Rheinische Barfüßer wandern an der Ahr "Mobil ohne Schuhe" im Voralpenland

Rheinische Barfüßer wandern gemeinsam an der Ahr
(Forumbeiträge im Sommer 2000)

Hallo zusammen, am Wochenende 25. - 27. 08. findet ja in Bayern die Barfußwanderung zur Benediktenwand statt - für uns Nordrhein - Westfalen bzw. Rheinland - Pfälzer leider etwas arg weit weg. Was haltet Ihr davon, wenn wir uns am Sonntag des gleichen Wochenendes zu einer Parallelwanderung treffen würden ?
Leider habe ich im Siebengebirge trotz einiger Versuche immer noch keinen Weg gefunden, den man vernünftigerweise zum Barfußwandern empfehlen könnte (vielleicht ändert sich das ja noch oder unter Euch sind Kundigere).
Aber im Raum Rheinbach kenne ich eine ganz schöne Streckenführung und Rheinbach selbst ist auch ein recht hübscher und gastlicher Ort, wo man den Sonntag z. B. auch mit einem Frühstücksbuffet beginnen könnte. Rheinbach liegt übrigens südwestlich von Bonn und ist auch mit Öffentlichen Verkehrsmitteln vernünftig erreichbar. Wer Interesse hat, möge mich bitte anmailen - und dann schau'n mer mal, um zum Schluss noch einen Bogen nach Bayern zu schlagen ...
auch wenn das Wetter am Sonntag nicht mehr ganz so schön sein soll, wollen Schorsch, Jörg und ich doch gemeinsam losziehen; wir haben das Ziel auf meine Anregung hin allerdings einige Kilometer weiter, nämlich ins Ahrtal, verschoben. Startzeit : mittags.
Wer sich noch anschließen möchte - uns würde es freuen - bitte schnell mich anmailen ! Georg

Trotz mancher Widrigkeiten (dauernder, mitunter heftiger Regen, verspäteter Start wg. Staus auf der Autobahn) war die gestrige Sonntags - Wanderung der "FrB" (Fraktion rheinischer Barfüßer) eine gelungene Aktion. Mit sechs nackten Füßen + vier ebenso nackten Pfoten von "Max" machte sich unsere Gruppe von Kreuzberg aus auf den Weg, um den ersten, recht barfußfreundlichen Teil des Rotweinwanderwegs an der Ahr zu absolvieren. Wir, das waren Georg, Jörg II und ich selbst.
Gleich zu Beginn hagelte es am kleinen Bahnhof des Ortes eine ganze Salve von Kommentaren, als da waren: "Sagen Sie mal, was ist heute eigentlich noch normal?" oder "Stimmt, da macht man sich die Schuhe nicht schmutzig" oder "Da werden die Füße gleich mitgewaschen". Alles dies kam von einer etwas sauertöpfig dreinschauenden Dame so um die 60, die ihren Frust ob des miesen Wetters offenbar auch an - zu diesem Zeitpunkt noch zwei - harmlosen Barfußläufern auslassen mußte. Später sahen wir sie dann mit aufgespanntem Regenschirm, den ein hübsches Blumenmuster zierte, die Straße entlanggehen.
Endlich vollzählig entspann sich gleich zu Beginn eine derart intensive Unterhaltung über unser gemeinsames Thema, daß wir schon den ersten Abzweig verpaßten und uns folglich nach der Himmelsrichtung auf bergauf führenden Wegen zu orientieren versuchten. Von den wenigen Wanderern, die wir unterwegs trafen, guckten manche etwas erstaunt, ansonsten aber gab es keine nennenswerten Vorkommnisse. Der Untergrund war streckenweise hart, auf anderen Streckenabschnitten aufgeweicht, wobei der Regen auch unsere Sohlen mit dem Effekt aufweichte, dass der eine oder andere Stein sich unangenehm bemerkbar machte. Dafür belohnten aber höchst angenehm zu gehende, nachgebende Waldpfadabschnitte alle wachen Barfuß - Sinne.
Eine besondere Freude waren die Pfützen mit schlammigem Untergrund, der zwischen den Zehen hindurchquoll.
Gegen Ende, als der Boden und die bereits zweieinhalbstündige Sohlenmassage meinem linken Fuß, den ich mir am Vortag dummerweise mit einem kleinen Splitter geritzt hatte, zu ungemütlich wurden, kramte ich meine Sandalen heraus, was Georg mit einem treffenden (aber nicht böse gemeinten) "stillos" kommentierte. Tatsächlich hat Georg, auf dessen Initiative die Tour zurückging, am konsequentesten durchgehalten und ebenso barfüßig sein Auto am Schluß wieder bestiegen, wie er es Stunden zuvor verlassen hatte.
In Altenahr genossen wir dann noch Kaffee, Kakao und Kuchen, bevor es das letzte Stück wieder zurück ging (dies dann auch wieder für mich und Jörg II auf nackten Sohlen).
Ich kann die vielen Aspekte des Barfußlaufens, die wir beim gemeinsamen Barfußlaufen angeschnitten und diskutiert haben, hier gar nicht wiedergeben. Tatsache ist: es waren ungemein viele und jeder hat das Gespräch durch eigene Erfahrungen und Sichtweisen bereichert. Auch von daher lohnt eine Wiederholung, dann hoffentlich mit mehr Teilnehmern und etwas größerem Planungszeitraum - vielleicht an einem milden Herbstwochenende, ansonsten im nächsten Frühjahr.
Grüße an alle nackten Füße sendet Schorsch

[ Trotz mancher Widrigkeiten war Sonntags - Wanderung der "FrB" gelungene Aktion]
Hallo Schorsch, schön dass Du es auch so empfunden hast - allerdings hatte ich bei unserem Auseinandergehen daran auch wenig Zweifel ...
[ hagelte am kleinen Bahnhof des Ortes ganze Salve von Kommentaren]
Das erinnert mich an unser Gespräch darüber !
Ausgehend von der Beobachtung, dass unsere nackten Füße gleich interesse weckten, äußertest Du eine interessante Theorie - nämlich dass die Leute einfach nur irritiert sind, weil wir weder
- "wie Freigänger aus der Rheinischen Landesklinik", noch
- wie Hippies, noch
- arm oder verwahrlost aussehen
und das Problem der Beobachter schlicht darin bestehe, die Beobachtung nicht in vorhandene Klischees einordnen zu können ...
Eine hochinteressante Erklärung, wie ich fand, die ganz einleuchtend erklärt, warum ein kleiner Teil der Bevölkerung so reagiert (übrigens auch gar nicht schmeichelhaft für diejenigen, die sich so äußern).
[ lohnt Wiederholung vielleicht an milden Herbstwochenende, ansonsten im nächsten Frühjahr] Hoffentlich wird etwas daraus. Serfuß Georg

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"Mobil ohne Schuhe" im Voralpenland
(Forumberichte im Sommer 2001)

Liebe Freunde unbeschuhter Mobilität,
Für Samstag, den 23. Juni kündige ich in der Presse eine Barfußwanderung an, hoffe auf Interesse der Bevölkerung und rechne fest mit besserem Wetter. Eine schöne Wanderroute mit viel Naturboden, schönem Bergblick und vielen Blumen (Orchideen) habe ich schon ausgekundschaftet. Wir treffen uns um 14:00 Uhr am Penzberger Bahnhof (um 13:50 Uhr kommt ein Zug aus Richtung München an).
Nach dem vielen Regen wird es zwar einige schlammige Wegabschnitte geben (kurze Hosen sind deshalb empfehlenswert), doch es besteht ja keine Gefahr, dass wir dort wegen falschen Schuhwerks scheitern könnten!
Viele Grüße, Lorenz
P.S.: Das aktuelle Programm der Aktion "Mobil ohne Schuhe"

Die Wanderung, die ich hier vor kurzem angekündigt habe, hat heute auch stattgefunden -- bei bestem Wetter. Und acht Leute sind am Treffpunkt erschienen. Zum Teil kannte ich sie schon von vorhergehenden Aktionen, zum Teil wussten sie es aus der Zeitung. Also lässt sich die Idee vom Barfußwandern auch außerhalb des Internet erfolgreich verbreiten.
Die Bedingungen waren optimal und die abwechslungsreiche Route mit den verschiedensten Bodenarten machte allen Teilnehmern viel Spaß. Sieben von ihnen zogen schon am Bahnhof (unaufgefordert) die Schuhe aus und hatten auch kein Problem mit dem Asphalt und möglichen Blicken von Leuten in der Stadt. Aber bald hatten wir den Wald erreicht und gingen abseits der Schotterwege einhellig barfuß.
Wir haben uns alle sehr gut verstanden und ich habe nette Leute kennengelernt, die gerne barfuß laufen, sich so wie ich an der Natur freuen können und auch weiterhin an den oberbayerischen Wanderaktionen teilnehmen wollen.
Ob so etwas einen Barfußtrend fördert, weiß ich nicht; aber ich habe auf jeden Fall viel Freude daran, einen großen Teil meiner Freizeit unter "Fuß-Naturisten" zu verbringen.
Schöne Füße, Lorenz

Liebe Freundinnen und Freunde unbeschuhter Mobilität,
Vor drei Wochen haben wir zu neunt mit viel Spaß an der Freud' die Natur südlich von Penzberg auf bloßen Sohlen erkundet.
Am Samstag den 14. Juli gibt es wieder ein Barfußwandertreffen im Alpenvorland. Wir treffen uns um 14:00 Uhr am Bahnhof Iffeldorf und wandern um den Fohnsee - größtenteils auf Wald- und Wiesenwegen. Die Veranstaltung wird auch in der Presse angekündigt und es soll für weniger routinierte Barfüßer keinesfalls der Zwang entstehen, die ganze Strecke (8 km) ohne Schuhe durchzustehen. Auch werden wir an schönen Stellen Pause machen und uns Zeit lassen, um den abwechslungsreichen Weg ohne Stress zu meistern. Ich veranschlage deshalb 3-4 Std. für den Ausflug. Nur bei Dauerregen oder Temperaturen unter 12 Grad würde ich die Veranstaltung ausfallen lassen.
Ich freue mich auf jeden, der mitmacht!
Viele Grüße, Lorenz

Barfuß wandern auf dem Aidlinger Höhenweg am Samstag, den 8. September
Liebe Freundinnen und Freunde unbeschuhter Mobilität,
Einen wunderbaren Eindruck vom Alpenvorland gewinnt man auf der Wanderung über den Aidlinger Höhenweg und am Riegsee entlang. Und da diese Strecke ideal zum Barfußlaufen auf Wald- und Wiesenwegen ist, möchte ich am Samstag, den 8. September zu einer Wanderung ohne Strümpf' und Schuh' einladen. Natürlich soll für weniger routinierte Barfüßer kein Zwang entstehen, die ganze Strecke (8 km) ohne Schuhe durchzustehen, zumal wir ja auch nicht unbedingt mit sommerlichen Temperaturverhältnissen rechnen können. Aber ich bin optimistisch, dass es auf jeden Fall eine schöne Unternehmung wird!
Ich freue mich auf jeden, der mitmacht!
Gruß, Lorenz

Auch eine niederschmetternde Wettervorhersage hat unser Barfußwandertreffen am Samstag nicht verhindern können. Hier im Forum hatte ich sie ja auch angekündigt.
Am Ausgangspunkt, dem Gasthaus Höhlmühle bei Habach (nahe der Autobahn München-Garmisch schlug ich den anderen (zwei netten Paaren und einem Kollegen von mir) vor, erst mal mit Schuhen loszulaufen und vielleicht später mal eine kurze barfüßige Kneippstrecke einzulegen. Ein großes Handtuch zum Füßeabtrocknen hatte ich dabei, damit sich jeder vor dem Schuhe anziehen die Füße abtrocknen konnte.
Allerdings war meine Begeisterung ansteckend und die beiden Paare liefen zusammen mit mir barfuß los, mein Kollege behielt die Schuhe an. Und der Aidlinger Höhenweg, ca. 4 km von der Höhlmühle bis nach Aidling am Riegsee, ist auch die ideale Barfußwanderstrecke. Es gibt alle erdenklichen Varianten von Naturboden und wenig Schotter, das garantiert ein abwechslungsreiches Erlebnis. Nach etwas 20 min riet ich den anderen, darauf zu achten, ob die Temperatur o.k. war, und ggf. wieder Schuhe anzuziehen. Das wollte aber keiner.
Insgesamt liefen wir gute zwei Stunden lang und hatten das Glück, nicht nass zu werden. Auch die tolle Aussicht über Riegsee und Staffelsee mit den Bergen einschließlich Zugspitze im Hintergrund konnten wir genießen. Am Ende stiegen wir in den Bach und wuschen unsere Füße sauber, erst danach kamen die mitgenommenen Handtücher zum Einsatz. Zum Ausklang stärkten wir uns noch in der Höhlmühle und ich war glücklich in der freundschaftliche Nähe von Leuten, die meine naturverbundene Begeisterung für das Leben auf freiem Fuß teilen.
Macht's gut und unbeschuht, Lorenz

[Insgesamt gute zwei Stunden lang und hatten Glück, nicht nass zu werden]
...was bei dem Sauwetter, was dieses Wochenende vorherrschte, wirklich bemerkenswert war. Dir, Lorenz, noch mal vielen Dank für das Heraussuchen der Wegstrecke!
Christian (Teil eines der beiden Paare :-))

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