Barfuß - Pressespiegel von September 2003 (2.Teil) 

Der erste Teil der Septemberpresse findet sich hier.

Die Aktion des Jugenddorfs zieht Biermann glatt die Socken aus [...]
Zwar nicht sein letztes Hemd, dafür aber ein Paar Socken spendete Celles Oberbürgermeister Martin Biermann für die Arbeit mit benachteiligten Menschen. Vor kurzem überreichte er der Sprecherin des Christlichen Jugenddorfes (CJD) Celle, Silke Knoop, keine roten und keine schwarzen, stattdessen aber ein paar neutrale blaue Socken, die mit anderen prominenten Strümpfen via Internet versteigert werden sollen. Der Erlös soll benachteiligten Mensch zugute kommen.
"In unserer Gesellschaft hat eine dramatische Entsolidarisierung begonnen", so Biermann. "Eine Idee, die das Bewusstsein der Menschen zu mehr Solidarität miteinander verändert, kann nicht originell genug sein", meint Celles Oberbürgermeister und opfert bereitwillig sein Sockenpaar für den guten Zweck. Eigentlich hätte bereits ein Strumpf genügt. "Doch mit einer Socke kann ich nichts anfangen", lächelt Biermann und gibt auch die zweite dazu [...]
"Darüber hinaus werden in allen Einrichtungen des CJD Strümpfe gesammelt, um sie bei einer großen Abschlussveranstaltung am S-Day, dem 19. September, zu präsentieren", so die Pressesprecherin [...] Alle Bürger werden dazu aufgerufen, am S-Day Socken zu spenden. Für jede Socke zahlen Sponsoren einen vorher vereinbarten Betrag. Auch dieses Geld ist für die Arbeit mit benachteiligten Menschen bestimmt. Damit die edlen Sockenspender nicht barfuß nach Hause gehen müssen, gibt es für jede abgegebene Socke ein Paar Strümpfe vom CJD Jugenddorf gratis. Um es den Sockenstiftern außerdem attraktiv zu machen, den Strumpf vom Fuß zu ziehen, haben sie die Chance auf den Gewinn eines Smart. Doch damit nicht genug: Sogar ein Eintrag ins "Guiness-Buch der Rekorde" sei für die Socken-Aktion vorgesehen [...]
[Cellesche Zeitung, 10. 09. 2003]
Ideen gibt's .....

Nicht ganz durchgedreht
Gedichte und Texte von Neva Bühler zwischen Holz und Glas
Rorschach. Im Zentrum St. Kolumban stellte Autorin Neva Bühler ihre Gedichte und Texte vor, die sie als Sammlung unter dem Titel «Nicht ganz durchgedreht» in einer von ihr Stück für Stück handgefertigten Aufmachung aus Holz und Glas anbietet [...]
Man kennt sich, man begrüsst sich, steht plaudernd zusammen und freut sich gemeinsam mit Neva Bühler über die besonders originell aufgemachte Sammlung ihrer Texte und Gedichte, die nun [...] im Lena-Verlag Rorschach herausgekommen ist. Der Titel «Nicht ganz durchgedreht» passe schliesslich zum turbulenten Geschehen dieser Vernissage, lacht Neva Bühler und gibt einige Kostproben ih- rer Gedichte. So schreibt sie unter dem Titel «Erinnere Dich» Barfuss/und jeden Morgen/ wenn ein Tropfen Tau dich berührt/sich deine zarte Blüte öffnet/der erste Sonnenstrahl dich dann küsst/erinnere dich und rufe dir zu:/Das alles bist nur du ... [...]
Es sind Gedichte aus dem Leben fürs Leben, erklärt Neva Bühler, die ihre Wurzeln in Slowenien hat, die aber kurz nach der Geburt auf einen langen, harten und verschlungenen Weg mit zahlreichen Stationen musste, der sie schliesslich 1989 nach Rorschach und an den Bodensee und damit in die Gegend führte, die von Anfang an ihre grosse Liebe wurde [...]
[St. Galler Tagblatt, 11. 09. 2003]

Urlauber tragen Sand weg
Rund drei Tonnen Sand schleppen die Touristen in einer Sommersaison an ihren Fußsohlen von den Badestränden der Balearen-Insel Menorca weg, schätzt der für die Strände zuständige technische Direktor Francesco Roig. Die Regionalregierung will es genau wissen: Eine Studie soll nun exakt ermitteln, wie viel Sand an den Urlauber-Füßen hängen bleibt.
Es handele sich um eine noch nie dagewesene Untersuchung, schreibt die Zeitung "El Mundo". Zwei Stipendiaten, die mit der Studie betraut wurden, erwarten die Urlauber am Ausgang der Badestrände. Jeder muss seine Schuhsohlen oder, wenn er barfuß geht, die nackten Füße in einem Eimer mit Wasser abspülen. Der aufgefangene Sand wird danach gewogen. Erste Erfahrung der Kontrolleure: "Die meisten Leute lachen, wenn wir ihnen sagen, worum es geht. Schon oft wurden wir gefragt, wo denn die versteckte Kamera sei."
[Hamburger Abendblatt, 11. 09. 2003]

Kate Hudson: Baby im Abendkleid [...]
Lächelnd schlendert Kate Hudson (24) barfuß in den schwer mit Stuck verzierten Prunksaal des Hotels "Excelsior" am Lido. "Ich musste meine Highheels ausziehen, weil meine Füße so geschwollen sind", sagt sie zu BUNTE. Der Grund war nicht zu übersehen: Die wunderschöne Tochter von Goldie Hawn (57) ist im fünften Monat schwanger und glüht förmlich vor Glück: "Es geht mir wunderbar. Es ist alles genau so, wie ich es mir erträumt habe. Ich wollte schon immer Mutter werden!" [...]
[Bunte, 12. 09. 2003]

Leben in Abgeschiedenheit
Siegen/Wilnsdorf. (wp) Eine schlichte Kapelle im Baustil der sechziger Jahre, daneben das eigentliche Kloster, in der selben Zeit gebaut. Spaziergänger sehen auf der Eremitage nur die Fassaden des nüchternen Zweckbaus. Doch dahinter verbirgt sich ein spirituelles Zentrum der Katholiken im Dekanat.
Vor 50 Jahren kamen die ersten Klarissenschwestern aus Bad Neuenahr nach Siegen. [...] 1966 zogen die Schwestern dann in den Neubau um [...]
Die Klarissen auf der Eremitage zählen unter den vielen verschiedenen franziskanischen Ordensgemeinschaften zu den strengen Betorden. "Sie gehen barfuß, heizen ihre Klosterzellen selbst im strengsten Winter nicht, und beten und büßen Tag und Nacht stellvertretend für uns alle", sagte der Erzbischof damals. "Ihr seht sie heute zum ersten und zum letzten Mal. Von jetzt an werden sie mit der Außenwelt nur verkehren können über einige Außenschwestern."
Auch wenn die strengen Sitten heute etwas gelockert sind: Am Sinn des Klarissen-Lebens hat sich seit 1966 nichts geändert. Die inzwischen zehn Schwestern [...] beten für ihre Mitmenschen, das Dekanat und einzelne Anliegen [...]
[Westfalenpost, 13. 09. 2003]

Und hier noch ein Tipp für die Berliner, bei Interesse vormerken für 2004:
Warte mal hier, Mama geht tanzen
Wenn das Kind da ist, hört der Spaß auf? Ein Berliner Open Air Music Club beweist, dass "Mutter, Vater, Kind" auch anders geht. Ein Rundgang über den "Young and African and Arts Market" (YAAM) in Treptow
Es ist Sonntag, ein verregneter Sonntag im Spätsommer. Die Sonne bricht durch die Wolken und über der Stadt liegt ein Regenbogen. Eine junge Frau tanzt barfuß inmitten einer Pfütze. Auf dem Arm hält sie einen Säugling. Ein DJ legt Raeggae auf.
Der Young and African Arts Market (YAAM) hat sich ein altes Fabrikgelände an der Spree hergerichtet. Jeden Sonntag von 14 bis 22 Uhr öffnet das YAAM im Ostberliner Stadtteil Treptow seine Tore. Trotz des Regens sind an diesem Sonntag ein paar hundert Leute gekommen, zum Teil recht typische Kreuzberger Alternative, viele afrikanische und jamaikanische Einwanderer und Jugendliche aus der Umgebung [...] Geboten wird viel Programm für wenig Geld. Mit 3 Euro ist der Eintritt ins YAAM billiger als jeder Babysitter. Bei schönem Wetter laufen auf dem Gelände bis zu hundert Kinder herum. Nicht jeder ist begeistert von dem Freiluftclub. In Treptow hat sich eine Bürgerinitiative gegen das YAAM gegründet. Grund: Lärmbelästigung [...]
[taz, 13. 09. 2003]

Auch ein Gewinnspiel zur Ortsbildmesse [...]
Stamsried. (jh) Am morgigen Sonntag, 14. September, ist es soweit: Stamsried lädt zur Ortsbildmesse ein. Besucher können sich den ganzen Tag über Ideen und Denkanstöße zur Entwicklung ihres Dorfes holen, Gemeinschaft pflegen, Musik hören und sich kulinarisch verwöhnen lassen. [...] Bei einem humorvollen Preisrätsel der beliebten Heimatzeitung kann man schöne Preise gewinnen, vom Milchschäumer bis zur Zaubertafel, von der Wetterstation bis zum Terminplaner [...]
Drei Fragen des Gewinnspiels
Die Lösung auf die drei Fragen kann man sich ja schon einmal überlegen: [...]
3. Wie muss der neue Erlebnisweg, der bei der Ortsbildmesse eingeweiht wird, begangen werden ? ? Barfuß, mit Gummistiefeln oder mit Socken ? [...]
Stamsried wird natürlich auch selbst die Gelegenheit nutzen, sich darzustellen und das zu zeigen, was im Zuge der Dorferneuerung geleistet wurde. Die Marktgemeinde will darüber hinaus belegen, dass sie eine Familien-Gemeinde mit speziellen Angeboten für junge Familien ist, ferner eine ökologische Gemeinde, eine Integrationsgemeinde und eine weltoffene Partnergemeinde. [...] Im Rahmen der Ortsbildmesse wird zudem ein Barfußweg eingeweiht, den die Besucher dann gleich ausprobieren können.
Zu einem kostenlosen Rundgang sind alle Interessierten eingeladen, die sich anstecken lassen wollen, aktiv zu werden und zu gestalten. [...]
[Chamer Zeitung, 14. 09. 2003]
Dank des Tipps ließ sich das tonnen - schwere Rätsel ja doch noch lösen!


Statt Motivation verkohlte Fusssohlen
oberriet. Teilweise schwere Verbrennungen haben sich acht Frauen eines Unihockey-Teams zugezogen, die in Oberriet ein Feuerlaufen absolvierten.
Statt gestärkter Motivation und vertiefter Kameradschaft haben sich die Hockeyanerinnen der Winterthurer Red Ants bei einem Feuerlauf schmerzhafte Blasen, in den schlechtesten Fällen schwere Verbrennungen und einen Kreislaufzusammenbruch eingehandelt.
Gemäss «NZZ am Sonntag» und «Sonntags-Zeitung» hatte der Verein via Internet ein Feuerlauf-Seminar gebucht, das in Oberriet stattfand. Dabei werden die Teilnehmenden darauf vorbereitet, am Ende des Seminars unbeschadet über einen mehrere Meter langen Glutteppich gehen zu können - barfuss.
Bereits die erste Feuerläuferin erlitt gemäss den Sonntagsmedien schwere Verbrennungen an den Fusssohlen. Dennoch habe die Seminarveranstalterin weitere sieben Frauen über den Glutteppich gehen lassen, ehe die Übung dann abgebrochen wurde. Eine davon bezahlte dafür mit einem Kreislaufkollaps [...]
[St. Galler Tagblatt, 15. 09. 2003]

Vorhang auf für die Kultur-Spiele [...]
Für Professor Stephan Miller ist die Sache klar: "Der Olympia-Tourist wird nicht nur zu den Spielen anreisen, sondern auch noch einen Ausflug ins Umland unternehmen", sagt er und grinst siegessicher vor sich hin. "Und dann wird er auch in Nemea vorbeikommen."
Miller ist Ausgrabungsleiter an der antiken Stätte von Nemea, das etwa 70 Kilometer westlich von Athen, mitten auf dem Peloponnes, liegt. Die antike Stätte ist unter anderem dadurch bekannt geworden, dass der Sagenheld Herakles als Helm den Kopf und als Rüstung das Fell eines Löwen trug, den er als erste seiner zwölf Heldentaten erledigt hatte. Doch in Nemea befindet sich neben der Höhle dieses erlegten Löwen und drei Säulen eines Zeus-Tempels auch ein Stadion. Kurze Zeit nach den ersten Olympischen Spielen der Antike 776 vor Christus fanden auch in Nemea, Korinth und Delphi sportliche Wettkämpfe statt. "Sind Sie schon einmal in einem antiken Stadion um die Wette gerannt?", fragt Miller [...] "Sehen Sie, genau dieses Erlebnis können wir den Olympia-Touristen bieten."
Schon vor drei Jahren hatte Miller gleichzeitig zu den Olympischen Spielen in Sydney "Nemeische Spiele" veranstaltet: Barfuß und nur mit einem Tuch bekleidet rannten damals Einheimische und Touristen in Nemea um die Wette. [...]
"Uns ist noch nicht ganz klar, auf wie viele Tage wir die "New Nemean Games" ausdehnen müssen, wenn die Touristen zu uns kommen und mitmachen wollen", sagt er. Denn dass jeder, der das Stadion von Nemea besichtigt, auch willens ist, bei einem Wettlauf ohne Schuhe zu mitzumachen, steht für den Ausgrabungsleiter außer Frage. [...]
[Saarbrücker Zeitung, 15. 09. 2003]

Auch den Kasper gab's im Mittelalter schon
Beim Burgfest in Dreieichenhain weihten Rittersleut und Handwerker die Besucher in alte Tradition und Kultur ein
Rund 15 000 Besucher ließen sich bis Sonntagabend beim Burgfest in Dreieichenhain auf eine Zeitreise ins Mittelalter mitnehmen. Rittersleute, Quacksalber, Handwerker, Mägde und die Stadtwache machten den Burggarten und -graben lebendig. Es roch nach Buchenfeuer, Flammkuchen, Gewürzen, Ölen und heftig nach Knobibrot [...]
Matthias und Susanne von der Gruppe Colores Artis aus Erlangen entspannen an solchen Tagen, wenn sie sich ins Mittelalter katapultieren. [...] Zum Frühstück gibt es Hirsebrei und später Spanferkel. "Ich kann dann barfuß laufen", sagt Susanne und Matthias - nicht Schmied oder Schuhmacher, sondern Netzwerkadministrator - freut sich auf die Zeit ohne Termine und Hektik. "Jeder hat so viel Stress wie er sich selbst macht."
Vor Matthias und den anderen der Gruppe glüht das Holz im Feuer und der Mann sitzt scheinbar sorglos im Schatten auf Strohballen. "Im Mittelalter spielte die Zeit keine Rolle", sagen die Bauern und Wegelagerer. [...]
[Frankfurter Rundschau, 16. 09. 2003]

Am Granittor den Alltag abstreifen
Einen neuen Barfußweg in der Stamsrieder Kirchbachaue eröffnet
Stamsried. (kk) Dass barfuß gehen gesund ist, wusste schon der Allgäuer Wasserdoktor Sebastian Kneipp. Überlieferungen zufolge wanderte er seinerzeit frühmorgens ohne Schuhe querfeldein über taunasse Wiesen. Wie bei einer Fußreflexzonenmassage fördert das die Abwehr, stärkt das Herz-Kreislaufsystem und regt die Durchblutung an. Seit Sonntag können nun auch die Stamsrieder und ihre Gäste die Natur mit den Sinnen der Füße erfühlen. Ein Barfußweg mit 15 Stationen entstand in der Kirchbachaue, die als Naherholungsgebiet sowie Naturidylle im weiten Umkreis ihresgleichen sucht. [...]
"Die Kirchbachaue ist ein Paradebeispiel für das Umwelt- und Naturbewusstsein, mit dem sich der Markt Stamsried identifiziert und ein Musterbeispiel für die Dorferneuerung", sagte Bürgermeister Alfred Lang. [...]
Langs Dank galt dem Kneippverein, welcher 70 Prozent der Kosten für den Barfußweg geschultert hat, sowie den vielen freiwilligen Helfern, die sämtliche Arbeiten ausgeführt haben [...]
Kneippvereinsvorsitzender Dr. Clemens Raab erklärte, wie das Interesse des Vereins für einen Barfußweg geweckt wurde. Bei einer Ausflugsfahrt besichtigte man einen solchen Erlebnisweg. Die mitgereisten Kinder waren so angetan vom Barfußweg, dass man sich von der Begeisterung anstecken ließ und einen solchen auch für Stamsried ins Auge fasste. Die entstandenen 15 Stationen sind als "moderne Interpretation" des Barfußgehens von Pfarrer Kneipp anzusehen. Durch ein symbolisches Tor, dargestellt durch zwei aufgestellte Granitblöcke, geht man in eine andere Welt. An den Steinen soll der Alltag "abgestreift" werden, Entspannung soll einsetzen um - ganz nach Kneipp - Seele, Körper und Geist gesund zu erhalten [...]
[Kötztinger Zeitung, 16. 09. 2003]

Admira - Pasching auf arg ramponiertem Rasen
Maria Enzersdorf - In der Südstadt wartet auf die Admira und FC Superfund Pasching am Mittwoch im Nachtragsspiel der vierten Runde in der österreichischen T-Mobile Fußball-Bundesliga ein Rasen, der sich nach der "Regenschlacht" am Samstag gegen Bregenz in desolatem Zustand befindet. [...]
"Vor allem in einem Strafraum schaut es sehr schlecht aus, da wird der Rasen von einigen Mitarbeitern barfuß eingetreten", schilderte Admira-Trainer Alfred Tatar [...]
[Tiroler Tageszeitung, 16. 09. 2003]
Rasentreter - ein brauchbarer Barfußjob? Hier eine Alternative, allerdings auch nur knapp verfügbar:
Jeder Dritte hatte keinen "Fahrschein" [...]
Der Super-Sommer 2003 ist gelaufen. Und das ist auch gut so.
Findet zumindest Georg Kullik, einer der Schönberger Strandkontrolleure: "In dieser Saison war es wirklich äußerst anstrengend", zog er jetzt Bilanz dreier heißer Monate in der Hauptsaison.
Buhne 18 bis 26, ein rund fünf Kilometer langer Strandabschnitt in Kalifornien, das ist das Revier des 63-Jährigen. Im Schnitt vier bis fünf Stunden ist Georg Kullik hier mit Geldtasche und Gemeindeausweis barfuß im Sand unterwegs. Tagesgäste "ohne gültigen Fahrschein", wie er sagt, die gilt es "herauszufischen" [...]
Nur so viel: Rund ein Drittel der Badegäste liegt laut Auskunft Kulliks ohne das in der Hauptsaison fällige Zwei-EuroTages-Ticket, das an speziellen Automaten gelöst werden kann, am gebührenpflichtigen Strand.
Wer erwischt wird, muss ohne Aufschlag nachzahlen [...]
[Kieler Nachrichten, 20. 09. 2003]

Ohne Schuhe über Ziellinie [...]
Forchheim. (hfz/obl) Kein Vertrauen in seine Schuhe hatte beim Fränkische-Schweiz-Marathon in Forchheim Alfons Rubenbauer. Der Läufer des SV Illschwang nahm sein Schuhwerk in die Hand und lief die letzten Kilometer barfuß.
Die Schuhe musste er mit nehmen, da der Chip für die Zeiterfassung an ihnen befestigt war. Nach 3:17:02 Stunden erreichte der 47-Jährige das Ziel unter großem Beifall der zahlreichen Zuschauer als 98. der Gesamtwertung und Zehnter der Altersklasse M45 [...]
[Sulzbach-Rosenberger Zeitung, 17. 09. 2003]

Barfuß-Wetter im September - "Quinta" sei Dank
Schuhe aus, barfuß. Das Gesicht ins Licht, die Sonne genießen. Der diesjährige Rekordsommer nimmt kein Ende. Er begeistert weiter [...]
Ganz so besonders ist das momentane Wetter trotzdem nicht. Gebauer: "So etwas kommt schon ab und zu mal vor." Wolkenloser Himmel, wenig Wind, ungetrübter Sonnenschein - Hoch "Quinta" beschenkt nicht nur Hamburg, sondern ganz Mitteleuropa. Und das Beste ist: Das schöne Spätsommerwetter bleibt. Auch in den kommenden Tagen sollte die Sonnenbrille in keiner Tasche fehlen. [...] Dem Wochenendausflug steht also nichts mehr im Wege. Schuhe aus, barfuß
[Hamburger Abendblatt, 17. 09. 2003]

Die Koordination von Körper und Geist
Im Jiu-Jitsu/Karateverein Cottbus wird auch philippinischer Stockkampf gelehrt
Ich stehe barfuß zusammen mit etwa einem Dutzend weiterer Sportler unbeholfen in einem Kreis und versuche einen circa 60 Zentimeter langen Holzstab mehr oder weniger geschickt durch die Finger und über meinen Handteller kreiseln zu lassen. Alles gar nicht so einfach. Dabei sind dies gerade mal die ersten Schritte, um Combat Arnis – einen neuen Kampfsport – zu erlernen.
Combat Arnis, das ist eine philippinische Kampfkunst. In Vollendung wird sie mit Schwert oder Machete ausgeführt. Für Anfänger wie mich tut's das so genannte Manila-Holz, ähnlich dem Rattan. «Du musst erst mal die Waffen, den Stock, kennen lernen. Alles eine Frage der Übung» , ermuntert mich Trainer [...] Bei ihm, dem Sensei (Meister), wandert der Stock dagegen geschmeidig durch die Finger, dreht sich rhythmisch und schnell über seinen Handteller. [...]
Es geht um weiche Bewegungen, um Koordination von Geist und Körper, um Konzentration, auch Reaktion. Auch Disziplin und Etikette – die Verbeugung vor dem Gegner ist obligatorisch – gehören dazu. Mit Kampf im eigentlichen Sinne hat dieser asiatische Kampfsport erst in zweiter Linie zu tun [...]
«Selbstverteidigung muss aus dem Stand, unaufgewärmt und in Straßenkleidung funktionieren – und ohne akrobatische Fähigkeiten, bis ins hohe Alter.» Und fast ohne Kraft. Alle Bewegungsmuster nutzen vor allem die Kraft des Gegners, blocken und leiten sie um. Durch geschickten Einsatz des Stockes und seiner Hebelwirkung wird der Gegner beispielsweise entwaffnet [...]
Dynamisch, kraftvoll, schnell und beweglich auf den Zehenspitzen, zugleich geschmeidig und rund wirken die Bewegungen, treffen die Hölzer aufeinander. [...]
[Lausitzer Rundschau, 20. 09. 2003]

Barfuss durchs Appenzellerland
Herbstausflug der Firmen [...]
Am vergangenen Wochenende war es wiederum so weit, die Firmen [...] traten mit der ganzen Belegschaft sowie den Partnerinnen den Herbstausflug an. Diesmal führte die Reise ins schöne Appenzellerland. Das Wetter präsentierte sich von seiner besten Seite, als es hiess: Schuhe ausziehen und barfuss laufen. Alle - bis auf einige Ausnahmen - durften die ungewohnten Eindrücke des Barfussgehens im Hochtal von Gonten kennen lernen und sich von den verschiedensten Sinneseindrücken überraschen lassen. Wiesen und Bäche wechselten mit kurzen steinigen oder asphaltierten Streckenabschnitten ab. Hier und dort erfolgten interessante Diskussionen.
Stärkung auf appenzellisch
Als kleine Stärkung konnte in Gonten unter freiem Himmel jedermann ein entspannendes Fussbad mit Moorwasser geniessen und als grosse Stärkung sich mit einem typischen Appenzeller-Menü den Magen voll schlagen. [...]
[St. Galler Tagblatt, 25. 09. 2003]

Eisenberger Kindergarten tritt in die Fußstapfen von Kneipp [...]
Der Kindergarten am Waldkrankenhaus in Eisenberg will "Kneipp-Kindergarten" werden. Ansatzweise werden Kneippsche Methoden schon seit einigen Monaten ausprobiert. In einem Elternabend am Dienstag wurde das Konzept als Ganzes vorgestellt, und die anwesenden Eltern waren einstimmig dafür.
Beim Namen Kneipp denken viele zuerst mal an Wassertreten oder kalte Güsse; sein bekanntestes Buch hieß ja auch "Meine Wasserkur". Doch das Naturheilverfahren, das der in Bad Wörishofen berühmt gewordene Pfarrer Sebastian Kneipp vor mehr als hundert Jahren entwickelt hat, umfasst viel mehr. Und es geht dabei auch nicht nur um die Heilung Kranker, sondern um gesunde Lebensweise an sich. Sein Erfolgsrezept ist die einheitliche Betrachtungsweise von Körper, Geist und Seele, basierend auf den fünf Wirkprinzipien Wasser, Bewegung, Heilpflanzen, Ernährung und Lebensgestaltung.
Vieles davon geht auch im Kindergarten umzusetzen [...] Z. B. bewusstes Bewegen, das gesunde und abwechslungsreiche Frühstück, Kennenlernen von Kräutern und Heilpflanzen, aber natürlich auch leicht zu lernende und spielerisch handhabbare Wasseranwendungen. "Kinder brauchen keine Handtücher. Mit dem Waschlappen z. B. über Arm oder Bauch streichen, ist gesünder und tut gut" [...] "Selbst barfuß im Schnee laufen können ihre Kinder. Keine Angst - davon wird keiner krank." Im Gegenteil, glaubt sie aus den Erfahrungen anderer Kneipp-Kindergärten. In einem halben Jahr will sie nachfragen, wie sich die Erkältungsrate entwickelt hat [...]
[Ostthüringer Zeitung, 26. 09. 2003]

Bad Sobernheim-Erlebnispfad
Barfußpfad an der Nahe mit Lehmbecken, Holzbohlen und Hängebrücke [...]
Der erste Teil der Wegstrecke verlangt Überwindung. Da geht es durch ein mit lehmigem Wasser gefülltes Becken hindurch, in dem man aufgrund der Kälte völlig das Gefühl für seine Füße verliert.
Aber offenbar haben die Erfinder des Barfußpfades diese Erfahrung bewusst an den Anfang gestellt: Allmählich werden die Füße wieder warm und die Sohlen sind für die nun folgenden Erfahrungen sensibilisiert.
Grasboden, Rindenmulch, Kieselsteine, Sand und Holzplanken wechseln sich ab. Und schon bald spürt man, wie ein Wohlbefinden durch die ansonsten in Socken und Schuhwerk eingezwängten Füße strömt.
"Ganzheitlich" nennen manche Therapeuten ein solches Erlebnis, das alle Sinne, Körper und Seele vereinen soll, andere bezeichnen es schlicht als "Fußreflexzonenmassage".
Emanuel Felke, der Bad Sobernheimer "Lehmpastor", hat den Kurgästen schon vor hundert Jahren Barfußwanderungen empfohlen. Licht, Luft, Wasser und Erde sollen den Menschen von inneren und äußeren Verspannungen befreien. Erfolgreich ist das Konzept auf jeden Fall.
Seit der Barfußpfad im Jahre 1992 eröffnet wurde, sind über eine Million Gäste die 3,5 Kilometer lange Strecke entlang spaziert – von Mai bis September diesen Jahres waren es schon 125 000. Andere Orte – zum Beispiel Bad Wörishofen, Neuss und Penzberg – haben das Modell inzwischen kopiert.
Morgens sind auf dem Barfußpfad viele Schulklassen zu sehen, die einen Wandertag der etwas anderen Art erleben. Der Weg führt immer an der Nahe entlang, bis man den zumeist flachen Fluss auf einer Furt kreuzen muss. Wenn die Strömung einmal stärker ist, kann man sich an zwei über den Fluss gespannten Seilen festhalten. Dann geht es am anderen Naheufer zum Ausgangspunkt zurück.
Zwischendurch kann man auf wackeligen Planken balancieren oder über schwankende Bohlen klettern – ein Spielplatzerlebnis auch für Erwachsene. Wer damit nichts im Sinn hat, kann die Hindernisse auch seitlich umgehen.
Am Ende kommt die Hauptattraktion: Die längste Hängebrücke Deutschlands. Auf einem dicken Seil und gesichert durch das hohe Seilgeflecht am Rand überquert man die Nahe, wobei nicht nur Kinder ihren Spaß dabei haben, das Schwanken durch Rütteln und Hüpfen noch zu verstärken.
Alternatives Beförderungsmittel ist ein Nahefloß, das man an Seilen über den Fluss manövrieren muss. Schließlich kann man sich an Wasserbecken die Füße reinigen oder – wenn man noch nicht genug hat – eine weitere Runde absolvieren.
Der Barfußpfad wird seit Jahren immer weiter ausgebaut. Noch gibt es lange Strecken, die sich nicht von einem normalen Wanderweg unterscheiden: Der Untergrund besteht schlicht aus Sand und Gras. "Entlang der Nahe sollen verstärkt weitere Bodenbeläge wie Kiesbett, Holzpflaster und Holzbohlengang eingebaut werden" [...] Das Lehmtretbecken soll künftig maschinell befüllt werden. [...]
Anregungen der Besucher werden künftig in einem Kasten gesammelt. Manche wünschen sich auf dem Barfußpfad noch mehr Sinnesreize, zum Beispiel Moorschlamm, Heu oder Felsen. Spaßvögel schlagen eine Strecke mit Kuhfladen und Pferdeäpfeln vor oder gar ein Teilstück, das mit glühender Holzkohle ausgelegt ist. [...]
Gar nicht so abwegig ist die Idee, einen "Bad Sobernheimer Barfuß-Marathonlauf" ins Leben zu rufen. Nach zwölf Runden hätten die Teilnehmer fast exakt die verlangte Distanz bewältigt und unterwegs viel mehr erlebt als bei den sonst üblichen Läufen auf Sand und Asphalt.
[Rüsselsheimer Echo, 27. 09. 2003]
Der Barfuß - Marathon ist jedenfalls eine interessante Idee. Vielleicht wären ja auch etwas kürzere Strecken als "Volkslauf" denkbar?

Fit mit Mozart und Trommeln
Fast jedes Jahr wird die Aerobic neu erfunden: mit aktueller Musik und immer wieder neuen Bewegungsformen. Heuer ganz neu im Programm: Trommeln und klassische Musik [...]
Genug von Hip-Hop?
Die zweite Neuheit heißt "Klassisch trainieren" [...] Es richtet sich vor allem an jene, die genug haben von Hip-Hop und all den anderen Beats. Beethoven und Mozart geben bei diesem Workout den Ton an. Die Bewegungen werden barfuß ausgeführt und sind eher langsam - das ist gut für Balance und Körperbewusstsein. [...] "Die Musik hat nicht nur Einfluss auf den Körper, sondern auch auf den Geist. Die klassisch Trainierten gehen besonders entspannt aus ihrer Sportstunde." [...]
[Oberösterreichische Nachrichten (Magazin), 27. 09. 2003]

Den Pferdeäpfeln der königlichen Equipage hinterher
Für den Umzug historische Kostüme auch von Dürer abgeschaut [...]
Alles drängt zum Wasen: ob Bierdurstige, Bauern von der Alb oder die Festgespanne des Volksfestumzugs. Am Wochenende ist zwischen Riesenrad und Kuhstall, zwischen Bad Cannstatt und der Fruchtsäule Rabatz gemacht worden [...]
Aus Bretten kommt die Bauerngruppe Alt-Brettheim 1504 in der historischen Tracht der frühen Neuzeit. Nur die hart gekochten Eier, die an die Kinder verteilt werden, sind deutlich jüngeren Datums. Der geschichtsbewusste Verein hat sich die Vorbilder seiner Kostüme aus den Werken alter Meister gesucht, ihre Schnittmuster haben die Mitglieder bei Dürer oder Breughel entlehnt.
Die Bergemer kommen nicht ganz so altehrwürdig daher, aber in den farbenfrohen Röcken mit blütenweißen Schürzen stecken waschechte Landfrauen. Trotz des Nieselregens laufen sie barfuß, weichen geschickt dem Pferdemist aus - die königliche Equipage hat bleibende Spuren hinterlassen. Die Mädels zeigen den Städtern, was eine Harke ist: eine Mistgabel oder ein Aufziehrechen. [...]
[Stuttgarter Zeitung, 29. 09. 2003]

Ein Konzert für Familienhilfe in Brasilien [...]
Landau. Violinkonzert für Ziegelsteine: Seit zwei Jahren unterstützt die Pfarrgemeinde Eichendorf Pfarrer Josef Göppinger, der im Nordosten Brasiliens wirkt. Am Samstag veranstaltete die ödp ein Benefizkonzert mit den japanischen Musikerinnen Ai Kaneko und Maiko Itatani im Kastenhof. Damit will der Ortsverband die Häuserbaukampagne für arme und wohnungslose Familien fördern. [...] Dazu konnten die beiden japanischen Violonistinnen Ai Kaneka und Maiko Itatani gewonnen werden. Seit ihrem dritten und vierten Lebensjahr spielen die beiden Geige. Sie genossen eine Ausbildung in Japan und setzten nun ihr Studium am Richard-Strauß-Konservatorium in München fort.
So spielten nun zwei Japanerinnen in Landau für brasilianische Familien mit Kindern. Die Zehen wippten auf und ab: zwei zierliche Frauen legten sich die Geige an den Hals und begannen barfüßig Werke berühmter Komponisten darzubieten. [...] Dabei fiel von anbeginn die Eleganz und das hohe musikalische Können der beiden auf. Sie nutzten gekonnt und geschickt alle Lagen des Instrument aus. [...]
[Landauer Neue Presse, 29. 09. 2003]

Kinospots mit behinderten Menschen [...]
Mit Filmspots in Kinos will die Lebenshilfe das Image von behinderten Menschen korrigieren.
Ein Ausflug behinderter Menschen auf einen Bauernhof, der in einer Traktorfahrt mit einer Ladung Rolli-Fahrer endet; oder die Geschichte eines Mannes, der gerne barfuß geht und eine flotte Cabriofahrerin nach einer Autopanne dazu bringt, dasselbe zu tun – das sind die Kurzfilme der Salzburger Regisseurin Petra Hinterberger.
Hinterberger besuchte regelmäßig Einrichtungen der Lebenshilfe, ging mit auf Ausflüge und "erkannte, dass ich selbst einige Vorurteile hatte, die auch in den Filmen angesprochen werden." So wird Menschen mit Behinderungen kaum zugetraut, selbst alltägliche Handlungen wie Rasenmähen ohne Verletzung alleine durchzuführen [...]
Menschen mit Behinderungen haben Spaß am Leben und oft auch ausgeprägte Interessen und Fähigkeiten – das will die Lebenshilfe vermitteln. "Wir möchten das vor allem jungen Menschen sagen" [...]
[Salzburger Fenster, 30. 09. 2003]
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