man
macht ja nicht so viel Lärm, wie eine Gruppe von Wanderern. Und ich hatte schon
ganz tolle Tiererlebnisse, die man wohl nur erleben kann, wenn man alleine
unterwegs ist. Doch darüber sollte ich vielleicht mal extra berichten.
Wenn man
so den ganzen Tag in der Wildnis unterwegs ist, bekommt man so viele neue
Eindrücke und ist körperlich ja auch voll gefordert, da wird es eigentlich nie
langweilig. Nur wenn man mal tagelang im Zelt festsitzt weil draußen der Regen
strömt und dichter Nebel jegliche Orientierung unmöglich macht, kann es
alleine schon ätzend sein. Anfangs genießt man es, mal so richtig ausschlafen
zu können, aber irgendwann hat man genug gepennt und dann könnte man schon
jemand zum Reden brauchen.
Aber solch miserables Wetter habe ich bisher nur ein
einziges Mal erlebt. Und ich machte ja schon viele Treckingtouren. Ein Freund
hatte mir mal den Tipp Skandinavien gegeben und mit ihm zusammen bin ich dann
vor 15 Jahren auch das erste mal nach Norwegen gefahren. Damals sind wir aber
nicht gewandert (nur kurze Touren von 2 - 3 Stunden), wir waren mit dem Auto
unterwegs und haben im Wohnwagen meines Freundes übernachtet.
Doch obwohl es
fast täglich geregnet hat und oft Temperaturen herrschten (im Juli), die bei
uns um Weihnachten normal sind, hat mich dieses Land gefesselt und ich war
mittlerweile schon 16x dort! Und ich werde noch oft hinfahren und einige
barfüßige Wildnistouren machen! ...
Barfuß um die Welt, die schönste Wanderung in Lappland
In meinem vorerst letzten Reisebericht möchte
ich Euch heute von meiner bisher schönsten Barfußwanderung erzählen. Sie ging
über eine Strecke von etwa 125 Kilometer von Sulitjelma in Nordnorwegen nach
Kvikkjokk im schwedischen Lappland. Die Tour dauerte 8 Tage und ich war fast
durchweg barfuß.
Nachdem ich zuvor 3 Wochen mit meiner Familie in einer Hütte
in der kleinen westnorwegischen Gemeinde Hopland am Invikfjord Urlaub machte,
ging ich alleine auf diese Tour. Schon in Hopland hatte ich viel Gelegenheit,
barfuß zu laufen. Ich nutzte das natürlich voll aus und trug so gut wie nie
Schuhe, auch nicht, wenn ich in den kleinen Krämerladen zum Einkaufen ging. Per
Helge, der Ladeninhaber, nahm dies überhaupt nicht zur Kenntnis. Wir kannten
ihn ja ohnehin schon von 2 weiteren Aufenthalten zuvor und er hat noch nie
irgendwelche Bemerkungen dazu gemacht. Auch die anderen ca. 110 Einwohner von
Hopland nahmen es nicht zur Kenntnis, wenn ich barfuß herumlief. Keine auffälligen
Blicke, keine Bemerkungen, kein Tuscheln. Es hatte so viel Stellenwert als ob
einer eine grüne oder eine blaue Jacke trägt: unwichtig!
Das Wetter war ja
meist auch wie geschaffen zum barfuß Laufen, für September war es ganz
fantastisch. "Wärmer als im ganzen Sommer" sagte auch Per Helge und
als die Temperatur an einem Tag gar auf 27 Grad stieg, meinte er dazu: "das
dürfte so ziemlich Rekord sein, für September!"
Wir nutzten das Wetter
zum Baden im Fjord, es war dennoch ein sehr erfrischendes Erlebnis. Der Fjord
ist ca. 800 Meter tief und entsprechend kalt! Nach drei gemütlichen Angel-,
Bade-, Wander- und Faulenzer - Wochen (Das Auto haben wir gleich zu Hause
gelassen und sind mit Bahn, Schiff und Bus angereist) trennten sich unsere Wege.
Meine Frau und die Kinder fuhren per Bahn nach Hause, ich nahm den Zug in
entgegengesetzter Richtung, zum Polarkreis. Ein paar Stunden bis Trondheim und
dann den Nachtzug in den Norden.
In der herbstlichen Morgensonne überquerte der
Zug die gelb-rot gefärbte Hochebene am Polarkreis, dann ging es hinunter nach
Fauske. Über 20 Grad und strahlender Sonnenschein auch hier, ca. 100 km nördlich
des Polarkreises. "It's unusualy hot!" bemerkten auch zwei schwedische
Wanderer, die mit mir den Bus nach Sulitjelma nahmen.
Wird es in Sulitjelma auch
so sein? Auf dem 1200 Meter hohen Pass, den ich überqueren muss, bleibt der
Schnee oft den ganzen Sommer über liegen und jetzt, Mitte September, gibt es häufig
schon Neuschnee. Nebel ist ohnehin normal. Das Sulitjelmamassiv ist das erste
Hindernis, das die Wolken vorfinden, wenn sie regenschwer vom Nordatlantik
hereinziehen. Mit den beiden Schweden teilte ich mir dann auch das Taxi zum
Ausgangspunkt der Wanderung in 800 Meter Höhe (das ersparte uns 10 km
langweilige Wanderung entlang dem Fahrweg, was bei der Steigung mit 30 kg Gepäck
wohl fast eine Tagestour gewesen wäre, Sulitjelma selbst liegt nur etwa 40 m über
NN). Hier war es dann vorbei mit "hot", ein kräftiger Wind blies uns
um die Ohren, als wir unsere Rucksäcke richteten. Auf den Bergspitzen der
Umgebung, die in den blitzblank polierten Himmel aufragten, lag bereits der
erste "Zucker" des nahenden Winters.
Es war ca. 15:30 Uhr, als wir
startklar waren. Die Schweden planten eine Gipfeltour im Sulitjelmamassiv und
campierten schon nach wenigen Hundert Metern. Ich wollte auf meinem Weg Richtung
Schweden heute noch so weit wie möglich kommen und das schöne Wetter
ausnutzen. Falls irgendwie möglich, wollte ich noch vor Sonnenuntergang die
Wetterscheide erreichen und von der regenreichen Westseite wegkommen, bevor am nächsten
Tag vielleicht Nebel die Gegend einhüllt und jegliche Orientierung unmöglich
macht.
Das Gelände ist felsig, oft aber mit einer dünnen Erdschicht bedeckt,
so war es ganz angenehm, barfuß zu wandern. Ich kam recht gut voran. Öfters
musste ich kleine Bäche durchqueren, die aber kaum mehr als knöcheltief waren.
Die ausgewaschenen Ufer zeigen jedoch, dass sie bei Regen auch schnell zu reißenden
Strömen werden können. Schon nach etwa 2 Stunden erreichte ich die Passhöhe
und konnte also noch ein Stück Richtung Sorjosjaure absteigen. Hier auf der
kalten Nord-Ostseite musste ich noch einige kümmerliche Schneereste überqueren,
die auf meiner topographischen Karte als Gletscher eingezeichnet waren. Barfuß
meisterte ich diese "Gletscher", wenngleich ich dabei auch eine
unfreiwillige Rutschpartie auf dem Hosenboden in Kauf nehmen musste ...
Unterhalb
dieser Schneefelder plätschert ein munteres Bächlein ins Tal hinunter und hier
schlug ich an einem windgeschützten Patz mein erstes Nachtlager auf. In der
Ferne war im Tal bereits der langgestreckte See Sorjosjaure im Licht der
Abendsonne zu erkennen. In der klaren Nacht sank die Temperatur bereits auf
knapp über 0.
Am Morgen konnte ich bereits fast meine ganze Tagesetappe entlang
dem Sorjosjare, der tiefblau im Tal liegt, überblicken. Vor mir lag Schwedisch
- Lappland. Über Geröll und Schneereste stieg ich hinunter zum See,
wobei ich mehr rutschte als wanderte. Der teilweise sehr steile Abstieg erwies
sich als zeitraubender, als ich dachte, und gegen Mittag erreichte ich die
norwegische Sorjoshütte direkt am See. Die Sonne schien auch heute vom
tiefblauen Himmel, aber der Wind war nach wie vor sehr heftig.
Die Wanderung am
See entlang ging den ganzen Tag über sonnenbeschienene Wildwiesen, eine
herrliche Wanderung! Nur an einigen wenigen Stellen unterbrachen kurze felsige
Abschnitte das Wiesengelände mit etwa kniehohem Gras. Am Nachmittag musste ich allerdings
ins Wasser. Ein Zufluss kommt direkt aus den Gletschern des Sulitjelma
und ergießt sich in mehreren Armen in den See. Das Wasser ist eiskalt und
reichte an der tiefsten Stelle bis weit über die Knie. Auf den rutschigen Geröllbrocken
konnte ich den Fluss nur mit großer Vorsicht durchqueren. Auf der anderen Seite
ging's dann wieder über endlose Wiesen zur schwedischen Grenze, die ich bald
erreichte. Außer dass der See auf der Karte nun Sårjåsjaure geschrieben wird
änderte sich natürlich nichts, ich wanderte weiterhin auf Gras, der Himmel war
immer noch endlos blau und der Wind pfiff unvermindert heftig von den Bergen
herunter. Zwei mal ist es mir passiert, dass mich der Wind einfach umblies, mit
meinem schweren Rucksack bot ich auch eine hervorragende Angriffsfläche.
Gegen
Abend erreichte ich die schwedische Sårjåshütte, die herrlich am Sandstrand
des Sees liegt. Das letzte Stück der Strecke hatte ich meine Fußabdrücke im
weichen Sand des Strandes hinterlassen, als ich am See entlang wanderte. In der
Hütte war außer mir kein Mensch. Aus Sicherheitsgründen trug ich mich in das
Gästebuch ein. Das mache ich immer, wenn ich alleine unterwegs bin und an einer
Hütte vorbei komme. Im Falle eines Unfalls erleichtert das die Bemühungen der
Suchmannschaften erheblich.
Nach dem Abendessen wanderte ich noch ein Stück
weiter und musste zunächst einen felsigen Hügel erklimmen, von wo aus ich dann
einen herrlichen Sonnenuntergang über dem See bewundern konnte. Auf der anderen
Seite fand ich dann ein windgeschütztes Plätzchen, herrlich gelegen zwischen
Felsen, nach Nord-Osten hin offen, mit Blick über den Fluss Sårjåsjåkkå,
der in die Weite der Hochebene Padjelanta mit ihren sanften Hügeln fließt.
Hier baute ich mein Zelt auf. In der Nähe plätscherte sanft ein Bächlein
vorbei.
Am dritten Tag spannte sich wieder der gleiche tiefblaue Himmel von
einem Horizont zum anderen. Der Wind hatte nachgelassen und es stand ein
herrlich warmer Tag bevor. Trotz des klaren Wetters blieb auch die Nacht relativ
mild, so um die 5 Grad. Die Wanderung ging durch das weite Hochtal entlang der
Flüsse Sårjåsjåkkå und Stalojåkkå. Über den Zufluss Staddajåkkå gibt
es eine Brücke. Um zu ihr zu gelangen musste ich ein gutes Stück flussaufwärts
wandern. Dort, bei einem tosenden Wasserfall überspannt die Hängebrücke aus
Stahl den Fluss. Auf der anderen Seite musste ich wieder zurück und einen
weiteren Kilometer flussabwärts wandern um die Hütten Staddajåkkåstugorna zu
erreichen. Dort stellte ich fest, dass ich den Fluss problemlos hätte
durchwaten können, ohne den Umweg über die Brücke zu machen. Was soll's.
Weiter ging's über herrliche sonnengeflutete Wiesen, deren Gras nur von einigen
Rentieren "gemäht" wird. Kleine Bächlein durchzogen immer wieder das
saftige Gras, die letzten Blumen streckten ihre Blüten ins warme Sonnenlicht,
eine richtige Wohltat ist es, hier barfuß über die sanft gepolsterten Wiesen
und durch die klaren Bächlein zu wandern. Kurz nach Staddajåkkåstugorna kam
mir ein anderer schwer bepackter Wanderer entgegen. Ich werde nie verstehen, wie
man auf solch herrlichem Untergrund seine Fuße in solch schwere Stiefel zwängen
kann! Dem Jungen entgeht ja die Hälfte des Naturgenusses! Wie sich im Gespräch
schnell heraus stellte, ist er auch aus Karlsruhe. Großes Hallo, wir
unterhielten uns eine Weile und er kann natürlich überhaupt nicht verstehen,
wie man hier barfuß laufen kann, dabei ist es angenehmer wie zu Hause auf dem
Kies des Baggersees! Er hat noch eine Besteigung des 1700 Meter hohen Jeknaffo
vor. Wir verabschieden uns und jeder geht seiner Wege.
Kurze Zeit später legte
ich erneut ein Päuschen ein. Ein wunderschönes Plätzchen, saftiges Gras, ein
munteres klares Bächlein sprudelt mitten hindurch, die Sonne scheint, es ist
warm, was liegt da näher, als einfach mal den schweren Rucksack abzustellen,
und eine Weile ins Gras zu liegen, die nackten Füße in die Sonne zu strecken
und frisches Wasser aus dem Bächlein zu schlürfen. Eigentlich ist dieses
wunderschöne Fleckchen Erde wie geschaffen für ein Nachtlager, dachte ich mir,
aber es war noch zu früh am Tag, ein Stückchen wollte ich schon noch wandern.
Also ging ich nach einer längeren Pause weiter, durch die rote Herbstlandschaft
aus Heidelbeersträuchern, Gras und Heidesträuchern, unterbrochen vom grau der
Felsen und blau der Seen und Flüsse. Die weiße Gischt von kleinen und größeren
Wasserfällen leuchteten gleißend und oft weithin sichtbar im Sonnenlicht.
Immer mehr mischt sich nun auch das Gelb vereinzelter Birken in die Landschaft,
bis diese das Landschaftsbild farblich dominieren. Am Abend erreichte ich
Staloluokta am riesigen blauen See Virihaure, auf dessen anderer, weit
entfernter Seite die schnee- und gletscherbedeckten norwegischen Berge in den
wolkenlosen Abendhimmel ragten.
Direkt am Strand des Seeufers, im Schutze von
Gebüsch schlug ich mein Zelt auf. Ich war völlig alleine hier am Ufer des
weiten Sees. Stalolukta ist um diese Jahreszeit ein Geisterdorf. Im Sommer leben
hier die Samen, Staloluokta ist eine ihrer Sommersiedlungen. Hier lassen sie
ihre Rentiere weiden. Es gibt einige Häuser, traditionelle Erdkojen. Sogar eine
Kirche ist hier. Aber jetzt war alles verlassen. Die Boote standen festgemacht
am Strand. Auch die angeschlossene Touristensiedlung mit einigen Blockhäusern
war menschenleer. Ich war absolut alleine. Über die Mündung des Kieddejåkkå
zwischen meinem Zeltplatz und der Siedlung spannte sich eine stählerne Hängebrücke.
Der Sonnenuntergang über der Weite des Sees ist eine Augenweite. Ich ging noch
etwas am feinsandigen Strand spazieren, platschte mit den Füßen ins recht
frische Wasser. Es war fast windstill, als ich mich in meinen Schlafsack
verkroch.
Schon früh brach ich das Zelt ab und startete zu einem weiteren Wandertag. Der
Himmel war nach wie vor wolkenlos und der Sturm blies kräftig. Eigentlich
wollte ich von hier aus in den Sareks Nationalpark wandern. Doch alleine
erschien mir das dann doch zu riskant. Jeden Tag kann nun der Winter
hereinbrechen, mit Neuschnee und Kälte. Es besteht dann kaum noch die Hoffnung,
im Notfall andere Wanderer zu finden, bzw. gefunden zu werden. Im gesamten Sarek
gibt es keine Hütten und Wege und nur eine einzige Brücke.
So blieb ich auf
dem markierten Padjelantapfad Richtung Kvikkjokk, was noch 80 km Wanderung
bedeutete. Es ist einfach sicherer. Der Weg führte mich zunächst über eine
weite, herbstlich rot gefärbte Ebene mit kaum erwähnenswerter Steigung. Das
Gelände bestand aus trockenem Moorboden, bewachsen mit Heidekräutern und
Heidelbeeren, es war eine angenehme Barfußwanderung, allerdings weiterhin mit
dem Wind als Gegner. Und der erwies sich mit zunehmender Höhe als sehr hartnäckig!
Wenn der Wind direkt von vorne kam, hatte ich manchmal kaum noch eine Chance,
mich vorwärts zu kämpfen, ich konnte mich nur noch dagegenstemmen, um nicht
umgeblasen zu werden, was mir dennoch mehrfach passierte.
An einem Wasserfall
machte ich Mittagsrast. Es war eine windgeschützte sonnige Stelle und ich
konnte auf einer Felsplatte, die vom Ufer in den Fluss hineinragte sitzen und
die Füße ins Wasser hängen. Von nun an wurde der Weg steiniger und es ging
auch ständig steil bergan. Der Wind pfiff ständig schräg von vorne, je nach
Richtung, in die der Pfad gerade führte. Er nahm mir zeitweise fast den Atem
und er war kalt. Die Umgebung wurde immer karger, die Vegetation immer weniger,
nur noch Fels und Geröll, dazwischen einige Regen- und Schmelzwasserseen, die
sich in Mulden ansammelten. Flüsse stürzen sich in kleineren und größeren
Katarakten über die Felsstufen. Das ständige Ankämpfen gegen den kalten Sturm
ermüdete sehr. Ich sehnte mich danach, endlich die Hütten von Tuottar zu
erreichen, denn an ein Aufstellen des Zeltes war nicht zu denken. Der Wind hätte
mir die Plane hinweggeblasen, bevor ich auch nur einen einzigen Hering in den
Boden geschlagen hätte. Ich wusste, die Hütten liegen so ziemlich auf dem höchsten
Punkt des Padjelantaweges. Ich war schon seit Stunden bergauf gegangen, musste
eigentlich bald da sein. Vor mir sah ich das Ende der Steigung, ich kämpfte mich
voran, erwartete den Anblick der Hütten vor mir, aber nein, es ging nur ein Stück
eben weiter, dann folgte wieder eine steile Steigung. Voller Hoffnung erklomm
ich auch diese, wieder Enttäuschung, vor mir nur die nächste Steigung. So
wiederholte sich das, es ging immer weiter nach oben. Der Wind pfiff mir ins
Gesicht, die Landschaft änderte sich nicht. Wenigstens konnte ich nach
Herzenslust fluchen, es war niemand da, der es hören könnte! Felsen, nur noch
Felsen. Dazwischen hin und wieder ein Schmelzwassertümpel. Die Felsen machten
alles noch gespenstischer, der Sturm heulte sein Lied in tausend Tönen.
Plötzlich
war er weg! Ich blieb stehen, horchte: In den Felsen weiter oben heulte es noch,
ich befand mich nur in einer geschützten Mulde. Ich sah mich um, links von mir
war ein kleiner See, ein Tümpel, im Schutze eines großen Felsblockes ist eine
ebene Stelle, hier könnte ich mein Zelt vielleicht aufstellen. Aber es war sehr
nass. Unter dem Moos war nur Fels, ich hätte keinen Hering hineinbekommen.
Nichts, kein geeigneter Zeltplatz, zumindest nicht bei Sturm. Weiter, bergauf,
zwischen riesigen, meterhohen dunkelgrauen Felsblöcken hindurch. Dann öffnet
sich der Blick, ein See. Und dahinter, auf einem Felsplateau standen Hütten,
die typischen Hütten der schwedischen Naturschutzbehörde, Tuottar!
Vergessen
waren die Strapazen. Ich war gleich am Ziel, ein warmes Plätzchen, Wasser,
Feuer. Auch der Wind hatte nachgelassen. Das Seeufer war sehr feucht, es
quietschte und quatschte bei jedem Schritt. Es war angenehm weich. Noch durch
einen kleinen Wasserlauf, der zwei Seen mit einander verbindet, dann den steilen
Hang hinauf. Ich legte den Rucksack nieder. Ich war da! Über dem See ging
glutrot die Sonne unter, ganz in der Ferne konnte ich noch den Virihaure im Tal
erkennen, wo ich am Morgen gestartet war. Ich schaute mich um, suchte die Hütte,
welche einen Antenne auf dem Dach hat. Diese ist immer geöffnet. (außerhalb
der Saison ist immer nur eine Hütte geöffnet, die mit dem Nottelefon) Ich ging
hin, es standen zwei Paar Wanderschuhe vor der Tür, es war jemand da! Die Tür
ging auf und ein großer bärtiger Mann trat heraus. Wir begrüßten uns, er war
auch Deutscher. "Da drin ist gerade Fotosession!" sagte er. "Gut,
aber ich darf doch rein, oder!" "Klar, nur dass Du nicht erschrickst,
wenn Du reingehst!" "Ja, alles klar!" Ich trat ein. Ungewohnte
stickige Wärme strömte mir entgegen. Wäscheleinen waren überall gespannt,
darauf hingen nasse Socken, Wäsche, Hosen, Jacken. Und dazwischen stand ein
Fotostativ, mit Kamera obendrauf und dahinter eine junge, hochgewachsene Frau.
Der Mann war mir gefolgt, wir unterhielten uns ein Weile, ich sah, dass nur zwei
Betten im Raum waren. Also schlug ich unten am Seeufer mein Zelt auf. Dann ging
ich mit meinem Tütenmenue und einem Teebeutel zurück zur Hütte, um mein
Abendessen zuzubereiten. Wir unterhielten uns dabei über die jeweiligen
Erlebnisse des anderen. Die beiden hatten in den letzten Tagen fast nur Regen
und Nebel. Aber Sturm? Nein, überhaupt nicht! Sonnenschein? Keine Spur! Der
Abend hier in Tuottar war ihr erster Lichtblick.
Sollte das Wetter auf der
anderen Seite wirklich so unterschiedlich sein, zu dem, was ich erlebt hatte?
Ich sollte es am nächsten Tag erfahren! Nach dem Essen, so gegen 20 Uhr, ging
ich runter zum Zelt, sagte noch, dass ich später wieder zurückkommen wolle.
Ich wollte nur mein Zelt schlaffertig machen, den Schlafsack ausrollen, alles
einräumen und meine Tagebucheintragungen machen, so lange es noch einigermaßen
hell war. Ich kuschelte mich in den warmen Schlafsack, fing an zu schreiben,
aber weit kam ich nicht! Es dauerte nur wenige Minuten, da schlief ich tief und
fest. Die Kälte hat mich wieder aufgeweckt, es war hell! ein Blick auf die Uhr,
es war bereits nach neun Uhr morgens, ich hatte mehr als 13 Stunden geschlafen!
Ein Blick vors Zelt: Dicker Nebel! Die anderen waren bereits fort, die Hütte
war aufgeräumt, ich war wieder alleine beim Frühstück. Der routinemäßige
Tagesablauf begann, Zelt abbrechen, Ausrüstung einpacken, Wasserflasche mit Tee
füllen, Sicherheitseintrag im Gästebuch, Rucksack aufschnallen und los! Halt!
Den Gashahn an der Hütte habe ich vergessen, den muss ich noch zudrehen. Dann
aber endgültig los. Bergauf! Das Ende der Steigung war im Nebel nicht
auszumachen! Aber es war nicht mehr viel, dann ging es nur noch sanft bergab,
auf Hochmoor, Moos, Gras, herrlich, teilweise auch auf felsigem Untergrund.
Viele, nahezu gleich aussehende Seen tauchten aus dem Nebel auf, eine genaue
Orientierung ist kaum möglich. Immer nur dem ausgetretenen Pfad nach. Ich kam
gut voran, das fühlte ich. Je weiter ich ins Tal kam, um so mehr lichtete sich
auch der Nebel. Ausgeschlafen, wie ich nun war, ging alles viel einfacher, ich
hatte das Gefühl, nur so dahin zu fliegen, barfuß über das weiche Hochmoor zu
schweben, der Rucksack kam mir heute nur halb so schwer vor.
Eine Rentierherde
machte sich eilig davon, obwohl halb zahm, sind diese Tiere viel scheuer, als
beispielsweise Elche. Schon zur Mittagszeit erreichte ich die Hütten von
Tarraluoppal. Ganz alleine war ich hier. Ich blätterte im Gästebuch.
Herausragend der Eintrag einer schwedischen Familie mit kleinen Töchtern, die
im April mit 8 Schlittenhunden hier war. Viele Einträge auch von deutschen
Wanderern. Wer war wohl der letzte Karlsruher? Ich blätterte zurück, Seite um
Seite: dieses Jahr war niemand da, das Jahr zuvor auch nicht. Aber da, fast
genau vor 2 Jahren - ha, das war ich selbst! Damals bin ich aus dem Sarek
gekommen und ab hier den gleichen Weg zurück gegangen, wie dieses Mal auch.
Vorbei ist das schöne Wetter, trübe, grau in grau! Ich zog weiter, ins
Tarratal. Bald tauchten die ersten Birken auf und es begann zu regnen. Auf einer
Wildwiese an einem kleinen Wasserfall errichtete ich mein Nachtlager. Als ich später
noch mal aus dem Zelt heraus musste, stand in der Nähe noch ein zweites Zelt.
andere Wanderer hatten sich ebenfalls hier niedergelassen. Ein junges Paar aus München.
Der nächste Tag ist schnell erzählt. Nass! Am späten Nachmittag schlug ich
mein Zelt am Ufer des Tarraflusses auf, ein herrliches Plätzchen, umgeben von
Birkenurwald, der das gesamte Tarratal dominiert. Kurz zuvor hatte ich eine
Elchkuh mit Baby beobachten können. Sie ließen mich bis auf wenige Meter
herankommen, ohne jegliche Scheu zu zeigen. Am Abend zogen die beiden anderen
vorbei, sie wollten weiter flussabwärts ein Platz suchen. Na, da werden sie
noch eine Weile latschen müssen, dachte ich mir. Ich kannte den Weg ja bereits
und wusste, dass es erst etwa 3 Stunden weiter wieder eine geeignete Stelle
gibt.
Dort, an einem kleinen See, hatte ich vor 2 Jahren gezeltet, und ein recht
aufregendes Erlebnis gehabt. Es war ein genau so verregneter Tag, wie heute. Es
dämmerte bereits, ich war im Zelt und kochte in der Apsis Tee. Plötzlich hörte
ich trampelnde Geräusche! Andere Wanderer, dachte ich zunächst, aber die
Schritte waren doch sehr schwer! Dann ein dröhnendes Grunzen! Solch ein Asthma
kann niemand haben! Das konnte kein Wanderer sein, Herzklopfen! Die Schritte
kamen näher, der moorige Boden vibrierte. Ein großer Schatten beugte sich über
mein Zelt, in dem ich wie in einer Falle saß! Der riesengroße Kopf mit einer
überdimensionalen Nase beugte sich zu meinem dampfenden, rußgeschwärzten
Wildnis-Teekessel herunter. Ich bellte wie ein Hund und wie angeschossen fuhr
das große Tier in die Höhe, rannte davon, der Boden bebte. Als ich mich von
dem Schreck erholt hatte, öffnete ich den Reißverschluss, schaut hinaus. Am
Seeufer, etwa 50 Meter von mir entfernt, stand ein fast erwachsener Elch und
blickte erstaunt über die Schulter zu mir her. Ich blickte wahrscheinlich
ebenso erstaunt zu ihm hin. Dann trabte der Elch davon.
Dieses Jahr blieb die
Nacht ruhig, an meinem Lagerplatz. Der nächste Tag war wie der vorherige: Nass!
Nachdem ich die anderen, wie erwartet, am "Elchsee" überholte, trafen
wir uns am Abend wieder, im Fichtenwald, an einem kleinen Fluss, beim nächsten
Nachtlager. Noch wenige Kilometer bis Kvikkjokk. Der Weg ist breit und
ausgetreten, führte durch Fichtenwald, der Boden ist dick mit Fichtennadeln
bedeckt, weich, teilweise auch vom Regen aufgeweicht und es ist fantastisch schön,
hier barfuß zu laufen. Plötzlich lag vor mir, mitten auf dem Weg ein riesiger
Haufen Heidelbeeren, ziemlich verrottet.
Was ist das, da sind ja Fußspuren, da
ist einer barfuß gegangen! Nein, das kann kein Mensch gewesen sein, der hat ja
mindestens Schuhgröße 53, extraweit! Wie winzig mein zartes "Patschefüßlein"
dagegen ist! Das muss ein Riese von einem Bären gewesen sein! Danach schaute
ich mir den Boden genauer an, auf dem Weg und fand im weiteren Verlauf noch
einige Spuren. Von einer Mutter mit Kind und noch mal von einem Weibchen, oder
auch einem kleineren Männchen. Kvikkjokk kann man nur mit dem Boot erreichen.
Doch in der Nachsaison gibt es keinen regelmäßigen Bootsverkehr im Tarradelta.
Also musste ich durch dichten Wald und nasses Unterholz bis auf Sichtweite des
Dorfes gehen, barfuß durch hohes Gras und Farne. Am gegenüberliegenden Ufer
des 18-Seelen-Dorfes musste ich mich nun bemerkbar machen. Mittels Buschtelefon!
Nein keine Trommel, afrikanisch versteht in Lappland keiner. Also versuchte ich
es mit Rauchzeichen! Und siehe da, das Feuerchen brannte noch gar nicht richtig,
da kam auch schon ein Motorboot angerauscht, um mich aus der Wildnis zu holen.
Ich erzählte dem Bootsführer von den Bärenspuren. Er nickte nur gelangweilt:
"There are a lot!"
Noch zwei gemütliche Barfußtage in Kvikkjokk, bei
nun wieder herrlichstem Spätsommerwetter, dann brachte mich der Bus wieder zum
Bahnhof in Murjek und ich konnte Richtung Heimat rattern.
Bernd A.
Ich habe schon öfters Diavorträge über
meine Reisen gehalten, bei Vereinen etc habe dabei die Tatsache, dass ich
barfuß unterwegs war gar nicht besonders erwähnt, man hat es halt auf den Dias
gesehen. (Großaufnahmen hatte ich vorher sogar aussortiert)
Und am Ende gab es
ausschließlich immer wieder die selben oberdoofen Fragen bezüglich meiner
Füße, als ob es nichts anderes mehr gäbe! Echt ätzend, manchmal geht's mir
selbst ja auch auf den Geist, aber ich kann halt auch einen echten
"Ochsenkopf" haben ... (Wie Du auch sagst, Unci, "jetzt erst
recht"...)
"Ja mein Gott, wenn's mir zu kalt oder zu steinig ist,
ziehe ich halt Schuhe an, da hab ich keine Probleme!" habe ich schon oft
geantwortet, aber das kapieren diese Ho.. - Schlauköpfe (ich möchte ja niemanden
beleidigen) einfach nicht!
Vor zwei Wochen hat mich nun der Südwestrundfunk um
ein Interview gebeten. Sie sind auf Grund meiner Reiseberichte in diesem Forum
auf mich gestoßen!!! Ich dachte mir, gut warum nicht, da kann ich ja einiges
dazu erzählen. Aber am Ende ging's wieder nur um das Eine! Ich glaube, dieses
Interview ist gar nicht gesendet worden, weil meine Antworten viel zu zögerlich
und unspektakulär waren. Es ging (und geht) mir einfach nicht ums Barfuß
laufen an sich und ich möchte auch keinen "Kult" daraus machen.
Übrigens, zahlen wollten die natürlich auch nichts, für das Interview,
irgendwie kam ich mir wie ein billiger Pausenclown vor ...
Am 19 Februar habe ich
nun einen Diavortrag über Skandinavien an der Volkshochschule. Ich habe mir
schon überlegt, ob ich alle Dias, auf denen ich barfuß zu sehen bin,
aussortiere, um der Fragerei vorzubeugen und um mir womöglich nicht alle
Chancen auf weitere Vorträge zu verbauen. Aber dann wären so gut wie keine
Aufnahmen mehr dabei, die mich selbst zeigen, und das würde den Vortrag
langweilig machen.
Natürlich werde ich dort "gesellschaftsfähig"
(also nicht barfuß) vortragen.
Bernd A.
Hallo Bernd, ich kann mir gut vorstellen, dass die Aussicht auf die
"dummen Fragen" Dich reichlich nervt und Du froh wärst, wenn die
Fragerei Dir erspart bliebe - so geht es ja im Grunde den meisten von uns, die
weder auffallen noch provozieren und sich schon gar nicht rechtfertigen wollen.
Trotzdem drängt sich mir beim Lesen der Eindruck auf, dass Du Dir die Sache
selbst erleichtern könntest, wenn Du in Deinen Vortrag etwa folgendes
einfließen lassen würdest (ich phantasiere mal etwas):
"Möglicherweise
ist Ihnen schon aufgefallen, dass ich auf den Bildern immer barfuß zu sehen
bin. Das ist kein Zufall, sondern ich habe schon vor Jahren die Entdeckung
gemacht, dass Barfußgehen in der Natur eine ganz intensive und tolle Erfahrung
ist und übrigens viel ungefährlicher als viele glauben - unsere Vorfahren
haben barfuß die ganze Welt besiedelt. Mir bekommt es bestens, und wie
außerordentlich gesund Barfußgehen ist, wissen wir ja seit Pfarrer Kneipp
ohnehin alle."
Damit sollte die Luft aus der Sache raus sein, zumal
während des Vortrags kaum jemand unterbrechen oder nachhaken wird.
Falls
nachher noch jemand darauf eingehen will, kannst Du auf eine solche Nachfrage
hin, einige von Lorenz' Flyern zücken und auf den von Karlsruhe ja nicht so
weit entfernten Barfußpark Dornstetten verweisen.
Ich habe jedenfalls die
Erfahrung gemacht, dass in dem Spruch "Angriff ist die beste
Verteidigung" zumindest insofern ein wahrer Kern steckt, dass man gut
beraten ist, sich nicht "erwischen" und durch aggressive oder nur
dämliche Fragen in eine Ecke drängen zu lassen, sondern durch gemäßigt -
offensives Auftreten solchen Versuchen den Boden unter den beschuhten Füßen
wegzuziehen.
Damit ist man auch längst noch kein Barfüßigkeits - Missionar,
sondern nur jemand, der zu seiner Entscheidung für freie Füße steht.
Herzliche Füße rheinaufwärts sendet Dir Georg
Ich habe mir übrigens selbst schon überlegt, ob ich nicht an der
Volkshochschule einen Kurs für's Barfußlaufen anbieten soll. Wenn bei meinem
Diavortrag nächste Woche wieder nur Fragen zu meinen Füßen kommen, werde ich
dem Interesse Rechnung tragen und den Kurs anbieten. Der müsste dann ja reges
Interesse finden.
Vielleicht werde ich auch eine Diaschau zu meinen auch hier im
Forum geschilderten Reisen mit dem Thema "Barfuß um die Welt"
ausarbeiten.
Hochbarfußvoll Bernd A
Im Reiseteil des "Best of" sind zahlreiche weitere Schilderungen von Bernds Barfußreisen enthalten.
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